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Full text of "Gedichte von Ludwig Uhland"

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Gedichte von 




Ludwig Uhland 




Ludwig Uhland 




»KftrlttfpmOolö 

totftelimpprsitui 
of CWortrta öu-u 

)oftnP.9i?rechel&jj 



Kl 8 



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Uoll'|!än6i(jc ftritifd>e &usa,a&e 
auf ü>run& öe* l?an5fcf>riftfi(§en ^lac^fafTes 

fccfonjt von 

grt<§ §d?midi un6 §uCitto c&arhnamt. 

^weiter 23ant>. 




£txxtt$avt 1898. 
$erfaa, 6cr 8. <£otta'fcßen 38u<$Öan&funa, 



Äffe Ke#te porPcßa ff cn 



Dcucf bet Union Xcutidjt SBerlaaSaeieflfdjaft in Stuttgart. 



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3 n l? a f 1. 





Seite 






Lesarten zum 1. Bande . . . 


1 


Mm ftreiueStob 


225 




B 


^\efu ^luferfleluino unb Gimmels 




Drucke 


10 


fahrt 


227 




22 


Die mer 3al)tsjeiten .... 


228 


Satcrlänbiidje Öebidjte .... 


42 


We iitdimfrfdilif it 


SSI 




48 


Wariu» auf Uarthaao'" Xriint = 




Sonette. Cttaüen. ©lofien . . 


55 


mern 


232 


2>ramaU}d)e Xidnungcit . . . 


62 


Die SC reitrtb?(baft 


9 '16 


©aüaben unb IRomanjen . . . 


64 


Tin§ Stiitnmbii'l) einer rVreiinbtii 


237 


«ttfraniöftfdje ©ebidjte . . . 


127 


Weinen (fitem am v Jieuiohr 1802 


237 






3m lannenfiatne 


238 




344 




238 






239 


Aus älteren Auflagen. Ein- 




Worjembergebanfen ... 


240 




141 


£aö Sieb üom armen »ater . . 


241 


Aus dem Nachlass 1810 ff. . 


157 


Weinen ©Item am Neujahr 1803 


243 


Aua unbekannter Zeit nach 






244 




205 




245 


Bruchstücke nach 1810 . . 


206 


Vermauu unb Utfaa .... 


246 














9ln Of. ^ 


256 


Anhang. Jugendgedichte vor 






257 




209 




258 


Der Mutter zum Neujahr . . 


211 




259 


Bitte um die Herbstvakanz . 


211 


Fragmente . . auf ben lob meines 






212 




260 


Weiner Wutter. 1801 . . . 


215 


Weinen Cffotl. 1804 .... 


261 




216 




262 




219 


©lea.e 


263 




220 








221 




265 


»Ute um bie frrüb,Uuߧöafan} . 


222 




267 


3>aS toabre @ut 


223 




268 


Der »reis ber Sugenb . . . 


224 




269 


S>er SBetg be8 Saftetö unb ber 






271 


lußenb . . 


225 




272 



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- IV - 





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2Jie Aauberünbe 


281 








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313 








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314 


3^ if £v imf ü hm txct 


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314 


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2 O 4 


tnlllcl uno i iliiu . • . . . 


Uli 

314 


"^vr ?rttiiii*r flu hi# ^iVrhrnhr 


9HX 




314 


JDio's fluatrt 


2 471. 


T . • j t \i ]'ittl*»r 


315 




901 




3lb 


^ie ^löf plbtiiiinp 






316 


*VT)*t it..»»» /&f **v*t .in* KviP <l)«ii 






316 






©eib^e. 1809 . . 


317 


fichtcö l'ifb 


901 

2 47* 




317 


3hn jVrilblina 


295 


Aus dem Singspiel , Der Bär' 




XaS ÜJtünft« 


29»; 

4M JU 


1. 2 


317 


£tv -tgurm im waloe . . . 


296 


SDic fteiiicrnt 5Qraut .... 


318 


-ues .Uirtoajenv Trauer 


297 


Xaö 5löunbttbilb . . . 


319 


*3Me üMumrinnrft 

^41. 4 UUll iL IL'l l L ..... 


90«i 


^ermann »on 5ad)\tnt)t\m 2—4 


319 


2as einiame ."vrriutfin 


2?» 


Xit Sonette 


322 


Vit 31)« xfaute .... 


300 


£er Stufi 


S22 


3n R. Stammbutb .... 


300 






301 


Aus unbekannter Zeit vor 1810 : 


Ilagen und die Meerweiber . 


301 




323 




304 


Duett . . . 


324 


%b')ä)\t\> 

'iln 5Roia'§ ©robe 


305 


Schattenbilder? 


324 


306 


Lesarten zum Anhang . . 




306 


326 


Sieb im grübjina. 


307 


Bruchstücke vor 1810 . . 


355 


2as 2hal 


307 






Sie 2Räbd)eit am 93ad)c . . . 


308 


Chronologisches Verzeichnis . 


362 




308 


Register der Titel und Anfänge 


371 



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Lesarten. 



Urlaub, Ört>id>te. II. l 



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ruf < 



1. Handschriften. 

Die Hauptmasse der Handschriften Ludwig Uhlands, 
Dichtungen, wissenschaftliche Arbeiten, Politisches und 
Briefwechsel, ist nach dem Tode seiner Wittwe auf die 
beiden Grossneffen Dr. Ludwig und Arthur Meyer und 
ihre Schwestern vererbt worden und 1897 in den Besitz 
des Schwäbischen Schillervereins gelangt. Wo keine 
andere Angabe erscheint, gehören die H (Sammelhand- 
schriften) und h (Einzelhandschriften) zu diesem Nach- 
lass, der, wie alles von Uhlands Feder auf uns Ge- 
kommene, ausser manchen eiligen und mühsam durch- 
gearbeiteten Entwürfen, durch ungemeine Sauberkeit 
der Schrift ausgezeichnet ist und dem Forscher zugleich 
eine Fülle genauer Daten, das Jagbuch' (1810—1820) 
theils bestätigend, theils ergänzend, an die Hand giebt. 
Hinzu kommen die Nachlässe Karl Mayers (Kgl. öffentl. 
Bibliothek, Stuttgart; leider ohne das 4 Sonntagsblatt'), 
Justinus Kerners (im Weinsberger Kernerhause), Varn- 
hagens (Kgl. Bibliothek, Berlin) und W. L. Hollands, 
dessen Uhlandiana theils an die Tübinger Universitäts- 
bibliothek, theils an Herrn Hauptmann Spindler zu 
treuer Hut übergegangen sind und auch seither Ver- 
schollenes in genauen Copien enthalten. Einiges davon 
stammt von Adelbert Keller, der viel mehr besessen 
oder wenigstens zeitweilig verwahrt haben muss, als 
heute die Familie zu eigen hat. 



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4 - 



//': eine gebundene Brieftasche mit abzuwischenden 
Tafeln und dünnem Schreibpapier, vom Mai 1799 an 
lang benutzt, kunterbunten Inhalts; knabenhafte Zeich- 
nungen des Rinaldo Rinaldini, der leichten 'Reuterei' 
u.s.w., Notizen, auch aus der Schule, Poesie und Prosa, 
z. Th. schwer lesbare Bleistiftskizzen, auch zu grösseren 
Dichtungen. Das Späteste darin ist die Röthelskizze 
$er £>änen 3d)roerter (Die sterbenden Helden) und 
die Bleistiftskizze &afj mta) finfen (Der Sänger an die 
Sterbende). Den ganzen Inhalt von H l in die Lesarten 
aufzunehmen, macht schon die Verworrenheit dieser 
jugendlichen Entwürfe schlechterdings unmöglich. 

H*: $ßo6tif$e $>crfu$e non Louis Uhland. l tf * (2tücf. 
— 1800—1801 — Ein cartonirtes Octavheft, auf der 
Rückseite des Titels Vilia miretur vulgus: mihi flavus 
Apollo Pocula Castalia plena tninistret aqua. — Ovid. — , 
dann 33 bezifferte Textseiten, am Schluss der ^nnljalt. 
Es sind dreizehn Gedichte ohne strenge chronologische 
Ordnung, aber mit später eingetragenen Daten (undatirt 
4 Das wahre Gut' und Bürgerkrieg') vom December 1800 
bis in den Mai 1801; voran die .Zufriedenheit', zuletzt 
s Der Weg des Lasters und der Tugend'. — s }>oetifcfje 
SBerfudje non U. 1801. 1802. 1803. 1804. gmete 3tütf. 
Ein eben solches Heft, auf der Rückseite des Titels Me 
juval inpiHma coluisse Helicona juventa , Musarumque choris 
implicuisse manus. Propert. , dann 59 bezifferte Text- 
seiten und ein Blatt Snnfjalt, eingelegt ein Doppelblatt 
(die Doublette 2>er 3af)re2Becf)fclcfyor), eingeheftet zwischen 
S. 26 und 27 und im Register als zu p. 26 gehörig 
vermerkt ein Doppelblatt .Hermann und ütha'. Es sind 
vierundzwanzig Gedichte in strengerer, aber nicht durch- 
geführter chronologischer Ordnung, mit sogleich ein- 
getragenen Daten (undatirt 4 Die Freundschaft' ©inft fafy 
und die .Romanze' 3>a3 Woft am Stifte!) vom September 



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— 5 - 



1801 bis zum 20. und 8. Juni 1804; voran ,Die vier 
Jahrszeiten', zuletzt das Fragment' auf des Grossvaters 
Tod 1803. Das Heft enthält unter den deutschen zwei 
lateinische Gedichte. — Ein Register vom Herbst 1805 
(Nägele S. 41) s. u. im Apparat der Paralipp. 1805. 

H 3 : die Haupt handschrift. 1. Ein gebundenes Octav- 
heft: ,1801 — 1803', etwa ein Sechstel beschrieben, ohne 
Tagesdaten, siebzehn nach Jahren geordnete Nrn. aus 
H 2 . — 2. Da 1S04 fehlt, ist hier einzuschieben ein un- 
gebundenes Octavheffc Holland-Spindler, zwölf deutsche 
Gedichte vom Juni bis zum December dieses Jahres und 
ein Register enthaltend, das hier stehen mag, während 
bei den andern, der Nachprüfung stets zugänglichen 
Bänden H 3 es Raum Verschwendung wäre, grosse Listen 
zu liefern. Snnfjalt: $ie 3<wberin. ^obtenlieb [,Die 
sterbenden Helden'J. Die Serge. £er blinbe flöntg. 
£efa>m unb §eln>ine. $ie (Slfenftuft. §erbftlteb. £ie 
(Erinnerung. 2luf bem ©d)lofj §eibel6erg. 2)te 2öaU* 
fartprdje. $ie Sraut. deinen ßltern auf ba§ 9teujaf)r 
1805. — 3.: ,1805—1807', fündundneunzig Gedichte 
(datirt, u.s. f.), voran ,Die Harfe' 3. Jan. 1805, zuletzt 
.Der Königssohn und die Schäferin' 5. — 9. Dec. 1807. — 
4.: ,1808 — 1811', hundertundneun Gedichte, voran 
, Naturfreiheit' 15. Jan. 1808, zuletzt ,Schlusssonett' 
7. Sept. 1811. — 5.: ,1811 (gortfe^ung) - 1815', sieben- 
undsiebzig Gedichte, voran , Roland Schildträger' 10. Sept. 
1811, zuletzt Bildungsreise' 27. Juni 1815. — 6.: ,1815 
(gortfe^ung) — 1817', kaum halb angefüllt, voran 
Graf Eberhard der Rauschebart' Juni und Juli 1815, 
zuletzt ,Nachruf 7. 8. Juni 1817. Dann hat Frau Unland 
in später Zeit fünfzehn Gedichte eingetragen, doch sind 
diese Texte ohne Bedeutung. — 7.: ,1834', auf 17 Blät- 
tern neunzehn Gedichte, voran ,Die Bidassoabrüeke* 
15. 16. März, zuletzt ,Reise durch Deutschland' 6, 7. Octo- 



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— 6 — 



ber. Es folgen achtzehn von Frau U. spät eingetragene 
Nummern. 

H A : das von Karl Mayer (vgl. dessen Buch 4 L. U., 
seine Freunde und Zeitgenossen' 1867 I, 47) als <Donum 
autoris' besessene, zuerst durch Notter*) und Mayer selbst 
grossen theils litterarisch verwerthete, jetzt eingebunden 
auf der Kgl. Bibliothek in Stuttgart befindliche Heft, 
eine Auswahl älterer Gedichte von 1803 ( t An einen 
Freund' @iner greunbin roetfjt') bis zum Ende des Jahres 

1805 (,Meinen Eltern auf das Neujahr 1806'), drei von 
1803, vierzehn von 1804, einundvierzig von 1805, ohne 
Tagesdaten. Da es interessant zu sehen ist, was U. 

1806 der Aufnahme werth hielt, mag ein Verzeichniss 
folgen: 1803. 2ln einen greunb. (Siegibion. Sie Setenbe 
(£a! rote fmeeft). — 1804. (siegte (©eftern lag id>). Wau 
lieb. Sie Serge. Sie 3«^ertn. £>er gelben Sterbgefang. 
£>er blinbe König. 2>er 2lbfd)ieb (£elrotn). Sie Glfenfluft. 
Sie 33raut. §erbftlteb. Sie Erinnerung. 3(uf bem Sd)loffe 
ju Jpetbelberg. Sie 3Baßfart^lird)e. SJJetnen ©Item auf 
ba3 *fteujal)r 1805. — 1805. Sie $arfe (@in Sänger fyatt). 
2ln ben 2ob. Sie 9tonne. i'ieb beö gtfa)erä. Ser Sanf. 
Ser Kräng. Ser ©djäfer. Se3 Sicf)ter3 Slbenbgang. ®nU 
fagung. §arfnerlteb am .£>odjgettmaf)le. Ser König auf 
bem Sturme. Ser 28ef)mutf)fänger. ©räberfdnnua*. Sie 
^auberlinbe. 2lnfpruä}. 9Jiaiflage. 21oatf)ie. Sie SMter- 
gruft. Ser Sänger. £teb eineö Ernten. Sie £eimfüf)rung. 



*) Dessen Angaben S. 25 ff. irre führen könnten, als sei 
ein anderes Heft vom Jahre 1805, 16 Nrn. enthaltend, ge- 
meint; aber die eine Variante steht in H A und zu allen 
5 Nrn., die als Inedita gebracht werden, bemerkt Mayer in 
H* mit Bleistift t Notter mitgetheilt' oder k Notter\ Auf dem 
Titelblatt — einem verschwundenen — nenne der Dichter 
sich: Ludwig Rio(?) 



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- 7 



2) ie ÜJtalmung. $er ©änger an bic ©terbenbe. ©retdjenS 
greube. ©efang ber Sünglinge. Sieb bes ©ärtnerö. 2)ie 
Capelle. £ie fanften Sage. Clo'ä Slugen. gm &erbfte. 

3) aö ©d)lofe am 5Jieere. SDie ^ilgerin. -iDtönd) unb Schäfer. 
■Üöunber. 2Jiein ©efang. ©djäferS ©onntagölieb. (Sntfdjlujj. 
$te Apfelbäume. $om treuen &*altf)er. Sie ÜKuttcr 
($omm f)er). steinen ßltern auf ba§ ^euja^r 1806. 

H h \ Octavheft ohne Umschlag, beziffert 5 — 116, 
doch sind mehrere Blätter weggeschnitten. Eine 1808 f. 
wohl für den Druck berechnete Auswahl von Gedichten 
aus dem Zeitraum 1805— Jan.1809 ohne Daten, ßntfagung. 
§arfnerlieb am §od^eitma^le. 2ln ben Xob. 5Raiflage. 
©efang ber 3ünglinge. Sie fanften Sage. 5ttein ©efang. 
(Blatt S. 19 f. fehlt.) 2ln einen greunb. (Sin Slbenb. tfretö* 
lauf. Siebeäfeuer. $>er ftönig auf bem Xljurme. Ser 
Tonnen Gfjorgefang. (Blatt 29 f. fehlt.) 2>er $ilger. 
(Blatt 33 f. fehlt.) $eä Knaben SBerglieb. $eä Äönigö 
Sagblieb (Äöniglid) f abreitet). 33rautgefang. ©djäferS ©onm 
tagälieb. Sieb be$ (befangenen, borgen. @ntfd)lufj. 3ln 
3^re Saute. Sieb bes ©ärtnerS. Sie Capelle. %m §erbfte. 
SÖunber. §olje Siebe. Sie ©d)lummernbe. SBon ber Siebften. 
3*)r 33rief. Sie 33etenbe. 2öeif)e (ausgestrichen). 3m 
üJlai. £raumbeutung. 2ln ©ie. Butter unb Äinb. Hlage. 
Sag SBtlb ber ©eftorbenen. ©reifenraorte. (Bl. 55—58 
fehlt.) Sauf ber 2BeIt. Sie ^ufriebenen. Untreue. Sic 
2lbgefd)tebenen. Seberool. (S. 64 leer, Bl. 65 f. fehlt.) 
Sie SRonne. Ser Ärang. Ser ©d&äfer. Sie SBätergruft 
(S. 72»). 35er ©änger (S. 72* dann leere S.). Saä 
©djlofj am Sföeere. SJiönd) unb ©d)äfer. SBom treuen 
2Mter. Ser £raum. 2lbfd)ieb. ©retd)ens greube. Seä 
©olbfd)mieb$ Söajterlein. Srei gräulein. Ser fd^ma^e 
bitter. Se3 Knaben £ob. Sie brei Sieber. Sas ©diroerb. 
gräuleinS 2Bad)e. 25er iHofengarten. $lein SRolanb. Ser 
junge $önig unb bie ©djäferin. Dann ein leeres Schluss- 



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— 8 -- 



blatt, vor dem ein beschriebenes weggeschnitten ist. — 
An Mayer 23. Jan. 1808: !Kit ber 2lbfcf>rift meiner fämmt* 
liefen ©ebid&te in ein groffeä Buch bin ich noch gar nicht 
weit gebieten. 25aS Slbfdn-eiben ift gar $u langroeiltg; ist 
damit H* gemeint? 

In dem zuletzt erwähnten Brief an Mayer (1, 42) 
heisst es weiter: $äme ich ba^u, eine Sammlung metner 
©ebidjte herauszugeben (roa§ barum für mich ein intereffanteS 
SRefultat herbeiführen tonnte, roeil eine fold)e Gammens 
fteßung, bie ben 2Cutor ooflftänbiger ct)arafterifirt , auch 
ausführlicher unb bebeutenberer Urtheile geroürbigt &u rcerben 
pflegt), fo roürb' ich f°tö) e in brei Bücher abtheilen; 
baö erfte enthielte bie mehr reflefttrenben ©ebichte, baS 
jroette Stoman^en, BaUaben unb biefen oermanbte ©ebichte, 
baS britte eigentliche Sieber, Epigramme k. liefen brei 
Büßern fönnte etroa noch ein befonbrer Anhang »on einigen 
profaifchen ©tücfen unb ben Bearbeitungen aus bem gelbem 
buche folgen. Dann am 28. April (1, 82): 3$ f) aDe nun 
eine reinliche Slbfdjrift meiner brauchbaren ©ebichte nach oer 
ßintheilung in brei Büchern unternommen. $mei Bücher 
ftnb fchon fertig. 3<h mache biefe Slbfdjrift auf einzelne 
^oftpapierblätter in Dfrao, ungefähr wie ein Stammbuch — 
ich oerfdjnitt baju aud; ein eingebunbeneS Stammbuch mit 
groffen Blattern mit ©olbfdmitt. @me roahre» $rad)tau§: 
gäbe! — bamit einzelne Blätter herausgenommen unb hin* 
eingefchoben roerben fönnten, toaS für Gorrecturen gut ift, 
unb auch De * meiner ßintheilung faft erforbert roirb. $)er 
Unorbnung fann burch 9iumerirung abgeholfen werben. 
2'lrgerlich mar mir babei, bajj ich *>en ©eefenborffchen 
Sllmanach für 1807 nicht bei ber &anb hatte, ba auch Da ^ 
SKanufcript, nach bem bie ©ebichte bort abgebrueft ftnb, in 
©ecfenborfS §änben blieb. Nun hat sich, abgesehen von 
einem späteren Verzeichnis der an Seckendorf ergangenen 
Beiträge sowie von Listen zum t Poetischen Almanach' 



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- 9 — 



(1812) ein Stammbuchblatt mit Goldschnitt erhalten, das 
eine Uebersicht der drei Bücher bietet und folgende Gedichte 
aus der Zeit von 1803 bis ins Frühjahr 1808 aufzählt: 

1. 1. 2ln ben £ob. 2. Gntfagung. 3. §arfnerlieb. 4. Wtau 
flage. 5. $ie fanften Sage. 6. 9Wem öefang. 7. ©efang 
ber Jünglinge. 8. ©efang ber Tonnen [aus $er tyot; 
gefang]. 9. $5ie Sieber ber 33or$eit. 10. 2(n einen greunb. 
11. 9taturfreifyit. 12. 3um Slbfdjieb. 13. $er Pilger, 

14. @in 2lbenb. 15. Siebeöfeuer. II. 1. $>ie -Könne. 

2. 25er ©djäfer. 3. 2)er £ran;\. 4. $)er $öntg auf bem 
Sturme. 5. £er Soljn beS 9fteere3. 6. ©retdjenS greube. 
7. Slbfa^ieb. 8. 33om treuen ©alter. 9. 9Jlönd> unb Sdjäfer. 
10. $5er £raum. 11. ^ätergruft. 12. £a3 3ä)Iof$ am 
ÜJteere. 13. 2)rei gräulem. 14. 2)er fa^roar^e bitter. 

15. £e§ Knaben 2ob. 16. £)ie brei Sieber. 17. £er 
s Jtof engarten. 18. £>er Königs) ofm unb bie Schäferin. 
19. gräuieinö 28ad)C. III. [S. 2; alle Nrn. sind ange- 
strichen, ausser 27. 32. 34 f.] 1. $eö Knaben üBerglieb. 
2. £)es ÄönigS ^agbtteb. 3. örautgefang. 4. Sieb be$ 
©ärtnerS. 5. $ie Gapelle. 6. 3m §erbfie. 7. ©d)äferö 
©cmntagslieb. 8. Sieb beö ©efangenen. 9. 2ln Sfjre Saute. 
10. @ntfd)lujj. 11. SÖunber. 12. $>te ©d)lummernbe. 
13. 5Dtc Setenbe. 14. 2ln «Sie. 15. Butter unb äinb. 
10. ©reifenmorte. 17. $a3 Silb ber lobten. 18. Untreue. 
19. Siebe^eidjen. 20. Seberool. 21. grage. 22. Sauf ber 
2Belt. 23. Söalblieb. 24. $ie 2Ibgefä)tebenen. 25. ©eliger 
$ob. 26. $er ©änger. 27. ^roeifel [gestrichen]. 28. §of)e 
Siebe. 29. ßlage. 30. $on ber Siebften. 31. Sieb beS 
Söanbererö. 32. $em $iä)ter [gestrichen]. 38. Sauerm 
regel. 34. Stntroort [gestrichen]. 85. SDie 3ufriebenen. 

Am 18. Juni 1811 meldet das Tagbuch: $urd)ftcf)t 
metner Sieber unb tylan einer chrono logifdjen Drbnung. 
In den t Gedichten', deren eigenhändige Druckvorlage 
nicht erhalten ist, vereinigen sich innerhalb der Gat- 



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— 10 _ 



tungen zeitliche und innere ästhetische Principien der 
Anreihung. 

Welche Gruppe A. W. Schlegel 1810 von Chamisso 
vorgelegt erhielt und unfreundlich ablehnte, wissen wir 
nicht; vielleicht dieselbe, die Varnhagen abschrieb und 
Fouque zeigte. Ein Zettel von Uhlands Hand enthält 
die undatirten Worte Fouques an Varnhagen : 9?ur je£t 
nod) meinen $anf für bie TOttfjeilung beineS Sagebudjä, 
fo oieleS &ieblidjen unb SBebeutenben. $ie Ijerrlidjen ®e* 
biegte oon Ufjlanb mujj tdj befonberS auöjetdmen. $>er 
9Jtenf$ bietet ja rote ein SUtbeutfcfyer, id> mödjte fagen, 
roie baü> s £olf felbft. Varnhagen besass wohl auch schon 
früh Uhlandische Urschriften; am 23. Febr. 1811 be- 
richtet er aus Prag enthusiastisch über seinen Teplitzer 
Sommer verkehr mit Beethoven . . . , Diesem nun habe 
ich alle deine Gedichte, die abzuschreiben nicht Zeit 
war, auf sein Begehren geschenkt, und du kannst hoffen, 
bald einen Theil davon komponirt zu sehn'; was nicht 
geschah. 

In einem Tübinger Sammelband (der Bibliothek 
aus Hollands Nachlass vermacht) sind Skizzen und Rein- 
schriften vereinigt worden, doch werden diese zufällig 
zusammengekommenen Stücke wie alle einzelnen Blätter 
oder Lagen jedes Mal am gehörigen Orte als h (A 1 ä* 
nach der Zeitfolge) vermerkt. 

2. Drucke. 

G; die Gesammtausgaben der Gedichte. Geraume 
Zeit hindurch sah sich Uhland vergebens nach einem 
Verleger um, und es ward ihm zum Heil, dass erst eine 
sehr bereicherte und gesichtete Auswahl ans Licht trat. 
Im April 1809 (Kerners Briefwechsel 1, 38) lehnte Cotta 
wegen Überhäufung in dieser schwierigen Zeit ab, 



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- 11 - 



„ sonst wäre es ihm ein Vergnügen gewesen"; ein kurzes 
Billet von 1811 wiederholt dies Nein. Im Juli 1809 
klopfte Uhland umsonst bei Mohr u. Zimmer, der Heidel- 
berger Romantiker-Firma an, die am 31, freundlichst 
mit Berufung auf die .entsetzlich niederschlagenden Er- 
fahrungen' der Messe und die trostlosen Aussichten des 
Buchhandels ablehnte. In Paris erbot sich 1810 Metter- 
nichs Secretär Pilat zur Hilfe (Tagbuch S. 23). Am 
4. Januar 1811 bittet Uhland Kerner, den Heidelberger 
Braun zu sondiren, ob er ein massiges Bändchen gegen 
ein von ihm vorzuschlagendes Honorar übernehmen wolle, 
und findet Ermunterung, denn Braun denkt daran, im 
Poetischen Alraanach unter einem Lied Uhlands die 
Sammlung anzukündigen (Kerner 20. Mai). Die Ver- 
handlungen laufen fort, U. sieht ohne sonderlichen Eifer 
dem Abschluss entgegen , will auf Übersetzungen ver- 
zichten und erwartet (an Kerner 10. August) hinten im 
Almanach eine Anzeige, dass die Gedichte zur Oster- 
messe 1812 erscheinen sollen: aber im Januar 1812 
(Tagbuch S. 75) ist alles abgethan, da Braun das Werk 
< unter den billigsten Bedingungen nicht in Verlag nehmen 
wollte' (U. an Kerner 1, 278). Auch Fouques Ver- 
sprechen, in Berlin zu werben, blieb ohne Ergebnis (ü. 
an Kerner 16. April 1812). 

Am 16. August 1814 erfuhr U. durch seinen Freund 
Hermann Gmelin, Cotta wolle die Gedichte verlegen, 
und vollendete nun rasch (bis zum 23. September) eine 
Reinschrift sammt Register, die aber liegen blieb, bis 
nach neuen Stockungen, während u. a. auch Wangen- 
heim sich empfehlend für U. einsetzte und manches neue 
Stück hinzukam, am 20. Februar 1815 das Manuscript 
an Cotta abging*). Schon der nächste Tag brachte seine 

*) Ein Notizblatt für G 1 (s. zum k Lied eines Armen') 
berechnet erst 174, dann 182 Nrn. (68 statt G0 Lieder, 21 statt 



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_ 12 — 



endgiltige Zusage, am 22. wurde mündlich abgeschlossen, 
das Honorar von 400 Gulden (später 800 bis 2000) 
bereits im März ausgezahlt, die Oorrectur der Bogen 
vom 23. Mai bis zum 22. September erledigt (vgl. auch 
an Mayer 29. Mai), die Freiexemplare am 24. September 
empfangen. Das Buch, in tausend Exemplaren aufgelegt, 
ist also im October 1815 erschienen. Verleger und 
Dichter sollten sich dieser Verbindung freuen, obwohl 
U. nach seiner Art im Mai 1819, Cottas schmeichel- 
haften Wunsch', bei allen künftigen Werken zuerst 
befragt zu werden, mit der Berufung auf den Grund- 
satz erwiderte, er verpflichte sich nur von Fall zu Fall: 
eine Jreifyeit, bie mir für ben Sdjrtftftetter roefentltdj 
fd)etnt. Die erste Auflage wurde langsam abgesetzt; 
im üecember 1818 meldete Cotta, es seien noch etwa 
500 Exemplare übrig , und würden wohl binnen zwei 
Jahren erschöpft werden, wie U. an Varnhagen schreibt 
(81. Dec): (Sr fd)Iug mir ein ^meiteö 93cmbdjen cor. ftaju 
ift mein Vorrat!) bod) fdnuad). Tagbuch 27. Mai 1819 
$einfd)rtft von ® ebbten für bie gmette Auflage. 

Eine freundliche Correspondenz mit der Verlags- 
handlung, die auch manches willkommene Werk an den 
Dichter sandte (vgl. Tagbuch S. 267), läuft bis ins 
Jahr 1861 , wo U. am 3. December Anordnungen für 
die neue Auflage giebt, nachdem er noch am 24. Mai 
seine Sorgfalt durch Hinweise auf Druckfehler bekundet 
hatte. Auf die Revisionen bezügliche Blätter, die aber 



22 Sinngedichte, 64 statt 62 Balladen, 1 »ortoort, 27 ©os 
nette jc, 2 3)ramat.) und verzeichnet in einer kleinen Liste 
nach den erledigten Stücken .Der Nonnen Chorgesang' und 
.Der gute Kamerad': 3)ai 93Ub ber ©eftorfr. bitter unb S)ame. 
$l)r 93rief. Sie Ruinen. 2)er flneo)t. ©onnenblicf. ftrüfjUngö* 
afjnung (nicht .Frühlingslieder' 1.) zur Erwägung. 



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- 13 _ 



nur Minutien betreffen, liegen in U.s Nachlass; der 
Briefwechsel mit der Buchhandlung und ein Exemplar 
der 7. Auflage mit Correcturen und hsl. Nachträgen 
für G 8 — Revisionsbogen u. dgl. sind nicht da — zeigen 
zusammen des Näheren nur, dass U. sicherlich G*, G 30 
und G 41 4i (1861) genau hergestellt hat. Das letzte 
Ergebnis ist dieses (3. Dec. 61): $em ©ct^e [der 43. 
— oder 16. Miniatur — Aufl.] bic 42. Auflage $u (Urunbe 
legen, empfiehlt fid^ baburd), bafe für biefe erft im 
laufenben $afyxt bie (Sorrectitrfcogen ber jule^t oon mir 
burdjgängig rembirten 30. ©efammtauögabe mit 93erücf = 
ftdjtigung ber feitbcm eingetretenen s Jfaberungen unb ber 
33emerftmgen meines 3d)rei6en3 nom 24. 9Jtat b. 3. [über 
einige Fehler in der 7. — 41. — wohlfeilen Ausgabe, 
mit der Hervorhebung, dass er seiner Zeit die 1. wohl- 
feile von 1853 revidirt habe, die auch jetzt 4 zur Grund- 
lage diene'] benü£t roorben finb. Unland hat also, wie 
man bei der grossen Zahl der Auflagen und der sehr 
raschen Folge der späteren von vornherein denken mag, 
keineswegs alle revidirt. Gewiss aber G 2 ; und mindestens 
mit einzelnen eignen Änderungen in späteren G ausser G H 
muss man rechnen. Es wäre das einfachste, die 42. Auf- 
lage als eigentliche Ausgabe letzter Hand zu wiederholen ; 
doch steht dem entgegen, dass Uhland, abgesehen natür- 
lich von kleinen , seit längerer oder kürzerer Zeit ein- 
gewurzelten falschen Lesarten , allgemach mancherlei 
ihm selbst fremde Schreibungen der Cotta' sehen Druckerei 
als Norm hat durchgehen lassen. Die Gedichte erfuhren 
im Laufe der Jahre manchen Zuwachs und einige 
Streichungen, ihren Wortlaut aber Hess Uhland im 
Grossen und Ganzen unverändert so bestehen, wie er 
in den ersten Auflagen revidirt worden war. Auf eine 
Vergleichung sämmtlicher bei seinen Lebzeiten erschie- 
nenen G mussten und durften wir verzichten und sind 



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— 14 - 



bis zur 7. von Stück zu Stück vorgeschritten, um fortan 
einige herauszugreifen, die auch summarisch als .mittlere' 
oder .spätere' bezeichnet werden. Ganz bei Seite bleiben 
selbstverständlich die Nachdrucke der Stuttgarter, resp. 
Cannstatter Firma Fr. Henne (mit dem .Märchen' ab- 
schliessend) u. a. Unland schilt in den fünfziger Jahren 
.dieses schmähliche Gewerb', nicht weil es ihn schädigte, 
sondern weil es das kaufende Publicum irreführe, und 
erklärte 1884, er für seine Person könne sich nicht wegen 
eines Privilegs an das Ministerium wenden. Das von 
C. Schuler gestochene Bildnis, zuerst in der 9. Auflage, 
auch einer spätem Volksausgabe beigegeben, blieb bald 
auf seinen Wunsch weg. 

G l : ©ebidjte von £ubnng Ufyfattb. Stuttgart unb 
£ü6inßen in bcv 3- ©• Gotia'föen :öud)()cmbluna,. 1815. 
358 S. 8°, am Schlüsse der Stellt, der dann zwischen 
das Vorwort und die Lieder verschoben wurde. 

G 1 (3iuette nerme^rte Stoflage, 472 6.) 1820. G 8 1826. 
G* 1829. G* 1831. G c ' 1833. G 7 1833. G« 1834. 
G 9 1835 (wieder sehr vermehrt; die Auflage auf 2000 
verdoppelt). G 10 1836. G 11 1837. G l - 1838. G 13 
1839. G" 1841. Ö 15 1842. G u ' 1845 (mit Strichen 
und Zuthaten). G 17 1846. G 18 1847. (?" 1851. Seit 
1843 laufen daneben Jahr für Jahr als .Neueste' be- 
zeichnete Miniaturausgaben (mit einem Stahlstich zum 
.Waller'); von 1853 — 1861 erscheinen acht wohlfeile Aus- 
gaben. Die Zählung wird unterbrochen. Die 10. Minatur- 
ausgabe (42.) fällt ins Jahr 1862 (resp. 61), U.s Todesjahr, 
die 17. ins Jahr 1863 (resp. 62), das noch vier, wiederum 
nach der Gesammtreihe bezifferte, hervorrief, die 44.— 47. 

G* 7 ist die erste von W. L. Holland auf Grund 
der Handschriften, Einzeldrucke und alten Ausgaben 
sorgfaltig revidirte, auch um drei kleine Stücke be- 
reicherte Ausgabe. Er setzte im .Inhalt' zu jedem Gedicht 



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- 15 — 



das Entstehungsjahr und gab später eine besondere 
t Ubersicht der Gedichte nach der Zeitfolge ihrer Ent- 
stehung'. 6? 52 brachte 1868 sechzehn Gedichte oder 
Sprüche als eine Schlussgruppe ,Aus dem Nachlasse'. 
G*° erschien 1875; bis 1892, wo Uhlands Werke t frei' 
wurden, viele unbezifferte. 

1893 lieferte Ludwig Fränkel in der Ausgabe des 
Leipziger Bibliographischen Institutes Bd. 1 eine grosse 
zweitheilige Nachlese, die alle aus G ausgeschiedenen, von 
Uhland in Zeitschriften veröffentlichten und die vielen 
nach seinem Tode gedruckten Gedichte auf dankens- 
werthe Weise zu vereinigen strebte, Proben älterer 
Fassungen bot und der Uberlieferung nachfragte. 

Wir haben es hier mit den ersten Quellen zu thun 
und können fast überall auf die Urschriften und Um- 
schriften des Dichters und auf die ursprünglichen Drucke 
zurückgehen. 

Zunächst sei auf folgende Zeitschriften und andere 
Sammelwerke hingewiesen, zu denen Uhland reichlicher 
beigesteuert hat; die im Apparat besonders häufig zu 
erwähnenden mit ihren Siglen: 

A: Poetischer Almanach für das Jahr 1812. 
Besorgt von Justinus Kerner [und Uhland, der das Meiste 
gethan hat]. Heidelberg bey Gottlieb Braun. 295 S., 
dazu 3 S. Verbesserungen und Anzeigen (eine blosse 
Titelauflage davon erschien als : Romantische Dichtungen 
von Fr. de la Motte Fouque, Hebel, Kerner, Schwab, 
Uhland, von Varnhageu u. a. Karlsruhe bei G. Braun 
1818). Uhland erscheint als — b mit zwei, als Subroig 
Ufytanb mit dreiundzwanzig, als Golfer mit acht Nummern 
(zu diesen acht gehört «Schildeis'). 

D: Deutscher Dichterwald, von Justinus Kerner, 
Friedrich Baron de la Motte Fouque, Ludwig Uhland 
und Andern. Tübingen in der J. F. Heerbrandt'schen 



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— 16 — 



Buchhandlung. 1813. 248 S. Unland erscheint als — b 
mit vier, als Sttbroig Ufylanb mit zweiundzwanzig, als 
Golfer mit vier Nummern. 

J: Jahrbüchlein Deutscher Gedichte auf 1815 
von Heinr. Löst, Friedr. Baron de la. Motte Fouque, 
Ludwig Giesebrecht u. a. [herausgegeben von J. G. Seege- 
mund, dem .Gottwalt'] Stettin, gedruckt bei Carl Wilhelm 
Struck, 1815. Zehn Nrn. von S. Urlaub. 

M: Mo rgenblatt für gebildete Stände [später: 
Leser]. Stuttgart und Tübingen, in der J. G. Cotta'schen 
Buchhandlung. 1807 ff. 4°. (1807 sieben Nrn. gegen U.s 
Willen.) 1815 sechs Proben. 1819 zwei, 1827 eine, 
1829 vier, 1830 zwei, 1834 eine Nr. 

S 1 : Musenalmanach für das Jahr 1807. Heraus- 
gegeben von Leo Freiherrn von Seckendorf. Regens- 
burg, in der Montag- und Weissischen Buchhandlung. 
Achtundzwanzig (die .Bruchstücke aus dem Heldenbuch' 
als eine gezählt) Nrn. von 2. U. Antiquadruck. — 
S 2 :... 1808 . . . Erste Abtheilung. Stimmen der Völker. 
Zweite Abtheilung. Vermischte Gedichte. Sieben Nrn. 
von £. U. — In einem undatirten Concept an Secken- 
dorf über S 2 bemerkt Uhland, die meisten seiner Beiträge 
stünden schon im hsl. .Sonntagsblatt' des Tübinger 
Freundeskreises, und nach Worten über zwei von ihm 
beigesteuerte schweizerische Balladen : Db meine eigenen 
^robufte ben Gfyarafter be§ Sftomantifdjen, ber $fym Samtm 
lung gur @inljeit bienen foU, alle tragen, roetjj tdj nid)t $u 
beftimmen — bod) td) fefje, baft ©ie ba§ SBort SRomanttfö 
in einem weiten (Sinne nehmen. Sollte jebodj eines ober 
baS anbre nid^t pm ©anjen ftimmen, fo fann es gang 
roegbleiben. 3a) nrobujire neuerer «Seit weniger fletne 
©ebidjte als fonft unb mtbme günftige Stimmungen lieber 
bramatifd&en planen. Für Seckendorfs Wiener .Prome- 
theus' dachte Uhland im April 1808 (an Mayer 1, 89) 



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— 17 - 



t fünf Balladen und einiges andre' zu spenden, falls seine 
Mordgeschicbten und unelegante Diction passend ge- 
funden würden, schreibt aber am 25. Mai ausdrücklieb -* 
an Mayer: &ie 33aUaben fdndfte \a) nicf)t an ©eefenborf, 
fonbent anbersiuofyin, d. h. nach Heidelberg an die Ein- 
siedler-Zeitung, und ist überhaupt am Prometheus un- 
betheiligt. Welche Bewandtnis es um die lyrischen für 
den Prometheus t zusamraengemachten Beiträge' (Mayer 
1, 86. 89) hat, wissen wir so wenig, wie die Beziehung 
der Worte vom 28. Juli 1808 (M. 1, 90): Steuerlich rourbe 
tdj burd) SRector Kaufmann neranlajjt, @inige§ in bat 
s 3)t annlje im er 2(1 mann dj geben, aud) ferner ftcuert 
»ier metft ältere ©ebidjte bagu, um einen 9llmanad) gu 
befommen . . . §ätteft bu aud) 2uft, fo müftteft bu ol)ne 
25er$ug bie Seiträge an bte 33ud)l)anbhtng Kaufmann unb 
grieberid) in 9)Jannl)etm fenben. £od) weift id) nid)t, ob 
itt) bir jum ©eläuf in fold)e SUmanadje ratfyen foH. Ist 
dieser Almanach wirklich erschienen, so sind doch mit 
ihm gewiss keine Ublandischen Gedichte verschollen, 
denn solche des Druckes werth erachtete Nrn. können 
in II nicht fehlen. 

Die anderen Zeitschriften, zu denen Unland Ge- 
dichte beigesteuert hat und die in den Lesarten 
wenigstens nicht mit vollem Titel angeführt werden, 
sind diese: 

Cornelia. Taschenbuch für Deutsche Frauen auf 
das Jahr 1820. Herausgegeben von Aloys Schreiber. 
Vter Jahrgang. Heidelberg, im Verlag von Joseph 
Engelmann. Ein Beitrag. 

Fraue n tasch enbuch für das Jahr 1815 von 
de la Motte Fouque, Franz Horn, Caroline de la Motte 
Fouque, Fr. Kind, L. Uhland u. a. Nürnberg bei 
Joh. Leonh. Schräg. Vier Beiträge. — Frauentaschen- 
buch für das Jahr 1817 von de la Motte Fouque, 

11 hl an*. QkMfttf. IT. 2 



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— 18 — 



Nürnberg bei Job. Leonhard Schräg. Zwei Beiträge 
(das <Tenzon' von Rückert eingesandt). 

Die Musen. Eine norddeutsche Zeitschrift. Heraus- 
gegeben von Friedrich Baron de la Motte Fouque und 
Wilhelm Neumann. Jahrgang 1812 [1813. 1814]. Berlin, 
in der Salfeldschen Buchhandlung. Sechs Beiträge. 

Musenalmanach für das Jahr 1831. Heraus- 
gegeben von Amadeus Wendt. Zweiter Jahrgang. Leipzig, 
Weidmannsche Buchhandlung. 1831. Drei Beiträge. — 
Deutscher Musenalmanach für das Jahr 1835. Heraus- 
gegeben von A. v. Chamisso und G. Schwab. Sechster 
Jahrgang. Leipzig, Weidmannsche Buchhandlung. Ein 
Beitrag. 

Pantheon. Eine Zeitschrift für Wissenschaft und 
Kunst. Herausgegeben von Dr. Johann Gustav Büsching 
und Dr. Karl Ludwig Kannegiesser. Leipzig bei C. Salfeld 
1810. 2 Bde. und 1 Heft, Sechs Beiträge. 

Süd-Deutsche Miscellen für Leben, Literatur 
und Kunst. Herausgegeben von P. J. Reh tues. Karlsruhe 
gedruckt in der C. F. Müller'schen Hofbuchdruckerey. 
1811 (—1813). Drei Jahrgänge 4°. Ausser dem 
iLancelot'- Aufsatz zwei Beiträge. 

Taschenbuch für Damen auf das Jahr 1809. 
Tübingen in der J. G. Cotta'schen Buchhandlung. Drei 
Beiträge. — ... 1820. Tübingen bey Cotta. Ein Beitrag. 

Zeitung für Einsiedler. Heidelberg bey Mohr 
und Zimmer. 1. April — 30. August 1808. 4°. Zu- 
sammengefasst als : Trösteinsamkeit, alte und neue Sagen 
und Wahrsagungen, Geschichten und Gedichte. Heraus- 
gegeben von Ludwig Achim von Arnim. Mit zehn 
Kupfertafeln. Heidelberg, bey Mohr und Zimmer 1808. 
Fünf Beiträge. 

Nach Uhlands Tod wurde, abgesehen von den 
kleinen Einschüben sowie der Nachlese in G und von 



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- 19 - 



einzelnen Mittheilungen in Zeitschriften oder Privat- 
drucken, unsere Kenntnis an Texten durch folgende 
Werke bereichert: 

Ludwig Uhland. Sein Leben und seine Dichtungen 
mit zahlreichen ungedruckten Poesien aus dessen Nach- 
lass [aus Mayers H\ Kerners Papieren und anderes] 
und einer Auswahl von Briefen. Von Friedrich Notter. 
Stuttgart, Metzler, 1863. 

Ludwig Uhland. Vortrag von Otto Jahn. Gehalten 
bei der ühlandfeier in Bonn am 11. Februar 1863. 
Mit literarhistorischen Beilagen. Bonn, Cohen, 1863. 

Ludwig Unlands Leben. Aus dessen Nachlass und 
aus eigener Erinnerung zusammengestellt von seiner 
Wittwe. Stuttgart, Cotta, 1874. Frau Emilie Uhland 
hatte dies schlichte, gehaltvolle ,Leben' schon 1865, doch 
nur als Gabe für Freunde in Druck gegeben. 

Ludwig Uhland, seine Freunde und Zeitgenossen. 
Erinnerungen von Karl Mayer. Stuttgart, Krabbe, 
1867. 2 Bände. Aus //\ Briefbeilagen u. a. 

Uhland als Dramatiker mit Benutzung seines hand- 
schriftlichen Nachlasses dargestellt von Adelbert von 
Keller. Stuttgart, Cotta, 1877. 

Beiträge zu Uhland. Unlands Jugenddichtung von 
Professor Nägele. Abhandlung zu den Schulnachrichten 
des K. Gymnasiums Tübingen 1S92'<)3. Sehr sorgfältige 
Mittheilungen (nebst Tabellen und Charakteristik der 
Gedichte vor 1806) aus Hollands Copien mit eigenen 
4 auf kurzer Durchsicht beruhenden' Bemerkungen über 
die Originalhandschriften. 

Justinus Kerners Briefwechsel mit seinen 
Freunden. Herausgegeben von seinem Sohn Theobald 
Kerner. Durch Einleitungen und Anmerkungen erläutert 
von Dr. Ernst Müller. Stuttgart und Leipzig, Deutsche 
Verlagsanstalt, 1897. 2 Bände. 



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Uhlands Tagbuch 1810—1820. Aus des Dichters 
handschriftlichem Nachlass herausgegeben von J. Hart- 
mans Stuttgart, Cotta, 1897. 

Als Schriften citiren wir kurz: Uhlands Schriften 
zur Geschichte der Dichtung und Sage. Stuttgart, Cotta, 
18G5— 1873. 8 Bände. — 

Während Holland, so manche kleinere Schäden der 
Ueberlieferung umsichtig heilend, die Orthographie und 
Interpunction in G nach eigenen Grundsätzen umge- 
arbeitet hat, glauben wir conservativer verfahren und 
nur davon der allmälig modernisirten Schreibung abgehen 
zu müssen, wo sie als Norm der Druckerei dem durch- 
gängigen Brauch Uhlands selbst, der doch ein strenger 
deutscher Philolog war, widerspricht. Nur vereinzelte 
Eigen thüm liebkeiten, wie <2tral oder das störende, auch 
etymologisch anfechtbare Slugenlieb, wurden beseitigt, 
die Schwankungen bei Unland selbst, seine Correcturen 
in Handschriften und G 7 berücksichtigt. Er äusserte sich 
als Greis im Gespräche mit Holland dahin, dass er wohl 
eine durchgreifende neue Normirung, so des tl) und 
Dehnungs-f) bedacht habe, doch falle das nun zu schwer; 
früher sei er zeitweise sehr sparsam gewesen, und man 
kann es namentlich in J/ 5 beobachten, wo rotlj in rot 
geändert wird u. dgl. Wir schreiben also Ölütfye 9ftutf), 
aber glut ®Iut, SßBiberijall , ftet (G ftät aber ftets; U. 
schwankt), äd)t, gteng u. s.w., #ecrb .$erbe, folgen der 
Apostrophirung (nur die Imperative der starken und 
schwachen Verba consequenter regelnd), lassen aber die 
rein äusserlichen 21e De Ue fallen und mit den späteren 
G das veraltete fetm fenb, das ff in füffen u. s. w., 
das fj in biefj, ohne über derlei Dinge hier weitläufigere 
Rechenschaft abzulegen oder gar die Lesarten mit so 
belanglosen Varianten zu überfüllen. Wir verzeichnen, 
kleine Ausnahmen zulassend, vielmehr nur solche Ab- 



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- 21 — 



weichungen der Wortbilder, die Laut und Form berüh- 
ren, nur solche der Interpunction, die in den Sinn ein- 
greifen. Was aber ausserhalb G steht, wird treulich 
nach den alten Drucken oder den Handschriften wieder- 
gegeben, so dass man an der Fülle dieser ausgeschiedenen 
oder nachgelassenen Gedichte von 1800 bis 18(31 Unlands 
sich wandelnde Schreibung sattsam erkennen mag. 

Die Einrichtung des kritischen Apparates ist der 
Weimarischen Goethe- Ausgabe im Wesentlichen nach- 
gebildet. Die Lesarten erscheinen in ihrer zeitlichen 
Folge, soweit sich diese feststellen lässt. Das Stichwort 
oder die Gruppe des Textes bleibt weg, wenn die Be- 
ziehung darauf selbstverständlich ist. Die Sigle H 
oder h entfällt, wenn die Änderung — Worte stehen 
über, unter, vor, nach gestrichenen, sind «aus' anderen 
corrigirt u. dgl. — dem Benutzer des Apparates als 
eine handschriftliche klar sein muss. Wo alle in Frage 
kommenden if oder h oder alle G übereinstimmen, um- 
fasst die Sigle H, h, G den Complex, und wo nur eine 
H als Quelle erscheint, ist es unnöthig, sie bei jeder 
einzelnen Lesart zu beziffern, was namentlich für 
IP gilt. 

Cursivdruck bezeichnet Lateinisch- Geschriebenes der 
Handschriften. 

Sdiwabadtex Cettent bezeichnen Ausgestrichenes der 
Handschriften. 



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Uörtuort. Vgl. zu t An das Vaterland'. JP 1814 (Sonnt, 
b. 28. 2lug. [Goethes Geburtstag] 2lb. unb 9)tont. b. 29. SJiorg. 
Str. 4 erst am 12. Sept. (Sluf bem SBege gegen Sdjornborf 
Gnhourf u. 2luäfüf)rung einer weitem Strophe jum SBonoort), 
vgl. auch Kerners Briefwechsel 1 , 392. — 95. über prolog 
// $u — 1815 erst G 2 a aus geneigteft 8 93. über KPdrtdßft 
19 aus ben r. §erbfteöt. 24 3B. nach Cb^räucut^au 29 Siebtes 2. 
[vor, bas] über IPabrer Sduner}, bcr oft ü. d. Z. 31— 40 unten 
nachgetragen mit dem Datum 2)iont. b. 12. ©ept. 83orm. 
2(uf bem SRücfroecg oon 2Bel$eim. :n $f.| Rubeln // 35 3). über 
Marmeit m 31. über tErcu 311 folgen 37 91. über W'\xt> 
»8 3Reid)eten über nichtgestr. ©röfferen 89 6. nach aUerlefcte 
(aus lefcte) im nach ahn est 40 aus Uuferö 41 aus Wan dies 
rooljl erfd)etnt eud) fl. 1«; 8. über Dann 50 fteigen unter treten 
[darüber briuoenj bredjen r>3 25. über Die an 55 2)iejj // 
6=' ff. (2>ies f/ 30 u. s. f.) 57 Unb über Z>od> die Änderung 
felber fei;b wieder getilgt. 

lieber. 

.S. 8. |)cs prtjtens ^bfitögnitg. JP # 3 1808 ftrett. b. 
8. gebr.— 9. D 54 unterzeichnet — b. — 7 2Bo fid) bas Syeu 
ligfte entfdjleujjt D entfd)leuf$t // 9 aus SiSenn H* 11 bann 
fetyre um I) 13 3)u td. in ft. 91. g. D H 15 2. über undeut- 
lich corrig. ftorje. 

S. 3. äit bin &ob. JJ 2 1805 6amft. b. 19. San. 2tbenbö. 
// 4 // 5 S 1, 144 als erstes der lieber oon £. U. — a g. über 
fnffe // 3 4 bie ©ott mit Bleist. aus bu einft JP 7 3. — f. mit 
Bl. aus Unb $u einem IP 12 toben S Derlei wird nicht 
weiter vermerkt. 14 fyetlgen über liebten IP <2onneglanj aus 
6onnengIanj H* 15 <£tf)öno. H A S 10 SJtonb' mit Bl. unterstr. 
H z über Stent' U 4 85 bem nach bcf[c[n| IP 81 fr. über 
liebeub H* 88 gl. über tönt tf 3 §. aus fdmllet über febim- 
mert Ha 85. neben 3Ba3 oom Gimmel abgeflimmert (Stuft 
burd) feinen (Meift gebebt # 3 aber unterstr. geiftig mit Bl. 



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— 23 — 



magifd) 77 3 geiftig über mcujifcb 77 4 «6 leifent corrigirt Uhland 

a. R. für leichtem G 1 37 menet H 3 40 (Sroigeä aus (rmigen 7/ r> . 

S. 5. gnrfntrlieo. Ä 1 1805 gebr. 8. 9Herj SRittn). 13—14. 
H 4 77 5 S 1, 151 8. U. — 2>te SBorroelt. W 1 77 s bietet folgende 
Eingangsstrophe (Nägele S. 45): 

Sonett oerftummt ber Saiten Saut 

Unb bas Sieb bcö froren 3RafH*eö; 

33e&enb finft bie tjolbe Sraut 

21 n bic Seite bes ®emaf)le3. 

Grnft ift fte fjerangenmllt. 

GineS ©reifet 9?ac^tgcftalt 

Sefct fia) an ber £afel Gnbe 

Siegt [nach Unb] im Saitenfpiel bie ftänbe: 

3 bumfer S 4 surüefgebebet 1P h aus SSonuelt 7/ 3 i> aus 
btefer 77 3 S. nach f>al[le] IP 12 in nach mit // 3 15 SAbim« 
mers über füllen H 3 1« 9t. f. b. unter Sinb fie ehtgeföfam« 
mert TZ 3 18 St. ß. S sm <yittig schreibt und druckt U. 
2f> audj 6'. 

S. 6. $}fr flönig nuf beut rijurme. // 3 1805 Sonnt. 

b. 31. HKära— 1. Slpril. 77 4 7/ 5 *S* 1, 152 2. U. - fP bietet 
folgende von einem feinen Bleistiftstrich durchzogene Ein- 
gangsstrophe (Nägele S. 45) : 

2)Qg 2(ntUfc roenbet ber $ßäa)ter CSr^or, 
2)er Honig f)ub fia) in [aus au3?j ftiüer 9ta$t 
3ur 3inne X^urmeö fteigt er empor 
@3 leuchtet ber Sterne ^rad)t. 

1 unter Da liccjen fic alle in bü[ftrer| milber Hurf 77 5 1 bunf; 
len S 8 rotH nach foll // 3 12 beulet (so 77 5 S) über bc< 
fäufelt 77 4 17 fei. über emiae (so 7? 3 S) H* H h (erst wonnig« 
geändert). 

S. 7. Pnthlngc. 1P 1805 TOtro. 29. 31. 3Wai. 77 4 77\ 
Sollte mit t Von Ihr' in S erscheinen, wo aber der Raum 
fehlte (Seckendorf an U. 25. Sept. 1806). D 8 — b. — 
Sugenbftage. 7/ 3 2 Slue] Singer // 2fuen S 3 öat über 
lüölbt H 3 9 den Apostroph fttjön're streicht U. im Exem- 
plar G 7 14 Bronnen 77 D i;> lieblid) fP 17 2lcf) ~ 6t. mit 
Bl. über nichtgestr. 2)ocf> bie Sd&aar ber roljen /7 3 20 Xx. 
über Bebenb 7/ 3 22 ftampfg. //' 23 aus Söaffentlange (so H*)H* 
27 2)a§ ber 3 u 8 cnD fööne triebe (ber — %t. über bie (Triebe 
^arter liebe) H 3 32 roarme über rolle H 3 vor 33 bieten 7/ 3 
7/ 4 (hier gestrichen) folgende Strophe (Nägele S. 45) : 

9iur in fdjneüen Slugenblicfen 

Sinb bie Siebenben fta) naf) [nach ba H% 



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— 24 — 



Reifes Äofen, £>änbebrücfen, 
Slugenfpiel entjüdt fie ba. 
Sie ein lichter ©eift erfte^et, [; H 3 ] 
2luf ber .fraibe fteftft bu tljn, 
©orte fprtc^t er tyalboerroefjet, 
(Sajroinbet in ben 9Jebel f)in. 

38 S. über Steigt H 3 10 um e. über auf eurem (so IP) II 4 . 

S. 8. £U& eine* gUmeir. IP 180"> camft. b. 31. 2lug. 
— 1. ©ept. H 4 . i—i2 mit Überschrift auf einem zerschnittenen 
Tübinger BL; das ein viel späteres kleines Verzeichnis 
Uhlandischer Gedichte und Notizen für G l enthält h. — 

3 ^tf) — W. wiederhergestellt unter dem Bleistifteintrag 2ldf) 
fönnt itt) boa) // 3 7 fehlt (Spatium) // girat ©rbe warb mir 
bittre <2d»naa) // s begr. über geftorben Yi 3 nach abgebroch- 
nem ge /i vor 9 hat IP folgende Strophe: 

3<f) nmdjä Ijeran, mein uolleg §er3, 
@3 fdjlug bem Jreunbe 3U. 
$u bift ja arm, 5ift aBaife ja! 
®ef)' t)in unb meine bu! 

worauf — wie H 4 — die 4. Str. vor der 3. folgt, n Seeg — II 
12 2)er öbe Sebenopfab // 13 üRun H n D wiederhergestellt 
nach Hein (so II 4 ) IP 21—24 nach 28 H 3 (beziffert 2 und 1) 
II 4 21 aud) (so H A ) aus ja M 3 27 roenn // Ij. nach tönt i/ 3 . 

S. 10. OBffano Her Srünalmge. // 3 1805 Sienft. b. 
17. Sept. fl 4 fl* S 1, 157~*. tt. — 3 Seife 2r., // 3 $umf S 

4 ro. neben roibcrr>a[lcn (aus roieberl).) IP 10 #tfjer i/ 3,5 S 
über 2lctl?er II 4 u ooU über uou ü b u SB. über Soli // 3 
15 <yr. nach 3u II 3 20 fjofjeä (so S) aus I)o(jen # 5 21 — 24 Bleist. 
neben (Sine ebte fteuerfraft «Soll bie anbre fjetfe umfdjlingen. 
fettig ift ber 9tebenfaft! 3f* ein Btlb ber 3ugcuofd?u>inacu und 
(mit Bleist.) Denn er ftärft II 3 21 eine über unfre IP 21 ber 
Sugenbglutl) H 3 28 ©djöner /i s 2;> geb. über eruHidtft # s 
30 Bl. aus 9ßir gebeifjen in Öeroittern II 32 Bl. neben Ünä §u 
gleichem Srang erfcfjüttern H 3 uns] it)r (so IP) über uns TZ 4 
34 ©bleu S 3G ©. — frönen (nach IiAtcn) über Sd?ont in 
ffiffe mäbd?en H 3 % aus a H 3 39 fentt H s G 1 feu'n G 2 
fei'n die späten G. 

S. 11. £uf rin fUnb» // 3 1814 £ienft. b. 13. ©ept. 
2)torg. Auf die kleine Rosa Maria Kerner; s. Kerners Brief- 
wechsel 1, 393: h 18. Sept. (daher Str. 1 bei Notter 160). 
Erst G 1853 S. 15. — 2In bein Äinb h 3ln e. H 3 IPh 
bieten folgende 1. Strophe: 



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— 25 — 



9Jon Sdnoermutl) unb oon SBangigfeit befallen, 
pflegt Wandet naa) bem ftiUen Drt ju mallen, 
2Bo unter blüljenbem ©ebüfdje 
99ei eines Floren 23rünnleinö ftrtfdje 

@in lia)te3 [über Das i/'J £>eilgenbilb auö fetner 9?ifa)e [aus 

Stömmenttföc // 3 J 

.•oernieberlädjelt 

SBiö ."öimmelStroft [über milber Hv. H 3 ) ben £eibenben um« 

fäcfjelt. 

1.2 So §ab' ia), oon beö Sebent Slngft umfettet, 311 bir mta), 
0 bu füffeä Äinb! gerettet H 3 h (Notter) 5 11. über ^frifcbc // 3 . 

S. 11. öle #aprUr. JP 1805 2TCatt$. feiert. Sanift. b. 
21. Sept. 11* II* S 1, 156 2. 11. (Vgl. die schönen Worte 
an Kerner 3. Sept. 1844, Briefw. 2, 249). — 3 der infame 
Druckfehler «ief)' statt Söief wird berichtigt N 2, 184. 
« Seiajen Bl. über üoötctt fl* 7 8. f. Bl. aus Stiu* ftnb nun H*. 

8. 12. fünften Sage. // s 1805 3J?ont. b. 7. Cft. 
Als kleine Probe, erst von vorgestern her' den 9. Oct. an 
Kerner (Briefw. 1, 5» h. II* Il h S 1, 158 S. U. - Über- 
schrift fehlt h über HatmftiUe // 3 2 Sßenn ///» -S' 3 2lt$er 
H h S 5 Bleist. neben nichtgestr. 2)er Sdjnee noü) in ben 
(Srünben grauet II 3 7 Bl. über Jungfrau 11 3 aus trauet 
/i 3 8 fie Fehler 8 9 2>ann aus $a (*o // 3 ) //* 13 tftnb, 
unb H* S besser? 18 2£enn II* (3Bann .S') is. 19 Söcnn auf bie 
milb befonnte glur 3 um letztenmal fia) ©reife wagen 11* h 
21 pr. — mit Bleist. über nichtgestr. jeigt mir nimmer// 3 mit] 
in 8 22 2111' iljre Slrbeit raftet nun II 3 h 23 Bleistiftänderungen 
über ©ie fenfet ficf> in tf>re Stille // 3 (fammelt nach 3ierjt? 
füffe nach reine) 21 Unb i(n*e erogen [aus regen II 3 ] Gräfte 
ru^n H 3 h 2« Sie fenft [darüber neiget] ber fcünföe ftoljen 
#lug H l 29 aus 5»?ir ift fo II 3 . 

S. 13. |fm §txb\\t. H 3 1805 Oft. [nach dem 8.] 3ttont. 
b. 4. nov. //« if S 1, 160 2. U. — 2 2(t§er HS :> aus 
Slfjnbeft (so H l ) II* a füffe 8 fjolbe mit Bleist. unterstrichen 
wegen der Häufigkeit dieser denn auch oft beseitigten Bei- 
wörter H 3 . 

S. 13. punoer. II 3 1805 ^reit. b. 8.-9. 5Nou. II* II' 8 1, 
163 S.U. Auf Sophie Schott? — 1 der dumme Druckfehler 
oon verbessert .S' 2, 184 2 nimmer // 8 3 SBlume Bleist. nach 
Blütfye über Knospe H 3 r» baä aus bie II 3 <: täufd^t mief)] 
ift eö Bl. über nichtgestr. trügt mia) t , II* über ift es H* 
7 Äinberfmn .S* 8 So — 21. über 3br :inacln ift ein frommes 
H 3 9 gr. 2). über tiefer 2?oaung H* Inn 6' 10 ^n %. fa). ta) 
0. 3. neben OTtd) faß nneuölid^cs (Sefühl // 3 aus ^n 3:. fa). 
ia) //*. 



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— 26 — 



S. 14. gBcto ©cfnitg. // 1805 #reit. b. 15. 9ioo. //* Ä» 
S 1, 100 2. U. — 3 I. über Faimtc H 3 4 aus 3)i. S. n>. ein 
2. // 8 i» 915. über ^reube //» 10 &t$erd //N n §. über 
Bäume H 3 u 2tu' die älteren G und so öfter; die Hss. 
schwanken, u Sie S iö 3»«] ^ra$t über fd>öue Sterbe H* 
«Pracht S über prad>t Ii* H> nun ü. d. Z. //» 20 Unb unfrer 
eigen über Der [darüber Su] fcelcnnoUeu H 3 22 Sa futtjt' 
aus fugten] ia) über nichtgestr. Sir brauchten H* baä [wieder- 
lergestellt unter ju lünftlia)] träge [über enge) H 3 23 2ßir 
nach Uns) rann über Sa jog # 3 rafdje nach rolle über 
'l[arej fjcllc Ii 3 2:» fd). nach bift enteilt II 3 roarb über ift 
(so Ii 3 ) H* 26 ftica über fteig (so) 1P $tna* ü. d. Z. tf> 
2« all über nun Y/ 3 :jo f. über Hagen H 3 31 2öa3? al$ /i 3 
Unb über IPas, // 4 32 aus neuer ü 3 . 

S. 15. pönrij uiib £rtjäf*r. 11* 1805 Sonnerft. b. 7. Wo». 
7/ 4 i/ 5 .S 1, 164 S. II. — über Die Klagen H 3 3 Ansatz 
Bier innen ü. d. Z. II 3 Gö über XVob\ // 3 "Sot über <£s // 4 

I 3. m. aus jie^t mitt) Ijin // 3 0 neben 21a?! frage nidjt, unb 
f. n. (so H 3 S) H* nodj> über midj IP » D K. Yi 3 .. 1:» Soa) 
über Unb 11 3 1« GS trägt mit wieder getilgter Änderung 
Xrägt ftetö H 3 GS trägt 8 €s trägt ftetö (ü. d.Z.) 11\ 

S. 16. §ipfer$ S ontttttosUcb. H 1805 «Sonnt b. 17. ^00. 
H* H* S 1, 166 S. U. - 1 SaS aus GS 3 s eine S 4 na$' 
ü 4 N «; aus 2öeld) füffeS Girauen afynbungäfrfnoer ! H 8 7 ung. über 
um midj Iier II 3 :> 3). über Unb fierje ! 77 3 10 Umroolbt 
[darüber Bleist. Umfängt] mitt) Ii. u. f. nach <Er fdjmcigt fo 
flar über Per Bimmel blau u. f. // 3 Gr ruf)t — f. neben "Um* 
wölbt mich fl. u. f. // 4 Gr ruljt [nach ift] fo über Ummölbt 
midj H h Umgibt midi} $ Die endgiltige Lesart also erst G 1 

II Bleist. aus Sie lötrb mir? null er H 3 . 

S. 16. (ßefang Her Harnten. II 3 1806 Sonnerft. 15.-16. 
mal 77 5 S 1, 175 £'. U. — Ser Tonnen G^orgefang. 77 5 und 
in kleinen Verzeichnissen 1 fjeilgem über frofjcm H 3 4 t. 
über feige H 3 7 jarte aus aarten 11° 8 irrbfajen H ig <5ie 
tr)ät 7/ 17 Seö Rimmels ftülle H S 21 Sie Grbe bröljnt bura) 
jebes 2. // bebt baä S 23 Sobe 6' 2a $. über It>elt 77 3 . 

S. 17. ges gUtflben gerglteb. // 3 1806 Sonnt, b. 29. Sun. 
fl 8 (Auf Wunsch in Öhlenschlägers Stammbuch eingetragen; 
vgl. Ö.s Schriften 1829 II 89, ü. an Mayer 25. Sept. 1808 
1 95). 6' 2, 1:34 2. U. — 1 Söerg' II 3 8 (7 Stein') 8 Sie 
nach 21m erftert II 3 8 10. über rafdjem (so H 3 S) // 5 12 Ände- 
rung Sie 6t. $iel)en wieder getilgt 11 3 u fa)aüt über tönt 
H 3 19 9tu^ und 9tu^' schwankt 21 roann aus rcenn (so S) H 
Ii ©a)n>erb S H* (t /y 3 ) eajroerbt OK 

S. 18. ■grnutgeföttg. // l abgerissener Zettel, h 2 das dra- 
matische Fragment t Uther Keller S. 81 (vgl. an Mayer 1, 89. 



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— 27 — 



der Br. gehöre zu einem im Sommer 1807 entworfenen Drama; 
an Seckendorf o. D., der Br. solle ein Drama eröffnen, zu 
dem er die Idee, aber noch keine passende Handlung habe). 
//" 1807 2Kont ben 20. 3ul. H h 8 2, 130 2. U. — Keine 
Überschrift fr 1 Uttjer (fingt $ur &arfe). h 2 i e§ über icb h 1 
2 Anfang abgerissen, wol $aä über 2)rinn ein, denn empf. 
0. e. über gebogen t>ic /*' 4 tritt über glänzt (so h l ) h 2 H 3 
5 9iad)tigall h l den Apostroph in 9toa)tigaU'n tilgt U. selbst 
im Exemplar G 7 finget hh 2 ~ Unb eö über £ott) h 2 (ab- 
gerissen ä 1 ) n fehlt h 1 nachträglich h 2 . 

A 1 bietet auf der Rücks. folgende Verse, die vielleicht 
zum Drama Uther oder Alfer gehören, aber auch selbständige 
Geltung haben: 

SSoUt ifn* aus blauer [über eines | a)läbä)enaugen Stern 
2)ie äßelt euef) beuten |e. b. über crfcntieu] unb ber Singe 

fctilf? 

Sßollt Ujr auö be§ ^Jofales ^ßurpurquell 
Guä) SBetäfjeit fä)öpfen unb ^Jropljetengeift '< 
5 SaS finb nur Sräume [Corr. ift ein 2raum nur getilgt aus 

ber golbnen 3eit, 
2)ie [Corr. $en getilgt] eua) ber Sänger cor bie (Sinne |über 

2lugeu| fpielt. 
©ie mögen taugen für bie [über bcs| ftefteS 2uft, 
Sie [aus 2)a€| un$ ein SReft ift (aus finb| auö ber gabelroelt, 
Soa) nidjt im (Srnft be$ Gebens galten fie. 

S. 19. GEntfnjlufj. H 3 1805 eamft. b. 23. 5Kon. // 4 //* S 1, 
105 8. 11, — l aus !ömmt (so H*) H* Diese ü. geläufige Form 
erscheint noch hin und wider in den älteren (besondere 
G 1 ) oder auch allen G und wurde normirt. 2 ÜDhtt aus 2Jiutl) 
JP wie oft rot aus rotE) u. dgl. (stets 95JoI) , da diese H zu 
strengerer altertümlicher Schreibung neigt, l deinem IP 
21 ^dj roill mia) toef; ! o füffer 6a)r. ! (n>ef) — 6a)r. Bleist, über 
fnienb ifn* entöcefen — ) H A 22 aus tomint (so H 3 ) // 4 f>eran, 
fie Bl. über , 0 inebe! II 3 . 

S. 20. gauf »er prlt. H 3 1807 Sienft. b. 7. $ul. 
5 2, 142 2. U. - 12 aus eö b. uno H % 1». 1« (Er falsch S 
1« gib ältere G u. s. f. 

S. 20. JUnlolUo* U 3 1807 3Jlont. b. 20. Oft. Im Morgenblatt 
1807 Nr. 311 (29. Dec.) erschienen ,Die Schlummernde', Seliger 
Tod', /Waldlied', , Greisenworte' k An Sie' (nicht in G aufge- 
nommen), in Nr. 313 (31. Dec.) J)ie Betende 1 (nicht G), 'Das 
Bild der Todten' (nicht G), alles anonym. Schon am 29. Dec. 
protestirt U. in einem Brief an den hochgeehrtesten Herrn 
Vetter Secretär Haug gegen den Abdruck dieser Gedichte, die 



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- 28 - 



Schoder nebst anderen zu gelegentlicher Mittheilung an Haug 
erhalten habe mit der ausdrücklichen Bemerkung, sie seien 
nicht für das Morgenblatt bestimmt. 2lbgefefjen baium, bafj 
ia) ma)tä in ein SBlatt geben mag, in bem mid) einft ^emanb 
läajerlid) maa)eu wollte, fjatt' id) jene ©ebid;te , unerool nodj 
problematifd) , anbern planen jugebadjt. Er bittet, nichts 
weiter einzurücken, falls das aber schon geschehen sei, die 
folgende Erklärung zu ergänzen : ^cfj erfläre, bafe meine in 
s Jfro. 311 beä Worgenblattä abgebrucften ©ebidjte: ^ie od)lum: 
mernbe . . . 21 n Sie, o^ne mein 2Biffen unb gegen meinen 2BiÜen 
in ba3 3)iorgenblatt gefommen. Bübingen b. 29. 2>ec. 1807 
l'ubroig Ufjlanb. Auch findet sich der Entwurf einer er- 
weiterten Erklärung: ^d) erfläre, bctfe meine in ben s Jfm. 311 
unb 313 beS 2JiorgenMatt3 von 1807 abgebrucften ©ebiajte .... 
oljne meine 2tbfid)t in ba$ Ü)JorgenbIatt eingerütft morben, ba& 
icf) 51t biefer (Sinrücfung nod) meine ßufiimnutng nid)t gebe unb 
bafj ia) mid) beredjiigt adjte, naa) mie cor über biefc ©ebidjte 
ju bifponiren. £er £auptgrunb 311 biefer öffentlichen ßrflärung 
ift bie in 9ir. 11 be§ 2Jiorgenblatt3 oon gebautem ^afjrgang 
ftefjenbe 9tecenfton meiner frühem ©ebid)te im *3etfenborfifcf)en 
2)iufenalmanaa) für 1807. Bübingen b. 3. Januar 1808. £ub; 
rotg Uljlanb. Sie wurde nicht gedruckt. Haug schrieb am 
1. Jan., er habe die Gedichte von Schoder ohne jede Er- 
innerung dazu bekommen, der alte Recensent gehe ihn nichts 
an ; die Erklärung aber wehrte er ab : k als wären wir im 
Morgenblatt Hochverräther an Ihnen!' Diesen guten Brief 
fand U. ^eremtorisch'. Haug schrieb weiter (16. Jan.), 
Cotta nehme sich der Sache an, und schlug eine Erklärung 
der Redaction vor, die denn auch im Intel] igen zblatt (zum 
Morgenbl.) Nr. 3 erschien: „Die Gedichte .... sind durch 
ein Missverständniss (in Nr. 311 und 313 des Morgenblatts) 
ohne Wissen des Verfassers abgedruckt worden. Da er 
hiezu seine Beistimmung nicht gab, so versteht es sich, dass 
er nach wie vor darüber disponiren kann. Red. des Morgen- 
blatts. « Vgl. auch an Mayer 28. Febr. 1808. 

S. 21. §diger ®ob. 1807 ©amft. b. 7. 3?oo. Pantheon 3 
(1810), 307. Morgenblatt s. zum /VValdlied'. — aus Siebestob 
erst «Süffer £ob 1 aus ro. g. 3 aus ^d) I. b. 1 %fyxen 
II u.s. f. 5 aus 3rf) m. e. 7 aus 3$ f- §■ 

S. 21. Untreue. H* 1807 Stenft. b. 24. 9ion. H\ 
S. 21. iic ^bgefrijteofitett. i/ 3 1807 mttm. b. 18. «Rod. H s 
h Octavbl. o. r. 69 signirt (von Kerner für den Almanach). 
A 143 Golfer. — 1 ©o.aus D? IP 4 ein3ig aus ewig H* 
bift enrig willkürliche Änderung in den Proben aus A: 
Süddeutsche Miscellen 19. Oct. 1811 S. 339 t> aus 2Bir 
leben einjig II* s ®. über Hymfe //* 11 liebenoUeä über 



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- 29 — 



monucretAcs (so H 3 - 5 ) 7/ minniglidbeö A w Keines nach 
fHiUesj IlK 

S. 22. f?tc ^ufrifbcncn. H z 1808 Sonnt, b. 27. 9Wära. 
II* h 1 Octavbl. o. r. 68b signirt (Kerner), h* Zettel aus Varn- 
hagens Nachlass (Kgl. Bibliothek, Berlin). A 142 SJolfer. — 
L 2 2)ort an bcr £inbe brüben, $a fafc ta) mit ber hieben (so 
/i 2 ) neben 2t>ol faß irf) bei bcr £. 271it m. tr. K. II 3 5. 6 neben 
(Es rafften Berg' nnb (Sriinöe, bic Sonn' im Blauen ftunb (so //, 
nicht h 2 ) h\ 

S. 23. golje gxtbc. // 8 1808 Sonnerft. b. 4. ^ebr. H - 
Taschenbuch für Damen 1^09 S. 251 2. 11. (folgt .Von der 
Liebsten'; S. 252 Goethes Pilgernde Thörin'). 

S. 23. ftiüjf. H* 1809 ?freit. b. 1 1. Stoß. An Mayer 12. Aug. 
(1, 129 vgl. 137): 3>u erfjältft f)ier einige ®ebtd)te oon mir, 
fdjreibe mir balb bein unbefangene* Urt§eil barüber. £aö kiieb^ 
a)en in 9?äl)e ift eigentlia) — ber liebe Gonj. $d) wollte le$t= 
Bin 3U ifrm in feinen ©arten, er mar auaj ba, aber mir nia)t 
ftajtbar, unb fmtte bie gute Sorridjtung getroffen, non innen ju 
riegeln. 2luf mein Klopfen työrte er ntdjt unb fonft roollt' ia) 
nidjt öffnen, ob es gleia) leiapt gemefen märe. 3a) faf) nun fo 
in ben ftiUen ©arten mit ben Schmetterlingen hinein, biefe Qin- 
fomFeit unb 9?id)teinfamfeit. — i beinen über ifjrcn 2 aus 9Bo 
roeilt bie ©fijfc « $. b. über I»ort beute 0 aus Sa füf)l' 
id) (Sie. 

S. 24. #aral>Ctto. 11 > 1809 Jrett. b. 18. 2lug. 7* An Kölle 
19. Aug. (Sammlung des Herrn Rudolf Brockhaus in Leipzig) 
.^ier ein paar Strophen oon geftern : SBorabenb (endlich schreibt 
er Kerners Romanze vom Teufel ab, die 7 Strophen >Ein 
fremder Cavalier'). An Mayer 1, 138. — 2 füffes H* h 8 «UÖ 
ttyrem meßten [aus toe^t' es H 3 \ mir (über auf II 3 aber 
mir H 3 7t undeutlich, könnte nur heissen) 77 3 h und zwar // 3 
neben €s merft aus i. K. mir 4 £ie über ZPie H* 9t. nach 
Blumen 7* 7 £)a roirb fie fdjmutf unb glönjenb gefjn (aus fteljn 
ff») H 3 h 8 2)as /7 3 /f. 

S. 24. 5er liommcrfnbfit. 7* Doppeloct. Bleist. S 1 (S. 4 
^iuter Wunsch' £er 33ufd) mar fal)l) 29. Oft. 22. G 3 40. — 

6 aus wie eS Siebe. 

S. 24. fladjt*. // 3 1808 Sülont. b. 11. 12. 2lpril. A 107 
Golfer. — neben Hädjtlidj. 2 geändert ©elelmet an ben 

7 trübem über fcfymaqcm s gl. über fielet. 

S. 25. §ttjltmnü $ladiljnrfd)aft. H 3 1809 Stenft. b. 
28. 9too. 1809. An Kerner 8. Dec. (Briefw. 1, 86) fortlaufend wie 
Prosa geschrieben nach Worten über seine im Rohen fertige 
^Disputation'): 3tur feiten fomm' id) aus bem ßimmer, 25od) wiU 
bie Arbeit niajt 00m Ort, ©eöffnet finb bie 33üdjer immer, Soa) 
rüc(' [nach Feine] id) feine 3ette fort. 93alb fptelt mein 9?ad) = 



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bar auf ber glöte Unb füfjrt mir bie ©ebanfen f)iu, SBalb fifct 
am ^enfter, beim ftilete, Xie angenehme 9iad)barin. — .i ©. 
nach Vas i rttcT idj feine dann aber r. i. sofort, nicht ü. d.Z. 
:> I. über füffes 3—8 unter der im Brief stehenden Fassung 
(« ang. nach n>unb[erfd)önej). 

S. 25. gnuernrtrtrl. 11 3 1807 Sonnerft. b. 3. See. — 
h später neben Sie siebt bi* fluos hinein. 

S. 26. |)nns Mb (Grete. II 3 1814 Eienft. b. 28. Sun. 
$orm. (s. Tagbuch). — 2 nur ü. d. Z. s bie über bod? bein' 
(aus beine) boa) ü. d. Z. s bu ü. d. Z. fteis $erum über nicht 
gestr. immer 'rum 7 aus bod> b. §. 8 aus SBitftÖ. 

S. 26. frr Sdjmtrli. H 3 1809 A-reit. b. 21. 3ul. «Nachts. 
.4 126 SSolfcr. — 2)er ed>mieb ift mein Sdwfc ! // 3 nach 8 fol- 
gende nichtgestr. Strophe II 3 

s Ü>ie lfmt e3 mid) freuen, 
Wann ftäber unb ^ferbe 
Mit feuriger ^äljrbe 
2)ie 3 traft' f)inab jagen! 
3Hetn einrieb fjat'S befragen: 
Xa mujj eö fo fegn. 

S. 26. pgerlteb. H* 1812 ©amft. b. 21. 9)iärj Sonn. 
(Tagbuch nad) ber Anregung von uorgeftern — 19. 9iaa)ts 
Anregung ju einem ©ebitf)te oon ber SBilbijett beö äßalbeä). — 
i Äein' [aus fteine) 6effre Suft über 3d? roeifi feine (so) :s. i 2ßo 
über IPemt. 

S. 27. fcs §\xttn ptntfrlieö. 11 1 1809 9Jiont. b. 20. 
[über 19.] 9?oo. Sflorgenä (aus Sormitt.) Pantheon 3 (1810), 109 
2. Uf)Ianb. — :j 2£ir brängten uns all 11 12 Slugen // 13 
roertfjer @. H in Sie (*d)o fagen i\ 

S. 28. £teb öes töefnngenen. // 3 1806 ^reit. b. 4. Sept. 
(die Änderungen in .Str. 2 später). // & — »; ft. b. über flicken • 
in H 3 7 n. nach fdjmeiojt (so 11 h ) H 3 s neben $iix €rbe 
[über 5um <Tt|aIe 7/ :{ J bidj ncigft (so H r> ) 7/ 3 ;> aus blüf)enbe 
Siefe (so H*) H 3 11 Unb vor 3ch ff» 12 3 u [so] SR. u. @r. 
unter ^nm ftnftcru Perlieffe (so H h ) 7/ 8 . 

S. 28. $)cr fUrrffljof im ^rttljUno. G* 55 8. April 1822. 

S. 29. früljUngslieber. Gruppenüberschrift G l . 

frülilinnsnljitung. // 3 1812 ebb. [21. März] nad) einer 
früfjern %bee. Tagbuch 21. 2>ornuttag3 bie ©ebit^te: Söger- 
lieb, ^rür)Iingöiüei^e |rufje], ftrüfjltngöafjnung , Jyrüljltngstroft 
[Nr. 2, nicht 6], ©rabfdjrift eineö 2Ma)ter3, Sitte gemad)t . . . 
baö aweite nad) einer $bee »on biefem 3afn\ ba3 nierte u. 
fed)3te nad) altem ^been. %m ©anjen war bie «Stimmung 31t 
biefen ^-rüjjtmgöliebern burd) bas geftrige Unterftefjn auf beut 



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<£d)lofjberg rege geworben — 20. Suf bem £cf|lof>berg , Wegen, 
Unterfietjn . . . Inue 2uft # ^rüfjltngäafjnungen. — Vorfrühling, 
unter 

$ rübliugsafjuuna. 

0 füffcs, linbes U\bn! 
Kein Pcilchcn ifi noch 311 febn, 
ITlir binden fct?on roieber 
Die ^riiblingslieber 

3 ^rüfjlingS über linbe. 

früljünasglaubr. // 1812 (21. März) naa) einer frühem 
^bee. h Quartbl. im Tübinger Sammelband ohne Über- 
schrift, z. Th. nur andeutend, daneben die letzte Str. der 
am 22. verfassten .Sieglinde 1 (Rücks. 3) er SReim fjat überhaupt 
felbft in Umroanblung etnjelner Söorte groffe (bemalt ofme mos 
bura) es um fo leichter mürbe, ihn feine Fortführung bura) 
fom'ele feilen erleichtert wirb). D 5 Uhland. — ftrüfjlingö; 
Hoffnung aus ^ftüljlingätroft H* 2 (Sie [folgt ein unleserliches 
Wort], rotten h 3 fdjaffen nach nichtgestr. werben eä woljl 
uottenben h 4 D füffer (darüber fanfter? frifc^er V) h feltner 
geändert in? h neuer über feltner H 3 s Jiun über (Es h 
wirb ? h das 2. 2llleä fehlt h ü. d. Z. //" 7 SB. über (Erb' h 
8 nicfjt ü. d. Z. h nod) werben für erblühen h unter s» Spat ium h 
11 aus ©etroft bu arnteä &er$ ooH dual h 12 das 2. SlUeö 
fehlt /* hier nicht erst nachträglich H 3 . 

ütüjjlingsruljc. // 1812 (21. März) nao) einer eiwaö frühem 
3bee. D 11 Uf)lanb. — 4 £egt mid) HD * SJcaienrooIfen (so 
D) aus ftrüfjlingöw. H 

S. 30. früljlittgafetcr. Tagbuch 7. Dec. 18H £a$ ©es 
bidjt $r. wieber oorgefunben u 3ugerüftet. h Quartbl. un- 
datirter Cyclus ohne Gesammtüberschrift aus dem Bündel 
dramatischer Fragmente, wohin er nicht gehört; Keller S. 68. 

£er Siebter. 

35a fteO' ia) auf bem 33erge Ijod) 
Unb fet)' ttlä weite Xfjal f)inetn, 
2Bor)inau3 luftwanbeln fie alle bodj, 
@eftt)oart unb einfam, grofj unb Hein? 
5 $n ben grüljltng wanbern fte alle l>eut, 
dr ift oerbreitet fo fern unb weit, 
60 weit bie blauen Ströme jagen, 
<£o weit bic [aus beä| buftigen [nach Str | 23erge ragen; 
©0 [über Da] jiefjn fie fj'matö unb immer hinauf 
10 2113 wollte ßetnä [aus Äeines] je [ü. d. Z.| wieber naa) üauS. 



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ftomm i" mir, füffe warme 2uft, 

2) u webteft um biefeu ftrü^ling all, 

3) u fommft com Zäunte mit $lütenbuft, 

2Du bringft mir [aus Fommft mit] froher lieber Schall, 
15 3>u gogeft bura) fo manage SBruft 

Unb bringft mir oon ttyrer Sorg' unb Suft. 

Sie Sbufen ftnb ja wie Blumen offen, 

Sa3 £erj fajlägt Ijerauf mit Seinen unb $offen. 

Srum, würb' and) Äeineö im Sange [über £iebe] laut, 
20 %d) füljle mit [nach mtdj bodj) Sitten mic§ innig [m. i. u.d.Z.] 

uertraut 

Rücks. unsre Nr., überschrieben Csin Jüngling. Darunter 
Zwischenstrich und in abweichenden Schriftzügen: 

§anämurft. 
.vteut ift ju aller 9farretf)ei 

Ser a)iutf) ben l'euten [nach nTcnfcr»cu| frifdj unb frei. 
Crö jagt unb balgt ficr) £f>ier unb Äinb, 
$o$ deines feinblia) ift gefinnt. 
5 A-rau ©djo ift gar inunter unb waa) 
Unb äffet alle Stimmen uaa). 
Sa ift bie weite ^Blumenau, 
©leid) meiner %ade, gelb, rotlj, blau. 
Sefet gel)' ia) in ben SCalb fjinein, 
10 3)a will \a) mit bem Staarmas fd;rein: 
.bei Sieb! 

ein Jüngling, i ^nnen weld) ein |über führ id>] füffer [ffiffen 
die Flexion nur angedeutet] Srang 2 Äinblitfjeö a fonft ein 
4 jefct »; mia) gut 21. nötigen 7 3ft bes ftrüljlingS gefttag tjeut, 
8 nur. 

S. 30. gab *r* C-rüljUngs. // 3 1811 9Kont. b. 8. 2lpril 
(vgl. Tagbuch), vi 71 an der Spitze einer grosseren Ab- 
theilung c Jahres- und Tagszeiten' ; £ubwig Ul;lunb. — 8 S., 
Smiraenluft (: H) H A :> aus 93raud)t\ 

S. 30. £rÜljUng$trofl. h undatirtes Bl. ohne Überschrift 

Soll id) troftloä nod) »erjagen, 

Seit in btefen Sölütfyentagen (aus ftrüljlingst.] 

Selbft bie Sorne 9iofen tragen? 

Holland bemerkt im Handexemplar, dass Mayers Mittheilung 
zu seiner .Maifrage', Gedichte 1833 S. 254 Fussnote: 4 Mai- 
frage von L. Uhland (Bei Durchlesung der obigen entstan- 
den)' 9Baö flagft . . chronologisch unmöglich sei, und er hörte 



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* or THC \ 
UMVERSITY ) 

\TQ*££r— 33 

von Frau U., ihr Mann habe das Verspaar einmal in Stutt- 
gart einer bairischen Gräfin in ihr kreuzförmiges Stamm- 
buch geschrieben. Erster Druck bei Mayer. Von U. ein- 
geschrieben ins Exemplar G 1 51, zuerst G s 51. 

S. 30. fUinftincr 4?riiljling. /, Octavbl. (Rücks. .Späte 
Kritik' 211$ nücf) fjätt') ohne Überschrift. Im Sept. 1827 (ohne 
Titel?) in Wilhelm Müllers Stammbuch geschrieben; danach 
Schwab am Schlüsse seiner Einleitung der .Vermischten 
Schriften von Wilhelm Müller' 1 (1830), LX1I1. G* 54. — 
2>er grofje £rüf}ling G* — G 7 wo U. im Exemplar künftiger 
corrigirt. t aus Sein füffeö 3rül)lingslitf)t h milb über fuß h. 

S. 31. $ rüljlingalifö tot* fttcntfenten. 7/ 3 1812 Eienft. b. 
19. üföai S3orm. (Tagbuch). 1) 7 $rü§Itngöfritif unterzeichnet 
©pinbetmann, ber SHccenfcnt (derselbe Name — .Märchen' Ii«; 
an Kerner 1, 311 — im .Inhalt': Frühlingskritik, Kritik der 
Gegend S. 47 von Kerner, Glosse S. 129, Recension von 
A. W. Schlegels Gedichten S. 146 von Kerner). 

S. 31. f)rr |(ngenönnten. h Briefbogen im Besitze des 
Herrn Prof. Dr. Roser in Frankfurt a. M., stimmend zur 
Mittheilung der älteren um 1 Str. längeren Fassung: Leben 
S. 167. Tagbuch 14. Mai 1819 Sieb auf GfmmaS] ©eburtstag. 
15. (5. (Geburtstag . . . 2lbenbeffen bei Stoferö mit ß. u. 3äß er / 
bas ©eburtStagögebiajt. G 3 00. — 3lm 15. 9)iat 1819. // vor i 
hat h folgende Strophe: 

3u etneö Xageö 9hil)tue, 
£>er urtö oiel $eil befc^teb / 
93rtcf)t man roof|l eine 33tume, 
Unb fingt man roof|l ein Sieb. 
2Bas f)ei|jt's, ein 931ümd)en breajen, 
3Bo reicher ftrüf)ling blüljt? 
©in armeö Sieb 51t fpretfjen, 
Wo uoUe Siebe glüf)t? 

t 2)ir h u. s f. 15 nennen h. 

S. 32. gxtit ^unü. // 3 1812 Sonnt, b. 24. Wat Bonn. 
(Tagbuch). D 3 als erste Nr. An Kerner schreibt U. 21. April 
(Briefw. 1, 295): $0) glaube, bajj unfer 2Umanad) jum Seroeife 
bienen tonnte, bafj bie ^Joefie nidjt btofe geroifien groffen Warnen 
unb funftfertigen Seuten in 2)eutfdjtanb als Monopol angeljört, 
fonbern bafj fie eine ©ottesgabe ift, bie gar in mandjem beut: 
fd)en Serben roorjnt, nur bafj nia)t jeber ein ©eroerbe barauö 
mad)t. — 7 21. — ber über £üftc meint bcu cbclu 9 uotten 
ü. d. Z. 10 Fetf wiederhergestellt unter rafdj 11 Säufelnb 
(<5. aus f) nach 2l>cbc roanble ü. d. Z. nach merje 12 aus 
Sonnernb beineu ir> 31. — 331. über Kur3C Blütezeit is neben 
U&Unb, Ötbidjtc. II. 3 



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(Taugt [über frommt] es wenig 311m Perfauf 20 l). nach 
fa[mmclts?] ein über auf 21 über £ebet 24 (j. über ifi 
31 @. nach 5?Iut (u st. ÜV 33lütenljainen?). 

S. 83. £Me. Ii* lSlii Xienft. b. 18. 3un. 31b. (Tngb. 
!Bit(e an bie geiftltdjen $id)ter; katholisirende Romantiker, 
Pietisten u. dffl.). 60. — 1 tl). über liebe 4 fr. neben 
f&ön über leidet. 

S. 33. £uf Hnt ®än|trtn (Rapp erklärte Holland gegen- 
über bestimmt, ea sei Marie Taglioni gemeint, und Keller 
bestätigte diese Stuttgarter Kunde von 1825 f.). G 4 60. 

S. 83. Äuf einen »erijungertm giriitcr. //' 1816 $onnerft. 
b. 17. Oft." 9(b. (Tagbuch). Holland erwähnt nur .einer 
mit ausserordentlich vielen Correcturen versehenen Nieder- 
schrift', die aber verschwunden scheint. G 2 61. An Kerner 
29. Jan. 1817 (Briefw. 1, 432) als ein alteä ®ebid)t, baö bid) 
»ietteiajt an ben armen StoÜ [Johann Ludwig, gest. in Wien 
22. Jan. 1815] erinnert. — 14 a. über tprem 22 aus 2>a3 
28affergla3. 

S. 35. gas ftljfl!. H 3 1811 mttm. b. 19. 3un. Hbenbö 
(Tagb. abenbö ®ang um ben Cfterberg u. burd) baä Suftnauer 
Sälbdjen; beim 9(uffteigen $u biefem erregte (Stimmung 511 einem 
(Hebid)te: 2)a3 2f)al, baö ia) nad)f)er beim Umgeben auf bem 
Jöerg ausbaute u. beinafje gan3 ausführte). /<' Octavbl. sammt 
der .Nachtreise'. Ii 2 3. <S' des Briefes an Mayer vom 3. Juli. 
D 41 — b neben Eichendorffs t In einem kühlen Grunde'. — 
Keine Überschrift h 2 1 nriHt H h 21 aus finft er H unter 
24 zwei Fragezeichen h 2 — Die 4 Verse Borgens' (3Korgen; 
luft fo rein) sind erst nach Unlands Tod hier in die Vulgata 
eingefügt worden. 

S. 36. #utjetljnl. II 3 1812 frreit. b. 7. ftebr. 9fad)m. 
(Tagb. (Spaziergang auf bem 6cf)lo&, bobei bas Sieb 9i. gebtajtct). 
D 42 U^anb. — 2 ©. über Küfme. 

S. 36. ^bmonjolltflt. II 3 1834 22. Sun. G s 61 (von. 
Uhland im Druckexemplar G 1 eingetragen). 

S. 37. PntUco. 1P 1816 Samft. b. 4. 2M <8orm. (Tagb. 
Stürmifd). SJlailieb. Siüdfafjrt [von Feuerbach J mit ber <2d)n>efter, 
lüäfyrenb ber id) jeneö Sieb ausführte). Ohne Überschrift an 
Kerner 12. Juni (1, 425). G 2 65. — 1 aus t>atf // 5 aus 
foOT H foUt' G. 

S. 37. |Uagr. // 3 1816 benf. 2Jiitt. wie .Bild' Sefjt Ujr wo 
(4. Mai, vgl. Tagb.). Ohne Überschrift an Kerner 12. Juni 
(1, 425): 2)oaj e$ ift biefeä nur <2tt)erj. G 2 66. - 4 nidjt ju 
über ateioM rou. 

S". 37. Uerijtftriipng. i/ 3 1816 b. 4. 2Hai. beenb. (Samft. 
b. 7. Sept. (vgl. Tagb.). G 2 67. — 14 geroinneu // 15 mufi |vor 
f oll | m. tu. über tmro mit TÜc&t 



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S. 38. &n einem (jcttera Jorgen. //' 1812 ©otint. b. 
12. 3 uI - Sorm. (Tagb. Sonntag, heitrer §immel naa) trüben 
Xagen; einrieb barüber gebietet). Nachträglich eingeschrieben? 
Voraus geht die 4 Komanze vom kleinen Däumling 1 (30. Nov. 
12), und unsrer Nr. folgt nach 2 leeren BU. /Taillefer' (10. 
12. Dec 12) h an Mayer 12. Juli (1, 246) 2)er fettere fcimmel, 
reeller biefen borgen naä) langer 3 e ^ roteber ju fef)en mar, 
»eranlafete fotgenbe Serfe. Vgl. Kerners Briefw. 1 , 317. — 
Überschrift fehlt Ii über 2tlinung H l 2)u h D wiederher- 
gestellt neben Du // 2 fannft über magft II 3 nur über 
Mos (so h) II 4 buro) über nom (so h) II 5 D über Du 
(so h) H 7 gl. über mecfejt H 21. über Hoffnung h jum 
über im //. 

S. 38. ©nifj J>er } «len. //' 1825 20-21. 9?oo. 25 9?ad)t$. 
h Doppeloctav (S. 4 Verse an Gries $u fa)roelgft bei GoJberon) 
G 8 72. — unter Der Seelen ItHcberfinben. fjtmmclsgruft [dar- 
über <5efang ber Seelen. |. H 5 §a über (D h i» I. b ] ruft 
inidjS über rufft bu // n mir über ber H 12 e. fd). wieder- 
hergestellt unter er fdjöner // 13 §ier über 2Idj h u §. b. 
wiederhergestellt aus £>at bteä // unter 10 in runden Klam- 
mern (Erb* unb Gimmel fmb oermä^lt. 

S. 39. Jluf btr ftbrrfflljrt. h Doppeloctav Reinschr. mit 
Datum Xtn 9. Oft. 1823. unter der Überschrift. G* 73. — 7 der 
Oheim Pfarrer M. Christian Eberhard Hoser in Schmiden, 
gest. 1813 8 Johann Friedrich [v.] Harpprecht geb. 10. Juni 
1788, seit 1805 U.s Commilito in Tübingen, von ihm mehr- 
mals besungen (s. Anhang); als er im russischen Feldzug 
nach Amputation eines Beines dem Fieber erlegen war, be- 
sorgte ühland auf Wunsch der Eltern als Freund und Ver- 
wandter dns aus biographischen Mittheilungen U.s, Feld- 
briefen und Gedichten zusammengesetzte Büchlein 4 Denk« 
raal Friedrichs von Harpprecht, gestorben zu Wilna, am 
10. Jan. 1813. Aus seinem schriftlichem Nachlasse' Stutt- 
gart, Cotta, 1813. 

S. 40. §ie grrdien. //» 1838 ebb. (am 2. Apr. wie 
.Dichtersegen'). h 1 undatirtes Octavbl. (Kücks. .Dicht ersegen'). 
h 2 Doppelquart 5)ie oter folgenben (Sebid)te fmb ©. 68 oor 
2) er 9Ro$n einaurüefen, jebeö auf eigener Slattfeite, folgen t Die 
Lerchen' .Dichtersegen' .Maienthau' .Sonnenwende'; zwei lose 
Quartbll. SRad) 2)er 3JioI)n ©. 69 ber 7ten 9(ufl. $ie 9Jlaloe 
einjurüefen und Bl. 2 o. 9toa) bem uitgebrucften 2Me SJtatoe 
Steifen, Einlagen in der Druckvorlage O 7 (darin über dem 
.Mohn £ier finb emaufäalten $ie 2Mne. — Steifen. £ie 
Serajen. 3)ia)terfegen. SRaientQau — ©ommerblüt§en f 4 Wein 
und Brot'J. ©onnenroenbe ) ^ 8 68. — 1 ? aus! h x 2 <3eu ro. 
[über (Eöneretdjer] S. wiederhergestellt vor XTeugefommner 



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£erd?cn $ug. h x 3 aus SBiefen h x 4 2>iefe nach 3 ä 1 r. nach 
f h 1 5 9K. über 3enc h x 8 über tief ä 1 . 

S. 40. $ trijtfrfegett. 7/ 8 1834 2. 2lpr. Siehe .Die Lerchen. 
G* 69. — £id)terfeg,en wiederhergestellt zwischen .fclbcjcfprädj. 
und ,felbfcacu h 1 4 gr. über grauem h 1 in f)ier über mir h x 
n Saftenb vor 3a mta> trifft nüe ü. d. Z. darüber ,fährli* 
Riefj iebs fo und Hüft auf mich und ^einblid^ rote h l 12 2Bad)fen 
neben pichet n über Wadtfen h x ia — 1« nachträglich unter 
getilgtem Schlussstrich h x 14 n. ju über faum fo A l 15 31. fo v. 
über 2Us bie aolbneu A 1 1« II. über muntrer h x . 

S. 41. Jttatfnüjau. II 3 1834 27. 3J2ai auf bem 3£ege 0011 
Sannroetl nad> ^fulltngen. h x Quartbl. $ienft. b. 27. 9)iai 34. 
nuf bem äi>ege oon Xübing. naa) $fuHing. ä 2 s. ,Die Lerchen'. 
G 8 70. — 15 f>. über luft'ae h x is 3Bafa)t schwäbisch. 

S. 42. $ürttt unb grot. i/ 3 1834 8. 3ul. M s. .Die Ler- 
chen' (Text fehlt). G« 72. — 3B. u. »rot (SBrob G) über Sonu 
merblüthen // 9 3- über Kuitben 11 i. 33. über Pom Spunbcn. 

S. 43. gontuttttiritbc. JI 3 1834 22— 23. 3un. h x Octavbl. 
fc 2 s. 4 Die Lerchen'. G» 73. — 4 aus Djean h x 12 ifjren 20. h x . 

S. 43. Der lllojjtt. // S. 4 des Doppelbl. 4 Graf von Greyers'. 
Morgenblatt 27. Nov. 1829 Nr. 284 (folgt 'Italienische Frag- 
mente von H. Heine. Verona'). SBon ^. U^anb unter dem 
Titel. An Kerner 11. Jan. 30 iö) auö beinern ©arten 
3)tof)n gebrodjen, fjoft bu gefeljen ; Briefw. 2, 5 (.die durch K. an 
ihn gelangte Geschichte von der Gräfin M|aldeghe)m, welche 
in ihrer Kindheit durch Schlafen in einem Mohnfeld in einen 
krankhaften, sie über ihre nächsten Angehörigen traurig 
täuschenden Seelenznstand gerathen war' Notter S. 7. r >). 
G h 68. — 1 g. 0 SB. über am IMicjcl [darüber im bunten?) 
manfenb 2 aus 2)aö 9)Jof)tt&eet [beet über felb] fanft erglänjt 
3 skizziit $)te iMumc |gestr. über iMütbe] bte umranfeub unt: 
fa^roanfenb daneben Xxe SBlume, bte am beften (331. — b. über 
oft 3um ftiUcn ,feftc worüber rerfd>micancu) 4 $e3 Xr. Sotfen 
[über 5tirnc| Ir. daneben 35. %t. £d>läfe [unter £ocfen] fr. 
5 über 25ie purpurfarben fptelen SBalb vor Fner purpurtyeu" 
nach buttrclrotrf « neben "Des 2lbcnbs purpurfdietn (dies über 
Die [so] rotben 2lbenbf*cin) 7 Salb jüber fiier] Iia)t [unter 
roeiji] unb bleio) über Z)ie tneiffen hier [darüber bann bort] 
aus fielen brein über ein t» aus 3S>of)l f). id) roarnenb f. 
10 ber aus wer 13 felbft über fey 14 Set) (daneben ein paar 
Buchstaben) über Des (aus 2)er) irren 2ßa§neö] die Folge der 
Lesarten ist bunfeln Mume, b. »über, b. Xraumeö, b. 2£aljneä, 
irren 585. 15 aus 9?ätf)ften 17 3 n llus ? über Kinbrjett 
19 SBon — »er über So fdjattcumetdj <je 20 über 3 m buftejen 
53lumentbal id). nach grünen 21 aus Sie b. ftc m. dies aus 
Unb inte ia) fdjltef fo m. 22 f. über merfV 21 2>ag aus 2)ie 



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- 37 — 

2ß. aus 2ttirflia)fett nach Dichtung 25 <3. ift wiederhergestellt 
vor Unb bocr» ift mir über Unb bünft beft. nach bod> 2« neben 
Das fey bic rcd?te Kraft (woneben ©oft als Reimwort notirt) 
27 b. 20. über nur fcy 2*. n>. — äa)t nach mefcnfyaft 29 bis 
32 neben Unb bafj [für 211s — über HTir ift, als — ob] ia) 
bann nur träfe 2)en reinen Spljärenton; ÜiSenn bu mir fütylft [?] 
2B. — f. über Sef)' eroig um [oder mir] bie ©djläfe 2)er 2>ia); 
tung füffer s J)lo$n. 32 U. — mir unter 9Hir freunblia). 

S. 44. 5tc Palttf. H* 1834 7. 3ul. A 2 s. 4 Die Lerchen'. 
& 8 76. — 13 2)auer nach 5cbi[mmerJ oder wohl Sd?c[in] aus 
ii vorweggenommen H. 

S. 47. #etfftt. H 3 1834 28.-29. 3un. h 2 s. 4 Die Ler- 
chen'. G 8 77. — u SBie über Daß A 2 . 

S. 46. "gflanöerCteöer. 

Z> 27—34 2la)t neue 2Öanber(ieber (ohne Nr. 3). Ufjlanb. 

gebftnojjl. H* 1807 SHittro. b. 2. $ec , überschrieben 
Seberool ! Keine Nr. u. s. f. H* H h hat nur dies Seberool. 

örijetbtn unb pftöen. // 3 1811 Sonnt, b. 18. 2lug. SJorm. 
s J?aa) einer frühem 3bee (vgl. Tagbuch). 

S. 47. |ln btt $tvnt. H* 1806 3Kont. b. 2. 3un. h Octavbl., 
das unter unsrer Nr. das Distichon 4 Klage' (Jyreunb! bu 
fdjroebteft) und auf der andern S. 4 Naturfreiheit' (Seben, baö) 
enthält. Diese Nr. des Cyclus fehlt D. — Sieb beä &>anbrerQ. 
11 Sieb beä 95>anbererö. h ü 8. nach Ansatz zu 23äa)leinä II 
8 3f)r 81.! wer e. t). g. 7/A. 

S. 47. Pargenürt. // 3 1811 2Rittro. b 20. 9ioo. Sorot. 
(Tagbuch). — 4 U. corrig. im Exemplar G 1 Kolon in ! und 
8 bicä in btefj s erb. aus geb. H. 

S. 48. fhuijtrttff. H 3 1811 6onnt. b. 7. ^oajtä naa) 
10 Uf>r (Tagb. im Sett . . naä) einer früheren $bee). h (zu Z>; 
Rucks. 4 Das Thal' 2iHe roittt). — 11 freut nach metyt (so !) //. 

S. 48. ptttlemiff. // 3 1811 ebb. | 4 Der Vogelsteller 
13. Nov.] 9iad)m. (Tagb. 3pa3iergang in ben £annenroalö, raufjeö 
Sßetter, auf bem 9iütfroeg ba3 Sieb: 3£interreife gebietet). — 
neben 5— s Df>n' Heimat [darüber eingeklammert ßnbe[ mufj 
ia) fdnoärmen, Crftarrt an 9)lut unb iölut # 2)ie (Sonne fanit 
ma)t wärmen, 2>ie Sieb' ift ofme @lut. 8 £te über Unb 
0 g. nach ift. 

S. 49. Prrfff. // s 1811 @amft. b. 14. Sept. 9Za$t*. (Tagb. 
einigermaffen na$ einer früheren Sbee gemaa)t). h an Mayer 
21. Sept. 1 189 .§ter noaj ein fteineä Sieb (Äbreife nach 
Sdjciben unb XTTeiScn s. o.). — 3 roanbre nach sfie^e] h 
10 ferne gel)' h 12 3ln ©ine[r] h Son über litt II aus tlmtö 
mir //. 



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- 38 - 



S. 49. ffiinkeljr. // 8 1811 ebb. [20. Nov. wie t Morgen- 
lied'] Sßorm. (Tagbuch). — n frei über frofj. 

S. 50. gcimMr. H* 1811 2>tenft. b. 19. 9too. 21b. (Tag- 
buch, vorher SBitmeleä Vertrauen). i (Sfj' ia) bin bei ber Siebflen 
mein! //. 

S. 50. gimmerfnrun}. }p 1812 ebb. [8. Jan. wie t Sieg- 
frieds Schwert'] 9lb. (vgl. Tagbuch). An Kerner 10. Febr. 14 
SHein 3 foU über bein neueö $auö ausgefprodjen fenn (Briefw. 1, 
379). D 78 Volker. — 5 SR. über %rnt 6 bem nach feinem 
9 aus 3uoörberft n— 14 umgezifFert aus der Folge 13. u. 
12. n wonach 12 vor 11 kommen sollte 12 SJfaafc über ^udjt 
9t. über Sparfamfeit 15 aus £te Spüren rooü' er fegnen unb 
ro. 17. ia unten nachgetragen is fromme über frifdje 19 aus 
mauert aus nach 3U. 

S. 51. $txfpätttt$ §0tt]?ett5lifb. H* 1816 Sonnt, b. 
24. 9ioo. SJorm. (Tagb. 23. SBeifferä unb SBilmeleö — August 
Friedrich Weisser und Wilhelmine Luise Uhland , eben in 
Tübingen getraut — Stnfunft. 24. SB. §.). h l - 2 s.: ,Ein Gedicht 
Unlands. Freunden zum Gruss mitgetheilt von Adelbert 
von Keller' Tübingen , Laupp , 1876 4 S. Das junge Paar 
fand das Blatt einige Tage später (doch wohl schon am 24.) 
an die Thür gesteckt. Reinschrift h 2 in der Familie W.; 
aus U.8 Nachlass stammt die mit einigen Besserungen ver- 
sehene erste Niederschrift h\ auf deren Rückseite die Verse 
vom t Röslein' stehn. G 2 76. — 4 aus 2Ran fie n. ft. h l 
an 12 schliesst sich als 2. Hälfte der 2. Strophe h: 

9tta)t ift fie umgefprungen 

9JUt eitlem Spiel unb Xanb, 

(Sie Ijat btefjmat gerungen 

pr'ö tfjeure [über liebe h}] »aterlanb. 

und als 1. Hälfte der 3. Strophe: 

Sie frägt, maö eö bebeute, 
2)aft fie nerjügltd) mar. 
trifft fie benn nta)t aua) Ijeute 
©in $eralidj Iiebenb ^aar? 

Diese 8 Zeilen erst mit Bleistift eingeschaltet 

S. 51. ®(jeeüeb. H* 1811 fjrett. b. 15. aRärj Sormitt. (Tagb. 
14. 2tbenb bei §ef>I§; £f)eelieber. 15. SSorm. $0eelteb. 16. 3Ranerö 
5£r)eelieb. Vgl. an Kerner 16., Briefw. 1, 196 Sa)roab, SKater 
unb ia) fajidfen alle £age ber Soctorin Jpefjl unb ber Sa)raber 
neue $§eelieber ju. (58 ift ein magrer Sßettfampf. D 245 (— b) 
in der von G. Schwab eigenmächtig angehängten ^Nachlese' 



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- 39 - 



vor dem ihm so verübelten Gedicht auf August Mayer ; vgl. 
Kerners Briefw. 1, 369. Der Vergleich mit f> lässt spätere 
Correcturen H erkennen. — 6 $-r. nach ennjcr s 33Iütenjeit 
// D diese Form mit Holland und anderen Herausgebern 
gegen G wieder einzusetzen ist kein Grund, da U. beide 
Formen braucht. 13 Söann G als Uhlandische Besserung 
gegen Söenn HD zu halten 14 buftgen über füllen n ©o 
roäcf>ft bu auf am aus 8o lebft bu auf ber §eimat (Straube 
(so D) II ls über Die jinjcnblirteu (Tage bin (so D) II 20 aus 
33eroaf>rt fidj unä b. 5. @. (so D) // 22 m. über nielgerreucn 
34 f. nach fonft- 

S. 53. peticlfuwenlteb. Tagb. 20. I 14 2(bcnb3 bei ßnapp, 
iüäferS Gompoftttoncn Jtörnerfdjer ÄriegSUeber, (5Jefang jur Öuis 
tarre. Serfe über Wcf)laa)tnng eineö 6a)roetn3. 27. Weitere 
33erfe jum geftrigen %\)t\m. 16. Febr. Sei Änapp, Sorlefnng 
meines SRefcelfuppenliebS. 

S. 54. trtnhlicb. H» 1810 3)iont. b. 8. 9lpril — 10. (Tag- 
buch) h l Octavbl. h 2 an Kerner 12. Juni (Hriefw. 1, 425) 
nach 4 Mailied' und 4 Klage': weniger fdfjauerlid) lautet nad>: 
ftefjenbeä Xrinflieb; nach Hollands Vergleichung ohne nennens- 
werthe Variante. G* 81. — 4 tr. wiederhergestellt unter 
biirrem h 1 5 bürreä wiederhergestellt unter fdnnad}tctib A 1 
7 jefct ü. d. Z. wiederhergestellt vor jtets h 1 für trodne [aus 
troefner also erst mundartlich: der £.] Suft! über ein fdmniler 
IDinb! h l s unter lUic mag [über foU| ein armes HTcnfdjcn* 
finb h 1 fommt über nichtgestr. ^itft h l a neben Bei fold>er 
£uft gebeifm! Z» 1 15 m. über febafft h l . 

S. 55. Grtnklte*. JP 1812 SJHttro. b. t. San. 2lb. (Tag- 
buch), h Doppeloctav. D 79 ißolfer. — 12 — 11 nur 2öir ftnb 
nidjt met)r 2c. u. s. f. mit Ausnahme des Schlusses H 29 raffen 
W.JfhD 39 »om G :, ~ 7 von U. im Exemplar G 7 corrigirt. 

S. 57. gitb eines beutfdjen Tangers. H* 1814 ©bb. 
[29. Jan. ^esang und Krieg' IT] 9?acf>m. (Tagb. 9Gaa)mittag3 
Scenbigung beä früher jum Xfjeil aufgeführten 2iebeä e. b. ©.). 
Als Probe aus der gehaltvollen Sammlung' G 1 Morgenblatt 
16. X 15 Nr. 247 — 1 f. über fyab' 13 ben über meinen 19 b. 
2. über bic Barf 20 3u aus 3ur unb über , 3U 21 mögt' // 
©in§ wiederhergestellt vor bas über bieft 23 neben Da^ icr» 
mit <£udj bürft 1 [wiederhergestellt unter barf] fingen. 

S. 58. &uf bn* §inb eine* pittjters. II 3 1814 6amft\ b. 
11. %\m. SSorm. nad) einer früfjern tyee. (Tagb. SSormittagä baö 
früher entworfene ©ebiajt . . . ausgeführt. «J. Dec. 13 $bee 3U 
einem ßJebidjt auf ÄernerS neugeborne Xoa)ter). An Kerner 
20. Jan. 14 2ln bein £örf)terlein [geb. 2. Dec. 18, U.s Pathen- 
kind], roeldjeä, rote man fagt, SRofa Flavia fjeifct, fiabe ia) ein 
©ebia)t entworfen, fonnte aber nidjt basufommen, eö in 2£orte 



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— 40 - 



gu bringen, roaä aiulj überflüffta wäre, ba baö Hebe Jünb eö 
boa) nicf)t oerfteljen würbe (Briefw. 1, 370); 23. Juni 14: er 
habe von Mayer gehört, bafe bie Heine 91ofa SDJaria ein hevv- 
Iicr)eö ftinb fen. 3$ lege hier ein ©ebidjt auf bieielbe bei, 
u>ela)eö aber eigentlichen bie fytit ber ©eburt be3 KinbeS ge= 
l)ört (1, 385):/*. — Überschrift von Kerner „Auf meiner 
Maria Geburt von Unland" /* <; lüunber über fdjicffals H 
13 aus oerftummet // u ber nach bcs II ig fünbeft [uns] 
fo über blübcft in II 17 933. e. aus $a roaö H l« £. über 
Sid? roob, in H 20. r. über frifcbes //. 

S. 58. gornirirtö. // s 1814 ftreit. b. 4 ^ebr. friit) (Tagb. 
grüf) im 53ett bie ©ebiajte: Sie Qroffe Säfctye bei Seipjig — 
unbekannt — unb Storroartö gemacht). An Kerner 10. Febr. 
(Briefw. 1, 379). Musen 3 (1814) 219 2. l^Ianb (es folgen 
Gedichte Schenkendorfs). — 1 immerfort von U. im Exemplar 
G 1 getrennt (aus immer fort H) 22 93. ü. d. Z. 6. nach 
Portugal!, 

S. 60. gl* «Mfgcsbotfrtjnft. H 3 1814 Eonneroi. b. 3. 9J?ära 
Sorm (Tagb. 1. 9tad)rid)t, bajj bie 3(Uiirten biö Sangreö fia) 
jjurücfgeaogen. 2. 9iaa)ricf)t bura) &öu*e oon bem guten ©tanb 
ber beutfdjen ©aa>. innige ftreube). — i fdnu. nach unglncf 
8 Sern. G s. zu Fortunat 1, 303 Notter 165 falsch y trotten 7/ 
10 laajten hämifcf), fpraajen // 11 faffen (danach unb ohne 
U-haken?) 12 fjarrten H 19 aus baö JpeU'ge. 

S. 60. %xi üas ^nterlnnb. // 8 1814 ©amft b. 29. San. 
93orm. (Tagb. SSormittagä baä @ebicf>t 2(. b. 58. ftatt einer 3u* 
eignung meiner Sieber gemacht). — 1 mögt' II « aus gelten. 

S. Gl. p* totfrije ^pradigcfcUfriiaft Tagb. 1. guli 16 
ßinlabung 311 ber 93erlinifajen ©efeu*)df)aft für beutfebe ©pradje. 
3bee ju einem 2(uffafc über baö Seben ber beutfdjen ©pradje in 
ber 2)id)tfunft 8. San. 17 9?ad)benfen über ben 2luffafe gut 
©erlinit'ajen ©efeUfajaft. 9. 2lngefangene 2luöarbettung beö 8uf< 
fafceä der hsl. erhalten und in den Schriften 5, 283 ff. ge- 
druckt ist. 23. ba§ ©ebia)t: 2ln bie b. ©pr. entworfen u. ben 
Slbenb über auägefüfprt. h l Doppeloctav. h 2 Octavbl. im 
Tübinger Samraelband; die Correcturen z. Th. später. G* 90. 
— $er beutfa)en h x £>ie aus 2luf bie h- Jahreszahl fehlt /1 1 
nachträglich h 2 5 neben nichtgestr. 3u läutern, abjurünben 
mit halber Tilgung der Änderung über der 2. Lesart reinigen, 
311 r. h* a über rcblidiem (so h 1 ) h' 1 8 95. über nichtgestr. 
aiusbilben (so h 1 ) h 2 11 £er3träfttg h l 11 ©l. über Kraft h l 
ü. d. Z. Das Reiter, brau h- ih ö. ©. aus uon innen (so h 1 ) 
h" 21 Brette über 2t\if]rbeit /i 1 (nicht umgekehrt!) 2a b. 
Äraft h 1 bie beutfaje Xreu' nach einem unleserlichen Wort 
[Hein&ett? 9ieblicf)feit? öeraliajfeit??] über beutfd>c Kraft h* 
26 Sa| auf Rasur h 1 vor nichtgestr. Sollt A 2 if)n über fie 



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- 41 - 



(so 7/ 1 ) h" 27 2)ic Spraye, fromm unb gut! ä 1 neben dieser 
nichtgestr. Lesart h 2 mit mühsamer Arbeit Per rfcim'fcbcn 
fdarüber beurfdjen und darüber lllu(tterfprache)) Sprache Klang 
dann darüber 2>er Beimat (Spraye illang endlieh biebern über 
Xicimat und über cruften 2* bir über Das (so h l )h' 2 29 25er 
Scf)aam, ber ^eil'gen Scheue /<• £er 3ud)t, ber ^eirgen Scheue, 
darüber halbgestr. Sey 2>ie Stimme beilaer frommer Scheue 
jarter so dass alles, doch unklar für die letzte Fassung bei- 
sammen ist h- 30 neben nichtgestr. 2>er ächten Siebeäglut 
(so h x ) U 2 Se» über I>er U 2 ädjter (aus ächten) wiederher- 
gestellt unter nichtgestr. feufdjer h 2 3i — 3t 2)ient eine gern 
am #ofe 2113 Schmeichlerin, alö 3ofe, Sie beutfa)e fei; eä nicht! 
i)fetii ! fte oor alten roei^e h l dieselbe Lesart erst h' 2 dann 3i 
daneben (nie über nicht), 32 daneben nachdem schon ©auf« 
lerin ü. d. Z. gesetzt war, 33 daneben aus 2)aö Schmeicheln 
jiemt it)r n , :u daneben nachdem schon ü. d. Z. fcbmcidjlc 
nicht fricdie nie notirt war -m £ao 2Bort ber Freiheit unter 
llTit bem &cbrncf er /* 1 9Jttt bem Stebränger [aus ^ebrüefer] fpr. 
darunter %üv 5t., für jüber unb] Freiheit (wiederhergestellt 
vor 95?af)rf)eit) h- 39 bir über nichtgestr. unö h\ 

S. 62. <£rnft ber £ftt. 11 3 1816 Sonnt, b. 8. [Mai] Sorm. 
7* anderthalb Octavbll. Reinschr. in Vurnhagens Nachlass 
(Kgl. Bibliothek, Berlin): 1. S. JDie neue Muse', 4 Das neue 
Mährchen', 2. S. .Aussicht', .Ernst der Zeit', ,An die Mild- 
chen' 1. 2.; 8. S. .An die Mädchen' Str. 3, ,An die Mütter', 
4. S. .An die Bundschmecker' (3. Nov. 1810 (Stnige fletne 
Saasen f)ate ich noch beigefchloffen). G 2 91. — über 2tnbrc 
«Reiten H 2 an$ nach 311m // « nie über nicht // % 3. über 
^roift H. 

S. 62. f a$ neue Pärrijett. 7/ 3 1816 ebb. [8. Mai| Sonn. 
h 8. t Ernst d. Zeit'. G* 92. — aus aKähra)en U. im Exem- 
plar G 1 3 ftr. neben cruftrer über anbrer // 5 nun über 
jetjt H ti t) über ijit bas H 1 aus SHutfug (erat geändert 
2luf bu] 9t., bafj oergehe H h fi. b. über Deiner H. 

S. 62. &U*|idjt. " 3 1816 ebb. |8. Mai) SBorm. h s. .Ernst 
d. Zeit'. G 2 93. - Slufftcht über BerutHOttttcj H 1 nur Ö 5 - 7 
corrigirt von U. im Exemplar G 7 2 fd). über flrengen H 
5 aus 3ft ber 2\>alb nur e. g // 0 aus U. ber Sumpf hinauäg. H 
7 aus jur reinen H. 

S. 63. %xi bir pütter. 1P 1816 ebb. [8. Mai] 9iad)m. 
h s. .Ernst d. Zeit'. G* 94. — <; aus U. erforfchet f. Ä. über 
Hub bann fagt, mas irn* aefunbeu: // 7 auskerben einft ber 
2*. SBunben //. 

S. 63. £11 bie pübrfjen. II 3 1810 ebb. |8. Mai] 9kchm. 
h s. .Ernst d. Zeit'. G 2 95. — 1 bauert G h ~\ von U. im Exem- 
plar G 1 in bauret (vgl. 0. .Zimmerspruch' v. 19) corrigirt, 



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— 42 - 



drang später wieder in <i ein 8 r. nach jtürmifd) über 
Falten H s aus 3o! cö bünft mir // 11 l $. über wenig 
äbrig //. 

S. 64. Bie neue piufr. // 3 1816 <2amft. b. 7. [Mai] 216. 
h s. .Ernst d. Zeit'. <i- 96. — « aus #ab' ich nod) [ü. d. Z.] 
mono) (aus manajeö) //. 



Ufafcrfäubifdjc (k&icbfe. 

Nr. 1 — 11: SBaterlänbifc^e ®ebio)tc von Subroig Ußlanb. 
Bübingen, ben Subroig Jvriebrich £ueo. 1817. 20 S. kl. 8° 
V, mit nur orthographischen Varianten. — .Sechs vaterlän- 
dische Gedichte. I. Das alte, gute Recht. II. Würtemberg. 
III. Gespräch. IV. An die Volks-Vertreter. V. Am 18. Ok- 
tober 1815. VI. Am 18. Oktober 1816.' ohne Verfasser- 
namen, .Würtemberg. 1816' 16 S. kl. 8 U , Nachdruck ohne 
Betheiligung U.s, der aber die zahlreichen bösen Druck- 
fehler im Exemplar seiner Bibliothek verbessert hat. 
(Nr. 1 — 14 wiederholt: .Ludovici Uhlandi de constituenda 
re publica carmina. Latinitato et metris Horatianis vestita 
Venusinae Musae amatoribus offert adjecto textu verna- 
culo Gustavus Schwab. Stutgardiae in libraria Cottae. 
MDCCCXXIir 38 S. 4°; .Vaterländische Gedichte von Lud- 
wig Uhland. Das Bürger Comite den Wählern Stuttgarts. 
Nach eingeholter Erlaubnis^ des Verfassers und Verlegers 
abgedruckt. Stuttgart [bei Schweizerbart] im December 1831' 
24 S. 8°). - Nr. 1-13 d- 98—121. Nr. 14 G? 2 463 am 
Ende als Nachtrag ju ben iltaterlänbtfrfjen ©ebid)ten B. 121. 
14. Prolog . . . Seit G* an dieser Stelle. Nr. 15 G» 137. 

An Varnhagen 3. Nov. 1816 9hm fömmt mir aber, ge; 
rabc ba bu mich fo freunbfdjaftlicb anmalmft, ju &ülfe, bafj 
man bie Sieber, bie ta) über biefen ©egenftanb funfere rottrtem* 
bergifajeit 9lngelegenl;eiten| gemacht fyabe, neuerlich |ufammetis 
gebrueft fyat. 2lus biefen, bie idt) fy'iex betlege, erfter)ft bu 
vielleicht am beften, roa3 meine 2lnfidjt ift. 2)ie 2lufnaf)nie, 
welche biefe Sieber bei öffentlichen Vereinen unb fonft gefunbeu 
l)aben, läjjt mid) annehmen, ba& fie auch bie bei uno herrfcljenbe 
Meinung fo ziemlich ausfpreajen. Sie finb im ©egenfafc nicht 
blo3 3U ben eigentlid) Schlechtgeftnnten , fonbern l)auütfäd)lia) 
auch ju benen gebietet, bie uns mit §intanfefcung unfrer ©e= 
ftt)ta)te, unfrer feigenihümltchfetteu, wie fold)e jeber Solfäftamm 
^at unb habe» foD, auö bem SMauen herab unb nach inbioibueUen 
©nftemen umgeftatten unb rjohi gar beglüefen rooüen. 2)u ners 
miffeft »ießeicht einigermaffen bie SBejiehung aufö ®anae. Allein 



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- 43 — 



tfjeils ift ber (Snflu* nodj nic^t gefc^toffen ^ thetlo glaube ich, 
bafc Seutfdjlanb uon oben herab, von ben (Songreffen unbSJunbeäs. 
tagen, alö 33erf>anblungen ber Gabinete, junächft wenig mein* $u 
erwarten habe, bajj hingegen, wenn erft jeber ätalföftamm jum 
©elbftgefühle erroacht unb 31t innerer öegrünbung gelangt feun 
wirb, fjierauo auch bie Kraft be$ GJanjen hervorgehen werbe. 
2)urch Verunglimpfungen in öffentlichen blättern, herauägeriffene 
unb mijjgeftalteie Ginjel^eiten , mögen auswärt« unfre £anb= 
ftänbe oerloren ^abcn, bei uns behielten fie bie öffentliche 2Rei: 
nung für ftcr) unb ihre gebrucften iöerbanblungen fpreajen nicht 
gegen fie. 5. Mai 1817 o<1i beeile mich . . bir bie gemünfchten 
Abbrüdfe meiner oaterlönbifchen ®ebid)te ju überfenben. (Sin 
neue«, noa) ungebrucfteö lege ich bei (Nr. 12 .Gebet'; diese 
Beilage fehlt). 14. Juni 181U 2)a bu in beinern testen Schreiben 
ben SBunfd) geäuffert boft, auch fernerhin meine Öebichte über 
unfre oaterlänbifchen Angelegenheiten 31t erhalten, fo oerfäume 
ich bir beifolgenbes (ichlufjgebicht [Nr. 13 .Nachruf; 

fehlt] ju überfenben. Soch ift mir bie «Sache nur fo gefdjloffen, 
wie fia) bie Grbe über bem Saatforn fcbtiefct. 

S. 67. &W 18. ©htober 1K15. H 3 1815 (Tagb. 16. Oet, 
Auftrag 311 einem ©ebicr)t auf ben 18. Dftober. (Sutrourf eineo 
folgen. Nachmittage angefangene Ausführung beö ©ebichtS. 
17. ©eenbigung bes Öebichtö. 18. fteier bes 18. Cftober auf 
ber ©Uberburg; ®ebia)te. Verbrennen ber Alemannia. $)epus 
tation ber Stänbe. Allgemeine ^reube u. Söegeifterung. Vgl. 
an Kerner 14. Nov. 1, 414). h Doppelquart (Holland hatte 
es von Frl. L. Weisser). — fcerrn Affeffor 5Uüpfel, lanbftän* 
bifchem Seputirten ber etabt Stuttgart, am 18. Dft. 1815 // 
$errn Affeffor Älüpfet am 18ten Dft. 1815 h SBürgermeifter] 
Sanbfchaftäaffeffor V Heinrich Immanuel Kl. 1758—1823, 
Bürgermeister 1794, Abgeordneter 1794, 1815, Assessor des 
Landschaftsausschuspes 1794 ff. n aus in feftem (so /*) H 
41 fömmt h H V G 2 45 h- aus fallen H 55 2Benn von U. in 
Sann zurückcorrigirt im Exemplar G 7 . 

S. 69. $)a* alte gute #nijt. H* 1816 Samft. b. 24. $ebr. 
Ab. u. dachte (Tagb. 2)as Sieb uom alten guten ftecf)t, auf 
3äger3 SBeranlaffung entworfen unb groffenteiis ausgeführt, 
■Jiachtö beenbigt). h Quartblatt, früher im Besitz der Familien 
Pistorius und Schott, am 8. März 1898 bei Liepmannssohn 
in Berlin versteigert. — Xrinffprud). h 11 3 2)a foH über 
Soll jtets H 13 Steuren V G 2 ~* (nicht h H) u wohl über 
gut h 33 aus 2)as eine grauenoolte &cit h 3(5 nacl1 
dum h 37 §a vor Drum h. 

S. 70. püriembtrg. H 1816 Sonnt, b. 1. Sept. jwifchen 
Safnang unb ©ailborf (vgl. Tagbuch), u Äömmt H V G 2 
19 bein über bas 22 w. über höhnt. 



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- 44 — 



S. 72. OBtfprnrij. // s 1816 ebb. [3. Sept. wie 4 Morgenlied' 
Stuf ! ber frafm] 3?orm. (Tagbuch). — s aus ©ejjern 18 <2#n>ung 
nach (Seiftcs Schöpfer ü. d. Z. nach (ßeiftes 20 tnajjig G 7 
von U. in mäklig corrigirt 23 f. über bringt 21 3ft — 20. 
über 23Ieibt aud? im ,f luge 2« groffen über (ßlürf uub 28 den 
alten Sperrdruck unfer monirt U. wieder im Exemplar G 1 . — 
Wiederholt im Morgenblatt 18. Nov. 1810 Nr. 277 t Zwei 
Kampfgedichte' mit Rückerts Entgegnung besprach zwischen 
einem Altwürtemberger und dem Freiherrn von Wangen- 
heim' (vgl. auch Wangenheim an Kerncr, Briefw. 1, 459). 

S. 73. &n bie üJolRStmrlrrtfr. // 3 1816 ftreit. b. 6. ©ept. 
(Tagb. ©ong 3U Sdjott u. SRücfert. Entwurf u. 2lu«3ftitn*ung 
bes @ebicf)teo: V. b. 58). A undatirtes Quartbl. (Rücks. 
Bruchstück 2)eo 2>orfe<5 Äinber). — Die Anordnung h war 
erst Str. 1, 5, daneben die gestr. Str. ©enb Ün*, 3, 2. 4; 
umgeziffert. — 2 neben Crculia? [darüber Sieblia) oder SReifs 
l\a)\, bajj ber fierr eud? ftär!e h 3 aus Safiet eua) fein h 
4 n. b. über feinen h »; neben 25ie fia) brel)n in eignen [wieder- 
hergestellt unter neuen] ©leifen h e. ©. über e. Weisheit h 
9 f). Ä. über fjer^cnsartnen h 10 neben Die von feiner <5Iut 
[darüber fürs (cole tfobe nie] ermannen A ß. f. $f). über 
unterstr. Begeiferung if)öria)t (über (Srglüfjn neuer Ansatz 
tüeldjc (Slut) /* 11 ©lüf>et aus @lüf>t (darüber brennt) h f). — u. 
aus nur um fo f}. 12 ebeln (so) wiederhergestellt und cblem 
gestr. vor ft. h is aus ©d)mäf)eu eua) bie tief ©emeinen h 

14 neben Die bas Heine ftets verneinen h £. über Keinen /t 

15 3- nur * n f° reinrer (darüber fajönrer angedeutet?) A aus 
3« nur in fo II 10 SR. über <£ucrn H neben 17-20 (der ur- 
sprüngl. 2. Str.) steht als 5. Str. umgeziffert, aber ge- 
strichen h : 

Scyb ifyr einmal [über jemals] ausgegleitet 
2lnf bem pfabe [über IPegc] ben ifjr fdjreitet, 
Keiner ^mcifle [über maufc] bann, nodj 3agc, 
tficmanb lernt in einem (Tage. 

die letzte Z. aus 2ßer benn l. am erften %. das zunächst in 
Sernt man benn a. e. oder in e. geändert war h so <3. e. 
über Darauf fetm mir h. 

S. 74. Ilm 18» ©htoaer 1816, II* 1816 Stenft. b. 15.— 17. 
Dft. (Tagbuch). Mit zwei unbedeutenden Varianten gedenkt 
Holland einer h in seinem Besitz. 7 aus ia)'ö »erfünben 
1« ifjr über man barein corrigirt U. aus barin im Exemplar 
O 7 28 fömmt'ö H V 54 i. n. aus ift eö m-56 auf einem 
Stammbuchbl. U.s für einen Abgeordneten, $autefira)e, 21. 3Rat 



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- 45 - 



1849 (Kgl. Bibliothek, Berlin, in der Radowitzischen Auto- 
graphensammlung; 8. das ^erzeichniss' 1864 S. 739). 

S. 75. gdjurtnbflljabcr. H l 1816 £üb. Etenft. b. 12. 9*o». 
9(6. — 14. (Tagb. 12. Leitungen, $bee ju einem ©ebidjie nom 
<£a^roinbelf)aber. 13. 2lusfüf)rurtg beö ©ebid)ts. 14. SBefd&äfiigung 
mit bem Gebiet. Überfenbung bestellen an Schott. Die in 
dem Gedicht wörtlich anklingende Polizeiverordnung vom 
4. Nov. gegen den Genuas kranken Getreides wiederholt aus 
den 3ettungen Notter S. 183 mit Kürzungen: J)ie nasse Wit- 
terung des verflossenen Sommers hat unter dem Getreide 
Samenkrankheiten, namentlich Russ und Mutterkorn ver- 
anlasst . . auch das Gedeihen solcher Pflanzen begünstigt, 
deren Samen, wie des Dippel- und Schwindelhabers und der 
Kornraden sehr schädliche Wirkungen hervorbringen . . Es 
wird daher . . sorgfältige Absonderung jener vom Getreide 
durch Werfen und Sieben befohlen . . und Benützung solcher 
schädlichen Bestandteile zu Mehl, Bier etc. etc. bei hoher 
Strafe verboten. Um insbesondere das Getreide von Russ 
zu reinigen, haben alle Müller nicht allein mit einem Kopp- 
beutel sich zu versehen , sondern auch den abgegerbten 
Kernen nachher durch den Stäuber laufen zu lassen . . — 
Schwindelhaber und Kornraden können übrigens beide, zu- 
vor abgekocht, dem Rindvieh, auch Pferden, Schafen, ge- 
reicht werden. Es haben sich aber die Menschen wohl zu 
hüten, dass sie sich dem. beim Abkochen aufsteigenden. 
Dampfe nähern , welcher Schwindel , Betäubung und deren 
Folgen verursacht.' Es war ein Erlass des K. Ministeriums 
des Innern, vom 4. Novbr. 1816, Regierungsblatt S. 335. — 
4 b. über einem aus fdjrötnbltg corrigirten Worte 8 ©d). 
nach Sdjeibcnfdniß 10 i. 9?. nach bic Hüft 13— 16 neben 
(Worfeln blieb stehn) SB., ftecfyen, beuteln, fpülen Soü man, 
roas bie Frucht (darüber 2lUes vor bis nidjts merjr| rerberbt 
3» ben Schemen [aus Steuern], in beu !Hüblen IPerb 1 es 
tndjtüj burdjgcgerbt darunter IW'xt bem Stäuber ans^egerbt und 
darunter die dann a. R. wiederholte Fassung 1« aus äluögeftäubt 
unb roof)l gefegt h 18 £d>., Hippel wiederhergestellt unter 
Der unfePgc Sdjrombel h n f. über Franfen h. 

S. 76. fjaitsredjt. // 3 1816 OTittro. b. 20. «Rod. (Tagb. 
SIbenbs). — 3 aus Söirf ab ben S3ünbel. 

S. 77. § tf §tt} für Mttfer gollt. H* 1816 Sonnerft. b. 
21. 9Joo. (Tagb. SBonmttagg bas ©ebtd>t . . . nad) einer früheren 
Qbee (s. Schluss des .Gesprächs) entworfen u. 3um großem 
20eit ausgeführt. Slbenbs SBeenbigung beo ©ebtdjts. 22. 2lbs 
fdrrift ber ©ebiajte. Überfenbung berfelben an SRüdfert). Ohne 
U.8 Mitwirkung als fliegendes Bl. gedruckt ( 4 Das Herz für 
unser Volk von Ludwig ühland. Stuttgart 1817' 4 S. 8°). - 



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- 46 - 



lö vgl. Kerners Briefw. 1, 45 9 28 tu. über afynenb 30 neuere 
Herausgeber hätten nicht lindern sollen Unfern / da natür- 
lich Sinnen zu ergänzen ist. SBr. über &cr$. 

S. 78. flcttjaljrsuumfdj. H 3 181(3 eamft b 28. 2>ec. 916.— 
29. (Tagb. Umarbeitung beS 92.). h Octavbl. (Rücke. .Das 
papierne Recht 1 3>f>r ftnbet). — Sßeujafjnvunfo) ändert U. im 
Exemplar G 1 doch ohne Folge, so dass man wohl bei der 
alten geläufigen Form H G bleiben darf. 1817 fehlt h H 
8 .fraget über Wetter h 5 mit nach 31t und famt h bangerf. 
h H « tangerf. h H. 

S. 79. § CH gattbßäiiücn. // 8 1817 (nach zwei leeren Bll.) 
Jyreit. b. 14. SJlärj 216. (vgl. Tagbuch 15. Gf)riftopl)stag. 8or.- 
mittags bas ®ebia)t in ber £'anbfd)aft abgegeben). h l h 2 aus 
Schotts Nachlasä (von Holland verglichen.) Wie Nr. 9 als 
fliegendes Blatt gedruckt. — . . ©f)riftopf)Sfeft 1817 H 4 aus 
fonbert von ber (so //) ä 1 23 gefa)r. aus gefproa)en H 21 bas 
9tea)t uns nidjt llh. 

S. 80. (Bebet. 1P 1817 ftreit. b. 18. 9lpr. »b. (Tagb. 
©chatten bei Silber, SBortefen bes ©ebiajts). h Octavbl. nach 
Holland. (An Varnliagen 5. Mai) — 1 2)u Seinem H h u. a. f. 

S. 80. Itaitiruf. JI 3 1817 eomft. b. 7.-8. 3un. (Tag- 
buch, auch 9. »efc&äftigung mit bem ©ebiefft. 93et 6d)ott; 
2. 3 U ©$ott, 9iaajria)t von bem rüfmtliajen ©rfolg ber heutigen 
Sifcung, 9iicf)tannaf)me bes Ultimatums s. 24. Mai. 5. WattV 
ridjt von 2luflöfung ber (Stänbe). Hollands Vergleichung einer 
Abschrift in Schotts Nachläse ergiebt nichts; er gedenkt 
ohne nähere Angaben zweier ihm von Sigmund Schott ge- 
schenkten eigenhändigen Hss. (An Varnhagen 14. Juni.) 
h 33-40 isolirt auf einem Folio, das unten die Verse 3ettgeift! 
es ätef)t enthält, s. u. — s» fl. a. über ftrömet nur 10 e. g. &. 
(danach Jjcil) wiederhergestellt unter aller lüelt gemein 11 liegt 
neben quillt über liegt 12 neben Hub quillt in ihm mie [dar- 
über <Es ijt fein geiftig] B. nach Verwerfung der höher 
notirten Änderungen €s ift ber IHcnfcbfyeit cuüg (Efjcil und 
ein (Ebeil von uttfrem Seyu 13 U. mann f. 2H. fr. über Wenn 
freie ntenfcb.cn fieb u tr. wiederhergestellt unter bcr3ltd? 20 aus 
SSolfesftamm an's 21 aus ©ev e. 22 fen g. aus aufgemiegt 
2ü ü. über unterlegen 2i* 9Jein ! nach XJodj , über ZTein ! 
30 Sßanner // 33-40 h wohl nicht als Anfang gedacht, son- 
dern später umgedichtet (Stammbuch?): 

(SS ift ein 2Bort in'S Sanb gegangen, 
$abt ifjr'S gehört unb brauf gemerft? 
ftat eS befa)rvia)tigt [über Sagt mir vertrieb es, zuerst ge- 
ändert £at es vertrieben] ©uer Sangen 
Unb fjat eS euer £>era geftörft? 



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- 47 - 

3war nidjt uerfünben es .^erolbe 
3)Ht Raufen* unb Xrommetenfdmü", 
2>od) gutes SKort von ödstem Öolbe 
23rta)t fclbft bic 33afm fta) überall. 

Gehört das Folgende dazu oder ist es der Anfang eines an- 
deren Gedichtes: 

3eitgeift! e3 jtefjt burd) unfre Reiten 
©in guter unb ein böfer fteift 
(Sin böfer [abgebrochen] 

3fm borf [über fami| baä alte wenig [über nidjts bc] be-- 

fümmern [so] 

Gr ift ber [6. — b. über ben] £ä)öpfer eines neuen £ia)tö 
2>o$ [nach (Es] bricht bie SBelt ba| auf ben roüfien Krümmern 
ffirftef>e fein l)oa)l)errlid) 9<itt)ts. 

die beiden letzten Zeilen mit mangelhafter Streichung (es 
sollte wohl des Metrums wegen roüften fallen) aus Äann er 
nur auf b. ro. £r. ©rbauen f. f). 9t. 33 aus 5tein Sßappenfjerolb 
wirb eö fünben (wiederhergestellt vor fagen) H 35 e3 — 
grünben (wiederhergestellt vor fd)lagen) neben bie Knnbe über 
es fjer^en jfinbcn H se beutfajen über I)eutfdjlattbs // ©auen 
wiederhergestellt unter f>er3Cn H 37—40 wiederhergestellt 
über Daß bei bem biebern Polf in Schwaben Die bloffe Ittorjl- 
farjrt nichts nermag, Hub Feine H?eisr?eit fo erhaben, 1\\s Hecht 
unb bünbiger Pertrag! // 3» aus Unb baf; [daneben rjier noch 
also beabsichtigt im £onbe] in unfrem Staube 6a)ro. // 40 bei 
fte^t über uod) lebt H. 

S. 82. fJrolog. Morgenblatt 2. Nov. 1819 Nr. 262. G 2 - 3 
s. o. Tagb. 25. Oct. SWadjriajt bura) Slofer, bafi öeraog (Srnft 
jur $eier ber 3Serfaffung gegeben werben foll, unb 2iufforberung 
ju einem Prolog. 27. 2lu3arbettung bes ^rologo. 29. Sljeater: 
Prolog, ©efang, $erjog ßrnft. 31. 2)en ^rolog für baö äRorgen« 
blatt abgefdjicft. — ^rolog non Subrotg Urlaub. M roürtemb. 
fehlt M 1819 fehlt 3/ baö — aufg.j bao Erauerfptel: (Srnft, 
^erjog uon <3a)n>aben, mit bem fjier abgebrueften Prolog 
nom Serfaffer beö 6tütfeö, aufgeführt M 6 euren in späten G 
schwerlich Änderung U.s 15—18 U. meinte den flüchtigen 
Görres (vgl. G. Freundesbriefe 1, 694. 024). 85—40 in Sylve- 
stres Album 1838 in Wien eingetragen von U. (Frankel S.494). 

S. 84. pJanbrnuig. IP 1834 6. 7. [u. 13. J Cft. ä 1 Doppel- 
quart, h* Doppelquart. 6' 9 137. Das Gedicht bezieht sich 
vornehmlich auf München (der eble 8falbe ist natürlich König 
Ludwig I; s. auch die Variante 30), die dritt- und vorletzte 
Str. auf Nürnberg, wo die Reisenden — so erzählte Frau 



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- 48 - 



U. — einem sehr unerfreulichen Volksfeste beigewohnt 
hatten. — Steife burd) £eutfcf)lanb // h (J)qo SReifegebic^t nennt 
er's an Muyer 2, 148) 2 g. Über ac^t h l ging /«'- 5-8 h- 
neben der gestrichenen ersten Fassung aus h l ^d> lief} au 
beu 2lrbenneu Die (ßolborangcn glübn, Das £aub mollt' id> 
erji fennen, ll">o bie Kartoffeln bliirm. daneben h x 3^? uc fi 
in fdjöner [über IHid? loche «tdjt bie] ,ferne Die [über Wo\ 
(Solborangeu alüfni Das £attb erft fenitt 1 Uf) gerne darunter 
später 5-7 (•; ~@olb über bie, beides nicht, gestr.) so dass s aus 
der 1. Fassung bestehn blieb. i" g. über tarn h l 25 aus 
gteng $um £ta)tenö. h 1 2« 9t. -- ju über Doch memo, tonnt' 
er k l so eineo aus feines /»' 40 ©in unterstr. H h nicht ge*p. G 
15 f. über jtets h n. im guter Seilte d. h. Siecher, Spittelleute; 
der Spittel zwischen Tübingen und Lustnau heisst das 
^utleuthaus' nach altem Sprachgebrauch. 53 91. f. |aus 
forgt'l e. fd). über CD rübrenbes h l 54 über freiwilligen Pcreiits 
h x 55 aus ^nbe^ ein Sßolf x>. 91. (daneben Bleist. IDer hilft 
bir ^olf Don Firmen') h % 56 über ZTod> fdpett um 3111 uub 
«Eins h l alt über längft h l 65-7-.» mit feinerer Schrift a.R. 
darunter ebenso st-ss h l 69 aus lernt' h* 72 ÜB. über Käf 
h l 74 3t. vor Sdn'lb bes Keicbs über ^cidisfcbilb A 1 aus 
Ijiebeöor h l 77 über lüir /i 1 über 81 Datum 13. Dft. h l II 
«7 9CQ [vor <Ein| Sd). nod) [nach bann] über Itferb* id> ein 
(Seift /* l 88 fr. unter nirmircid? h\ 



intmtacbicBfc. 

S.S9. ^tnidjtn. Unter dieser Überschrift stehen in A 189 
bis 192 2(poüo, 9lajiU Nr. 2, £elena, 9Jarci& Nr. 1, Sello platte, 
3)ie Stutnen, 9Jiär3nad)t, 3m 9Rai, 9lmorö spfeil, 2raumbeutung, 
2>ie SRofen, am Schluss : Subroig Urlaub. — Sie Shiinen, 2aufä), 
9(poa*o an Kerner 21. Jan. 1«10 (Briefw. 1, 99). h Doppel- 
octav unterzeichnet 8. Urlaub (von Kerner zum Alm. sig- 
nirt 09, S. 3 f. Beiträge Kerners u. a. von seiner Hand): 
Inhalt wie A (nach .Märznacht' : k Die Betende'). 

S. 89. &n Apollo, b. §djm. H* 1810 San. 1 18.-20-1 
bie £bec com 2>ec. n. — aus Sin SlpoH. //. 

S. 89. &ri)tU. II 3 1809 eamft. b. 2. ^ec. — Srajtueim // 
2 <2famanbro3 H 3 aus empfiengeft H 4 töblid)e aus töbtlid)e // 
Als Nr. 2 folgt in If 3 (Sonntag b. 3. See.) Mayer 1, 148: 

2Bel)! bajj ber Sater if>m [über bir| niajt ein Unfterbltdjer 

toar, roie bie 9)iutter! 
Sterblia)ev Satev! bu ga&eft [nach gibft ihm| tfym Se&eu 

uub £ob. 



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- 49 - 

2.] 3. benf. 9Jbenb3 H rooljnet H über roofmet h in über 
auf H 2. über (Etlanb H 2 eö; bu über bas £anb, H. — 
Es folgt Helena H (2 Distichen; Mayer 1, 148) h A G u 2 . 

S. 89- llaniJj imb ©rijo. // 3 1809 Sonnt, b. 3. See. 9iaa> 
mitt. (vierzehn Disticha). An Kerner 21. Jan. 1810 (Brief*. 
1. 99 vgl. 92) 9(n SRofa (9Haria 2tarnf)agenl f)ab' ia) 9krcifj 
unb (5a)o, ein m»tI)ologifa)eä ©piel in 13 2>tftia)$n gefa)itft. 
Mayer 1, 149 (Nr. 2. 4-7. 9-11. 13 aus H 3 ). h Ä nur Nr. 1 
überschrieben ftareifc. 3 2)oa) noa) G 7 corrigirt von U. II 3 
(Nr. 11 nachträglich; 14. »6enb3, fo wie Hro. 11.): 

1. (U 

(Seltfam fpteleft bu oft mit ©ierblidjen, 2lmor! e§ liebet 
Ginen glatten Storäjj, aber il)n liebet ein §aU. 

. 2. 

2(mor! bu fjatfeft U)tu boa): er fanb ben ©leta)en aB SHenfa) nia)t, 
2lber jur SBlume gemaa)t, fanb er ber ®leia)en genug, 

3. (2.) 

$a$ noa) tröftete fie, baS SBort beä fpröben @eliebten 
9taa)3uftöf)nen, nun gar ift er jur S3(ume nerftummt. 

4. 

2)oa) al$ im fäufelnben SBinb ber t^eure 9iarci^ fta) bewegte, 
ftora)! ba rührte [über regte, so Mayer] fogleia) ©a)o, bie 

fa)lummernbe, fta). 

5. 

TO ber Slorciffe nun oiel' in ^elb unb ©arten erblühten, 
äßurben in Reifen unb §atn meiere ©tt)o gehört. 

6. 

Ober ift gar fo grojj baö 2eib ber einigen <5a)o, 
2>afj bie ©eufjer oon ifjr füllen bie weite 9tatur? 

7. 

3ßann ber fä)öne 9*arcifc im Blumenbeete geroelfet, 
©a)roinbet aua) ©a)o balb auä bem entblätterten 33ufa). 

8. 

Sßunberbarcr 9iarcij$! rote bift bu jjur 33lume geroorben? 
ötume roar ia) fa)on el)' |ja). e. über porlängjt] , jage: roie 

roerb' ia) ein üRenfa)? 
U&lanb, ©ebitye, II. 4 



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_ 50 _ 
9. 

@d)o! bu roareft geroifj ber gefpräd)igen 3üngferd)en ©ineä? 
©elbft ba ber Körper bir fd)roanb [aus 6. ba bir fa)n>. bie ®e* 
fialtj blieb nod) bie <5praa)e jurücf. 

10. 

!Mein! id) nefnn' eö jurücf [über ,freunb ! bu Feimeft mid> nidjt]: 
(ftnfnlbig warft bu rool immer V jaus 6. mar id) uon jel)er,| 
ftragenben fprid)ft bu [aus fpred)' ia)] aur gtotf), ungefragt 
nimmer ein Sort. |n. e. Sö. ung. Mayer | 

IL 

§ätte 9tarcife mid) geliebt, mir [nue Mayer] ftrömte bie Fofenbe 9iebe, 
2(0)! ber $erfd)mäl)eten finb ein5ele[lne M] Seufzer gemäfc. 

12. (3.) 

©d)meralid) [über Keuig) bad)te Warcifj: o mär' id) mieber ein 
Jüngling! 

(Sd)o bad)t' eS il)m uad): fönnt' id) al$ 3Jläbd)eu prütf! 

13. 

Gd)o fud)t ben Üßarcifj, Dtarcifi aud) fud)et bie @d)o, 
Slber fie fielet Üjn md)t, ad)! unb er l)öret nid)t fie. 

14. (4.) 

Shnot! unb baö ift bein ©piet [u. — ©p. über aranfamer 
5d?alf] ! balb loctft bu bie }ärtlid)e (Sd)o, 
SBalb in ber !inbt|d)en §anb breltft [über IjcbfxJ bu ben golb* 
nen 9Jarctfi. 

S. 90. $tt mtttt befi gUfcrtljum*. H 3 1814 frreit. b. 
24. $ebr. 9Jad)m. nad) einer frühem §bee ^Tagb.). — aus SD. ©. 
ber @ried)en. 

S. 90. ®dls |llattf. ff 3 1810 Xonnerft. b. 25. San. fd)on 
früher in ^ßrofa (Tagb. Sonn, baä fa)on früher in $rofa »er; 
fafjte ©ebtd)t: %. $1. in $iftid)en eingef leibet.) 2 Prosastücke 
// 3 1807 an 1. Stelle des Jahrgangs vor .König Olo's Jagd- 
lied' Äönigltd) fa)reitet vom 28. Jan. (An Kölle in dem, Leben 
S. 40, unvollständig gedruckten Brief: 2>ie $l)antaf. auf bie 
©a)roeifr naf)tn id) fd)on in bie ©a)roeifc mit, benn bei $elI3 
platte mar ia) gar nid)t.) Beide Prosastücke h Quartbl. 
(Holland-Spindler), gewiss zum .Sonntagsblatt'. 

IJIjaittartew [aus ftecn h\ au* öcr § rijuieHj. 

1. %eU$ platte. 

£ier ift [nach Sierße über fiier ift /*] bie fyläplatie, mors 
auf %eü au$ beS £anbuogt$ ©a)iffe fid) fa)maug. ©in er^abeneö 



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- 51 - 



2>en!mal ftefjt Ijier bem Äüf>nen. N JHd)t bie ÄapeHe bort ift'S, 
n>o bcr ebeln [darüber feiner H] ©eele aü"jäf)riq eine 5Jleffe ge» 
fungen wirb. SWetn ! bie !>of)e ©eftalt Ijier mein' id). Siefjft bu 
[aus @ef)t i^r? h] ben Reiben? 9Rit bem einen $uffe murjett 
er feft auf ^eiliger Wutteterbe, mit bem anbern fdjleubert er 
fräftig ba§ Derjroeifejnbe Sdjiff in bie SBogen. Sein ©eroanb, 
feine |»aare flattern, himmelan roirft er ben [groffen h gestr. H j 
Süd* ber Srei&eit. «Kid>t auä ©rj ift biejj SBunberbilb, md)t au$ 
SRarinor nod) (Uranit. 2lber oor jebeö freien gemeintem [nach 
abgebr. 23U h] »liefe ftejjt eö flar unb ftarf [fl. — ft. wieder- 
hergestellt unter in eroiger Klarheit h], ber i flaue fiefit eä 
nimmer [über nidjt]. Unb je nrilber bie ©türme toben, je f>öf)er 
bie SBogen branben, um fo mächtiger f>ebt fia) bie fceroengeftalt. 

2. 35er ÄfjetnfaU. 

SßunberooUer Strubel! Sie mancher (Sble [aus mandje 
groffe Seele — so /* — H] fajon fal> oott groffer [über er* 
habencr — so h — H\ ©efüt)le ju bir l)inab I ©efüfjle, bie er [über 
fie — so h — H] nur Ijier füllte, fonft nimmer unb nirgenbS, bie 
er [wie o.] jum Opfer fjinabroarf in beine Xiefe! 2£ie id) ba ftef)e 
unb ftaunenb hinunter bilde [aus Unb nun ftet>* id) ba, blitfe 
oerrounbett Ijtnab — so h — H], ba [über Unb es — so /* — // 1 
ift mir, ata ftiegen alte jene unau$fpred)ltd)en [über erhabenen 
— so h — H] ©efüf)le groffer Seelen auö [empor auS in, h\ 
geheimem [nach 21barunb em h) 3tbgrunb empor [ü. d. Z. AJ 
laße jene unausfpred)lidjen ®tfüt)le h gestrichen H dann das 
Folgende mit Correcturen gestr. und nochmals geschrieben! : 
bie gemattigen, aufbraufenb in [roitber h gestr. H] 93ranbung 
unb SBogenfraft; bie ruhigen, im [über 3um — so h — H\ 
ftillen Stimmer bes SRegenbogenö [oerrooben h gestr. //]. h hat 
die Unterschrift 2. U., Poeta laureatus. Dann folgt h : (Sorre* 
fponben3nad)ria)t. ©in ftreunb [über Unfer <£orrefponbent Ks 
ist Kölle] au$ 'tymä fdjrieb un$: „Huf ber ©ibliotfjef mar id) 
fdjon oft. 2)en Codex teutfdjer SWinnefinger [aus fänger Folgt 
ben (Eiecf bearbeitet r?at| ftubire id) jefct. 9tod) einiger 3eit 
werbe id) an ben Katalogen gefjen, unb bie teutfd)en Sdjäfce 
auf Indien, bie Tilly aus §eibelberg nad) :Kom fdjidte, unb 
Buonaparte für bie 93iblioif)ef fid) in $riebenöfd)lüffen ftipulirte. 
$en (Erfolg füllen «Sie feiner 3«* erfahren." 2l ; ir fajrieben if>m 
jurüd* [s. Leben S. 87]: „$a fd)Iummern fte, bie bezauberten 
Sungfraun, golbne Soden »erfüllen it)r ©efiajt. 2£of)lauf, ifn* 
manntid)en bitter! löfet ben :\an ber! fie roerben lieifta t Innen t» 
erroadjen, jurüefroerfen bie golbenen fioefen, auffd)Iagen bie blauen, 
träumenben 2lugen." 

2 Siel) ! über Unb H Waat h A * wie - ftefjt aus bie 



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- 52 - 

Gerrite ba (über fjier) H 5 ftujj Hh A 7 Jßeber au§ # 
8 unten nachgetragen für nichtgestr. ©Häven jjeigt e3 ftd) 
[darüber in runden Klammern erblitfen eS] faum, freien erfa). 
es ftar. /f. 

S. 90. fpif gttineii. // 3 1810 Eonnerft. b. 18. San. (Tagb. 
■ftaajtsi ba3 (Ipigramm : 3)er ©djläfer in Ruinen gebietet). — 
2>er (Schläfer in Ruinen, i/ i be3 6a)Ioffe3 Xrümmern i/Ä 
(an Kerner 8. o.) i ftc] eö 7/ />. 

S.90. gegräbttiff. 7/ 3 1810 ©arnft. b. 3. gebr. ^aeöm. (Tagb. 
oeranlafit burdi ba8 Vorbeigehen am fd&neebebetften ©otteSacfer, 
roo gerobe ein ©rab gemadjt würbe). — l beS nach fie (aber 
dann nicht bebetfet oder bebeeften) © über frommen. 

S. 91. Putter unt> finb. II 3 1805 Sienft. 4 2>ec. und //< 
— vgl. Mayer 1, 58 — ältere Fassung (Nägele S. 47): 

§it Itlutirr. 

Butter. 

Äomm ^er ju btefem ©rabe! 

2) ir fü)läft ein Sruber §ie; 
2Bar aua) ein frommer .Hnabe, 
»etrübete miaj nie. 

$rum ^at tfjn ©ott entrütfet 
3u feiner ©ngel fiuft; 
2>ie Butter 3efu brütfet 
3$n oft an i§re »ruft. 

fttnb. 

9ld>! mufj itt) fo bid) lieben! 
D toe^e mir unb bir! 

2öie fann [über mag H l ] ia) bia) fo betrüben? 

D 9Rutter, fag* eä mir! 

£afj ia) an SJiunb unb Sßangen, 

Unb an ber jarten ©ruft 

3) ir ercig müffe fangen 
mit füffer §immet8luft! 

Darunter H 3 mit Datum (Sonnt, b. 29. 9too. 1807 ohne Über- 
schrift 3Jhitter unb Ätnb die Disticha; diese nicht H A , aber 
H t> . An Mayer 26. Dec. 1807 — 1, 32 — neuerlia) etroaS ums 
gearbeitet ober melmefjr abge!ürjt — i über (Eref an ben Bügel, 
mein Kinb, fjier marb bir ein Sruber begraben, H 3 SBlttfe gen 
oder angedeutet jum [über Sd?aue gen] Gimmel über Siefj 
3u ben Sternen 7/ 6 2 niemals H führten nach nahmen 
H 3 bie — f)\n darunter nichtgestr. ifm (Sngel empor H* 
8. 4 H 3 unter 



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53 — 



2Wutter! fo fage bu mir: rote !ann ia) bid) immer betrüben? 
[X>afj id? in (Htnigfcit muffe rcrn?eilen bei bir.j 
2}aj$ mia) fein (Sngel entführt bir von ber järtli^en (über 

liebcnben] »ruft. 

3 aartlidjen H h (nicht H 3 ). 

S. 91. Sttär?na^t. // 3 1810 Eonnerft. b. 1 . fabr. 9toa)tsi 
(vgl. Tagbuch). — U. achreibt meist 9Rerj. l burcf) bie 9t. /f. 

S. 91. ffm gttnu // 3 1809 ©onnt. [nach IHai] b. 4. 3«n. 
7/ 5 . ä an Kerner 10. Juni (Briefw. 1, 58) §ter ein Gpigramm 
auf einen regnenden SWaitag. — l lid)t! baö nach Müller h 
(von Holland nicht notirt) 2 bleibe HhA §. über Sonne 
(so h) H\ 

S. 91. «aufty. H 2 1809 ©onnt. b. 10. See. i«aa)tä naa) 
10 U$r. h an Kerner 21. Jan. 1810 (1, 96). — l fl. bie ent; 
blätterte Silume Hh. 

S. 91. Jlmor« fffeil. H 3 1810 $[ari$]. b. 14. Sept. 9toa)tö. 
(vgl. Tagbuch). — l töblid) i/Ä^l schwankend G. 

S. 91. fcraumbeutung. H* 1808 2)ienft. b. 26 2lpril. 
H h . — über Die (Träume. H 2 Slber // s §. n. fjat mir ge* 
träumt H i fa)au' über feb/ (so IP) H 3 . 

S 92. fit gaffiu //» 1810 2)ienft. b. 23. 3an. (Tagb. 

2) aS Gpigramm: 2). 91. gebietet, »eranlafet bura) bie ©teile in 
2afontaine$ Slline von Siiefenftein , roo SRofalte SRofen auf baö 
©rab pflogt. 1808 I 114 t Er . . . sah jetzt wieder das Mild- 
chen, das sein Traum hier gewesen war. Sie [Rosalie-AlineJ 
pflanzte mit Hülfe einer Freundin einen blühenden weissen 
Rosenstock auf das Grab der verstorbenen Frau. Dann beugte 
bich das Mädchen tief hinab auf das Grab, und sagte mit 
einer sehr rührenden, weichen Stimme: so ruhe wohl, theure 
Asche ! ruhe dann, du gequältes Herz !') — h (s. o.) gestrichen 
aber durch Puncte wiederhergestellt mit der Bemerkung: 
wirb abgetrieben. — l b. nach erfr[euet]. 

S. 92. JlMttiort II 3 1808 ©amft. b. 26. SHära. — l fo 
über bas 

S. 92. §it £ rfilummernbt. II 3 1807 ©onnt. b. 22. Rott. 
H\ Morgenbl. 1807 Nr. 311 s. o. zu .Waldlied'. - l 30. 

3) ir bie [zweimal — einmal gestrichen — über Schlaf auf 
Deine] 2B. nieber [ü. d. Z.] f. H 3 . 

S. 93. |lir §if. H* b. 29. ©ept. h Octavbl. (mit Rangers 
Vorüberziehn'), Striche durch den Anfang. Holland gedenkt 
ferner ohne nähere Angabe einer Hs. in seinem Besitze. 
A 13 Subroig Uf>Ianb. — 5. 6 2ßo auf bem 93erg unb in bem 
Ifiai ©leidj beinern Sufen Silien blühten Unb $ofen glüljten, 
roie bein SKunb, // h (auf — Xfyal über ringö untrer auf SBerg 
unb Sljal und der ganze Vers neben Wo überall, auf *3era, 
unb (Thal ®(eia) — bl. neben nichtgestr. 3ßo [vor W\c über 



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- 54 — 



ITTir] Silien blühten rote bein 9(rtn [nach Ittunb] Unb wieder- 
hergestellt unter Die Ii 3 ) i 2Bo mid) ein weiter, H. §. nichts 
gestr., darüber Unb alleä baö H 3 . 

S. 93. ©rflfcntDortf. //» 1807 ©amft. b. 7. 9*oo. //*. 
Morgenbl. s. zu .Waldlied'. An Mayer 15. Nov. (1, 15) 2Me 
©reifen störte gehören eigentlich in ein erft flüdjtig entroor-- 
feneä 3)romo ( 4 Helgo"? Keller S. 474). — Sßorte bes Sebent 
müben. H 3 i nimmer H unter 4 Trennungsstrich // G 
nicht M. 

S. 93. 3luf ton ®o& rtite* $anbtt«tftUit|fn. // 3 1813 
©onnt. b. 23 3Wai. $n ber flirre ju ©d)miben unb auf bem 
$>eimroeeg (unter HürfroeeaJ. Tagb. 21. 9Jad)rid)t von bem 
Stöbe beö Dncle [Hoser s. o. k Auf der Überfahrt] in ©dmtiben. 
23. Sonntag, ftrüf) nad) ©dmtiben . . . 9?ad)mittag3 93eerbigung, 
ärgerlidje SHebe beö ©pecialS, in ber Äirdje $bee nu einem ©es 
bia)t auf ben %ob beö Dncle, Slusfü^rung beofelben auf bem 
Öetmroeg. h an Kerner 15. Aug. 1813 felbft fjabe nidjto 
gebietet, atö folgenbe 3^iten auf ben Xob meinet Onfelö, beö 
^farrerö in ©dmtiben, roetd)e id) auf bem SHütfroege von feinem 
Begräbnis machte (Briefw. 1, 367). Frauentaschenbuch 1815 
S. 190 Sub. U^lanb. — e. £.] meines D^eimS (aus Onfelö) H. 

S. 94. itodjruf. ä 1 Nr. 1—3, Octavbl. von Holland 
verglichen. h' z Nr. 1 — 4 ohne Überschrift beziffert, Mun- 
dum 8°. Nr. 1-4 G 5 (1831) 139 f. Nr. 5. G* (1833) 142. Vgl. 
Leben S. 234, wonach 1. gleich nach dem Verscheiden der 
Mutter (1. Juni 1831) am Sterbebett, 3 gleich nach der Be- 
stattung, 5. nach des Vaters Tod (29. Aug. 31) gedichtet 
ist. — 2,7 leben wiederhergestellt unter atfjmen h ntdjt 
wiederhergest. unter nn h l 3,4 2)er SBefjmutf} teifer Älang h 1 
5. Facsimile £>erbfttaub. ^Deutsche Dichtung' ed. Franzos 2.57. 
t; Staub U. aus Qtaub G 1 . — Eine 6. Nr. 25ie Sobtengtocfe 
tönte mir hat U. im Exemplar G 7 142 eingetragen, aber 
völlig getilgt, 8. u. S. 466. 

S. 95. &uf ftltttt ©rabftfitt. h Quartbl. ohne Über- 
schrift. Für das Grabmal des früh verstorbenen Vaters der 
Frau Emma Uhland, des Calwer Kaufmanns Johann Martin 
Vischer, auf dem Ihinger Hof bei Leonberg verfasst, zwischen 
dem 28. Oct. und 4. Nov. (Tagb. 3Me ©rabfdjrtft an ©ufta» 
übergeben) 1820. Frau U. erzählte Holland, U. habe für die 
zweite Gattin ihres Stiefvaters Pistorius eine Inschrift ver- 
fasst , die also begann : ©ie fdjroebt empor jum 2id)t , %m 
HRutterarm ein tficureä Jlinb. G 3 145. — 5 2tbfd)iebäft. h. 

S. 96. %n tixi gtmnmbudj. h Albert Schotts Nachlas« 
(Holland); 1825 verfasst. G 3 146. — 

S. 96. &uf putielm gnuff* frühes ginfdjetb*n. .An- 
denken an Wilhelm Hauff . . . 1827 o. 0. 4° (am Schluss: 



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— 55 — 



Franckh'sche Buchdruckerei in Stuttgart), Schwabs Gedicht, 
Grüneisens Rede, Haugs Gedicht, Unlands Gedicht enthaltend. 
Morgenblatt 5. Dec. 1827 Nr. 291 Subroia Ufjlanb. G* 145. 
Fehlt ö 6 aus Versehen (wie auch das Register zeigt). — 
4 blütfjeüoHen aus blüttjeno. (auch 1. Druck) corrigirt von U. 
im Exemplar G 1 13 ©polt seit G 1 ebenso möglich, aber 
kaum von U. selbst aus <S»alt' geändert. 

S. 97. §n,ttfcfflL //» 1810 <ßforts]. mttm. b. 19. 6e»t. 
(Tagb. Slbenbs). — 3 «Rur in ber Sichtung füffem [ü. d. Z.] 
Xraum (aus Xraumgebiet) 4 fpcnbeft // 5 jcbcn ©dmterj H. 

S. 98. |Uf bie #eiff. /* Blättchen im Besitze Dr. Sig- 
mund Kellers. Mayer 2. 242. Leben S. 493. G u (1860) 
120; U. an Cotta 31. Aug. 59 und daran erinnernd 22. Febr. 
1860. Der Druck .nach der hinterlassenen Originalhs' mit 
Datum .Tübingen, 2. Dec. 1858' in L. Seegers .Deutschem 
Dichterbuch aus Schwaben' 1864 S. 437 hat keine Bedeutung. 
Für Karl Mayers Tochter Friederike, die ihrem Gatten 
Dr. med. Karl Rominger aus Waiblingen nach Chillicothe 
im Ohiostaat folgte, am 4. Dec. 1854 gedichtet. — Keine 
Überschrift h 2 2Benn aße [über jebes] Sidjter [aus 2id>t] 
längft [ü. d. Z. vor ftnb) crlofo)cn (wiederhergestellt unter ae: 
löfdjt) s Sßenn h nirgenb h 4 glüfjt nach lebt und brennt 
(erst wiederhergestellt über lebt) 5 nachträglich s fjüten 
über tnabren aus I)ilft burd) jebe 9?acf|t jebeo vor alles 9 erst 
Ansatz ©in £id)t, boö ft. dann aus 9tuo) «no e. in über br. 

Sonette, ©fctapen. (fcl'offen. 

S. 101. germärijtntö. H 3 1811 benf. Storni. 23. Aug. 
(wie Sonett .Die Locken' 2ßie flogen). Tagb. 92ad) l^been oom 
vorigen 2lbenb. ./: Jahrbüchlein deutscher Gedichte auf 1815 
S. 150— 15- r > Sonnette (beziffert $erniäd)tnife. 2ln Petrarca. 
£er Slumenftraufe. (Sntfdjulbigung. 2)ie 3»oo ^ungfroun. <2a)lu|= 
fonnet.) fiubroig Uljlanb. Dann 8. 156 das Sonett .Der Wald' 
&ubnrig ttyfottb. — 2 !. |vor treuer] ©tr. über marfrer Kämpfer 
s follt stellt ü. wieder her aus foHft im Exemplar G 7 9 So 
über Sind? 14 ©onnetteö ./. 

S. 101. &tt Hctrnrhn. H 3 1811 benf. Vormittag (3. Sept. 
wie .Trost' 2öir Ratten). Vgl. Tagbuch, auch 27. August ftm 
Petrarca gelefen, ben ia) früher noa) nicfjt genauer fannte, 28. 
./ 151. — 2 ©eberbe spätere G 5 im über vom. 

S. 102. üarnljögens £tamtnbudj. H 3 1809 ben 
24. $ebr. s Jkd>t§ nad) 9 U|r. k 1 Octavbl. Holland-Spindler. 
h 2 grüngerändertes Queroctavbl. aus V.s Nachlass (Kgl. 
Bibliothek, Berlin) unterzeichnet Bübingen b. 28. Jyebr. 1809. 



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_ 56 — 

Subwig Uf)tanb. h* ohne Variante an Mayer 13. März 1809 
I 110. A 184 Subwig Ufjlanb (S. 183 Varnhagen ,An die 
Freunde' s. Mayer 1, 118). - Keine Überschrift h 2 - 3 St. 21. 
vor 3Jarnr)agenö ü. d. Z. h l und so im Register A o aus bem 
7 aus leifem H s aus Grflungen H 9 l über bab' aber das 
Folgende gleich H u Xu über Watt H aus 9Ran h 1 au$ 
werbe // (nicht h } ). 

S. 103. &lt Hemer. // 3 1811 ebb. (28. Nov. wie Jraum' 
(Sö fjat mir] frülje, 3b °on geftern. Vgl. Tagbuch, und 27. 
»rief oon ferner mit ben ©ebia)teu: Älofter §irfa)au, 9tegi3* 
winbiS . . im Xannenwalb . . Sefen ber Äernerfa)en ©ebict>le, 
wobei wie burd) ein SBunber plöfclitt) bie Sögel frürjltngsmäjjig 
in ben SBipfeln fingen, //' folgt 4 Kerners Goldener 1 , /i an K. 
7. Dec. SKein gewöfjnlidjer Spajiergang ift in ben Xannenwalb 
hinter bem Sa)loffe. biet gef)e ict) foweit bte fict) mitten im 
SBalbe eine 2luffta)t naaj bem Sdnoarawalb öffnet, im SSorbers 
grunbe ben flöfterlidjen 2tmmerfwf. 21 n biefer Stelle las idjj 
aua) beine 0ebid)te unb fjier ift mir wirf lief) begegnet wie folgt: 

war.. D 118 Ufjlanb. — 3 Unb vor 3* h % nach 
war // 10 im golbnen O 7 corrigirt U. im Exemplar. 

S. 103. £uf #arl ©nngloffs ®ol>. // s 1814 SBittw. b. 
1. 3un. Sie ^been oon 2)onnerft. b. 19. 9)tat. (Vgl. Tagb. 
19. Mai ^ad)ria)t bura) öiemer oon ©ö $ob . . naa) Sillens 
bua) . . Unterwegs im SBalb Gntwurf jweier «Sonette auf ©.ö 
£ob . . . 3 U £>fl"fe oaö britte Sonett auf ©. von ber §ermamtfe 
fa)lad)t entworfen. 1. Juni 2lusfüf)rung ber 3 Sonette auf 0.3 
2ob). U an Keiner 23. Juni (Brief'w. 1, 38(5) 2lurf) fajretbe 
icfj bir brei Sonette auf @.ä £ob ab. Sie bejieljen fiaj auf 
feine legten 3eid)nungen unb entwürfe. Vgl. Tiigb. 22. Mai 
23efua) oon ©. mit einer 3<Jidmung ju einem biblifdjen ©emälbe; 
baft er eine $olge oon Scenen au3 ben Nibelungen jeiajnen 
wolle. 1. März 0. bei Sifd), bafc er eine £ermannöfd)lad)t an= 
gefangen. 19. Juni bei 2Sangenf>etm, ber mir bie ©inrüefung 
meiner Sonette auf ©. mit einer biograpru'fdjert Sfijje ins Wobei 
journal oorfajlug (dazu Mayer 1, 23). An Mayer, der dann 
seinen bekannten Aufsatz über G. schrieb, 3. Juni (2, 21 
vgl. 28) 53ei ber 9?arf)ritf)t oon © 3 £ob r)abe ia) lebhaft beiner 
gebaut unb mit bir getrauert. Wenige Soeben oorfjer fatj id> 
ifjn jum legten Wale. — Gr war bei mir mit einer 3 e M) n ung, 
2t6rnf)ams Slnfunft in Ganaan, bei ber gewifj bie einfände ©röffe 
ber ^bee unb bie Sebenbigfett ber 2lusfül)rung gleid) preiöwürbig 
ftnb. 2ln einer 6ermannöfd)lad)t, aus 2(nlajj ber neueften 3eit* 
begeben^etten, r)at er gearbeitet, unb eine ©allerie oon Xax- 
fteüungen nad? bem 9iibelungenltebe gehörte 311 ben fd)önen 
planen, bie fein früher Xob oereitelt tyat . . . 2luf biefe legten 
3eia)nungeu unb (Entwürfe bejieljen fia) bie r)ter beifolgenben 



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— 57 - 



(Sonette (nicht da). — Die Anmerkung vor l fehlt h b. 16. // 
Sie — Äünftlerä fehlt H 1,1 biefer] darunter jener H ^. 
wiederhergestellt unter Htttyltoollen H 5 3Jefcf)l. nach Un- 
fePgc [über Die tücTfdje| Kranfbeit // « aus Unb 6. b. frommen 
®. SB. H i aus SDarbft aus bem §. $u getragen // — 3,i f). 
b. wiederhergestellt aus f)Ctt fid) // 10 ©rbenlebenä schwer- 
lich Uhlandische Änderung der späten G (vgl. Goethe ,Erde- 
wallen'). 

S. 105. &n ben |(nrtrijtbflrfn. // 3 1812 (Sntro. ftrett. b. 
13. 2Kär3. SHusgef. ^fingftfonnt. b. 17. 9Rai (vgl. Tagb. 13. März 
3bee ju 2 Sonetten »on ®ott, »eranlafjt burrf) @<MM*M 
2tuf[a^ über bie ^tjUofopfne, im 2ltl)enäum — 2, 1—39 ,Über 
die Philosophie. An Dorothea von F.' ohne nähere Be- 
ziehung zu U.s Sonett — 17. Mai $fingftfeft. 23eenbigung 
be£ früher entworfenen Sonettö 3ln b. U). D 107 tlf)Icmb. — 
10 » — ft. über nichtgestr. bie Heimat lieffen is 3"« s 
brunft // I). 

S. 106. SrobesaefütjL // 3 1810 $|ariti|. tatt. b. 23. <Koo. 
Borgens (vgl. Tugb. oeranlafct bura) bie ©efüf)Ie ber 9fad)t). 
h Octavbl. von Kerner signirt 79 für: A 18<i unteiz $er« 
[elbe. — l 3Kut {A) aus 3Jtutf) h m 2ß. j. über £üfte fchlagett /* 
j. über fdjlaaen später H. 

S. 106. ©rftorbcnc # 8 1809 Sonnt, Sormitt. b. 

3. 35ec. an Kerner 4. Jan. 1811 (Briefw. 1, 171; 23. März — 
1, 197 2)aä Sonett Siebeötob (roeld)e3 meueidjt beffer: Grftorbene 
Siebe übertrieben mürbe) unb ben brooen Hameraben f)ab' id), 
roenn mia) ntdjt alteö täufc&t, bamalä bei btr gelaffen). A 185. — 
Stebestob h über Sicbcstoö. (Tob ber £iebe. i/ ©rftorbne 2. A 
i neu g. /*. 

S. 107. ©eifterlcbrn. # 3 1813 Stuttg. Samft. b. 30. San. 
früfj (Tagb. früf) im 93ett ba3 Sonett: ©. gemocht, oerantajjt 
burd) einen Xraum). 114 Utjlanb. — l 2)ir D getrennet 
wiederhergestellt unter rcrbannct aus gebannet 2 über 3^? 
füfjle fdjou ben feidjcnftcin midj bcden gr. nach njecf[t| 3 aus 
St. geller Schlag [darüber Serajenfang aus 2erd)enfd)lag| ber 
Serdje fann mid) werfen 4 aus ^rütjlingöfonne 6 aus 2£. fio) 
bie lobten in ben ©räbern recfen 7 aus 2). föroeb' ia) über 
all bie finftern [Correctur darin deutet auf die Änderung 
träumenb über finftre] Strecfen s aus 2>ie jroif d)en unö fid) 
bingebreitet fyaben fern unten für roeit 12 Grfdjrötft HD 11 aus 
2eb n>. ! mein &inb ! mid) ruft ber §äf)ne Jlräfjen das erst ge- 
ändert 2 ro.! mid) rufet fd)on. 

S. 107. (Dörr früljliug. // s 1811 greit b. 29. 9)Jära 
2(benb3. (Tagb. 2tbenbö, uadjbem id) in 3Haner3 altem Briefen 
getefen, baö Sonett 3m ^-rüfyling gebietet). // ein Blatt Hol- 
lands. A 187 fcerfelbe. — C. vor 3m // 1 f. über fiiffcu H 



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- 58 _ 



1 mir fid) regten h II 6 SBenn G 9 j. über faum // u a. 
über einfam /f nod) nach verschriebenem bufr. 

S. 108. Wlt lljfure §tt\Lt. H 3 1811 ebb. [30. März wie 
k Madonna della Sedia 1 . 5. April an Mayer). SSormitt. (vgl. 
Tagbuch). A 188. Derfelbe. — 3 oorüberraufdjenb H 5 mögt' 
auß mödjt' j. über biefe o Dort über Unb 8 aus $n füf)le 
Statten träumenb bort mia) [darüber mid> jum (Traume] legen. 
8 aus D. fo ergriff mta) jenes n Xrunfner aus Träumer cor- 
rigirt von U. im Exemplar G 1 . 

S. 109. die ;i0o |ruitQfraiin. H 3 1811 einer $bee 
vom 31. 3Rär3 auögef. aHittro. b. 28. 2lug. SSormitt. (Tagb. 
31. März Sonntag. Spaziergang auf ben Spifcberg . .; bie 
jroei 9Räbd)en, rceldje 3lrm in «rm auf ber Sonnenfeite beö 
SJergeS faffen, gegen Rotenburg. Stadler barüber entworfenes 
Sonett. 4. April Xte oorübergeijenben Unbefannten vom Sptfcs 
berge ; damit erledigt sich die Modellsuche. 28. Aug. Petrarca. 
Die beiben Sonette: Die jroo Jungfrauen u. Die neue 2f)etid 
nad) früheren Jbeen ausgeführt). J 154. — aus jroei aber i Brno 

2 zweites oon über unb 3 aus ©auen 4 Sie über llnb 
h ©ebürg' H ©ebürg J. 

S. 109. f*r glnlb. H 3 1809 Dtenft. b. 5. Sept. ä 
Quartbl. im Tübinger Sammelband (Rücks. /fhetis' SWit 
Sdjmeraen gieng zum .Hermann v. Sachsenheim'). J 156. — 
l S. wiederhergestellt unter 2tugen /* 2 aus frifdjer ©rüne, 
füllen (so h J) H f üblen über Statten h 3 |erjt fyeut midjl 
nod> |tjeut miebj eben mid) über noch biefe Hacfyt & 5 aus einer 
kaum leserlichen Zeile 2Sa§ te oon [oor? Itt?] ©tut unb 
©eift??l mir Iieblid) [über luftig ?\ glühte h 6 faum über erft h 
h aus 2US eine Jungfrau, <*d)! b. SB. 931. unter Des grojfen 
IDalbes föuiajicbe £Müte h l. über fd?önc /* 9 aus Sie eilte 
I)in, ia) folgte // 10 geb. nach ummunbeu h 12 D — mir feine 
schon oben über dem Titel h felbft niajt über feine h 13 2)itr 
über Huu h So), neben nichtgestr. £olbe über Siiffc /* 
14 Sogar [unter 2lnd? felbft h] ber 2ß. /* H. 

S. 110. |)er flumenßra»^ # 3 1811 benf. «ortnitt. 
(28. Aug. wie t Die Schiffende' Jd) ftanb. Vgl. Taerbuch). 
J 152. — 1 Str. (sollte erst nach Slumen stehn) über blättern 
8 aus Söenn frifaje grünt an allen 3 ,ü - 

S. 110. ©ntfnfiUöiaung. // 3 benf. SBormitt. wie 4 An 
Petrarca 3. Sept. (vgl. Tagbuch). J 153. — 4 aus 2ld) ! 
leiber! Xr. 7 nieg. J aus genmfjrter ©unft »erbreit' 8 Daö 
aus Die ftetä über ftreng 9 ftr. fgestr., wiederhergestellt] 
©. über ernten Sinn 11 aus äfiolfenb. 14 aus leidjte 2. ro. 

S. 111. fJorfdjlng. H 3 1811 entworfen Äarlsrulje Sonnt, 
b. 3. $ebr. auögef. Süb. ftreit. b. 1. SWärj (vgl. Tagb. 3. Febr. 
(Sntroorfeneä Sonett. 1. Marz Sluäfüfjrung beg in (Sarlsrufje 



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_ 59 - 



entworfenen Sonetiä : £>ie Soofe). h ein Blatt Hollands. Süd- 
deutsche Miscellen 1, 94 (23. März 1811) 2. U. — Xaufö II 3 
(nach Die £oofe) h Mise, l aus ein b. Hieben H. 

S. 112. pt gfkelining jum Sonett. Gegen Weisser vom 
Morgenblatt, worin des alten Voss berüchtigtes Sonett an 
Goethe gegen die Unform alter Truvaduren und Lumpen- 
pilgriui erschienen war (8. März 1808); U. hatte sich das 
sogleich abgeschrieben (Tübinger Collectaneen), wie vorher 
Vossens schnöde Parodie des Dies irae als ^Busslied eines 
Romantikers' (14. Jan. 1808); vgl. auch an Kerner 1, 23. 
H* 1814 Santft. b. 17. Sept. s Jia($m. (vgl. Tagb. Sonett auf 
Spinbehnannö Sonett). J 155. 12 stand in II zuerst als t». 

S. 112. $ttjlu|jf<me!t. //* 1811 Samft. b. 7. Sept. 3bee 
oon aeftern (vgl. Tagbueh). — Sajlufcfonnet j 7 fp. — t>. über 
ans ben Elften, melaSe fd?on rerblübet 8 über Perfpätet eine 
Blüte oorgebrunaten 9—11 die Z. je über Wie mer vom Schiffe 
Fommt, nod> meint 311 fdwanfen ; llttb mie bas Sdjäfcrfjünbcben 
läuft im Krcife, 2lud? roenn es nid>t merjr Sd?aafe b.at 3U 
. treiben 9 ber Sajönften H J 10 tiefer nachträgl. vor nofler 
12 q über gieng Sonn. J 13 über (Dbfdwn mir 3>mcrfc fehlen 
nnb (SebanFen Stoff eingeklammert über 3n>etf u 9Jt. über 
Hingt 1 Sonnet J noa) HJ. 

S. 113. &tt Die f3unbfiijmciher. // 3 181G 2>ienft. b. 
20. ^ebr. 916 — 21. (vgl. Tagbuch). Quartbl. Holland- 
Spindler Rücks. das Sonett 3)u jagteft. h 2 Quartbl. h* s. o. 
t Ernst der Zeit'. G* 157. — Keine Überschrift h l 1810 fehlt 
Hh 2 pdjftgef. H h 4 2)aoor H h roof;I über nodj h l 
5 aus 2öof>l Fenn* tcf> h x 9 ». ifnr'3 über idi mclV es h l 10 So 
über 3dj fr 1 td) über eud) h 1 einen wiederhergestellt unter 
ben h l einen über euer» ben h*. 

S. 113. |ln fL p. tf 3 1807 Sonnt, b. 27. Sept. ff* 
(Holland: t Hs. in meinem Besitz', aber seine Varianten- 
angaben gehen auf //* oder decken sich damit). An Kerner 
4. Oct. (1, 14) 5Bon mir erfjältft bu einige Sßerfe, bie id) 9R. ins 
Stammbua) fdjrieb A 173 Subroig Uhlanb. — 3n 2R.ö [so] 
Stammbudj. H % 2(n einen gteunb. ff* 5 511 aus in wieder- 
hergestellt von U. im Exemplar G 1 (7 n>. aus wenn) t> früf)' // 
8 aus ©rbraufet fic in Stürmen H s 11 g. u. über mebt gc« 
fd>äftig H z 11 SB. über (Scheime /7 5 1« Fn. aus Fetten ff" 
19 SBelle 20 rotber H'° 21 2(etf)ero nach abgebr. V>\ H*. 

S. 114. (Bin |lbenb. // 3 1808 9Kont. b. 7. SWerj. ff* 
Taschenbuch für Damen 1809 S. 270 2. U. — 7 geberbe // 
15 W. umf)er T. 

S. 115. ^Uthleben. IP 1809 Sept. 1808 Sonnerft. 
20—21. 3uf. 09. An Mayer 1, 137. — 2 U. — ben wieder- 
hergestellt unter PerfunFcu mar mein ;» über 2Ufo rou (Staun 



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- 60 



unb infternifj umrounbcn in der neuen Fassung feinen (üroji 
gestrichen, dafür ©rauen nur unter der ersten 13 lr. über 
febrten ie £. nach 3ugcub SRorgenbuft unb ©Cheine //. 

8. 115. OBcfatig unb #rt*0. 1. H* 1813 ^reit. b. 29. San. 
— ajlith». b. 3. ftebr. (vgl. Tagb. 29. §\>te ju einer Sümanad): 
SSorrebe u. angefangene üöerfe. 30 . . eine ©tropfe für bie 93or; 
rebe. 3. Febr. SBeenbigung ber 2llmanaa):$orrebe: SHeajtfertigung, 
jum Xfjeil noa) auf bem SBureau). An Kerner 7. Febr. (Rado- 
witzische Sammlung), er habe eine Vorrede zum neuen 
Almanach gemacht, könne sie aber noch nicht mitschicken. 
An Mayer 24. April II 2 34 * e 9 e fa* einige SJerfe bei, bie 
id) alö SBorrebe §u unfrem SHlmanad) [dem spätem ^Deutschen 
Dicht erwald' vgl. Kerners Briefw. I, 361 f. ; s. o. .Freie Kunst'J, 
ber unter bem Xitel: Eeutfajer Öebio^te ftrüfjling fnach Tscher- 
ning; s. hier 1, 32], bei Dftanber in Bübingen ^erauöfommen 
follte. 35iefe SSerfe paffen aber niajt mein; für ben jefcigen Ärieg, 
aua) fou* baö SBud) einen anbern Xitel befommen. Beide Stücke : 



5frieg und darunter 1. nachträglich 1814 neben Rechtfertigung. 
2 fr. neben blüfy'ttbctt über f äffen 3 b. ®. wiederherg. unter 
poefte i fürber über ferner o SBann aus 2ßenn ? 7 J). über 
Soll v. über alten 9 wiederherg. unter ber (Sefang 
12 neu ftd) ftetö urageziffert io eroig über mädjtig 21 eroig 
über gültig. 

2. H 3 1814 C6b. [29. Jan. wie 4 An das Vaterland' Sir 
möttjt'] SBorm — 8. aber zu V. 25 — (vgl. Tagb. 29. Sors 
mittags baö ©ebia)t 2ln ba§ Saterlanb ftatt einer 3 u «gnung 
metner Sieber gemaajt. 2tuf bem SBureau bie ©tansen S&ber* 
ruf gemadjt. 9Jad)mitiag3 S3eenbigung beg früher junt %t)e\l 
aufgeführten SiebeS eineä beutföen Sängerä. 1. Febr. S3ors 
mittag^ ben legten SBerS 311 bem ©ebidjt ©efang unb Ärieg ge» 
maa)t, naa) einer 3bee non geftern). h Doppeloetav mit Tug- 
buchnotizen (s. Tagb. S 124): 23—32. — ©efang unb Ärieg 
und darunter 2. neben lüiberruf. 3 ©ein 8. i. nodj umgeziffert 
1 aus 9iur greif er fedt jum 2). u. gur S. 9 ftr. ! 23.! nach- 
träglich unterstr. (gesperrt F) 10 <5. t. über £ieb Hingt 11 3}. 
aus ^J. 13 b S. über in bem ber Sieg nod? 13—23 die Namen 
(auch 21 fdjro. 3 a °e r i'> @>* D - nicht) unterstr. it> Duiajote 
späte G Ciuijote Holland Fussnote : verschiedener Sperrdruck 
(i nur Iinfe unterstr. H F ber ©eefa)lad)t II F 24 aus 25u 
fämpfteft, btuteteft — unb I. u. f. Darunter ein Schlussstrich 
getilgt. 25 daneben 9Jlont. b. 1. ftebr. S3orm. H 25 aus 2)er h 
f. — O. über naht mit grimmer [über milber J Stürme h 2ü $. 
33. aus Xritt ber $eere (so h) H 21» aßeä] biefeä über all bie§ h 
31 Unb über Stoib /* aber dies soll wohl für wiederhergestellt 
gelten, denn die Änderung 331. ber Senj fo blüljt ist unvoll- 




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— 61 — 



kommen getilgt, obwohl Müljt statt balb möglich wäre, ber 
golbne aus meuetajt ber h. 

S. 118. #flitjartaa. Tagbuch 9. Jan. 1819 9?aa)ria)t oom 
unerroartcten Xobe ber Äönigin. 12. fieidjenflug bcr K. nom 
6a)Io|$ in bie griecf)ifcr)c Gapelle. 14. £eitt)enbegängnijj ber .u. 
15. Äatafalf ber Ä. in ber 6tabtrira)e. 18. abgelehnte 2luf= 
forberung §u einem ®ebiajt auf bie Xrauerfeterlidjfett im SRufeum. 
19. 33efa)äftigung mit einem ®ebid)te für bie Xrauerfeier im 3)1. 
24. ÜJlojarts SRequiem auf bem 3Ji. jum 2tnbenfen ber ß. Übelenö 
SRebe u. Sdnoabö ©ebidjt. 27. Storm. [in Feuerbach] . . 2tns 
gefangenes ©ebid)t auf ben Xob ber ,u. 9toa)m. ©pajiergang 
in ben Sßalb gegen bie ©olitübe, weiter gebietet. 9taa)tö baö 
@ebia)t beenbigt. 28. Sonn, [in Feuerbach 1 baS ©ebiajt auf* 
gefd)rieben . . &benbef)en [in Stuttgart] bei ©djroabS, SBorlefen 
beä ®ebi$tä. 29. 2fcfa>aftigung mit bem ®. 1. Febr. Über* 
gäbe beö ©ebiajtö an §aug für baä StöorgenMatt . . . baä ©e* 
biajt @[mma] gegeben, l^ränen. 5. £ao Sföorgenblatt mit meinem 
©ebtajt erhalten. An Varnhagen, an die Eltern. An Kerner 
7. Febr. (Rado witzische Sammlung) 2>u fa)einft ein Trauer = 
gebia)t ju ©erlangen, fjter erf>ältft bu eines, fertig u. gebrutft. 
Gespräch mit dem König darüber: Tagbuch S. 274, ebenso 
an die Eltern. Vgl. Therese Huber an Kerner 18. Jan. 1819 
(Briefw. 1 , 480). — Morgenblatt 5. Februar 1819 Nr. 31, 
und zwar anonym! Gr 2 164. — h Quartbl. o. D. für Emma, 
im Besitz der Frau Oberfinanzrath Renner-Vischer in Stutt- 
gart. Ein Octavbl. in U.s Nachlass bietet folgende Str., die 
wohl als fallen gelassene erste, hierher gehört (Rücks. 
Schlagworte unter einander Xobtenglotfe s. 9 Sotfsmutter s. 66 
leiften s. 45 SBluteäjeugen 8. Schluss des Paraliporaenons, ©olbeQ; 
ferneren s. 47), aber G A1 121 durch Holland als besondre Nr. 
Herrschaft' eingeschaltet worden ist; Holland meinte nur, 
sie werde vielleicht der .Katharina' zeitverwandt sein. 

SSon aller §errfa)aft, bie auf @rben maltet, 
llnb ber bie SSölfer pfliajten ober f rönnen, 
3ft eine nur, je ^errifa)er fie fdjaltet, 
Um fo geprieäner felbft ber $retf)eit ©öfmen, 
63 ift baö Äönigt^um, baS nie neraltet, 
2)a§ tjeit'ge [über nichtgestr. ero'ge) 9leia) be$ Sßa^ren, ©uien, 

Schönen, 

93or biefer unbebingten £errfa)aft [u. aus ©iUfüIjrfjerrfdmft 

freubig] beugen 
S)er ^rei^eit Kämpfer fta) unb 23lute«33eugen. 

c, fömmt h Af 0* ig nach Notter geändert aus lt. XQr. fliegen, 
wenn man jte gebungen. 41 frägt von ü. wiederhergestellt aus 
fragt im Exemplar G\ 



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— 62 — 



(Mflff«. 

S. 120. 1. §tt gfCfttfrtlt. h Octavbl. Reinschrift. Früh- 
jähr 1813. D 129 unterzeichnet ©pinbelmann, ber $ecenfent. — 
Überschrift nur ©loffe. h D das Thema aus Tiecks .Liebe' 
unterstr. h gesperrt L) und in den altern G n roof)l] fä)on h 
17 aus fleine ^r. gern ih ring' h 19 jum /* D 23 roiUfaje 
die altera G (nicht h I)). 

S. 121. 2. fler jRomantikcr unb ber #c«nfcnt H 3 1814 
eamft. b 25. 3un. 2(b. u. ©onnt. b. 26. SBorm. (vgl. Tagb. 25. 
3bee ju einer neuen ©loffe . . Sluäfütyrung eineö $f)eil§ ber ©l. 
26. Seenbigung ber ©I. ; vgl. 23. März 9Jeuer Stebertert jju ber 
Serenobe unb %\>ee $u einer ©I. barüber). — ©loffe H das 
Thema aus dem Vorspiel des .Kaiser Oktavianus' unter- 
strichen H gesperrt in den altera G (l aus 9Jlonberl)ente 
i aus 3)ämmert)oUe) 2)er 9t. H u. a. f. 6 nun über fyolb 
10 aus SJionberfjellte iü-20 neben Den tcr» ber gelahrten IPelt 
211s ein HTufter [über pröbdjen] von bem Spelt 3 cncr Sdnh 
bargeleget Die ben Unfimt fa)aamlos heget, Die ben Sinn 
gefangen tjält. m aus 2)aä 18 $r. über 21nftridj 19 f>ub 
über madjt 22 iöaur corrigirt U. aus SBau'r im Exemplar G 7 
23 U. verwechselt, vielleicht absichtlich, den Namen des 
Pilgers Clemens mit dem des Fleischers Cajus bei Tieck 
(wie auch Goedeke in einem Brief an Holland bemerkt). 
20 bu a. über nerbammter aus oerfjafjter 26-30 neben pacT 
bid) in bein frit'fdjes <?>elt, Dort rumore roie ber Seit, 2?afe 
bort nadj £uft unb fdjäume, Hur 3erreift nid?t ihrer (träume 
Dämmcrrolle HTäbrdjenmclt ! 28 315. vor Haf 80 aus 
dämmere. 31 brett späte G 37 aus SRöm'faje SSerfe nur gemalt 
.1« ^Serütfen alte G 39 Sorbeer aus Sorbeern // Sorbern G y —\ 

S. 123. 3. fit HarijtfitjiDflrmfr. H 3 1814 Bübingen, 
entro. ©amft. b. 20. 2lug. 2lb. nadj 9 Uf)r, auSgef. in ber SKaajt 
unb größtenteils am 21ften frü^e (vgl. Tagb. v Jtaa) bem 3lad)U 
effen Jßefen in ©ötfjeä ©ebiajten. 3 Dee « ncr ©loffc über baö 
Xf)ema: (Sineö fa)idt fia) nia)t für alle. Slusfüfjrung biefer $bee 
tf>eil£ nod) in ber 9iad)t, gröfetentfjeilö aber in ber fitüty beö 
folgenben 2ag3. — 2). 31. über 21benbgebanfen. das Thema 
aus .Beherzigung 1 unterstr. oder gesperrt s. 0. 1 ftr. vor 
fdjrocif über ftreiay 11 aus Söronnen 15 n>. über ift 21 U§r 
ift späte G ift nach fyat 20 baf). nach 311 [§au8] 27 ben aus 
ber 31 nidjt über boer» 32 bott) wiederhergestellt unter es 
34 noü) über nidjt 3ü taumeln nach fdimanfen über baumeln. 

üramaitfitic pdjtungcn. 

Diese Abtheilung G ist aus der Lyrik auszuscheiden und 
einer umfassenden, auf das ganze, trotz Kellers Bemühung 



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— G3 — 



noch unerschöpfte, bsl. Material zu gründenden Ausgabe der 
Dramen vorzubehalten. .Schild eis' [A 249—257 Softer), 
.Das Ständchen (Musen II 1813 S. 248 als .Dramatische Epi- 
sode'), .Konradin' (Taschenbuch von der Donau 1824 S. 129 
als .Bruchstück', Cr 8 ) sind Fragmente; nur der an dritter 
Stelle in G aufgenommene .Normannische Brauch' ist 
nicht bloss rund, sondern auch seiner lyrisch epischen Natur 
nach in den Gedichten am Platze, wie er allein in H* er- 
scheint und zudem bloss oberflächlich dramatisirt ist. Die 
beiden Wanderlieder bilden in .Schildeis' rein episodische 
Einlagen; das 2. als Pendant des selbständigen ersten ge- 
dichtet. 

S. 127. 3»ti Ulnubcirr. 1. h nachträgliche Einlage 
im Ms. von .Schildeis', überschrieben SBanberer (tritt auf). 
A G ,—7 : ©in SBanberer (tritt auf unb fingt:), am Schluss (2lb.V 
Bei Hinzufügung des Birkenliedes geändert von U. im Exem- 
plar G 7 3roei Söanbrer (so ältere G) . . . . 1. Selbständig 
// 3 1809 Sept. nor b. 14. (nach dem 5.), überschrieben Mannen; 
bäum, mit den Varianten 5 bod) — nie über bu armes ßolj 
6 neben Kamtj* nimmer farbia blürm. h eroig über immer. — 
H s 1834 (Sbb. (16. Juni wie 2)ie Sobtenglocfe tönte mir ) G s 
nach dem Eintrag U.s im Exemplar G 1 . Beidem geht 
voraus h Octavbl. im Tübinger Sammelband: 3)ie lobten - 
alodfe . . darunter (Qtoti Söanbrer treten auf unb fingen:) £)er 
(Srfte [ohne den Text]. 2)er Qmeite. — ; bie fo [freunblicb| 
Reiter über fdjlanfc Sirfe h 2 91. b. über Die ^roifdjen u 

3 Unb bie h a. §. nach eblem [darüber anbcrm] f>ol3C i?a[beln] h 

4 9Kit jartem [wiederhergestellt unter bcUem] @rün fia) fr. h 
3. Öl. uus jartem Saube H :> gleitet wiederhergestellt aus 
gleidjt eö h 7 fo nach non [ror?J allen h belle frül), fo l)elle 
über frütj, fo t|cllc frühe h s netgft über nichtgestr. ^ängft h 
bod) wiederhergestellt unter fdjon /* unter 8 ein paar Brief- 
worte und ein paar Correcturen zu G' (endlich Bleist. auf 
bem Sufaje ergebt fta) ftol^) h. 

S. 128. Ilarmämttfitjfr grauiif. II* 1815 @ntro. u. angef. 
9JUttro. b. 15. $un. 1814. SluSgef. Eienft. b. 14. u. 9JWtro. b. 
15. ftebr. 1815 (vgl. Tagb. 15. Juni 1814 ftouqueä er$äf)lung: 
2)aö Opfer. Sßeuaufgefafete 3 Dce Sichtung von ber nor« 
mannt)' d)en Sitte als 5Drama, angefangene 9lu3füi)rung. 14. Febr. 
1815 93ormittag3 im SBett Gorona [von Fouque], nom 2lbler- 
fönig. 2(uöfüf)rung eines groffen %fye\l$ ber SRormännifcfjen Sitte, 
befonberö ber Stomanje. 2lbenb§ ftortarbeiten an bem ©ebtdjt. 
15. Gorona. 2>aS ©ebiajt: 9tormännifa)er 93raua) beenbigt) 
.Usages est en Normandie' 22: Schriften 4, 295 f. — jugeeignet 
unter oemibmet gtf$erf)ütte u. s. w. unter der folgenden Z. H 
die ältern G X^orilbe, beffen [über feinej Pflegetochter. 8 $n 



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— 64 - 



neben Denn 9 fömmt // die altern G 28 gobrung II G x ~ % 
31. 32 unten a. R. nachgetragen 33 rooljl über bod> 34 aus 
nidjtö über Köftlichcs unter 35 Den tfu* gcroifi |über n>of>( 
an<b] vom Horblaub mitgebracht. 37 Sdjiffg. // 48 begl. n. 
aus beftattet in fpr. a. aus fpro&te 51 Dimeter 54 baurenbes 
die ältesten und wieder die spätesten (r 55 treuem nur die 
späten G «0 Sappljir // G 2 spätere nicht «3 folgt <Dft hielten 
fia? bie Kinbcr holb umfaßt Das eine fpielenb mit bes anbern 
Sdmiucf. ü5 Sdjmudt nach King (darüber pfanb) ro. Über 
redjt G6 fömmt'ö // die ältern G 69 Meines] fajlanfeö seit G xl 
Fehler aus «7 76 bäntm. über freunblicben 83 fL über reines 
85 Str. über Ufer 86 ftrau'n gegen die Norm 96 9Kan f)ört 
beä Ä. f). 2. nod); H 97 aus ftef)n v. ba 102 fpr übertreibt 
103 See nach ,flutfj 101 U. m. über IlTit ihm 106 So nach 
Da aus ftörrifo) 108 Äinb HG 1 Änderung U.s? 110 auf 
über in 113 fömmt // die ältern G 11» aus 2lu3fa§ren 
128 f)eifa)t' G*' ' 3J. nach cbcln (darüber alten, darunter 
tapfem) Dimeter. 130 reibet über locfct 133-5 s. Excerptbl. 
U.s ®efd)mücfte§ £oc§jeitfcfuff mit Stellen aus W. Grimms 
t Altdänischen Heldenliedern'. 150 ber aus ein ».überredete 
153 fl. über gleich ^ünbling die ältern G 154 b. 3JI. über 
ben It>eüen 166 fajro. über fraufc Ä. nach It?ü[rmd)eit] aus 
ausg. iüi 9R. nach Sage 164 als rote G 2 ff. 173 Ä. über 
Stimme 174 ebten späte G 176 aus gebietet 102 pr. über 
glänzt 204 füfi nach fia? 205 f. über fjolbc 209 nachträg- 
lich 210 aus U. br. fjarrt ba§ fajmucfe §. 210 3m — DQg 
wiederhergestellt aus $n 9Ze$en bie ebenso m. fl. vor bie 
3[ungfrau| darunter die Verssumme 21ü. 



^Saflaben unb Homaxijm. 

S. 139. OBlrtfagutt0, H 3 1805 SKont. 18.— 19. Mt, (auf 
der vorigen S. unten steht später eingetragen grfifje Siebe. 
1. ©ntfagung. 2. ist das Gedicht , Anspruch' (Singerotegt). 
H\ H h . S 1, 149 S. U. — 3)er 9(aa)tgefang. H 3 4 über 
Was mag ifmi befdueben feyn (so H 3 ) // 4 13 Sei H s 23 2. 
nach tt)efjm[utf)] II 3 26 gl. über maiet H 3 34 ro. über flieget H 3 
36 Sdjimmert auf ben IB. fte HS 40 *ßod> — Suft über Kinb* 
liefy nod?, mie einft, (so H 3 ) H* 44 bunflen S. 

S. 140. § \t ilonne. H 3 1805 Sonnt, b. 20. San. 9iaa)tö 
nadj 9 Uf)r. II*. //*. 8 1, 145 2. U. — 2 ging ältere G u. s. f. 
13 ftanb über alän^ (so H 3 ) H\ 

S. 141. ©er ftranf. H 3 1805 Sttont. b. 28. San. 2I6enb§ 
naa) 9 Uljr. H\ H\ S 1, 146 2. U. - 1 pft. über fud^te H* 



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65 — 



aus mannigf. H b und U. in G 1 mannia)f. S 2 9lu' H* 18 Über 
2luf — Scf. mit Bleist. angedeutet 3(n if)rem 93ufen II 3 
19 roinb' /f 22 3£ol in »*> 24 f. aus gelbes? tf 3 . 

S. 142. |ler £rijäfer. W 8 1805 Sienftag b. 29. $an 
naa) 9 Uf)r. H 4 . H*. S 1 , 147 S. U. - 5 r. fcnab e. // 3 
g gefjen Ijin f/ 8 9 3. über Sdiäfcr H 9 13 2)et Schäfer [wieder- 
hergestellt unter jfingltflg) brauf m ft. & // 3 u Unb faf) 
[darunter Bleistiftstrich] empor H 3 18 aus Äönig§tocf)ter fein 
(so i/ 3 ) // 4 22 61. über gtät^ten (so H z ) H 4 2« aus Königs» 
:od)ter fein (so i/ 3 ) i/ 4 27 herunter fd). // s. aber z. B. .Ent- 
sagung 1 7 und hier 9. u 28 21. nach Diel //\ 

S. 143. Die gätergruft. // 8 1805 3)Uttro. b 5.-7. Sun. 
Jf 4 . H*. S 1, 153 £ U. — 1 §eibe H 3 und spätere G 4 bunfeln 
über Behren H 3 bunüen S 10 aus &>elbem>äter H 3 11 foll 
über mufi (so # 8 ) 4 19 n. über »ablt' (so 8 S) II 4 iß aus 
Unb naljm äum $f. (so tf 8 S) H 4 w 9t. Sa)roerb, u. fd>l. e. 
über Unb fdjlummcrtc läcbclnb ein (so 7/ 3 S) II 4 . 

S. 144. Die fterbenoen fjcloen. Ä Doppeloctav ©amft. 
b. 14. 3ul. [1804] 2lbenbs\ H l Röthelskizze der V. 1. 3, 7. 8. 
(31. 32), 13. 15, 19. 20. 22. II 3 3ul. (14.) 1804. H 4 . Neu bearbeitet 
1814. — (Umgedichtet in Köllens 4 Freyen Stimmen' 1819 
S. 61). — Xobtenlieb h 2)er gelben Sterbgefang (über tioöten* 
lieb H 3 ) H 3 H 4 1— t; durchgestrichen H 3 H 4 1 Sdjon ferne 
fliegt ber 3a)roeben feinbltd) h Sdjroerbter brängten Sueaä 
H 1 Soeag H 4 Scf)n). über Sreas H 3 5-12 fehlt h o Soen 
über darl H z vor 7 ©uen nach Carl H 3 7 D SB. fehlt IV 
9 meine 9JJ. nimmer mir // 8 11. 12 später unter IPobl meinet 
meine meiffe S., Unb fpäbt ueraebltcf» in bic .feme bin H 3 
12 $f). in a. aus itmrme in bie (so H 4 ) H* 13 nur in — ©raun 
H 1 13 j. um ber ©rufte 0r. h 15 im bittern h nur ber b. 
Sajm. H 1 17 bie «Sängerin bei h aus 23ul)lin (so H A ) H 3 
18 2). g., bir ben ^eftpofal 7» vor 19 Soen nach Carl (so h) H l 
19. 20 33. I) io) jüngft, non Suft bura)glüfjt, Gin frohes" Sieb h 
skizzirt 33. fj. i. 31t ber Saiten Älang 2)en ^eftgefang 3um 
Saitenftang H l 20 ©. nach f>|arfenflang?| f/ 3 22 JBom ©ötter; 
ftreit: /» isolirt H 1 24 2Bef)en (so A) über 0bcm (so H 4 ) H 3 
25 gl. wiederhergestellt unter leuchtet (so H*) II 3 27 jiefjn 
über fliebn (so h) H 3 29 $a /* H vor 31 (Soen nach clarl 
(so h) H a 31. 32 D 3?., bafe in uotter ^ugenbtraft 2) er Stob 
mtdj rafft ä 33 glänzet h H feines Ijofjen 6iegeä A 35. 
36 3Kir neigen nia)t bie grauen gelben fiaj, (Sie bieten nta)t ben 
Äela) mir brübertia) ä 3« D merfe brauf ! h 39 um] für h H 
41. 12 D Sotyn, bie ©terne flimmern, blicf' hinauf! 2>al)in, ba-- 
bin ge^t folajer lobten Sauf! h 4i hinauf H 42 2). — gl. über 
Die Sterne gläbii JT S , unfer Sauf! H. 

S. 146. fp'er bltnbe flönig. // 3 23. 24. 2(ug. 1804. II 4 . 
U^lanb, ©ct>i«te. II. 5 



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— 66 — 

h Octavbl. Tagbuch 5. Dec. 1814 Sie ©aüabe: 2). bl. umge: 
arbeitet. 23. Slbfdjrift meiner 2 altern norbifdjen ©ebidjte (1. 4 Die 
sterbenden Helden'). (Morgenblatt 14. Oct, 1815 Nr. 248 als 
Probe aus G 1 vgl. zum t Lied eines deutschen Sängers'). 
Eichholtz, Quellenstudien S. 17 benutzte die 1. Fassung nach 
Hollands Abschrift. Saxo: Schriften 7, 213 ff. — l-s H 3 
später a. H. neben 

(£tn bliuber König jum UTeer, 
3m ijrauijelorftcn tfaar; 

<£s febritt um ihn mit Scbroert [aus Scbilb] uttb Speer 

Der ebeln ^eo?tcr Schaar. 

Hub als er fam 3itr nfcrsböb , / 

Da rief er jammerroll, 

Dan acaettüber in ber See 

Pas CEilanb miberfdx>ll. 

l norb'fdjen] ebeln Hh & Gr jammert oon ber ßlippenf)öf)' // h 
7 Safj brü6en in ber bumpfeu See //" h 10 Sie über HTcinc 
(so H*) H 3 n Jp.fdjlag // 13-1« §ter [über ZTun H 3 } ftef)' 
idj flagenb am ©eftabe/Ser Jammer beugt mein £aupt, &a, 
@tfjanbe-bir! aus ftillem 5babe -t»aft bu fte mir geraubt. H h 
10 aus fdmmng (aber i? tritt) H* 20 aus fd)lug H 3 21 ff.hH: 

3n>ar bin id) uiajt oon ßönigöblut, 

Soa) f)ab' icf> $raft unb Ijofyen 9)?utf). 

2Bol)lauf, if;r 3Öäa^ter an bem Sljrone! 

[über Deinen heften feubc mir 511m Streite, H 3 ] 

Sic f)olbe [über füffe II*} 23raut bem Sieger Iol)ne!" 

[über iafj fetten, mer bic 5?raut erbeute!" H 3 } 

25 Unb ben blinben Äönig f äff et ©raun 

Cb felajer ftoljen 9tebe; 

Unb feine ebeln gedjter fd)aun 

hinüber füll unb blöbe. 

S>a fajjt beö grauen SSaters £anb 
30 ©ein rafd)er Sofjn fo mann: 

[aus 3. ©. fo rafaj unb 10. II 3 eben daraus wiederher- 
gestellt IV] 

„2£of)l wag' id) biefen füljnen Stanb, 

2lua) mir ift Äraft im 2lrm." |2lrm'!" H 3 \ 

„So roittt bu if)m entgegengeht 

[aus So millft bu 3U bem Kampfe g. H 3 \ 

$n 5"9enbungeftüm? 



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— 67 — 



35 Sajon SRantfjer traut' i§n 311 beftefjn, 

[traut' nach bacH' über meint 1 h über bartt 1 7/ 4 über 

meint' JZ 3 ] 

2tct) ! 2(Ue fanfeit if)m. 
$odj nimm btefj Schwert, bie ftarfe 2Deljr, 
2a3 bie cfalben att befingen! 
llnb ftnfft aud) bu, fo fotl bao 2Heer 
40 $ier unten mia) oerfa)lingen." 

Unb f)ov<f)\ eö fd)äumt unb rauftet 
£er [Gin II 3 ] tfafm roof)l über'ä SWeer, 
2er |Unb ber H A ] tfönig ftefjt unb lauftet, 
Unb fte fajroetgen all umfjer. 
4:> £od; halb ertönt 00m ^elfen§ang 

©er 6rf)ilbe Stojj, ber ©dnoerter ßfang, 

£er fteajter £räun fjernieber, 

Unb bie Sutten Ratten [aus {jaHen'ä H] roieber. 

$a ruft ber blinbe ©reis fo Bang: 
(über Pa i>rid>t ber König rafcb unb b.: H 3 } 
so „3Bof)I f)ört* ta) einen guten jftarfen 7/ 4 ] JUang 

[2ß. — e. über © fagt, es ift ein H* ftarfen aus ftarrer H 3 ] 

feines ©djroertö fjerüberroeljen |aus herübergeweht H s \ 

Sagt an mir, waö gefdjef>en !" 

[neben 0 fagt mir, mas ihr fehet!" H 3 \ 

„$er Räuber f)a! er taumelt fd)on, 

Gr ftürjet in fein Sblut. 

[aus 6r flürjt, er surft — liegt II 4 — im 3}(ut H] 
55 &eU, ßönig, beinern ftarfen £of)n! 
•teil bir, fo milb unb gut!" 

Unb wieber wirb e$ ftiH umfjer, 
Unb ber Äbnig ftef)t 3U lauften: 
„m* f)'6t' id) fommen über'S 2Keer, 
60 mit 9luberfa)Iag unb Nauden?" 
„3ie fommen angefahren, 
Sein Soljn mit Sdnoert unb cd)itb, 
on fonnef)ellen paaren 

Seine Softer, jart [über fd>ön 77 3 ] unb [3. u. über fru> 

Ungs H 4 ] mitb !" 

65 „SBiÜfommen !" ruft twm f)of)en Stein 
2er ^ater ba Ijinab — 

„5 hm wirb mein 2ltter Reiter [über nichtgestr. wonnig 77 3 | 

fenn, 

Unb e(jrem>oU mein ©rab: 



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— 68 



S)u legft, o Sofm, 3U mir hinein 
70 25aä <2a)n>ert, bie ftarfe 3x>ef)r; 

Xu, £>olbe, fingft im Sternefajein [Sternenfeuern H 3 \ 
$>te Älage, fanft unb Ijefjr!" 

es fonnefjeUen H h M fonnenr)eUen G aber 8. k Der Pilger 7 wo 
das fonner)el!en H S vom Setzer in G verschont geblieben 
ist. 70 oom guten 6' 7 corrigirt U. im Exemplar. 

S. 148. | er Sänger» H 3 1805 3un. [vorher t Die Väter- 
gruft' vom 7.] 2Kittn). ben 10. 3ul. H\ H & . S 1, 154 S. U. — 
l SBieb. aus äßib. (so H* //*) H A 9 aus fömmt (so fP) H\ 

S. 149. (Bretdjett* $XtU*t. H 3 1805 Sarnft. b. 14 Sept. 
/f 4 J/ 6 .9 1, 155 2. U. - frreube über £icb U 3 i Sromm. S 
4 aus SBotyl at)n' [vorher aus at)nb' // 4 at)nb' # 8 ] id) (so ff* 
2L*oI atjn' ia) S) i/ 4 i/ 5 6 f. über ftattlimen (so //* S) H* 
Junten H 3 H* 7 aus abelidje (so H 3 S) //* 8 Sule S if 8 
n g. 3Kan bädjt' eg maln-lia) n. 8 15 31$ Bleist über Po* ff 8 
n 28. — tfm Bleist. aus äöie ftarret fo H* 19 wie 15 21 £ie 
Bl. über Seine H* 22 Bl. aus 2)e3 §elmeö #eber H* 23 Stauten 
über grauen H % 26 ifl wiederhergestellt mit Bl. unter mar 
H* 2» aus 3d; bring' birS mieber ein H* 33 Sann über 
llnb H\ 

S. 150. gflö §d)lofj nm JtUere. H 8 1805 «Dcont. b. 4. 
5. 9ioo. H*. ff • S 1, 166 & tt. — aus 3Heer 7/ 3 3 aus ©ülben 
(so nach abgebr. Hof // 8 S) H* 1 brüberfyer H* 5 nieber n. 
H 3 H* S 6 fotegelfl. mit Bleist. unterstr. H % 11 fr. über 
f äffen (so H 3 ) H A 15 9J. [nach €rf*ollJ — f). über r>eruabmcft 
bu aus ben H 3 22 aus Äönig unb Äönigin H 3 23 aus 2)ie r. 
3)i. roefjen # 8 M Unb ber [aus bie) gülbnen Är. ©tral (über 
glütm) H 3 S Unb ber H* aus Unb ber H* aus gülbnen # 4 
26 lidjte S f dj. über lidjtc H 3 über bc^re if 4 27 $. vor Blüfjeub 
über Stralenb H 3 28 (Btr. über fjerrlia? H 3 aus gülbnen 
(so H 3 8) H* 29 fal)' H 3 (nicht 32) i/ 4 31 aus SBanbelnb im 
fdEjtoarjen bleibe H 3 . 

S. 151. t?i>in treuen Hfaltder. H 3 1805 SJlont. b. 9. 
10. £ec. H*. H\ S l, 161 Sru. — 2Balter u. s. f. -S' H h 3 gar] 
roofjl ^ 3 4 2)ie Jungfrau Ä 3 5 §att an, mein lieber 2ß. tr. 
H 3 8 SBen aus 2ßa3 (so /T 3 Ä) f/ 4 18 meinen, roeiffen H 3 S 
22 in über 3U // 6 24 Stttter über Rerren (so H 3 ) H 4 28 Sinb 
beiner £reue ^eugen H 3 29 löft' H 3 fr. über fiiffc H* 
36 fanf H 3 . 

S. 153. fDer Pilger. H 3 1806 SDonuerät. b. 20. 3an. 
// 5 . 5 1, 177. — 1 Ijofjes (so S) aus I)oJ)en H* 2 fjettgen S 
6 30. bu nun bnlb bie ^eilge fefjn H 3 t)eirge S G mit 
kleinem Anfangsbuchstab: die Stadt 7 fernen fonnefjeUen 
£ügel H 3 S fonnebeKen hätte Holland ebenso bestehen lassen 



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- 69 — 



sollen wie er das seit G 13 trivialisirte burd)glül)t 10 wieder 
in bura)blüf)t corrigirt hat. 8 %t)t fönnt, if>r fönnt fie fdjon 
erfpä()n! HK 

S. 154. &bfii|irü. H 3 1806 Sonnerft. b. 15. 3Kai ; facsimi- 
lirt in Könneckes ^ilderatlas zur Geschichte der deutschen 
Nationallitteratur' 2. A. 1895 S. 372. H\ S 1, 167. 2. U. (Nach 
Frau U. auf Handwerksgesellen , nicht auf Studenten be- 
züglich, wie ja schon die 4 Bänder' d zeigten.) — a ^urfdj' H 3 
23urfaV H s 7 $urfd)en H 3 u Xev jum fcerjen H* 16 nach 
©elboetglein Bindestrichel (d. h. öelboeigleinftöden) getilgt H :> 
wohl auch H 8 18 unter den irrthümlich aus U wiederholten 
Worten Da — £etljta H* ^urfc^c H 3 24. 25 aus Sträuä* 
lein ff 8 28 vor 27 H 3 S. 

S. 155. fDfü ^naben «üb. H 3 1806 Sonnt, b. 1. 3un. 
An Mayer 26. Dec. 1807 — 1, 32 — 23on ben ©ebidjten, bic 
bu fner erf)ältfi, fmb 2>ec> Än. 9C unb Butter u. Äinb ma)t neu, 
ober neuerlich etroao umgearbeitet ober melmefjr abgefürjt roorben. 
H\ Zeitung für Einsiedler 28. Mai 1808 Nr. 17 als Kopf- 
stück, daneben J)er Traum' Subroig lUjlanb. — 8 «Sonn Z 
o — 14 H 3 : 

Unb bie äJöglem fingen fo traurig umf)er, 
Unb eö wirb i§m fein iungeö >>erj fo fajwer. 
2)a fömmt er an'S finftre 3iäuberf)auä, 
©in Ijolbeä ^ungfräulein f<|Ottt fyeraus. 

„SKBfommen, bu englifdjeS 2(ngefta)t! 
So f)at bod) mein Gott inicü oerlaffen niajt. 
Sungfräulein! eä naf)et bie finftre Diaajt, 
Äannft bu mir geben ein fia^reS 2)aa)?" 

D roefje! bu bift fo ein junger Änab', 
SüaS fommft bu in'o Ifmi be3 lobeä Ijerab? 
£ier fleugt fein Sein, als baS rotfje SBlut, 
|>ier nirgenbö man, alö im ©ra6e, ru^t! 

£a fpringen bie milben Räuber fjerbei, 
Sungfräuletn tfjut einen lauten Sa)rei. 

16 im rotfjen H 1 Z in f. über im roten (aus rotfjen) H h 
19 2Baä fe^ iaj? o SHftgblein in fjimmlifcfiem Sa). II 3 . 

S. 156. ffr ©rttlim. H 3 1806 2>ienft. [nach Sonnt, b.] 
b. 28.-29. Ott. H> Z 8. k Des Knaben Tod'. — Ä 8 bietet 
zwei Fassungen unter einander a und b (die Correcturen 
in a sind später; so auch die 2. Ersatzstr.) l. 2 groei [nach 
3m] treue Sühlen wallten 3m ©arten §anb in ftanb H* b 



- 70 - 



©arten aus SHofeng. //'» Suhlen nach treue// 3 - 1 SBulen ff 8 
a fr. über mclfenbc H 3 * 4 Sie faffen über Sic [darüber 
Hub] fetjtcn ftcb // 3 » 5-8 // 8a a. R. neben der nichtgestr. 
1. Fassung: 

Sie gelten fid) fo feft umfangen, 
$n Äüfien einö 3um anbern fpradj; 
$t9 aus ben klugen, aus ben äöangen 
©in neues Sugenbfeuer brarf;. 

S fid) bie H 3a a Sie // 3 Z fidj ben /7 8 * ©. aus SHorgengl. 
// 3 " 10 Sie erioadjten $>er ©arten fcfjroanb jur über llnb 
roeeften fic 311 gleicher ff*" Der (Traum (so) über nichtgestr. 
$er ©arten H 3U 11 ber 3eÜe aus einer Älofterj. so H 3 * 
12 aus Unb er in etneS Z/ 3 » unter 12 llnb jebes baebte mit 
Klagen // 3b . 

S. 157. Drei |rauletn. H 3 1806 ©omtt. b. 31. 2lug. 
H h . 8 1, 169 2. U. - ©rfter 3fleir)en //» 13 fütmen S (nicht H) 

10 banb nach tuanb H'° 18 Stoben S — ^weiter 3Reit;en ff* 
12 an über mit// 8 13 wilben über füllten ff 5 22—25 „Stein 
Sieb f>at mief) jur Sinbe SBeftellt; f)ier bin id) ja!" Sie ftiefs 
ben Speer (aus Spiefi] gefajnnnbe 3" tyten SBufen ba. ff 3 
2« lagen // 3 — dritter 9ieifjen ff» 7 roof;!] fo // 3 9 SBo^t £ 
auch von U. im Exemplar G 17 nicht corrigirt. aber Holland 
ist mit Recht zur genau respondirenden Lesart H S zurück- 
gekehrt. 27 Silgen HS 28 fafcte ff 1 faste 8 33 nach 
$nm? H 3 . 

S. 160. f er frijumric $itter. H 3 1806 SRont b. 1—2. 
[IHat] Sept. ff 5 . S 1, 173 8. U. — 9 feiert H 3 S 7 Xvonu 
meten S 8 fy. f. über Siecjesbanncr? H* 12 ft. nach abgebr. 
cjro ff 3 15 eu'r (S) ü>iat>m' ff' eur // a (Sur die ersten G im 
Exemplar G 7 oon wiederhergestellt aus ©u'r das aber später 
wieder eindrang 21 bie 33urg S 27 SBanft' H 3 48 aus £ranf 
II 3 55 f). über fdiöucn H 3 5ü fjin über mir (so S) H 3 wohl 
später 57 5r cu oelofen aus ftreubenlofen wiederhergestellt von 
U. im Exemplar G" w f)of)ler| langer (so) ff S bumfer & 

S. 162. §tv ftüfenaarteu. H 3 1*07 Sonnerft. b 10. 3lpril. 
ff 5 . S2, 108 2. U. (vgl. Jahn S. 96) - Vgl. Schriften 1, 47; 
8, 536. — 1 9?on eim |ei'm S] frfjönen ff 8 2 aus ©efang H 3 
5 im 9ieia) (so S) nach be* Volts ff 3 Sanb nach Reiaj ff* 
G ©. über Reicbc ff 3 7 aus gülbne ff 3 « aus JHofenfr. ff 8 
0 So l)öret maö id) eua) fage // 3 l)ört , uiel junge 8 ff 5 

11 3arte HS 12 feine H 3 ijinein ff S 13 Sie möchten jer« 
treten b. ffi. // s 9Höd)ten jettreten ber ffiofen 5lrt 8 ff 8 u brächt 
aus brächte // 3 10 So fpr. jjrrau [über bie ff 3 l Königin $art 
H S is aus tru^ig // 3 20 gutften ff 3 21 Sa Kamen beö 



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- 71 - 



SSeegeS [aus gej gegaljn H 3 24 2. u. über Dürfen mir Jl 3 
! aus ? H 3 25 aus gepflütft if 3 26 Ijan fte all brei H S G 1 all 
aus alle wiederhergestellt von U. im Exemplar G 7 32 gudften 
H* 33 $a famen beö 2Seeg§ geritten # 3 34 talgige H* 35 fajn. 
über Hebe # 5 3« 2Had)et // 3 aus 2f)üren H 3 37 2). bl. 
oerfajloffen H 3 38 $oa) bie 7/ 3 ©ajioerber 8 H* bloS JTS 
40 SJtet 33lut$ g. 7f 3 aas 3toS // 3 42 9i. über IPäcbtcr // 3 
erwerben 7/ 3 43 Vertreten // 3 ber 91. 2lrt £ H h u fterben 
H 3 47 aus steine 3t. finb H 3 gebrochen H 3 4» Öetöbet 
(so S) aus ©eftorben H* SBäfljter //» 50 Grbe H S G l ~* 
(Srben von U. im Exemplar G 7 nicht geändert, doch ist die 
Herstellung des Reims vielleicht Setzerwillkür. 52 Silgeng. 
. H 3 s 53-56 2öo finb [finb 1 to? H 3 \ ber Sitten |Si(gen // 3 J 
äBädjter, Sie mir niajt getöbtet [getöbet S] roerb'n? SBei Sage 
bie liebe Sonne, 23ei 9?aa)t ber 3Jion [iDtonb' so unb bie 
©tern H 3 S auch H b wo aber daneben später eine neue 
Fassung. 53 ©er iftö, ber über [über bann] b. S. //* 54 3)Hr 
bann fo treulia) roaa)t aus (So treutia) mir beroafret H h 56 Ser 
nach Bei H\ 

S. 104. pe gteber ber für?eit /i 3 1807 greit. b. 
10. 3ul. /i Doppeloctav (Holland-Spindler) aus einem Heft ; 
die ursprünglich nicht unmittelbar folgenden S. 3 u. 4 ent- 
halten das Gedicht t Zum Abschied 1 (So lebe iuo{)l! S 2, 117 
£. U. Vgl. an Kölle, Leben S. 37. — aus 2)ie alten S. H 1807 
fehlt HS 3 alle S 4 an über ahnen so H 1 lieg 8 9 e. über 
borjem H u ftitte ö. // 1« ftagenb H bebenb S h 17 Sa 
[aus 9iun?l id)m. m. H 21 9Id)! manage // S 23 eie ift beo 
Kummers Saft [über (Sramcs £aft] erl. neben Sie ift bes ^am* 
mers £aft (über bem ferneren <Sram| cd. h 2s Senn HS 
vom [aus am) *ö. ftralt H 29 das te in SRärterinnen mit 
Bleist. □nterstr. /* 32 in'ö ©, /f 33 ipeit eud) ! H 35 ^n 
nach $u laben // 38 r. über farbige // 39 wallt J fingt (so S) 
über fommt H 40 n) nach b[leid)e? Iaffe?| // 

S. 165. fllie brei gteber. // 3 1807 Sienft. b. 10. 9ioo. 
2I6enbö fjtiüfdj. 5 — ] narf) fi lUjr (an Mayer 15. Nov. mit 
den .Greisenworten'. Sie SBaUabe entftanb auf einem 2(£>enb= 
fpajiergang, als ber SOlonb, uon 3eit 51t $eit in bunfle äöolfen 
gefüllt, über unfrem 3a)loffe ftanb.) //\ h ein offenbar 1825 
nicht an Cotta für G 3 abgegangenes Quartbl. 2)ao (3ebid)t: 
Sie brei Sieber, S. 237 ber 2ten Auflage bitte ia? naa) folgenber 
gaffung abaubrurfen: folgt der veränderte Text. Zeitung für 
Einsiedler 18. Mai 1808 Nr. 14 im Kopfstück neben Kerners 
4 Zwei Särgen' löubnug Uf)lanb). -~ 1 3iorib nach Sifrieb h 
3 <3o). nach üeib 1 H 3 1 3d)roerb H Z u. s. f. 5 aus ber 
erfte H 3 6 aus Su fjaft if)n mol H 3 1 aus Su I)aft m. Sör. 
// 3 s aber über nueber: bu // 3 nueber h über bn //•"• 



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— 72 - 



9 a. über gtpette // 3 11 aus 3)u mujjt f/ 3 12 aber über 
roicbcr H 3 roieber 7* u fie — Sajtoerber über 30a bas Srorocri», 
and) ber König 30a, # 3 10 Unb über Sic Ü 3 11 Jag' 
19. 20. Ä. 3iurib [aus £ifrieb| roäljt fitt) in feinem ölute! Unb 
roieber : roäljt fitt) in feinem SBIute !" h 20 ober über roicbcr H*. 

S. 166. ftr junge flömg unb bie §rijnffrin. // 3 1807 
Samft. b. 5—9. 25ec. (vgl. an Mayer 1, 32). H h . Zeitung für 
Einsiedler 22. Juni 1808 Nr. 24 am Schluss (£ubroig Urlaub. 
4 Der zweite Keinen im nächsten Blatt') u. 25. Juni 1808 Nr. 25. 
— j. $L.\ Äömg$fof)n H 3 Z ßrfter Seiten H Z h 2)urd)§ H Z 
SBiefen nach frifdie über Ii Ate H 3 9 neben Wol Bäume grün 
fid? fpinneu // 3 10 blüfm nach ftebn H 3 11 aus 2£ol ftt)öne 
Sd). H 3 12 neben 3 m Chalc ftnb 31t fefm H 3 u ©. f. über . 
Wol ror oem 7/ 8 18 $er fdjöne ßöntgöfofm // 3 Z 19 banb'8 Z 
20 3ie^en ü 3 Z baoon // 3 Z 21 ©r gieng [ging ju einem 
©rönnen H Z 23 $ie Sögel fangen i/ 3 Z aus äöonnen (so 
nicht H 3 Z) H" 20— 27 ^d) roeijj, warum fie fangen Unb 
glänzten alfo bafj: 2DeiI auf beö ©ronnenä [aus ©ronneä H 3 \ 
9tanbe H 3 Z 31 Sammlern II 3 33 ©ott ro. Z (ü. schreibt 
das gross) 35 ob mir erfdjrocfen H 3 Z in ©ajr. H h 30 roaljrs 
litt) H Z a tyerjlid) doch wohl kein Versehen, sondern 
geändert wegen der Kakophonie warft roär' roaf)rlia) 37 er« 
fdjrocfen 7/ 3 Z 39. 40. ^tt) meint' [glaubt' H' s \ ein lofer Sögel 
(£en geflogen burtt) ben frag H 3 Z Ijabe 7/ & 41 erqu. über 
laben// 1 43 br. über graben H 3 44 gröfte H 3 45 aus ftlafaje, 
bte H 3 46 3tt) bot fie 9Jiantt)em ftt)on H 3 Z 48 Unb roär'8 
[roär' e3 /P] ein Äönigöfof)n H 3 Z 51 3. über dick ge- 
strichenem traulieb? H 6 57 umnfangen Z 09 aus roärft H 3 
63 <3tt)äferin Z es unter Da fe3t er bic Krone golocn 3" 
abgebr. H 3 67 fejet aus fejt il)r H 3 70 f). über lautem iF 
76 ©ronneö (so Holland) H 3 ©ronnenä H 4 Z die altern G 
79 roieber fd). Z so blutgen H z Z 82 fed)§3efm HZ 89-96 i7 a 
neben : 

„Picl 2lrbcit roerb* ich haben, 
„IPirb feyn ein beiffes Spiel, 
„I>o* follt bu mid> roicbcr laben 
„2ln biefem Bronne furfl." 

„XVo\ roill ich bann bir langen 
„<£incu guten frifebeu (Eranf, 
„2lncb follt bu roicbcr empfangen 
„Deine Krone flar unb blau!. 7 ' 

90 3Hir über ffiol H* 91 miü), mann icf> fiege H 3 92 ©tonne 
H 3 Holland 94 ©rönne späte G kaum Uhlandisch trotz 21 
95 follt H 97 ©angl <Heifpt H Steide Z 98 2afc Z. 



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- 78 — 



3u>eiter Steiften. H Z (hier mit Wiederholung des Titels 
und dem Zusatz .Beschluss') 2 Xrommeten (so Z G) aus ftronts 
nieten; H & letztere Schreibung II 3 empfiehlt sich aber auch 
im Hinblick auf 43. 54, und vgl. 81, 34. 2 ©cftroerberflang H Z 
bt G 3 edjalimeten H Z die ältern G 10 ftättet'ä rool H 3 
aus gemeint H 3 u> in — <2(ftl. über norm ,feinb II 3 22 2X S. 
über £'m fyobes ^cj't H 3 28 rotften H 3 31 ein nach eud? H 3 
32 fej — eutf) über foll id> fcjetl # 3 33 ßönig, H Z G gegen 
sonstigen Gebrauch vgl. auch £er ßönig roof)lget{jan 1, 18 
35 aus gülbner H 3 37 aus roettlaufen H 3 38 aus ^n ©ra3 
unb 33lumenglanj H* 39 bie über Her 7/ 5 40 umgeziffert 
aus ©cftilb unb San*/ H 3 48 neben Was fc3' ich eudj 3um 
pr. (32) //* feftönen Z eo 3ier unb H 3 Z G4 rofenfarbem 
H Z rofenrotftem G ohne jeden ersichtlichen Grund zur 
Änderung, also trivialisirende Setzerwillkür (s. 104). 68 
über dick gestr. 5d>äfcrin? H 3 74-77 fehlt Z (nicht H) 
91 toiHt H Z 99 nun über branf Ä 3 102 Ser H Z 104 öftren 
r. HZ. 

S. 174. gf* (Bolbfitjmiebs ff*if)trrleta. // 3 1809 ©otnft. 
b. 28. %an. 93orm. mit späteren Correcturen. H*. h an Mayer 
29. Jan. 2)u erftältft ftier (Einiges, baä ieft feit beiner 2lbreife 
biefttete. 93on ©olbfdjmiebö Söcfjterlein fcfjreibe mir: ob bir ber 
längere ober abgefürjie Sejt beffer anfteftt; im (enteren wirb 
äroar bie 93raut weniger gefcftmücft, roaS mir boeft nidftt ganj 
lieb ift, allein eo ift aua) bie meHetdfjt ermübenbe öftere Biebers 
ftolung oermieben, unb bann finb eigentltd) aueft nur Äranj unb 
Sttng, nieftt aber §alsbanb, 3nftgnieit einer ©raut (1, 109; der 
.längere' Text 8. IIb). Pantheon 2 (1810), 425 $erfelbe 
(nach ,Klein Roland' Subroig Uftlanb). Frau U. meinte, das 
Mädchen werde zu sehr gequält und schliesslich auf die 
Standeserhöhung zu grosser Werth gelegt. Vgl. auch Schrif- 
ten 4, 232. — 1 aus mar [über faftt' H 3 ] in einer ©tabt 
(so h) H 2 über Per fafjt' fiel cbler Stein 1 (so h neben 
Diel tbeurcr ^belfrcm' H*) H $erl'] ©olb H* 3 befte über 
reicbjte (so h) H er ftatt* h er fanb (über batt') H 3 ia) f- 
über er batt 1 H h 1 2)aä roar bie jung' §. H 3 h daraus 
H* 5 Sein H 3 h $u (so 10 über Sein H* tft. nach fd?öncs 
über junges H 3 8 aus liebfter H b 9 ^-afj' mir ein öals- 
gefajmeibe H 3 h nach 10 H 3 h (Varianten ohne Sigle gehen 
auf H 3 ): 

Unb alö in Stutzern toar bereit 

J)aä faus £er| reia) bemantne ^anb [nach Scbmncf), 

£a naftm §elen' in Sraurigfeit, 

2ßol al3 fie war alleine, 

25en £al§ftt)mucf in bie §anb. 



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— 74 - 



,,Wd) ! wunberfelig [nach felia| ift bic 93raut, 

2)ie SoldjeS tragen foU. 

2la)! ftecfte mir Der bitter traut 

«Rur an bie »ruft ein Slümlein, 

3ßie mär' ia) freubeiiüoll!" 

9iid)t lang, ber 9iitter trat herein, 

2)en ©djmud er root befdjaut': 

„D fajmiebe, lieber Öolbfdmiieb mein, 

^»ieju ein golbneö Stränglein 

3n's [nach Hufs] §aar ber füffen ©raut!" 

n ßr. aus Äränjletn H z nach abgebr. Krä^lc H* (Mayer 
sagt nichts) 18 fejte IP 19 9?ur auf ein SKofenfränglein H* 
22 Är. nach H[tnglein] IP 23 9?oa) P faffc über fdnniebc H* 
aus liebftet // 5 24 gulefct ein Semantringlein tf 8 A über IMe^u 
ein D. H b 25 füffc nach liebfte H* 28 fa)ob # 3 29 2Bol über 
(Stuft H z allein P 38 2)u f)aft gemadjt, 0 0. m. H 3 Ii aus 
liebfter //*' 39 ®or fein bie Äleinob' alle // 3 A ©oben über 
Kletltob' H b 40 füffe aus Ansatz ju liebe H z 41 aus td)8 // 3 
42 fd). nach feine II 3 47 fttjöne IP 48 §. über IDol /f 3 mit 
gieife unb 9Rüf)' /f A 60 allen'djönfieö H 3 51. 52 £er bitter 
ba beö £anbeä QHana %fyv um ben Tarifen roanb, i/ 3 /» $or P 
aus SBor H h 59 ia) .^alebanb, Stv. H d h Strängten P ao Sa- 
ju ben // 3 /1. 

S. 176. f er Pirmin ©ä^terleta. H z 1809 (Sonnt, b. 
24. 2)ec. SSormitt.; faesimilirt in Könneckes ^Bilderatlas zur 
Geschichte der deutschen Nationallitteratur' 2. Aufl. 1895 
S. 373. (Eine politische Parodie, von Karl Vogt und M. Hart- 
mann 1849 auf Dahlmann, Beseler, Waitz verfasst, haben 
Wurzbach und Rank gedruckt.) /> 181 SBolfer. — 3. 4 fie 
und if)r 10 aus ßr furatf) mit [zuerst geändert fat) fie an] 
einem traurigen [unverändert] SM. ig geliebet wiederhergestellt 
von U. aus geliebt im Exemplar G 7 17 fogt. über 3111* Stnnb 
18 aus bleiben 2Jiunb 20 aus U. liebe bid) bis in ©. 

8. 177. Sie päijöerm. // 3 1815 Sonnerft b. 9. ftebr. 
(vgl. Tagb. Sormittagö bie Stoman^e: Sie SJlityberin, nad) einer 
2tnefbote im Nürnberger (Sorrefponbenten , gröfitentfyeilö auS; 
geführt, 9lbenbs beenbigt. 10. 2)ie 3lomanje inö Steine gebratt)t. 
12. Nov. 1814 ©oetfjeö SRomanaen. aWufeum: 9lrtifel in ber 
Nürnberger Behling uon ber getäufajten 2)iäf)berin, Semerfung 
berfelben jur Bearbeitung als 9toman3e.) Den Artikel giebt 
Holland wieder in seinem Privatdruck Uber Uhlands Ge- 
dicht J)iß Mähderin' Tübingen, Laupp, 1874 S. 7 f. (Der 
Korrespondent von und für Deutschland, auf das Jahr 1814. 
Nr. 314 vom 10. Nov. t Opfer der Liebe. Vor einiger Zeit 



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- 75 — 



starb in dem Dorfe Disouguin bei Aire, in der ehemaligen 
Grafschaft Artois , ein Mädchen Marie Josephe Dalb , als 
Opfer einer unmenschlichen Härte, nach einem mehr als 
11jährigen Leiden. Sie war Dienstmagd bei einem Pächter, 
liebte den Sohn ihres Herrn mit aller Stärke eines jungen 
Herzens, und wurde eben so von ihm wieder geliebt. Der 
Vater will in keine Verbindung willigen , weil Marie arm 
ist. Einst zur Erntezeit sagte er im Scherz, aber ernst sich 
stellend, zu ihr: „Marie, wenn du binnen jezt und drei 
Tagen dieses Stück Feld abmähst, ohne dass dir Jemand 
dabei hilft, so sollst du meinen Sohn haben. 4 Das liebende 
Geschöpf, diesem Wort vertrauend, beginnt das Werk; die 
Liebe gibt ihr ungewöhnliche Stärke, sie arbeitet Tag und 
Nacht; und als sie es vollendet hat, und den verheissenen 
Lohn fordert, weist der Vater sie schnöde mit den Worten 
ab: „Ho, Närrchen, es war ja nur Spass!" Das hatte die 
Arme nicht erwartet. Getäuschte Hoffnung und die über- 
menschliche Anstrengung in den lezten Tagen und Nächten 
versezten sie in einen bewusstlosen Zustand, aus dem sie 
auch nicht mehr erwachte ; ihr Körper hatte alle Spannkraft 
verloren. Seit 10 Jahren war sie ohne Bewusstseyn , ohne 
Gefühl und gänzlich bewegungslos ; sie hatte während dieser 
Zeit nichts als Wasser mit etwas Honig vermischt genossen. 
Seit 2 Jahren hatte sie sich nicht selbst von der Stelle be- 
wegt, und kein Lebenszeichen von sich gegeben, als ein 
fast unmerkliches Athemholen, und dass sie das dargereichte 
Honigwasser hinunter schluckte'.) — Varnhagen berichtet 
am 10. Juni 1820, Anna Milder-Hauptmann feire in Karls- 
ruhe Triumphe mit Kreutzers ^Lebewohl , lebewohl , mein 
Lieb', und bittet für sie um eine idyllisch-dramatische Be- 
arbeitung der 4 Mähderin\ die Kr. componiren werde. Er 
ärgerte sich dann über U.s späte, unverbindliche Ablehnung. 
U. schreibt am 27. Sept. 1821 Seinen «orfajlag, Sie 9Röf)berm 
für bie Sarftellung ber <yrau Sflitber 311 bearbeiten, nafnn id) 
gteid) bamalS in Überregung 2luf ben erften ©lief fdjien mir 
ber SBecfifel ber Stimmungen, bie bura)gängtge innere iöeroegung 
aUerbtiigö bem mufifalifdjen Srama sujuiagen. Salb aber jeigte 
fia) mir eine oteHeidjt unauflösbare Sdjroiertgfeü. Sie rafd)e 
unb augeftrengte äuffere Xfjätigfeit ber 9JI., meldte bod) mefent; 
ltd) tft, läjit tfjr burd)au3 feine 2Jluffe für baö 2Iusftrömen ifjrer 
©efüljle unb id) fyätte it)r faum einen ©efang in ben 9)iunb 311 
legen gewußt, als julefct ifjr Sdjmanenlieb. — 8 aus madjt 
f> ft. über fto^c, '.) glüfjet, über ftenjt unb 11 9?od) (vor 3 m 
betffen (Scftlbe, ba) — ©efilbe über tloä) fdjaffen in fengeuber 
XMtjc 12 8R. — iiicr)t wiederhergestellt aus s Jfid)t ru^et 9)Jarte 
is aus unb e3 tönet 1* Gö über Da aus 9)iaf)ten (ebenso 32) 



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- 76 — 



20 ©ta)el H 25 id)! wiederhergestellt aus id)? von U. im 
Exemplar G 7 27 £euratfj HG 12 §e\xatt) G 3 ff. 33 aus 9?oa) 
lebet fie. 

S. 178. §ttrbeklntiBf. 1.-3. H 3 1834 ©ierbeflänge 
[unter Stänbdum worüber auf Rasur Porboten 1 1. älter. 2. 3. b. 
14— 15. 3uu. —1.2) as ©täubten. // 3n 1810 $ariö. Sonnerft. 
b. 4. Oft 9?ad>ts (vgl. Tagb. 9tad)tä baä ©ebtajt ©tänba)en 
nad) einer früheren $bee. 1. März 1810 9?ad)to $bee ju einer 
23allabe: Sie ©age, bajj bie bem 2obe 9toljen ÜKuftf 3U frören 
glauben, tonnte fo benufct meroen, bafc ein franfeo 9Jiäbajen nor 
t^rent ^enfter gleid)fam ein überirbifa^eö ©täubten ju f)ören 
meinte. Vgl. Claros Worte im Entwurf zur .Serenade' Keller 
S. 259 3a, id) glaube, raenn roir oertlärt werben, fo gefdjiefjt 
eS burd) bie SWelobie ber I)immlif($en (S^öre, unb niajt umfonft 
fagt man, bafj bie bem 2obe 9ia^en öfters feiige 3Hufif lioren, 
benn bao ift if>r Übergang in baö Öeifterreia).) Morgenblatt 
19. October 1815 Nr. 250. 4 $n fo- unter nichtgestr. gu 
biefer /i 3a — 2. 2)ie Cr gel. Ä Octavbl., Rücks. : 3. 3>ie 
Sroffel., beide Gedichte numerirt, G» 291 (die Titel 2. 3. 
zum Einschub vermerkt von U. im Exemplar G 7 , Hierher 
gehört das in H. Fischers ^Sieben Schwaben' München, Bruck- 
mann o. J., zu S. 104 facsimilirte Bl. 2. Sie Crgel, dar- 
über: [ßu ben ©ierbeflänge n ©. 266], beglaubigt von 
T.G.Schwab). — 3. Sie Sroffel. G» 291. Sie Sr. neben 
Per arünc Poocl (darüber Stngpogel) H* 3 bie I. |über braune 
aus braunen, also erste Änderung ben braunen Sögel] Sr. 
über bcu arüncn Pogcl H 3 I. über braune h 4 aus Ser in 
ber Caube f. H 3 5 S. Sr. über ben Poacl H* 6. 7 fte über 
er tf' 8 3^r über Sein H 3 9 nad) tfn? über rfinauf H 3 
10 5DI. b. [unter flagcnoem] ®. über rein 2luge meint unb 
nürbt H 3 b. über flaaenbcm h 11 b. Sr. über ber l>ogcl H 3 
12 unter Da lächelt es unb ftirbt H 3 . 

S. 179. Dfr gtitßim # 3 1809 HWont. b. 27. [darunter: 
— 8J 9ioo. An Mayer 17. Febr. 1810 als Beilage für Rosa 
Maria Varnhagen. J 28 2. Uf)lanb. — unter Per Jüeifc rom 
Ittoroenlanb. 1 kein Komma J 3 ©d)on über ZTun 5. 6 ©0 
oft, roie nad) bem £'iebe3fterne , £at er nad) feinem ©tern ge* 
ferrn. J 11 2ßo Sad) unb 2()urm ben 33ltd oerbaut! // 27 U. 
n. faf) er (über ftcfyct) über Sicfy ! glän^eub flehet das erst nicht 
recht klar in ©ief) ! Srum ftefjt glänjenb verändert war 2« Seu 
aus Ser. 

S. 180. $t* Ufingens #)i*bcrkeljr. Ii 3 1815 gfreit. b. 
10. Wäxi $orm. naa) einer ^bee von geftern (vgl. Tagbuch). 
G 2 259. Die beiden letzten Strophen ohne Überschrift mit 
der Variante 17 ©0 tote, wohl von U. selbst beigesteuert, 
in dem durch G. Schwab u. a. veranstalteten t Schiller- 



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- 77 - 



Album. Eigenthum des Denkmals Schillers in Stuttgart' 
St., Cotta, 1837 S. 258. — 8 2. über Kubt 9 aus ©o fä)läft 
er tiefen ©rabe3f$lummer u neben <Eiu |über 2tnb] ZTTenfcfoett- 
alter 30g [über flotjn ] hinab 15. 16 neben Da rührt es erft in 
närfjt\jcu Stunbcn Sia? beimliaV in bes Sängers (5rab u f)erb 
über tief 1« unter Sie rufyen [nachf: fojlafen ? fa)lummern ?] 
felbft im btmfetn 03rab, dies also vor der Änderung u 

17 Xod> aus 25a? ber] darüber aolbnc enrig über mieber 

18 neben 3n neuem jugenMtcfrem jflor fr.] oolter über aller 

19 iü. j. (nach ffhon) — es folgen 3 unleserliche gestrichene 
Silben (nun fdjott reif?) — über tritt mit €ius 20 ber — .3 
neben bic tPelt bercor 21. 22 neben Wo er mit Siebes- 
flang [nach fei, Ansatz zu feinem SiebYJ erfreutet, <£ut> 
blühet £cbcn feiner Spur; 2a aus Sie Seit, bie ifjn alä tobt 
beroeinet 24 felbft unter nun (darüber jetjt) ©ange dar- 
unter £iebc. 

S. 181. §äs ^tt)iffletit. H* 1810 Sonnt, b. 28. San. 
9?aa)t3 (vgl. Tagb. 9tad)t3 bie Siomanje : 2>ao <3d)ifffetn ge* 
bietet, (önnte vielleicht aud; alä Gpilog. 3U bem 2Utttanaa)e ges 
braua)t werben. Kerner an U. 10. März 1810 — ßriefw. 1, 
118 — t Das Schifflein wäre allerdings eine gute Vorrede 
zu einem Almanach\ vgl. S. 145). Pantheon 3 (1*10), 108 
8. Ufjlanb. — 2 35en — fjin über nichtgestr. %m 9?etfar 1 aus 
(5. fünftes e. 10 aus Stfjrauft ? 22 9JI. tr. über nichtgestr. 
8ie trennen 23 mir — SBr. über nichtgestr. ftd) biefe S3r. 

S. 182. fängens ^orüber?teljn. H> 1810 Samft. b. 3. #ebr. 
Sßormirt. (vgl. Tagbuch), h Octavbl., von Kerner signirt 62, 
Rücks. t An Sie' Seine 3lugen gestrichen. A 1G1 Subrotg Uf)Ianb. 
— 5 ©. nach 3**?- 

S. 183. (Traum. 7/ 8 1811 Sotmerft. b. 28. 9*oo. früf). 
^b[ee] 0. geftem (vgl. Tagb. 27. Stuf ben ©ajlojjberg, roo mir 
bie ftbet 311 bem iraum fam, im Sannenroalb bei ber $u$fid)t 
gegen ben ©ajroarjroalb. 28. $rüf> nod) in ber Dtadjt bie beiben 
®ebta)te: Xraum unb Sonett an Äemer ausgeführt ). Musen 3 
(1812), 181 ; im Register Golfer. — 3 an H SWeereS 6tranbe 
HM 6 br. nach brüben 9 Ufer Fehler (aus t>) H (erst 
von Holland <? 47 verbessert) wie 1« im 3- seit G* 22 SBillt 

H M Gr 1 . 

S. 184. Der gute ftttUterno. H 3 1809 ohne Datum (nach 
5., vor 14. Sept.), A 128 Golfer. Brieflich auch 2). braoe 
genannt (so an Kerner 1, 197; 210 Noten). Notizbl. für 
6t 1 2). g. atö Silomate (also nicht zu den 4 Liedern'). 

S. 185. ger Korenkrnnj. H 3 1810 $ari$. Sonnerft. 
^reit. b. 27. 3ul. (vgl. Tagb. 26. WadjtS $bee 3U bem ©e- 
bidjte oon bem alten bitter. 27. 2(u3füf)rung be$ gebadeten $e= 
bia)te§ unter bem Sitel: Ser Stofenfranj. £en s teö: t .Uenne 



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— 78 — 



foläje 3eitüertrei&e' im Calais Stonal unter ber 9Renf$enmenge. 
An Kerner 6. Sept. — Briefw. 1, 142: die Beilage fehlt — 
2)qs beifolgenbe Öebittjt rourbe 3. 1f). im Calais atonal unter 
bem ©eräufa) ber Slbenbpromenabe gemalt ), h Doppeloctav, 
von Keiner signirt 2. A 5 Sübroig Urlaub. — Titel in mitt- 
leren G Ser SHofengarten. 1 3)iaic3 H G l ~ 4 ebenso ös vgl. 
zu t Jungfrau Sieglinde' 23 9 aus %n ben SauBen fifct fie 
fülle // 12. 47 etftenmale wiederhergestellt von U. aus e. 
im Exemplar G 1 13 9$. über £tcbte (so ü) h 14 Sa), notirt 
sich U. aus den Minnesingern und bemerkt, es bedeute bei 
den ältern einen Kranz. 21 3). nach 33lcicr>e H 24 ern). 
nach aus ß 25 b. 2(. aus SBIumenauen H 56 ro. Ober tbcurcii 
(so fl) h 62 SGBirb über Soll // 64 2luf — fällt über Über 
mir (darunter Wo mich occft und darunter UTicb bebccft) H 
69 ebeln wiederhergestellt aus eblen G 1 71 mag H 80 331. 
nach ^offenfrnnj] H Holland schreibt SWonn ! und danach 
erläutert Frankel, man habe fei zu ergänzen, also: „werde 
der Bl. dem t. M. zutheil!" Aber es ist natürlich eine 
Apposition zu 79. 

S. 187. Jungfrau Sifgltn&e. JP 1812 emnft b. 21. aHärj 
entworfen, b. 22. SSorm. (^ßalmtag) ausgeführt (vgl. Tagbuch). 
h letzte Str. unter £ie linben Süftc s. 0. D 165 UfKanb. G 1 
326 nach dem Eberhardcyclus , während an unsrer Stelle 
4 Das traurige Turnei' folgt, dem dann t J. S.' nachgestellt 
wurde, bis J). tr. T.' entfiel, b. u. — 19 f$. §. über Der 
3ün<jlinoi 23 ©iegelinben erst G* wie 13 3JZarien; schwerlich 
sind diese archaistischen Formen durch Setzei willkür ein- 
gedrungen, und solche Änderungen U.s gebieten auch die 
Form HWnten im vorausgehenden .Rosenkranz' ihm zuzu- 
schreiben. 26 bir aus bid? 36 beugt A 38 Stetft A 42 tljät A 
ältere G 43 s. 23 43. 14 3Sor unfrer grauen [aus $rcm] Silbe 
[nach 2Utarel 3ief)t fie fjerao [über nom Raupt] bie ßron h 
45 3t. nach rouncnflarc h 16 fef)lt baoon h. 

S. 189. fler Liener. H z 1809 9)tai [ohne Zahl]. Sonnerft. 
b. 1. $un. (Holland: k Hs. in meinem Besitz'. Wo?) A b'9 
Submig tlf)lanb. Verwerthet für die Kampfschilderung in 
4 Schildeis\ Keller S. 140 (S. 128 im Prosaentwurf : f}ierf)er 
gehört ber ^nfjalt ber9iomanje: 4 2). S.') — 6 daneben später 
<yüf)lte meinem milben 9tof$ 9lblerftt)n?ingen plöfclid) fproffen 
9 roilber H 12 31t flammen lobernb (aus lofjenb //) H A. 

S. 190. i»cr nnrijtltrfje flittcr. H 3 1810 $ariä. SJiittro. 
b. 11. 3ul. (vgl. Tagb. . . baburd) ueranlafete §bee ju einem 
Srama). h 1 an Kerner 23. Aug. — Briefw. 1, 157 — §ier eine 
Keine tytobe von ^arifer 2trbeit. h 2 Octavbl , von Kerner 
signirt 20. A 70 Subiuig Urlaub; mit Strophenspatien. — 
1 Öuittarre, 7* 1 nach 1 folgen 11. 12 II h x 6 t. nach watfer H 



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79 — 



7 r). nach mauern // fprangen // h 1 n. vi s. zu 4 12 feuern 
von U. wiederhergestellt aus tfjeuren im Exemplar G 1 . 

S. 191. Der hafMtWje fUtter. fi 3 1810 (2) ftrett. b. 
16. a)lär$ Wadjtz, u. 6amft. b. 17. (1. 3.-5.) Samfl. b. 17. 9tftt| 
9ta$td (vgl. Tagb. 16. 9lacf)t3 bie SRomanje: SDes Zitters SJor* 
überjierm gebietet. 17. $ie übrigen 4 Stomansen: 35er bitter 
geblattet ), h Schluss des Briefes an Varnhagen vom 24. März 
1810 (Kgl. Bibliothek, Berlin), ohne Titel, die einzelnen 
numerirt (ftier einige Stomanjen, bie gwar ntajt alle in genauem 
3ufammeni)änge ftejjen, aber bod) nad; unb aus einanber^ ent« 
ftanben). — Xev bitter H 1, nach 2. aber umgeziffert, Über- 
schrift $äufd)ung eingeklammert H 1 in Klammern neben 
nichtgestr. 2r)eurer [nach Kühner über (Tapfrer] SHitter meiner 
Seele // r>. <; neben Sdiöuer bitter meiner Seele! Wann es 
herrlich glüht in (Dfteit ; // jenen §. über Dem (Scbirgc H 
am 9R. unter in (Dften fehlt) H 1 n. e. in Klammem neben 
nichtgestr. roolleft feljren // 8 aus fteiget auf H — 2. Titel 
£eö Stfttero 2>orüberjiefjn eingeklammert H 1 aus beroanbelt 
(so h) II 2 SB. nach Knappen // 1 <Pfabe3 h 6 mol über 
fo H 7 füljnfie über größte (so h) 11 0 erf. nach gcfaScbn // 

10 fo — erf). in Klammern neben mir unberoufjt ern>artet H 
12 5Me — i). unter nichtgestr. 9iun (über 5eit| fte folgen H 

11 Xtin in Klammern neben 2)ie über Priu H wer in Klam- 
mern über ge. — 3. besonders datirt // Samft. |nach A'reit.l 
b. 17. 3Kär3, »ormitt. « »1. nach 5tr[al| // — 4. 2 &. ftralt 
über nichtgestr. i'iebltd) glänjt (so h) H 5 die Interpunktion 
fia), unb Säume Sinb in neuern Ausgaben ist U. fremd und 
falsch ; s. auch 9 f. 7. » fehlt h a. R. nachgetragen H 

8 unter ro. — 1). steht rafcb unb freubig roieoer: H 10 aus 
&ebt bie fjofjen $&>. nimmer // öebt bie flogen 3ö. nimmer h 
11 a. R. unter Hur ber Kittcr (aus allerbefte bitter dies aus 
3litter aUerbefter) groji nor Hillen H s Jiur ber allerbefte h — 
5« 3. « 2Ji. über nichtgestr. Reiben H 5. <j n. m. über nim- 
mer (so h) H. 

S. 192. Sankt CSforgs «Itter» // 3 1811 ftreit. b. 5. $ul. 
(vgl. Tagb. 4. roieber aufgefaßte ^bee oon St. ©eorgö Siitter — 
s. zum ersten Theil die Romanze Lorenzos de Sepulveda 
k Sant Estevan de Gormaz' in Durans Romancero general 1, 
468; der Name Oliveros aus den spanischen Karl-Romanzen, 
Lope, Caldeion. — 5. SluSfürjrung ber JHomanje von St. ©eorgs 
bitter.). J 188 2. Ufjlanb; mit Strophenspatien. — 1. vor 1 //: 

poscnal V'wasl pascual Dt ras! fa.R. 01ireros je] 
preis dajiilfcber Httterf d>af t ! 
ßörft bu nicht bes ,fclbhcrru Kuf, 
llicbt ber 5chlad>ttrommcten Klang? 



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- 80 — 



3. 5 J^nanbej Äfaianjot II J aber die Änderung G l wird 
doch von U. selbst herrühren, der sie nicht wieder aufgab, 
und wie die Schreibung 9)tafftQö (Macias) zur richtigen Aus- 
sprache leiten sollen ; allerdings blieb 2 ©ormoj. G führt 
auch Haftilien ^Jasfal durch. « 5t über 31* la pascual Ii 
(a. R. Olioeroä :c.) Dlioeroö, O. ! J u $r. vor Stolj u 2)u 
[über Sonft| ber erftc fonft [über nichtgestr. fjoa)J au 91. neben 
pascual Divas! p. VA ih ju wiederhergestellt unter nicht- 
gestr. bei 19 aus bu nia)t beä ^elbtyerrn ^ u f 21-24 steht 
vor 37 und ist durch correspondirende Zeichen hierher be- 
zogen. 25 2)od) ber SHtter (a. R. Dlioeroä 2c.) H Dlioeroä J 
30 S. <3p. über Ränget Ednj 1 32 $or über 2In sc bte H 
Söalbgebürge scheint in Sßalbgebirge corrigirt. unter 36 

pascual Ptoas! O. X>.\ [kein Dlioeros] 
Stolj cafttlfcber Kittcrfcbaft 

§örft bu beineo SRoffeS SMefjern [über rote beut Hof? 

bort wiehert], 

deiner SSaffen bumpfen Ätang [neben U?tc bte lauf am 

Schübe Hang?). 

nun 21-21 H s. o. 33. 31 neben Doch ber Kitter [a. R. Olu 
ueroä 2c.] famt ttidjt fyören, Knicct beteub am Elitär. 41 Steiget 
a. b. SB. n. H J u aus fliegt «5 aus gefämpfet unter 48 

„pascual Ptoas! p. VA 
Stol^ fafttlfdjcr Kittcrfcbaft ! 
£afc bieb führen im üriumpfc [so] 
llttt (Erommetett unb (Sefang!" 

45. 46 neben Dod> ber Hilter fann nicht fyörett, Hoch [über 
x fcrn] tjt er im fernen IPalb, DlioeroS (so auch J) befd)loffen 
über geenbet aus gebetet 46 unter abgebr. 2ln bem r?etli am 
wiederhergestellt unter nichtgestr. »orm 47 aus %v. gerab' 
aud ber d. 49 f. über mteber ss tßaäcual H Cltoeroä J 
59 9ß. bein 9lojj beberft m. 2ß. aus SBte tnet 2Bunben trägt b. 91. 
6i Dlioeroä [so J] n>. 0. neben Unb t>. tr». ber Kitter 63 3i. — f. 
über Sietj! ba fettfet er bas — 2. Ohne Nummer H 1 ben 
ab. neben ITTiraubas Hofen über (Olioas Blumen ®. aus g. 
1 aus getyafdjt 5 aus ©tlte mit ber 6 Sag unb üftaa^t J s aus 
folgten 10 aus Äanum 13 blieft a. R. für fielet aus fal) 16 aus 
$}äa)ttg auSgeljauen mar (nach jtanb) 18 3)1. ft. bte fjetlge 
San3' (so J) neben Seine bcilge £an3C ftach 20 f). nach ftaub 
22 aus SRtef 30 3t. über Wöhren 31 fr. nach minbet 33 3 
über anbern 35 10. über ron fieb merfenb 43 neben Unb 
uod) feiner bat rernommen aus Ü. fein Df)t f)at nort) [über 



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- 81 - 



je] ü. bunflei/J 4i Dliüeroä (so J) unter nichtgestr. ^aäs 
cual 33. 

S. 196. Romaine oom kleinen Paumling. // 3 1812 9Hont. 
b. 30. 9?oö. Sonn. 3?acf) einer frühem ^bee. Vgl. Tagbuch 
22. Sept. 1810 9iaa)t3: 2>er tt. einige ^been 3U befien Be- 
arbeitung. An Kerner 18. Oct, 1810 — Briefw. 1 , 150 — 
fiebert unb Saaten be3 Ileinen 2)äumling3 [Tieck] mären ein 
guter ©egenftanb für 9iomanaen ober für ein @ä)attenfpte(, für 
ben 2ua)si [Kerner] mit ber SriUe. ~ 8 21 neben nichtgestr. 
2Bettf)in über HTäcbti^ pof. über erbranfet daneben Vit er* 
fcbaüt bes Knbms pofaune i ft. nach nichtgestr. laufdjen 
8 aus bt(Mßen io 5ßte nach It>cld>cr neben 26 Dir crfrfjallt :c. ic. 
s. o. 2 27 9Kit ben davor 2Ilo unter Wie 28 <2a)rittft bu aus 
Sdjritt er die8 aus Streitet er fd)on ü. d. Z. 

S. 197. $omanje uom Becenfcnten. H z 1815 2Hont. b. 
13. ftebr. 3Horg. Vgl. Tagb. SSormittagä b. 91. t>. SR. gebidjtet, 
aus gSeranraffung ber SRomanje uom ^fjifoftrat in ber Corona. 
S. Fouque, Corona. Ein Rittergedicht in drei Büchern, 
Stuttg. u. Tübingen 1814 Erstes Buch, 12. Gesang S. 126 
„Gegenüber, goldgerüstet, Von der Stola weiss umwoget 
Kommt ein Geistlicher geritten, Unschuld rein aus Schuld 
zu sondern" und berennt den Ritter; JBeider Speere sind 
zerbrochen, Doch der Mönch prangt hoch zu Pferde, Todt 
im Staube liegt der Gothe'. — r t. über eble 5 aus (Sief) ! 
bao Sdnoerbt, bie fdjarfe $eber, 7 a us Schiebet baö Alfter 
[darüber undeutlich auf 311m 2lua.'?], bie 33riHe, 9 eble über 
arme u aus Sautcnflange 17 tapfre über eble is [vor 
Übt] — g. über Xummclt fidj 19 neben Splittert bie 5on[n]cttcn* 
laute 23 neben Kaum bafc er im Sdjilbc führet 24 — 3d)r 
unter (Eine Cfjiffcr 21; i. über allen 27 K. 3. Sauf über Solm' 
es bir geändert Sohlten, darüber mirb ober iuirbs was im 
Hinblick auf das gestrichene aber wiederhergestellte beä die 
Lesart Sofjnen wirb bir £>. ©. ergiebt) 28 aus Unb 33. -öfinnefolb. 

S. 198. Ritter flarte. H* 1809 Sonncrft. 1. 2. Sun. 
Für den Cyclus .Hermann von Sachsenheim' bestimmt s. u., 
natürlich nicht als erste Romanze, wie man behauptet hat; 
vgl. an Mayer 9. Sept. — 1 , 134 (ebenso im August an 
Kerner 1, 74; Notter S. 106) — ^aris gehört urfprünglid) 
aud) baf;in. ./ 177 2. Ufjlanb; mit Strophenspatien, Zeile .">, 9 
u. ». f. eingezogen. — 3iitter fehlt // ./ 6 aus Saufenb ftf)önfte 
6 in f. aus if)m in ben 9 aus 2llluiletd)te Siegeöj. 11 neben 
Ueffeln nennt er euch [über ftc], l^e^aubrung 1»; f. über fulnt 
18 2Tur ber Jyrüfjling blühet [aus blül)t] im Ithal. milb darüber 
Ringsum blüfyt waltet im ©efilb 20 ursprüngl. ©onne fdjeint 
in Sdjilbeö <Staf)l darunter feinen (2d;ilb darunter fpiegelt ficr) 
im 21 aus Stretft ifnu fetf 25 aus $ariö fliegt 311m »Üben 
Uli taub, ©rticfjtf. Ii. 0 



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- 82 - 



(Änderung 311 nulbem sogleich getilgt) 2ü G. — 9i. über ^log 
(aus? nach W\c\ 311m Zeigen nie 27 ftr. aus ftolj 37 2ß. — b. 
aus SEBürb' erft in'ben us'aus Sief) erfjeben neue ©tut neben 
niehtgestr. 9teue Ölut fia) fatfjen an sa biefe über ttjrc 
40 neben bitter -^ariö ioef)e bann! 40 ©ort über Kings jer« 
brocken (aus Versehen auch gestrichen) nach in Stürfen 
über 3erbröcfelt (zunächst darüber fallen, also jeriallen) ©ort, 
3erbrocf)en, ./ 47 neben paris hält im 2Jrm bic .fülle (dies 
aus Sljm in Ernten ruljt [über liegt) b. ft. 48 

Poib als [aus £olbe] 3 u,t <jf ra "/ Sdimettcrling, ber Ralfe 
uuinberbar baar 

Weich unb [jebeuj alles (Trohes Süffer Äern, ber Seeaale 
baar baar. 

49-52 unten nachgetragen i;> fa). über eblc 00 aus SBeld) ein. 

S. 200. §er llüübtv. II 3 1810 Samft. b. 20. San. ftaajtö. 
(Sonnt, b. 21. ausgef. (vgl. Tagb. 20. 9?atf)t§: $bee ju bem 
©ebittjte: ©. ». 21. SHorgenö Ausführung biefcä ©ebicf)tö). G 2 
286. — 1 aus (stuft am milben Sftaientage 7 aus beS Äönigä 
Ärone 11 ©. — 2I>. über lieber 231umenaueu. 



S. 200. gänoerliebf. 

Ii 3 1814 ohne Datum, zwischen .Liebesklagen 1 (17. Juli; 
in // nach t Hans u. Grete' 28. Juni) und der Glosse 4 Die 
Nachtschwärmer' vom 20. August. Genaueres ergiebt das 
Tagbuch. 12. Juni 1812 fteuaufgefafjte [s. u. zu .Rudello'J 
^bee u. ausgearbeiteter (5 i n g a n g eineä Öebiajtö : Sängerliebe. 
13. Ausarbeitung etneS groffen $f)etlö ber SRemanje oon S^übell 
[24. März 1813 SBieberauffaffung be3 SRübeU. 27. Juli 1814 
9iaa)niittagö ©inigeö 31t ber Stomanje von 9iübell.] Sibliotfjef, 
100 iaj bie ©efa)ia)ten oon 9)tacia£>, ©ante :c. [in Bouterweks 
4 Geschichte der Poesie und Beredsamkeit seit dem Ende des 
13. Jahrhunderts] nadjfdjlug. 14. Ausarbeitung ber 9toman3e 
oon SRaciaS. 15. ©efd)id)te beS Gaftellanö oon Goucn 
im Souterioecf gelefen [16. 93e[cf)äftigung mit ber Slomanje . . . 
17. Seenbtgungj. 16. © ante. 18. ©ante. SJibliotfjeF. 19. ©ante. 
Sajlufj be3 itorabiefeS : Anfa)auung ©ottes\ 26. AbenbS nadj 
einem ©eroitter auf bem Sa)lofjberg, bei Sonnenuntergang £eüe 
im Dften, rote roenn bie Sonne roieber aufgeben wollte, Stücf 
eines gluttyrotljen Stegenbogens; oorle^te Strophe ju ber 9io= 
mause ©ante. 27. Jannemoalö; regnertfef), Ausführung ber 
3 Strophen oon 23eatricens 53egräbni§. 2. Januar 1814 33erfe 
für bie Romaine oon ©ante. 24. Juli Ginige Strophen ju ber 
8. 0. ©. 26. Sajlufeftein 5U ber 9i. 0. ©. 27. Juli 1814 SBor= 



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83 - 



mittagö bie SKomanje Dur an b gemaajt, 100311 mia) bie HKuffe 
buro) uergeblittjes ©arten auf 2lften neranla&te. 5. August 
Sic Dioman^e: ©ängerltebe beenbigt. 15. (Sinfajrift ber Stebeös 
Üagcn u. Sängerliebe. 16, Seenbigte (Sinfajrift. 
3 8rf)l. über Stinte. 

S. 201. linorlltf. Ein U.sches Collectaneenhcft auf der 
Tübinger Bibliothek enthält folgende am 22. Februar 1812 
gemachte Abschrift aus J. G. Jacobis Iris 1812 S. 99: t Stoff 
zu einer Romanze [Fussnote: M. 8. Beauchamp Recherches 
sur le Theatre franeois. Paris 1735. p. 7.J Gottfried Rüdell, 
ein berühmter Troubadour, dessen auch Petrarca mit Ruhm 
erwähnt, hatte von einigen Abentheurern , die den Kreuz- 
zug gegen Saladin mitgemacht, Wunderdinge von der Schön- 
heit der damaligen Gräfinn von Tripolis gehört [Fussnote: 
Sie war von Geburt eine Französinn, und keine Musel- 
männin. J. R. verliebt sich von blossem Hörensagen in die 
Gr., schifft sich ein, wird unterwegs von den Beschwerden 
der Reise, und vor Erwarten der Dinge, die da kommen 
sollen, sehr krank, und halb tod zu Tripolis ans Land ge- 
setzt. Die Gr., von der Ankunft und dem Zustande dieses 
wunderbaren Liebhabers benachrichtiget, eilt ans Ufer und 
nimmt ihn freundlich bey der Hand. Er öffnet die Augen, 
stammelt mit sterbender Zunge, dass er, nachdem er sie 
gesehen habe, willig sey, die Augen auf ewig zu schliessen 
und stirbt. Die Gr. veranstaltet ihm ein herrliches Leichen- 
begängniss, lässt ihm ein Grabmal von Porphyr mit einer 
Grabschrift in Arabischen Versen erbauen, befiehlt, dass 
man von seinen Gedichten eine Abschrift mit goldenen 
Lettern in prächtigem Einbände mache, wird schwermüthig 
und geht in ein Kloster.' Genauere Quellenforschung über 
Strobl, Boxberger u. a. hinaus kann hier für den Cyclus 
nicht betrieben werden (Rudello, Durand: Nostradamus- 
Crescimbeni ; Couci : Bouterwek V und Fauchets Recueil ; 
Massias: Bouterwek IV; Dante: Bouterwek I, Vita nuova, 
Commedia). — « ä. nach Ittod^ 9 ^ßroüeneertljale 22 ff. 
feinere Schrift m % über tüatb 41 Sleufferm aus Sleuffrem 
innrem aus innerm Ist diese Unterscheidung in G absicht- 
lich aufgehoben, wegen Sturm ? is aus SEQiberftanb 4:1 aus 
lag 50 aus fdjaut' 5i93iöaus? über hub Stanbe H 02 SßaU 
laft H die altern G wie sonst m feuern H. 

S. 203. Bunwfc. 10 <2p. über £teb m Seine 2tugen 
ftnb erl. H 35 im nach rjerr-or aus Un&eroufjt, waö if)r 
gefdjefjen (dies Wort nicht corrigirt) gefa)af) seit G' schwer- 
lich Uhlandisch, sondern eine der Incorrectheiten dieses 
Druckes, von U. übersehen. 

S. 205. |)«r finjlellim Mit CDUti* Im Tübinger Col- 



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- 84 - 

lectaneenheft Abschrift aus Bouterwek (vgl. Schriften 4, 68; 
Kölle an U., 27. Febr. 1807 hsl., nennt als guten Stoff k die 
Novelle von der Rittersfrau , die sich aushungert , nachdem 
sie unwissend das Herz ihres Geliebten gegessen hat. Bouter- 
wek, Geschichte 5. Bd. Das Buch enthält viel Herrliches'). 
Bouterwek 5, 25 — 27 : .Berühmter wurde durch ein romanti- 
sches Schicksal der Schlosshauptmann (chätelain) vonCoucy. 
Die Dame seines Herzens und seiner Lieder war eine ver- 
heirathete Frau von F a y e L Als er Abschied von ihr nahm, 
um seinem Könige Ludwig IX., dem Heiligen, wie dieser 
Monarch seit seiner Canonisation heisst, auf dem Kreuzzuge 
nach dem Morgenlande zu folgen, gab sie ihm eine Locke 
von ihrem Haar, mit Seide und Perlen durchflochten, zum 
Zeichen der Liebe mit ; und er focht tapfer im Besitz dieses 
Schatzes, den er auf seinem Helme trug. Als er aber in 
Ägypten von einem Pfeile tödtlich verwundet war, gab er 
sterbend seinem Knappen den Befehl , nach seinem Tode 
sein Herz zu der Haarlocke der Frau von Fayel zu fügen 
und Beides der Dame wohlverwahrt und heimlich zu über- 
bringen. Der Knappe war mit dem Tiauergeschenke schon 
in der Nähe des Schlosses der Dame angekommen , als er 
von ihrem Geraahl ertappt wurde. Der barbarische Herr 
von Fayel nahm eine grässliche Rache an seiner Frau. Er 
Hess das Herz des treuen Ritters durch den Koch zubereiten 
und , wie ein zweiter Atreus , seine Gattin davon speisen. 
Die unglückliche Frau soll, nachdem sie erfahren, was ihr 
begegnet war, nach dieser schrecklichen Mahlzeit sogleich 
den Hungertod gewählt haben, ihrem Leiden ein Ende zu 
machen {Fussnote t: Die Erzählung im alten Chronikenstyl 
findet sich bei Fauchet < Claude F., De Torigine de la 
langue et poesie franeoise 1610 >, Blatt 564 auf der zweiten 
Seite. Sie verdient um so bekannter zu werden, da sie für 
einen tragischen Dichter von richtigem, nicht neumodisch- 
phantastischem Gefühle für das Romantische einen vortreff- 
lichen Stoff zu einem Trauerspiele enthält, das ein roman- 
tisches Gegenstück zu den dramatischen Bearbeitungen der 
griechischen Erzählung von Atreus und Thyest werden könnte. 
Die Composition könnte nicht wenig dadurch gehoben wer- 
den, dass Coucy zugleich als Dichter sich zeigte.] Wenn 
diese, in einer alten Chronik erzählte, Anekdote auch nicht 
die Probe der historischen Kritik bestehen sollte, so verdient 
sie doch in der Geschichte der Sitten und der Litteratur 
aufbewahrt zu werden , weil sie beweiset , dass eine solche 
Begebenheit im Geiste jener Zeit nichts Unglaubliches hatte, 
und weil die französischen Dichter im wirklichen Leben sich 
selten durch solche schwärmerische Zärtlichkeit auffallend 



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— 85 



hervorgethan haben, wie der Schlosshauptinann von Coucy. 
Von seinen Gedichten sind aber bis jetzt nur unbedeutende 
Fragmente durch den Druck bekannt geworden. [Fussnote u: 
Bei Fauchet am ang. Orte.]' Kerner an U. 9. Juni 1814 
— Briefw. 1, 384 — t Die letzten Gedichte, die du mir sandtest, 
gingen sogleich an Fouque ab ; sie haben mich recht sehr 
entzückt, ach! sie sind gar herrlich, besonders das vom Herzen'. 
U. an Mayer 23. Juni II 25 Sie ©ebidjte, bic td) an % getieft, 
fennft bu fajon alle. Sie Same oon <yanel, oon ber bir Äerner 
üorfpiegett, ift bie föomanje oon ben ©ajidfalen, bie ba3 $erj 
eineä ^icfjtetö gehabt, roelaje ia) bir bei beinern legten öierfein 
oorgelefen l)abe. Frauentaschenbuch 1815 S. 21 Sub. Urlaub; 
mit Strophenspatien, Z. 6, 9 u. s. f. eingezogen. — Gemen HF 
(Tagbuch) (Souct G eine gute alte Form und beizubehalten 
gleich dem $atel der späten G gegenüber früherem ^antl 
n SiefeS ändert U. aus biefeS im Exemplar G 1 19 braufg HF 
28 Sollt wiederhergestellt von U. aus SoUft in G 7 m füttern 
falsch F 55 3. ÜDer dreien Dienern H feinen Wienern F 
57 ©olbgefäffe F 63 fremben falsch F «8 Soll F G si aus 
befteeft 88 in undeutlich über mit 103 aus erfjub 112 Jpcilt 
seit G 4 Uhlandisch? iiö jeneä F. 

S. 209. §01t $jöllfltöS. Frauentaschenbuch 1815 S. 32 
£'ub. Uf)lanb. — U. hat 3ttafftaä (nicht 3Jtocia3) und ©alliaien 
(nicht ©alicien) geschrieben und immer drucken lassen. 2 b. 
SB. unterstrichen H gesperrt F G (Macias el enamorado) 
3 p| oon G* ff. 8 wiederhergestellt aus ftielt 21 Sßf. nach 
Hoffe 23 ©renjen F 26 Stanb aus Stunb wiederhergestellt von 
U. im Exemplar G"' 10 öaronien nur F 42 aufgefcfjröcfet H 
-16 roiber (so F) aus toieber. 

S. 210. Ufllttt» 3 fl. %x. nach fdyönftcn tltaieittaae 4 fo 
für fein wiederhergestellt von U. im Exemplar G 1 8 ^. 
neben ^riibliuas|über ITtaicn |täu3cu 11 aus SDtaienlttft 20 fr. 
über balb 27 langfam traueroofle H 39 aus Sterbegl. 43 nach 
(Trat 48 33et über Dor 51 aus Pforten 57 aus fjingertdjtet 
66 b. ©. unterstrichen H gesperrt F G (il divino). 

S. 212. giebWRlflgen. H z 1814 zwischen 4 Hans u. 
Grete 1 und ^ängerliebe' s. 0., laut dem Tagbuch am 15. August 
eingeschrieben. 1. 27. März Sie Stomanje oon GlaroS ents 
njorfen unb groffentljeÜS aufgearbeitet (in Zusammenhang mit 
dem 1809 entworfenen, 1814 wieder vorgenommenen Lust- 
spiel k Die Serenade', s. Keller S. 258, auch zum 4 Jäger'). 
30. Sie 91. o. £1. beenbigt . . 9luffafiung ber 9ioman*,e oon 
Siloio (2. J)er Jäger'? der im Stück Alonso heisst, die Zofe 
Silvia.) Vgl. 13. Juni. 17. Juli Sie 9t.: 2H8 itt) einftmalä in 
ben Sßälbern beenbigt. — 1, Ser <3tubent. 24 aus Irojer H 
Xrojer seit G 9 kaum Uhlandisch, sondern in der Druckerei 



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86 — 



nach den im Gedicht vorkommenden Formen trojanijd) und 
Xroja geändert. 20 aus 9la)Ctier 33 U. stellt im Exemplar (? 7 
aus inannigfad)en nicht seine ständige Form manigf. her, wie 
er es im .Märchen' nu bei mannigfalt thut, sondern ändert 
manidjf. gegen seine feste Norm. 53 3K. über 2ld> ! bie 
62 irrer wiederhergestellt aus iljrer von U. im Exemplar G"' 
70 aus in <3alamanra'3 — % 2) er 3 «Ö er. 8 über Sdnifjrecbt 
17 ben nach bes is eblen G A ~ 7 später wieder ebelti 28 aus 
£arfentöne. 

S. 2 IG. fertrnn be garit. Morgenblatt 20. November 
1829 Nr. 283 (unter dem Titel SJon £. Ufjlattb.). G 5 318. — 
40 SDlonfortö M öu £>att' M G gegen den Sinn. 

S. 218. Der iüaUrr. h Doppelquart im Tübinger 
Sammelband, am 24. Dec. 1863 von U.s Wittwe Holland 
geschenkt, 0. r. Sonnerft. b. 17. 2)ec. 1829. Morgenblatt 
2. Jan. 1830 Nr. 2 (unter dem Titel steht Segenbe von £. U^lanb). 
G 5 321. Auf einem Excerptblatt: 2TrDiböf|on|. 1,224. Gtfen* 
ringe 3ur SBufie. 423. 216 f. Vgl. auch Schriften 1, 505. 
2). ffl. über Die lüallfatjrt. 1 ©attictenä h M die ältern G 
dtaUijiend die spätem, s. o. zum t Massias\ aus 2luf bem 
^elsftranb »on @aHicien 3 r. nach füffe über fel'ge 9 Sttüfjrt 
£>iefyt man ftd) über £äutet 10 neben Ringsum tjallt [vorher 
beu?] es fnmbertfarfj (aus §atlt e3 ringsum 1).) weit über 
rings 11 @t. über Dörfern 13 Hufn'g über Unb e3 so 19 aus 
25>o ben fie jum ©taub [aus 3ur 2BeIt] g. 21 2)a aus Sann 
23 im wiederhergestellt unter als 93. n. aus SBilbe 2« 
über ,fluren 29 aus %. ben ^elfenftufen fl. neben 2U\f am 
[teilen Berge [aus bes Berges darüber Steile flimmen] wimmeln 
(nach Stufen fl abgebr.) "31 neben IHit ben £id?tacftaltcu jteigt 
er 32 aus «Steiget fo ber 23. fj. neben €ine Himmelsleiter, an 
33 aus 2). bem f). 3 U 9 C f- al 21. wiederhergestellt unter pilger 
baarfufj h M die ältern G 35 f). über grauen 37 <3. — bie 
neben Sie, bie nirfjt ftd> über Die fieb felbft ntdyt 38 %v. wieder- 
hergestellt unter Rubrer finb [wiederhergestellt nach fidj] 
b. über mertfy geglaubt 40 £>. unter Still [darüber Stumm 
und darunter Dumpf J 311 beten 42 neben 23lcidj bie Stirn, 
bie klugen irr Steffen aus Sern baö 13 aus 2)em bie lüilben 
[über grauen] Sorten ft neben Wil\> bie £ocfen, bis 311m (Sürtel 
44 neben Hängt ber 23art ifym, grau unb mirr e. I. aus ber 
lange 45 aus (5. [darüber febmercu breiten | 9t. t). 6. trägt er 
46 neben Um ben £etb, ein fdjwer (Sefcbirr %v. über Hat 
49 aus 2U3 er fd)Iug [über einftj ben 53r. cinft erfoMaacn so 
(d. h. 2U3 ben 5k. einft erfa)lagen (fr u.s. w.) über £r tft's, 
ber ben eignen Br. r>o CSinft (vor £r (Etuft foMug) — über 
(Eiuft erfeblug tu ^ont'ger 51 unter Hat fein Schwert er febmteben 
[wiederhergestellt unter f duneren) laffett (aus Stefj fein blutig 



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— 87 - 



er fdjmieben) neben 2lus bcm blatten SArocrtc fdnniebcn 
52 neben £icfi er fidj bie Kctteulafit Reiten [vor 3>u bcm] 9iing 
Über Dicfcu Heif 53 .öeerbe über Raufe "»4-5« neben 54 aus 
SBtll er roanbern ot)ne Stau 55 aus iöiä julefct |nach ein] ein 
&n. ((jimmlifa) nach bolöcs) 56 Sprenge [feiner] biefer [über 
3bm jerfprengt bie] Äetten £aft (aus Äettenlaft) 50 aus fetner 
Stetten (wiederhergestellt unter 33aubcn) loft aus Saft 57 aus 
Öieng' auf @J. er 59 aus verrieben «0 roarb [über roirbj i§m 
über fanb er aus nirgenbä «1 9?tmmer [vor ltirgcubs| — ben 
über Keinen öeil'genfdirein berührt' er «2 ein wiederhergestellt 
unter bas <;3 SI. wiederhergestellt unter 3 CÖCS @. nach 
abgebr. Beil f. er nach fdjaut 1 (darüber grfiftt nach befucht 
was auf eine Lesart fybeä ©nabenbtlb befudjt er deutet] er 
«4 $r. über Kcttnng «7 %. über fallet 70 3. über ßcil'geit 
71 im aus ©liiljenb [nach abgebr. 3] in b2tn (erst ge- 
ändert nod) im) 73 2B. (auä 3Beld) ein) über Klares ©l über 
<$olb 75 iölieb (folgt bas (Efyor also beabsichtigt beä Rimmels) 
über 3ft golbne ü. d. Z. offen vor blieben 7« empor [vor 
nadj 3U ifmi| b. £>. über bie Iiiagb nadj oben 77 931. aus Ölüfyt 
über (Slattjt 79 aus Scfjauet bie 3t. nach morjl über md?t fic 
(also Sd)auet niajt fte felbft) so gl. über lcua>tenbem 82 r 
über bebt 83 aus Stets nod) liegt er auf 85 fa)l. über hängt 
8« aus Sfmt ber Stetten «7 fa)on [vor itnn] bie über feine. 

S. 221. § it §foaffoabvÜ&t. A 1 Doppelquart ohne Über- 
schrift und Datum, A 2 Quartbl., Geschenk der Frau U. an 
den Kaufmann Glitsch in Spanien, der es später Holland 
überliess (Tübinger Sammelband). IP 1834 b. 15. 16. 2)iärj. 
Musenalmanach 1835 S. 1. G* 346. — 5 '<S aus e3 A 1 an — St. 
über eines liciPgen A 1 0 aus ©ines Xröfterö A 1 7 aus 2ln 
ber Stelle, reo fo ÜDi. A 1 h neben Don ber fteiiuatp, fdjeibet 
fdm'cr A 1 3ßib. aus Sßieb. so A 2 13 I. über roudjeru A 1 17 tr- 
über £inbe A 1 18 aus ^riebltd) tönt ber &eerbe Rlang A 1 
£erbe (// 3 nach U.s Norm ©erbe £eerb) aus £>eerbe A 2 22 aus 
Gine Äriegsfo^aar jum ©eftab h 1 ' 2 23 Unftet (ä spätere G) 
über flüditig A 1, 2 21 331. betr. aus $8Iutig jeia^nenb A 1 2c bei 
über an A 1 28 3. wiederhergestellt vor IlTufftern) A 1 nod) 
ü. f. über bem Kampf entrann h l 29 neben tauge haben fic 
genarret (dies aus 2Ua fie I. nod) g ) A 1 Sange | haben fic ge* 
rjarret) fjarren fie 33. [über 3ur Stätte] A 2 30 Xoa) ii)x [über 
bas aus ber | Häuflein [aus Raufen | mefjr fid) nia)t über llnb 
bic (§abl fiaS bodj ni d>t mehrt |aus vermehrt wonach mehret 
Itid^tj Da beginnt ein alter Krieger A l 2Bäd;fet über meint 
fiaY A 2 31 aus 2B. e. n. A 1 83 a. nach gr[ouer oder eifer] A 1 
h l S. 2 nur diese 4. Str., Rest leer 33 bie über bas 3ait(it€t) 
A 1 benn über nttli A 1 u 93. über t i>cid>en h 1 ' 2 38 in b 
$ern über fremb [nach in b abgebr.] uub fern h l 39 aus 



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— 88 — 



Senn wir äiefm nidjt fonbern [so| G. 7* 1 arm an über fonber 
h 2 40 3iel)t nach llub fic über llnb fi 1 aus $tef)t nach Unb 
fic /< 2 günft'gen wiederhergestellt vor beffcm über guten h l 
ü. d. Z. h 2 ii oon aus aus h 1 ftreifjeitsf. aus $reif)ettf. h 1 
ftreUjeüä wiederhergestellt unter Felben h 2 43 aus |>eut, ba 
%. hl mußten //'• 2 44 Strich unter 9)iina! wieder getilgt h s 
u. nach nnrcrf[ef)rt| ä 1 45 ®. über t frifdj (so/i 1 )?» 2 tft über 
blieb h 1 ' 2 uns wiederhergestellt unter nichtgestr. nodj h l 
4« ift. wiederhergest. unter ZTcn A l 47 8tf>r. u>. aus Stehlt 
mir beim h l 48 f. über febreitett h v 2 4H r. f. über fpriiigct 
h 1 so aus 2öo er mübe [über biijtcr h 1 ] fafj u. ftumm h l - 2 
5i 331. über Kcrjrt h 1 ' 2 52 neben resp. aus Sran bie Sonne 
finft, fia) um ä 1, 2 r.3-56 A 1 neben 

2lus ber offneu [aus 2lbcr aus ber] Bruft bes Reiben 
Strömet [V Sinnet? über (Qttittet aus (Quillt] ba bes Blutes 

[aus bas Blut in rollern] Sauf 

2luf ber 2?ibaffoabrürfc 

23radj bie ältftc tDnttb' irjm auf. 

53 über tllus ber offnen 33ruft bes Belbcn h 2 (Seine über ilnb 
bie l 2 54 n. über Strömet ba h 2 5« über £>radj bie ältfte 
tPttttb 1 ihm auf h 2 Strich unter alte wieder getilgt h 2 — 
Schon im Schwab. Merkur 1830 Nr. 275 las U. über den 
General Mina: t Seine Hände sind aufgerissen und mit Blut 
bedeckt. Seine ehrenvollen Wunden aus den früheren Kriegen 
sind wieder aufgebrochen' (Holland). 

S. 223. ilnften. tP 1814 greit. b. 3 - 9»ont. b. 6. Sttit. nad> 
einer [früheren] ^bee »om 15. Sept. 13 (vgl. Tagb 15. Sept. 1813 
Vormittags ©ebanfe 31t einem Öebiajt 00m Unftern, ber jule^t 
blofj aus 'äHifjoerftänbnifj unb SBerfefylung in bie .§öUe ftatt in 
ben Gimmel fommt, roorauS ifjm enblia) ein (Engel nrieber tyilft. 
3. Juni 1814 9?euaufgefafjte ^bee u. angefangene Stusfüfjrnng 
ber SRomanje oon Unftern. 6. 93eenbtgung ber 9i. 0. 11.). 
Morgenblatt 17. October 1815 Nr. 248 (Uf)lanb) als Probe 
aus 6t 1 . — 4 fd). über faft 0 tu. über fecatteub 9 aus Krieges« 
ruljm 16 aus 6iegeöfal)ne 18 — bie über Unrcraicicblicfr 
feine 19 fömmt H (nicht .1/) G l - 2 30 ©ine % fjob r eä'2)* 
neben 2luf bem fdjroadjcu plauFcuftürf 32 aus ©litt noä; aus 
unb fanf äurütf 42 s 3t. über plör^lid? 13 fl. ben über jenen 
45 aus ben g. £>immelsfernen 4« füfjrt' M ben über ilm. 

S. 224. | er #tng. H* 1811 $aris Sonnerät. b. 3. $an. 
9taa)ts — 4. %an. 9Horg. (vgl. Tagb. 3. Diaajtö 93efua) oon 
Sa)icfarbt; Sßorlefung mehrerer meiner ©ebiojte, (rrmerfung ba^ 
bura) u. (ämrnmtf ber 9ioman3c oom 9Ünge. 4. Borgens im 
Seite 2lusfüf)rung biefer 91.). An Kerner 4. Jan. 1811 — 



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— 89 — 



Briefw. 1, 172 — Sie 9t o. 9i. ift erft oon geftern unb l;eute, 
fie einölt noch einige SSeränberungen (liegt nicht bei, aber die 
letzte Str. steht am Schlüsse des Briefs). A 27 Subroig Ufjlanb. 

— 2 über bie über auf ber 2tu' (u wie öfters) 4 aus 2)er 
aflerfajönfien 7 aus $u Siebeopfonb ber £>. 12 9B. aus Slumens 
raiit nach Wcc$ n gl. nach roobj 20 6r über Hub 24 golbnen 
von U. wiederhergestellt aus golbenen im Exemplar G"' 25 be« 
hielte über nichtgestr. getoann's 28 Xott in ben # A 36 tr. 
nach zwei gestr. Buchstaben (Ansatz zu jagen?) 37 6eeö 
@r. K (an Kerner) 38 bie — bia) aus bia) $i|a)lein (so A') H 
39 Sötern (auch A) aus Di/ ift — bie über gibft bu mir 
(so A') // 40 Sie — oon unter Wie ftcrft es mit (so A') //. 

S. 226. Die i>rrf SrtMöner. // 3 1811 $ari$ 2Jiont. b. 
7. San. (vgl. Tagb. £ao ©ebia)t: SD. br. 6d)l. im 33ette er* 
fonnen u. ausgeführt. 2)ie Seranlaffung baju war ber ©ebanfe 
an ÄemerS Statten u. ob er rool ben SBorfdjlag, bie Äunben 
ber am (Strome fjtn liegenben Surgen barin erzählen ju (äffen, 
ausgeführt. Nach dem Zeugnis seiner Frau und Schwabs hat 
U. theils an die drei Burgen von Neckarsteinach, theils an 
Heidelberg gedacht ), h Doppeloctav, von Kerner o. r. sig- 
nirt 71. A 162 2>erfelbe (nach ^Sängers Vorüberziehn' Sub- 
toig Uhlanb). — 1 f. nach jtcrj h 9 an SBalbeö «Dange H h A 
11 bie Stürme nimmer H h A 13 fctjrötft (so auch A) bia) über 
fcbcuft bu (so H) h 18 9Jt. über (Ebürmeu II nimmer H k A 
bemerkt auf einem Notizblatt für G 1 neben 21 nachträg- 
lich (Sä ift ben S3urgen gleich 3U halten, 2)ie fta) au« 2Ibenbluft 
geftalten H 30 $ioei Hh A 35 bie über fid? H föl. in Klam- 
mern nach fcbmtcgcn // 3« ftr. in Klammern nach fliegen H 
37 aus in ben g. Äronen H 38 aus ben fronen H a;> aus 
bort au§ // 41 aus ©rabesh. // 49 unter So ift es unbewohn- 
bar morben H <~ob. erl. über Seit rjinacmelft // 50 a.R. H 
ä3 auet) über nod? H 07. 58 wiederhergestellt aus Unb roie 
oerflärt, auf 23ergeSr , 25a3 [aus £iefj| Schloß im // 68 aus ber 
Kälber H 74 über (Seh 1 um bas SaMöfilciu id> bie 2\unbe 
(erst geändert ©eh' ia) jum Sdjl. mit ber £aute) H n bann — tr. 
über bie fdiöuc ixofamunbe H ™ 3t. - tr. Über Dann nieber- 
fd>aut H 8i Gleliaä über ^ofamunbs H. 

S. 228. (Graf ©berljnros prifioovn. H 3 1810 $aris 
Samft. b. 13. Dft. !Raa)tä gegen 10 Uf>r. (vgl. Tagb. 9tao)tö 
gegen 10 Uhr faft ganj im $alaio SRoual bie 91omanje oon 
©raf eberharbö §agborn gebietet), h an Kerner 18. October 

— Briefw. 1, 149 — 9?ad) meiner Sßeife, SSorreben lange oor* 
aug unb 3U 33üajern 3U machen, bie nicf)t 511 ftanbe fommen, 
habe ia) \w meiner Sammlung altfranjbfifcher Sidjtungen, bie 
eine ^rucht meiner JHeife unb Erinnerung an biefelbe fein foUte, 
folgenbe 3>orrebe gemacht. Vgl. Mayer 1, 275. An Alexander 



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— 90 - 



Kaufmann 18. Aug. 1849 : 3 U W ®« löe ^ * c * ne frühere 
Grroäfmung ber Sage anzugeben als bie in &Uev$ 2JJerfroürbig* 
feiten ber Unioerfität unb Stabt Bübingen, £üb. 1743 b° 
S. 268 f. 93gl aua) 3attler3 £nftortfa)e 33efa)reibung beö £enog* 
tf)um3 JBürtemberg, Stuttgart unb (Sulingen, 1752. 4°. 2'« Sljeil, 
<E>. 52. 3 n ^<Ufud Cruttii Annal. Suevic. P. III, Lib. XII 
(Francof. 1596. fol.) p. 769 tft jroar ber mäa)tge §agborn be* 
f a)rieben, feineä fagentyaften Urfprungö aber nta)t gebaut. A 41 
Subroig U()lanb; nach Kerners t Graf Eberhard der Greiner 
im Wildbad'. — aus öagborn (erst e eingefügt) H 2 Sßtrtenu 
berger II (h ?) s 30g naa) SUtterart H h s einämalä wieder- 
hergestellt von U. aus etnämal im Exemplar G 7 7 gr. über 
frifdics // 8 aus £>agborn Ii 9 fteaY wiederhergestellt nach 
U.s schriftlicher Anweisung aus fteeft im Cottaischen Exem- 
plar G i2 vielleicht als prosaisch bemerkt auf Notizbl. für G l 
mit nach anf bm Inü H 10 $ebcrf)ut HA 15 2Bo] Unb .4 
21 $. über (Sraf /f. 

S. 229. fic |Umc girfau. Morgenblatt 5. Juni 1829 
Nr. 134 SBon 2. Uf)lanb. G 4 327. — 27 noa) wiederhergestellt 
für oft von U. im Exemplar G 1 . 

S. 281. IpnlUrfagr. h Octavbl. (Holland). Morgen- 
blatt 10. December 1829 Nr. 295 93on S. U£)lanb. 6' 6 336. — 
über Die Stcmfdmft h 1 auä wiederhergestellt aus aud) von 
U. im Exemplar G 7 naa) ben nter h M u ©rroiu späte G 
17 gr. 93. über Hiefenbau 22 3ö. über Htcmanb no* 21 aus 
undeutl. U. jefct roirb er g. $r. nach Hnfpn Fussnote Plates 
form /*. 

S. 232. $a$ #rtj. II 3 1810 jB[ati*]. ^reit. b. 14. Sept. 
9Jiorgen3 (vgl. Tagbuch). A 124 Subroig Ufjtanb. — 8 nim« 
mer // A. 

S. 232. 5er Mttifte gtfrfa. # 3 1811 3Jtittro b. 27. 3tot>. 
(vgl. Tagb. 3luf bem 9tütfioeg vom Schlossberg). — 1 aus 
$rei 3- 9- s iannebaum H 8 wohl als zulassig bemerkt 
auf Notizbl. für G l 10. 15- tratra H. 

S. 233. Ute §aa& non ^öinrtjcfter. 7/ s 1810 «[«ttö}. 
<Samft. b. 10. ftou. 9faa)t3 naa) bem Vorigen (vgl. Tagb. 9?ad)tä 
naa) 11 U()r bie beiben ©ebtä)te: 2)er oerlorene ^äger unb 2). 
3. 0. 2B. gemacht, lefctereä naa) ber normännifa)en ®efa)ia)te 
oon 2Bace'[s. Eichholtz. Quellenstudien]. 11. 2)ao ©ebia)t: 
2öma)efter3 3<*öb oollenbet). A 61..33olfer. — äßincefter FI 
1 einen seit Q 9 kaum Uhlandische Änderung 3 bort fehlt II 
SBincefterä 77 8 bürfa)en II A 9 fömmt AG 1 ' 2 13 auf dem 
Notizbl. für G l ist auch der Name Titan verzeichnet — U. 
erinnerte sich wohl de3 richtigen Namens Tyrel. ig ber 
wiederhergestellt aus er von U. im Exemplar G 1 17—20 nach- 
träglich auf der nächsten S. 18 Gr fl. // 20 nirgenbäj feine 



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- 91 - 



über niemals nimmermehr (also ^. 9i. nimmermehr) unter 
nichtgestr. mefjr 22 $a[en [nach abgebr. H| unb 3Her)' 
24 Äönigöfmnb seit G'° schwerlich Uhlandisch 25 fd). über 
fem e. über ftillcm 28 bieten H 32 unter nichtgestr. £>. e. 
eingeklammert SBritanmeuö (die Beziehung auf das Wappen - 
thier klarer zu machen). 

S. 234. $aralü. D 189 SSolfer. Tagb. 10. März 1811 
SBorm. . . bie SBalfabe non für ben Xamlan [ t Tamlan u. 
Jannet' Keller S. 263 tt*. ; s. Child, The english and scottish 
populär ballads Nr. 39 Tarn Lin.] gemacht. SlbenbS auf bem 
(Spaziergang . . in ben 2ßalb u. jurücf bie Scene , wie Rannet 
von ben ©Ifen geneeft wirb. — 41 Unb D 19. 50 Söann wieder- 
hergestellt aus Söenn von U. (der 8 2)a§ übersah) im Exem- 
plar G\ 

S. 236. Sie ©Ifen. S. zum t Harald\ — 21 Sprta) be- 
merkt auf dem Notizbl. für G l 34 aus Sünbe wiederher- 
gestellt von U. im Exemplar G\ 

S. 238. Pevlin fcer pübe, h Doppelquart im Tübinger 
Sammelband 3)onnerjt. b. 10—12. 2)ec. 29. Musenalmanach 
1831 S. 21 — 26 £. Urlaub nach Mayers ihm hsl. vorgelegten 
4 Liedern aus des Sommers Tagen', auf die sich unsre 1. Strophe 
ganz speciell bezieht; vgl. auch Mayer 1, 136, 143. G h 348. 
— Seine Quelle nennt U. im Brief an Wolfgang Müller 
11. März 1856: 5Öterlin ben Söilben lernte ia) bamalo auö bem 
1. Sanbe von @Hi3' Specimens of early english tnetrical Jto- 
mattees, sec. ed. Sonbon 1811, rennen, voo 9(u$jüge au3 bem 
latetnifdjen unb bem altenglifa)en ©ebidjte gegeben ftnb. SJiel 
fpäter erfa)ien Galfridi de Monemuta vita Merlini (ba§ tateis 
nifa)e ©ebiajt felbft) par F. Michel et Th. Wright, «Parte 1837. 
$r. Stiegels Sammlung romantifdjer SDtajtungen be$ Littels 
alters 33b. 1, Seipjig 1Ö04 enthält bie ©efa)ta)te beö 3aubererö 
9R., naa) bem altfran^ö fif djen Stoman. 3)a$ 9ieuefte, roaS 3(jnen 
o§ne 3 roe if e t Ö ute $ienfte letften roirb , ift ein 93uc§ von San 
9Jtorte (Sdjulj), dessen Titel Prof. Holland auf dem Beiblatt 
verzeichnet habe. (SUütf auf ben 2öeg oon ber fäjönen Sorelet 
jum alten 3auberer im $ßalbe! S. Hollands treffliche Schrift 
t Über ü.s Ballade M. d. W/ 1876, worin auch h z. Th. be- 
rücksichtigt ist. — Aus $)er roilbe 9R. 2ln $arl Sflaner steht 
M fehlt h Gr 5-7 hsl. Zusatz U.8 im Exemplar G 7 2 frtf ct)eir 
vor fünfter über fitffer 3 aus 2)u lotfteft gern mir ». 7 2)u 
l. über Uno treteub 8 nach ftilleii fdj. über fcfcüdjtern 
nach 2\efy 11 f. über glaube 12 9Jt. tr. [nach bürre] 931. (nach 
Blumen) über ZTur weife IPorte n \v. nach fadjt was also 
auf einen Reim wie 2Balbe3nad()t zielte. 1* aus Stuf einem 
moofigen Stein (erst geändert in 21. m. ©eftetn) 20 auö ^n 
grüne $(ut fjinein bunfeln] tiefen über grünen 21 aus ge-- 



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- 92 — 



waltet 22 ir. über fernen 2a £>. — 2ß. über Doch tief im 
Bufcn 24 neiteö [ö aus r| töraftgefüf)! (gef. erst undeutlich, 
dann ©efüf)l und nun © in g corr.) 25 3J. ©. über Das (Sritu 
26 3ft Über Rat ber (aus beu] 331. wiederhergestellt unter 
bas Sing 1 29- 31 aus £er SBälber mädjtig [nicht nächtig] Sßogen 
$at itym ba3 D^r umraufdjt 2)af$ co in fia) gejogen a2 © 
wiederhergestellt unter puls u aus ©oft »ertraut 36 neben 
Por eines ^^t? 0 ™ 5 :i8 er f)tn unvollkommen wieder- 

hergestellt unter HTerliii 39 ft. über ßin 41 keine Anfüh- 
rungszeichen u. s. f. h über Itfillfomm itt meinem Saale [aus 
meiner öalle] ! 42 aus §eil bem , ber bid) m. br. ins nach 
3um \i über Der in rerborouem Ühale 45 unter £afc uus 
nidjt länger miffen äÖ — id. über £änaft fyätt 1 icfy gern 51 aus 
WUm prüft am ÄI. g. 66 daneben skizzirt 57. 59 5« biefe über 
fycutc :.y $1. über Kofcu (vorhin a. R. Äofen) 60 wiederher- 
gestellt unter 21m .fenfter hielt ich R\td>t 62 neben BclaufcM' 
[aus Grl.] id) jebeu tfall f>erab M G 65 9i — b. über Drum 
faeje bu 67 m. wiederhergestellt unter geigen betne über ja 
bie aber mittlere G 12 H bis 1843 ja bie 68 ©. über Ver- 
borgnes 69 aus bie $ogelfef)Ie 70 darunter 5mid> orme Sd?cu ! 
rcrbeble Du nicht bie fdfttltg mir. Dir {tagte bie Dogclfeble, 
Die £inbe fäufelts bir. 70 aus 2)ie 2inbe fäufelt'ä b. 71. 72 a. R. 
75 aus roünfajt' tfjm grüfet 6? 7 // 76 aus einzig blü§enb so j. 
über frifebes Spatium, si-88 a.R. 82 aus llnb merfe, roctä 
eä f. na unter Wem nicht genügt foleb (über biefi] ^. 84 aus 
2)er fe» »on mir gefragt Genügt HM «5 Db je [über er 
danach t»ou Köuiasfyallcn und darüber 2 undeutliche Worte 
— ©eroölben '< — gestr.| in beinen Sollen 86 Gr über 3 C 
r. über fallen 88 2>a ift wiederhergestellt unter 3ft mobl 
89-92 a.R. gleich unter der vorigen nachgetragnen Str. neben 
3u Kammern uub in Rallen Zucht fallen Blätter ba, 2luf wen 
biefj £*latt gefallen, Dem mar bie £iube nah 89 im /* 90 3JI. 
SB. über Was ich rermaej 94 bir wiederhergestellt unter, 
Bert, 98 uor mittlere G 99 ft. über graue 101 -int neben 
SAion harret (über Do* ror bes) nor bcü ^rücfcn (Sin fjirfa? 
ber lUtlbnifi fein, Der nimmt itm auf ben Kurten Hub rennt 
mit irjm malbein. 101 woljl über läitoift 102 bem $f)ore h 104 SJiit 
feinem fterrn [f. §. wiedergestellt unter feiner £aft] darunter 
Durch — Strom so 105 aus SJtoofee. 

S. 242. pc gilbfimlc brs gaertjus. II 3 1814 Sienft. 
b. 8. See. Statut' (vgl. Tagb. 7. Dec. fyrür) $bee JU bem ©es 
btajte: SD. $8. b. 3). Vormittags Aufarbeitung. 2lbenbS ©oetf)e3 
©ebicfjte. (Sinige roettere Sterte 31t bem heutigen ©ebidjt. 8. kein 
Eintrag). — 1 ju nach D[on] 16 r. nach rolle 18 93or wieder- 
hergestellt aus iion von U. im Exemplar G 1 22 fputfft 
(ältere G) über mtüft 23 aus fernen u aus entehrt 26 aus 



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93 — 



pA benn von ben deinen bift bu nic^t 27 3^ bin über ITTcin 
ift Komma aus Punct 28 — 32 unten nachgetragen 28 bef. 
über ror Willem 29 r. unter fütm göttl. neben berrlid? unter 
glän^cnb 30 SB. über Sucbt 31 unter So fnd>t ifui brunten 
tn bes (Drfus Z?ad>t, Htem förmig IDeirrgcbirge ftöfit euch aus. 
aus fonn'gem 32 br. f. ilm umgeziffert §. über CDrftiS 86 ftiü* 
ti. d. Z. (nicht als Ersatz). 

S. 243. $ou J>fit fwbcn Bjitjbrübmt. H* 1814 gfrett. 
b. 25.-26. 3lou. (vgl. Tagbuch 25. ©ebtcf)t »on ben 3 
entworfen unb angefangen. 9lbenb3 SBeenbigung im föofjen. 
26. Siegen. £>ie Mabe inä Steine gebracht. Schon 18. Febr. 1813 
SHäfjere 9luffaf?ung ber 3 Dee ? u oer Häglid)en XrinFgefa)ia)te.) 
An Kerner 2. Dec. 1814 — Briefw. 1, 398 s. Mayer 2, 28 — 
£u er^ältft tjiebei 9Jiauer3 9luffafc über ©angloff, fenbe folajen 
naa) ber 2)urd)lefung ungefäumt an 9)2. jurücr unb lege mein 
r)ier angebogene^, roäfferigeö 0ebtd)t bei (vgl. Kerner S. 899). 
h Doppelquart unter Mayers Correspondenz (Stuttgart, Kgl. 
Bibliothek) mit Zeilen Kerners vom 17. Dec. 1814. Keller 
will aus alter Familientradition wissen, dass ein Ausflug der 
Schattenbrüder Schott u. s. w. nach Sillenbuch den Anlass 
gegeben habe und die Quelle im Bopserbrunnen zu suchen 
sei ; U. aber bemerkt den 3. Juli 1861 an 0. Elben (vgl. 
Notter S. 151, genauer Schwab. Merkur Sonntagsbeilage 
10. Apr. 87), er habe dies und andres zum Vortrag im 
Schatten an Schott gesandt, ofme mir erinnerlichen Söejug 
auf ein 9l6enteuer ber 23ereinsglieber felbft. — 9 fömmt'S HhO lm * 
m über muntern H 10 2)iefj über (Ein (aber ftf)Iiä)te) H 
fa)röcft h iü Punct spätere G 17 fl. nach geb 1 es H 24 aus 
Spricht <S. -mm 91. JT 20 ft. über febeint (so h) H 21 nach 
Sonne u. gl. nach brennen H 31 in n. über mit bajt'acu H 
33 Söejeugen H h G l 37. 38 neben Hub tu bes iPalbe» Schatten* 
gänge Pertieft fid? jetjt ihr rafd>er £auf H h 37 aus Dietges 
nmnbnen (so h) H 10 Sitfig Hh f). nach hält fic auf H h 
42 unb über ,fic // ,fie G h ~ 7 unb wiederhergestellt von U. 
im Exemplar G 7 11 tief über bid?t (so /*) H 47 fömmt 
HhG u * G3 fef)n fie feine H ü;> aus 30 r fcf>mäf)tet , übers 
mütfjig ^reaje (so /<) H und gefäjmäljet aus gefdunäljt, if)r 70 W. 
wiederhergestellt unter IKis H. 

S. 246. pc ©eifterkelter. H 3 1834 15. 9Ipr. h l Quartbl. 
mit Bleistiftänderungen 15. 9tpr. 34. (An Kerner 11. Jan. 
1830 — Briefw. 2, 5 — bie ©etfterfetter wollte mta) auet) 311 
einem Siebe anregen.) h 2 halber Quartbogen eingelegt im 
Exemplar G 7 (<B. 359 »or: 3 un f er 5Hect)berger einutrürfen; im 
Ex. steht über dieser Ballade §ier ift 2)ie ©eifterf elter ein; 
jurütfen An Kerner 17. Juni 1834 — Notter S. 74 — 2>ie 
0efa)ia)te oon ber 0. $u SEeinsberg, bie bu, lieber mir einmal 



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- 94 - 



er^äfjtt Ijoft, f)ab' td) in steinte gebraut; bu follft fic in ber neuen 
Auflage metner ©ebid)te erhalten.) Kerner, Die Seherin von 
Prevorst 1829 II 241 (Reclam S. 608 ff.) : t Hier zu Weins- 
berg befindet sich ein Haus, das schon etliche und dreissig 
Jahre von einem Weingärtner Namens Bayer bewohnt wird. 
In alten Zeiten diente es als Kelter, von der aber nun keine 
Spur mehr vorhanden ist. In diesem hörte man schon länger 
als 40 bis 50 Jahre, besonders vom December bis Februar, 
nächtlich Töne, als schlüge ein Küfer aus vollen Kräften 
auf ein leeres Fass, als würde Kübelgeschirr gebunden, als 
machte man Zurüstungen an einer Presse (die gar nicht im 
Hause ist), wie man vor dem Traubenaufschütten und Pressen 
zu thun pflegt. Aber diese Schläge und Töne sind oft so 
gewaltig, dass sie bei stiller Mitternacht in der ganzen 
Nachbarschaft umher gehört werden. Dabei ist merkwürdig, 
dass, je heftiger und öfter diese Töne geschehen, desto 
reicher auch die Weinlese desselben Jahres ausfällt . . . 
Geht der Nachtwächter in der Nähe des Hauses vorüber, 
und tönte es noch so sehr, schweigt es sogleich, und fängt 
wieder an, wenn er vorüber ist. Dies ist eine völlige That- 
sache, über die täglich eine Reihe von Zeugen vernommen 
werden kann'; der Nachbar Muff habe darauf die glück- 
lichsten Weinspeculationen gegründet; dazu eine spätere 
Fussnote: 4 Herr Pfarrer Wirth hat die Insolenz, diese That- 
sache in seiner Schrift für eine Lüge auszugeben'. — G s 
387. — Varianten ohne Sigle aus h x 8 Sintenfafi aus %. 
(so/* 1 )^ 21 (£3 auf Rasur wiederhergestellt f. über meidet 
über SDanb steht uerfinft also sollte (*8 weicht bie 20. in 3)ie 
35>. ü. geändert werden. 22 quS Äelternb. 2a II. — br. wieder- 
hergestellt unter Dann wirbelt (ich in — Sdfnt). nach r»cr* 
meinem (also 2)ann wirbelt in ü. ©(f>n>.) über im [aus in] 
milbcm Scbnnimj llHrbelfduiuutg 24 Sief) wiederhergestellt 
gl., j. umgeziffert 27. 28 nachträglich a. R. 27 tobt über 
nichtgestr. fpringt 28 aus Unb feine ©d). tr. b. 2B. so ab 
über um 32 9Jt. aus £agesfd)ein nach r-ollcm 31 wieder- 
hergestellt aus baä üppge fflebenlaub 37 2r. — über rüftgeu 
Sutteuträacru 40 fprüYt // /1 2 G s 41 über (Sefang unb rjcll 
iSeläditcr fdjallt 43 je$t über fdjon 48 grauen ü. d. Z. & 
aus &irdjentf)urm nach abgebr. alt . r >i U. — ber über 2his 
einer 55 fl. über ftrömet 57 pr. über findet 08 ifjm — ». 
(zur Deutlichkeit a. R. wiederholt) über nichtgestr. er ©lücf: 
bringenbeä geflaut s iBunbernaa)t aus:.. ÜTCaojt so u aus 
ftreunb, fpridjt er, fcfjüttelnb (dies aus @r fpridjt unb [Rüttelt) 
es 3Ji. über Wein, 

S. 248. pnher Jkrfibfnttr. H* 1811 2(ngef. u. sum-- 
groffentfjeit nusgef. Sonnerft. b. 21 [aus 24]. $ebr. beenbigt 



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- 95 _ 



eamft. b. 2. Wdxi. Tagb. 21. Febr. Sluffinben beä mevU 
icürbigen 23utf)ö : £tod()aufen, 2ßunberlid)e XobeäöorGoten. Sefen 
barin auf bem <2d)lojjberge. Dtaajljer bie erjätylung oom ^. SR.; 
f)tenacf) entnmrf u. jum groffen 2f)eil 2(u§fü^rung einer SBattabe. 
2. März Seenbigung bes 3- 9i- auf bem (Spaziergang über ben 
©d)lofj6erg in ben Sßalb. 4 Mira Pra>sagia Mortis Das ist: 
Wunderliche Todes-Vorboten . . . Von Joh. Friderich Stock- 
hausen, Prediger in Gosslar Frankf. u. Leipzig 1694 S. 53 f. 
(Abschrift an Kerner 23. Febr. — mit veränderter Ortho- 
graphie im Briefw. 1 , 183 f. ; vgl. Schriften 4 , 370) : Jn 
[Kirchhofs] Wendunmuht, (schreibt D. Diterich, Sap. Part. II. 
p. 1017.) wird diese Geschieht von Juncker Rechberger er- 
zehlet, der ritte einmahl in eine Nacht aus, etlichen guten 
Leuten ungebeten auf den Dienst zu warten, und verbarg 
sich biss nach Mitternacht in einer wüsten Kirchen. Als 
er sich nun vor Tage aufmachet, nach dem Ort da die aus- 
gespähete Leute fürüber ziehen solten, und unterwegen ge- 
wahr wird, dass er seine Streithandschu in der Kirchen auf 
einer alten Todtenbaar, vergessen, schicket er eilends den 
Knecht zurück, dieselbigen zuhohlen. Der kommt bald wieder 
und spricht: es möge ein ander die Handschu hohlen, denn 
es sitze ein feuriges Gespenst auf der Todtenbanr, und habe 
beyde Handschu angethan, und streiche einen über den 
andern aufs glatteste an. Darauf der Juncker erzürnet, zum 
Knecht spricht: was er für eine Memme sey, ob er sich 
unterstehen wolle einen Kerl anzugreifFen, und doch so ver- 
zagt für einem Gespenst sey? Reitet also selbst zurück, 
lässet den Knecht das Pferd halten, gehet hinein und reisset 
sich mit den Teuffei über die Handschu , und erobert end- 
lich dieselbige, reitet darnach wieder auf sein Posto. Unter- 
des bricht der Tag an, und sahen dift beyde einen schwartzen 
haufFen Reuter gegen ihnen hertraben, wichen derohalben 
auf eine Seite aus. Hinter diesen Zeug [soj kömmt einer 
hernach getrabet, und führet ein lediges Pferd an die Hand, 
mit Sattel und allen woll staffiret, den fragt der Rechberger, 
wer die vorreitende gewesen? Ev fragt weiter, wem dann 
das ledige Pferd zustehe? darauf antwortet jener: Es ge- 
hört einen meines Hn. getreuen Diener der heist der Rech- 
berger, der soll heut über ein Jahr erstochen werden, und 
dann darauf in sein Losement reiten. Damit ritte der 
Reuter fort. Rechenberger erschrack, wolte sich folgends 
bessern, gab seinen Knecht Pferd und Hämisch, und ging 
in ein Kloster, darin sie ihn vor einen Layen- Bruder an- 
nahmen, und über des Abts Pferde die Obsicht anbefohlen. 
Als er aber ein Jahr im Kloster gewesen, wird er eben auf 
diesen Jahr-Tag, an welchen er hatte seine [so] Gesellschaft 



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- 96 _ 



gesehen vorüber reiten, mit einen Stallbuben uneins, und 
von denselben mit einer Heugabel erstochen'. — A 45 SBolfer 
(nach Kerners k Das weisse Ross'). — i SBanberer wiederher- 
gestellt aus SBanbrer von U. im Exemplar G 1 ig ft. aus 
ftefjen 17 über nichtgestr. Seine 2lugen funfein [nach abgebr. 
lettcr»] n>ie rot^e (SHut, 18 über nichtgestr. Gr [tretet unb 
glättet bie JpanbfdEjur) gut 21 6 über Hub öic 2« läfjft H 
33 fpr. über ritt 38 aus 3)a tarn beä ffieegeä 11 aus trabte 
42 aus lebtgeä 43 ftoffiret bemerkt auf Notizbl. für G x m aus 
£errn 65. m 3a) fetye bir an ben Slugen an darauf folgt es 
// A 9?euter3mann H »>9 aus Sage 74 bitteren // A 75 ©3 
über Das pferb 70 t)at e3 nimmer g. // vi 78 aus fteigt si ftieg 
über undeutlich corrig. fteigt 82 über nimmt 83 aus fct)tt)ingt 
84 aus bient. 

S. 251. |)cr ©raf VOtt (&Xt\tTS. h Doppelquart (S. 3 
leer, S. 4 t Der Mohn') $rett. b. 30. Oft. 29 f. Morgenblatt 
L Febr. 1830 Nr. 27 93on Subroig Ufjlanb. G h 363. Vgl. 
Schriften 3, 398. — ©renerä u. s. f. h M Alles in Halbversen, 
achtzeiligen Strophen h 1 j. über gute ©r wiederhergestellt 
ftefjt über nichtgestr. Staub worüber schon vorher cinft 
2. 3 über far> 3 aus (Srgtufjn im Sonnenftral 4 aus bämmern 
au§ ben Älüften 5 2öie [über IDas] — t)in (darüber naa) bir 
all und tüte ftebt naa) bir mein Sinn) neben ZTad? bir ift all 
mein Sinn (worüber SRJie ftef)t naa) bir) in einer Z. neben 
SBeglütfte [über ©ludffeligel, bie bort tootmen [über btd; roeibenj, 
D Senn' [darüber Stub BivV also zur 1. Hälfte der neuen Z. 
daneben] unb Sennerin! 7. 8 in vier Halbzeilen neben 2ßof)I 
(wiederhergestellt unter Sßie oft] faf) td) oft [wiederherg.] 
hinüber, Vo&> [darüber Ho* llnb] 30g micf)ö nie 3U bir £od£> 
|über llub| jefct [wiederhergest. unter gleichfalls punetirtem 
beut 1 ] erfltngt [aus ertönt] beut Zeigen So tief [darüber morjl 
füg] $um {fersen mir!" 7 Oft über Wohl fonft über fd)on 
über oft £uft nod) Sdjmerj 8 baö tieffte fterj i> über Unb 
näfjer [ü. d. Z ], fjcller, immet heller Hingen [wiederhergestellt 
vor bringen] frört er ben Steigen nafjn Sa)alltne«en an über 
tu 10 ftirten wiederhergestellt vor nichtgestr. Sennen aus 
Sie ftetgen ben 23erg fjinait jieljen spätere G 11 nach 12 
aber hinaufgezogen Unb 2(uf feines be§ 3ttrg Schloff es öofeö 
über llnb um bes Sdilofthofs £tnbe 9tafen frebt an [nach ftcb] 
b. 9?. aber Beginnen pe ben (Lan^ 12 2)te — fdj. [nach gestr. 
Ansatz zu blirtfen) über Sie finb fo bunt umflattert aus flat= 
tert 13 S. wiederhergestellt unter (Tänzerinnen Sd)lanf — 9)J. 
neben IVtargita, fpringt berooi (darüber aus bem Kreis) 
14 aus Sie fafjt [worüber (Ergreift | bes ©rafen 5Hea)te aus Sie 
[darüber llnb| 5ie(jt if)n [Änderung %f)n jie^t fie notirt] in 
ben (5()or 15 @ä wiederhergestellt über SRings | darüber auch 



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— 97 - 



Unb beibe aus $)ie beiben] fid) worüber üm in — ein fehlt h 
16 §ei! guter junger @r. v. &t neben ficll Hingen bie Scball- 
mcy'n [aus nen] Sie roirft ben Kratij ilnu über n jieljen über 
reinen (? raffen?) aus oonbannen nach fjinab 2Jttt £anj u. 3t. 
unter 3Rit Xanj unb mit ©efang 18 Sie — 3). über Dura? 
Dörfer unb burd> UTärfte aus 3Bo 9iing an SRing fi$ reiljt 
19 9R. nach bic Brücfc >o f). über füffe 21 Woty ©d)on glänzt 
fteigt über e§ fteiat fdjon wirb K. über fd?öu unb fl. 22 9Bo 
bl b. (über Der gute junge) neben Zlodb fetyrt ber (Sraf nidjt 
wieber (unklar corr.) 3ft er »erfdjollen [unter uerfdjrounben 
aus entidjn).] gar neben Sdjmanb er auf nimmerbar? 23 Unb 
(vor Sd?on fenfet fid>] — finft über Dodj etje no<b aus bie 
Sonne fenft ben Sauf Semikolon U. aus Punct im Exem- 
plar G 1 24 bonnertS im [aus in] ©eb. [nach ben Bergen] 
über siefjt am (Dlbcnt>orne ba — SB. (nach Wolfen) über €in 
ftujtres IPetter 2» unter Der [nach Da — über 5d?ou — fradjt] 
IDalb erfragt [ü. d. Z.] com Sturme Der Blitj bie 2Taa>t er» 
r^ellt (mit Ansätzen 3Jom Sltfc, ber Xannen fpeHt aus der 
1. Lesart 2)er 331. bie Reifen fp.) aus Unb jeber 23a$ unb 
Strom 26. 27 in zwei Langzeilen neben Unb mitten [in] ben 
Strubeln [aus Unb ftefj im roilbften Sßirbel wozu SBirbeln und 
roilben SÖogenroirbel notirt] (Sin SWann, ber furchtbar [darüber 
mögt — vor fd)roimmt? — unb] ringt jäf)em Strale über ba 
mit nrilber Sofye ringt nach fd?tr»immt 28 ben 2Cft über bie 
2Detb 1 guf ben Stein [fid)] über fid) — U. 29 eurer aus eurem 
93erge über fel'gen (Lfjales [ursprünglich 2lu3 eurem fel'gen 
Stjal] Bat 30 aus %m £anj unb «Spiele mitten aus Sturm 
unb jlut 32 9Rid) aber fajroemmt bie Sßoge 00m fel'gen Slufent-- 
fjalt h 33 mit — Sa), über £eb mol>l beglütfte feige Sajaar 
34 2. n>. ir^r feigen br. f. %. über <D feiige [darüber fjimmlifdje] brei 
(Tage 35 unter 3a ! 36 aus 2)er Gimmel mio) oerroieä 37 über 
<D füffes Kinb ber 2Ilpen Berge fr. über blüfmbe 9tü!)r] dar- 
über m. über mir bie 38 aus 3«? fü&l's" ! bie SBoge löfa^et 
ÜRidjt meines $erjen§ [erst geändert biefen innern] Sranb 
39 2)u j. SR. über 0) füffer Seigen locfe Sod über Du 40 über 
Dort felf \<bs nieberfaxmcu [?] ItTein ftnftres gbeltjaus. 

S. 253. (ßraf «fcberßetn. H* 1814 @ntn>. Samft. b. 8. San. 
2lu§gef. Sonnt, b. 9. 5ßorm (vgl. Tagb. 7. 2lbf#rift ber Sage 
com @r. 6. auS ber 2lltertf)um3$eitung , babei gefaxte ^bee i u 
^Bearbeitung biefer Sage. 9. Ausarbeitung ber $aBabe ©r. ©.). 
Idunna und Hermode. Eine Alterthumszeitung. Heraus- 
gegeben von F. D. Gräter. Erster Jahrgang. Breslau 1812 
Nr. 43 vom 24. October S. 171 in der 4 Bildergallerie des 
Rheins' (aus der Leipziger Allgemeinen Weltchronik, Heft 1) : 
4 4. Der Eberstein. Eine hochherzige Geschichte ! Kaiser Otto 
belagerte des Grafen Veste lange vergeblich. Eine Kriegs- 
Uf>Unb, ©rti«tt. 11. 7 



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— 98 - 



list sollte endlich bewürken, was die Kraft nicht that. Graf 
Eberstein wurde zu einem Turnier und Tanz nach Speyer 
eingeladen. Er erschien und zeigte sich auch da als den 
mannlichen Ritter im Kampf und Tanz. Die Kaisertochter, 
deren schlanken Leib er eben umschlang, verrieth ihm 
während des Tanzes den heimlichen Anschlag auf seine 
Burg. Eberstein verliess in der Nacht den Tanz, und war 
mit Tagesanbruch wieder der Vertheidiger seiner Veste, 
Kaiser Otto fand den Ritter bewundernswerth, und die Hand 
der Prinzessin, die ihm schon das Herz geschenkt hatte, 
war von beyden Seiten der Kampfpreis, und das frohe Ende 
der langen Belagerung.' S. auch Schriften 3, 398. — l f>ebt 
[aus f)ub] ftd; über mar es 4 aus führte s aus fdjroang 7 aus 
flüftert' aus fonnt'ä 10 ein (Notizbl. für Ö 1 @tn, betn @($löfcl. 
so) n über badjte 13— 15 neben (Sraf (Sberftetu Sd>Ud> ftcb 
nom Heibn Uno fpornte fein Koft in oie Hadit tunein 13 uus 
fuc^t' H aus Sief* 15 aus jagte 16 — 20 am Ende nachge- 
tragen 17 aus fdjliajen Raiten H ältere G ist altmodische 
Schreibung för fcafen 19 aus grüjjte 20 aus roarf fte be^enb 
in 21 am 2R. wiederhergestellt vor fritfrnioracus 22 aus 
meint' (so spätere G) fene über märe 23—25 neben 21nf 
(Sberftein (raupte fo fein Per (Sraf um oen Waii mit gewapp- 
neten Keibu '23 3). über Dort 24 aus Sanken 2> a tanken G 12 
gegen U.s Symmetrie, aus 22 si f)ebt jaus !)ub| ft<| über 
marb es 34 aus $üf>rte 3« aus fdjroang 37 flüftert' zu ändern 
vergessen aus tonnt' 40 s. zu 10. 

S. 254. $djmäMfrfje fuirtf. H 3 — faesimilirt in Kön- 
neckes k Bilderatlas zur Geschichte der deutschen National- 
litteratur 1 2. Aufl. 1895 S. 373 — 1814 $ienft. b. 6. Eec. 
SSorm. ^aa) einer früheren 3bee ( v gl- Tagb. $rüf> bie <2d)ro. Ä. 
roieber aufgefaßt u. Vormittags btefelbe auggearbeitet. 4. Dec. 
1811 3 Dee 3 U bem ©ebitfjt r-on ben @a)roabenftreia)en. h: es ist 
blosser Zufall, dass sich die V. M — 56 in andrem Metrum 
a. R. der am 20. Juli 1811 dramatisch angefassten Dichtung 
von Karl und den Pairs in Constantinopel finden,, die im 
Nov. 1812 episch umgestaltet wurde; Keller S. 318. — 
Schriften (1, 293) 8, 611 ; 7, 616. — 3 fr. über oroffen 5 unter 
gestr. 6 aus erf)o&? 14 über £>üoel 1« ba§ nach fe|in| 
23 forajt' H ältere G 30 ?ßf. nach Sdm'[erbt] 45 aus eine 
47 g. über allem Komma nach 33. gestrichen so SDer über 
(Er 51—56 Sie fprad)en: Sag un§, Sitter, roertf>! ©er folä^e 
<Streia)e bid) gelehrt, <So ftarfe, nmnbergletrfje ? §err ©erolb 
fpraa): ^a§ fragt i§r lang? 2>ic Streirfie ftnb Bei unä im 
ednuang, 2Ran ^eifct fte 6ö)n>abenftreia)e. h :.i 6agt H G l 
52 ©UO) HG 1 . 

S. 256. fDte #fl!t)f. H 3 1810 ©amft. b. 3. gebr. 3»it» 



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— 99 



tagS (vgl. Tagb. SHittagä bie »aUabe: Set HRorbfnet^t). Pan- 
theon 2 (1810), 428 Serfelbe (wie .Klein Roland' Subroig 
Ufjlanb); Z. 3, :> u.s.f. eingezogen ohne Spatia. — 2)er SWorb* 
fnedjt H mit einem dem t Wunderhorn' entlehnten Titel. 
3 aus erf plagen (i gleich erft.) 5. 6 neben nichtgestr. <£r 
leget bie ftotje Lüftung an, Unb fönringt fict) auf's Mofj rote 
ein (Ebelmann, i roiU fpr. H 9 aus ben gülbenen Sporn. 

S. 256. !ja$ § djmert. 8 1808 benf. Samjt. [28. Jan. 
wie Goldschmieds Töchterlein'J 2l&enb3. H h . h Octavbl. im 
Besitz der Freiin E. von König- Warthausen in Stuttgart, 
facsiniilirt in Frankels Ausgabe hinter dem Vorwort, genau 
stimmend zu einer Abschrift Mayers für Holland: 4 Das 
Original in eine Autographensammlung gegeben'; (vgl. 
Mayer 1. 116). — ©djroerb Hh ©djroerbt die ältern G u.s.f. 
i aus (Sdjmttte H 3 so 3 fafct' nach rooa über roieot 4 fdjroer 
über leicht (so h) H nach 5 Hh: 

„$a3 ©djroerb ift roatyrlid) nid)t ju leicht. 

„3u ftar! ift euer 2lrm, id) mein'. 

,,$od) [aus SBis H z \ morgen foll geholfen feun." 

2113 nun ber $etb am SWorgen fam, 
2)aä 6d)roerb er flugS beim ©riffe nafjm. 
2>od) wie er feinen 2lrm aud) raanb, 
£as 6d)roerb er oiel ju ferner erfanb. 

Ter Sdjmieb ganj rufftg [aus gar I)öfjui>cf> 7/ 3 j blirft bafjer: 
„2)a3 @d)roerb ift roafjrlid) ni$t au fd)roer. [folgt 7. sj. 
Diese 3 Strophen sind in H 3 gestrichen, die 1. — unsre 2. — 
ist aber durch Punkte a. R. wiederhergestellt (so auch die 
aus Veraehen mitgestr. V. 3. 4; schwache Punkte neben 
der 2. sind nicht aufgefrischt, 3. ohne Punkte) und in die 
jetzige Fassung umgeändert. 9 a. über metner (so H 6 h) H 3 
11 «So fprid)t ber §elb Hh, 

S. 257. I UAfrieiS ^itnütrt. i/ s 1812 9Jttttro. b. 8. %an. 
216. (vgl. Tagb. 2l6enbö ju §aufe. $>aö @ebid)t: Jörnen Sieg« 
frieb nad) einer frühem 3bee. An Kerner 8. Dec. 1809 — 
Briefw. 1, 85 — Äönnte man md)t ben Sßolföroman nom ge- 
hörnten S. in SaHaben, im SSoirston, bearbeiten? Vgl. Schrif- 
ten 1, 156). Musen 2 (1812), 164 Stotter. — aus Jörnen 
©iegfrieb H ©djroerb aus <Sd)roerbt (so M ältere G) 6 mandjer 
H MG 1 7 aus 3" n 9 ©• einen 10 ©djmibte 7f s. t Das Schwert'; 
14 mir H n funnt 19 weit nachträglich über rings (so M). 

S.258. ftleitt ^olnno. IV 1808 <£amft. b. 17.— 18.$ec. Jf*. 
Pantheon 2 (1810), 421 Subroig Uf)lanb. An Alexander Kauf- 
mann 18. Aug. 1849: ÄI. 9t. |at jur Duelle eine (Srjäfjlung 
in nad)be3eid)netem 8ud)e, einer 2lrt oon fpanifdjem £)ecamerone : 



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100 - 



Noches de lnuierno, 5Btnternäa)te :c 2c. 2luö bem 3patüfa)en 
in bie $eutfa)e Spraye oerfefcet 2c. 2c. bura) MaUkaeum £rum= 
mern oon ^abenboa). Dürnberg. SSerlegtS 3o§. Seonfjarb SBuggel. 
1713. 12°. 2)a8 Abenteuer beä jungen Orlando finbet fic^ bort 
im achten <£ap. @. 359 ff. [— 422. Register: t Das Achte Capitel 
Eröffiaet die wunderbahre Geburt des Roldan oder Rolands, 
und wird darbey unterschiedener seiner Kinder-Possen ge- 
dacht'.] Sie ftorm: Orlando beutet auf italiän. Slbhmft, bie 
fpaniföe wäre: Boldan; ia) Ijabe bie Heali di Francia nia)t 
jur &anb, um barin naa)3ufef)en. ©ine ältere, in ber ®runb: 
tage oermanbte, fonft aber bebeutenb »erfa)iebene Sarftellung 
au3 SRolanbs Änabenjeit ift, naa) meiner 2lbfa)rift au§ bem Cod. 
Paris. Heg. 7188, gebwdft in ben äufäfeen beö folgenben 23utt)§: 
£er Vornan »on >yierabraä. ^rooenjaltfa). §erauög. non 3m-- 
manuel SBeWer, »erlin. 93ei ®. Weimer. 1829. 4°. ©. 156 ff. — 
5 ftolj! H 3 7 $er Gfn*e fpottenb unb beö ®olb3! H 3 8 fa)rötfs 
lia) — bemerkt auf Notizbl. für G l — aus fa)redl. H h 9 Sing: 
lante, mein H 3 is Unb bitt' H 3 27 fjeHe nach frotje H* m bura)] 
auf P 44 ftia HP A9 nur] rool H 3 nun G h ff. 6t fjoleft f/ 3 
©rannen G 3 ff. wie gs «7 2Bilbpret schreibt U. in H und so 
steht P SBilbbrät G gehört der Druckerei. «8 rotf)es H* P 
69 3ft über Ifleil (so H 3 ) H h 77 i&re HP G x bie ist aller- 
dings gegen die Symmetrie, aber euphonischer. 73 SRein G* 
(kaum von U. wie G 2 durchcorrigirt), daraus wurde dann 
SDtein' G ; solcher Hiatus bei doppeltem Auftakt ist leicht, 
vgl. { An Sie' 1 IDeine 9lugen. allftunb über all Stuttb H h 
so 2)er aus 2>a8 II 3 über Vas H & m %n H 3 87 Sa tyaben 
[fjan H*] fte H alä ü. jum (H 3 ) H* 3in§ bemerkt auf 
Notizbl. für G l 88 aus jum (so H 3 ) H h 101—104 fehlt H 3 
102 aus g-erne H'° 105 2>er Äönig fpä$t fjinauä 3um ©aal: H 3 
einemmal corr. U. aus e. im Exemplar G 1 107 am offnen 
9)tal)l H 3 119 §. nach fdmeli H* 121 aus Äaifer H 3 mit 
Fehler seit G 11 wie 125 freubeooH obwohl U. nicht fremd kaum 
nachträglich von ihm in G 10 eingeführt sein wird. 129 keine 
Kommata H 3 G 4, ff. 130 f). über eMes H 3 132 Jänner // P. 

S. 263. IMati* $rfjUMrä$er* H 3 1811 Sienft. b. 10 «Sept. 
Sorm. (vgl. Tagb. ^bee ju ber 9iomanje 9t. Sa), u. 2lu3fü§rung 
berfelben am 3ior* u. 9Jaa)mittag.) Am 14. — s. Briefw. 1, 
237 u. — an Kerner, der das an den t infamen Blumauer' 
mahnende Metrum tadelt: 1, 239. Holland notirt k Auto- 
graph in meinem Besitz', doch decken sich die von ihm 
angemerkten Lesarten mit H l . An Alexander Kaufmann 
18. Aug. 1848: SHoIanb <3a)ilbfnappe ift ©rfinbung, angeregt 
bura) bie S9efa)äfttgung mit ber farolingifa)en $elbenfage. D 
192 U^lanb. — 3 SBtlbbrät G s. t Klein Roland' «7 « aus 
rot^ unb gr. 8 §err — $elb über ber König , tief betrübt 



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- 101 — 



io b. 3S>. über bas es gibt 12 £iefj über Das 13 2)a3 trägt 
ein SRief' HD ig 2limon H D ipeimon die ältern G die auch 
9?aimä (gleich HD) bieten; da beide Formen k Naimes' — 
En Aimes: Herr A. — und .Naime' altfranzösisch sind, U. 
in 4 Roland und Alda' A die Form ^aim' braucht, 9toime in 
späten G .König Karls Meerfahrt 1 20 (ÜRonme in der Karl- 
Romanze aus Lope), und eine Änderung solcher Namen in 
der Druckerei sehr unwahrscheinlich ist, setzen wir 9toim 
wie £aimon, ebenso i<>2 ; dagegen ist Stenern hier (nicht 162) 
offizielle, nicht U.sche Schreibung. 20 f). aus I. 27 aus ©uren 
wiederhergestellt von U. im Exemplar G 7 2h ©uertn spätere 
G 36 aus ©onnen: unb bei 39 über 2Juf UOtQtn nod? auf 
Steden 18 (Sä mar ein SR., gr. u. n>. bemerkt "auf Notizbl. 
für G 1 62 gang f. G' 4 späte (vor Holland) wieder erft 77 e 
aus (£ a aus 31 78 mit ber sogleich über mar nidjt 
95 6a)retfen HD 101 com G 7 nicht corrig. in U.s Druck- 
exemplar, aber 102 hinunter aus herunter wiederhergestellt 
105 aus freut* fid) an bem 121 ber wiederherg. aus bie G 1 
125 f>ät aus ptt (so G* G 6 ' 7 ) H f)ät DG aus &ätt* wieder- 
hergestellt von U. im Exemplar G 1 , aber es hat keinen 
Zweck, diesen auch sprachgeschichtlich nicht stichhaltigen 



mhd. Indicativ 4 hete' vertritt, wie im Volkslied, bei Goethe 
u. a. 145 a. über bei meinem Wort 146. 148 s. 16 157 (füge) 
über ungeheure 162 s. 16 175 g. nach geworben 188 ft. über 
guten 191 Unb ju wiederhergestellt aus 3« von U. im Exem- 
plar G 7 193 2)ie 3ierrat HD 2)en 3ieratf> G und das stellt 
U. aus £en 3ierratf) ( 80 auc h spätere G) wieder her im Exem- 
plar G 7 , man darf also nicht mit Holland 2)ie Qiexxatf) — 
warum dann nicht Qiex&t? — schreiben, d. h. das ändern, 
woran U. nachprüfend keinen Anstoss genommen hat. 195 aus 
nmnberfjetten ff von ü. aus rounberbaren wiederherg. im Ex. 
G 7 (so 196 2113 nüe wieder zusammengezogen) 208 ©ott über 
(Snab' 210 eben fdjl. über fjabt gefdjlafcn. 

S. 270. gtfmg #üxl$ pwrfnljrt. H* 1812 $rett. b. 
81. Qan. 33orm. naa) einer frühem 3&ee (vgl. Tagbucb) wohl 
von der Leetüre der Orientreise im t Galien Restaure' her. 
Ä: Hollands Notizen über eine verschollene Hs. D 200 
Uftfanb; nach t Roland Schildtr.' — 3 ©rabe H h 16 2U3 Hh D 
2tlteclere H 2tttecläre D 19 mit wiederhergestellt für nur von 
U. im Exemplar G 7 20 3Jlögt' Hh D 23 aus lieber H tiberä 
Hh 26 ©. über (Teufel // 29 9toimi3 Hh D (r 1— 11 9?aime 
G 12 ff. was gegen das 9Jaimeä neuerer Herausgeber zu halten 
ist ; vgl. k Roland Schildträger' 16 35 mögte HD 37 63 mar 
ber eble ©raf ©arein H 41 3)a fpr. |>err ©ui, ein 9iitter fein H 
44 in über aus H 48 <5t. über 2Jls H 49 §err aus ber H 




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— 102 — 



r»i nitt)t wiederhergestellt aus nidjts (auch G h ) von U. im 
Exemplar G 7 52 btefen Slnbern HD 55 feftem nach redjtem 
Jfmj unb (ein Versfuss zuviel, doch sollte es wohl heissen 
mit ftug u. 5W.) über ftmrem H feftem SJtaafj bemerkt auf* 
Notizbl. G\ 

S. 272. «niUeffr. i/ 3 1812 Sonnerft. b. 10. |über \\.\ 
12. 2)ec. (vgl. Tagb. 10. SJorm. bie Siomanae %. entworfen unb 
größtenteils ausgeführt. Kurze Notizen aus dem .Roman de 
Kon' schon in Pariser Papieren. S. auch Schriften 1, 83; 
4, 354; 7, 652 und Eichholtz, Quellenstudien). An Kerner 
18. Dec. — Briefw. 1, 347 — ; Fouque an K. 30. Jan. 1873 
(1, 357) .Machen Sie doch . . dass mir U. seinen herrlichen 
T. für das Taschenbuch gibt', nach Kerners Brief vom 22. Dec. 
(Briefe an Friedrich Baron de la Motte Fouque 1848 S. 207) 
.Er schreibt mir so eben und hat ein herrlich Gedicht bei- 
gelegt, überschrieben .Taillefer*. Es ist ganz ächt!!!!!. 
Nein ! ich kann mich nicht enthalten, (ob ich gleich von U., 
der in solchen Sachen streng ist, keinen Auftrag dazu habe) 
das Gedicht, das neuste von ihm, beizulegen. Bewahren Sie 
es nur ! Zum Druck desselben kann ich für mich allein natür- 
lich keine Erlaubniss geben; K. an U. 22. Dec. (1, 348) 
nach einer Bemerkung über einen werbenden Brief Fouques 
.Über das Gedicht, das du mir beigelegt, kann ich weiter 
nichts sagen als — es ist echt!!! 1 und 15. Febr. 1813 .Den 
T. theilte ich F. mit, es wäre von dir billig, so herrlich er 
unserem Verein anstünde, ihm denselben zu überlassen', 
was nicht geschah. — D 212 llljtanb. — 5 ber vor %. wieder- 
hergestellt von U. im Exemplar G 7 (fehlt auch G h ) « wenn H 
örunnen G doch ist nicht abzusehen , warum U. gerade in 
diesem archaistischen Gedicht selbst so geändert haben 
sollte ; wir folgen daher HD. i wenn H hier auch D aus 
fdjürt » unter 21m 2Jbettb [über Dom frühen] mentt er ftd? 
legt, am IHorcjeit n>enu er Sßenn H wenn H n mein über 
bas 28 rief über fprad? 3i beide ein ü. d. Z. »ü aus Üßerj 
gönnt (so D) 38 das zweite mit ü. d. Z. 39 <p. über *8er$ 
unb (Etjal 40 aus @r fang oon 9iolanb, er fang »on 9tonceoal 
41 ein ©türm wiederhergestellt aus im ©turnte von U. im 
Exemplar G 7 ebenso 42 mattete aus wallte und 45 fprengt' 
aus fprengt, füfjrte aus füljrt 4«. 48 engt. SRitter bemerkt auf 
Notizbl. für G 1 so ans Sie br. in fcaftingsfelb mit §örnerfl. 
52 ftaralb nach (Sraf trofciges ü. d. Z. 53* aus fterft' aus feine 
/ Jänner (so D) über ^a^n 1 54 3mm. D 58 Sieb (D G) aus 
Sieb' 59 das zweite bein ü. d. Z. t>o Sebenlang (D ältere G) 
mit Trennungsstrich H. 

S. 274. fpns Hotljtjemo. H* 1816 Sonnerft. b. 25. 3an. 
s Horm. (vgl. Tagb. 24. $obenecf, ©es beutfdien SJWtetalters 



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- 103 - 



2k)lfögfau&en u. fceroenfagen. 25. SDte ©attabe: 2). 9*. gebietet.). 
(Auf einem Excerptbl. ©rimm Sagen I 342 9tot$&emfe; 
s. Schriften 1, 183, 290 f. 316 f.; 2, 61; 7, 307 f.) F. L. W. 
v. Dobeneck (ed. Jean Paul, Berlin 1815, I 164 f.): 4 Ais 
den einzigen Fall, wo gerade das Vornehmen, in's Teufels 
Namen, zu Vollendung einer sehr nützlichen Arbeit nach 
dem Volksglauben nöthig war, finde ich das Wirken des 
N o t h h e m d's , dessen sich häufig auch Kaiser und Fürsten 
bedienten. Es war, sagt Wierus in seinem Buche de prae- 
stigiis daemonum im 4. Buch, 15. Capitel (auch Wehner in 
seinen Observat. selectis etc. Francf. 1615. 4to. pag. 524. 
führt es an) dieses Nothhemd ein magisches, in den vorigen 
Zeiten gepriesenes Hemd, das die Alten anzogen, um in 
den Kriegen vor Pfeilen oder Büchsenkugeln und jeder 
Waffenverletzung frey zu bleiben, und damit ihren Körper 
vor jeden Unfall zu sichern. Selbst die Gebährenden be- 
dienten sich des Nothhemdes, damit sie schneller und sicherer 
entbunden würden. Die Art, solches zu fertigen, war nicht 
weniger abergläubisch, als mit Magie verbunden. In der 
Christnacht mussten Mädchen von anerkannter Keuschheit 
den Faden aus Flachs in des Teufels Namen spinnen, wirken 
und zusammen nähen. An die Brustseite dieses Hemds 
wurden zwei Köpfe eingenäht, von welchen dem rechts ein 
langer Bart herunter hing und oben ein Helm aufsass ; der 
Kopf links aber widerborstig war und eine Kopfbedeckung 
hatte, wie ein Teufel. Die Seite eines jeden beider Köpfe 
war mit einem Kreutze versehen. An Länge bedeckte das 
Nothhemd mit Ermein den Mann vom Hals an bis herab 
zu der Mitte des Leibes.' Frauentaschenbuch 1817 S. 398 
S. U^Ianb. G 2 361. — 5 roiHt H F roiDft G Unlands Änderung? 
18 jügenber mittlere G 29 fntingt F »2 £ob F 39 finbt ändert 
U. aus finb't im Exemplar G 7 , aber er ist darin nicht con- 
sequent, und wir normiren das. 42 falfdje über fdjltminc (so F). 

S. 276. H a* mm von (EDenljflU. H* 1834 16. 3ul. 
(U. an Götzinger — 31. März 1855 — bezeichnet mit Be- 
rufung auf eine frühere Mittheilung an Simrock Ritsons 
Fairy tales 1831 Nr. 19 4 The luck of E.' als seine Quelle. 
Ritson S. 150 f. : 4 Tale XIX. The Luck Of Eden-Hall. In 
Eden-hall, in Cumberland, the mansion of the knightly 
family of Musgrave for many generations, is carefully pre- 
served, in a leathern case, an old painted drinking-glass, 
which, aecording to the tradition of the neighbourhood, 
was long ago left by fairies near a well not far from the 
house, whith an inscription along with it to this effect : 
If this glass will break or fall, 
Farewell the luck of Eden-hall. 



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- 104 — 



From this friendly caution the glass obtained the name 
recorded in a humorous and excellent ballad, usually, but 
erroneously attributed to the duke of Warton, of a famous 
drinking match at this place, which begins thus: 

God prosper loDg from being broke, 

The luck of Eden-hall. 
The good fortune, however, of this ancient house was never 
so much endangered as by the duke himself , who , having 
drunk its contents, to the success and perpetuity, no doubt, 
of the worthy owner und his race, inadvertently dropped 
it, and here, most certainly, would have terminated The 
luck of Eden-hall, if the butler, who had brought the draught, 
and stood at his elbow, to receive the empty cup, had not 
happily caught it in his napkin'.) — Morgenblatt 28. August 
1834 Nr. 206. G 8 423 (im Druckexemplar G 7 vom Setzer 
angemerkt über k Graf Eberhard', liegt aber nicht bei). — 
40 @Iüdf mittlere G 41 SJfotb unb 93ranb verschrieben. 

S. 278. f)tr Ut?tt Pfalförüf. h l Quartbl. 18. ftebr. 1847. 
h 2 Doppeloctav der Frau Oberfinanzrath Renner- Vischer in 
Stuttgart: 3roei SSaHaben. 3um 15. üRai [Geburtstag der 
Frau U.] 1847. 2). I. ^Jf. ohne Variante ; die zweite, t Lerchen- 
krieg', fehlt. Gr 30 (5. Miniaturausgabe 1847) S. 410. Vgl. 
Schriften 8, 330. — lefete ü. d. Z. 5 p. — nidjt über behalt' 
id? ror 7 mit fdjmutfem [aus fa)önem] Xfj. über in jenem (E^al 
9 aus bauten ro. u. aus 10 b. — ©r. über fdjenften mir uns 
arm 13 aus 3m grünen SBalb umS 15 83. ia) über Verbleibt 
[aus Unb bleibt] mir aus mir§ m aus Um all [aus alieo nach 
bas] baö 2tnbre id 2)ann fudjt mia) auf im tiefften [über 
grünen] EBalb 20 füllen vor IPalbes über fd?artgen 21 unter 
abgebr. Unb tragt auf grünen Birfen mid> Bercin mit breiter 
über jener 23 ein (aber nicht etwa lefet) 21 — 24 ist Zusatz, 
denn h bietet auf der Rücks. folgenden halbgestr. Schluss: 

21 uf meinem (Srabjiein meiffelt midj 
ITTit 3ägerfpiefi unb £?ut, 
Hub mir 3a pfiffen trauet aus [nach ein] 
IHein itfinbfpiel, treu unb gut. 

2ln meinem 3<*()*stag bimmle [über Hinge] I)ell 
3)eö X^ürmleinS ©lotfenflang, 
2lua) fingt mir [aus 2Ran fing' aua)] eine Sägermeff, 
Sie bauert ma)t ju lang. 

S. 279. ©raf ©tarijar» fctr ^auf^tbaxU 

H* 1815. Die Einleitung (5. Juli) ohne Aufschrift in andern 
Zügen auf der Rücks. des 1. Blattes dieses Heftes, das durch 



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— 105 — 



den Cyclus eröffnet wird, ©raf 6. b. 9t\ über dem Sonder- 
titel der ersten Ballade ; daneben Xübing. 2)ienft. b. 20. 3un. 
— 4. %ul. eniro. u. auSgef., nro. 2 jeboa) erft in ©tuttg. gana 
auSgef. am 10. u. 11. Die 2. Ballade ist nachträglich 
gedichtet, 8. u. Das Tagbuch bietet zwischen Einträgen 
über die frohen politischen Ereignisse der unmittelbaren 
Gegenwart folgende Daten: 20. Juni ©ptttlerS 3öirtembergtfa)e 
©efäiajie angefangen. Qbee einem @ebia)t oon ©bewarb 
bem ©reiner. SlbenbS (Spaziergang in ben Eannemoalb, wobei 
ich mich mit biefer 3 oec &efcf)äftigte. 22. 2)ie ©efdjichte ©ber« 
harbS beS ©reinerS in (SruftuS ©a)toäbifcher (E^ronif [Annales 
Suevici, deutsch von Moser; s. Eichholtz] gelefen. SWä|ere 21uf= 
faffung beS ©ebichtS . . Verfe jum ®ebia)t oon ©. b. ©r. 23. Vor* 
mittags bie $hia)t aus bem SBtlbbab ausgeführt . . Anbetungen 
an ber VaUabe. 1. Juli Xk 2 tf)iad)t bei Reutlingen groffen« 
UjeilS ausgeführt. 2. Vormittags bie Vaflabe beenbigt u. bie 
oon ber 2)öffinger Schlacht angefangen. Nachmittags bie 
©cene oon Ulrichs %ob ausgeführt. 3. Vormittags baS ©ebicht 
oon ©. b. ©r. beenbigt. 4. Vormittags bie ©efa)ia)ten 6.S im 
Sattler gelefen. &et Überfall in JpeimSr)eim, 3bee biefen 
noch ju bearbeiten. . . (Sinige Verfe oon ben 3 Königen ju 
§eimfen. 5. 2lbreife . . Vom Suftnauer Verg bis gegen Letten? 
häufen hinab bie Vorrebe §um ir. bem SHaufajebart gebietet. 
9. ©intgeS jum Überfall oon fcetmfen. 10. SEBeitere 2luS* 
führung beS Überfalls o. §. 11. 2)ie 3 flöntge oon §eimfen 
beenbigt. SJiufeum, SRachfchlagen in Gampe, ©ef)reS' Gtytoni! »on 
Söeilerftabt :c. 2lbänberungen an ber Vallabe oon ber MeuU 
Iinger ©flacht. 17. @infa)rift beS ©ebichtS oon @. b. 91. 
18. durchficht beS ©ebichts. 20. <S. b. ©r. für ben 2)rud ab« 
gefcrjrieben u. an Cotta abgefchieft; G 1 war schon im Druck 
seit dem Mai. 5. August Nachricht burd) Äffeffot Säger, baf& 
ber 3iaufcf)ebart sur ßenfur gefommen (An Mayer 6. Aug. ©onft 
roeifj ich für biefjmal nia)tS }u fct)reibcn , als ettoa bafj mein 
ftaufchebart nun noa) in bie Sammlung fommt, bie ber Ves 
enbigung beS 2)rucfeS rafa) entgegenfehreitet). 15. mitten in 
der am 11. begonnenen Leetüre der Pfisterschen Geschichte 
von Schwaben (vgl. auch an Mayer 2. Sept.) Gorrefturbogen 
mit 6. b. ©., es sind die beiden vorletzten Bogen 20. 21. — 
Fussnote: im wiederhergestellt aus in bem von U. G 1 . 

S. 279. Her iCberfflli im tßUfcbafc. 9 §trfchau U 25 tommt 
HG ut 2« e. über 'ne Hotte 31 hat über fjegt 33 lömmt 
HG 1 ' 2 34 'ne SR. wiederhergestellt unter ein £?aufc 37 gleifeenb' 
hat U. geschrieben und immer drucken lassen (wie ber jung* 
iKoIanb) ; man soll ihm also nicht das Heft corrigiren und 
gleifeenb verlangen. 39 ©r wieder aus @S U. G 1 40 aus 
äBolf ber lechzt 44 2)ann über So n\ noa)] fonft H 51 hat 



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- 106 - 



G 10 ff. @t. jttm Sofjn H u 2t. — 8a?I. über Unb auch bem 
Sdjleglerbatme es aUfofort spätere G gegen U.s Brauch. 

8, 282. £) fe irrt Ä ontge ?u gjetmfen. « ©d)lid) über 
IPcg 9 bann Über etta u fd). über lautem 19 SBerfjaltne als 
Corr. unter Dcrroorrnc (worüber halblaute) gestr. und wieder- 
hergestellt SJtännerfttmmen als Corr. über bumpfc [darunter 
Herstellungspuncte getilgt] Stimmen, geheimer 20 unb bumpfer 
über oerljaltttcr 27 geljeiit H 2» foU'ä über rotrb's 6ei^t H 
»1 raffelt'S von U. übersehen im Exemplar G 1 blieb in mitt- 
leren G 37 freig. späte G 39 ft. über bredjett 40 roorübet 
späte G rote über gmg's 42 unterfia) so H G 46 geehrte aus 
geliebte. 

S. 284. Cic 5riilnitit bei Reutlingen. 1 aus tiorftet mandj 
ein 21. 3 2ß. über Kütm 4 peiffen über emgen 5 aus er= 
Ouben jur 92. späte G s aus beerben U. im Kxeraplar G 7 
aus fa)roört in Ijeiffem 11 roappnen unausgeschrieben über 
fdmaüen 12 Sie — 31. über ^roetbunbert jmei unb bretfftg 
15 $f. über Hoffen 27 fmt H vgl. .Überfall im Wildbad' 52; 
doch möchte ich hier das fjat G gegen fjatt' H nicht un- 
bedingt verwerfen. 30 Ijeiffen über ebelu 31. 32 Wurzbach, 
Zeitgenossen 1 (1871), 59 will wissen, U. habe, als Schwab 
und Osiander auf einem Ausfluge beim Anblick Reutlingens 
diese Verse citirten, iraprovisirend hinzugefügt SBie haben 
ba bie Praeter fo fdmtätjttd) naojgebrutft Unb manchem armen 
Schlutter baS Honorar oerfdftudt. 34 fprüfct H Cr 1-7 blühet 
rotl) HG 1 40 Ijauen nach baf (verschrieben, Ansatz zu §afa)en) 
4t f>ieff aus f)iefc 45 fömmt HG 1 ' 2 49 fed^tg H G l ~ 9 zu- 
nächst wohl Änderung der Druckerei 69 die Stelle des 
Crusius über die Todten von Lustnau schreibt Kerner im 
Juni 1812 — Briefw. 1, 301 — für ü. aus. Vgl. Schriften 8, 
452. 71 im Sa), späte G 83 ein über bas. 

S. 287. f) te fjäffinger £rijlarfjt. 4 aus roieber H roieber 
G 1 — 3 und späte 9 aus nernimmt 10. 13 fömmt HG 1 ' 2 13 aus 
reioger n aus 2)ienften 15 $er — ®r. neben <5raf (Ebertjarb 
über Der IPürtembcra n 2)er ©täbte <Bd)aaren (nach Kitter) 
über bas i?eer ber Statte etäbter mittlere G seit G ü 31 3er* 
fpättt H G aber t Roland und Alda' 131 gefpeÖt 37 fm'n H 
38 fa)on über balb tjier über ba 45 aus ßrnbtemonb 62 »erbr. 
über geroadbt «7 fömmt H G u 2 71 aus greifen 73 retten 
wiederhergestellt für ritten von U. im Exemplar G 1 75 2)a 
über ? fömmt H G l i 77 unter Da fyebt so ü. selbst er- 
klärte G. Rümelin gegenüber den ©amen als Hanfsamen, 
Futter. — Darunter 74 (Summe der Strophen). 

S. 290. Der $djenn non gtmburs. II* 1816 (Samft. b. 
28.-29. |(Df| Sept. (Vgl. Tagb. 3. Sept. bei Kerner in 
Gaildorf Gang mit pm <2a)leifrain; Sagen oon bem 



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— 107 — 



Öeiger [von Gmünd] u. von beut ©rafeit oon Himburg. S8e= 
ftc^tigung ber Äirdje wo U. den Becher im Limburgischen 
Wappen auf den Grabdenkmälern mehrerer Reichsschenken 
sah. An A. Kaufmann 18. Aug. 49: 2lua) bcr 6cf>. o. 2. f)at 
feinen beftimmten 3agengrunb unb ift veranlagt bura) eine Jigur 
in ber Äirä)e ju Ö. unb bte Deutung berfelben au8 ber ^Ijantafte 
meine« ftreunbeS 3. fl. Vgl. auch Sehr. 1, 498). Tagb. 28. 
Sormittagä bie SJallabe: X. Sa), v. 2. groffentf>eils auSge* 
fütjrt . . ülbenbö \u £aufe roegen Öelbnotlj , bte 93auabe ausge- 
füfjrt. 29. 2)ie SBattabe aajtjeilig bearbeitet, h Doppelquart 
2. Uljlanb unterzeichnet, Reinschrift im Besitze der Frau 
Schulräthin M. Stoy in Jena, deren Gatte die Hs. einst in 
Weinheim an der Bergstrasse geschenkt erhalten ; sie stammt 
wohl aus des Heidelbergers Schreiber Nachlass und ist in 
Briefform gebrochen. An Kerner 6. Oct. — Briefw. 1, 436 
§ier folgt ber (Stftngteögraf [s. 52], ta) erroarte bafür ben ©etger ; 
nachdem K. schon am 9. Sept. um den ^teckengrafen ge- 
beten (1, 482). In A. Schreibers t Cornelia. Taschenbuch für 
deutsche Frauen auf das Jahr 1820' Frankf. a. M. S. 120 
2. Uj&lanb. G % 377. - 11 Äned)t H spätere G 43 aus weilt* H 
44 !ömmt H h C G 2 4:» aus fd)n>eifen h 48 nirgenbS H h C 
Ö 1-7 aber U. hat selbst nirgenb geändert im Exemplar G 7 
56 aus 2)en nef)tn' ia) H tw Speer ! nach <Scr ! H 78 ÖefelT h 
89 ftt)l. nach lijt'gc über rjotje H. 

S. 293. §a* § tngentljiih if 3 1834 19. ^ Quartbl. 
fc 2 unbezeichnetes Octavbl. der Stuttgarter Kgl. Bibliothek 
(Convolut 771) Skizze 33—40. Ä» Doppelquart, Einlage ü.s 
im Exemplar G 1 (3ft @. 416 cor Ver sacrum etnjurücfen). 
G* 446. — 16 iDie <2eel' über ITTctn ^erj h x fanften wieder- 
hergestellt unter nichtgestr. Reitern h l Reitern über fanften H 
23 Xfj. nach abgebr. Wa\ob h 1 29 23ir!en vor (grbbeer über 
IDalbes h 1 30 füffer über frtfdjer h l 33 — 40 h' z : ©r [über 
Da[ brütft tljr [nach er | beibe | über bte | ftänbe 9iun trennt ftdj 
uitfre SBafm | neben Die (Djräne mtfd?t er aus) „SJiein ißatb= 
roerf ift junt ffinbe [Befielt nun btt bas Bans] Sein fcauöfjalt 
fängt nun an [aus 9htn f. bein an] Das OTägMem <£r gebt 
mos flnftcr bunfelt 2113 i&n ber Sßalb umbunfelt [neben nnb 
fdjrtrt in 2Dalbes Dunfel| 2)a§ [als 2)a zu nehmen] eilet fte 
roalbauö |e. — ra. über JTlägblein gteng. nad) liaus malbaus] 
Des ^erjogs Siegelring ein 9ting von ©olbe funfeit |». — f. 
wiederhergestellt unter skizzirtem mit ©olb gunfel] Um ifjren 
[über einen nach abgebr. ibj ©rbbeerftraufi. Diese Fassung ä 2 
liegt zu Grunde dem Nachtrag in h l wo die Str. erst fehlt 
und a. R. über zwei gestr. Fassungen steht: <£r brürft tfjr 
betbe ftänbe: „Zinn tvennt ftd? unfre Bahn, ttlem IPatbmerf 
rjat ein (Hnbe, Dein tfausbalt fänat nun an.' 4 2Us itjtt ber 



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— 108 _ 



Walb [wiederhergestellt aus 25er 3\>alt» fyat ir>nj umbunrclt 
Da eilet [aus eilte Dach gieng] fie malbaus, <2in Hing von 
03olbc funfeit Um ifyren €rbbeerjxrauft. darunter 33—35 3« aus 
Unb bein ift liier baö Sanb Ta banfet [darüber neigt ft$] tiim 
bie §olbe [der V. gestr. und wiederhergestellt] 37 | ebenso | 
Unb in bem [aus ben] King non (Solbe (Trägt [über Stecftl fie 
ben (Erbbeerflrauft. 11Tit reiebem £iebcsfolbe Das IHägblein refjrt 
nadj Baus Sie [über Unb in) trägt im King non (Solbe Den 
frifdjen [darüber fdjönjienj (Erbbeerjrrantj. 3*1 aus 2öeibn>. // 
37 aus neigt fi et) üim (so A 1 ) H h 3 44 aus 6ct)attennac§t h\ 
S. 295. gerdjfttkrtfg. h Quartbl. 26.-27. 3cm. 47, Cor- 
recturen z. Th. später. S.o. 4 D. 1. Pfalzgraf. G 30 4 30. — Notter 
S. 402 behauptet eine hsl. Quelle, aber das von ihm richtig 
citirte Werk Klüpfels t Urkunden zur Geschichte des Schwä- 
bischen Bundes" I (Bibliothek des Literarischen Vereins, Bd. 14) 
ist 1846 erschienen; S. 217 f. aus einer Urkunde des Nörd- 
linger Archivs, 1496: der Rathsbote soll in Ulm anzeigen, 
,Nach altem ob Menschen Gedächtniss geübtem Gebrauch 
seien die Ihrigen bei 20 im vergangenen Herbst nach Lerchen 
gelaufen. Graf Joachim von Oettingen habe sie, da sie 
ausserhalb der Stadt einstheils auf dem Nördlingischen den 
Lerchen, der ein freier Vogel sei, nachgegangen seien, durch 
die Seinen unerinnert, mit gespanntem Armbrust und wehen- 
der Hand, auf des heiligen Reichs Strasse überritten, zu Ge- 
lübd genöthigt und gedrungen ihr Garn aufzuheben und 
füro ohne der Herrschaft Oettingen Wissen und Willen nicht 
mehr zu vogeln; einer sei auch blutrünstig geschlagen 
worden. Nördlingen bittet um Hilfe und unentgeltliche 
Ledigung von diesem Gelübde für ihre Bürger.' Ein nah- 
verwandter Stoff hatte U. schon früh interessirt: Tagbuch 
7. Juli 1816 2)er IHörblinger 2Baa)telfrieg und 27. §<mbfcf,rift* 
lidje Dettingifdje ©efajidjte; welche Hs. der Wallersteiner 
Bibliothek, die U. dank dem Fürsten von Oettingen-W. be- 
nutzen durfte, es war, konnte Herr Dr. Grupp nicht er- 
mitteln. C. Beyschlag, Geschichte der Stadt Nördlingen bis 
auf die neueste Zeit (1851) erzählt S. 90 ff. den .Lerchen- 
krieg' vom Herbst 1566, wie die Reiter des Grafen Fried- 
rich v. Wallerstein den Bürgern gegen den uralten Brauch 
die Garne wegnahmen und man die Hakenschützen aus- 
sandte, und S. 108 den blutigeren t Wachtelkrieg' vom 
September 1614, in dem Graf Max Wilhelm vom Pferd ge- 
schossen wurde, nachdem die Nördlinger, als mehrere Bürger 
durch Söldner gemisshandelt und verwundet worden, eine 
Mannschaft unter Hauptmann Senger aufgeboten hatten. 
Auch schon in der Zeitschrift Das Ries wie es war u. wie 
es ist (Heft 9, Nördl. 1841) findet sich der Streit über den 



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— 109 — 



Lerchenfang im Nördlinger Feld, hier als von 1571 — 72, 
kurz (S. 38 f.), die unglückliche Wachteljagd vom Sept. 1614 
ausführlich (S. 39 ff.) erzählt. — Varianten h : 6 Ueberm vo., e. 
[über grünen] 9Uefe (aus 9>tte3) 7 bie über beu 8 neben 
Drinnen [über ,fürber] feine Hutje lieft im über ju tfanfe 
und am l?erbe 9 SEß. über fyotjen Steine n. 12 neben 3fm 
|über Xüillj jnm Kitterfdjlag 3U [über itm] führen [nach bringen] 
Por bes Katfcrs fjoben [über golbnen] (Djron. 13 aus freute 
f. beim u SS. über jungen 23rut 15 2)odj vor Unb über Doch 
3. über ^fingling 16 SR. aus Saffenmutl) nach Sd?n>ertesmntb 
aus 3 u 9 en ^ mut ^ 17 9*- nacö feflett über Roheit 18 finftrem 
über altem finfterm G in finftrem zu ändern ist kein Grund. 
21 f. nach aUerjüngffc S&öffe 22 j. ®. (nach (Särtlein) über 
am 2Jrme 23 b. e. über ein buftig 25 aus 2). milben A-rüf); 
Itngst 26 aus Sltt) fie finb fo balb v. 27 fd). wiedergestellt 
unter marmen 28 SB. — balb über 2i<b rote finb fie rafd> 
31 aus entl. 34 b. Xf>. aus ber ©tabt 35 1. nach jtill ©. über 
Zle^e 33 in — ©. nach rofjefdmaubcnb, 10 aus ©pr. fjeran 
ein Leiter jug 41 a. — 91. über (Sraf vom IPaücrfteiner (so) 
43 ben [nach uns] über Da§ mir biefes Polf 44 aus 2)as 
45 j. 91. über allerjüugfte Sdjöffc 46 — 48 neben 2Jrmbruft fertig! 
Scbmerter fcharf! £erd?en bod> [ü. d. Z.] finb [bod?| freie Pögel 
Die ein 3^ber fangen barf. 46 t>. S.] ju öanben 48 Stt. 33. 
über £erdjctt , £cräSen 49 gr. über golbne b. nach tagte 
50 ber — tobt über bes (Srafen Sotm 51 a. ©d). aus am blutgen 
©a)n>erte f. ft. über geftütjet 52 ®r. [unter Zlnfrecbt], ft. a. R. 
für Starr unb flamm dies neben Staub [erftarrt] unb febmeigt 
über Stanb unb fdjmieg 53 3- [über Heber beu vorher ZTadj] 
e. SR. (nach Sdjöffen) nach 2Iud> ber allerjü. d. Z.]jüngfte 
Sdjöffe 55 SK. b. über 3fjre 56 3). fie über nichtgestr. 3)etfen 
57—60 nachträglich a. R. skizzirt neben der letzten Str. 

§ord) [über Unb] ba raufdjt es in ben Süften 

Qa ba3 [über Siel] bas es] ift ein fierdjenjug 

2lu§gefungen ftnb bie Friller [über Steiat ein heller heitrer 

— ? — IDirbel) 
9(ur ein (unvollkommen wiederhergestellt unter Sd>arfes] 

©abritten [aus 6<fn>irren| ift i^r ftlug 
Unb noa) einmal, efj fie fdjeiben 

©teigen taufenb [nach fj Ansatz zu ^unbert] Serajen an 

[nach auf] 

[.flattern fdunerternb auf -mr Sonne über 
Scbroeben — aus nb — jubelnb in ben lüften £. wieder- 
hergestellt] 
[Rubeln roie fie nie gettjan vor 
Schmettern ihren hellten £auf] 



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— 110 — 

flattern in bcr (über auf ^nr] ^Diorgenfonne, 
<S($mettern, rote fte nie gei()an. 

64 t)ter wiederhergestellt unter bort. 

S. 297. Ver sacrum. h Doppelquart 26. 9?ot>. 29. Musen- 
almanach 1831 S. 8 2. Ufjlanb. G* 416. Excerpt U.s aus 
Creuzers Symbolik u. Mythologie 2 (1820), 967 f. : .Diesem 
Kriegsfetisch Maraers (Mars, als Fetisch unter dem Bilde einer 
Lanze verehrt,) feierte der barbarische Sabiner einen blutigen 
Opferdienst. Zur Zeit allgemeiner Noth gelobte er ihm den 
ganzen Ertrag eines Frühlings an Pflanzen, Thieren und Men- 
schen. Nach erhörtem Gebet wurden im nächsten Jahre alle 
Früchte des vorigen sammt Thieren und Menschen dem Ma- 
mers geopfert. Nachher milderte man die harte Sitte, und 
widmete einzig, was zwischen dem ersten März und ersten 
Mai geboren war, dem Gotte, so dass man Knaben und 
Mädchen, wenn sie erwachsen waren, verhüllte und über 
die Grenze schickte, um Colonieen zu gründen: Ver sacrum 
(Livius XXII. 9. 10. Dionys. 1. 16 und daselbst die Ausleger; 
Festus 8. v. Mamertis p. 218 Dacerjius; Dacier], wo er, oder 
vielmehr der dort angeführte Alfius, auch den Apollo nennt, 
welchem das Ver sacrum galt ; s. denselben Festus s. v. Ver 
sacrum p. 58)'. — 4 aus 5>es 2JI. ©peere dies aus £>er Sanje 
■JR. 6 vor 5 aber heruntergezogen 5 %a fprad) über So rief 
(darüber fpradj) 6 aus Qm 9?omen beffen, ber euü) fcfjroetgenb 
gr. 7 er enben über eudj raufefren aus günft'ger SSögelflug h 
8 äö. nach b[etf gen] 10 aus 25er %x. Ijetlig, unb roa3 er gebr. 
n raufa)ten wiederhergestellt aus rauften Jy. über 2Jblcr unb 
Hang wiederherg. aus Hingt u. 12 roarb aus rotrb (SrruScer h 
2ft. nach Schaar (10 gebar?) 13 aus Sie g. f). mit Sang unb 
©. 14 i. über sogen 15 unter 2luf £Mumcntepptd> trat ber 
Äoffc I^uf ^elb über Z>ic vor Hub i« 6p. über £anjen 
20 f>eut über faum Änderung 2)te SBlume fleajtcnb, wie fte 
wieder getilgt 21 fr. nach feftlidje 22 trat über ftieg auf 
— §ügel] $unt 9lltare (aus Slltar unb) 23 aus 2)en f>. ©a). 
tn$ ©r. ^eiligen späte G u ©ein §aupt aus ©. graueS §. 
unb fpraa) aus ©ein 2lntlifc unb junt SSotfe [fpraa) er bie§] 
dann unb — btejj : 27 auf btefj über tu bas 29 20. — f)eerbenr. 
über Dir fey geopfert, was bte (Trift aus ertrug fjerbenr. aus 
Ijeerbenr. wiederhergestellt von U. im Exemplar G 1 und so 
so $eerb aus $erb 31 aus 2)er j. Stier, er füf)le nia)t ben $fl. 
32 für — 3- unter bem (Sebtffc (worüber Streitmagen) 33 U. 
nach Was in über aus Slüt^engärten H aber ©lütfjeg. 
M G (G~ von U. genau revidirt, s. zu 29. 40) schwerlich Will- 
kür oder Fehler der Druckerei, sondern wie fonneflar u. a. 
zu halten. 38 fdjroteg nach lag 40 ©in nach Unb afjnung: 



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- 111 — 



fdjroer aus afmungöfcfnoer (so aber trotzdem G* ff.) wieder- 
hergestellt von U. im Exemplar G 1 41 aus befreit 43 alier 
wiederhergestellt unter ror'ger 45 — 48 a. R. neben ge*tr. 
1. Fassung 49—52 45 2)uft über (Slanj 49—52 erst: IITerjr, 
benn ber Cämmer, fjat ber (Sott begehrt 2)ie [über €ud?] 3ung» 
fraun in ber 3 u 9cnb erftcm Kran^ Hiebt blofc ber füllen bat 
ber (Sott begehrt [aus 3Wer)r, alä bie mutagen JUHen, finb tt)m 
roertt)] Z>cr Jüngling [g'J aua? im erften IPaffenglau} [aus $)ie 
Jünglinge com e. SB.tanj] Ifiebr als bie garten £ämmer finb 
ibm roertb Die 3ungfraun in ber 3n<3C"& frifaScm [über erftemj 
Kraitj dann die neue Fassung a. R. neben der folgenden 
Str. 50 erftem über frifer/em 57 gait3es über Solf uom %aft 
(nach Hob) ü. d. Z. 0 unmittelbar nach es 58 neben Vom 
(lob erlöst, [nnb ü. d. Z.] von Knea?tfcbaft nnb non pein baft 
ryafr bu es befreit fyielteft wiederhergestellt unter roatyrteft 
59 roillft bafür wiederhergestellt unter tjctfdjeft nur ei ben 
©r. über bie Knie' (aus Äniee) 62 aus 2)ie ©ottgeroetljten 
fianben ftumm umt)er 63 aus ©ie [über €rft] leuchteten, unb 
bann erMeiäjten fte 64 unter Perjmeiflung fiel [über lag] auf 
2Ille [aus 3lllen) bnmnf unb febroer Unb wiederhergestellt 
nach (Ein 65 Unb lange fa)roieg (wiederhergestellt unter lag] 
ber ^riefter, fct)n>ieg [über unb] baä SSolf darüber So lag bas 
DolF, (Sebeugt in ftummer (Qual danach unsre Lesart 66 aus 
©ebeugt bem ©otte, ben e$ felbft befdnoor «7 2)a fufjr [wieder- 
hergestellt] ein Stral aus heller [wiederherg. unter Harter | 
^rürjlmgstDoir daneben aus molfcnlofer Botf ein Stral darüber 
auä bl. 2. e. Stral (>. 69 t)ob über bub bat)in nach 3U ibm 
[aus jum Speer] 5uerft 91. nach bleiches 70 aus tym glänze 
feftlid) ©ilberloct' unb 83art 71 ans ©ein 31. ftr. in beä £uu« 
melä 2. 72 eröffnet mar unter n>arb offenbar (aus offenbart) 
73-76 zuerst neben der Schlussstr. skizzirt: 73 aus (Es Iäfit 
ber (Sott rou feinem [abgekürzt] (Dpfer nicht 74 75 aus Hiebt 
einen $v. mill er (darüber meldjer] melf [nach taubj u. 1. 76 
im S. unter unb fdyafft (darunter nach Spatium bie in biefem 
f enj 3 n i^ rfr 3ugcnb erjter Blntbe flerm zu 79. so) Die Str. 
steht aber auch im Text. 73 t). St. wiederhergestellt unter 
Äriegesraub 74 im ©. neben unb fer/afft 78 Är. über ItTaoors 
79 Senj gefunber (nach ber fdjönfhm) über ^rürfling, aller h 
hat also noch nicht die schöne Lesart innfräft'ger wie wir 
mit M G schreiben , auch auf 4 Gesprach' 23. 24 2Ba3 nidjt 
»on innen feimt (jeroor, in ber SBurjel fd)roaä) verweisend : 
infräftig früher bei J. Grimm, später bei Mörike (Steig), 
so 95>irb wiederherg. unter Soll tfjm [nach aus so] über 
auferftefjn 81 £rum] ©si h 82 Socfen nach Sd>eitel [wovor 
Ansatz £0] über fjäuptcr 83 das erste bem wiederherg. (3)em 
U. aus bem G 1 ) gern über oertr. si unter Titians, mo ibneu 



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- 112 - 



neues Sdücffal glän3t jiefft bafnn wiederherg. über tuanbert 
bin euer nach end? ein »6 ©ie n. über (Bebt irmen «7 oon 
unmittelbar nach was 88 ©. e. unter (Scbt ihnen mit wor- 
über ZTerjmt mit mk'xcb ©pröfeling späte G 89 pfl. — ©t. 
über bepflüg 1 irjr neues £anb 90 aus Auf iljre 2ß. führen fic 
bao S. 9i 2). r. aus $ie raffen (nach jungen) Irring' [vor 
getj 1 3ierf] an eurer (nach ifjrer] über fangen {nach abgebr. m] 
fte 3ur 92 ft. f. ©a)lad>ten [Spatium] ein mutiger darüber 
gefunber bewährter und u. d. Z. ein beljenber erlef ner gelenfer 
93 ©a)l. über Kampf e. »oraus über ifmeu oor 94 aus ©0 
ljeifa)t eS iljreS [darüber eure so] IDeirjcgotteö heilig SR. 95 einft 
über felbjt so eure über ifjre 9« §u 3eugcn it^rcr [darüber 
eurer] Kön'ge ftol? ©efdjle^t erst geändert in 3u j. eud) ein 
föniglid) ©."dann Unb felbft erjeugt ber Äönige ©. 97 e. über 
ihrem r). über prangen 98 aus Z-a rühren flefjenb ihn bie ,"y. 
an neben Unb ihre Jf. rühren fromm [über bort] ihn an 99 aus 
aufteilen 101-104 skizzirt unter 104 3rjr tjabt ocruommeu, n> 
abgebr. 3tyr feyb bie 3ngcnb [aus ber ©aamen] einer neuen 
IDelt Bereitet eudj gerjt unb gehorchet (tili [ger)t — jt. über 3ur 
groffen ^ufunft r»or] Das iffc ber (Dpferfrürjling [aus 2Beif)e* 
früf>ling so] beu [aus bem?] er roill (nach? nicht for) 102 aus 
bereitet e , a,et>ord)t bem ©orte [darüber ihm] ft. 103 bao ©aat: 
forn über bie 3 u 9 cnö (aus ber ©aamen). 

S. 301. $er fuitttnsfoljit. Ausser einzelnen am gehörigen 
Orte zu vermerkenden Stücken findet sich die ältere Fas- 
sung des Cyclus in H % 1811: 9lad) einer früljern 3bee unb 
©erfdjiebenen Vorarbeiten ausgeführt b. 23. gut. SSotmttt. Vgl. 
Tagb. 19. Sept. 1810 lieber erwarte Suft |ti ben Stoman^en 
nom ß. 2)ie beiben ©iücfe: 25er $tfdjer u. ber $raum baju ges 
fertigt. 22. Juli 1811 9ladj» bem 9faä)teffen roieberaufgefajjte 
^bee beä ©ebidjtes 00m ÄönigSfoIm u. baljer gewonnener 2on 
juerft in ber ©eefafjrtSfcene. 23. SSormittags bis 10 Utjr in 
ber ^intern ©tube Ausarbeitung beö ©ebidjts. 24. . . fonbers 
barer 3 u f a ^ öa fr meiundjt baä @. 0. Ä. noa) nit^t ju ©tanbe 
gefommen märe, roenn niäjt ferner am erften ^ofttag oergeffen 
|ätte / mir bie SWäljrajen — Perraults Contes de ma mere l'Oye 
tür U.8 ^ärchen 1 von der Belle au bois dormant — ju 
fa)icfen. An Kerner 10. Aug. (Briefw. 1, 230) $aö ©. 0. 
roooon beä Königs ^agblieb unb ber ©of)n beö SJteereo SruaV 
ftüdfe roaren, Ijab' ia) nun »ollenbet, in 13 SRomanjen. ©3 ift 
ärgerlia), bajj eä nia)t mef)r in ben 2ltmana<$ fam. Kemer 
20. Sept. (1, 239) t Der K. ist herrlich und überaus schön 
die vierzehnte Ballade, ebenso die siebente'. — Die end- 
giltige Fassung des Cyclus steht in H* 1812 $>onnerft. b. 
30. 3an. 2(b. b. 31. früf) (vgl. Tagb. 30- Angefangene Um* 
arbeitung beä tfönigSfo&nS. 31. #rü$, im 93ett, ausgeführte 



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113 — 



Umarbeitung be3 KönigöfofmS.). Wir scheiden H* und // b . 
Die Fassung H b erschien zuerst: D 221—226 Urlaub (vor 
Kerner im Schluss verwandtem .Goldener*). 

1« Die ursprünglichste 1. Nr. liegt vor: h l Doppelquart 
Holland-Spindler König OIo. 1. daneben o. r. 2)ienft. [nach 
ITTitJ b. 19. 2lug. 1806 (auf der 3. S. neben den drei letzten 
Versreihen steht 4 König Olo's Jagdlied' Äöntglid} fa)reitet vom 
28. Jan. 1807); h 2 zwei in einander geschobene Octavlagen 
— ursprünglich für das Sonntagsblatt? — enthaltend drei 
Str. der .Romanzen von der Himmelsburg' 2) er .Harter «elnrid) 
(8. u. Fragmente), ein Stück des .Dramattone : Helgo' (s. Keller 
S. 76), dann ©ingang [nach Anfang] eineä romantiföen ®e* 
biegte o : Äönig 0(0 und, nach ein paar Notizen, auf S. 8 aus 
späterer Zeit die bezifferten Titel der 13 Stücke dieses Ge- 
dichts (8. u.i, daneben ein spateres Register eigener und 
Kernerscher Beitrage zum .Poetischen Almanach*. Eine Ab- 
schrift aus h 2 ist reproducirt bei Mayer 1, 24 (den freilich 
Th. Kerner, Das Kernerhaus u. seine Gaste 2. A. S. 184 das 
Gedicht aus dem Gedächtnis citiren lässt und ihm das 
scheinbar nachmacht), mit den auch in der Hs. durch Striche 
angedeuteten Lücken 15—24, 36— 4s, auch fehlt «3 — 72. 

Ulfar fafj, ber greife [graue h 1 ] Äönig, 
2luf ber SJäter altem $f)rone. 
©leia) ber fialbuerfunfnen (Sonne 
©längte feine golbne ßrone; 
5 Über feine ©äjultern wallte 
Sang ber rotf>e ÄbnigSmantel, 
3Bie ein bunlleS 9lbeubrotlj. 

Unb an feines £§rone3 Stufen 
©tunben [u aus a] feine ebeln ©öffne, 
10 $(ül)enb in ber ,Viaenb Schöne; 
[9. 10 Ä 1 ©tanben fämmtlidj f>erberufen 
©eine brei erlaubten ©öfjne, 
§errli$ in ber 3ugenb ©a)öne,| 
[nach 10 ©tunben feine treuen äbetben, ' 
531anfe ©d)n>erter in ben §änben, 
©aljen auf mit ftiKem ©taunen 
3u beö Äönigä ernjien klugen, 
2aufa)ten, roa<5 fein SRunb gebot. 

15 Seif [f aus s] ift meiner ©timme %on, 
Limmer in ber Seifen ©ifce, 
Üfimmer oor beä $eereä ©pifce 
Äann id> mäa)ttg [über öomiemb] fie ergeben, 
U^lanb, ©ebi*te. II. 8 



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— 114 



9iur bicfi lefcte ©ort oom %f)ton 
20 Äann fte eua) nod> bebenb geben. 

Sollt' iaj oon be<» $f)roneS Stufen 
Steißen in bie ©ruft $mab, 

oi;' id) treu baä 3iarfi beforget [aus fUr baS £anb gef.] 

2>a$ ber ©btter §ulb mir gab? 

[A 2 statt 15—24 zwei Zeilen Striche] 

25 Offen oor ber SBölfer iHugen 

§ab' itf> meine Söfm' erlogen. 

2)enn eö ift bnS £ooä ber §errfcf)er, 

2)afc fte frei oor [über fid? 7» 1 ] Stilen [aus allen Äugen A 1 ] 

roanbeln [nach jtctjen A'|, 

SBie bie Sonn' [nach aroffe/» 1 ] am [nach erf feinen h 1 ] 

Ütmmelöbogen. 
so Unb fte foflen roof)l bebenfen, 

£>a& ber ßön'ge ©ort' unb 2l>aten 

Limmer in bie ©ruft fia) fenfen; 

38or ben [Böten (Snfelroelten 

Steden fie wie ftumme Silber 
35 Über 3ebe§ [aus jebem h x ] Seiajenftetn. 

3Jieine Söf)ne finb baö (Srbe, 
$>as td) meinen SJölfern laffe, 
Unb ia) barf nun ru^jig fahren [nach fterben]; 
2>ie fo fromme |über gute] Äinber roaren, 
40 ©erben treue SSäter [nach € Ansatz zu eitern] fenn. 

2llf, mein erftgebo^rner So$n, 
£ein ift biefe golbne Äron'; 
2llle SBolfer gegen SHorgen 
Übergeb' ta) beinen Sorgen. 

45 §ilberia), mein jroeiter So§n, 
2>ein ift biefe anbre $ron'; 
21ile§ Sanb bem 2lbenb ju 
Sdnrme unb beglüde bu. 
[h 2 statt 'M — 4s zwei Zeilen Striche] 

Äinber, meine treuem Äinber! 
so ©ie tri) tiier in eurer SKitte 
Setber §änbe liebenb faffe: 

3lIfo roenn ia) längft geftorben [nach gefcbtebcu h' l \, 

Soll mein ©eift in eurer m\tü 

£reu unb liebenb eroig roalten [nach fcbtoebeu ä 1 ] 



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115 - 



55 Unb in einem engen [über Irenen — so ä 1 — h]- 93unbe 
(Sud) unb eure SJölfer galten. 

£ebt nun ioof)l, if>r freuen alle! 
Sebe wohl, mein gutes SReid)! 
Seegnenb breitet euer 93ater 
60 Seine $änbe über euaj. 

XiefeS [Sanges h l \ Sajroeigen in ben fallen, 
©rofce 2öel)mutf) über 2lllen. 
[vor 61 kein Spatium h 2 62 Ende] 
2lber fiel) ! nod) immer fteiget 
Ulfar nid&t »om $of>en Jerone, 
65 Stauet liebeuoll unb neiget 
Bi(S) ju feinem britten Sofme: 

Clo, fpridjft bu ni$tö, mein Äinb ? 
Sprea)en meine 3tugen nid>t? 
Sanfte 2Bef>mutlj fpredjen fie. 
70 Sanfte 2Bef)mut() füf)f idj nur, 
Setnnutf) nrie fie 2tUe füfjlen 
2ßeld)e f)ier »erfammelt finb, 

Damit bricht ft 1 ab; zu ergänzen ist, dass Olo sich selbst 
ein Reich suchen muss. 

Ä 2 bietet zuletzt folgende spätere Übersicht des Cyelus 
(die Nrn. 1. 3—5. 7. 10. angestrichen): 1. tfönig Ulfar. 
2. Sajifflieb. 3. Sajiffbrua). 4. Sifajer. 5. Säger. 6. Schäferin. 
7. SBanberer. 8. Sänger. 9. 2Jiafjl. 10. ©efängnifc. 11. 2)raa)e 
[nachträgl. ü. d. Z.]. Äampf. 12. Befreiung. 13. Sfjron. Diese 
Disposition finden wir in //»wieder, wo $er Jlönigöfolm 1. 
folgendermassen lautet: 

2)er alte, graue Äönig fifct 
21uf feiner S3äter f>of)em i(>ron. 
(£3 glänjet feine golbne Äron' 
25er fjalboerfunfnen Sonne gleia), 
5 2)er tSurpurmantel roallt um Um 
2U3n>ie ein bunfleei Slbenbrotf) 
9111 feine SRitter fte^n umtyer, 
JDie blanfen Sajroerber in ber £anb, 
Sie lauften was ber ^errfajer fprid)t: 
10 „9Retn erfter unb mein weiter So§n! 
©ua) beiben fen mein Steia) »erteilt. 
Senb ftets jroeen 3lrm' an §errfa)erfraft, 
(Sin §erj an äajter ©rubertreu! 



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- 116 - 



SJlein Dritter Sofm! roas geb' id) bir, 
15 2)a nun bic 9leia)e finb oertljeilt ?" 

„®ib mir bie alte ärone, bie 

$n beinern ©d)afc begraben liegt! 

GJib mir brei roo|lbemannte 2 du ff e! 

3o fuaV ia) felber mir ein Meto)." 
20 „2)asf ift bir gern gemährt, mein ©ofm! 

Sie ßrone Ijalte f>oa) unb n>ertf>! 

C5ö braajte fie oon Dften l)er 

93or grauer $eit ein füfmer .'oelb, 

-Der 2lf)nljerr unferö ßönigSftammo. 
25 ©3 öffnet ftdj fo ftralenooll 

(Sin Königäfa)to| in golbnen Stollen; 

2)a3 mag ber ßrone §eimat feun." 

©o fpract) ber föruglidje ©reis. 

©r ftarb am felben 3lbenb noa). 

Spätere Fassung : h abgeschnittenes Octavbl. (von Herrn Leo 
Liepmannssohn in Berlin mitgetheilt, im April 1865 von 
K. Mayer als autograph bescheinigt), wohl Vorlage für D, 2)er 
Äönigöfoljn. 1.; Rücks.: 2. — i bemerkt aufNotizbl. für G 1 
7 m. I. ß. ebenso 9 aus »on |auä A] beinern reidjen 3a)afc 
H h h 10 r. über aolbuc H b h. 

2. lautet in 

* 2>ie <Sü)tffe fajroeben auf ber #lut 
!^m Reitern, golbnen ©onnenfdjein, 

2) ie <2>egel blä^t ein frifa)er Sßinb, 

3) er rege 3tuberfa)lag erfajatlt. 

5 SWeerjungfraun fa)roimmen um bie |aus baoj ®a)iff' 

Unb locfen mit ©efang unb <3a)erj. 

3m roallenben Sßurpurmaniel ftefjt 

2>er Äönigäfofjn auf bem iöerbetf: 

„Saö ift mein luftig freies 9ietdj, 
in 2)a3 fta) auf blauen fluten wiegt 

Unb um bie träge (Srbe fdjroeift." — 

£a jiefjen bunfle SBolfen auf, 

SSerfinftern balb ba$ ftirmament, 

2>ie ölifce brechen au$ ber 9?adjt, 
15 Sie Bonner fallen, Stürme braufen, 

Sie Sogen fteigen lummelan; 

2)a trifft bie Wafte Setterftral, 

Unb in bie Jttele ftürjt baö 3Jieer, 

2krfa)ltngt ben ßönigsfofjn jugleia) 
20 gjiit feinem luftig freien 9leid). 



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- 117 - 

Spätere Fassung: h 8. am Ende der Lesarten zu Nr. 1. — 
13 f. nach bnn [so, Ansatz zu bunfle] h 16 f»r. über fahren h 
20 luftigen H b A. 

3. Ältere Fassung: A Quartbl. (Rücks. 2)er ©eift bet 
romantifa)en Siebe u. s. w. aus dem Sonntagsblatt- Aufsatz über 
die romantische Poesie). H* 1807 6onnt. b. 5. 2J»ri(, be- 
titelt $er ©ofjn be$ SReereä. S 2, 112 £. U., ebenso betitelt, 
ff* als 3. Nr. H z 1807 heisse hier fl 1 . Wir geben H* mit 
den altern Varianten. 

ftifttjer. 

»erfunfen, n>ef>e! Jitel unb SWaft [SJ. ift nun 3R. u. Ä. A 

3H. u. Ä. Z/ 1 «] 
$er (Stifter §ülferuf oerftummt! [93erft. ber 6a). 5Uag* 

gefa)ret (2öe$g. A) h H l S\ 
2)oa) ftef)! ioer fdmrimmet bort fjeran [gerbet A H* S], 
25er fturmempörten [über ungeheuren — so A — H l ] 

28ogen ©niel? 
5 er iljeilt mit ftarfem »rm bie ftlut [fttutfjen A], 
Xrägt ftolj baS §aupt mit golbner Äron', 
@in Äönig ober ßönig$fof>n. 

Jüngling [Äönig DIo h DIo H*) 

@in [3$ bin ein h H*S] Äömgöfo$n, boa) heimatlos. 
3uerft gebar bie fa)roaa)e Butter, 

[g. ber — fjat einer nach gebar A — fa)roaa)en 9Ä. @a)oofc 

(€a)ooä 6') A if * S] 
10 2>ie irbifaje [2>er irrbifa)en m S (irb.)] mia) an baä £ia)t 

[aus Xageäl. J/i] 

[iilid) auägefefcet an bao £ageälia)t A]. 

Sftm [über I>ann A] §at bie [nach bas u. midj A] jioeite, 

ftarfe 3Rutter, 

$aä r)eitge [groffe A] SJleer, mid) neu geboren [neug. S], 
$n [Unb in ben A] $iefenarmen mia) geroieat [Unb mia) 

genueget in ben 9i. II* S]. 
2)ie Slnbern all ertrugen^ nia)t [2). 2t. trugen bie Ums 

armung n. A H 1 S |, 
15 9Jtta) einäig [aber h S] btafye fte [über trug fte fjer 

warf über fet$te A] jum [an ben A] ©tranb [ftelfenftr. 
h S"\, 

$rum $at fte toofjl biefi [£r. glaub ia) — Ijoff' unb glaub' 

ia) aus gl. u. f>. i. A — , bajj fte — über fia) A — 

btefea hH l S] weite [ü. d. Z. A] 2anb 
'Jür mia) ju einem SReia) erforen [meinem 9teid)e auöerfo^r A 

[unter Dereinft fid? unter — ü. d. Z. — meinem Seester 

faSmtegt. A] 



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- 118 - 

Spätere Fassung: 2 aus verflogen 4 über 2(uf ftarm» 

empörten Woqen 7 Ijodj über ftol3 8 (Er wiederhergestellt 
aus (Sä von U. im Exemplar G 7 9 aber bemerkt auf Notizbl. 
für GK 

4. i/': 

$ifa)er. 

2Uas fifceft bu am Ufer luer 
9Jom borgen: bt$ jum 2(benbrotlj, 
2(uf beine Singet emfig blirfenb? 
Uno fjaft mit aller iiKütje ooa) 
5 Äein etnjig ^tfajlein aufgebraßt ¥ 

Jüngling. 

3a) angle nia)t naa) #ifä)en, nein! 
3a) l)ab Im tiefen 3Reere3grunb, 
gür jebe 2lngel atfju tief 
SUel föniglia)e $raa)t erfa)aut. 

5. Ältere Fassung: /1 s. o. zu Nr. 1 t Ulfar' ftöntg Dlo'ä 
Öagblieb. SJMtw. b. 28.3an. 1807. H* 1807 SWittro. b. 28. $an. 
(i/*), Titel wie h. H h $eä Äönigs Sagblieb, 2, 139 S. U., 
Titel wie ff 5 . H* als Nr. 5. In h ist die Anordnung $oa) 
in ben Süften . . . Eöniglia) fa)r., ebenso Z/ 1 doch umgeziffert. 

Äöniglia) fa)reitet [nach maubclt h\ 
Sie 9Jtäf>ne fa)üttelnb, 

£er golbne £eu, [2. 3. 3). g. £. und nachträgl. Gr fa)üttelt 

bie 3R. h] 

2)ura) bie äBälber, bie Klüfte 
5 Stuft er fein 9Jtaa)tgebot. [Spatium h — S (genauer : 6 ein- 
gezogen)] 

2)oa) foU H)n ftürjen 

9Jttt bem ©peer meine ftarfe §anb |über ITTetu ftarfer 

Speer AJ, 

2)aji mir bie ©djultern 

<3a)mütfe [unter giere h] fein ©otogeroanb. 

10 §oa) in ben Süften fd)n>ebt 
& er Äar, ein Honig. 
2Bie er raufa)t, wie er aufwärts ftrebt! 
©r roitt fia) bie ©onne 

Sangen [nach tjolen h\ jur £ron' fjerab. [Spatium h — S] 
15 S)oa) fott ifm fpieffen [nach erretdjeu h] 
Wem geflügelter $feU, 

2)aj$ er mir [nach 311 pfiffen /»] finfe 3U Hüffen. 



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s • A. H 

Nach 5. folget, von einem Strich durchzogen (die weitere 
Nr. trägt sogleich die uncorrigirte Ziffer 6.), als aasge- 
merztes Stück H* : 

Jüngling. 

Söoljinaus, roof)inaus, bu holbeo Äinb, 
Bo ängftlic^ eilig, roie bcr Söinb ? 

Sie ©onne wirb uerftnfen balö, 
»lein §aus liegt brüben an bem Stoib, 
5 2)rum mufc id) eilen mit aller 3Ra$t, 
Safe id) t)infomme »or ber 9fad)t 

Jüngling. 

2Hir fteljt bes gebend Sonne $od), 
£)od) fern ijt meine fceimat nod), 
$rum mufc id) roanbern o^ne Söeile, 
io $>ajj id) fte oor ber 9iad)t ereile. 

Darauf /f» Nr. 6. zum Ersatz: 

Wegruft, bu fd)öne Sd)äferin! 

3ßie Ijetjr, roie fjerrlid) ift bein ©ang. 

2Bie milb gebietenb ift bein »lief! 

%ümaf}t\ bu bift bie Königin 
5 S8on biefem grünen 2Jtaientljal, 

SBon biefer retd)en Siofenblüt', 

9Jon Sogelfang unb 2ßeIIentiang. 

3)ir fe|' id) meine ßron' auf ö Spaupt, 

Sie fte§t bir roo&l, roie längft gerootmt. 
io 2)oa) bu bebarfft ber Ärone nidjt, 

2)ie golbnen Soden frönen [über fdnnücfcu] bid) 

©o ftralenb unb fo fomglid). 

6. tf* Nr. 7.: 

3m SBalbe läuft ein roilbes $ferb, 
©olbfalb, mit langer, bid)ter Diahne, 
£>er Äönigsfoljn, er fängt es ein, 
Unb fd)roingt gewaltig ftd) hinauf. 
5 £aä 9flofi ergebet ftolj fein fcaupt, 
Unb bläjjt bie »ruft unb fd)roingt ben 3d)roetf, 
Unb rennet (nach rennt] roteljernb oom 
2)ao Soll im Hiale hordjet auf: 
©3 toSt (nach ft( roie ©türm, roie 2>onner^att. 



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- 120 — 

iq Da (türmt ber §errlia)e $erab, 
Xes ^ferbeä golbne SKäljne roef)t, 
2)e8 Deiters xöroenmantel roallt, 
Unb SlUe rufen: „2>iefer ifts, 
Der Äönig, ben roir lang erharrt !" 

Spatere Fassung: ü hinauf H b D G 1 8 Äömmt (D G 1 ' *) 
über 3ß fjer über bm n aus ©ebirg (jerob u U. n. über 
fliegt bas 15 fC. über roaUt 16 über Junten 17 $>a 
über (Es is $eil! biefer iftö, ber // b 

7« Ältere Fassung H b fünf Stücke (die sammt den näch- 
sten und 6 Motive für 1, 166 ff. gaben): 

8. 

Jüngling. 

2ßelcf> §errlia) Sa)lofc auf jenem »erg [aus jener $ö$'J! 
-Tao aus ben SBolfen nieberfa)aut, 
S3on bem mir jebe 9>toa)t geträumt, 
$a« ia) in 9Reere3 liefen faf>, 
5 9hm über golbnen Söolfen fef)'. 

Sänger. 

2Bela) ttyeure Stimme bort' ia) ba, 
Qa) armer, blinber SängerSmann! 
SJleine §arfe fa)lug »on felber an. 

Jüngling. 

Sag' mir, wie nennt man jeneö 6a)lofe 
10 2>aö auf bem SBolfenberge fte^t? 

Sänger. 

SWan nennt eö fonft ber Sonne Sa)lofi, 

9mn iftö bie öurg ber Xraurigfeit. 

$er alte Äönig liegt im £$urm, 

ein Räuber ftjt auf feinem £|ron, 
15 Ter ungeftümmfte [so] Sßüt^erta). 

3a) armer, blinber SängerSmann, 

§a) *) ar *' an bi e f*3 Sergej ftufj, 

83iä unfer 21 Her Sietter fommt, 

6r fommt gen>ifi, oon Slbenb jjer, 
so 2)ie lieber melben§ unb bie Sagen. 

So alt ia) bin, ia) fann nia)t fierben, 

»ig ia) erlebt ben reü)ten erben. 



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- 121 - 



Ter Räuber thront am .HÖni^oniafjt 

3Rit reid)gefd)müdfter SRitterfd)aar, 

£ie ifmt unroißig 25ienfte tyut. 

£u unterft an bem $if$e fifct 
5 36er ÄönigSfofm mit feiner Äron', 

To et) ißt et nid)t unb tnnfet nid)t. 

(£3 roanbelt ber $ofa( untrer: 

„Sßolan! auf unfreS ÄönigS £eü!" 

Sie ffieil)' ift on bem ßönigsfolm: 
10 trinfe nidjt auf ÄÖnigS &eil, 

3a) trinf auf jenes KauberS Xob. 

2Kir ift, als fajlürft' [über tränfj id) je^t bein 8lut, 

2)aS fdjon bir aus" ben SBangen roetdjt. 

2ßie wirft bu bleid) ! bein geben fliegt, 
15 ftoa) einen 3ug, fo bift bu tobt!" 

10. 

2)er Räuber wirft ben 5?önig8foI)n 
3n eineä finftern $(jurme$ ©runb. 
2Ran läfct &um ©pott ijfjm feine Äron' 
3ufamt bem golbnen SöroenfeH. 
5 Unb rote ber Jüngling unten liegt, 
(Eng [über f?art] angefd)miebet 2lrm unb $ufj, 
2)a ruft er taut: „9hm ift mein 3ieia) 
©in finfter unterirbifa) SRetd). 
25ie SBänbe tropfen roie oon Xfn-änen, 
10 3$ ^öre bumpfen 2Befjetaut, 
Unb tiefe ©eufeer, Äettenf lang ; 
2>a3 finb bie Bürger meines 3teia)s\ 
©etroft! oertraut nur eurem Äönig! 
3a) füf>r* eua) noä) §u £id)t unb Suft." 

11. 

©§ liegt im Oraben oor [nach an) ber 33urg 
©in 2)rad)e feit uralter $e\L 
3Rit biefem foH ber Jüngling fämpfen, 
6o roilber Xob ift it)m beftimmt. 
5 £er Räuber mit ben Gittern fa)aut 
3rof>lotfenb nteber oom 2lltan. 
$er flönigöfo^n, er ftefjet ba, 
©inen furjen £old) in feiner 9*ea)ien, 
Tao SömenfeQ am linfen 31 nn, 
10 @o tjarrt er auf be3 2)rad)en ©türm. 
2)oa) biefer naljet tiefgebeugt, 



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— 122 — 

©r legt ficf) ju beö Sünglmgä puffen, 

(Srfennet ihn als feinett .öerrn. 

Tann gegen jenen JRüuber oben 
IS (Strebt er fein ge|"dm>oHen baupt, 

Sluö ©djlunb unb Sugen flammen fprü^enb, 

SBilb raffelnb mit ber ©ajuppenfjaut. 

2)er 3ö"8/i«Ö & e Mit *§ n fM* liegen, 

©rftetgt bte Stufen junt 9lltan: 
so „«Run, fäjnöbet Räuber, aeua) bein ©ajroerb!" 

£er Räuber jte^t, unb fea)tenb faßt 

6r oon be§ ^ünglingS furjem 2)ola). 

(5$ jaudjjt bte ganje 9tittet|a)aar : 

„9tun ift ber rechte 2)rad)' erlegt! 
25 §eil i§m, bem £raa)enbänbiger!" 

12. 

3um Ituinne geljt ber ftönigsfof>n, 
6r fdjliefjt bie ©tfentfjüren auf: 
„herauf, wer f>ier gefangen liegt! 
(Srfdjienen ift ber Kettlings tag '." 
5 Unb fiel)! was fteigen ba herauf 
aiiv LH ei die, loanfeube ©eftalten ? 
(£3 ftnb beä ^ünglingä SBrüber betbe, 
2)ie jener Räuber überfallen, 
Unb ifjreo GrbeS fte beraubt. 
io @3 ift ber alte, äa)te Äönig, 

£er oon bem Xfjron uerftoffen roarb. 
©ie gefjen roie 9faa)tn>anbler um, 
Grtragen fa)n>er ber Sonne fiiajt 
Unb fef>en t^ren Detter ni#t. 

Spätere Fassung 7.: 3 £oa) über €s 7 aus @s raffelt feine 
n aus Sie 9(rm' er um ben 3)raajen wirft (aber 12 gleich fte) 
umr. aus umfa)!. Vgl. übrigens an Kerner 7. Sept. 1811 — 
Briefw. l, 236 — 3m SRonteoiEto 3. 20 ftefy eine fajöne Äunbe 
non einer 2)ratt;enjungfrau. 

8. Ältere Fassung H m : 

13. 

$er Jüngling ftef>t an 2f)rone$ Stufen, 
Unb auf bem fjotyen $f)rone ftetjt 
SDer alte Äöntg, neben tfjm 
(Sin biapt ner|"d}leiert j5 rauenD ^ D * 
s 3)ie bitter fteljen all untrer, 
2)ie (laufen Sajroerber in ber §anb, 



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_ 123 _ 



Sie laufdjen auf bes §errfd)er3 Sßort: 

„9Jun, tfjeurer Wetter, nimm ben Sofjn ! 

9timm f)in mein treugeliebtes 5tei$, 
10 Wimm meine tfjeure Sodjter §in, 

3Wein befte$ Äleinob, ba£ uerfteeft 

Geblieben »or be$ iHauberS 33iicf!" 

$er Jüngling aber neigt fein £aupt: 

„Spalte ßöntg beinen X§ron! 
15 ©ib beine Xodjter einem Slnbern! 

9Jtein ift bie Sajäferin im Xfjal. 

fiebt 2UI e roofjl! idj gefj' unb fudje 

$ür @ie unb miü) ein anbreS Steidj!" 

U. 

£ie Jungfrau fdjlägi ben Sa)leier auf: 

©3 ift bie ©djäferin oom ${>al. 

$er Jüngling fteigt ben Sljron l)inan, 

6t fafet bie £anb ber frönen 9Raib. * 
s Unb roie fie fo in Siebe fte^n, 

$a gliu)t bie Hron' auf feinem §aupt, 

@3 fprüheu alle (Sbelfteine, 

2)er golbne Xfnron glänjt fonnenf>eü\ 

Ser 2)raa)e fa)linget fia) barum, 
10 $n SRegenbogenfarben brennenb. 

2>te bitter flauen ftaunenb auf, 

Unb »löfcltd) fprtngt bem alten Sanger 

58on folgern £id)t be$ 2tuge$ glitte. 

@r ftt)aut empor, er rüf>rt bie £>arf, 
15 @r fingt ein roonneooüeä Sieb, 

©ä [über Das] ift be3 Sängers Styuanenfang. 

Spätere Fassung 8. H b : 3 aus GS flammt b. wie Sons 
nenglut 4 unter €s ftralen XTTantel unb Krone 13 aus fprengt 
ber $of>e u aus 2)es finftern Slugea 19 Suft Fehler D. 

S. 306. Ars §an§tx$ £luit). //" 1814 ©amft. b. 3—4. $ec. 
naa) einer früheren $bee. Vgl. Tagt. 3. Angefangene Stuöarbei* 
tung ber fa)on früher — im Jan. 1810 als Drama k Der eifer- 
süchtige König' nach Percy-Herder (Redlich S. 220, 222, 
94); G. Sauppe, Wanderungen auf dem Gebiete der Sprache 
u. Litteratur, Halle 1868 S. 189 und R. M. Werner, Viertel- 
jahrschrift für Literaturgeschichte 1, 504 — entworfenen 
SBattabe: S. %l 2>ie 93. bis auf einiges beenbigt. 4. 2)ie 
33. ins Steine gebraajt. Von Notter auf Napoleon gedeutet; 
Frau U. erinnerte sich nur, dass ihr Gatte des Prälaten 
Georgii Frage, ob er an N. gedacht, kurz beantwortet habe : 
t Auch mitunter'; A. Schöll, brieflich an Holland, billigt 



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- 124 — 



Notters Auslegung (die wir wenigstens sehr einschränken 
müssen): t Mir nemlich hat U. gesagt: N., bei seiner Energie 
und Thatengrösse , habe zum treibenden Dämon derselben 
einen kalten finstern Ehrgeiz gehabt, dem nichts Ideales 
heilig gewesen. Deswegen fehle auch seiner Grösse die 
Weihe der Schönheit und werde ihr auch in der Erinnerung 
immer fehlen. Er habe sie verwirkt. „Bei des Sängers 
Fluch habe ich an ihn gedacht"'. — 1 über <£s Ijat ein 
Sdjloß gefmnben, fo fyerrlidj unb fo tjeltr s U. r. aus SRingS 
roar 4 Xt. fpr. frifa^e [über Imnbert] ©r. wiederhergestellt 
aus 2>r. fr. 33r. fpr. im späte G 5 aus oorlängft ein Äönig 
« feinem über fjofyem 11 er f. späte G 29 aus 2>ie Höfling* 
all im Str. nerfernen tfjren §öflingfc$aar späte G ühlandisch? 
3« gegen H G und sonstigen Brauch U.s — vgl. auch Saut* 
auf t Holand u. Alda' 4 — zu ändern Itcci) ouffpr. ist unzu- 
lässig. 39 £}. fiullt ü)n in H 40 @r über Unb 42 fte aller ohne 
Komma HG 47 aus 9Jur <£. unb nur <&L bi über Der* 
nid^rung foü bir merben ftatt bes ergeifcten Kufnns 55 in — get. 
über in leere £uft nerraudjt 56 aus SEie jje^t fein I. SR. ber 
[darüber mein] Jüngling f)inge§aua)t. 

S. 809. P* ntrfunkeiu front. H z 1834 ebb. [wie 
t Maienthau 27. Mai] $u Unterlaufen (ü.s Neffe Meyer be- 
zeichnete Holland gegenüber eine bei Unterhausen locali- 
sirte Sage als Anlass). h Quartbl. 2)ienft. b. 27. 3Jtoi 34 5U 
Unterlaufen. Uhland im» Exemplar G 7 S. 432 Über /Teils 
Tod' §ier ift 2>. ©. ßr. einjurürfen (liegt nicht bei). G» 465. — 
5 ein — 33. (nach (Eigner) über ber fjerr bes fjaufes H (h = G) 
10 längft über fdjon (so h) H 13. 14 SBiel !öftlid)e$ ©efteine 3ft 
i$reö [über feines] Steife« 3ier Ä ebenso (14 Corr. ifjrer 3Reife) H 
aber gestr. u. daneben Sie I. junttO)t roofjl [über bei Hadjt 
motu*] fpielen [vor funfein fpielen flimmern funfein] Äarf. u. 
©appfjir (wiederhergestellt über Der €belftcinc ^ier) «Sappfjir 
u. ©apfjir schwankt 15 3. n ach Reiten h. 

S. 309. Ritts Soft. Musenalmanach 1831 S. 34 8. ll&Ianb 
(S. 39 folgt G. Schwabs 4 Ständchen für Ludwig Unland, bei 
seinem Abgange von Stuttgart nach Tübingen'). G 5 432. — 
3 aus beerben U. im Exemplar G 1 4 sonst schreibt und druckt 
U. mfyal, hier aber soll es dem $u 23erge 3 gemäss sein. 
12 &or {M) wiederhergestellt aus Sion (Cr 5-7 ) von U. im 
Exemplar G 7 21 SBtnbeSf Anette M es 2)odj fdjon ift nadj 
(so M) schreibt ü. im Exemplar G 7 neben $oa) fa)ön ift 
naa) G b ~ 7 70 wenn M 75 frommen, 89 £o& gef. M 95 roieber 
(aber es bedeutet nicht ^ederum'). 

S. 312. §it mtnkttl\)tylt. H 3 1834 20. 3un. U. im 
Exemplar G 7 436 über dem nächsten Gedicht £ier ift 3). ©I. 
einaufd^alten (liegt nicht bei). G* 470. Excerpt U.s (Holland) 



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125 - 



aus Meyers k Pfarrbeschreibung der Parochie Pfullingen 1 1828, 
Urkunden vom Weiler Braitenbach: ( Ganz in der Nähe 
desselben Weilers fand sich ehedem die Glockenhöhle, „darin 
es, wenn einer redt, wie eine Glocke klingt". Sie findet 
sich nimmer, wie sorgfältig ich sie auch aufgesucht habe.' — 
3 ift (gestr. u. wiederhergestellt) über roarb 4 99. über <8e- 
meitjt 17 fo über nodj. 

S. 313. gic cerlarene fttntje. IP 1812 Sonnerft. b. 
9. 3<m. Sorm. (vgl. Tagb. (Sntrourf u. 2lu3füf>rung). h 16. Aug. 
an den im russischen Feldzug gebliebenen August Mayer 
(der Brief kam aus Moskau zurück. Mayer 1, 25U. Hollands 
Collation). D 151 Ufjlanb. U. an B. Auerbach 5. Jan. 1862 
'über die Bemerkung in ^Edelweiss', man höre nicht die 
Glocken , sondern den Widerhall vom Walde : So Ijat mir 
ber OHod'enbaH im 3öalbe, ©. 210, eine alte Erinnerung nuia)-- 
aerufen, wie nämlidj berfelbe Saut beo SRetfartljal* mir einft jum 
Siebe 2). o. Ä. geworben ift. — 8 Äeiner Majuskel nach den 
alten G (nicht: kein Waller, sondern wie 3 9iiemanb) u 2)a 
fjört' Hh 3)a $ört, oernafnn iä) so auf Notizbl. für G l 20 aus 
funaufgef. (HhD) wiederhergestellt von ü. im Kxemplar G 7 
21 benn] als H 23 fonneflar Hh D die älteren und die spä- 
testen G so dass fonnenflar G 9 ff. nicht Uhlandiach scheint; 
vgl. z. B. fonnetjea t Der blinde König' 68 u.s. w. 37 mar 
Hh 38 roaÜenb (so H) über undeutl. bebettb h 45 ro. e. 
und 46 bemerkt auf Notizbl. für G x 02 tr. über reblicfy H. 

S. 315. JJhjs nerfnnhene gUofttr. // 3 1834 20. 3ul. 
h Quartbl. Ein] läge im Exemplar G 7 !Jft ©• 439 oor: 9Jtärd)en 
einaurüden. G 8 474. — 11 2lm Soc. über Durchs Sprad?e$ttter 
(aus Unb burä)3 Spraajg.) H 21. — l. neben Durchs Sprache- 
attter l. h 23 2)ie über Unb Hh 24 9Benn // h. 

S. 317. Pärdjftt. # 3 1811 Sßom ftreit. 12ten 3ul. bis 
SKont. 12ten 9lug. Vgl. Tagb. 12. Juli $bee 3U einer öear; 
beitung be8 9Kät)ra)enä: La belle au bois dormant. ÜWadjmit; 
tagä u. Slbenbä auf bem Spaziergang 2(u$füfjrung mehrerer 
Ülerfe baut. ©eroaltfameS u. inftinftartiges Vorbringen ber ^ßoefie 
unter ganj frembartigen ©efajäftigungen, nrie ia) mir ba$ 93er; 
fallen auf bie 3bee biefeä ©ebiajtä [ürmotiv an Kölle 26. Jan. 
1807, Leben S. 37] buro)auä nid)t 3U erflären roeifc. 24. 95rief 
oon ferner mit ben fran,}bfifd)en s ])iä^ra)en [Perrault, Contes 
de ma mere l'Oye; vgl. auch Schriften, 4, 464. 471]. 25. fiovU 
arbeitung an bem 3R. von ber Sa)lafenben. 12. Aug. S3e* 
enbigung beä 3R. 0. b. fa)t. @a)önen. An Kerner 4. Jan. — 
1, 170 — SBfifferJ oerftönbige Bearbeitung oerfdjiebener 2Jtära)en 
erregte in mir ben 2ßunfd), bafi bu fold/e ^ära)en p^antaftifd) 
erjagen möd)teft, 5. 93. baä oon ber fd)lafenben ^rtnjefftn, bas 
bir fajon et>ema!3 lieb mar; 12. Miirz — 1, 194 — 35u erljältft 



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- 126 - 



f)iebei aua) bie fdjlafenbe ^rinjeffm |d. h. den Perraultj, fei) 
bu ber ^rinj, roetfe ftc auf unb jeuge fajöne ftinber mit Ü)r, 
bie bann bic Dger con iRecenfenten roerben auffreffen rooUen 
(s. Vers 149); Juli — 1, 225 — ©a)icfe mit fo balb als mög= 
lirf) bie fran$öfifd)en ^eenmftrcfyen, bie id) bir cor einiger ^eit 
gefanbt frnbe, eS liegt mir oiel baran, fie balb ju Reiben, ba t ct> 
fie $u einem ®ebia)te brauaje, baö iaj ofjne fie nia)t oollenben 
fann; 24. Aug. — 1, 231 — f)abe baö 3W. oon ber $rin; 
aeffin, bie ljunbert Saljre im 2ßafbe fdjlief, bearbeitet, roerbe eS 
bir aber nidjt ef)er fänden, als bis bu mir beine angefangene 
Bearbeitung beSfelben ©toffeS ausgefertigt bagegenfdjitfft. Kerner 
29. Aug. <lch habe nie eine Bearbeitung der schlafenden Pr. 
angefangen, kann sie also auch nicht vollenden. 1 An K . 7. Sept. 
— 1, 236 — aud) bie fä)l. fyt. mufjt bu bearbeiten. Steine S3es 
arbeitung ift bloffe ^arobie. K. 20. Sept. ,Die schl. Jungfrau ist 
gar zu lieb ! Ich bitte dich, sende sie doch alsbald dem Rehfues 
[Süddeutsche Miscellen], damit es sogleich abgedruckt wird'. 
D 234 Ufjlanb (nach Kerners .Goldener. Ein Kindermährchen'. 
Gangloff sollte eine Illustration zum 4 M.' liefern) — 9Rärd)en 
nach U.8 späterer Schreibung und öfterer Correctur ohne i) 
4 aus SBierljunbert vgl. 23. 137 9 aus Qxoei 21 in aus an 
(Ansatz zu auf?) 34 jenes H »2 Gfajtlbad) H ns ftarfen §. 
gut // ftarfer (so D) §. 3R. auf Notizbl. zu G l bemerkt 
70 ben fehlt seit C 10 74 n>. nach fo 9t> fp. über fd?läft 
100 fa)n. bemerkt auf Notizbl. zu 6? 1 101 m. über f narrt 
107 fdmell H 114 tr. nach fanb 122 rei$g. H D 123 aus f)at 
12:"» bemerkt auf Notizbl. zu G 1 136 fnannen [unter moben H\ 
fid> 9Rebet grau HD SR. gr. bemerkt auf Notizbl. zu G 1 
140 SBalbgebürg H % äBalbgebirg b. Notizbl. zu G 1 112 
über bidjtcn 150 auf wiederhergestellt unter in 159 u 9(. 
bemerkt auf Notizbl. zu G l i«3 £a über €s ir>4 wieder- 
hergestellt aus mannigf. von U. im Exemplar G 7 i«9 aus 
3mei 172 aus belieb arten H (b D G) .peüebarben bemerkt auf 
Notizbl. zu G 1 ITA r. über feeflid) 17.» f. %v. über lauten 
Scr/ritteu i8i §oa) m. H i»2 neben Die 2taacu 3iigebrücft (aus 
3Ugemaa)t) 1*3 aus ©teinb. 184 neben Der a'lteu <5räbcr pradjt 
191 von über aus i9t> 2ln über 2luf 197 fjat — emaf. (nach 
erfunben) über fühlte roofjl bas £cben 199 aus umgeben 
201—204 vgl. Leben S. 37. 204 2tugenltd)t U. für den Fehler 
2lngefia)t im Exemplar G 7 200 (*rn>att)ien HD 207 2). a. 
wiederhergestellt unter Uralte f). nach f| ct)aQen] 211 aus 
tritt 214 j). über hohem 219 aus ^ugenb <v- 220 aus roaffret 
in ber 222 San! über fteil £rü$, aus ^rü^'! 223 u. über 
Sic fyat 224 $ia), aus 2>ie. 



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- 127 



JMfr<m#fiT<$e (k&icBtc. 

21. ®., überfefct x>on £ubn>ig Uf)lanb A 230—248. G* (1820) 
404—422. Die Vorlagen: Eichholtz, Quellenstudien zu 
Unlands Balladen 1879 S. 21 ff. Vgl. .Märchenbuch des 
Königs von Frankreich' hier unter 1812. 

S. 327. $)tt ftfltigStOltlUr, Tagbuch Paris 9. Juli 1810 
Einer mit (Sljamiffo . . u. übriger 2(benb mit it)m. 2)ie SRo« 
manje : La ßle du Roy d'E*pa<tne (von Ch. am 17. Juni Fouque 
als t Probe eines Volkslieds 1 übersandt; Hitzig 1, 258). 
25. Sept. 9?act)tg Überfefcung ber altfrctnjöfifchen Stomanje »on 
ber fpanifchen Königstochter (nn Ch. gesandt 23. Dec. $ie 
^Beibehaltung beöfelben Gleims burd) bao ganje ©tütf, bie mir 
roefenilich festen, legt freilich einigen ßroang, fl"f)- Ö« an Kerner 
23. Aug. ©r — Ch. — ift mit ©ammlung franjöfifcher StolfS* 
lieber befct)äftigt. Unter anberem t)at er eine altfranjöftfche 9to* 
manje aufgefunben, bie oortrefflid) unb auch alo Seltenheit 
merfmürbig ift, btt 3. 33 Berber bei ben ^rongofen feine SHomanje 
aufautretben roufete, menigftenä feine ältere (Briefw. 1, 186). — 
3). St.] darunter 33olf3lieb. A 4 aus när)'n U. im Exemplar 
G 1 (ebenso aus ©eroerb' 2s). 

S. 328. <8>raf ptrijarb ©hnefitrrijt. Tagbuch Paris 19. Oc 
tober 1810 3)ie normännifd)en Sagen »on 9cid)orb [Wace, 
Roman de Rou, Handschrift], SBegeifterung boburet). 2lpollo, 
wirft bu biefe @lut nod) linbern? Sbenb« Überfefcung ber Sage 
»on bem ftanbfchuh IPluquet 1, 278; Andresen 2, 40). 21. Über; 
fefcung ber normännifchen Äunbe oon bem ertrunfenen 3Jlöna)e 
(Pluqnet 1 . 281; Andresen 2, 43). Schriften 7, 662; 8, 181 ; 4, 64. 
868 mit Erwähnung der beiden Nachdichtungen. — 1. D$ne; 
furcht fehlt A ohne guro)t ältere G (aber 4 König Karls Meer- 
iahrt 25) 2 <Srfd)racf gegen die Norm 8 ffil)' A 10 wenn 
gegen U.s Brauch 1« ftiHen A 30 rühr ändert U. im Exem- 
plar G" wir aber folgen der Norm für schwache Verba. 
34 §anben wiederhergestellt aus §änben (so A G 4 " 1 ) von U. 
im Exemplar G~ 35 Sdmjerb A <3cf)n>erbt G* 37 entgegen r. 
A ältere G 44 mufct' es SWicharb A 49 $at 00m Stuhle fie 
genommen so A — 2* l. 102 Duan G ist störend 10 2Bo fie 
junacht ihn moHt' empfatjn A 46 Sol. späte G 52 ihn fchon 
G 7 ff. später wieder fchon ihn 88 ©tanb G s. aber zu .Le- 
gende' so 113 jutob aus ju tob (4 G 2 ff.) U. im Exemplar G\ 

S. 333. gfgfltfct. Tagbuch Paris 22. Oct. 1810 öiblio; 
ifjef. fiegenben: »on ber normännifdjen Kircbe beö h- SRichoel 
am SWeere, roelche bes $ag8 jroeimal burch bie ftlut unjugäng« 
lieh mar, roo eine fchroangere ftrau, welche, ba fie nicht fa)nell 



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— 128 — 



geljen fonnte, oon ber %lnt übereilt nwrbe, ben ©rjenget anrief, 
roeld&er fie oor ber Jlut fdjüfcte, fo bafj fic mitten in berfelben 
gebar u. ben betenben ^Jifgerinnen, roelaje fie fa)on oerloren ge* 
geben, if)r ßinb $ubraa)te. 2. März 1811 ®roffentf)eÜä Üben 
fefcung ber fiegenbe oon ber fdnoangeren ftrau. Vgl. Schriften 4, 
818 f., wo auch ein Stück aus seiner Copie der Pariser Ha. 
4 Chi commence d'une grosse ferne' mitgetheilt ist. h Segenbe. 
Stttfranjoftfö. Quartbl. Reinschrift. - 7 6o rote A ältere G 
27 bleibt h A was Holland gegen alle G herstellt; eher 
könnte 28 traajtet' gesetzt werden , aber auch das ist nicht 
nöthig. 4i f)\n] \u h so ftunb wiederhergestellt aus ftanb 
(störend vor 6tranb) von U. im Exemplar Ö 7 ; hier haben 
die älteren G ftunb bewahrt. 

S. 335. Holanö und ^Ubfl. Copie des k Girard de Viane' 
seit dem 7. Dec. 1810. 27. Febr. 1811 »eenbigung ber Über* 
fe^fung »on ftolanb u. 2lube. An Kerner 4. Jan. — Briefw. 1, 
169 — er wünsche Einiges aus seinem altfranzösischen Vor- 
rath zunächst im Almanach niederzulegen: @in fefjr f$öneä 
Sfücf auä einem gröfferen §elbengebid)te gehört bem, roaS ta) 
bir jugebadjt, iä) fonnte eo aber auö Langel geroiffer §ülfä= 
mittel bi$ jefct ma)t oottftänbig überfein. Der Urtext in 
Bekkers 4 Fierabras' 1829 S. XXIX ff. nach U.s Abschrift. Tagb. 
17. Jan. 1814 3bee $u einer Dper oon SRoIanb unb 2tlba. — A 
Molanb unb 2lube. 2lus einem Jpelbengebidjt (£elbengebid)te 
Register). 36 Tiraden wurden von Ende Mai bis gegen Ende 
Nov. 1811 als 4 Beilage' (groben auä altfranaöfifdjen ©ebid&ten) 
zu dem Aufsatz über das altfranzösische Epos ausgearbeitet 
und so nebst einleitender Analyse in Fouques ^Musen' 1812 
I 4 , 104 ff. gedruckt (ohne nähere Überschrift) mit vergleichen- 
den Fussnoten: S. 101 'Statt beä 9teime3 im Original ift f>ier 
bie Slffonana gebraust, toeldje . . ber altfran}öftfd)en ^oefie niajt 
fremb ift. Sie fünf erften 3tropl)en, welche fajon in ferner 3 
$oet. Sümanad) f. 1812 fielen, ftnb einer nodjmaligen $>ura> 
fta)t unterworfen roorben. Diese Varianten M mögen hier 
Platz finden, weil sie auf G gewirkt haben, nicht aber die 
von U. einem wissenschaftlichen Zweck gewidmeten und 
nie den ^Gedichten' einverleibten weiteren Tiraden (Schrif- 
ten 4, 378 ff.); sonst müsste man auch die später für die 
sagengeschichtlichen Vorlesungen bearbeiteten Stücke der 
t Chanson de Roland 1 (Sehr. 7, 648 ff.) und zahlreiche scandi- 
navische Balladen (8, 360 ff.) aufnehmen. Auch bietet M 
über- und fortleitende Prosaberichte, A G ein gekürztes 
rundes Stück. — 3 2U8 $arl eä fieljt, !ömmt er oon Sinnen 
faft M 4 2. wie fjodjauf « fefftt, eö wirb iljm fdjlimm gebaut, A 
7 @r l)ab' A s SDlarft A 10 famen AM n brangen A M 
12 3Rtt Lämmern unb mit mana) A u Stein M LS benn M 



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— 129 - 

fünfjtg A fechäjig G 2 würben A M jermalmt seit G* kaum 
Änderung U.s, bei der Revision G 7 übersehen nach 15 3u 
33oben met)r bcnn ^unbcrt hingerafft A M n fagte $erjog A M 
9ßaim' A 9la\mä M G mit euphonischer Rücksicht auf das 
folgende im; U. braucht auch im Gedicht von Karl u. Hug 
— s. u. — die Form 9toim$. 24 hergebracht A M 26 mannet* 
hanb M 27 M hat dafür drei Verse und vor 28 als Anfang 
der zweiten Tirade elf: 

iDaoon bie SHauern roerben hingerafft !" 
Ser Äönig hört es, all fein ölut aufwallt, 
©rofj Seib hat ihn befallen. 

2. 

So fprad) ber öerjog ÜRaimö mit blühnbem Äimte: 
„.perr Äaifer Äarl! e3 fei @udj unoerfchrotegen, 
©0 hdf mir ©ott! thorrecht ift ©uer Sinnen, 
2)afj 3ht bie ©tabt »ermeinet $u geroinnen 
Surch folgen «Sturm, folch ungeftümeS bringen. 
Öoch ift bie 9Kau'r, 00m £etbenoolf errichtet; 
SBei meiner Streu jur ^eiligen SWarie! 
SBor SaljreSfrift erobert %f)v fte nimmer, 
fiafet euch au§ ^ranfreiö) $ülf unb Steuer fchicfen, 
SBerfleute, bie als Reiftet ftch errotefen, 
So roerfen fte bie alten dauern nieber." 

28 mächtiger erg. tf 30 U.? 29 Gr rief: „9R! 9JU" mit A rief M 

30 fühnen wiederhergestellt aus fühne von U. im Exemplar G 1 

31 fd)ön M fchön' A G Stube A M 41 Leimring M 44 tapfre A 
49 Slbeliche M 59 Slube A M 54 9tainier$ A M 55 Dlioierö A M 
56 ©irartä A w— «0 ^n meinem £eben führt mich Äeiner hinnen, 
9113 roen $err ©irart roill unb mir erfiefet .4 «1 Dlioier A 
Dinners M «4. «5 2)afe nimmer noch in meine §aft 3h r fielet. 
$oa) foH eö roerben, balb mit ©otteS §ilfe, A 67 Dlioier A M 
vor 68 Ziffer 3. 3/ «8 2lube A M 71 aus fjinroteber {A M) 
U. im Exemplar G 7 73 ©ur aus Gu'r U. Gl 73 Steifen M 
74 ©djroerb A Schroerbt M 77 ©0 fchneHen Sauf*, als ob e3 
©a)roingen f)ätt* A fdjneltl flugs M vor 85 Ziffer 4. M 
»1 Slube A M 100 9Benn jemals ia) in (Sure öänbe fiel' A 
110 2lube v4 M 111 ftainierä .4 3/ 112 $om .4 hinten be- 
richtigt; übrigens hat schon Holland angemerkt, dass k Enroin' 
im Urtext der Name des Lombarden k Herr Roin* ist. 116. 
118 Sluben A M vor 126 Ziffer 5. M 12» Dlioier A M 134 9lube 
A M 139 freunblia) M 146 fehlt M wo zunächst Prosa- 
erzählung folgt. 

U&Unb, ©rtudM«. II. 9 



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— 130 - 



S. 340. i ortunnt uno feint Söljnf, 

h Folioconvolut, auf dem Umschlag 5 0r * untt ^' jedes Buch 
3 Bogen mit leerer 12. Seite; neben dem Titel (Fragment, 
fehlt) Slngef. 2)tontag b. 26. Sept. 14, am Ende des 1. Buches 
nach der Ziffer 54 (Zahl der Stanzen) befd)loffen b. 30. 3an. 
15. , zu Anfang des 2. Buches angef. b. 18. 15, am Ende 
nach der Zitier 56 beenbigt b. 29. Oft. 1816. Abgesehen 
von der frühen Empfehlung des Stoffes durch Seckendorf 
(25. Jan. 1807 .Einen, den ich Ihnen gern zur Bearbeitung 
empfehle, haben bis jetzt fast olle vergessen: Fortunatus 
mit dem Seckel und Wünschhütlein ; U. antwortet 3m 
Fortunat bünft mir bie Xenbenj beö ©anjen ju wenig poettfd) 
ob glettf) ein friitfieö Seben barin nicfjt ju oerfennen ift), ab- 
gesehen auch von Chamissos Mittheilungen aus seinem 
Fortunat-Drama in Paris sowie von Kerners durch U. be- 
günstigtem Plan einer Bearbeitung (1809 Brief w. 1, 72 vgl. 
168) bietet das Tagbuch folgende Daten : 6. Nov. 1813 3bee 
ju einer Bearbeitung beö 5 or * unatuö a * 0 tragifaje Xrtlogte, 
Fortuna mad)t baö 2Jerf)ängnif$. Slbenbo erfd)ien mir jebod) Der 
Stoff weniger günftig, alö ia) gehofft fmtte. 7. Fortunat be= 
enbigt (die Leetüre des Volksbuches). 24. Sept. 1814 Biebers 
aufgefaßte ^bee $u Bearbeitung beö ft-ortunatö, aber alö erjäljs 
lenbeö ©ebidjt; Sefen beo Bolföbudjö. 25. 9fad>finnen über bie 
Bearbeitung beö Fortunat u. (Srfaffung ber beiben erften »üajer 
biä 3ur ftluajt von Gonftantinopel, befonberö ^uramuö u. Sfjiöbe 
(28. Sf>affpeareö Sommern ad)tstraum). 26. 2lngefangene 93e* 
arbeitung beö Fortunat. 27. g. Befudj von Sdjroab, ber mir 
oon feinen ©ebiajten oorlaö, id) ifjm bagegen roaö ia) am 
gemadjt. 28. Sie 9lebe ber Fortuna gebietet. 30. 31. Dec. 
Sieberauffaffung beö Fortunats. 22. Jan. 1815 Sßcrfe jum ft. 
vom Jurnier. 24.-26. 28. 30. Beenbigung beo erften @e* 
fangö non 17. Febr. ©ebanfen an Seopolb . . ftbee 311m 
5. : baö Fegefeuer, bie ©laöfjüite, lefctereö nur nä§er auögcbadjt 
u. eingeorbnet. 5. Juni 5. (s. 2. Buch 8) 3. Nov. Slbenbö 
ooflftänbigere 2luffaffung beö Gfjarafterö 00m Slnbreaö 5um §f. 
23. Oct. 1816 SBieberauffaffung beö (»• Vers II 8i»). 24. 
27. 29. 2teö Buä) beenbigt. 30. fy. burajgefefjen. (An 
Varnhagen 3. Nov. ftmei @ebia)te befajäftigen miä), ein er: 
jä^Ienbeö in Staden; «• f- roooon ia) aber in jrcei 
3>afjren nia)t mef)r alö 3toei ©efänge ju Stanbe gebraajt fyabe, 
unb ein Xrauerfpiel : ^erjog (Srnft . . .) 8. Nov. 2lbenbö im 
fiöroen mit Sd)nmb, 3>orlefung beö 2ten ©efangeö 00m §f, $bee 
ju einer 2lnberung am Sdjtuffe. 28. Gonrab ber Salier. $bee 
Sunt 4. Wefang beö : £er grieajifaje Äaifert^ron u. bao Qt)e-- 



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— 131 — 



paar. 10. Mai 1817 Angefangene JKeinfdjrift beö 23.-27. Üec. 
1818 9leinfc$rift beo — G* 423-462. 

S. 343. (Srfteö i»ud) aus Grfter ®efang // 2 »ergebt 
aus oergefjet so h u. entsprechend 4. «; was allerdings besser 
4 3- t. aus Unb jefct je^t über unb »» jene über jene biefe 
8 aus laun'gem .» fdjou — aufg. über (5lüct 311! bie IPtnbe finb 
gemogen in $on nach ^icrjt ftöfct wiederhergestellt unter 
(lieft 11 aus jeiget ftcf) mit 15, ig neben £r ift |über (tcigt) 
an £*orb, ben Ralfen lief; er fliegen 21uf freier |über jener) 
See null er fortan fidi nücgeu (wiederhergestellt über 5id> 
felbft nrill er auf freiem Itteerc miegeu) 1;» ift über mirb 
1« Stör wiederhergestellt unter ,fif<b Beert 17 unter Des 
Skiffes Berr, ein macbt'ger (nach abgebr. reich | Berr aus 
,flauberu s. 75 roofelbft [nach babin| ber über bas nnfer aus 
erfcfjroommen (aber kein fjat vorher) 20 aus (Snpernroem 
21 ÜJar wiederhergestellt unter (San; ift nach wirb 22 3Kan 
über Hub Ellies fragenb über fta) rounb. über neuen (gestr., 
wiederherg. , wiedergestr.) 2.» g. fi. über lieben ,\'reunbe 

27 Sifjt beim, vor IVruebmt, ü. d. Z. fcerr nach ber e[ble| 

28 t. aus im ebeln ftamcigufta 29 f). nach .^uror :$i aus 
ftratiana 99 bef. über giftet)' 35 aus £11 trinfen [über effenj 
roenig, unb ju effen fpnrlia) m neben Kein feegeu briu , fo 
[nach n>as darüber immer roic und höher — nach 21 U — 
Unb fein (Sebcilm] fet)r bie SJlutter föchte (lochen schwäbisch 
— kränkeln) ial)U. &. über für buubert (Säfte :;7 (rrm. über 
ciSeitfur^cube :w 2B. n. über Hur bat; *•> aus 9Jein Sögel nur 
4»; bürren wiederhergestellt unter magern Stl. nach abgebr. 
t f elfetitjor 4s flettern nach fteigen über fdpDetfetl bie nach bas 
;.o Änderung 2)es 3cf)iffe8 ungebulb'ge | zuerst ungebultig) 
Segel wieder getilgt :>7 2(dj ! (vor 2Tur) — mir über Pod? 
fällt mir (Eines plörjlid> fduner ™ Oft — bie über Itfobl fpradi 
idi JM beu Co ift — ber über hat noch bie «;i unklar (denn 
unnorbereitet fie und unerroartet, wofür a. R. ungeafmet, gestr.) 
aus £od) trifft fie unoermutf}et jefct e« aus f)inabgefd)iounben 
«8 Xenn nach Hub null plutt h die altern G aus blos ^ies 
fyex nach erbunbeu so o:> unter l>iel ritterliche Berren Surd) 
über Jllit aus 33rob 71 9t. über Berren ja über hier 73 aus 
bie muntern 931. 10. 74 aus 93iö fte julefct a. (*. f)aften 61. über 
Poch ruhten fie ytiety auf Einern nur (dies nach i*is lefttlidj 
€incr fie gefangen nahm) ib SaS über £s eble über mäcbfgc 
7« über Per ron beut hciTgen (Srab [aus ®rnbe darüber 311* 
niete] nad> [nach abgebr. u»ic| Banfe fuhr daneben herum 
wohl aufgetrieben bezüglich ?;> aus U. gut uerftanb er 81 aus 
£od) f. n. txaun m aus reifjft U. G 1 87. ss neben IXad) 
Baus unb Bof rerlangenb, um im Isafen Per beilegen €he 
feiig cu^ufcblafcn". *7 f. [nach enblich] m. über einzig hofft 



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— 132 - 



88 eingelotst (so oder eingelotst die altern G) über ciularirt 
8<j (Sin — (*. über Die €b/ ein ttafcu (nicht ftaoen) »i Stades 
Ijaoen aus tfriebenät)at>en tianen aus Isafen von U. gemäss 
den alten G wiederhergestellt im Exemplar G" aber gegen 
die Norm und störend 93 ift nach und vor wo nie befj Sß. 
nimmer |über niemals] wiederhergestellt aus wo nie (also 
dreimal) bic 2ß. 95 f. über milbcs aus (Su'r Sieb'ben IL in 
G 1 98 über IW'ni} 1uca.3uroaa.cu von bem bcimatblaube (nach 
fiebern Straube) aus jungen 2. bem s Dieere 100 aus Xie Ijetffe 
6. nadj bem l). Stranbe (nach £aube) 102 @. nach €r?eftanbe 
103 biefi (so aus bteä wiederherg. von U. im Exemplar G 1 ) 
über bas aus im nrilbfien <3turm g. 105 über Huu laffett mir 
mas biefer Harre fpridSt ein über ber <2dj. nach Harre 
106 (Selbgefpr. so // 108 g. 9B. aus SWorgenroolfe 109—112 neben 
3a! unfer 3rf?tff behält ftc im (Scficbt Scitbcm bic muntern 
[über crjtcn| H. r. Penn roo ein fertig ScbifF bic 2lnfer lid)tct, 
Darwin ift gern (wiederhergestellt unter ftets] ber (Söttiu 8t 9. 
112 gl. über gern 11s aus rottt td) roaefer 119 ro. über mill 
121 2)ura) über 3" (Xrauerfpielen nicht corr.) n>. — £>. nach 
merb ich glcid? non [über 3um (Erotj ben] Dichtern 122 aus 
91. 3. nur ins 2. eingebannt 123 neben 2Uan febc nur bic 
[nach nnb[ wichtigen (5. (aus 2)a fifcen fie mit roidjtigen ©e* 
filtern) ©ie — tr. (nach jetjo) über Da pichen ftc aus nrid): 
tigfte (darüber abgebr. fittft) 124 aus 3lls wie jum Regiment 
125 aus 30I mtd) bie ©öttin tjaben irb'fd^en 9iid)tern (so) und 
wiederholt darunter 12a 2£>erb' und blinb unb wiederher- 
gestellt ohne andre Corr. und a. R. Söerb' über Bin u. das 
zweite für über unb 127. 128 neben Wivb bic (ßercebtigfeit 
nicht jebem Kiubc, Sic felber, r>orgcmalt mit einer Biube? 
128 X. — f. unter Sclbft bic (Scrccbtigfcit £ice h G 2 ~ s 129 aus 
Sann t)aben fie ein Sßefen [über "ftatt meiner] ftdt) erfonnen 
i3n 33. — eS wiederhergestellt unter späterem Sic nennens 
Scbitffal finfter über ftellt fich nach ftnftcr [über heimlidy] 
rätrffclhaft so 131 5H. ift über 3ufti3 mirb 132 Seltne h 133 ift 
et)' wiederhergestellt unter beror darunter Der gröfcte $vcvcl 
ift in etlicb Stunbcu 131 93. nach E>cr (?) über <£rbad>t 13« unb 
fet)t |i^r ba — darunter bort — jene] bie über in jene (jenen ? 
es folgt uncorr. fdntmrjen aber 3ßolfe) 137 aus SU. 3B., bafj 
td) längftenS m. ©. i:w aus $en ü. Sintern längft 139 au« 
Srobe uo nach Doch» barf ihrer 141 2). nach verschr. Brunft 
142 b. über feböneu i»3 später neben I^at (Einer wenig £. er* 
morbcu aus Ginem iu it)n unter cud> über ftc er nach ihr 
über fie 146 (5. aus einer (ebenso wiederhergestellt von U. 
im Exemplar G") 14« aus geroibmet ift, erhoben 147 aus 2)od) 
fdjeint mir, ©utes füf)rt er nid)t 148 3)r. b. über Das geigen 
149 f. tf)m über irmt bis jetjt 161 nod) über and) 152 über 



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— 13:3 — 



tfie mirb er's, ober fnmmcrroU [aus inarteru.J beenbeu müfj: 
fam — nie unter nimmer ober fd>mcr a. R. ist das Reirnwort 
fenben notirt 153 aus D ft., non bem ia) 154 aus ung. f)ier 
in ben 159 bas — unb über la$ bidjten , benfen (5Jr. aus gr. 
164 au SS. 170 e. — SBr. über ber gepriesnen tfersogin 175 ber 
91. [über bes reiebften ^fcftcsj v. €. später nach r-erraufdjten 
rier^erjn ^fefrcstagcu 17« neben Bat [über iiat ba Ejat so], 
n>as ber [ü. d. Z.] 21Telbung roertb, fidj 3ugetragen ju m. über 
ber tttelbnng 177 ber — ftl. aus bie ©a)nitierfa)aar 178 aus 
Seegen isi aus 2)onn ift auf <£toppelfelbes 184 Saarf. h 
ältere G Äräf)n wiederhergestellt aus Äräfj'n von U. im 
Exemplar G 7 1x5 ben wiederhergest. aus bem (auch G'°) U. 
in G 7 18« 3- — 6t u. über ITlit Staub nod> übermölft ift unb 
mit 188 t). über cbeln 191 berufet unmittelbar aus beruft 
um aus berufen U. G 7 193 353. n. [nach mclbct] u. über 
ITlag immer aus 3Bof)l mag uns 194 neben Die Pölfcr all 
[nach unb] unb irjrc t fübrcr fagen worüber dürften unb bie 
und bie dürften flärlid? fagen, daneben eines breiten 195 com 
nach aus im über mit 19« neben Die bort aus | darüber 
bort ausrnrf?] (Eroia 3iebn 3U v fuß unb ZDageu 197 9R. nach 
llicbt fp. f. unter quält nid?t ber (nach fo) 198 Är. über 
preis 199 m. über nenn 1 202 @. über Hoffe 203 SR. wieder- 
hergestellt vor pferb 204 aus 6r l)eut] jefct h SR. über 
Heiter 207 aus »raten 208 ©r — f)eran (f). später nach baber) 
unter Klan fierit ihm jetjt fprengt wiederhergestellt aus fprang 
von U. im Exemplar G 7 209 Unb über 2lud> foll man fott 
man ü. d. Z. 211 ^ferbe nach abgebr. Hof so 212 giebtö aus 
gibtö 215 3- aus Unb 3iet)t fttjon über gleid? aus mefjrlia) so 
»16 f). über hier 217—224 a. R. als spätere , dem Volksbuch 
unbekannte Erfindung 223 Sßr. über Sieg 221 aus $e reia)rer 
Äampfprete wirb bem fteiS nach nur 225. 226 über Der Kampf* 
preis ift ein Beutel, moM gefpitft, mit Sefmfudrt blirft nadj 
ifmt [aus fief)t if>n] manaS armer [nach ein über bebürftger] 
Knappe 225 8. über 2lbgott 227 aus Unb wen ber eble ®eij 
naa) ßfjre sro. eble SRufjmgier wiederhergestellt für SRuljm* 
begierbe (seit G 4 ) von U. im Exemplar 6? 7 229 SR. — Kapaunen 
über Von hor»en Carmen (n aus 3) 234 fömmt'ä h die ältern 
G — sonst in G 2 oder G* verschwindend — ö von U. 
wiederhergestellt aus 0, wie auch II 363, aber die Rück- 
änderung fehlt II 183. 291, und da überhaupt nirgends Con- 
sequenz herrscht, bleiben wir auch hier bei 0. 238 Äreuj' u. 
Dueer' h G* ßreuj' u. Duer' die ältern G Äreuj' u. CUter 
spätere 239 aus Dcrroirrt 240 aus l\mf). ©räuel späte G 
241 aus com büftern, nebelbuft'gen (vorher n in m corr.) 242 f. 
über fdmellem 245 aus fdjroenft fo metflerlia) 247 r. — er über 
roie ein Hitter Fämpft er 249 ber unmittelbar aus baä 250 nun 



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— 134 — 

über fd>ou bid)te nach abgebr. öüftrc Stau 2.">9 aus (sr läfjt 
ifjn ftetä cor a. a. gl. 260 (5r ft. über ßcbt ihn 262 33. über 
SoMoffes 263 neben <£r labet ftets bie ebelfteu ber (Säfte 
s J0ian — il)n doppelt über €r wirb rerfebieft 274 g. fd)ro. über 
bittrer wirb 279. 280 wiederhergestellt neben späterem Wk 
rjätten fie betrat bem neuen paare 3» feines <£bftanbs aolbnem 
^litterjabre ? 279 aus $aar belogen 2»o aus ftlittertagen 
2«2 über 3tet}t 283 fid> über leerten 285 3 nach Wein 28« f). 
über tiefen 2!>o— 292 neben 9fid)t roitt ia) machtlos nur bie 
gäufte ballen 3d) miß eud) roetfen au$ bem bumpfen Schlummer 
(nichtgestr.) €5 foll ein Donner in bas (Diu- eudb f Aalten (aus 
3d) null eud) in bie tauben Dljren fd).) 291 einmal über , er* 
tr>ad>t 294 baju — Ä. über unb lafct es eud) gefallen 302 2ß. — 9t. 
über Die beftcu IPaffcu roareu 303 feljt über lafit zweites 
und aus unb uernidjten G* übersehen im Exemplar G 7 aber 
G i0 wieder 5. 3or>. 306 neben HJterft auf (nichtgestr.) benn 
[darüber bc3afylt weiter 3 C0Cr a ' 80 3R- <*• & e 3- mit 3 eoct or - 
3ebcr | darüber <Einj ^ablt [darüber fdue^t] mir br. dt}. 
So fdjaff ia> ben Perlten eua> [darüber ihn in ttTonbenfrijt 
als Ausgang einer dann vollzogenen Corr. %n SR« ift Fortu- 
nat] rom 0)rt 301; ben SS. über Fortunaten 307. 308 neben 
DoUfür>r' > id^s ntdjt, fo büff icb jebem fahler III it bes Empfanges 
Doppeltem fofort. 307 2). 3). g. td) (nach Derfpred} 1 id?) über 
Wo nid>t, fo büff [nach abgebr. 3ab?| id? boppclt 308 unter 
Unb 3tt>ar in llioubenfrift muß 3 cncr f ort - :l0!> m - über glaubt 
311. 312 wiederhergestellt über So eilig foll er jagen rou ber 
Stätte 2Us galt' es mit bem Sturmmiub eine IDette. 311 2. 
über dbore su entfl. nach crgl[ü()t| 321 biefer nach jener 
rotrbt über buhlt 325 s Jiid)t roaljr ältre G 32s 3B. nach <Er 
329 tr. über eblc 330 3?. nach Hat[lj] 312 mein] ad) h 3i<i aus 
&. bid) ganj unb gar u. 3:>3 aus £>te [nicht corr.l (Siegeö* 
frone |fa)mud erst über frait3 darüber] mit Mapaunenfd)roingen 
3M fd)limmem wiederherg. aus fd)limmen von U. im Exem- 
plar G 7 355 aus Unb morgen, morgen fd)on will er'3 voU- 
bringen zuerst geändert H. m., m. t)ött id)S beutl. r. 307 aus 
$d) trug fd)on oft für bid) ber £>. 2. neben 3 er ? n,ar t»tr Hilf* 
reid? ftets |aus ftetö bereit) in allen Dingen 359 jur über aus 
300 (S^gefpann h G ©bgefpan corrigirte Holland. 362 aus ©e: 
bultig 36i tr. über fhtbft 366 j. über aubers 3i;s erroiebern // 
die ältesten und späte G 370 aus flüftert mirö 874 Unb über 
Daun rette gerüftet wiederhergestellt aus gerüft't reit' über 
oor 37.-) aus Unb bift bu brauffen 379 Sem nach Da er 
380 33. nach tltou (so, Ansatz zu 3Jland)?) 383 9i. — wie über 
Denn eroig blicft herab 384 aus <5d)mer$enfolme 393 fmllet 
über tönet über mar es 100 geb. nach abgebr. rjiua 404 in 
wiederhergestellt st. im von U. im Exemplar G 7 427 edle 



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— 135 - 



h G*— 4 im) alt e^rro. (so G) aus altef)rro. h aber wir folgen 
sonstigem Brauch im unter Dein Fortunat muß über's ItTeer 
| unter fo fcbmäfylid? mnftt'] c. 

S. 35G. 3 ro e i * c s ® u $ (*° aucn * onne Corr.) 1—8 der- 
bere Schrift 1 20. ab über Htm läfit 2 aus fd)nallet b. H. 
fia) 3 aus cO; ^errifefte ft., roillft es bu 4 neben <2iu gräfilid? 
[darüber Sic tjat ein] Cr. hat fie [über baft bu] bcf. 6 aus $n 2ß. 
fpradtft bu t> neben 3'» oor'aeu 23udjc faun ityn ^eber Idolen 
aus beliebt tfnr's 7 a. b. £. über Fortunat 8 9Joa) (vor Pocb) 

— oon unter (Slaubt nicht, baß er rcrfcnft in 9— i« nach- 
träglich a. R. mit Datum b. 5 [über h\ $un. 15. Das Motiv 
ist natürlich, was die Herrn Erläuterer sagen sollten, durch 
Werners t 24. Februar' und Müllners ,29. Februar' gegeben, 
die U. schon vor der Leetüre am 2b'. f. März 1816 kannte, 
y Sonbeit wiederhergestellt aus £onbon von U. im Exemplar 
G 7 10 id) — roof)I über manu anbers , als 11 rühmet und 
allen halb wiederhergestellt aus rülnni u. ben anbern 12 aus 
Srauerfpiel günft'ger — nach a,ett[eigter| — wiederhergestellt 
unter fjolber nach fo fyülfrcid) 13 Soa) nach Doa> 3d> metfi 
tl)re über mit bem u aus ©elocf, unb beutet weiter oor tn'ä 
[darunter tiefer in bas] 3- tiefer nochmals vorn ü. d.Z. 
17 Sonbon ältere G alfo ü. d. Z. Ä. nach reidicr fäffig H ältere 
G die spätem is oon tosf. (nach 3talif<i>cm) über Florentiner 
rom 21 aus j. föojft* unb rafft' (über forgt'J 2ü r. $r. wieder- 
hergestellt statt eilgic Stritte <3d)ritte spätere G 27 aus 
9hm [?] Hopft' es [t's], unb beoor er [darüber efyc Kobert| ant= 
roorten fann unb elj' er bann nach beoor über eh' er 30 SB. 

— JK. über nad? (Seberbcnfptel 33 aus 2t. ,forti [? (Tottti? 
darüber ^Hobio vor bclla Mar] — fpria)t er — ift mein Kante 
wozu unten das isolirte Reimwort Krame vermerkt ist. 
34 aus 2)er Jrembe fprid)t's — unb oon #1. entfpr. 3ä aus 
motjl b. 38 aus U. fmt eud) immer i. QJ. neben Unb jeben 
daas [darüber tägli* eud? danach 2ludj fb — fenb — ihr 
fteti) in fein <5. 31». 40 unter X>ieR |vor So] aUtcflicbe Per- 
bältttifi läfjt mid) roaaen, <£itt freunblidies (Scfucb (End) rorm- 
tragcti. 40 $reunbfa)aftsbienft G 4 ff. UhlundischV 41-48 a. R. 
neben Skizze zu 81— so 12 fl. über traurig 45 6t., 9ß. über 
Kräutern, Sdjlanaeu 47 Klammern vor rote und nach fr. ge- 
tilgt aus Seltnes ftetö erfr. Sefonbres wiederhergestellt aus 
Sefonberö von U. im Exemplar G 1 48 aus 2ßirtf)e Vgl. an 
Kerner 11. April 1809 — Briefw. 1, 39 — ©in aHenfof, ber 
otele ©djulbett maa)te, fagte, es gebe oielerlei Stebljabereten, ber 
eine fammle SJiünjen, ber anbere ©a)metterlinge u. f. f., er lege 
fia) eine Sammlung oon (Eontos an. 10 unter abgebr. Hütt 
fam id} (51) 5:» U. über Wie roof)l über ba :>s oter^e^n nach 
manche über fed>jtb,alb «2 aus id), alöbalb f. <\l. m «4 I. 



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— 136 — 



[vor engen] über- .[duneren Ketten <;7 gerne über 3 Cöem 
«9 fprad) wiederherg. unter fpridjt 75 — n. nach Woty 
über Hein 93. nach trotte Sdjroerbte h G % 76 2)en m. 
fd). 931. b. umgezitTert nach abgebr. UTit f 77 aus ftebt er 
nor bem fftltften 78 neben Der nichts empftnbet ron ber 81. 
ITT. (worüber Unb nichts empfunbcn tyat er noch) 7!>. so unter 
Wer nie ron ^rauenblicfen aufgefroren, 2ln bem ift alles 2Jugen* 
fpiel rerloren. 7» ©erubjg aus 9?ein ! rubig (worüber (Semäcb- 
Yid}) si-86 s. o. zu 41 Skizze borgen (isolirt als Versende) 
mit [vorher kl. Spatium] einem 93rief beefjrt dx fdjreibt bafc 
er um eud) in groffen borgen SBetl iiir auf Reifen vieleä ©elb 
oerje^rt 2lud) bat er mir verboten, eud) ju borgen Sffienn ifjr 
meöeicht hieber gefahren roär't si b. über biefen 82 93on — aus 
über Perfetjt [über So fpracb] Hoberto — ron sö @r warnt 
[nach unterfagt mir ernftltcb| mid) überlud) tniü er mir ver- 
bieten b. Tl. ü. d. Z. 87 nielen nach anöern über allen 89 da- 
neben 23. Oft. 16. aus ©erhebl' ich nicht, bajj mir aef roofjl 
gef. ältre G 91 aus norgemelbt 92 6. über (Seminnt aus 
ßrbtbeil 99 931 aus 9t 101 malt über seigt halbo. h G* später 
getrennt, aber s. fmlbtaub t Liebesklagen' 1, 40 102 jeben 
über allen 103 alle nach j[ebej 109 aus 25u ftefjft 113 br. 
über fprio?t 11« f)ier über uns 120 baö aus ber ©elb [vor- 
her abgebr. SoSat] unä wiederhergestellt unter Heicbthum 
122 ©ternenfranj späte G 135 aus Unb roie ber ungebult'ge 
136 befeueret späte G 139 in wiederhergestellt unter mit 
H6 aus 2)oo) ifjr nerfchmäfjet mein geringes SR. ? 147 @. 3. 
über 3^ r ftnbet 149 3 über 2lnbreas 150 br. über ijt 
aus Quaal 152 3)er nach (Erhebt §u — gebt wiederhergestellt 
unter ftcb geriet nach bem Scfynucfgerätfye 153 aus Unb roie 
ber 104 br. über beiffeu 107 ber pfl. über 2lnbreas 2. nach 
foiönen (über teuren) 158 neben iüomit £>. €. ans ber Kam* 
mer gef>t 159 aus U. a. er bran ift nun fie a. 161-168 a. R. 
neben 2£ie bl. [nach ftralj ber [über Da fiety er (nun) bic] 
2>. b. ©. 3Bie (über Da) u. s. f. U. <p. [auch bem 2lbgnmb — 
darüber liefen ohne Änderung ben — abgewonnen] Slereuö 
£ödj|tem [auch gestr. nach ben Poriben über UTeeraottern] 
abg. U. fchöneö [ü. d. Z.] bl. [vor , rothes] ©., n. r. [nach f] ! 
©leich [über Unb] roie u.s. f. ©in [vor Der] ©. auffielt [aus 
aufblicft so] u. s. f. ©0 bem [nach bleibt über ftefjtl 21. am 
[über 3um| SBerirrt [unter (Entfleugt] u. s. f. unter Unenblirf> 
— nach So über Unb üppig — febmärmt fein — über ber — 
träumenbe — nicht corr. — (Sebanfc worunter Unb unge* 
bänbigt — darunter unaufhaltfam — fdjmärmt ihm ber 169 das 
zweite bin gestr., darüber ftetö m Corr. biefen dächten und 
biefer 2lHmad)t wieder getilgt 172 ift über wirb 173 i§m 
wiederhergestellt aus ihr 174 aus 2)e§ 501. blöbe U. 182 aus 



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- 137 - 



leidjte 2ift 183 ßömmt h G 2 im neben So ift es aus mit 
[darüber fliegt roeidjt finft ber Räuber) c. £>. u»3-i98 neben 
So f. er f. 3U tr. [über fdjroärmen] u. 3a r. Da roeeft oer 
Wivtb ihm läd?elnb [über rüttelt irm f>err <Ebmunb| aus bem 
(Traum: IPollt 3br bie ebeln Steine niaSt lüber mir| r-erglafen, 
So [über (DJ galtet euren [wiederhergestellt unter mir ben) 
rfeifien Blicf [§. 8. aus ftlammenbl.] im ^aum! TXuni wie ge- 
fallen eud) bie Seifenblafeu? Unb habt ihr febenre roorjl? id> 
glaub 1 es faum." 194 fragt späte Cr 19« aus 2>tamantenet 
199 2>er [Dod> 3enerJ %x. über 2lnbreas 2Jt aus m 201 2>r. 
über ZTun bem ®. über Roberten 205 feine über fdjönc 
211 neben (Er mittert fdjon [über Sd?on bampfen ifmt] bie wür- 
digen <5erü*c 214 aus ©in jebeS er aus es 218 aus geleert 
2iy aus fielet man, tote n>of)l bef. ältre G 22s nafjt nach 
fp[ritt}t ju ifjm] 225 aus 2)er 21. [nach abgebr. <Sut] a. nid^t 
ÜR. aus iNiüjtä 226 gut'3 aus ßmt'ä so h ÖutS wiederher- 
gestellt aus ©ut'0 von U. im Exemplar G" 229 aus £a 
231 fo aus er ? 232 2Bälfa)en ä ältere C? u. s. f. U. hat in 
Prosahss. beide Formen, s. .Glosse' 1, 23. 234 fonft über einft 
236 aus ©nteilet feftj roofjt h 237 bid> über gern aber 23« 
nicht erst bid) 239 mit] auf /* 240 Sq. nach Seligfeiten 241 r. 
über eilt 208 um wiederhergestellt unter bie und fct)reit unter 
meeft 259 aus @r ff. feine 261 aus &enfersb. 266 aus f)er= 
unter 275 SKidjt n>. ältre G berlei nach f[ola)en] 288 tiefe über 
feine 289 ipat über IPcnn 291 fömmt h G 2 ein — j§. über 
bann eben €incr 294 2B. über alten ^freunbe 298 man nach 
mätylig] 301 aus Bronnen 302 SB.! über Pas iffs, 306 aus 
^reube m. an 3. 307-309 neben den umgezifferten Z. 3 Unb 
[über (Er] jtö&t u. s. f. 2 V. b. ITT. 311 öftern [über rielcn] JH. 



310 2). i. über Unb rjäuftg 311. 312 aus pfte ber %f). wieder- 
hergestellt aus ben fiäben 3ie U. über 3>ody 318 gl. über 
nötrjig 319 erft über au 9üa)ter wiederhergestellt für bitter 
von U. im Exemplar G 1 321 n>. über bleiben 322 U. — b. 
über ItTan leudjtet um 331 aus Unb billig ift'ä bat* nrit ben 
X. a. 332 neben Des Didiers, ber, j., bid) geehrt 333 
über Kütmes 334 60 — boa) über So fey aud> uns 337 Unb 
wiederhergestellt unter Dodj 339 fj. 2. über §erjeleib 341 \. 
nach frifdjes über fer/önes wiederhergestellt aus im fdjroaräen 
342 EamiHen nach Sibyllen über fjerrn SHHttroe nach junge 
345 3- über CEfjränen 354 ßutfuef wiederhergestellt aus ßufutf 
von Uhland im Exemplar G 1 861 6. nach Sibylla über 
#rau (Elfe 3«3 iömmt'3 hier über h G 2 hinaus erhalten und 
von U. G 1 wiederhergestellt 367 man über fie 369 2)ie 
SB. nach Camilla über Sibylla (nichts von (Slfe) 373 aus »er: 
Toeljrte (nach älterer Schreibung) 377 &. vor Sibylla über 




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— 138 - 

,V'rau <£lfc 398 (£. über Sibylle?! aw jetyt| neu h jefctg. die 
älteren G :m-4oo nachträglich a. R. ©. über <£rljebt 
3i>5 Q. über Sibylla 100 soweit reicht das von ü. durchge- 
sehene Cottaische Exemplar G 1 , das letzte Bl. fehlt 401—408 
neben der gestr. sehr corrigirten ersten Fassung: 401 aus 
Zinn mar ein 3-> ocr m ' x * Sd>werbt unb Spieß 402 Xem 
3)ienfte — Äönigö über Die Wadbc tjiclt um föniglia?cn Srufyle 
10:5 über Von bem es nod? 311 €bmunbs Reiten ffieß 404 (ohne 
letzte Fassung) Daß er um ,frau Sibylleus iTciauna [nach 
Beifall | buhle aus Daß um Sibyllen er nicht fruchtlos burjlc 
40.-1 Uno wenn (über Daß, n>cil| fie ftcb am <£rFer blicfcu (über 
(eben) ließ *<w €r täglich bort | darüber 2lUtäglicf» bort u. tag* 
lieb? u. ftattlia?( fein Koß r-orübcrfdmlc. 407 Der b. [nach 
flerjet| j. u n. bie |eble] D. aus Der bat, errötrjenb, bic betrübte 
D. 408 gleich 102 2)em 2)ienfte h G-- 3 41:» §fß über llnb 
in -424 neben Von (Englands groffem König n^erb' erzählet, 
ItHe er ber (armen) fr. ib. f. e.f Hod> eine 3tr>eitc l?at er aus* 
crmäblet, Daß fie von feinem (ßuabenftral ermanne : $tan Cor' 
bula (über <Ilelia], Roberten ehtft t>ermäf>lct, Itlit irjreu Il 1 aifen 
ift fie tief im liarmc, Denn als ber Florentiner bieug am (bälgen 
Da ließ u. s. f. 421 D. über IDorjl r»at 423—440 gestrichen, 
aber durch Punkte a. R. wiederhergestellt, s. zu 447 4>7 aus 
l. ifjr fia) fdjon beö 480 3 ur — ÜDer ^ or ^ cm triebt 
fcbulblos erfunben 434 9Jur über Doch fia) über mobl 4:)G fd). 
über bünFt 437 glaubt über meint (meint G halte ich mit 
Holland u. a. für Corruptel, hervorgerufen durch das fdjeint 
oder einen Schreibfehler U.s in der Druckvorlage, da doch 
U. gerade den innern Reim vermeiden wollte. 140 (Sorbula'ö 
über (Ilclias so H7. 4ss durch Puncte a. R. wiederhergestellt 
neben der zum Anschluss der Str. an 424 bestimmten Ände- 
rung (s. o. zu 42.^) 3um Sdjluffe roünfay id): möge roof)I ge; 
ratzen Gamilla'ö ®f)ebunb mit — Fortunaten ! so. 

Ein Octavbl. liegt dem Folioheft bei (neuerdings im 
/Tagbuch' S. 144 f. nach einer Abschrift Hollands gedruckt): 
1. Slusfafyrt u. 2lbenteuer bei bem ©rnfen »on ftlanbern. 2. £ieros 
nnmuö 9iobertuö 3. Erlangung beö Secfelö [.] i'eopolbus (©. — 2. 
ü. d. Z.]. 25er biebifa)e äßirtfj in (Eonftantinopel unb bie 9Ctt£« 
fteuer 4. §eimFunft nad) ft-amagufta. SHusroaljl ber Skaut. 
£odjjeit. Seopolbt 3utüdfjiel)n. 5. beiben Knaben, ^ortus 
natö SBieber 2luöfal)rt (oder fahren? Schnörkel nach r|. ®nt; 
Tinning beö 3Bünfd)f)ütleins. Fortunate unb Caffanbraö Xob. 
6. 2lnbotofiaö (verschr. Slnbolofofiaö] Sluöfafrrt. 2lbenteuer mit 
Slgrippina. SBertuft beö Setfelö burdj feine $üdffef)r nad) ftamai 
gufta. 7. SGBie Slnbolofta mittelft beö 9öünfaj^ütle§ bie s }kin; 
3efftn entführt, aber aua) biefeö oerliert. Seine Sßerjweiflung in 
ber Söüfte. 8. 23elef)rung bura) ben (Sinfiebler. Sie Börner. 



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— 139 — 



2tbermalige (Entführung Slgrippinaä. | Zitier 9 gestr. | 2(gripptna 
ins Älofter gebraut. Slnbalofiaa (so | SHücffe^r nad) ^-amagufta. 
9. 2ßie 9lnbaIof. fte roieber abiioit, bamit fic bem 2olm beö 
Äönigä von (Supern nermäljlt wirb. Slnbalof. ®efangenfd>aft 
ber Srüber $ob. 9iaa)e. Auf der Rücks. (unten noch ge* 
treulia), bcftänbig und 14000 — darunter 15 000 — fronen 
s. V. II 38. 58): 3. ©rlongung bes SecfelS. Sie ©los^üttc. 
4. Scopolb. 5. Gonftanttnopel. 6. 2)aö ftegfeuer. Vgl. zu 
diesen an der Hand des Volksbuches gemachten Skizzen die 
Tagbuchvermerke oben. 



Nachtrag zu S. 29 (1, 23). £ol)e Siebe, h hinten 
auf dem Concept des 3. Briefes an Seckendorf (1807), gleich- 
zeitig. — Ohne Überschrift, i %m 2lrm ber Siebe r. i. tr. 
unter 3" Stcbesarmcu rtifit (unter 3hr rutjt in) und wieder- 
holtem 3» Stcbcsanucu 2 i>. 2. %v. feinten e. aus 9Wit golbnen 
ftrüd&ten labt fte e. 3 unter 2Iuf mich 2lnf int* [so] tft mir 
ein üMicf i undeutlich aus 2). bünf id) mir cor a. r 6 Unb 
über 3^? 7 9- über nichtgestr. lidjier. 



Aus dem März 1855 ist ein längeres Concept an den 
Nürnberger Maler G. C.Jäger erhalten, der Zeichnungen 
zu Unlands Gedichten eingesandt hatte, ü., ,den kräftigen 
Strich, das eigenthümliche und tiefere Erfassen auch der 
dem inneren Leben gehörenden Zustände' lobend, bemerkt, 
er sei nicht Kunstkenner genug, um etwas für die Ver- 
öffentlichung zu thun, und lehnt die Beisteuer von Erläute- 
rungen ab, die zugleich ein Commentar seiner eigenen Er- 
zeugnisse wären; die Widmung aber müsse ganz dem 
t eigenen, freiesten Entschluss' des Zeichners überlassen 
bleiben. 

2)ie $eicl)nuna, fann unb fott bem Öebidjte mehr immer 
roortgenau folgen unb eo läjjt fidj überhaupt bie 5 ra 8 e [teilen, 
wie roeit eS erfpriefelia) fei, aus einer ßunft in bie anbre ju 
übertragen, naaj ®ebiajten 3U malen ober auf Silbroerfe 3U 
bidjten, ein £unfter5eugntfi in ein ^weites au ftetgern, ftatt fte je 
unmittelbar aus ber Natur unb bem Seben felbft ju fappfen. 
^ebenfalls roirb ber bilbenbe ßünftler nur bann feine 3elbftänbigj 
feit wahren, wenn er ben bi$terifa)en ®egenftanb unb ®runb* 
gebanfen in bem 33er«ia) unb mit ben Mitteln feiner eigenen 
Äunft neu f>eroorbringt. 3)er Räuber. Sie männlidje ©eftalt 
ift [ fetjr ) auäbrudSüofi. S)ao 2Jtäbd)en §abe ia) mir anberS ge* 
bad)t: nia)t fliefienb, fonbern aufrea)t, unbefangen unb ftd)er 



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- 140 - 



mit bem SHaiblumenförbchen hinfchrtitcnb. SSom treuen 2BaU 
tljer. 3ft oer aufgehobene Ringer be3 Stüters' ntd^t ju lehrhaft, 
oerroeifenb? Hin funftfinniger 5reunb meinte, baö ©efiäjt ber 
Süfferin bürfte anjier)enber fein. ©ie ©Ifen. ©aö Sieb nimmt 
an, bajj bie ©Ifen einen luftigen SRunbtanj galten, in ben fte 
baö ungelenkere (Srbenmäbchen ju oerfleajten fuajen. ©er£raum. 
©er frönen Einlage bes Oanjen fajeint es Eintrag ju tfmn, 
bajj bie obern @eftalten fooiel gröffer unb fyeroottretenber finb 
alö bie untern, fomit ba§ ©eträumte ftärfer ausgeprägt, aI8 
baS Sirfliaje. (Sntfagung ift im ©ebidjt nächtlicher gehalten. 
SRechberger. 35er Sieitfnedjt bürfte weniger mephiftophelifch, 
eher gefpenftifch aufjufaffen fein, ©er ÄÖnig auf bem 
2^urme. ©er 2lusblict in ein roeiteö Sanb mürbe ben s Äuffe; 
rungen bes Königs mehr entfprea)en alö baS nahgerücfte, h°*> c 
GJebirg. ©aö Sieb ift an fta) ber bilblittjen ©arfteßung minber 
günftig. !ftaa)ts\ ©ie (£a)roiertgfeit ber Aufgabe ben cer« 
beef ten 2Jtonb bennoa) roirfen ju laffen wirb es oerfdjulben, bafc 
bie ßleibung be§ 2aufa)enben fia) $u fdjarf geftreift ausnimmt. 
§aralb. ©abura), bajj bie ölifce gerabeju auf ben <£a)Iafenben 
gerietet ftnb, fönnte bie Meinung entfielen, er motte mit bem 
kantet, ber fajön angebracht ift, ftaj oor bem Ungeroitter bergen, 
©er ©riff jum 8ct)roerte mürbe üielleidji oerftänbliajer, menn ber 
£elb eö nur §alb aus ber 6ct)eibe jöge. ©er oorgebaa^te ^reunb 
mitt ba§ rechte Dberbein 3U ftarf oerfürjt finben. »ilbfäule 
be3 33aca)us\ ^n biefem tüchtigen [über fd?öiten| . . ift mir 
nia)t recht beutlich geroorben, rooher bie Beleuchtung auf jebe 
ber $roei £auptgeftalten falle. 3 m ©ebia)te mar gemeint, bafj 
bie »ilbfäule »löblich im ftaef elftem fjeroortrete. ©ie Capelle, 
©iejenige, »on ber baS Sieb ftammt [die Wurinlinger], ift etroaS 
höher, luftiger gelegen. Gängers ^orüberjtefin. könnte 
ber ©änger nicht etroas mehr als fdjon oorübergegangen hinaus^ 
gerüeft roerben? Ende des Quartbogens. — J. Rank, Erinne- 
rungen aus meinem Leben 1896 S. 393 verzeichnet ent- 
schiedene Äusserungen U.s gegen das IUustriren historischer 
Balladen. — Jarwarts .Umrisse', Nürnberg 1837. 



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Aus älteren Auflagen. Einzeldrucke u. s. w. 

S. 373. gieb bes ©ärtner*. H 3 1805 Sienft. b. 17. Sept. 
9taa)tö nach 9 Uhr. H*. H*. G l 21 zwischen 4 Gesang der 
Jünglinge' und 4 Die Kapelle'. Ö 30 1 847 getilgt; auf Wunsch 
der Frau U. (zu Holland 3. December 1867) als k zu süsslich'. 
— i aus ©iner frönen H 3 . 

S. 373. ^räuletns Hfladje. H 3 1808 Sonnerft. b. 10. SRärj. 
ff* Zeitung für Einsiedler Nr. 31 vom 16. Juli 1808 als 
Kopfstück; Subrotg Ufjfanb. G 1 203 zwischen 4 D. j. König' 
und 4 Goldschrnieds Töchterlein". In G 4 entfallen; auf Wunsch 
der Frau U. An Kerner 18. März 1-S08 (Briefw. 1, 23): 
SJcodjteft bu boch bas Öebicht, baä mit bitter unb $ame [s. u. 
Paralipomena 1808 £urch <5cbroerber| s )lhnlicbfett hat, auö* 
führen! 63 !ann fetjn, bafe in $räulein3 2ßaa)e bcr Slusbrucf 
unnatürlich ift, unb ben ßinbrucf, ben etwas auf bein ©efübl 
gemacht, fann ich nicht roeg biSputiren. 2onft möcbt' ich fagen : 
ba ba3 ©anjc ^ronie ift, fo trägt e3 boch einige 9Rüberung in 
fta), benn ba§ liebenbe ^räulein fpricht gerabe baö entgegen* 
gefegte von ftch unb ihren nächtlichen Abenteuern aus, fte fpricht 
alfo abfidjtlicb anbers, al$ fie benft. — ^räuletnöroadje Z 
l roanble 9iacht3 aus geh/ all s Jtacbt so II 3 5—7 neben nicht- 
gestr. SJtein treuer 5Wut nia)t weichet, 93i§ ich ben ^einb er« 
reibet, 2>er bort im ginftern fcbleiajet. H 3 - aus Jreunb H h 
9 2luf 2(rge$ ft. f. B. neben <£r finnt auf böfc [darüber nicht- 
gestr. arge| Ding 1 II 3 n ftieg (wie 3tnn) Z b. 3 neben 
übern ^mincj H 3 20 ein'ä H* Z 24 aus 9ioo) H 3 . 

S. 374. fie garfe. H 3 1809 2>ienft. b. 28. 9tou. s. aber 
unten. G l 212 zwischen ^Ständchen' und t Leitstern\ An 
Cotta 24. Juli 1847: es sei schon lange sein Wunsch ge- 
wesen, einige mir felbft roentg jufagenbe ©ebicfjte auo ber 
©ammlung ausfallen ju laffen, deshalb solle in der 5. Miniatur- 
ausgabe (ö 30 ) k Die Harte' und t Das traurige Turnei' weg- 
bleiben; zum Ersatz: t Der letzte Pfalzgraf und .Lerchen- 



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— 142 — 



krieg'. — l« Srauren von U. wiederhergestellt im Exem- 
plar G\ 

Blatt Sonnt, b. 26. ^ul. 1807: Äerner hatte ein altes in 
£eber gebunbenes altgebrutftes 93udj gefunben, bas eine siemltd^ 
groffe altteutfche Söallabe enthielt. Sie fieng ungefähr an wie 
bas fragmentarifche X'ieb: 

(rö gieng ein Atnab foajicren 
2ßol bürde) ben grünen Stoib, 
2>a begegnet' ibm ein 9)täb$en 
3ton fcpner ©eftalt 
iitor adjtjefm ^ahre alt - 

3iur bafj fid; biefe lefrte ^eile mit 3ar)r fchlofe .inerauf reimte 
ftcf) (ober an einer anbern Stelle): mar, roeldjeS mict) wunberte 
unb an bem 2tlter bes Siebes jwetfeln liefe, ba td) : was er; 
wartet hätte. Weiterhin fam oon einem bitter ber fid) wegen 
unglürfltcher Siebe in einen SEalb begab, t)ier begegnete il)m 
fet)r contraftirenb ein järtlicheS ^ßaar. €r fam barauf an eine 
ein|"ame .'pütte, oor bereit Xtyme eine £arfe f)ieng. 2)iefe hatte 
ber Siebenbe welcher if;m mit feiner ©eliebten begegnet mar unb 
melier fid) aud) einft ^ier wegen är)nltc^er Seiben aufgehalten 
^atte jurütfgelaffen £ er bitter nahm Seftfc oon biefer eins 
fiebelei Übrigens mar bie ©efchidjte etwas oermicfelt unb bas 
©rjählte festen beinahe epifobifex) aufgeführt L so| ju feon. Dies 
Blatt copirt U. mit einer kleinen Kürzung im Tagbuch 
28. April 1810: SIbenbs oor 6 Uf)r bie iHomanje: 2)ie iöarfe 
gebietet, nach einem Iraum oon ber Matyt auf Sonntag b. 
26. §ul\ 1807. ^d) fct)rieb bamals ftolgenbes auf: ... . 2)iefes 
Sölatt fam mir biefen 2lbenb jufäUig wieber unter bie £änbe u. 
oeranlafjie bie genannte Momanje. 

S. 375. Uclcnn. JP 180Ü Sonntag b. 3. See. 7/ zum 
Almanach s. o. S. 48 f. A 189. G l 85 nach Schill'. In G 3 
entfallen. — l fojwächlicheS // 2 Suchet//// A. H hat noch 
ein 2. Distichon (Mayer 1, 148). beziffert wie 1: 

"ijtoris füfjrete mich, ben ^aris führte bie Sarfe, 
lieber bie Süarfe ber 2ßmb; fagt mir roer biefen erregt ? 

S. 375. $)as traurige ©unter. // s 1812 £reit. b. 10. San. 
3lb. u.U. Sonn. (Tagbuch 11. Tie Vornan je in anberem Solbens 
mafee). Musen 2 (1812). 166 SBolfer. G l 224 (zwischen s Der 
Rosenkranz' und 4 Dcr Sieger', wohin .Jungfrau Sieglinde' 
kam). S. zur 4 Harfe\ — 9 t. nach tobt unb blaft u ber 
ft. J>. eingeklammert über nichtgestr. §err frag, ein SRitter 
wertt) (so M) is wollen Conuptel später G 34 35er über 
!t\ir Srat in beö M (nicht //) u geleiten 3/ (nicht //). 



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— 143 — 



S. 377. pUlfflmüte tömtlin. // 3 1806 vvreit. b. 8— O.SIuö, 
überschrieben Sie 9Jtäbct)en auf ben £ob ber Areunbin. Einzel- 
druck bei Reiss u. Schmidt: Mayer 1, 63; unzugänglich. 

S. 379. § rudiftümc aus bem Drlüritbudjf. Vgl. Schrif 
ten 1, 38. 1. 2>ie Sinbe ©arten ( 4 Heldenbuch' Frank- 
furt a. M. -- Feyrabendt — 1590 Bl. 74* t Wol vor der Burg 
zu Garten Fand er ein Linden stahn' bis 79 k Sie hiess die 
zween Gesellen Da Gott willkommen seyn ). h Foliobogen 
Holland-Spindler eingelegt in einen andern , der auf S. 1 
ein Vorwort für S, auf S. 3 ein Paralipomenon (s. u.) ent- 
hält. 2. Dtnitä Md)tx (147 J)a ruffet der Wächtere 0 Ottnit 
Herre mein' bis 150 2 t Die edel Keyserin reyne Thet jhm 
manchen Segen nach'). A 1 Foliobogen, h- ein gleicher 
(Holland-Spindler), dreispaltige Reinschrift. — S 1 (1807). 
13 — 37 2. U. Die beiden prosaischen Noten stehn zwischen 
Titel und 1. Vers. In unserm Text ist nur die U. ganz 
fremde Schreibung $amf £amf tob toben beseitigt und die 
Einziehung der mittleren Strophe von dreien auf der Seite. 
h hat oft ^f)v <5ua) u. s. w. 

1. flic jCinbe m (Barten, i» — iü in .Schihleis' (Keller 
S. 170) von Hache citirt ; 83 — 88 ebenso (S. 169) Sluf fprang 
Solfbieteridje, (*r war aornig genug ... ^rjr fjattelS rooljl ge; 
latyn und 67. *3 (Stuf fpr. 3B.) nochmals vom träumenden 
Hache (S. 173). — Varianten h i die Gesamratüberschrift 
fehlt l unter ^u <5|arten] i 95?otfbietr)eric^ u. 8. f. f. 3o 
[vor ll>o| — e. über Hub meld}« (füf)ne blieb) 8 aus üb 
feinem Uebermutf) is aus bem ®efctnge v> AI. nach Schalle 
17—20 £cr Äaifer Dtntt eben 2luf feiner $inne fafj |nach ftuttb| 
3)te Äaiferiu Daneben Sie foften biefe unb baä 24 ß. über 
^rerler 2;» Gr rief mit r)of)em |über fto^em] SJtutfje 27 (Sr 
büfct mit feinem ©litte 88 Sie — tr. über 8ei unfrer fäffen 
34 s )l. vor Piel 3* r. über liegt 11 unter €r fpradj Sieb: 
Ua)fte ber 42 fept 4a £rufc 10 fcfjon über noch (nach ja) 
4« (Scheint r»on bem ö. t, 48 aus ^d) cr * a fe i^tt beffen mri)t 
53 So nach 54 9- nach laftt ;»7 SBalb wirb ftfljg [aus 

Tqo fotl ftd)l offenbaren 59 ©r ift baf)er gefahren m neben 
2ldi! cbler [darüber mcif?| fierre (über Kaifer) ebler ü. d. Z. 
67 aus 953er äiefjt ho — 72 neben fallet alle bleiben [dar- 
über unklare Correctur baf)etm bei . ,| ZXo(b brauch ich euer 
nicht |daneben Hiebt einer r-ou eud? allen Per Kaifer fpradj 
3u ihnen Soll er bie Straffe geben] 3* w* 11 allein vertreiben 
| daneben beu Kürmeu] beu ungefügen IPidjt (darunter 2Hit 
gansem preis befteben) 70 Öefjeifj 71 ftt)on] n>of)l 72 greife 
7ü e. nach tfürftin, füffer |2lrt| 77 gr. nach? 7s Grfdjnmng 
7i) $a aus für 81 unter Eintrat in feinem Grimme Per 
Kaifer boengeboru h7 %1)v fjabt m. aufg. ** wiederhergestellt 



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— 144 — 



über Das war nicht reibt getban 89 3. über nichtgestr. wäret 
•Ji 35a |über Das?| iln* mir 94 (Sinnet 95 80 vor Zimt 
99 m. über n>irb 102 gehört aus verschr. gefommen (oern.) 
103 Unb habe midj (unklar corr. 25a fyab ia)\ aus Unb bin mit 
eud) 104 gelehrt aus gefommen 103 bei über an 129 e gr.| 
darüber td) trau ein 137 vor nichtgestr. s Bo^l fenb ifjr oon 
©ebä^rben neben Der tfaifer fpra* bagcgeu 13* neben 3*"" 
tragt euch | darüber 3<*? f*t? eua ?1 ritterltdy 139 neben Scvb 
ihr ber eble Degen worüber Der gröjte Reib auf €rben 140 neben 
nichtgestr. Der öelb (über fterrj SB. 143 6. — a. über So 
fettet eudj 145 liefen nach ftrc 148 9R. wiederherg. unter 
Herfen 147 aus rourbe oon ben iso g. nach langer 151 jum 
152 daneben in dritter Spalte 220—200 15g über Uod> eb, 
n. wiederherg. vor vollcttbt so no SRun 173 ©. ftarfer (ü. d. Z.) 
rothcm (darüber bunfelm) vor 81. 179 b. nach irjr m[itj 
i»o aus (5rfa)luget mir ben i«5 25. g. nach Porüber über 3br 
tretet im Corr. IMncin u. biefeu ü. d. Z. »7 l. — g. über 
eilt, baft ich beftube 193 ohne Unb unklar aus SBof)l tbat ben 
53r. finben i9r. U. f. über €r tfyät ben (entbinben blieb) 198 §in 
über IPoljl 199 an 203 gl. ben Über feinen 204 ©üffen 20« aus 
ftürftin 207 in nach auf 210 31. über Wein 214 So — g. 
über IPar biefe ftolbe (nach ,fraue) 220 9)t. ö. über Seyb [?] 
iln* 221 neben Wix laffen fahren beibc (unklare Corr.) aua)j 
benn 22:1 s. zu 152 (nun als h h von A» unterschieden) ©ar 
fefn: begehr [über bebarf beide Male] iä) euer 22« füfjne 
227=225 229 auf (5f)re 233—240 fehlt h h a. R. /** unter der 
unordentlichen Zeilenfolge mit einzelnen gestr. Worten 3fun 
r)ört warum ia) fommen mein £anb unb eilf 2>tenftmannen 
25a3 bat mir weggenommen ^aj (nach IX] bin 3U eutt) gefommen 
©eil meine S3rüber mir 9Jlein ganzes JReiaj [über Sie haben 
mir) genommen Gilf Mannen unb mein 3ieidj. SDiir nehmen 
meine [33rüber] Was ia) gehabt rou allen (?) 5Kir raubte meine 
Sanbe [unklar corr. aus 9JHcf> (tiefe au§ meinen — darüber 
allen — Sanben] SRetner [über Der] trüber ftolaer 9Jtut§ [über 
Hebcrmntl] wonach ^rcrelmutb| Sie fdjlagen (? über llnb halten] 
mir in SBanben (über gefangen] (Silf u. s. w. 241 unter 3d? 
helfe h h $<S) f)elf eud) au$ bem fianbe (über bei meint <£ibc 
h h ) 242 3Wein £err 3Bolfbietl)eria} 243 nun [über ftc] mit 
ftreube ä* dies gestr. u. drüber auf ber fceibe A b 21« grimmig« 
liaje 249. 250 aus 2)a fpr. mit ©orten linbe 25er Äaifer lobefan 
/<• h b ebeln vor tapfcni h h 257 unter gestr. erster Fassung 
257 — 260 Der Katfer fpracb mit Sinne: Defi fey triebt mein* (aus 
merbe nicht] gebadet Sie hart 1 cur au ber <i>iuuc Porbiu fo 
groffe 2l<b\ /«'"dies h b (25s niajt me^r über nun triebt?) 259 auf 
über an 2«jo £e§re W5 tr. nach jtfarf?] 299 fiä) über ruobl 
270 e. — r. über Kaiferitl fid? fein. 



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— 145 — 



2. (Otnite |3äri)*r. Wo keine Sigle steht, ist h 1 gemeint. 
— Note fehlt V steht h 2 hinten (unter neuer Überschrift 
D. 91. 9tod) bem öelbenbud&e.) mit ein paar unbedeutenden 
Varianten, l 2). 2B. über €s gieng bcr über Ijoljer r> fterbefi 
7 g. nach fd?öue 9 — i« neben der Skizze 2ldy! (Sott oon 
Bimmelreicfye lüantt foü bie Kaiferin Die jSpatium] engelgleidje 
| undeutlich; darunter mtnuigleicbe) Die meinet [drüber feuf^et?] 
ftets nm ihn Rat [nach Die] jammerooll [aus trauerr-oll über 
am ihn] gemeinet Diel [über IDofjl] manchen langen (Tag Dafj 
feiner noch [über auch] erscheinet Der jenen rächen mag. 10 wirb 
wiederherg. unter foü h 1 nach fol h* bet aus bie Ii neben 
3rjr bitter £icb oergeffeu bittern nach ferneren 15 f. il)r über 
niemanb hier h* 16 D. über jenen 20 ©0 über Die auf 
war in 2luf geändert und über wiederhergestelltem bem ein 
wohl mit r beginnendes Adjectiv gesetzt, auch wohl (2tuf)le 
aus (5Jeftüf|le 21 roofjl nach bas 14 es folgt 45 — 48 aber da- 
neben 2)a gieng fie [über Sic eilte] 31t ber [<§inuc] SRauer 
2Jiit Ieifem «Schritte f)in : 3um Setztet : D eble $rau bie Trauer 
$a gieng fie [über §um IDäcbtcr] auf ber SJiauer $n groffen 
©a)mer [so unter mit leifem Ctrittc nach |nm treuen lüäcbtcr] 
f)in ßr fpraa) [ü. d. Z ] 0 rafft bte [aus Iaffet eure] Trauer 3n 
biefer Stunbe fein (?] Siel eble Äaiferin 29 aus groffe iSdnoere 
h 2 31 <£ö beudjt mir [aus bünft mtd)] gut h* 32 tr. über 
frommen h 2 45 ©ie fpraa) 0 I. h l über Sie rief: 0 h 2 48 fnnan 
49 £). D. ©ott ber r.o SBeroafjr bie @. b. aus ©enab ber 
<3. b. was in Wimm beiner ©. roaf>r geändert war 53 aus 3)a 
famen ©rafen ftrene 54 U. 9iitter !. §. aus U. Mannen ba 
Ijtefjer unter 11. UTannen r»iel 3U mir A 1 Unb h 2 57 (Sa), über 
trafen (so h 1 ) h 2 58 tf). [?] g. nach febeuen [?] einen 5errn 
59 fo über midj 60 m. nach fern 63 er nach itt) A* au3 bef. h 2 
64 birä aus bir h 2 65 S. 2—4 doppelspaltig beschrieben h 1 
65—72 unter €. Scb. rou rottjem (Solbc Bicng [über Staub] ror 
ber Kaiferin Der Kaifer [über llnb ihr <5emabJ] ber bolbe War 
fcfyön gemalt barin 3 n t aus * n nacn ^ r ftaribl golbner Krone 
prangenb Don rotrfem Kleib umfrrarflt [unter Sie ftaub gemalt 
babei] 3fm fiiffcnb unb umf angenb IDar fie babei gemalt 65 (§. 
gülbner |über fdjöuer] @a). fo n. (nach fdjött unb gülben) 66 §ieng 
68 3^0 fdjöne SBitber brin 69 Qfjr 71 SBenn S 73 n. — ö. 
über fie in bcr l?öbc 75 ber — ©d)ro. über mir immer mebe 
78 2öie über 211s h 1 *o unter OZrljörc mein (Sehet! 90—92 Unb 
fpönn' ia) nod> fo fein SBürb' ia) bte Äron geroinnen ? 2Öie 
möchte foldjeö feon? h 94 erlegen 95 aus 2)er ftetö mir in 
©efiiljrben 98 übern S 99 ©inen h 1 (undeutl.) h 2 100 2)en 
fafct' (fajjt h 1 ) h 103 i()r über roorjl 106 Dfjnmadjt h ba vor nun 
so 107 neben Kein Hiibrctt oon bcr Süffeu worunter Sie 
flaute nidjt abgebr. im 9hm 109 ro. über glaubte 110 erst 
Urlaub. ©tbi«tf. Ii. 10 



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- 146 - 



o $err ber % mit undeutl. Corr. nach 112 hat A 2 folgende 
dann wohl als zu christlich ausgeschiedene Str. D reifer 
|über fieikjer] ©ott, id> flefje, 2Bo$l bura) bcin fjeilig 2)rei, 93e* 
f)ut' uns oor bem 2Belje, Ob eo bein 3£itte fen. SERit freuen 
um bie Steine Sar er befümtnert gar, SCBieroo^I er oon bem 
Steine 2(ua) felbft erfäjrotfen war. 115 für 2. nu ju gr. 117 311 
nach auf 119 2)enn über 3a aus ben wir befl. h 120 $er 
über <Er 129 2)a fpratt) | nichtgestr. | b. 9t. fprad) |nach brauffen| 
bag. im §ier m— 5 ^fjr flagtet roertf)e ftraue @inen alfo 
f. 2>. to. i. bafj man fa)aue 133 greife A 2 138 forootjl über ba 
f)abt (nichtgestr.) 110 @o nach 3br feyb ein 111 aus möchtet 
US (Suer Sob unb ®f)t' ift gr. 143 ©ö I. über IHan ftnbt 
155 über 2lbcutbcur (so A 2 ) A 1 zwei unleserl. Worte, das zweite 
wohl folajen aber (Sua) nichtgestr. 160 25ort roirb ber it>i fott 
162—4 3- 3K- laus 3 um Sofjne A 1 ] mir gereicht <Bo id) angeftegt 
b. 2B. Sie Arbeit ift nitt)t leiajt A [les daneben (ju XfjeU) A a 
164 daneben (Unb ©Ott mir gönnet £eil) A 2 | 165 @. nach 3 a 
173 2)er nach Da rief 174 r. nach n?il? 176 fola) ein fj 2 

177 2)a$ ift ein [über bas A 1 ] SBerf ber SJttnne A 1 (über 3 a 
rief fic pou ber kirnte) A 2 darüber 3<*? faa. 178 abgebr. 

178 $rum (über 3dj A 1 ) ä id) (über es A 1 ) A 179 ©inne A 
i8i 2)a mödjt' eo m. b. r. 18« Seidjt ish aus ©ö aus bünft A 2 
194 <5. gel) [über setgt?] id& [es] niajt tyintan (aus an) A 1 
fdjeib' — bann über reit id> triebt tjitttanA 2 195 bie [Spatium] 
freie 197 9?un über So h- 201 aus 3)eö 202 D e. A 204 3)ie 
[aus £er] 3öürme S3r. A 1 2)ie Höllenbrut h 2 205 lauft aus 
laufet (so h 2 , nicht umgekehrt) A 1 j. über bem (so A 2 ) A 1 
206 SBiel 207 aus 3)er fprädje m. balbe 209 hört benn 212 mir 
über uns A 2 e. über gee^ret 216 2)aö möajte n. A 1 £>aö fann 
noa) n. g. unter Das mirb unb fann nidjt feyn A 2 220 möge 
A 1 bürfte A 2 221 5)od) über Unb wenn 222 gewinn' A 2 223 un- 
klar ©0 3^ r ^Üet gern [? anug? darüber bann? oiel ? oder 
etwa bttf = oft?] m. f. ba£| gnug A 2 224 So aus £eito A 2 
229 jur A 2 besser 230 ,3njeo aua Broenr 231 £ualm A 2 233 2)ie 
gute 2ß. ö. <Sa). unter Da trat fic mit frohem Sinne 235 <5r 
empfieng am iä)önen ft. 241 2)eö U. ba b. 243 a. a " s per ® e * 
fäljrbe 244 (S. ftetö in feiner 252 2)ort an bem über 2ln 
jenem A 2 b. ^elfenftein 256 Ober A doch wird das mhd. Cr 
kaum auf Seckendorfs Rechnung fallen. 257 — 264 christlich, 
fehlt A 1 260 erfämft 8 (s. 0.) 264 gut über frei so h 2 265-8 ge- 
strichen neben der älteren Fassung Urlaub er ba begehrte 
6ie bat ifyn ba aufjanb: 2ld) ebler Jlitter roert^e ©agt roie 
ifjr fenb genannt 268 Sßo^I f. e. beten f. A 1 ®ott unmittel- 
bar aus 2Üof)I A 2 271 SBeoor iaj brüben f. 272 unter Dcrberbcn 
ober Siea 273 2)a — bem über €r na^m bes Hoffes h* 279 Dt= 
nit A ebfe] fü^ne h x nach fü^ A 2 2«o darunter öift bu es 



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— 147 - 



281—4 £a fprengt' er mit ben Sporen 25. 91. reoftf von bem 
@raben @r fpraa): ftrau f)ocf)gebof)ren Nun lafet mia) Urlaub 
Ijaben 2*> So vor Htm 28« r. — Sa), über ftrcitct furmer 
Itlanu ä 1 aus räc^t bes Äaifero 1 Sa). /» 2 2k? aus 25a eilt' er 
fdmell von bannen was erst in Xa fyät er weiter ft. ge- 
ändert war. 

Im Concept eines Briefes an Seckendorf (Holland-Spind- 
ler) dankt U. für die Minnesinger (Bodmers), erklärt aber, 
dass für ihn unter den Resten des deutschen Alterthums 
die der Geschichte und dem Geiste nach echt deutschen 
den grössten Reiz hätten ; 93eiliegenbe ©teile am bem gelben* 
buaje, roelaje ia) taliter qualiter in bearbeiten oerfudjt fjabe, 
barf nielleiajt ben trefliajjxen ^robuften ber Siomantif beigebt 
werben. 

Das Vorwort (s. 25ie fiinbe in Gtorten h) lautet mit Weg- 
lassung etlicher Correcturen: 

mar eine 3eit ba ber %eut)a)e, ber für Grfwltung unb 
(Srflärung ber alten Sieber feines $olfo bemüht mar, fta) ents 
f^ulbigen mujjte, unb ein 9lus , f)ängefd)Üb , n>ie Sprad&e, ©e* 
fdjicbte, litterarifdje Seltenheit, brausen. 2lber 2)an! ben Söatfern, 
bie in einem unbanfbaren 3eitalter einer erleuajtetern 9?aajroelt 
fo mannigfaltig oorarbeiteten. 3Benn fie aua) gleia) bao Uns 
roefentliaje jur Gmpfelung tr)rer Sirbetten ^erDor^oben, fie waren 
gereift im Stillen »on bem innern äBertfje ber alten ©ebia)te 
tief ergriffen, unb nur biefes ftille Seroufjtfenn erhielt fie fo 
rüftig in ifjrem Streben. 9iun aber — gepriefen fe» ber real: 
tenbe Sd)ufcgetft unfero 33olfo — ift bie $eit gefommen, reo 
man fpre<f>en barf unb fpriajt : audj) ber Xeutfaje bat eine poettfcfje 
3?orjeit, eine SBorjeit bie mefjr poettfa) ift alo* bie lange $olge= 
jeit, bte oeraa^tenb auf jene Ijerabfaf). 

25er 25eutfcf>e [so] r)at feine 2)eutfa)^eit auö feinem Innern 
reieber tyeruorgeljolt, er get)t nun mit Vergnügen auf bie alten 
3eiten jurütf, reo fia) fein 33olf in freiem ftärfem 3ügen au ^ s 
fpraa). (Sr fudjt in ben alten foftlta^en Sajriften, unb er finbet 
fta) rounbetbar roie t>on füffen reofjlbefannten Stimmen feiner 
^ugenb angefprodjen. 

3lua) baö .frelbenbua) ift ein tf>eureo Äleinob, ein fjerrliajer 
Sieft bia)terifa)en 2lltertl)um3 , aber e§ ift nur ben ©eleljrten, 
nia)t bem S3oIFe befannt. ©o ift ju hoffen, bafj ein neuerer 
Bearbeiter — benn ein Herausgeber fönnte bao nod) niajt leiften 
— bie 25eutfajen an$ in biefe efirreürbige &aße tfjreö HRutters 
Ijaufeo einführen roerbe. 

Snbefj nun biefj ein frommer ©unfaj bleibt, lege id) t)icr 
ben ftreunben beö 2llten 3roei S3rud)ftütfe auo biefem Sudje »or, 
fo bearbeitet, roie idj (joffte, bafj Qeber fte in Jpinfta^t auf Spraaje 
genteffen fönnte. Weine 2Ibfid)t ift reieber aufmerfiam [?] 3« 



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— 148 — 



madjen auf bas «oajöne, bao in biefem alten Sßcrfc liegt, unb 
unter meinem S3olfe ein liebenbes »erlangen naa) bem geaf>n; 
beten [?] ©anjen ju erweefen. 

Sarum mar es ein rein epfyemerifajer Sßertf), ben ia) meiner 
Arbeit ju geben mid) bemühte. SDiöge ein befferer Bearbeiter 
bes ©a^en balb auftreten, möge bas SBolf immer me$r unb 
mef>r bte ©prad>e feiner Voreltern roieberlernen unb fo bem 
Bearbeiter biefes unb äf>nli$et Sßerfe feine Arbeit erleichtern. 
Snbefc für bas 3af>r 1807 nelrnie man biefen SBerfua) freunb: 
Iidj auf. 

Ä 2 k Otnits Rächer' bietet am Schluss folgendes Verzeichnis 
weiter zu bearbeitender Stücke (1. und 4. sind als erledigt 
angestrichen): 1. Dtnits unb 2Bolfbietf)rtd)s Äampf. 2. ©te: 
gemtnnens ©rlöfung. Sie Capelle. 4. Dtnits SRädjer. 5. Sie 
ÄapeHe. 8. Sas |aus Sic] Slingelreicn ^u Serfis. 7. S3et$s 
tungs (Sl)rengebäcf>tntfj. 6. Sie eilf Sienfimannen. Davon ist 
das 7. — Heldenbuch 1590 Bl. 181 „Es was nach mitter- 
nachte Ehe sie hette gemach" bis 181 2 „Wer mich bet 
durch dein ehre Ich gewert jbn zu der stund" — undeut- 
lich ausgeführt (s. h Vorwort und Sie Sinbe ju ©arten); es 
lautet nach ein paar skizzirten V. zur ersten Str. : 

3n mitternäcf)tger Stille 
2Bar alles S3oIf fdjon roaefc, 
Sa mar 2BolfbieÜ)ricf)3 |2öiUe], 
Safe man bie 3J?effe fprad). 
ö Gin ^Jtiefter, grau oon £aare, 
Sen [nach Per fntb] $falter ba [ü. d. Z.] begann [aus 

anb.J 

S3or Sanft ^ofmnns Altäre 
üb inanajem merken 2Jlann. 

2ßoIfbietfjerid>, ber öefjre, 
10 Ser fa^ ba neben fid) 

©inen ©arg, gejiert naa) (rljre, 

Sa fpraa) er tugenbltdj: 

2öer liegt in biefer föeilje, 

So naf) bem SSater mein? 
15 @r mufe bei meiner £reue 

©in lieber Sobter fein. 

©s ift SBeajtung, ber Söeife; 
Sie Könige, fie Ijaben [unter So rief] 
3u [nach So redit uaefy] feiner Xugenb greife 
so %f)n roürbiglia) begraben. 
2Bolfbtetf>ertcf), ber ftarfe, 



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— 149 - 



©prang eilig 31t bem @rab [verschr. be| 

Xa [nach Hub] rtfj [nach hubj er »on bem Sarge [g aus !J 

2)ie großen 3tein[eJ ab. 

25 3?n lag noa) unnerieliret 

SJeajtung [vorher nachträglich Der cMc| ber [eble] §er? 

30g gut 

Xavon warb fef)r befeueret 
2öolfbietf>ericf)s ebler aJlutf} 
@r jueft' if)n an ben Sirmen 
30 Unb rufet' U)n an ben üWunb : 
2>ao müffe Öott erbarmen, 
Xa% bu nia)t bift gefunb. 

Xa fagte §ad), ber SBertfye : 

D lajjt ben 3iegenbart! 
35 3ßm war boa) auf ber ßrbe 

Öar roenig ©utö gefpart. 

2ßolfbietf>rid) fpradj befjenbe: 

3a, roärft bu nia)t mein ©ofjn, 

Sein Seben I}ätt' ein ©nbe! 
40 2)a§ würbe bir 31t Sofjn. 

iperr ©oit in £tmmelä §öf)en 
|>ilf feiner ©eel' auä 9totf)! 
2>arum miß ia) bia) flehen 
£ura) [aus Um?] betnen bittern Xob. 
45 (&f) mir con Rinnen gef)en, — 
©0 fprad) ber roertf>e 2Rann — 
SJhifi ia) oon @ott [über Dorerjt aus juoor] »erflehen, 
SBie'ö um if>n fo getfjan. 

Solfbietfjerid), ber SReine, 
50 3)er fanf ba auf fein ßnie, 

Unb mit ifjm [über bem) bie ©emeine, 
Unb fjerjlia; baten fie. 

©ine Stimme warb gehöret [über Xa mar rooljl einer 

©timme Sdjall soj: 

©agt [über Singt?] fündig [? Heldenb. ganz anders] 

3Weffen fjter [nach mir], 
55 ©0 [nach Das] wirb baö §eil geroäfjret 

deinen Äinben unb aua) mir. 

2)a§ warb ba niajt oergeffen, 
@ö [aus 2)a?] fam ber ^rtefter ©djaar, 
©ie fangen bunbert üDleffen 
60 Unb brachten Cpfer bar. 



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— 150 - 



Unb ba eo mar am [über nichtgeatr. nafjm ein] Cnbe, 
2)a trat mit frommem ©inn 
Sffiolfbietljrid) faft |? über ganj] beljenbe 
feinem 2Reifter tun. 

«5 2)a lagen bie ©ebeine 

So roeifi im füllen [nach Ansatz zu bunfeln] @runb, 

2)a füfjte roof)l ber Steine 

2)en [aus <3einJ HJleifter an ben SRunb: 

9Ber midi bei beinen ßljren 
70 Um eine |nach Ansatz trge| Önabe bat 

3$ roerb t§m baö gewähren, 

3Me roer bei fceilgen fielet [fte^t? unter #ci — aus 3ei — 

meiner ^iirftcs]. 

Auf der Rücks. einige Versskizzen zu den beiden in 8 ge- 
druckten Stücken. 

S. 397. $ankt |lbffoitS. A (33 — b. Vgl. Tagbuch 
25. Sept. 1810 3m Sope be Sega [El rey Baraba 1,1. Später 
von Rapp übersetzt 1 bie 9toman»,e nom Grjbtfa)of ^Ibefonfo 
gefunben; 27. Überfefcung ber 3t. non 3lbefon3. An Kerner 
23. März 1811 — Briefw. 1, 197 - 35er ^Ibefonä ift jroar 
nunmehr nia)t in reine Stffonanjen gefegt , aUein e3 finb boa) 
bie 21. in benjenigen feilen roeggefommen, meiere nid)t affoniren 
foHen; er hat die Übersetzungen für A nochmals mit den 
Originalen verglichen. — Die Zeilen sind hier und in .Casilde 1 
gegen A, wo sie mit Strophenspatien erscheinen (Z. l, 5 u. s. f. 
ausgezogen), gleich den andern Romanzen spanischer Art 
gedruckt. 42 33artf)olomeu3 44 9Jlattl)eu3. 

S. 400. 5er nerlorene Pger. i/ 3 1810 $[ttid]. oamft. 
b. 10. 9ioo. 9laa)t3 na$ 11 Ufjr (vgl. Tagbuch). A 125 2)ers 
felbe, zwischen dem t Reh' und dem .Schmied'. Wiederholt 
von Mayer 1, 205. — »ertönte A (wie ©rftorbne Siebe gegen 
H G. Vgl. Tie »erlorene ßirdje.) aber im Register verlorene 
in aus lange. 

S. 401. CalUbe. II 3 1811 Aubing, b. 26. ftebr. SBormitt. 
A 14 — b. Vgl. Tagb. SJormtttago (rrjäljlung non <£. in bem 
fpanif^en Stalerio unb barnad) nerfertigte Stomanje. An Kerner 
12. März <S. ift naaj bem 6panifa)en und Briefw. 1, 203 — 
auf Kerners Frage vom 24., ob die Legende nicht in Herders 
.Volksliedern' stehe — 6. tarnt nia)t im öerber ftetyen, ba ia) 
eS nid)t gerabe überfefct, fonbern aus einer größeren fpanifdjen 
(rrjä^tung in ^rofa genommen f)abe. Der .spanische Valerio' 
ist ein seit 1487 öfters gedrucktes anonymes Werk von 
Diego Rodriguez de Almella: .Valerio de las historias esco- 
lasticas de la sagrada escritura y de los hechos d'Espana con 
las batallas campales.' Da es in Berlin fehlt, hatte Dr. Arnold 



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- 151 - 



die Güte, in der Toledaner Ausgabe von 1541 der Wiener 
Hofbibliothek die Legende, der noch eine andre Geschichte 
Casildens folgt, zu suchen und mit Auflösung der Ligaturen 
abzuschreiben. Libro 6. Titulo 1 (De castidad). Capitulo 4. 
fol. 51 : t Enel tempo del rey don Fernando primero de 
Castilla que gano a Coymbra era rey de Toledo vn moro 
Uamado Aldemon el qual tenia vna hija Uainada Casilda 
mucho hermosa y virtuosa donzella: y amaua la mucho el 
rey su padre. E trayan le grandes casamientos, y ella 
como fuesse virtuosa propuso en su voluntad de guardar 
castidad y no quiso casar. Era tan piadosa alos catiuos 
que era marauilla. Ca ella por su persona los yua a visitas 
ala mazmorra do estauan presos a escusa del rey su padre, 
y los proueya delo que auian menester para su manteni- 
iniento. Como el rey esto supiesse fue muy indignado contra 
Casilda su hija porque lo hazia: y maltraxo la por ello. 
Ella no curo delas amenazas de su padre, ante lo continuo 
mas de hazer. Como acaesciesse que el rey estuuiesse ala 
puerta de vn palacio assechando la por ver si era verdad, 
y Casilda lleuasse cierto pan y otras cosas para dar alos 
christianos captiuos: dixo el rey. Fija que es esso que Ueuas 
ay. Y ella supitamente respondio que rosas. E como le 
cato la falda vio que eran rosas blancas y coloradas. Y el 
rey moro creyo que no era verdad lo que de su hija auian 
dicho y Casilda quando vio este tan marauilloso milagro 
fue alos christianos captiuos y contoselo. Kilos y ella dieron 
por ello muchas gracias a dios.' — (Span. Sea. fehlt H. Nur 
nach 4 ein wohl zufalliges Strophenspatium //. 

S. 402. ftönigs |ran? I. gkbtsfeufftr. h 1 Octavbl. Hol- 
land-Spindler, Rücks. oben No. 768H 2 Vers du Roy Francis 
1. aprte sa prise devant Pavie. Gemeint ist eine Pariser 
Pergamenths. des 16. Jahrhunderts, jetzt Nr. 1723, die unser 
Gedicht auf dem 2. Blatt enthält (die mir durch Prof. Konts 
Vermittlung ausgezogenen Varianten der Mss. 3940 und 
12484 ,8ind für Uhland belanglos); jene Überschrift mag U. 
einer Epitre p. 24 (. . t prise devant Pavie') z. Th. entnommen 
haben. Gedruckt in den: Poesies du Roi Francois I er , de 
Louise de Savoie . . . par M. Aime Champollion-Figeac, Paris 
1847 p. 118 als Chanson 13, (an Madem. Anne de Pisseleu 
d'Heilly, spätere Duchesse d'Etampes ; s. Paulin Paris, Etudes 
sur Francois I 1885 II 264 ff.). 

Ne soient voz yeulx tant empeschez de veoir 
Tourment, qui est estainct par nul service. 
Que de pitie ne facent vray office. 
Plorant mon mal : car je ny puys pourveoir. 



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— 152 — 



Le feu et l'eau, pur nature ennemys, 
Se sont uniz pour conserver raa vie. 
Qui plus que mort m'est penible ennemye, 
En se faisant, pour mon malheur, amys. 

Car, si le feu m'eust este seul tounnent, 
Consume fusse en desir et pensee. 
Et Ferme-amour, par rigueur offenste, 
Ne m'eust soutfert de vivre longuement. 

Aussi. si l'ceil, durant l'adversite, 

En ce grand pleur n'eust trouve son contraire ; 

Fondu j'estoys ou noye, pour parfaire 

Le seul repos de l'infelicite. 

Ainsi le feu par l'eau remedie, 
Garde que l'eau ne tue face nuysance, 
Ostant par Tun ä l'aultre sa puissance: 
Me donnant vie en plaisir trop nye. 

h 2 ganz gleiches Doppeloctav Holland-Spindler (S. 1 ; 3 f. 
t Spanische Lieder). Tagbuch 31. Mai 1811 Überfefoung bes 
Siebes von Äönig J>ran$; 15. Juni ©rief an ÄöDe mit bem 
Siebe von St. ^r. Schon 11. März 1808 an Kerner — ßriefw. 1, 
18 — flöUe [der 1807 in Paris warj erjagte mir non einem 
altfran*öfifa)en ©ebiajte, bas Ä. $r. im Sturme marijte, unb 
bas er gerne überfefcte, aber faft neruüeifle, bamit jurec^t ju 
fommen. §r. erjäf)lt, nie in ifpn jnei Elemente fia) be* 
fämpfen, Reiter unb Gaffer, ©r nürbe längft im £§urme $er* 
floffen fein, nenn fid) niajt bas Siebesfeuer nieber entgegen« 
fefcte u. f. n. Süddeutsche Miscellen 1813 III, 108 Nr. 27 
vom 3. April , anonym (auch im Register) , als Uhlandisch 
von Goedeke erkannt. — Sieb Äönig evranj bes ©rften non 
ftranfreia) ä 1 Sieb non Äönig [aus bes Mönigs] Jyranj 1 in ber 
©. 9». h- 3 fr. äber fchmercr h x « über friften ftrcbcnb 
meines £ebens Dauer /*' 7 unter 8 mit Haken, für Das feinö- 
lidjer mir bünft als (Tobcsfdjancr worüber Das mehr als (Eob 
fid? feinblid? [über einem ganz getilgten Wort] mir ergeben h l 
s aus Vereinten fc 1 10 im h 2 n Unb h- ig aü wiederher- 
gestellt unter fo ä 1 aus bittres Seib h 2 20 aus 2JUr aber 
bl. e. S. freubeleer (n nachträglich eingefügt) h l . 

S. 403. D er 11 uiirrl lüiutr. h Doppeloctav Holland-Spind- 
ler, ohne die Fussnote. (Vgl. Tagbuch 29. Juni 1811 Überfefcung 
ber 2 f»anifd)en Stomanjen »om SR. 22. März 1813 SRufeum, meine 
Überfefcung: 35. 9t. in ben <2übbeutf$en SRisceHen. An Mayer 
3. Juli 1811 I, 186 (iin franaöftfojes [König Franz] ein 



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- 153 - 



fpamfdjeä ©ebid)t fjabe icfj überfe^t. £as tefotcti\ baä auo jroei 
jufammenfjängenben SRomanjen beftefjt, wollen bein ©ruber unb 
gttjroab aud) überfein, um if)re Überfefcung mit ber meinigen, 
bie fte ma)i gelefen fjaben, 311 Dergleichen.) Südd. Mise. 1813 
III, 91 Nr. 28 vom 20. März. S. U. — 16 dauern h 26 b. 
nach n>[afjnen ?J 2, 1 SHiäg. h u. s. f. 3 2lud> h 8 otom. Ä 
Dtom. jtf 3Ronbe: 3/ 13 er ba bie A 43 jenen Äüften A 
Das Einziehen des Refrains nach h. 

S. 406. $if & mi * fctm gpanifdjen. A 1 Octavbl. Holland- 
Spindler: die 3 spanischen Lieder — siehe Paralipomena 
1811 — in der bezifferten Folge 21H mein SBerben, ifjorljett 
wollen, ©otteä §errlid)feit. h 2 Doppeloctav fs. 0. t König Franz'): 
die 3 beziffert 2()orljeit wollen, 21U" mein 28., §tmmelö$errlta> 
feit. Unser Lied allein auf einem Blättchen (H.-Sp.) von 
fremder Hand, belanglose Abschrift aus dem Druck : Taschen- 
buch für Damen 1820 S. 200 2. Ufjlanb. Tagbuch 18. Juli 
1811 Angefangene Überlegung ber fpanifdjen Sieber. 19. 93e; 
enbigte Ü. b. fp. 8. Frau Carolina Michaelis de Vasconcellos 
— Archiv für Literaturgeschichte 14, 189 — hat Juan 
Rodriguez de la Camara (del Padrön), Marias 1 Freund , als 
Verfasser des einen bisher allein bekannten Liedes nach- 
gewiesen und gezeigt, dass U. den erst 1872 gedruckten 
Text in drei Mss. der Pariser Bibliothek — 586, 590, 593 
(früher 7819, 7825, 8168) finden konnte. Ich habe diese 
Mss. - jetzt Nr. 226, 230; 313, jedes alle drei Lieder ent- 
haltend — nachvergleichen lassen ; es genügt aber hier ein- 
fach den Urtext nach dem k Cancionero de Lope de Stüniga, 
Cödice del Siglo XV (Coleccion de Libros Espanoles Raros 
6 Curiosos) Madrid 1872 S. 139—141 zu geben. In den 
1884 von der Sociedad de Bibliöfilos Espanoles splendid ge- 
druckten t Obras de J. R. de la C. (ö del P.)' fehlt natür- 
lich das eine ihm nicht gehörende Lied (S. 26 steht die 
Cancion t Solo por uer\ S. 28 die 4 Bien amar'). 

Johan Rodriguez de la Camara. 

1. 

Bien amar, leal servir, 
Cridar et desir mis penas, 
Es sembrar en las arenas, 
Ö en las ondas escrebir. 

Si tanto quanto servi 
Sembrara en la ribera, 
Tengo que recondesciera 
Et diera frueto de sy ; 



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— 154 — 



E aun, por verdad desir, 
Sy yo tanto eserebiera 
En la mar yo bien podiera 
Todas las ondas tennir. 



Solo por ver a Marias 
E de amor me partir 
Yo me querria inorir, 
Con tanto que resurgir 
Pudiese dende a tres dias. 

Maa luego que resurgiese 
Quien me podria tener 
Que en mi mortaia non fuese, 
Lynda sennora, a te ver; 
Por ver que planto faria9, 
Sennora, ö que reyr, 
Yo me querria morir 
Con tanto que resurgir 
Pudiese dende a tres dias. 

Diego [Alfonso? p. 241] Enriquez. 

Dicen que fago folia, 

Mi sennora, en vos servir, 



Debenmelo consentir. 

Bien creo que es locura 
Amar e non ser amado. 
Mas segund Dios y Ventura 
Nace todo hombre fadado; 
Si de mi es ordenado 
Que vos syrva por tal via, 
A lo menos puedo desir 
Que la peor parte es la mia. 



— S»anifä)e Sieber h 1 ÜBer&en, all h 4 Dber in bie %lnt h 
nach * kein Spatium T t> ßingefäet A 2 ©tr. nach Sattb h l 
7 ©rünenb h @. nach Straub h 1 10 3K. klagen h. 

S. 406. Hirsau (diese Form statt des von U. und Kerner 
gebrauchten .Hirschau' wegen der 4 Ulme zu Hirsau' o. und 
IJ.8 Änderung im .Überfall im Wildbad' 9). Tagbuch 13. Sept. 
1811 3&ee au einem ©ebtajt über baS Älofter u. Aufarbeitung 
ber legten ib'erfe baju; also grösser bedacht. An Kerner, von 
dessen Vorhaben U. erst am 30. Oct. erfuhr, 7. Dec. 1811 




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- 155 — 



(1, 257) 2)ie Betreibung beä ÄI. §. im Seffing — 1610 von 
A. Reichard, Lachmann 9, 246 ohne nähere Beziehung — 
[vgl. Tagb. 12. Sept.; Kernen* Briefw. 1, 2381 §at mio) ju 
folgenben Herfen »eranlafct, roelajen aber gleichfalls eine au$= 
füt)rl. Betreibung be§ Älofterä ©orf)ergef)en foUte . . 3n beinern 
©ebtdjte »om Äl. roäre e$ bem ruhigen ©ange ber ©rjä^Iung 
angemeffen, roenn bie Stewart burajgängig gleia) bliebe. U.8 
Verse, eigentlich nur ein Bruchstück, sind in das von U. 
genau revidirte Büchlein mit seinem Einverständnis auf- 
genommen oder wenigstens auf K s Bitte darin belassen 
worden (1, 282 ,In jedem Falle bitte ich dich inständig, 
lass mir die Verse von Volker stehen! Bitt! bitt! 1 ): ,Das 
Wildbad im Königreich Würtemberg beschrieben von Dr. An- 
dreas Ju8tinus Kerner' Tübingen 1813 (Vorr. vom letzten 
Nov. 1811; die Vollendung des Druckes meldet U. am 
10. Juni 1812, s. 1, 304) S. 91 ohne Überschrift, mit der 
Fussnote ,Von Volker'. Dieser vorletzten S. folgen nur 
noch litterarische Notizen zu K.s abschliessender Erzählung 
von dem alten Mönch Adelhard, der seit seiner Erblindung 
ein besondres Ahnungsgefühl hatte : 4 Drey Jahre vor seinem 
Tode soll er den Tag und die Stunde desselben bestimmt, 
auch die Zerstörung des Klosters vorausgesagt haben.' 

S. 407. ®f njölt. h Quartbl. ohne Datum , Überschrift 
und Rückerts Strophen (Holland-Spindler). H* 1816 Sonnerät. 
b. 8. ftebr. — 9 (Nr. 1). Tagb. 7. SRücfertS SJorfajIao. wegen Senjone. 
8. Ifjema eined Xenjond [Gab Le Grand, Fabhaux ou Contes 
1781 I, XXI das Thema, der als erstes Beispiel der Jeux- 
partis die Streitfrage anführt: Lequel aimeriez-vous mieux, 
que votre maitresse füt morte, ou qu'elle en epousät un 
autre?|. 3 U 81., SSerabrebung wegen beä £enjon3. 3luöarbei= 
tung von 3 3 tropfen. 9. 5Das Xenjon beenbigt. 1. Mai öe= 
futt) bei 91, fein ^enjon. Rückert an Fouque 6. April 1816 
(S. 332) : .Neulich verabredeten wir uns, über ein gegebenes 
Thema einen Tenzon zu machen; U.s Antheil ist fertig, 
und das ist wirklich das einzige, was er Ihnen für das 
Taschenbuch mittbeilen wollte und konnte. Leider muss 
meine Saumseligkeit auch das vereiteln, da die mir zuge- 
fallene Hälfte noch immer ungemacht ist'; 14. Mai (S. 339) : 
JDas beste hätte ich bald vergessen. Hier haben Sie den 
grossmächtigen Tenzon, wenn Sie ihn brauchen können ; 
uns beiden selbst hat er Spass gemacht, und damit die 
Mühe, die er kostet, bezahlt.' So erschien mit U.s Einver- 
ständnis das Ganze als 3"en um im Frauentaschenbuch 1817 
S. 195 (auch in G. Schwabs t Fünf Büchern deutscher Lieder 
und Gedichte' 1835 S. 653) ; der spätere Druck in Rückerts 
Gedichten als t Sängerstreit' berührt uns nicht. Unser Text 



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— 156 — 



folgt F, nur ohne die Unterschriften X'. Ufjlanb nach dem ersten, 
<y. SRücfert nach dem zweiten Theil; dafür die Ziffern 1. 2 
aus H. — 1, l n. ©djro. über rou (Treu h s §öUenfpucf h H 
7 Stuf bcm [aus ber | HRunb nod) [über Sippe] ben 3$. nichtgestr. 
neben JTtit bcs bleichen HTunbs V. und über Schieb fie boeb mit 
bem V. worunter die endgiltige Lesart h h ©. vor Seiten 
worüber Hülben h ia 3GB. — in über IPirb ihm ber <5efang 311 h 
15 ein 2öeib H (nicht J») 18 $ann ift all fein S9licf 19 aus 
im fjeiCgen Sieb h 21 ber X. unmittelbar über bas 03rab ä 
25 gr. %. über morgen einft h 26. 27 IPo bas Doli im £eidien* 
tud> 2Juferjterft 311 Xieil unb $lnd} daneben Wo ber OTcnfdj 
rom Hicfyterfprucr» Peil ermartet ober ,flud> worunter Wo bes 
etD'aetl 2\id>tcrs Sprudj Reil nerfünbet [ner über uns] ober ^lud? 
und darunter die endgiltige Fassung h 40] nächste S. JF/ 3 
leer, nur die Ziffer 2. (2, 27 später Seudjtet ifmt f. 2Jt. 38 ge= 
broa)nen F). 

S. 409. Inschrift, h Bleist, auf S. 3 eines Doppelfolio 
zum 4 Bernardo del Carpio' (S. 1 signirt 2lngef. b. 3. 3Ra\ 
1819), s. Keller S. 462, unter der in Kurzzeilen geschriebenen 
Widmung 3$rem 2lbgeorbneten autn SBerfaffungöroerf bem frei* 
finnigen, unermübeten ^reunbe bes »aterlanbes meinen biefeS 
3eia)en ber 3)anfbarfeit unb ber ^reube über bos fjergeftetlte 
Stecht ©tobt u. 2Imt Böblingen. Tagbuch 15. November 1819 
gnfajrift auf ben 33ea)er ben bie 93öblinger für ©ajott beftimtnt; 
Überreichung am 21. December. Ebenso wie die Grabschrift 
unten einem Einzeldruck gleichzuachten. K. Mayer, Album 
schwäbischer Dichter 1 — 1861 — , 12. 

S. 410. -Bunt Antritt ... 4 S. 8° 3um . . . ^euertein, 
non Syrern ®nfelj$oo)termann Ufjlanb, ben 18. 3)ec. 1821. 
(Stuttgart, gebrueft mit ©Iben'fäjen Schriften, 1821. Vgl. Leben 
S. 182 (Notter S. 233; als ungedruckt im Daheim 1866 
Nr. 50). 

S. 410. Auf den Grabstein . . . der Tante Luise Gott- 
liebin Schmid, geb. Unland, Pfarrerswittwe von Feuerbach, 
geb. 1755, gest. 1829. B. Pfeiffer, Der Hoppenlaufriedhof in 
Stuttgart, 1895 S. 50. 



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Aus dem Nachlass. 



1810. 

bezeichnet fortan H 3 . 

S. 413. (Erträumter £rijmerj, H ftreit. b. 26. San. Sßov- 
mttt. Mayer 1 . 150 Briefbeilage vom 6. Febr. — V r ar. H : 
@rtr. über 2Uter 3 f. über über £anb 4 i. j. über nichtgestr. 
tnief) äurücfelief; r, aus 2Bie bamatö Mau bie SBerge briiber ragen 
H wo über den letzten Worten noch bie fo blau ba und 
nichtgestr. in tiefer S3Iäue 6 SBinbe bie mit über nichtgestr. 
Süfte mit bem Slütenbufte 8 SBie — über ©o 2lIIeö näfjrenb 
worunter eingeklammert (Sie [darunter 9Bie] nährten 2tüe 
9 aus quäleft 13 Sie — ift über 3f* bie (Scliebte boeb. 

S. 413. I&era unb gennber. ff 3Kont. b. 29. San. 2*or; 
mitt. — aus S. u. (so auch Tagbuch) umgeziffert 2 in 
Klammern unter nichtgestr. «Still rool fjarret bie 33raut, aber 
roie fdjroanfet if>t ©eift! fte, über nichtgestr. aua). 

S. 414. §er Liebesbrief. H Samft. b. 3. gebr. 9to$* 
mitt. Mayer 1, 150 s. o. — i biefe über beute 3 ©ie fmt 
es rool nichtgestr.. darüber eingeklammert Ob fie eä rool 
darunter §at fie [Spat.] aua). 

S. 414. Der $ncrijt* /f SWittro. b. 7. ftebr. 9toajto. 

S. 414. Das Idjlofj im «Halbe, H SDonnerft. b. 22. Wäx\. 
9?ad)tö. - il- ft. über Stefjt im tiefen IPalb s aus 3ß. 
br. ©ebüfdj unb ©rag 4 S. — b. über I>ünft mirs febött Da- 
nach 2 leere S. und dann ( Der Rosenkranz' (Paris 27. Juli). 

S. 415. An Wühelmine Unland. 7/ im Besitze von 
K. Mayers Enkel Oberjustizrath Dr. K. M. Gerichtet an 
die Tübinger Base und Hausgenossin Wilmele, spätere Frau 
Weisser; doch wohl vor der am 6. Mai angetretenen Pariser 
Reise, vielleicht durch ihren Geburtstag (2. Mai 1789) her- 
vorgerufen. Das Tagbuch hat hier eine Lücke. Allerdings 



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— 158 — 



schreibt U., dem Wilmele am 5. Mai ein paar Hexameter 
ins Stammbuch gestiftet hatte, am 29. Juni: Gure Stamm; 
budjblätter fjabe ia) nia)t oergeffen, §t)V nefjmt oieHeia)t aua) 
noa) an, tuaS ia) Gua) fyier barauf fc^reibe (Württemberg. 
Vierte] jahrshefte 1887 S. 8). — i mann? 

Tagbuch 8. Febr. Slofaö — Rosa Maria Vamhagen — 
Sieber. Euro) etneä berfelben oeranlafete 3bee einer SRomanje 
von bem Söanberer, ber oom Slusftuffe beS Stromes ins 
3Jteer, an ©tobten, bem ÄÖnigSfa)loffe, ben yjlüfyien u. ©eroerfen 
oorbei, an bemfelben f)inaufjjtef|t unb \f)n, roo er immer f feiner 
roirb, bis jur ELuctte »erfolgt, reo beö S&anbererä ©eliebte am 
»rönnen fifct mit bem Äruge; vgl. 16. Juni 1816 ©ieberauf; 
faffung ber 3*>ee $u einer SHomanje: $)ie £>eimfeljr aus bem 
Sfteere bis gur Duelle beä Stromes und 5. Juli Sa)iUerS ©e; 
bidjte: roieber angeregte 3bee 3u bem ©ebta)te oon ber £>eim: 
Uf)X gut Duelle. Reconstruirt 19. Mai 1831 für das Stilisti- 
cum im Anschluss an die Besprechung dreier Sonette Fallatis 
4 Der Heimathlose' (Holland, Zu L. U.s Gedächtnis 1886 
S. 51 f.) : GS fyat fta) mir babei ein eigener ©ntrourf auo früherer 
3«t oergegenroärtigt : aua) ein üßanbrer follte bargefiellt werben, 
ber, nad)bem er fia) lang auf bem Dcean umgetrieben, fta) naa) 
bem fianbe feiner 3;ugenb jurütffeljnt. 9toa) einer ftürmtfa)en 
ftaljrt langt fein Sa)iff an, reo ber breite Strom fta) in baS 
•Keer ergießt. Gr fteigt an baö Sanb, aber noa) fa)roanft tfmt 
ber S3oben unter ben ftüjjen unb baS ©etümmel ber großen 
Seeftabt umbrauft i^n, roie faum juoor bao fturmberoegte SReer. 
(Er jieljt lanbetnroärtS am Strome hinauf . Sein 9Beg für)rt tljn 
ju einem roeiten, f>oa)geroaa)fenen &§renfelbe, baö im SBinbe maßt 
unb mögt [Vers!); eben roe§t ein SGBinbljaua) bie £alme auö* 
einanber, eS öffnet fta) ein formaler $fab unb ber äßanbrer 
ftürjt mit freubtgem ©rauen hinein, roäfjrenb über ifmt bie golbenen 
2Bogen jufammenfa)lagen. @r fommt auf feiner Söeiterretfe ba* 
f)in, roo bie roeite Gbene aufhört unb ber Strom jroifa)en einer 
grünen Pforte oon SHebenbergen Ijeroorraufa)t. Sa)on f>at bort 
bie frö$lia)e SBeinlefe begonnen. 25er SBanbrer fte^t broben im 
Weingarten unb f)ält eine ooHe Traube gegen bie Sonne. 2)a 
fafjt üjn ein »Iöfelia)er Sa)recf, in ben flehten, golbnen Seeren 
fa)läft ein ftürmifa) SDteer oon BJleeren [zwei Reim verseil. 2)a§ 
ftaupt fa)roinbelt, ber $ufe fa)roanft Umt, rote alo er naa) bem 
Seefturme baS Sanb Utvat 5teF>t roeiter hinauf, roo ber 
Strom über bie Reifen ftürjt, roo er im roalbigen Xljale bie 
Sägmüf)len, bie §ammerroerfe treibt. $on ba gelangt er in ein 
grünenbeö £>irtentf>al, bttra) bas ber 89aa) fjinriefelt, broben aber 
aus ber ^elfengrotte fpringt ber Duell beo S3aa)e8, ein Silber* 
ftrafjl, 3U bem eben eine fa)lanfe, jungfräulidje ©eftalt mit bem 
Äruge tritt. 2)er bürftenbe ©anberer nähert fia) i^r, fie um 



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159 — 



einen $runf ju bitten, ^löfelta) tritt er erftaunt jurütf; er tjat 
in if>r, tyerrlia) aufgeblüht, feine erfte, früfje 3ua,*nbttebe roieber 
erfonnt. Sie aber reiajt t§m freunbltdj ben Krug, in bem fic 
eben ben CueU gefaxt , ber immerfort 3um 33ad&, jum ©trom, 
511m SDteere wirb. Unb ber Sßanbrer oerjüngt fta) uom £run!e 
beS Cuetl'j. 

22. April während der Leetüre Bouterweks Gedanke an 
eine grössere epische Dichtung — nach Volksbüchern wie Pon- 
tus, Siegfried — in altvolksmassigen Reimpaaren . . . ©pifdEje 
2)iä)tung al§ SiebeSfpiel; ber 25ia)ter n>eif)t baö ®ebta)t feiner 
©eltebten u. »erftidjt bie Gsrjäf)Iung in bie ©rgieffungen, Situatto; 
nen, Gegebenheiten feiner eigenen Siebe. 24. April UnooH; 
ftänbiger (Sntnmrf ju einer 93aUabe oon ber Königin ©eneora. 

Dieser Zeit gehört wohl ein in noch ungelenken Reim- 
paaren abgefasstes Bruchstück auf zwei losen Octavbll. Hol- 
land-Spindler (2. V. 49 ff. ; Rücks. 0. 35iefer 2Ute ^at eine§ ©eilerö 
2oa)ter geF>eurat§et, unb bie ^odfoett gehalten unter einem £auö 
mit 4 ©äulen.), sehr ungleich interpungirt) ; es ist kein Ori- 
ginalgebild, sondern mit leichten Änderungen und Kürzungen 
entlehnt der ihrerseits aus dem Mhd. jüdisch-deutsch moderni- 
sirten Reimerzählung Joseis von Witzenhausen t Ein schöne 
Mäase (Geschieht). Von König Artis Hof . . . Und von dem 
berühmten Ritter Wieduwilt' : in Johann Christof Wagen- 
seils Belehrung der Jüdisch-Teutschen Red- und Schreibart, 
Königsberg 1699 S. 157 ff., unsre Stelle S. 160—165. ü. wird 
darauf geleitet worden sein durch die Auszüge im „Museum 
für Altdeutsche Literatur und Kunst" von v. d. Hagen u. s. w. 
1809 S. 556 ff. 

IWtrr tpirtmiUt. 
1. 

$err 2trtu3 mar ein Stüter reiaj, 
9ieun Äönigen gab er ba$ Setjn jugleia), 
Unb JU ben Iiajten ^Pfingftenjeiten 
SJtujjten bie [nach fic ihn) neun 311 £ofe reiten, 
5 ©in jeglio^er mit feiner Äraft, 
Wit ^rauenjimmer unb S'Utterfajaft. 
2)er $of roäfjrt' alle 3 a ^ r ' aa )* 3^0«# 
£a liejj man Sraurigfett unb Älage. 

9iun mar an biefem §of ein 3iea)t: 
10 mar bitter ober Äned>t, 

35er Äönig felbft unb bie Königin fein, 
Unb all bie 31t §ofe motten fenn, 
£ er burfte feineö fta) nermeffen, 
3u trinfen ober |u effen, 



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160 



15 Söeoor man an bemfelben Xage 

Vernommen neue 9Rä^r' unb Sage. 

Sem Übertreter galt'3 fein Seben, 

Unb fjätt' er aller 9öelt ©ut gegeben. 

9llfo grojj war ju allen Reiten 
20 2luf bem £of baö ©ef)it unb Steilen, 

Sod) nie noa) mar ein [aus noa) nie ein so] Xag ge* 

fo intuen, 

9)ian f)ätte benn neue 9Rä$r uernommen. 
(53 war noa) feiner fo früf) aufftanben, 
(Sä war fa)on [nach benn] neue 2Jtäf>r oor^anben. 
25 9tfun auf einen Xag ba3 gefa)af), 
$afc man feine Wdljve f)ört' noa) fal). 

Sa nun ber SDiittag fam f)eran, 
Saä ©eftnbe faft ju murren begann, 
Sie fjätten gegeffen gern, 
so Unb burften nitt)t cor ben §errn. 
Ser Äönig unb bie Königin fein, 
9lua) bie bitter fonnten ma)t trauriger feon. 

Sa nun ber Slbenb mar gefommen, 
Unb man noa) feine SRäffr' oernommen, 
35 Sa war grojj Urujemaa) 311 fefjen 

2113 fte hungrig mußten liegen [nach 311 Bette] ge^en. 

Äaum bafj es roieber 3U tagen begann, 
Sie Königin gieng an bie 3inne W n 
9Rit if>ren ^ungfraun unb Stenftmaiben, 
40 SBat ©Ott in i^rem Seiben, 

Safe if)r §eil boä) möa)t' gefa)ef)ii, 
(Sine neue 9ttäf>re 3U f>ör'n ober fefm. 

Söte fie nun faf) fern ins Sanb 

Sa fam ein bitter fjergerannt, 
45 ©eroappnet unb gefjarmfdjt rool 

2U3 ein bitter oon 3iea)t fein foll. 

©ein Sa)ilb unb §elm gab liajten Sa)ein, 

S3on feinem ©olb unb (Sbelftein. 

©ein 5Rofe ein gülbner [aus gülbener] 3eug bebetfet 
so 3Kit (Sbelftein unb perlen befteefet [verschr. bebetfet]; 

König Slrtuä fjatte [aus Ijatt'] bura) ©täbt' unb Sa)löffer 

Saä ©olb unb bie ©belftetne nia)t beffer. 

$n ber &anb ber Sitter trug einen Speer, 

Sen f)att* er gefüf)ret bB f)tef>er 



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- 161 



55 jjn manchem Sturm unb harten Streit, 
Überall in ben Sanben roeit. 
So fam er gegen bte Sürg geritten 
©ar mit ritterliajen Sitten. 

Unb als er an ber 3 mne & rt 
60 £ie Äönigin in [über mit] ber Mrone faf>, 

SBarf | wiederhergestellt unter Beugt 1 ] er ftd) auf bie 

Äniee nieber, 

Sie Königin f>iefe ilm aufftef>n roieber. 

§oa)geborne Königin mein, 

SJiödjt' e$ mit Gurcn Bulben fenn, 
65 3cf) WOW ©ud} um eine ©nabe bitten, 

[Denn Picles I^ab' icb um «Euch gelitten] 

£enn groffe üöeftfjroerben t)ab' ia) erlitten, 

93iö id) $u ßua) bin fommen. 

[Don «Eurer Cugcub bab 1 id> uicl oernommen] 

@uer Hob ift roeit unb breit 3U (jören 

Saturn roill id) eua) aua) verehren. 

Paris 1810. 

Altfranzösisches s. unter 1812. 

S. 416. % ottneiUiltdi. H $ul. (vor dem 27.) - l ^f). 
über Sonne 9 beide er über fic aus oerfdbloffen. 

S. 416. ^Jljnrurijt. H ebb. (wie .Schicksal' ~ s a, Scfcitffal 
19. Sept.) 

S. 416. Ilcmfett. An Kerner 18. Oet. (Briefw. 1, 149. 
Erwähnt bei Mayer 1, 175). Zuerst im Euphorion 2, 127 
nach Hollands genauer Copie. 

S. 416. D if ttltt. H 9Jtont. b. 22. Dh. 9lao)t$ (Tagb. 
nadj einer früheren §bee). — u aus 2Bogen. 

S. 417. |linor f Der £ttjütjc. h Octavbl. Holland-Spindler, 
Tagb. 10. Nov. Diaajtä . . ein britteä [Gedicht nach dem ver- 
lorenen Jäger' und der 4 Jagd von Winchester'] »on Stmor 
alö Säger entworfen. Verse Rugeros in Calderons t Lances 
de Amor y Fortuna 1 Jörn. I, Esc. 3 (Bibl. de Aut. Esp. 7, 37), 
wie mir Carolina Michaelis de Vasconcellos kundig nachweist : 

Cuando amor con arco y flecha 
los corazones heria, 
espacio el alma tenia 
para morir satisfecha 
de un blando dolor; despues 
que pölvora se invento, 
Ufr Unb. ©ebtditr. II. 11 



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- 162 - 



y armas de fuego tom<>. 
hace el efeto que ves. 
Y asi en un punto amor eie^o 
vence ya, porque no es bien 
que mate despacio, quien 
mata con armas de fuego. 

Zu einer im Stilisticum eingereichten Übersetzung ,Amor, 
der Schütze' bemerkt U. am 10. März 1831 nur: 2ßir feljen, 

5. fpriajt in allen 3 un 9 en (Holland, Zu L. U.s Gedächtnis 
1886 S. 43). — i 9Jt. über ,i>cit io n. nt. über nimmer 
12 X. — m. unter (Tobtet mit oeu. 

(26. 27. Nov. laut Tagbuch Gedicht auf die silberne 
Hochzeit des Principals zweier Landfileute. 2)ergleid)en @e= 
bta)te gehören 3ur bramatifajen 2lrt, weil fte im ©eifte ber« 
jenigen gemalt fein muffen, für roelrfje fte beftimmt ftnb.) 

S. 418. ffcnrl fcer ©rojjr. h Octavbl. Holland-Spindler. 
Hier eingereiht nach dem Tagb. 2. Dec. ^dj f> a ** e SJiorgertS 
in Sope be Sega bte Homanje von ftatfer ßarl :c. gelefen. 

6. SBeenbigung beä Casamiento en la muerte (vgl. die Be- 
merkung im Aufsatz über das altfranzösische Epos — Schrif- 
ten 4, 340 — , dies Stück behandle den Untergang der 
Helden in Ronceval). Ebendaher der .Beltran 1819. Beides 
mit dem Urtext: Archiv für das Studium der neueren 
Sprachen 101 (1898), 1 ff. Die Erzählung ,Por muchas partes 
herido' bis .caytf en tierra desmayado', die im 2. Acte des 
Stückes ,E1 Casamiento en la Muerte, y hechos de Bernardo 
del Carpio' Dudon dem Roldan (Roland) vorträgt , ist aber 
kein völliges Original Lopes , sondern an die bei Duran, 
Romancero general 1^49 1, 264 Nr. 398 gedruckte Romanze 
eng angelehnt, indem gleich in der 2. Zeile Carlo-Magno 
für Roldan eintritt. — 15 ff. die Namenreihe gekürzt und 
frei 18 2)ur. nach abgebr. 25rauM[mart|. 

In spanischen Bereich weist wohl auch folgendes Bruch- 
stück, gekritzelt auf einem Zettelchen, dessen Rückseite eine 
Pariser Dinerrechnung enthält. 

%\\ ber ftiraje ftiü $u beten 

§aud)te [über nichtgestr. ©ab] fte eö in bie [über ber 

leifen] fiuft . 
^piöfclid) auf [über toirdj] ber Orgel flöten 
8a)oIl [über doa] ber £armonteen Sturm. 

B ©ab fte eö ber milben [über füllen | Sampe 
©leid) ba3 &au§ in flammen ft ll »b 
©ab fie eö bem ftiUen %eid)t 
2Boge er auf SSoge fd)lmi 



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- 163 — 



(Einmal legte fle bas JMeinob 

[erst legte fte e§ nieber geändert legt' it)t $fanb fie n.] 
10 $n bas [aus bem] 9ieft ber Xaubenbrut 

^löfclid) raufet (über fcfnuangl ein ftol^er 2lbler 
i}(uö bem «Steige [über Sanm ftaV| in bie Suft 

tiinftenä fjat fte eö vertrauet 
(Jinem Säumten jart unb jung 
ir» Magert [V| fia) bann jum Sdtane [*?] 
.... ©dummen fu$r 

311$ .. . fte ermatte 
2öela) ein Jöunber warb ifjr funb 
2toU oon 3Hüten ftanb bas 93äumd)en 
•20 SBoIb aud) doII von golbner ^rua)t. 

1811. 

S. 419. Cfarnlte. H ftreit. b. 22. SHärj fvfi| (Tagb. 
(Sfjarabe auf SRofa SJtaria. 21. ©efpräa) |rait Mayer und Schwabl 
oon 3iätf)feln u. bgl.). — i an nach mit « aus So retten 
©rbenglanj 9 Ä. nach S| litten? oten?] 10 3- «• aus ä«gt. 

S. 420. ^öaüonna fceUa §eMa. // Samft. b. 30. SWärj 
5l>ormitt. A Mayer 1 , 177 Brief beilage vom 5. April. — 

2 33alb über (Dft ff 3 93alb über nichtgestr. Unb // 5 £aä 
über €s (so ä) // 8 <Sa)rörfgeftalt // 13 b. Ä. U. aus un* 
fajttlbge Äinbtyeü (so /*) /T. 

S. 420. ftofärlfl. // donnerst, b. 4. [Tagbuch : 3.] 
2(pril. 9(ad)ts\~ Ist vielleicht Kresbuch bei Tübingen ge- 
raeint? — ^nfajrift nach Das Kirfajlein|. 

S. 421. öponifrfje £tet>fr 18. 19. Juli. S. o. S. 153. — 
1, 1-1 neben (Eh. hör ich Diele [über immerj fcfy. III. D., <S. ! 
worauf, aber umgeziffert, 4 und 3 gestr. folgen h 1 im. 3*. 
über pflegen fte $u h l — 3, i ®ottes ö. h 1 u tonnt' h x 
7 20. nach IDafu-lid? h l 10 n>. nach fl[agteft] h*. 

S. 422. gie fio&eit. // ^reit. b. 28. 2tug. SSorm. (Titel 
aus Versehen schon o. auf leerer 8. vor t Königssohn' vom Juli). 
Tagb. . . nad) %been oom uorigen Slbenb. — i aus SBie lieblid) 
fl. beine g. 2. 2 aus 2U$ mir alö fpielten bei ber Sinbe! 

3 über Va$ ich an ifntcn bid> erfyafd} 1 unb biube s vox über 
ob <; über Permobft bn fte 311 orbnenbem <5ewinbe 7 über 
CUingft (prangen fte binrollcub in bic IPtnbc 8 aus 3a) fanf 
ättrücf, mein Dbem wollte ft. unb bie über meine 9 U. — auf 
über ZTutt battbeft meine (Trcne bn für 10 fraft über "Da fa). 
über Sorten 11 nun bie über meine u über 2lus beinen 
Sorten flcdjt* \<b felbft 5. 



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- 164 



S. 422. pe neue fcljetie. H 9fad) einer altern $bee [Vgl. 
Tagbuch. S. u. zum .Hermann v. Sachsenheim' 1809) ebb. 
[d. h. wie ,Zwo Jungfraun' 28. Aug.] itormitt. 7. Sept. an 
Kerner (1, 23<>. 240.) -lg.- mtd) wiederhergestellt unter 
Ihm* beine flirte »erb 1 tef? erft a aus fd)ieneft «; gelöfte über 
bie rollen. 

S. 423. Die Sdjiffenbe. // b. 28. «ug. ^ac^mitt. naaj 
einer früheren $bee. (Vgl. Tagb. 9Jad)mtttagö bie Crtaue: X. 
Sd). gleidjfallö nad> einer älteren $bee, rooju id) burd) ein Oe= 
bidjt in ben 9tomantifd)en Kälbern von Sdjiifc ueraulajjt rcorben 
mar. t Romantische Wälder vom Verfasser des Lacrimas 1 — 
Wilhelm v. Schütz — Berlin 1808. Gemeint ist wohl die 
Stelle S. 194 „Wer steht im weissen Kleide drin so lichte? 
Wer hält das goldne Ruder in den Händen ?" u. s. w. vgl. 
auch S. 181.) — » b. aus oon bort. 

S. 423. ©roft. // Sienft. b 3. Sept. SSormitt. nad) einer 
früfjern 3bee. — Sroft vor in Der ,\\une (wie im Tagbuch ver- 
merkt ist). ;> aus fei)' m aus golbne <yma)t Ijeru. m DJionb' — tr. 
über merjr uuo mehr fid? (Eacjc reibu 311 (Tagen ftetö über 
mehr 12 aus tmeberfefyen 13 aus ©0 efjer Dann mir fr. iu. fagen. 

S. 424. ginbljeiiuer. // SKittro. b. 4. Sept. 3*orm. in 
zwei Reihen geschrieben. Vgl. Tagb. 23. Äug. ^bee ju einer 
Segenbe oon Räubern, bie an einer Capelle bauten unb baburd) 
befefjrt mürben. 5. Sept. £ie 5JaHabe Sinbfjetmer nad) einer 
Sage non (Salm, bie mir Merner erjäl)lt, gebidjtet. Vgl. Briefw. 1. 
237. 240 Sd)ret6e mir bod), roie ber SHäuber t)iefe, ber ben 
Stein JU ber (Salroer Capelle h>rgefd)leppt! $a id) feinen Tanten 
nta)t mel)r mufcte, Ijabe id) inbejj einen beliebigen gefefct (7. Sept.). 
— Kerner: „Wie eigentlich der Räuber hiess, weiss ich 
nicht, da mir die Möglichkeit einer solchen Sage im Hinauf- 
steigen auf die Calwersteige an den grossen Steinen vorüber 
damals nur so einfiel" (20. Sept.). 

S. 425. Verborgenes gel*. II 9)tont. b. 23. Sept. «orm. 
Tagb. 22. 3m SBalbe trafen mir ein Weib , lueldje auf unfre 
ftrage: warum fie beim biefen unaeiuölmlidjen ^albroeg nad) 
£ir|d)au madjeV antmortete: fte möge nidjt gef)en, roo anbre 
^eute gel)en, wegen if)rer groffen Seiben, it>v Wann Ijabe fie »er* 
laffen. 23. $as Sieb: 3m 21*. 10. m. £. gemad)t — Dar- 
unter fein mit Blei gestrichen: 

riebt er in IhuiFelbeit 
au Fübler lUaloesftclle 
(Enrfprtngen eine (Quelle, 
Das in mein Cbräuenleiö. 

S. 426. fDer ÄÖpfer (bei Heilbronn). // nur Überschrift 
auf sonst leerer S. mit Datum ftetlbr. Sonnt, b. 13. Cft. früfj. 



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— 165 — 



Tagbuch 12. : Spajiergang mit SRaner in bao bunfle ©albtfjat 
Jtöpfer auf Seranfaffung ftaberö, ber ein ©ebia^t von mir bari 
über »erlangte; artige 2lnlagen bafelbft. 13.: ^n ber %t&fp 
ftegen u. SBinb, baburcb, oeranlafjteö ©ebiajt auf ben £. Mayer 1, 
194 datirtes Sendeblatt. 

S. 426. f er |Tx>öriArufr. H mtt\x>. b. 13. 9Zoo. Sßorm. 
(vgl. Tagbuch), h an Kerner 23. November (1, 249; vgl. 
zum Motiv S. 233. Der .Vogelsteller im Märchen golde- 
ner'.): Xu fommft mir mit bem neuen 2ümanaa) roie ein 95ogeI= 
fteUer cor, ber auf 2Jögel pafet; das Gedicht folgt ohne Uber- 
schrift. Zuerst mitgetheilt von Ernst Müller, Beilage zur 
Allg. Zeitung 1897 Nr. 149 vom 8. Juli. — is fömmt 7t. 

S. 427. ftr gmitenfpieUr. // ebb. [wie Einkehr »ei 
einem Sirtfje vom 20. November] SBorm. 

S. 428. fUrners (Bülöener. H Sonnt, b. 22. $ec. früb, 
im Steinladjtfjal auf bem Söeege naa) Kottweil. Tagbuch früh- 
morgens SRegen; im St. baä Sob von Mernerd ©olbener in 
3Serfe gebraut. Vgl. 5. Sept. Äernerö fnmmlif cfjeö , golbene3 
aJiäfjrajen, bas ganj ©olbglam ift, gelefen. Söenn mia) etroas 
rea)t entjüdt, ob eo gleia) an fia) nidjt von ber rüfjrenben 2(rt 
ift, fo pflegt eö mia) Sfjränen ju foften, fo aud) f)ier . . . «Spanier* 
gang bte in bie s Jtocb,t, ©ebanfe an .HernerS SNäfjrdjen, man foll 
es an einem trüben 21benb lefen, bamit e8 ben golbenen Slbenbs 
glanj erfefce. An Kerner 7. Sept. (1, 235) 3£ie foU idj bir 
genug banfen für bein f)immttfd)e3, golbenes SHäfnrajen, baä fo 
gan3 ©olbg!an3 ift! Tlan follte e3 an trüben Slbenben lefen, um 
ben golbnen Stbeubglanj baburd) ju erfefcen. — i g. Saj. über 
2lbcuikjolo. 

S. 428. Häriitltdie §timme. H mtiw. b. 25. $ec. SBorm. 
(Tagbuch: naa) einer 2tnefbote.) 

S. 428. f fr öriittcc. H 3amft. b. 28. 2>ec. 9?aa)t3. 

Tagbuch: 25. Febr. ©nttourf bes ©ebidjteä oom ©rafen 
Reinritt) (nicht etwa nach den am 21. gelesenen .Wunder- 
lichen Tode8vorboten' von Stockhausen, der Quelle des ,Rech- 
bergers'). h ein Doppelquart ©raf ioeinria). bietet Frag- 
mente des Anfangs und zwei Schlussstrophen: 

S. 1 ©raf öeinria) tfjät in ^ugenbtagen 
Sie flaren 2lugen nieberf ablagen, 
Sie ootten blonben Soden mallten 
Um eine ötirne oofl oon galten. [Spatium.] 
2la) ift mir fdjon in jungen Xagen 
SeS Sebenö »ürbe faum }U tragen. [Spatium. S. 2 leer]. 

Bl. 2 u. Tie Sonne liegt oon 9to$t umfangen, 
93eoor fie oöHig aufgegangen. 



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— 160 — 



2)em lobten ruf>t [über licat| bao Sdjroerb jur Seite 
SBeoor eä noa) [über rfodj] gebüßt im «Streite, 
3lm ftarren Ringer pngt ber SRtng 
2>en feiner Jungfrau £>anb empfieng. 

So ift bem (trafen eö ergangen, 

2>er naa) bem £obe trug Verlangen 

2)rum rooHe 3«*>« %ob unb Seben 

3n ©ottes Söitten [über ftänbe] ftiU ergeben 

Unb gleia) ber ßilie ftiU aufgeben 

$oriblül)en, weifen unb oerroefjen! 

22. März Stimmung *ur «jioefie: 2)er, ber feine ©eliebte 
»erhielt ic. 8. April ^bee ju einem ©ebidjt oon einer Siebe, 
roeldje ptte werben fönnen vgl. 9. 33eruf)igung u. Sid)erf)eit 
beä Siebenben in Ungunft u. £be ber 3^* & urcl ) ben (SJebanfen, 
bafe ein $erj ifjrer gebenft. 2. Mai £errlicf)er ^aiabenb, Stegen* 
bogen von ber untergefjenben Sonne gebilbet, 9toa)iigallen, bar« 
aus ^bee ju einem C^eöicf)t. 25. Mai SCbenbd Spaziergang . . . 
rote ber .uvieg von SBartburg alo 93aHabe $u befwnbeln roare. 
12. Juli Qbee ju einem Sonette an ben Sdjattenfpieler 2ua)3 
(Kerner). 21. Sept. Xraum oon einem Oebidrte über einen ^äger, 
beffen §om bie 2Salbfcf>auer repräfentirt : ein Säger, füf>n unb 
balb, BftolfS [Ariost 15, 14 f. | §orn. 23. November $bee ju 
einer Stomanje oon bem 3lbterneft. 



1812. 

S. 430. #ebenblütf. H SRttiro. b. 5. $ebx. 2lb. (vgl. 
Tagbuch). Holland G* 2 1867. — 2 aus »tüten. 

S. 430. Rickele. Kerner hatte seine Braut R. Ehmann 
am 26. April 1807, U.s Geburtstag, auf der Achalra ge- 
funden. An ü. 8. Januar 1810 (1, 90) : Jch habe R. einen 
Ring machen lassen, innen mit den Worten : Liebe. Treue. 
Glauben. Auf dem Schilde steht: Achalm'. Unland an 
Rickele 3. März 1812 (1, 282): $te Slttjalm fef)e ia) täglia), 
fie fteljt nott) immer feft, balb in SEÖolfen, balb in Sonnenfajein ; 
es folgen die Verse mit dem Nachsatz 2)iefe SBaUabe fällt 
mir ein, roäljrenb td) an Sie fdjreibe, der im Tagbuch fehlt, 
wo U. die obigen Worte samint der Strophe eingetragen 
hat, und fingirt ist. 

S. 431. flöge. H SMttro. b. 4. SJiärä früfj (Tagbuch: 
burdj einen Xraum oeranlajjt. Noch in Gedanken an das ge- 
prüfte Rickele V). 

S. 431. Ctabfdjrift eines Dtrtjters. // ebb. [wie Ete linben 



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— 167 — 



i'üfte vom 21. März] 3>orm. — s m. über fafttl 3. 4 unter 
3fm trieb bas fdjöpferifdic Streben, Uo<b feinen (ßrabftein )n 
beleben. 

S. ^31. glitte. H ebb. [21. März] 93orm. Waa) einer 
bee r»on 1805. — 3. 4 unter Pod) richtet ihn auf freier Stelle, 
afi tfyn bie IttorgenrötV erteile. 

S. 432. § er falfrtje fMter. H 3Ront. b. 23-24. 9Jtär3 
nacf> einer frühem 3bee. (Tagbuch 23. SBteberauffaffung bee 
3lbee gu ber 9toman3e oon bem irrenben SRitter. Grübet Stbenb. 
3n ben Xannemoalb, babei 2tu$fü(jrung einiger ©tropfen baju. 
24. Seenbtgung ber gebauten Staate.) — 5 ö. bu über 3j* er 
« aus Sßergafi er n SJtale aus 2J?af)te störend 12 $. über £eibs 
32 aus Zitters 33 od)I. über (Srabe 

S. 433. fitetoerWärung. /f Sonnt, b. 4. Slpril. 2(b. 
(Tagbuch 5.) — Unter: 

23ett>erbuna,. 

Z>ort wohnt fie in bem fyobett Imus, 
<D waY idi Sturm unb Pounerbraus ! 
lue ITTauern müßten fer/ütteru, 
Die Stolpe müfitc gittern ! 

1 Sturm, unb 2Poa[enbrauö V] 2 2ßie über Wo\ bein über 
3l?r 4 !ö. 5. aus Seibe 3. (dies aus £eib' erj.) 

S. 433. Sonett. An August Mayer, den Bruder Karls, 
dessen Buch Briefe und Gedichte von ihm bietet, geb. in 
Heilbronn 16. October 1792, seit 1809 stud. jur. in Tübingen, 
1811 zum russischen Feldzug ausgehoben, vermisst seit dem 
Winter 1812. Mayer 1, 257 ein Brief U.s vom 16. Aug. 1812. 
Tagbuch 13. April Srief oon 21. SR., oeranlafit miä) 3U einem 
Sonett über bie Tübinger DJeuigfeiten, ba3 icfj auf bem Spazier- 
gang in ben £annenroalb mad)te. h undatirtes Octavbl. 

S. 434. £rt)u>ere träume. // 2Kont. b. 20. 9lpr. ftaajm. 
(Tagbuch 19. 9iad)tö Anregung ju einem ®ebia)te oon ber 
SBUbfjeit be3 Söalbeö, s. aber l Jägerlied\ Vgl. Dantes Ein- 
gang.) 

S. 434. Aus dem pffnijenbuiij oe$ Königs non f nmkreirij. 

Diese Bruchstücke dem Text zu entziehen, schien un- 
statthaft. Hier soll nun alles erledigt werden, was an Nach- 
richten, Skizzen und Ausführungen zu einer selbständigen 
Sammlung altfranzösischer Dichtungen auf uns ge- 
kommen und von mir in dem Aufsatz t Uhlands Märchen- 
buch des Königs von Frankreich' (Sitzungsberichte der König- 
lich preussischen Akademie der Wissenschaften zu Berlin 45, 
955 ff. Separat ausgegeben 1897) untersucht worden ist. 

Der Tübinger Sammelband enthält ohne Überschriften 



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• . * 



— 168 — 

und sonstige Bezeichnung, auch nicht in Einer Folge: die 
Geschichte Karls und Hugs auf einem Foliobogen, die Ein- 
leitung 3 m tyolben SJtai auf S. 3 f. desselben Doppelquart, 
dessen Anfang die Stanzen 3luf feinem alten ftiHen SBalbcaftette 
bietet ; da« Stück .Richard und Bernard' th. auf einem 
Quartbl., th. auf einem Doppeloctav, dessen S. 3 und 4 kurze 
Notizen aus Wace (wie Scf)lacf>t. SaiHefer. SRolanbslteb) ent- 
halten , wie das Blatt .Richard und Gonnor' schon durch 
kleine Rechnungen in französischer Münze für Paris ge- 
sichert wird ; u. B. w. Quartblätter. Die Skizzen sind z. Th. 
schwer zu entziffern und manchmal interpunctionslos. 

Tagbuch 17. Nov. lsio 33eftimmtere Sluffaffung ber %em 
benj meiner Sammlung altfranaöfifajer ^oeften: banpnädilidj 
Sage, §elbenfage, 9tationalfage, lebenbige Stimme, mit §intan* 
fefcung beo fünftlidjen, bürgerlichen :c. Vgl. an Fouque 22. Oct. 
(Leben S. 69), 19. Dec. (Briefe an . . Fouque 1848 S. 496); 
an Kerner 18. Oct. (1, 148 eine Sammlung altfran$öftfa)er, 
etroa aua) fnanifdjer, 3)ia)tungen). 

Ein vorläufiges Register, nach dem 21. Oct. und sehr 
wahrscheinlich vor dem 17. Nov. geschrieben, steht auf der 
Rückseite des Blattes .Richard und Gonnor' ; ich beziffere es. 

I. £icöfr uni> ftoman;cn. 

1. Äcrniosf oc^ter. 

2. 3Bityefm. 

3. tiuriant. 

4. iLie&cr. 

IL pormänmfrtjf funbfn. $obfrt. 

III. HJeltlicljc ©rjäljlungcn. 

1. 3>a* Bünte Iffero. 

2. 3>er Schatten unb 6er King. 

3. Vitgefm von Ünqtanb. 

4. 3>er uerRauffe Ratten. 

IV. Regenten. 

1. $t "ißic^efs &ir$c. 

2. 3>a$ 3le(t Ußarias. 

V. §tttijnfdje §tüthr. 

1. Li Riote du Monde. 

2. ^Uerfc^tc&enc Örnnfhibungcn. 

I, 1 8. o. — I, 2 laut Tagb. 3. Aug. die 9iomanje von 
Guillaume au court nes aus dem .Roman de la Violette ou 



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— lt>9 — 



de Gerard de Nevers' (ed. Michel 1834 S. 73), den U. am 
21. Sept. in Stanzen zu bearbeiten dachte. — 1, 8. Tagb. 18. Oct. 
3lbenbs Überfefcung ber Sftomanae: Sd)ön ©uriant (6 Verse von 
der biele Euriaus' im .Roman de la Violette 1 S. 114). — 
I, 4. Tagb. 5. Nov. Überfefcung bes f leinen Siebes: Or la 
voi etc. (8. den Refrain bei Bartsch, Altfranzösische Romanzen 
u. Pastourellen 2, 57). 

11. .Normannische Kunden'. S. o. .Graf Richard Ohne- 
furcht'. Dazu Tagb. 13. Oct, $bee ju einer föomanje aus beut 
franiöfijrfjen SJolfSroman Richard sans peur, nemlicf) aus ber 
©teile üon bem Sdjiff&ruaV, nicht weiter zu belegen. 21. Oct. 
angefangene Überfefcung ber [ÄunbeJ »on ÖJonnot aus Wace, 
Roman de Rou (ed. Andresen 2, 38. 53; Pluquet 1, 276. 292): 

£>err 9tid)arb lebte lange $e'\t 

SJlit (Üonnor, fetner frönen 3)iaib; 

Sie war aus ebler Sänen SBlut, 

2(m £<cibe bolb, an Sitten gut. 
s 2luf . . . 

Sie in i&n brangen mandjes mal, 

Diafjm 9ltd>arb ®onnor jum ©emahl. 

Unb als er nun [bei | ©onnor lag 

Sie 9tod>t nach if>rem .§ocf)5eittag, 
io Sie roanbte ifn*em £erm ben dürfen 

Unb tt)ät if|n mit ber Schulter brüefen. 

2BaS maebft bu, fpraa) er, mein (yemafil? 

Xu lagft bei mir fo manches mal, 

Socb niemals alfo r baten bu: 
ir> $u feljrteft baS ©efiebt mir ut. — 

$orbem mar biefes Sager euer, 

üßun ift es mein; als es mar euer, 

Sa tonnt' ia) niemals fia^er liegen, 

%f)at nie nadj eigenem Vergnügen. 
2o SRun lieg' ia) hier an ficfjrem Crte. 

Sie manbte fid) auf biefe äBorte: 

SaS 2lntlifc festen fie fia) *u 

Unb labten ütel in füffer Stüh. 



2 feiner undeutlich, einet? r , abgebr., man ergänze: auf Bitten der 
Priester und Wunsch der Barone 8 Unb über %ii nun ? Spatium für 
bei oder (ohne Unb) neben unter ., die blossen Reünworte leflte pfleßte 
io tnanbte gestrichen, darüber Unleserliches i 3 matttft über ba)1 J8 . n un- 
deutlich; Vorlage ( Ce en arier fut le list uostre, Mais ore est il mien 
e uostre', weshalb ich in n nicht mir, sondern mein lese a. R. die Reim- 
worte euer toar und oftn ©efabr 19 IM scheint gestrichen ohne Ersatz 
10 tieft' nach bin 31 auf — Sö. neben nk-htgestr. bei 'nach tuis?] biefem 8B. 
25 neben nichtgestr. Sie f. bas Oieftcnt n* ju. 



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170 — 



Tagb. 8. Nov. Überlegung bet 2ten normännifdjen 3age 
com 3Heifter Sernatb. Seine Begegnung mit Richard IL, dein 
Sohn des Ohnefurcht und Gonnors, 8. t Homan de Rou' An- 
dresen 2, 109; Pluquet 1, 358. 

2ton 3üa)arb3 9JUlb' unb Öütigfeit 

(Erfcboll bie ganje Cihriftenhett. 

3ur felben 3eit roar ein Sombarb, 

2)er SWeifter SBernbarb toohlgelabrt ; 
5 Gr bielt iool Schule ba unb borten, 

•Man fpraa) oon ihm an allen Crten ; 

£er hätte gerne felbft erprobt, 

Db SUdjarb man mit 9iea)t gelobt, 

$rum fam er au$ ber Sombarbie 
10 v Jiaa) ÜKouen in ber 9tormanbte. 

Sei einem Bürger er einfette, 

2)er Bürger ü)n naa) Kräften ebrte. 

•Jüm fie iinuidit bas 3Raf)l beenbet, 

35er 9JZeifter fia) 311m 5fi5irtl)e roenbet: 
15 §err SBtrtf)! ben fterjog n>ünfa)t' tcb fein; 

3u fprecben, wenn eS möglia) roar'. 

§a) jeigt' ihm ein Slnliegen gerne, 

Trum iaj gefommen auö ber fterne. 

£raun! fpraa) ber SBirth, cd fegtet roeit, 
20 2)afj ihr ihn fpred)en bürft jur &it\ 

3a) glaube nicf>t, bafc »or adjt Sagen 

3f>r ihm ein äßörtlein fönnet fagen. 

©r rootynt im Ijoljen Sturme bort, 

Serläfjt nidjt Xag noa) 9faa)t$ ben Drt; 
25 9?iemanb befteigt be3 Xburmeö ©tufen, 

3Benn er nidjt namentlich, berufen, 

£eim er labet f)ief)er gefamte 

Sßiocomte, Pfleger unb Beamte, 

3Bo 3 e 9K$ c * natt ) fetner $flia)t 
so 3^n Segnung ftellet unb 93erict)t. 

9iad) 2ifa)e pflegt ber Äurjioeil wegen 

@r an ein ftenfter fia) ju legen, 

Xai) 2(usfia)t hat ber <3eine ju, 

Xa f>ält er eine ©tunbe 3iul/, 



,. 9 , g — ii, 23—2« auch auf dem die Verse 4 , ff. enthaltenden 3H. (ä^) 
, ©üt unb 2ttübigreit A2 , 0 bie ,, einlebrt tf ,0 35. 18. bielt ben Reiftet 
roertb h' 1 4 ans SBernart 13 ju na(6t nach bas 21bent>mabl 14 35er nach 
8m 04 91a<bt A2 äs- 26 Unb Wiemanb barf ben 3:burm betreten SBenn [so] er 
ut<&t felber lägt erbeten A J 2 « b - aus klber bftb. gg Söo über Per ? 3t 35a 
aus 3)ort 68« nach fd>[lummert? Iaht] 



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— 171 - 



35 SJefcbauet bort baö Ut>albreoier, 
2>en Sanbel auf ber Srüde hier . . . 

2)oo) rooüt' er lieber 3cbläg empfangen 
2118 nid)t gutn §erjog hingelangen . . . 

33i$ fte ber bittre Job gefdjieben, 
•lo 3)er manche Siebe trennt hjenieben. 

Hu (£r)iesreborf, als frülj am Sag 

£er .perjog einSmals betenb lag, 

£a fab ib,n Sernarb, trat t>eran, 

Semütfuglid) er fo begann: 
45 3Rein fcerr! id) liebt' eud) treu unb bieöer 

Unb ibr habt mia) geehrt binnrieber, 

2>rum rooUt mir eine SBitt' erfüllen 

2lus Shriftenlieb' um ©otteo bitten. 

2)er §"509 fprad): eö feo gemährt! 
50 yiun Öruber, fagt, roaö \f)x begehrt '< 

£err, fprad) Vernarb unb meinte febr, 

§d) will @ud) fagen meinen SJege^r. 

9ln biefer (Stelle, roo ifjr betet, 

3u ©ott fo oft mit Snbrunft tretet, 
55 33eftattet mid) in fuhler Grbe; 

2lm britten Jag id) fterben merbe: 

2>enn roerb' id) bort $u liegen fommen, 

®ö bürfte meiner Seele frommen. 

2)er .^erjog fpraa) nun: ^reunb! eo feie! 
öo 9bn britten Jage ftarb ber Xreue, 

2)en Seib begrub man an ber (Statt, 

2)te er 00m §errn erbeten l)att'. 

ÄoBerf. Tagb. 27. Sept. ©rfaufung bes $üon unb Robert 
le S)iable. 28. ©ebanfe, ben Robert metrifd) $u bearbeiten. An 
Kerner 18. Dec. (Briefw. 1, 148) Slngefangen f>ab' id) bie ©e? 
arbeitung (im 33aHabenton) eines norbfranäöfifd)en SBolfäromanä : 
La terrible et öpouvantable vie de Robert le Diable. Nicht 
das Epos, sondern das Prosabüchlein lag ihm vor (vgl. 



35 ba§ aus ben 37. auf der Rückseite u., entsprechend V. * m f. 
des Originals. Nach einem Spatiuin 39 . 4ft : V. 2105 *. ; dies auch auf 
der sonst leeren Rucks. M (Siebe unter ,-jreunbe) 41 C£b. unleserlich, 
nach dem Original, s. die Lesarten Andresens. unter t ., SHedbt (?) ab- 
gebrochen und Spatium. 47 2>r. über 48 ÄttS nach um «Sott 6t)t. 
nach mUb 5 n f- nach fprcdjt 5t io — 3nbr. unter mit bcifjem XlebVii 
Spatium 57 Stenn vor llnb würb ' ( 5S aus (H wäre m. SeeV nicht cor- 
rigirt] ju $r. 59 £. — mm über ©ruf i>crfefttc. 



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— 172 — 



Schriften 7, 656 ff.). Er trat den Stoff schliesslich G. Schwab 
ab für dessen Romanzencyclus 1820. Von U. besitzen wir 
nur das kleine Tübinger Bruchstück : 

3« Siemen warb ein Äinb geboren, 
Xcx Seit jum SBunber auserforen, 
£eo HinbeS SSater, £err Hubert, 
ä£ar ber Normannen Verjag wvtl), 
A-rau ^ba f)icj$ bie 9Jhitter gut, 
£ie 3'ürfttn non Burgunbenblut. 

III, 1. 3>a$ bunte 3?fer&. Gemeint ist der grosse 4 Lai 
du vair palefroi' bei ßarbazan u. Meon, Fabliaux et Contes 
1808 I, 164 ff., die ü., wie es scheint, am 3. Nov. 1810 zu- 
erst vornahm. Tagb. 1. Juni 1811 2lbenb§ bie Fabliaux . . »on 
i£a)iibnrt erhalten; babura) (rrroetfung jur Sßoefie auö ber bis* 
Irrigen Weberge|a)lagen()ett ; $lan, an bie Grilling Du vair 
Palefroy bie übrigen onjufnüpfen ; Stuffaffung ber 3bee beö 
SQBunberpferbeÖ. 15. Nov. 1814 ^bee 3n Bearbeitung ber Gr; 
ääf)lung du v. p. in BaHaben, gemachter Slnfang. 16. 2ln ben 
SHomanjen Dom bunten $ferb gearbeitet. 25te 3 wc ^9 nun 9 biefer 
91. an Jouque gemalt. 17. 2(n ben 3t. gearbeitet. 22. Febr. 
1817 5 U ciner bramatifajen Bearbeitung ber @r$äf)lung 

oom bunten ^ferbe. 

III, 2. 3)er Schaffen unb 6er 3lina,. Copie aus einer den 
t Roman de la Violette' enthaltenden Sammelhs. im Nach- 
lass: k Li lais de lombre et de laniel' (ed. Michel, Lais in- 
edits 1836 S. 39 ff.). 

III, 3. IBif^efm von Gmofon&. Vgl. Schriften 4, 349 ; ed. 
Michel. Chroniques anglonormandes 1840 III, 39 ff. 

III, 4. Per verftauffe Scbatfcn. Tagb. 16. Juni 1810 2tuf 
ber Bibliotfjef 2lbfa)rift beö 9)järct>en3 vom nerfauften Schatten. 
Prosaerzählung im hsl. s Livre de Cassiodorus', gedruckt in 
Kellers Einleitung zum .Roman des sept sages' S. LXXIII ff. 

IV, Jtegetttat. S. oben. Tagbuch S. 25 , 22. October. 

V, 1. Abschrift der Prosa 4 Chi commenche Ii Riote 
del monde' aus der zu III, 2 erwähnten Sammelhs. (woher 
noch Uhlands Copie des wohl auch zur Bearbeitung aus- 
ersehenen Gedichtes k Dou capiel ä VII flours' stammt); ed. 
Michel 1834. — V, 2 ist unklar. 

So weit jenes Register. — 

Nach Paris (s. 6. Nov.) fällt die Arbeit am Fabliau t Ci 
commence de Florance et de Blanche Flor, alias, 
Jugement d'amour' (Barbazan-Meon 4, 355 ff.; nacherzählt 
Schriften 3, 412 f. und — 5. Mai 1831 — im Stilisticum bei 
Gelegenheit eines Fallatischen Aufsatzes über die Minnehöfe : 
Holland, Zu L. U.s Gedächtnis 1886 S. 51 f.): 



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- 173 - 



2(u einem ^rül)(ingSmorgen wallten 

3wei gimgfraun, liebliche ©eftalten, 

Um ihrer SRaiettCttfl 31t märten, 

3n einem monniglid)en ©arten. 

Sie rcaren beibe hoajgemutl), 
5 9(n Scfyönfyeit gleid) unb eblem 33lut, 

W\t gleiten SÄäntetn angetfjan, 

Sie oon wei fteen fie empfa^n. 

Sie ftnb aus ffioHe nidjt geiooben 
10 9iod) anbrem ^rbifdyen unb groben, 

2lu<3 grieblüttj' bte 3ettellagen, 

5Diit ÜJtnienrofen eingetragen; 

8<m aarter l'iebe finb bte Säume, 

3um ^utter bienen SJJorgenträume, 
i*> 3(ud) affeö roof)! genäht unb fein 

9Hit bem ®efang ber Söögelein. 

Sa lag ein S§al, ba manb ein SBarfj 
Surd/bie ©ebüfcbe ftcb. gemaa), 
Ser if>r ©efidjt 311 flauen bot, 
20 5l?on Siiebe roedjfelnb bleich unb rott) . . . 

2Bir muffen nur 31t mobd uns hüten, 
Safj nie mir 311 Spott uns bieten. 
So lang ber Saum bas Sauft behält, 
3ft er gefugt oon aller ffleft, 
2.-» Soch wenn bie Ölätter abgefallen, 
2Birb er gering gefchäfet oon 2tUen. 

k Roland und Alda', erst in Schwaben ausgearbeitet, s. 0. ; 
auch von der Absicht, t Graf Eberhards Weissdorn' als Pro- 
log der Sammlung zu benutzen, war die Rede. Im Jan. 
1811 fordert J. Bekker ungeduldig den Decamerone', 
und U. erläutert diese mitgetheilten Worte dahin (an Mayer 
21. Jan. 1, 215): Unter bem X. meint er bie ^Bearbeitung wer* 
fajiebener altfranjöftfajer ©rsätjlungen, roelche ict) ehemals im 
Sinne hatte. 



1 grütjüiifls (q mit St-hnorkelt über fommer 2 3. nach Maiich 
8 . 4 umgeziffert 4 aus einen w. über blumenreichen , 'dies nach «Seinen 
wonniglich 7 gl. getilgt und wiederhergestellt ang. nach bie v on ■ $ie 
vor So b\c .j aus Gr mar aus $9. n. g.. dies erst geändert in *ilu§ 8Ü. 
ftnb ftt l0 3rb. undeutlich, die Stelle ist frei bebandelt |«&. ). ü.d.Z ] 
2. f. [nach ringsum ? rings über waren bann^ bic darüber jarten] S. (< aus 
bttnten b^olbe Xräume nach i6 Spatium n ba nach mit einem m. über 
flofc 21- 22 unten nach grösserem Spatium. 23 — 31 0. r.; im Original V. 
40— r,4 21 aus Söir bauen uns gar mobl )u aus Versehen nicht in un8 
corrigirt] b\ 22 niemal? 8 >i gei. u. über beliebt bei 



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— 174 - 



Tagb. 4. Juni 1811 21 ue an in unb 9i t c o leite ic. ges 
lefen. ^bee für Beränberung beö 3a)luffe$ biefer Grilling 
(Barbazan-Meon l, 580 ff. Prosa mit Versen untermischt: 
vgl. Schriften 4, 369). 19. Juni Bon 2(. u. 9?. einen Xbeil 
ülerfe^t. 9. Mai 1812 Slngefangene Bearbeitung oon 21. u. 31. 
(12. 16. Mai). 

4. Juni ^bfic&t am folgenben Sage bie Bearbeitung ber 
®ebid)te in ctangen anzufangen. 5. 2lnfang ber gebauten Be* 
arbeitung burd) 6 ©tanjett gemalt. Von diesem Rahmen 
sind 5 Ottaverirae vorhanden , die wegen der wiederholten 
Umformung der letzten wohl für 0 gelten können. 

2(uf feinem alten füllen SPalbcaftelle 
(Defiel beut ©rafen £eon cö mm beften, 
Xa lebt' er in bem Umfreis feiner äfcälle, 
Bon ^etnben ungefäbrbet loie oon ©äften. 
5 Xie fcf>Öne £od)ter bielt er in ber 3 eu *e, 
-Tie reiajen Sdjäfce roahrt' er in ben Häften; 
$oä) einmal plöfelid) in ber ßeit ber 9tofen 
Grfa^oH auf biefer Burg ein feftlia) lofen. 

2>a3 Ijolbe Jbdjterlein, roer fonnt' eo hoffen! 

10 3ie trat beroor in bräutltd) fefimuefem Äranje; 
£ie alten $f|ore ftanben rotrtljltcb offen, 
Unb ©äfte aogen ein mit reifem ©lanje, 
$ie beften Sänger waren eingetroffen, 
(belöge raedifelten mit Spiet unb ianje. 

ir. 9iur füfyne SUtterübung liefe man fahren, 
Sieroeil ber Bräutigam fd)on grau oon paaren. 

Sdjon um $u feEjn bas un6efannte .v>auö, 
(srfajienen mana)e bei ber $oä)jeit ^eier, 
Born 2>ad) mm Äeller forfdjten fie es aus, 
20 Umftreiften eö auf Sßällen unb Gemäuer; 
3u jebem ftenfter rotnfte roer berauö, 
Born böajften Shurme roebteu liajte Sajleier. 
@ar lieblid) roar bie alte Burg ju fdjauen, 
Betränkt mit flogen Gittern, idjmutfen grauen. 



i a. ft. aus ottergtautn ? 2 neben Seit Dielen fahren »nbefudjt [Don] 
Reiften (darunter Reiinwort beften) r 35ie &o<b fdjöne [gestr., wiederher- 
gestellt] t)ifü r gestr. , wiedergestellt über wahrt'] tr in t>fr [darüber 
ftiücnj 3 9 bolbt über ftböne )2 Unb über Die ]r , Übung über fpiele 
18 ßr. — unter fchr hri Jahren K aus 9lur um baö unb. ©ddofc ju 
idjautti icb,tn J{l Vom Puch jum Keller fie forfAtcn es oon D. ju K. forjd)ten 
fte eS au§ (so] 20 unter Somit 3tcl}en [so] oon allen feiten 3u umgehen Umfrr. 
aus Umgrbfn *», tv. tu. über iab ein ffiafl 2 » Kenten grauen lochen [so] 
darüber lidjte vor ireiffe {1} 98 I. nach fr»"tli<h. 



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_ 175 _ 



25 2(m Sdjloffe war ein SJBalb met)r als ein ®arten, 
@r ftunb gerab* in feinem roilbfien $lov, 
2)enn SJiemanb mar berufen it)n gu warten, 
Unb Säum' unb Slumen ftrebten frei empor 
3u großem Seib ber jungfräulichen garten, 

30 Sie alle SJiüt)' an fota)er Äraft nerlor. 
9|aSmin unb $ofen hatten fia) uerfajlungen, 
25?o alle 585gel burajeinanber fungen. 

(£inft nac^ Dem 3Rci^Ie fliegen graun unb fterrn 
3n biefeä ©artenS rubte Sämmrung nieber; 

X) (£3 lagert jebe$ fich im ®rafe gern, 

2lua) ftnb non SBänfen 3tefte t)in un *> wiebcr. 
2)as ©ine blicft in einer SBlume 6tern, 
2)aö 3(nbre laufajet auf ber SBÖget Sieber. 
<So rufrn fie ringö im Blatten alter Säume, 

40 Unb manche fcftlummern, Sitte aber träumen. 

5. Juni 1811 Nachmittags oeränberte 2lnftd)t u. gefaxter 
Sßlan, bie Bearbeitung in Jpanö 8achäifcfcen Herfen oor; 
zunehmen, rooburd) jugletcö bie normänniföen Äunben, bie oon 
JUorte je. t)tneinge3ogen u. baö OJanje getreuer mürbe. 

Der Eintrag vom 2. August. 1811 Überfefcung ber ©teile 
aus bem Sancelot betrifft keine dichterische, sondern eine 
wissenschaftliche Arbeit : Nachtrag ju ben dommentarien über 
bie Commedia divina non Sante, gedruckt in Rehfues' t Süd- 
deutschen Miscellen für Leben, Literatur und Kunst' Karls- 
ruhe 1811 (25. Dec.) 1, 413—415, wiederholt von Holland 
im Dante Jahrbuch 1. 119 ff. An Mayer 21. Jan. 1812 (1, 215) 



2; unter ßart an beut fctyoffe lag ein großer [ü. d.Z.] (Parten Spatinm 
cfs uh\t niemanb beftellct fie 311 warfen Unb Bäum' unb iMumen n>ucbfeu 
roilb heran Unb irjr dieser Anfang wie ©dang es schon vorher notirt t 
allein ber jugenblicrjen 5 lirr c« (Selang es nicht bie nnlbe Kraft 311 jtoingen 
9lm — ein über ßart an bem Scrjloffe u>ar ein großer 2 7 ü) n l fl e 2« f' r - nach 
truertfen 33—40 neben der Skizze Stunbe Ulan fetzte fich im Schatten tn 
bie Uunbe nieber Sieber Der anbre fab in eine öiume nieber Da ruhten 
fie im [aus Sie r. in bem] bämmerigen Kaum «EntfcHummert [unter 3m 
S rhlummer"; manche, 2llle boch im (Traum 2>a ruhten fie mit Seberj unb Siebe 
iäumenb ßinfdjlummernb manche Schon [unter Unb] ÜHanche jcblummernb, 
*21tle aber [über lieblich] träumenb 33 9)lale 34 aus 3n biefe lieblich fühlen 
[nicht ausgeschrieben] ©chatten lt. ©ämmruna. undeutlich 35 ©rafe un- 
deutlich 3 p, Slucb nach Doch «1 $a8 aus £cr unter 3 « So ruhen fie im 
Schotten?] Sie ruhn im Kreife [folgt ü. d. Z. ber ?| hoher Scbattcnbäume $er 
abgebr , dann nach Spatiuni isolirte ältere Skizze 35. ^ Hoch, ftehn pon 
ber [? nach flehn non [*] fmb non] hänfen Spuren hin unb miber [über in 
ben Säumen?] 2luch lagert jebes fich im (Frafe gern Spatiuni Der llnbre 
blieft in einer Zäunte Stern s. 0. Da ruhen fie, umbämmert von ben Säumen 
Unb Ulanche fchluntmern eigentlich fchlumnternb : , lie[blirb? UUc aber 
träumen. 39 aus Sie über So, ruhn im v , "her Unb ein unleserliches 
Wort getilgt. 



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176 — 



3>n ben fübb. 9)üsc. fteljt eine Überfefcung aus einem altfranjö; 
fifajen Äoman oon mir. Schon 1807 hatte er, seiner Fran- 
cesca-Tragödie halber, den in Paris weilenden Kölle gebeten : 
Wösten Sie mir aus bem Vornan Lancelot du Lac biejenige 
Stelle, wenn fie nia)t $u ferner . . abschreiben, welche bie Siebes^ 
erflärung jwiidjen Sancelot unb ©eneora enthält Sie Stelle 
worauf Sante im 5ten ©efang beö Inferno fta) bejie^t, wenn 
er ^rancesfa ba SRimino if)re unglücfliaje ©ei'ajiajte erjagen läfet. 
Nun 1811 erläutert er diese berühmte Erzählung, indem er 
die oerfüf)rerifd)e Stelle be3 9ittterbua)3 abkürzend aus dem 
von ihm 1810 in Paris excerpirten hsl. Prosaroman übersetzt. 

1*. Nov. 1812 fleuauf gefaxte 3bee jutn altf ranjöf ifajen 
Secameron, alö äljr enbu d) bes Äönigs oon 
^ranfreta) 9iaajmittagö angefangene Aufarbeitung. Sie ist 
aber leider nicht vollendet ; man ergänze die Blankverse 
S. 434 f. aus dein Brief an Fouque vom 20. November 
(Briefe ... an F. 1848 S. 499) : . . . 2lu3 allen ^rooin*en ftranf* 
reia) f)aben fiel) bitter unb ©amen, ©eiftliaje unb Sänger oer* 
fammelt. £er $öntg bebenft, wie er unter feinem Scepter fo 
oerfdjiebene SSolföftämme unb eben bamit ein bunteö SMäfjrajeni 
retd) ber manigfaltigften 9iationalmntf)en «ereinige. Um ftd) 
btefeö $ur lebenbigften Slnfajauung 311 bringen, forbert er bie 3ln« 
wefenben auf, SRäfu-djen ju etilen, unb jroar foflte ^eber eine 
feinem Stamme, fetner foeimat eigent§ümlid>e Slunbe Dortragen. 
So folgt nun eine Sieifje fränfifajer, normänmfdjer, bretagnifdjer, 
prouenjalifcffer, ga3cognifa)er u. a. <Srjäf)lungen unb SHomanjen, 
wela)e bura) angemeffene ©efprädje oerbunben werben. Gin 
Caplan beä ßönigS fa)reibt in ber itolge 2lHe3 jufammen in ein 
SBud) nieber, bas mit Silbern ausgefa^müctt, in ber Sdjafefammer 
311 jtrone unb ©cepter niebergelegt unb bas 2Räf>rdienbua) be3 
.ttönigö oon ^ranfreia) benannt wirb. 

16. November 1812 21 n beut 2«äf)rd)en uon&arl u. £ug 
oon (Sonftantinopel gearbeitet als an der ersten Erzählung; 
;iuf Grund des Prosa -Volksromanes 4 Gallien Restaure' (in 
Paris 16. Dec. 1810 gekauft, vgl. auch Tagb. 25. Dec. oor* 
treffliche ©rjäfjlung oon Äarl u. feinen ^airs am $ofe oon 
(Sonftantinopel ; genauer Auszug in den Schritten 7, 639 ff.) 
und mit z. Th. wörtlicher Benutzung seines danach schon 
am 20. Juli 1811 jn Hans Sachsischer Manier' begonnenen 
Dramas (Keller S. 313 ff.). 

S. 434. flrolog. 4 aus Ijatte man « nach SRaft Punct, 
also nicht zu 7 unter 7 Da fall mau cblc Kittcr, feböne v fraun 
£uftmaubcln ober in beu Sd>atteu rubtt 8 wol über fo 19 aus 
I. e. 9Jt. auä a. Srfjr. oor darunter Der Hitter unb bic 
Dame faffen Iwrdjenb 11 blätter wiederhergestellt unter feldje 
i>; aus aufgelöfet 1» nun. nach iftt u. hier 21 fene nur an- 



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- 177 - 



gedeutet fo 23 9i. über Kreis 28 Per (?) über 2)a auf b. 91. 
über in btc 23Iutncn 29 aus U. b. uerfammelten fta) um \i)n 
l)er 30 auf der nächsten (4.) S. oben — Keßt leer — wie 
fortgeschrieben, doch kaum unmittelbar an zusch Lessen : 

(Sin ja^mer SUtig gaudfelt 

Unb fpielte mäf)ra)enf)aft mit 9Henfa)enroort. 

S. 435. Karl und Hug. 3 langes nach altefS] 8 £>. 
über Reiben 11 allen nach nichtgestr. biefen über Karin uub 
15 roaf)r nach treu n> (? rote ? Ansatz zu unb V) unter 1*; 
Ulan fingt fic beim (Sclag unb in ber Schlacht 11 ans 6. [dar- 
über Die ift| ©. ift fic allen <2a)r. ih auö 3)ian fingt fie beim 
C^elag unb in ber @a)l- f* c nac ^ 9*ttl 21 f- über fag 1 22 aus 
$ie nur uerblümte, jarte 9lebe lieben (erst geändert Sie nur 
verblümter, äarter Siebe Ijolb) 23 31 m. über 2lndj fag id> 
24 fd)ufm nach fticfelu u. fohlen 25 b. über guter aus gelben« 
fajerj 32 9iein [undeutlich] — beb. nach einem trotz vereinter 
Mühe nicht zu entziffernden Wort u. ifjr Hebt ß könnte 
allenfalls fie liebte beissen] bas Streiten 36 aller ü. d. Z. 
37 unter Unb nufer Kaifer fprad>, wohlan! 3^? *! aDC lä'igft 
ein (ßeliibb gctfyau unter as ircuu id? pon bannen micbcrfct}rc 
C3cb 1 ich bem Kaifer Rüg bic (Ehre Da mill ich fetjn mit eignen 
fingen ' 39 für Das mill id? tf^tttt bem Rcrru 311 (Ehren 10 \d) 
über mir fetyre sollte ursprünglich teuren bedeuten n-m fast 
gleich Keller S. 314 f. 49 60 über Da 57 »orm über am 
73 aus Unb jebem gieng 77 Ijeifj wiederhergestellt unter fdireib 
92 aus »eruiertf). 9« ro. über mödjtet 102 fogl. nach gleidi 
unter 102 Durd? ber fjcHgcn Klfeinobe] abgebr. 103 aus auf= 
roärtg los aus ungemutf) 109 bl. Über mären 111 nach 
3dj 11« unter Da tarnen fic auf ein mc abgebr. Keller S. 316 
132. 133 a. R. über Uub tbät auf Kaifer Karls befragen (Sar 
böflidj feinen Staub anfagen neben Den ttyat Vtcvv Karl mit 
guten Sitten Um feinen Staub unb Hamen bitten um Keller 
S. 317 130. 137 lein über djeu 13« unter Die bort ben Finger 
5ieh.11 fn'nab 140 fetten nach 3[arten] filbern nach Ansatz zu 
fdjöncn ns aus 2)en b. cS 153 aus 2Bte. 

Das schwache im Tübinger Einzeldruck bei Schramm 
ausgegangene Gedicht t Dem Andenken unserer unvergess- 
1 ichen Friedrike Pfleiderer, gestorben den 22. August 
1812. Von Ihren Freundinnen' (,Die ernsten Glockenlaute') 
hat nichts mit U. zu thun, sondern den allzeit gerüsteten 
Casualdichter G. Schwab zum Verfasser. Tagbuch 22. August 
£ob ber ^fleiberer; 27. edjroaba ftebidjt auf ben Sob bttffifL 
An Mayer 10. September (1 , 256) (Sebiajtet tmbe id) fa)on 
lange ntd)t£ mefjr . . . Sdjroab l)at ein frfmneS (Mcbirfjt auf ben 

Umlaut», Öfbidjtr IL 12 



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178 — 



$ob ber ffifL gemadjt. Die von Luise Weisser gemachten An- 
gaben (Württemberg. Vierteljahrahefte 1887 S. 7), U. habe 
gleich nach dem Hinscheiden der Wilhelmine Gmelin auch 
das der Professorstochter F. P. zu besingen gehabt und von 
den Eltern schwarzseidene Strümpfe zum Dank erhalten, 
aber darauf erklärt, nun werde er nimmermehr einem solchen 
Auftrag folgen, sind also hinfällig. W. Gmelin starb schon 
1800; ihrem Andenken hat ja U. einen gedruckten Nachruf 
gewidmet. 

Tagbuch 25. Decembcr : 3Sormittag3 SN e u j a § r ö ro u n f o) 
für Suiödjen, d. h. das jüngere Tübinger Bäschen, die 
.solche ihr — und wohl auch Wilmele — vom Vetter ge- 
reimte Wünsche dem Vater zu Neujahr überreichte. Neun 
sind theils originaliter, theils abschriftlich im Nachlass der 
Frau Luise Leube- Weisser , Hollands und Kellers erhalten 
und — nach Proben in den Württemberg. Vierteljahrsheften 
1887 S. 9 und dem Euphorion 2, 127 — zu jener Stelle des 
Tagbuchs S. 102 f. zusammengestellt worden; alle undatirt, 
so dass die Reihenfolge nicht genauer zu bestimmen ist : 

1. Gin froj)e§ 9lug unb einen Äufc, 
2)en bring ta) fjeute bir jum ©rufe. 

2. 3Rcin 91. SB. ©. nur bring icf) f)ier, 
2)iadj Xu barauö ein 2i>ünf d)d)en Xxv. 

3. 3d) f)ab eö abgefeljn von Xu, 
ill'aö ia) 2Mr roünfaVn foll; 

35er $immel feu Xit, rote Xu mir, 
So mtlb, fo liebeooll! 

4. Xiv (jätf ia) gern an biefem borgen 
Xen fdjönften 2i>unfaj für'S %al)X geroeiljt, 
Xo<5) für mein 2)enFen unb mein Sorgen 
3ft noa) ein ^aljr ju lange geit. 

Xvum roünfd)' ia) nur, ber Gimmel rootle 
Xir fjeut' ben fronten £ag oerleifyn, 
Xod) jeben fünft'gen borgen foDe 
Sia) biefer treue Söunfa) erneun. 

5. Sie roanbr' ia) gut an Seiner Seite 
D SBater ! burä) beä Sebenö #lur ! 
Xu forgft, Xu blitfeft in bie gleite, 
3a) pflütf' am lUeege iölumen nur. 

X nun foff ' td) (jeut am ^a^ömorgen 
Xie $aterf)anb fo frofjgemutl). 
Xant X\x für Seine treuen Sorgen! 
D fürjre ferner nüa) fo gut! 
0. Xiv, SBater, fomm' id) fjeut entgegen 
9Wit äöünfd>en jierbeloS bod) roatjr: 



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179 — 



G$ fdjenfe £ir beä Rimmels ©eegcn 
£ie föönften ftreuben biefeö %at)xl 
Unb o ! rote tuürb' id)3 frol) erfennen, 
2Benn unter bem, roa§ 2)idj erfreut, 
©id) einft bie Siebe bürfte nennen, 
Sie 2>ir mein finblia) §erj geroeif)t! 

7. AÜr fo »iel Siebe, fo viel ®ütc 

tfann ia) nur fdnoadjen 25anf £ir roeiljn, 
2)oa) felbft ©ertngeg, baö ia) biete, 
9Jtag leicht 2)ein Söater^erj erfreun. 
25er Saum, ber fitt) oon grüdjten beuget, 
3ft nid)t allein be3 ©ärtnerö So()n, 
§l)n freut bie erfte 33Iütf;e fdjon, 
Xie fid) am jungen Säumten jeiget. 

8. (Sin 3a§r ift nrieber §ingefd)n>unbeu, 
Soll füffer, freubenooKer ©tunben, 
$ie Seine §ulb mir glüeflia) fdntf. 
Xir bie @efüf)le ju entlüden, 

Sie jefct mein Snnerfteä erfüllen, 
(Gebietet mir be£ §erjenö 9tuf. 
D! 2Jtöd)te lange nod) im ^rieben, 
Sßon jebeö SeibenS Sturm oermieben, 
Sie SBlume Seineö Sebenö blüfjn; 
Sajj ia) burttj Fortgang auf bem ©teige 
Ser £ugenb meinen San! Sir jeige — 
Senn Sorte finb ju fdjnmd) für ilm! 

9. 2öie atöngt mit Unren Slütljentagcn 
Ser 5tinbf)eit ^rü^lingSjeit um mid) ! 
3d) fjör 1 ein 3a§r bem anbern fagen: 
Su roarft fo fdjön, fo frof; nüe idjl 
Unb ftetS auö füf)lenbem ®cmütl)c 
ßrtönt mir bann ber laute 9iuf : 

D Sanf bem Shter, beffen ©üre 
Wiv jebeS %at)t fo glürtlttf) fajuf! 

Tagbuch : 16. Januar 3;bee 3U einem (Sonett 00m Xraum* 
fdjlofe, nad) einem Sraum vgl. 13. Juni 1814. 13. März ^bce 
31t einem ©ebtcfyte uon einer fteiligen, roeldje buro) Siebe gefiegt, 
roie bie gelben burö) baä ©djroert. 29. März ©ottfdjalfo Söergs 
fa)Iöffer, bie fjerrlidjen ©agen t>om Äoff^äufer, Anregung, bfe; 
felben als ©anseä in Stomanjen ju bearbeiten . . . (rinigeö für 
bie gebadeten 9tomait3en entworfen, vgl. 9. März 1813 $bee, 
bie ©agen uoin Äufffjäuferberg bramatifa) $u bearbeiten. 18. Mai 
3bee 31t einem ©ebidjte : roaä ba fjätte aus einem werben fdnnen. 
'24. October 3bee 3U einem ©ebittjt an Äerner: disjecti membra 
poetae. 1. December ^bee 3U einem ©ebia)t von einem golbenen 



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- 180 - 



Sdjloffe mit einer Jungfrau, ba§ mit bem Saitenflang fta) er* 
tjebt u. »erfa)n>inbet. 

1813. 

S. 441. |m |TÜI)lttt0. H maxo. b. 17. fte&r. ÜBorm. — 
.i f. über golbnc bodj über ftetS 6 2. — f. über ^riifylitii} burften 
bic 7 t. wiederhergestellt aus tiefen ju über fid} 8 ruhten 
über nichtgestr. fnufeii ben über nichtgestr. bie Vgl. «Metzel- 
Buppenlied il u -u unten als Ersatz für die nichtgestr. 
Zeilen : 

3iun Ijat ber Senj bie 6rbe neu oerfläret, 
<5r fanf »om Gimmel; blüljenber unb milber 
Stottitf ifjn bie »otte «Seele nia)t erträumen. 

3n Blumen rut)' ia), unter Slütenbäumen, 
3oa) ferne blieben meiner Siebe Silber 
93on |€in Ansatz zu SSon @iner] ttefrer <seljnfucl)t nur 
[ü. d. Z.] roerb' id; [nur] nerje^ret. 

Tagbuch : 1. Januar 3bee ju einem ©ebtdjt »on bem Seben 
im bioffen Wefü^I beä öerjenä. 5. März Stellen ju einem 
Sieb: $eut)'d)e Steife und 28. December SBerfe ju einem fdjon 
früher entworfenen patriottfdjen ©ebidf)t. 14. März 3;bee }ti 
einer (Sraäfjlung: 6tiUe Siebe, meldje mia) ben ganjen Xag bes 
gleitete. 15. ^yortbauernbe 33efä)äftigung mit obiger %\>et, roeldje 
mir biö jur HuSfüfjrung flar niorben. 13. .luni ftarppredjtä 
Sitte, ein ©ebia)t auf ben Xob feines ©oljneö 51t matten (s. o. 
S. 35). 21. Juli 9(n einem Öebiajte auf §arpprea)t gemadjt. 
Im ^Denkmal 1 steht eines von Haug. 

1814. 

S. 442. $)tr $4jtttttlH0irt^ Tagbuch 30. April : SajottS 
©eburtStagöfeier, HWaSferabe, ia) als ©panier, 0ebid)t nom 
Sajattenroirtf). h Quartbl. ohne Überschrift und Datum aus 
Albert Schotts Nachlass (Holland-Spindler), dem gegen Notter 
S. 148 zu folgen ist, auch ß. 17, wo dieser mit eigenem 
Scherz Master schreibt. Str. 3 und 4 hat N. übergangen; 
er erzählt, dass der Alte, k der früher eine Zeit lang in 
England zugebracht haben mochte, gern mit englischen 
Redensarten um sich warf, einen pathetischen Ton liebte 
und als besonderes Abzeichen einen stattlichen Zopf trug'. 
Er hiess Rudolph und wohnte in der Bandgasse. 



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- 181 - 



S. 443. gittjattcnltcb. Tagbuch 23. Juli: Vormittags 
baä 6a)attenlieb gemalt (30. ©djattenfeft). h Quartbl. ©djatten; 
lieb, unten eine Bemerkung von Frau U. über das Gasthaus 
und den Verein (Holland-Spindler). Notter S. 149 (Schwä- 
bische Kronik 12. Dec. 1862 Nr. 295), Jahn S. 123, Leben 
S. 93. — 3 3). — jebcn über Der labt unb ftärft bie lfi aus 
2)aö ftnb wir trauten 33rüber n b. über unfrcin 29 aus 3GBit 
tr. uiel unb g. 35 aus S)er 6. f. n. 36 Sölume Leben (ohne 
Gewähr) 37 n. über niemals 38 g. nach abgebr. (E 39 2led>te 
wiederhergestellt vor I?cilge worüber muß boa) ü. d. Z. ob- 
wohl das Metrum es bei jeder Lesart fordert 40 aus Unb 
unfer %t. noa) ro. 

S. 444. $ucignung. H $onnerft. b. 25. 2Iug. SSorm. 
während der Zurüstung der Gediente für Cotta. (Tag- 
buch Epigramm: Captatio benevolentiae.) — l aus geb' idj 
eud) »reiö (aus Sß.) 2 aus roerf ia) ju 3)ujenben [nicht ge- 
ändert] auS. 

S. 444. &uf Heu eines frijlfdjtcn Pölert H ©amft. 
b. 27. 2lug. SKitt. — l ba über bort. 

Tagbuch: 17. Jan. ®ebanfen 3U einem GJebidjte über 
Ömelinö [Gustav, Militärarzt auf der Solitude, gest. am 16.] 
2ob. 4. Februar £rüf) im S3ett bie @ebia)te: $te groffe 2ßäfd)e 
bei Seidig [verloren] unb SJorroärtiS gemad)t. 23. März -Heuer 
Siebertejt p ber ©erenabe [Keller S. 256] unb Sbee ju einer 
©loffe barüber. Keim der Glosse ftinfter ift bie 9iaa)t vom 
25. 26. Juni? 9. Juni Entwurf be§ ©onettS oon ©iUenbudj 
[Ort], nadj einem früher aufgefaßten Silbe; vgl. 19. September 
1813 V 13. Juni 9?eue3 Sluffaffen ber Siomanje com aerftörten 
tfönigsfajlofc, vgl. 16. Jan. 1813. 2. Juli Slbuofatenfranä auf 
ber ©Überburg. 2)a3 Sieb oom langen SRodfe. Ob damit über- 
haupt ein Scherzgedicht U.s gemeint ist? Der Herausgeber 
verweist zweifelnd auf die Einträge vom 11. Dec. 1810 und 
22. Aug. 1813 s Jfeuer SRotf, roeldjer mir ju furj erfd)ien. 16. Juli 
Entwurf u. angefangene Aufarbeitung eines @ebiä)tä auf Elejj' 
[Dr. med. G. Philipp Cl. heiratete Luise Harpprecht, U.s 
Verwandte] fünftige öodjjeit. 7. Aug. 2Bilfinafaga [v. d. Hagen], 
bie üortrefflid)e 2JJäT)re von Sßielanb, £uft foldje in SBaHaben ju 
bearbeiten. 9iad)mittag3 ^bee ju einer ©ammlung uon 33ear* 
beitungen ber anjieljeubften alten ©agen. 12. August Sittlfina; 
faga, befonberS uon ben äBanpen ber .gelben, barauS gefaßte 
3bee ju einem ©ebtdjt uon SMetria) oon Sern u. feinen ©efellen. 
12. Sept. 3nrifd)en ©djornborf u. Saiblingen ftbee ju einem 
Öebidjt Don ber §eimfel)r beö Sängers uom (9ebürge; vgl. 
an Kerner 18. September. 16. Sept. ©ebanfe ju einem @e: 
bidjt auf ben §of)enfiaufen, vgl. 5. September nach dem Be- 
such 9lütjrung bura) bie Erinnerung ber alten $t\t. £>er $ol}en; 



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- 182 - 



[taufen rote eine Spfytnr. 19. Ott. 2>a3 £ieb von Slnnete unb 
Urfele gemadjt; nach dem Volkslied (Schriften 4, 73)? 

Alt-französisches — .Der bunte Zelter im November — 
s. o. 1812. 

1815. 

S. 445. £ri| ! boff Me gitbt . Tagbuch IG. Jan. h Octabl. 
in Kellers Nachlass (laut Holland). Die Interpunction ist 
mangelhaft, ä zuerst Sie f)ob mein §«PJ in ft. 2. darüber 
es ja fo füllt e3 ja mit hoher luft ftotjer Suft und noch höher 
fdjroeflt' « So [darüber 2Üie| freubt« wallte mir bic 8ruf*. 
daneben wallt' mir (Spat] fd)ier"(?J bie ©ruft und dar- 
über Ijub So freubig mir l;ub eö mir 10 fr. nach bang unb 
febroer n aus ein $eiffer, graufer i» ro. — f) über nichtgestr. 
finft e3 matt 6rid)t neben melFt (? ältere Corr., kaum roanft) 
über ftirbt i<; id) — n. unter bas meine bridjt. 

S. 446. früljlinnörUt II SfRitt». b. 8. gebr. 2lb. (Tag- 
buch Sie Stotitanje: %t. gebietet). — i e. über bah^in 7 im 
über fo f[eltge] 8 l)inab ü. d. Z. &. nach buft'ge 10 aus S)a 
it. f. e. $r. f° Heblid) Ijinab oon ber 3* nnc Ücblid^eä gestr. 
und wiederhergestellt neben nochmals übergeschriebenem fo 
lieblid ? . 

S. 44G. fPer tnlfjn.clnuittt £tfbcsbtd)tcr. H «öienft. b. 
7. SJtära 2tb. (Tagbuch £aä Sonett S3ebenf(id)fciten eineä ^ie6eä= 
btd)ter3 gemaajt). h an Kerner 10. Mai : sfcao bu mit meiner 
£iebe meinft, roeift id) nidjt. Sollte etwa folgenbeö $ärtlid)e 
Sonett 31t Vermittlungen Slnlajj gegeben fjabeu (1, 411; von 
Holland eingesehn) ? danach ungenau Notter S. 1G5 (z. Ii. 
s Dem.). — 2). m. 2. über Be&etiflidrfeiten eines Siebcsbidjtcrs 
// fehlt h t m. nach föttnt // u füfj über bell //. 

S. 447. gtlbunnsrcife. // Bübingen Sjenft. b. 27. Sun. 
Vorm. (Tagbuch 2)a3 ©ebtdjt entroorfe* unb größtenteils 
auögefüljrt ; also die meisten Correcturen später). — 93. über 
ZPattbenteb. i Qd) — mcfjr (foll über fcarf ) über illdtt läjjt midj 
uidit 2 aus 21. foH id) werben 3 Sd). — v. (uotte nach 
mehr beuu) über mattbre jeftt fdjon i U. — n. aus SDod) 
i. tl. I. n. über Hub bin mir näd^fteus gut o aus (Sä roirb 
mir roafjrlid) allju (all wiederhergestellt unter faft| l). 10 ; aus ? 
n 3 U — id) über Sao,' id) 311 <£iuem 12 (Sr fagte aus 2)ann 
[darüber So] fagt er roteber wiederhergestellt unter eben 
14 aus biefeö mir ü. d. Z. 15 ro. 91. über ein Stünblcm 1« aus 
Sie irefflid) b. e. Öl. ft. 

Tagbuch : 29. April. 3 oee 3 U einem ©ebtdjt an bie Sanb* 
ftitnbe, roenn fie attfgelöft roerben foHten; Keim zu Sa)affet 
fort ? 20. Juni $bee jur Bearbeitung ber Sagen 00m Grafen 



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- 183 - 



3)'ang sc: s. 17. Gtottfdjalfö Eolfömäffrajen. (Friedr. Gott- 
schalck, Die Sagen u. Volksmährchen der Deutschen, Halle 
1814 I 91 4 Der Wunderfisch'.) 21. Juli 58erfua)te3 2lbfd)teb9lieb 
für £äfer (20. §äferö — des Sängers u. Schauspielers — 2lb= 
fd)ieb). 12. Aug. 3bcc $u einer £ermannöfd)laa)t [3. Dec ], einem 
beutfdjen $elbenbud) ic. 16. eö fommen gefdjoffen ©eftalten 
auf Stoffen. 11. Sept. Steint 311m ©eburtötagögefa)enf für bie 
Sdjroefter. 28. Oct. $bee $u einem ®ebid)t oon JBurgruinen 
(27. bie «Ruinen von 2Ube(f bei Sulz). 80. Oct. ^bee 51t <2o= 
netten über bie 3urücfnaf)ine ber Äunftioerfe oon $ariö, Saofoon, 
Eroberung, Helena, Slpollo, fyeilige ^amilie; vgl. an Mayer 
5. Nov. 3tuf bie Stücffefjr ber Äunftwerfe 001t ^üariö Oabe idj 
oerfajiebene Sonette entworfen, fann aber gegenwärtig nidjt baju 
fommen, etroaö auöjufüOren und 5. März 1816 Sie Sonette 
auf bie 3iütffe§r ber ßunftroerfe finb gar nia)t 311 ©tanbe ge- 
fommen (2, :>S. 67). 

5. Dec. 2lbenbö Stropfjen ju einem ©ebia^te: Sob bcö 
^iebeä. Ich suche es in folgendem Bruchstück : 

Seö Pfluges 2Berfe preiöt ber ^flüger, 
Scr <3cf)iffer rüf)tnt von feinem ittel, 
SJlit feinem ©rfjroerbte flirrt ber Äriegev, 
Sen Sänger freut fein Siebeöfpiel. 
:» v ^om Pfluge wirb baö Siol! ernähret, 
2>en 9teid)tl)um füfjrt baö Säjiff Ijeran, 
2>aö Sdjroerbt Ijat rettenb ftd) beioälnet: 
SBaö t^ut baö Sieb ? nmö fjat'S getrau ? 

Stell ^ßftug, baö Sd)iff, baö Sdnuerbt 311 Iäftern, 

10 JDttä ätemt bem frommen Siebe nie. 
2)oaj geftern nodj unb ejjegeftern 
Sie ftanb'ö im beutfd;en Sanbe? wie? 
Seit ^rembltngen unb ifjren ©aulen 
Öieng ba ber fßflug, roudjö ba bie ftrudjt, 

15 man fat> baö ©d)iff am Straube faulen, 
Sem Sd&werbte f>at fein £err gefludjt. 

£aö beutfdje Sdjroerbt, baö fdjarfe, gute, 
®elrord)te roelfdjem £errfd)erroort. 
Sie trof fso] eö fo oon beutfdjem 93lute! 
20 Sic fdjartig tonrb'ö oon SBrubermorb! 
$aö Sieb, Imt'ö nicf)t aud) mit gefröret, 
§at'£ nid)t gefd)meid)elt, baö Öei>id)t? 
Sfur, roao auö reinem fersen tönet, 
s -?iur baö ift Sieb unb anbreö nidjt. 



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- 184 - 



h Quartbl. im Tübinger Samraelband, undeutlich mit vielen 
Correcturen, ohne Datum, erst 2 vierzeilige, dann 2 acht- 
teilige Reinen; auf der Rücks. u. 2)oa) [über Unb] nueber 
fajromgt er fid) Stoffe Unb fingt ein ^rauilieb feinem <Sd)n>erbt 
mit den blossen Reimnotizen ®efa>ffe und beä SiebeS roertt) 
darunter, was offenbar auf Theodor Körner zielt, der im 
Sommer 1813 nach seiner Verwundung wieder ins Feld ge- 
eilt war und am 26. August kurz vor dem Tode das 4 Schwert- 
lied' gedichtet hatte. — Blosse Schreibfehler werden über- 
gangen, die Interpunction ergänzt. 3 aus 3$. f. Sdjn). rür)mt 
i aus 2)er <S. roeifj com Sieberfpiel mit Verwerfung der Ände- 
rungen rüfmtt und golbneä Spiel; freut zweimal undeutlich; 
zuletzt Siebeöfptel trotz zweimaligem Sieberfpiel vorher zu 
halten wie z. Ii. Siebeoflang im Sonett .Bedächten wir' 1814. 
5 Änderung ^flug toivb ja baä halb getilgt 10 aus £aä feo 
bem frommen Siebe fern und 2)aö 3. b. S. nimmer met)r 
n g. — e. nach ifts ja räum fett cfjcacftcru 12 als Ersatz 
unter einem unleserlich skizzirten Vers Da 3Bar ifjm beut* 
fasern Sieb baö 9iü^men ferner 15 aus 2)aö 6a)iff es mut)t 
(darunter faf) man) ig darunter £jat uirfjt ber ITTann bem 
Sduncrbt gejutebi eigentlich aber ist auch unser Vers ge- 
strichen und fein §err darin unvollkommen unter ber HTann 
wiederhergestellt. 11) aus trof ja [V] redjt 20 2Bie über 
Hub 21 aus Unb l)at nict)t aud) ba*5 Sieb gefrö und 2). 2. unb 
t)ats> n. a. g. 2a. 21 unvollkommen corrigirt aus 3Ba3 nia)t 
a. r. t. 2)a3 ift fein Sieb! baS barfö abgebr. 

(>. Dec ßbbalieber [v. d. Hägen], ftbee 31t einer SöaHabe : 
»uie ein Sänger bura) ein Sieb fein &aupt lööt. 

1816. 

S. 448. ©tri |j}nus, bartit bit #ernn fehlet* h Quartbl. 
ohne Datum und Überschrift Tagbuch 27. Jan. Sluftrag 
von fteuerlein 311 einem ©ebict)t für £>oi)enlol) u. (Sntnmrf beö= 
felben. Sl&enbö ^eenbigung. 28. 9lbfenben beö ®ebid)t3. An 
die Eltern 13. Februar: SBor einiger 3eit liefs midj ber lanb: 
ftänbifdje ^räfibent gfirft von .^>or)enYor)e burd) s ^rocurator fteuer= 
lein erfud)en, ilmt auf bie ßurütffunft feiner Öemaljlin, bie mit 
irjren 3ioei Kinbern ein l)albe3 3at)r lang bei it)ren (Eltern | Her- 
zog Eugens v. Württemberg, Karlsruhe in Schlesien] auf 
SÜefuct) mar, ein fleineö einfaches ©ebicl)t $u maäjen. 3a) fct)icfte 
ilnn hierauf bie luer beifolgenben Siterfe. Holfnungsvolle und 
mahnende Worte der Eltern in der Anm. zum Tagbuch S. 178. 
Und am 23. Febr. 1820 schreibt Frau LT., der nahen Hochzeit 
froh, ihrer Schwiegertochter Emilie Vischer : t Was übrigens 



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- 185 - 



den künftigen Ilerrseher anbelangt, würde auch mit einem 
seiner Gedichte, da er von Frauen im allgemeinen und wie 
ich hoffe auch nach Seiner Überzeugung spricht, im Wider- 
spruch stehen, wo es heisat: Ein Hauss worin die Herrin 
fehlt pp. Wann er nun so anmasslich würde: das wird sich 
schon geben , davor bangt mir nicht.' — l b. b. über bem 
feine 2 n. — Äinbe über fein frcnnblidj Kinbleiu ia 9JI. ro. 
über Dod} mir (tut). 

8. 448. #ümaH|en-&C!tf0tt, h Doppelquart ohne Datum 
und Überschrift, früher im Besitz Hollands, der das Frag, 
ment zuerst als Privatdruck zur Tübinger Philologenver- 
sammlung mitgetheilt hat : 4 Wettgesang zwischen Unland 
und Rückert herausgegeben von Wilhelm Ludwig Holland. 
Tübingen. Gedruckt bei Heinrich Laupp. 1876.' Es ist von 
beiden wechselsweise geschrieben ; Rückerts Strophen gebe 
ich in kleineren Lettern. Tagbuch 10. Febr. (am 9. war 
das grosse Tenzon U.s t Sänger, sprecht mir' fertig geworden) 
3bee ju ^enjonen in Siomanjenform . . Slbenbä SInfang eines 
^otnanjen^enaonä, an bem fflücfert, ber intcf» befugte, fortmachte. 
11. 9lücfert . . Vornan seiuXengon. 14. Sefud) oon Stüdfert, 3Ro= 
manje. — 21 93. über Pocjcl 50 fie über ilm 52 6. aus bringt. 

S. 450. An Gustav Schwab, h Quartbl. s. zum Sonett 
auf die t Bundschmecker' 2)te ifjr mit fdjarfen. Notter S. 166. 
Tagbuch 14. April (Sonett auf ©d)roabS Sotfen. Schwab war 
im Herbst 1815 von seiner norddeutschen Reise heimgekehrt. 
— :) %f). über £oos. 

S. 451. §m. II ebb. [wie .Mailied' SBeiug f;ab' vom 
4. Mai; vgl. auch Tagbuch.) — Unter der Überschrift ist 
zunächst die erste Fassung gestrichen: 

Sefyt ifp mo ein fd?öucs Kiub, 
Das in Sturm uub Kccjcti $cl\t, 
Pein ber roilbe IDirbclroinb 
ioefen unb (5eiuaub jcrroefyt : 
l^licft ifn* uadj unb benft batet, 
Pati es meine Siebe fey!] 
Wk fetft Wort fie fdjilbcru fattn 
Setjt itjr meine Siebe \>cinn. 

4 3)as nod) Faum bem [darüber im milbcn] Wivb bem [dar- 
über »om] to. 20. 5 aus St. noa) rotberfteljen !ann : Dies Kolon 
besser als das Semikolon. 6 2). über ItHffet. 

S. 451. porgettlieb. // 2>ienft. b. 3. Sept. frür) s. zum 
^Gespräch' S. 44 (Tagbuch, bei Kerners in Gaildorf). 

S. 451. g er punbermnnit» Tagbuch 12. Dec. Öebidjt 
norn SDunbermann. Nur eine in sich runde Strophe, die als 
Epigramm im Texte stehn mag, hat sich erhalten, aus dem 



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- 186 - 



Gedächtnis citirt von A. Schöll (in Strodtmanns Zs. Orion 
1863 I 129 ; Gesammelte Aufsätze zur klassischen Literatur 
alter und neuerer Zeit 1881 S. 303) : t Kin andermal war es 
in Erinnerung seines Gegensatzes gegen den Minister Wangen- 
heini und dessen aufrichtig-liberale, aber idealistische Politik, 
dass mir Unland sagte : er habe sich in allem, was er öffent- 
lich gegen W. in Rede und Lied gesagt, niemals erlaubt, 
dessen ehrenwertho Seite zu entstellen. Wohl habe ihm 
für sich seine Erhitzung Herabsetzungen des Gegners ein- 
gegeben, die schärfer gewirkt haben wüiden, z. B. ein Ge 
dicht, worin derselbe als Taschenspieler auf dem Jahrmarkt 
seine erstaunlichen Zauberkünste anpries, unter anderen: . . . 
Aber, setzte U. hinzu, solchen Spott öffentlich auszulassen 
wäre unrecht gewesen, ich habe alles derart unterdrückt.' 
Vgl. auch Tagbuch 11. Oct. 1810 2Bcmgenl)eimö Schrift über 
jroei Mammern, 2. Dec. 2L*.fä)e Schriften. 

Der sogenannte »Spruch 1 ©ute 9tod)t 9Hödfmüfjl! Meo 
füf)rt jum 3iel, mit dem man U.s Werke hat bereichern 
wollen (nach Mayer 2 , 70) als Improvisation auf Mayers 
Hochzeit, ist in den Kernerbriefen (1, 425 vom 12. Juni 1810) 
eingeleitet: Reiter S^ulmeifter fjat reajt gefangen. 

Tagbuch: 8. Jan. <2oneii: Sütfenbüfjer entworfen it. 311m 
Xljeil ausgeführt. 20. Februar Öeneral gouqutfS — des Dichters 
Grossvatcr — 2eben in 93cuir3 ©alerte l>iftortfd&cr ©entälbe, 
Sbee Satlaben; 9tinon be l'GncloS. 14. April Sonett auf 
entleimte ©ebiajte. 28. Juni ^bee ju einem Öebiajt, auf ben 
8. ^uti — Jahresfeier deö Einzugs der Alliirten in Paris — : 
ftreifjeit unb J«» 06 - 10- J u ™> 5. Juli ^eimfetjr jur Duelle vgl. 

5. Febr. 1810. o. S. 158. 21. Juli SBerfuajteä ©ebtajt auf bte 
Sterftorbene: Frau Hofrath Emilie Pistorius, geb. Feuerlein, 
Emma Vischels Mutter, gest. am 15. 8. August Sei Sliidfert, 
beffen SJorfdjlag wegen gemeinfdjaftlidjer Sdnoeisergebidjte; vgl. 
20. August 33tbliotfjef, Stumpfe £a)roei3erd;ronit ; bte ©efd)ia)te 
von Grdjinger unb ^erdjtljolb, die G. Schwab — 4 Die Kammer- 
boten in Schwaben. Geschichtliche Sage in dreizehn Mären' 
— behandelt hat. 

21. August. $bee j U einem ©ebiajte: 2)a3 taubftumme 
Jlinb, nad) einem 2lrttfel im ^reimütl)tgen [.Der Freimüthige 
oder Unterhaltungsblatt für gebildete, unbefangene Leser 
von Kuhn, Berlin und Leipzig — 1810 Nr. 130, 8. Juli — 
enthält eine kurze Anekdote von einem im Kopenhagencr 
Taubstummeninstitut an Heimweh nach der Mutter, die es 
dorthin gebracht hatte, gestorbenen fünischen Mädchen]. 
2lngefangcne 2(u3arbettung. h Quartbl., auf dessen Rücks. am 

6. September das Gedicht k An die Volksvertreter' entworfen 
wurde; sehr skizzenhaft und undeutlich: 



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- 187 - 

$eö £orfeö Äinber sieben roieber 
£iuab jur frönen SJtatenluft 
Sie fingen ityre muntern Sieber 
SRU lautem ea)au" aus »oller 33ruft 

2Bas fteftft bu, Äleine, ftitl [über fo| beineben 
Unb [fduiufi] fiefyft bid) fo oerlegen um? 
£aö Jiinb, eö fann niajt 2lntn)ort geben, 
£aö arme ßinb ift taub unb ftumm 

2>ie Butter träßt nid;t meljr ben Äummer 

Unb mit bem nätfjften SHorgenftern 

äl>etft fte baö JÜnb oom fäffeu Gdjlummer [Spatium] 

8ie roanbeln baö [über fteigen romj Öebürge [nieber] 
hinunter 

Ser [über £in| [ftol? hohe?] fnfajer [darüber Fühler? 

93ua)walb [über €idm?alb[ fteigt empor 
\lVic lufttij fimjt bas tPalbgefieber 
Der Dogel <£rfor erfcballt fo munter] 
3Kad tönft bu Sltalbgefang fo munter 
2)u rüf)rft uic^t biefeö [aus 2)oo) r. bu n. beol Äinbeö D1)v. 

[llub| l;od)f)er wie aus beö [ü. d. r L] ,§immelö lüften 

6türjt bort ber [über braufeub fieb; ein? über ber| 
U\vffcrfall [darüber ein unleserliches Kr- 
satzwort angedeutet| \)\\\ab [über l^erab | 

2er [nach Sein über <£s\ Bonner [ü. d. Z.] fjallt aus 
alten [,felfeu] fttüften 

[Des Kinbc5 0)br ift olme iiall ift ftillc wie] 

2>em Atinb iftö fülle roie im $rab 

8. Sept. 3 oce zu einem Lied uon 93Iüc^er. 1. Nov. ^bee 
311 einem ©ebidjt über baö Jtöniglidje ^roclama (am 30. Oct. 
war König Friedrich gestorben). oO. Nov. abgeletmteö &c- 
legenljettögebiajt für u. der Fürst von Hohenlohe- 
Öhringen wollte, wie es scheint, U. noch einmal als Haus- 
booten gewinnen. 17. Dec. ^bce 3" einem (3ebirf)t oon £erjog 
(Sf)riftopf)ö Sttdjeln. Gemeint ist wohl der auch in einem 
Gedicht G. Schwabs verwerthete Spass mit dem Kammer- 
schreiber: 4 Es geht wunderlich hie zu — Und Franz Kurz 
hilft auch dazu'. 

1817. 

S. 4.52. gas ynyiernc $td)f» Tagbuch 1. Jan. £aö 
Öebidjt: £). p.% gemacht, h Rücks. des 4 Neujahrswunsehes' 



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- 188 - 



2Bcr reblid) f)ält vom 28. f. Dec. 1816. — 2 2ln vor 311 6 ein 
über rote 7 n>. — 20. über ift im ZTu 8 U. — beö unter 
3f* jebes. 

S. 452. Emma, h Quartbl. datirt 2. Mai 1817 Rücks. 
des Verspäteten Hochzeitliedes' vom 24. Nov. 181G. ,Ein 
(Jedicht Unlands Freunden zum Gruss mitgetheilt von Adel- 
bert von Keller. In wenigen Exemplaren gedruckt bei 
II. Laupp in Tübingen 1876.' Bezeichnend ist das Schweigen 
im Tagbuch, wo nur steht 2lb§ole» 91oferä in ber neuen 2öoI^ 
nung. (smma. 

Tagbuch 20. April Qbee ju einem Öebiajt in Sdjottö 
Stommbu^, s. 27. September 1819. 15. Mai Himmelfahrt, 
tfmmaö ©eburtstag . . . 6d)öner borgen, Slütlje, 3bee 511 einem 
Öebidjt. 24. 9iad)rid)t von bem Äöniglid>en Ultimatum. 3bee 
3u einem ©ebidjt u. angefangene Ausarbeitung ; Keim des 
^Nachrufs'. 

1818. 

S. 453. Pnncr §ü}mfltt. Luise U. (11. Sept. 1795 bis 
10. Juli 1836) heiratete am 2. Mai Dietrich Friedrich Wilhelm 
Meyer aus Walsrode in Hannover, Helfer in Haiterbach, 
später Pfarrer in Pfullingen. Tagbuch 28. April 9faa)benfen 
über ein §od)3ettgebtd)t für bie <Sa)u>efter. 2. Mai .\?od)3eitgebtd>t. 
Trauung ber «Sdnoefter . . 33eenbigung beö ©ebiajtö . . §o$jeits 
fdnnauö, SSorlefcn beö ©ebid/iö. /^Quartbl. mit derselben Über- 
schrift wie : h 2 an Kerner 29. Mai (1, 471 er habe mit 
der Mutter das Paar bis Karlsruhe geleitet) ein fleineö ®e; 
bidjt, baö td) auf bie ,<pod>jett gemadjt fjabe, lege id) f)ier bei. 
Notter ungenau S. 207, Leben S. 142. — s baran aus bamit h 1 
e. über nichtgestr. entjütft h l 18 Xrägt an ber %v. feine h l 
Leben 23 mufe Leben 28 b. aus er felber A 1 32 aus 
§eimatf)lanbö h l 37 roofjl über fjiu h\ 

S. 454. An L. Roser (geb. Vischer, Emmas Schwester, 
1796-1841). Tagbuch 23. Juni Öebiojt auf ber 3loferin @e: 
burtötag; zum Schluss vgl. 9. August 9iaa)ria)t, baji 9ioferm 
in ber 92a$t von einem aJiäbdjen entbunben morben. Reinschrift 
fehlt, h Quartbl., die endgiltige, mangelhaft interpungirtc 
Fassung — darüber undeutlich 2lm 23. — steht unter den 
Entwürfen, die im Folgenden allein gemeint sind. — 1 ^n b. 
über SBet btefer [darüber fdxmen] 9tofeublüf)te 2 uerftummt 
mit SHeojt neben 1 aus Öejiemtä fein nach ftumm |?| 311 
|"dnu[eigen] 5 nidjtö » wirr aus M. nidjt [Variante nur und 
nie] beö Stebeö Sauber | Var. 9lnmut] bei 2. Str. doppelt, 
y— 13 erst: 



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- 189 - 



Wlan nennet roofyl bie fyolbe [neben cMc über trene] 9io[e 
(Sin Sinnbilb ber $erfdnuiegenfjeit 

Wlan ftefjt [über nichtgestr. Xoa) liegt] in if)rem ftitten 

©ctyooffe 

2ßaä nimmer fidj bem 2Borte Ieiljt [a. R.J 
2)ie Stofc fpreef; unS benn aud) [über 0) t>ieles, r-ieles fprirfit 

nns] freute 

die letzte Änderung nicht im Einklang mit den folgenden 
drei dem endgiltigen Texte gleichen Zeilen. Der 2. Ent- 
wurf deckt sich mit dem Texte, nur s> unklar geändert aus 
©in 93ilb beö Sd)w. 

S. 455. &m 22. »September 1818. Tagbuch ®ebi$t auf 
DncleS in 5 euer & a( § ©eburtgtag. 9?ad) Jyeuerbadj bur$ ben 
SBalb. Johann Georg Schmid, Gatte der Tante Luise Gott- 
liebin geb. Unland, Pfarrer in Feuerbach, geb. 1755, gest. 
17. Dec. 1820. h Blatt im Besitze Dr. Sigmund Kellers. 
Notter S. 213. 

Tagbuch 28. Dec. $bee einem ftebidjt auf ©[mmol- 



1819. 

S. 456. gfletttt ein flSebattfte. h Zettel (alles mit Blei- 
stift) Rucks., vorn: §. 169. 3dj fann ntdjt begreifen, wie mau 
fragen über baS formelle nuofdjUcffeit will, gerabe ba, wo von 
ber ©efdf)äft<3orbnung bie SRebe ift. Utytanb gut Slbftimmung 
über meinen Antrag. Das geht auf die .Verhandlungen in 
der Versammlung der Landstände des Königreiches Württem- 
berg im Jahr 1819' 44. Abtheilung S. 93. Der Spruch fällt 
also in den Sommer 1819 nach Ludwigsburg. Holland G 52 
1867, mit dem Fehler l ben statt ber, den Frau U. in ihrer 
zweiten und dritten Abschrift gemacht hat. 2 roefjrt. 

S. 456. An Albert Schott, h Quartbl. (nach Holland 
von Frau U. dem Decan Georgii geschenkt ; jetzt im Besitze 
von Frl. L. Steiner in Stuttgart) mit Goldrand , also offen- 
bar das für Schott (1787 — 1860) bestimmte Stammbuchblatt, 
das — schon am 20. April 1817 bedacht — die Unterschrift 
trägt Subwigäburg, ben 27ten Sept. 1819 [Schluss der Sitzun- 
gen, Proclamation des Verfassungsvertrags]. S3on Seinem 
^reunbe 2. Ufylanb. Es sollte dem Getreuen zu später Er- 
innerung in den schlimmen Tagen der Auflösung des Rumpf- 
parlamentes endlich gegeben werden, denn auf der Rucks, 
des Zettels 3« biefen fampf bewegten 3Jiaientagen (s. u. 1849) 
steht als Entwurf der neuen Widmung : 2)iefeö uergilbte 33latt, 
I. Sdjott, war 1819 für bein Stammbua) beftimmt, jefct, naaj 



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- 190 — 



30 %af)xen f trifft [über ftnbet] fein 3nf)alt in uerftärftcm 9Me 
31t [aus 2Raft 2lnrocn(bung)J Stuttgart, 23. 3un. 1849. £. U. 
Holland G 52 1867. 

8. 456. Beitran, h Quartbl., lose vorgefunden in einer 
von Keller nicht benutzten Lage zum t Bernardo del Carpio' 
und gewiss kein Bestandtheil der eigentlichen Entwürfe 
dieses Dramas, das U. seit der Pariser Leetüre des Stückes 
Lopes de Vega t El Casamiento en la Muerte, y hechos de 
Bernardo del Carpio', also seit dem Dec. 1810, vorschwebte 
und im Oct. und Nov. 1819 skizzirt wurde. Neben Marianas 
spanischer Geschichte studirte er immer wieder im ,Can- 
cionero de Romances' (Tagbuch 24. Jan. 1814) und in 
Deppings t Romancero Castellano' (1817; 2. Ausg. 1844) den 
Bernardo-Cyclus (s. jetzt Duran, Romancero general 1849 I 
417 ff.), nahm aber auch am 23. April 1819 jenes Drama 
Lopes von neuem vor, aus dem er in Paris die eingelegten 
Verse vom Tode Karls des Grossen verdeutscht hatte (s. o. 
S. 1«J2). Vermuthungsweise — denn das Tagbuch meldet 
nichts — sei hier die schon der Schrift nach jüngere Über- 
setzung eingereiht : im 3. Aufzug beantwortet Dudon Brada- 
montes Fragen nach den Pairs Roldan u. s. w. und den t dos 
cavalleros, padre e hijo Don Beitran' mit einer langen Er- 
zählung, wie der Alte seines gleichnamigen Sohnes Leiche 
in Roncesvalles gesucht und gefunden habe; sie ist aus der 
bei Duran 1, 263 Nr. 395 gedruckten Romanze (vgl. Geibel 
u. Schack, Romanzen der Spanier u. Portugiesen, 1860 S. 16) 
geschöpft, mit einer Anleihe aus der folgenden S. 264 ge- 
rade an der Stelle, wo U.s Übertragung des Lope einsetzt 
( t Volved ä Francia, Franceses'), um bis zum Schlüsse dieser 
in sich runden Erzählung ( 4 Y muriö , al fin , peleando El 
buen viejo Don Beitrane') dem Spanier treu zu folgen. — 
Ich interpungire und schliesse die Reden in Anführungs- 
zeichen; die Schrift ist z. Th. recht undeutlich. 3 aus §<$ 
um meineä \ aus ®ef) naa) Xob aud « üüer nichtgestr. 
SBorroärto 9 unklar aus Spähet um 6. a. $r. 13 aus Stuf b. o. 
Straffen näd)tttd) i r » Hub am (Eingang einer Itfiefc Sudyi b. 
5. er unt». Hut» am 1U\s l« 93. { über Hub am n c. <S. 
über bic X^cibc (wovor bem) 18 aus Baf) er einen 19 über 
Säger 24 hinter SJiaure (gestr.?) ein unleserliches Wort, kaum 
ftetbe 2. r > neben feg idi 03olb bir auf bic IPage 26 f)ättft sehr 
undeutlich, ich las erst fatjft; im Original .tiencs' wie 24 
29 neben nichtgestr. £äfjt mit roenia, ficf> bejahen 30 Stitterö-- 
inann undeutlich, s. aber 38, im Orig. beide Male ,Ese ca- 
vallero, amigo' 31 f)at er über mol unb 32 ift über ftnb 
:u 2(uf nach Hlitten trägt er über mitten 35 aus 3Kerf= 
male 36 jartem undeutlich über deinem 39 aus Starb 



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191 — 



49 jener über er ber Neben den letzten Z. das fremde Bruch- 
Stückchen : 

Selber trug ber arme $ropf 
Ginen ^fofjl unb einen Stria* 

Gtne 3 ,0 * c ^ e ^ eme 8^ 

2lud) ein £ufjn unb einen SEopf 

Unb er traf | leer] 

©inen groffen <2a)etmen an 

tiefer rief: [4 unleserliche Silben . . ©Ü tyeranV| 



1822. 

S, 459. OSutcr ynttfd|« h S. 4 des Doppeloct , dessen 
1. S. das Gedicht t Der Sommerfaden' £a fliegt mit dem 
Datum 29. Oct. 1822 bietet, Holland G'> 2 18G7. — ?. f) über 
fidj um 5. « Sßann u. mann nicht ganz deutlich, aber U.s 
»Sprachgebrauch gemäss. 

1823. 

S. 459. Nachruf. Wohl auf den Tod der Frau Auguste 
Elisabeth Franziska Feuerlein , Emmas Grossmutter (s. o. 
4 Zum Antritt des 75. Lebensjahres' 2öir roiffen'3), gest. 1 1. Febr. 
1823. h Zettel ohne Überschrift, Datum und fnterpunetion. 

S. 4G0. Für ein Transparent. Kronprinz Karl , geb. 
am G. März. Für das Conradische Haus. Beilage zur Allg. 
Zeitung 7. Dec. 18G2 Nr. 341. 2 2)u wirft Hollands Copie 
(die auch das Haus angiebt) Gr wirb Z. 

Im Oct, 1824 an Wyss: Wem 0fttt' inj in bie „Sllpcnrofen" 
ein ftcineö 2>enfmal meiner (2ct)ineijerreifc geftiftet. 2lber meine 
Seier, bie feit mctjrern %a§xen gänjUd) nerftumntt ift , t)at and) 
an ben 2Upen nidjt geflungen. 

1825. 

S. 460. An Gries. Johann Diederich G., der von 1825 
bis 27 in Stuttgart wohnhafte Dolmetsch. Wohl Begleit- 
verse zu einem Exemplar der Gedichte U.s. /* letzte S. eines 
Doppeloctav, dessen 1. den ^iiuss der Seelen' Söfen ftet) mit 
dem Datum 20. f. Nov. 25 bietet. — Unter 
Sei %a\\o fdjroergft bu fonft, bei (Salberon, Slrioft, [über Der 

bu bei <Z. gcfduvclat unb 21.] 
^•ür bieStnal nimm [unter ZTimin auct» einmal] v>. m. frf)io. ö. 
l das letzte bei ü. d. Z. 




- 192 _ 



1827. 

S. 460. § »äie Kritik, h Rücks. des Octavbl., das die 
Verse .Künftiger Frühling 2M;l blühet enthält. Holland G 52 
1867. — i Wod) über llie. 

1829? 

S. 401. $Bie frrubtg. h Octavbl. Die Datirung in einer 
Abschrift der Frau l". ,11. Dec. 34' wird auf Verwechslung 
mit dem .Wintermorgen' beruhn. Holland theilt es ver- 
muthungsweise dem Winter 1829 auf 30 zu; seine Gründe 
sind unbekannt. fi ni . 

1831. 

S. 461. £nljmbrtn. 4 Lamkin\ Während, wie schon oben 
S. 128 bemerkt, die zahlreichen für das Sagencolleg des 
Wintersemesters 1831 auf 32 theils selbständig, theils im 
Anschluss an W. Grimm, Mohnike u. a. geschriebenen Über- 
setzungen seandinavischer Balladen in den Schriften 7, 300 ff. 
(3, 287 schottisch) nachgelesen werden müssen, mag die 
ungedruckte Bearbeitung einer schottischen hier von solcher 
Thätigkeit zeugen. Im Stilisticum, 17. März 1831, bemerkte 
U. zu Reinhold Köstlins Cyclus 4 Das Försterskind von Lichten- 
stein : tiefer {(eine 9toman3enfrei<5 Ijat miaj fogleid) an eine 
altfa)otüfcf)c 23aUabe erinnert, in ber gerabe baäfclbe ^erfonal, 
9ltentonb mcf)x noa) weniger, auftritt, wie in jenem: baö «er; 
(offene tfinb, S3ater u. 9)hitter, bie gerciffenlofe Staune u. ber 
ftreunb ber (enteren. (53 4ft mir ganj unroafjrfdjeinlidj , bafj 
ber %\. biefe SöaH. por 2(ugen gehabt fjabe, ba fie meines SüJtffenä 
niemals inä £eutfd)e überfe^t roorben u. bie Sammlung, in ber 
fte fttt) ftnbet, in 2)eutfa)lanb wenig nerbreüet ift, SamiefonS 
fd)ottifd)e SBolfSbaKaben u. Sieber @binb. 1806 [Populär Ballads 
and Songs 1, 17G; s. Child 2, 320 Nr. 93J. 3d) f>abe fie jur 
Jöerglctd)ung folgenbermaften überfefct. Dann (Holland, Zu L. U.s 
Gedächtnis 1886 S. 45): $ie tragifaje Stiftung, roe(a)e Ijier 
von vorn fjerein ber §anb(ung gegeben ift, mufjte für fta) fa)on 
gewaltigere Situationen herbeiführen, a(3 in ben SRomanjcn pou 
bem ftörfteröfinbe auf 2. ^a) ßfou&e aber überhaupt, bafj biefe 
fa)ottifa;e Sallabe eine bebeutenbe ßraft beö SolfSgefangeS in 
ber ©ruppirung unb bem StaSbrucf ber Gfjaraftere mit wenigen, 
aber ftarfen 3ügen barlegt. — Die Interpunction habe ich 
ein wenig geändert, l über £amfin u. so öfters 2:j. 25 aus 
Sie [fjatf ein fdjmiebete 91änfe mit SamHn 2c $t über 



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- 193 - 



Diener 34. 38 mir r. [vor mid? nennen] £. über mir £amftn, 
£amfin fcfyrein 51 aus 33i3 auä j. £od) im ©itter 64 St. über 
Stiege r>9 ft. f. über fdnocigen u all ü. d. Z. <;n. 7i man 
sollte das gleiche Wort Sd)ritt oder Sritt erwarten 77 t. 
über fcbladjtcn 78 aus D. f. id)3 (äffen fenn 7!» ©t. über 
Sd?lad?t ft. über fdjladjt 87 unter Das Vf., ifts beim b. 90 bas 
§er über über lllccr 93 fo ü. d. Z. er über £orb IPcaric 
97 biejj nach ift 99 (Sä über Das 100 unter Das ift nod? 
reiner oiel 103 Samfin. 

1833. 

S. 465. PiductDtrj. h l Quartbl. mit vielen Correcturen 
im Tübinger Sammelband (Holland: t Geschenk von Frau 
Dr. Uhland 31. Jan. 68'). h* Quartbl. Auf der Rücks. h l unb 
ba ber SSerf. felbft bem ©ebid)t feinen 9?amen nid)t beifefeen wollte, 
fo wirb eS mir um fo billiger erlaffen fenn, baffelbe mit meinem 
tarnen 31t oerbinben. Das ist ein Stückchen Entwurf zu dem 
Brief an die Brodhagsche Buchhandlung in Stuttgart, 19. Dec. 
1833: 3l)r geehrtes ©djreiben oom 15. b. bejie^t fid) auf eine 
3ufid)erung meines $reunbe3, beS §m. öofratffg SBelcfer [in 
Freiburg |, monad) id) ju ben überfefcten ©ehielten beS 2)iictietoic$ 
ein SSorroort 3U geben übernommen f)ätte. 2)iefeS fann nur auf 
einem 3)tif$oerftänbniffe berufen. 3d) ()ßbe mid) niemals baju 
anljeifdjig gemacht unb märe aud) roirflid) niajt im Gtanbe ge; 
toefen, bte 93euorroortung eines 33ud)e3 ju oerfpred)en, beffen 
fjalt mir nod) unbefannt mar. 2)urd) Sfjre gefällige gufenbung 
l)abe id) jioar nunmehr einen 5£r)ei( beffen, roaö baö erfte 2Jänb= 
d)en ber Sammlung enthalten foU, lennen gelernt unb mürbe 
ben au3gejeid)neten Sßoefien oon SJUcIietoicj loenigftenS einige 
SiebeSftropOen gemibmet laben, ba id), eben erft oon einer langen 
2(broefenl)eit oon §aufe jurütfgeiefjrt, -SDiefjrereS unb ©rfjeblidjereö 
51t leiften bod) nid)t im ©tanbe gemefen märe. 2lHcm id) ferje, 
bafj bereitö oon einem ber Herren Überfefcer ein poetifd)e3 5Bor= 
roort beigegeben ift. S)iefeS ©ebid)t eröffnet eine 2lrt oon Sßo* 
lemif, ber id) nad) meiner Söeife mid) nid)t an3ufd)lieffen oer-- 
mag, unb ©ie werben e8 natürlid) finben, bafä id) baöjenige, 
womit id) nid)t übereinftimme unb beffen SBerfaffer felbft nfd)t 
genannt fenn wollte, aud) nid)t alö 2Jtttoorrebner oertreten fann. 
3nbem id) ba^er bebauern mufj, %f)xet öinlabung nid)t ent: 
fpred)en ju fönnen, beeile id) mid) baS 9)ianufcript mit ben bei: 
gelegten 3etd)nungen Riebet aurüdtjufenben. $od)ad)tung3ooll %l)t 
ergebenfter 2. Ufylanb. Vorher hatte U. den 10. Dec. folgende 
Antwort auf einen Brief Welckers vom 23. Nov. concipirt: . . 
SBon ber 99robf)ag'fd)en 33ud)f)anblung ift mir niemals ein 3Jtanu= 
feript auS bem $olnifd)en ttberfefcter ©ebid)te mitgeteilt worben 
Ufjlanb, OMbUfttc. II. 13 



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- 194 - 



unb tiiv folcbc'j abzuverlangen, müfjte idj fd&on bar um 2lbftanb 
nehmen, weil mir roätyrenb ber 2)auer ber fiänbtfdjen SBer^anb? 
lungen jebe anberartige Arbeit unausführbar geroefen roare. 
33ieÖeia)t f>at bie S3erlag3f)anblung injroifa^en anberroeitig tf)re 
SSeranftaltung getroffen. &3 märe mir biefeä um fo beru|igen* 
ber, a(3 ia) mia) jum Sorrebner, roenn e3 überhaupt eines foldjen 
bebarf, wenig gefd)idft unb befonberS jefct noa}, über tßoefie ju 
fprea)en, nia)t in ber gehörigen «Stimmung füfjle. 2Jlit ftreunb« 
fdfjaft unb §odjad)tung ber Peinige 8. U Gleichwohl muss 
er seine in h x ausdrücklich als SBormort bezeichneten Siebet 
ftropf>en vor dem 19. Dec. (nach dem 15. ?) entworfen und 
mundirt haben. Die Übersetzung 4 Nordlichter. Eine Samm- 
lung polnischer Dichtungen ins Deutsche übertragen von 
L. Nabielak und J. B. Werner' Stuttgart, Fr. ßrodhag, 1834 
hat weder ein poetisches noch ein prosaisches Vorwort. — 
Holland Ö 6J 1867. 

SBortoort h x SDHdfie'nHcj mit dem Accent ä 8 2 neben 
ein [so über Witb] ein flampf [darüber lauter neben milber] er* 
n>aa)t [über ber <5rei$eit maa)] crfd?olIcn h x 2)onner über lau* 
tem h x 3 SB. u. über Uebcr alle h x beutfdje mit nur an- 
gedeuteter Flexionseilbe h x 4 aus Ratten feine Bonner nad) 
das erst in §ört man feine 2)onner rotten und dann in m. 
feinen 2)onner§att corrigirt wurde h x 5 wirr aus «Sojroert unb 
[aus £a)n>ertfa)lag?] Mutger Sidjeln Klänge unter BlutVjcr 
Stdjeln [darüber Sdjroertcrflj fd?arfc Klänge h x 6 Sdntcib 2)rin* 
gen Icts laut bell laut f)er über CEöncte fallen fdjarf h x 1 aus 
U. bie mutagen <5a)Iad)tgefänge h x 9-12 neben $od) [über 
21d)Jl ber Klang ift fdjon [über balb] r»crraufcf/ct und einem 
Spatium h x 10 (St. maltet brütet Ijerrfdjet über Sdnucigcu fjcrr= 
fdjet h x maltet über fjerrfdjct h 2 11 aus 9htr ber [aus beö] 20. 
[aus Sßelle nach abgebr. Strom] trägeS 91. h 1 12 U. über Doch 
15 leife unter bumpfe wiederhergestellt h Rumpfe sogleich ä 2 
Xrauertöne aus ßlagetöne h 1 nach abgebr. Klagetö h* ia gef. 
über verschriebenem rcrlorcn h l n 9Jt. in aus %n h x ftitten 
neben ernften über cjroffcn h x 18 aus $ebt fta) fern ein Saiten? 
Hang h x 19 #a — biefe über 2)a3 ftnb einer (so) h x 21 
malten über Wo ficf> regen ff. r. wiedergestellt unter nodj 
malten] h x fa)affen neben glühen über walten h* 22 aus Sßtrb 
baö Xobte h x 23 erst Unb mir dann nach zweimaligem 
Schwanken zwischen unS und e8 und einem dritten eä (ü.d.Z.) 
die endgiltige Lesart Ä 1 . 

1834. 

S. 4C6. Ernst Unland, Ludwigs Vetter, auf der Uni- 
versität der muntre .Zigeuner' und in dem Mayerschen wie 



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— 195 



dem Kernerschen Briefwechsel oft genannt, geb. 5. Sept. 1788, 
gestorben 7. August 1834. Entwurf für ein Grabmal. h l 
Zettel, Rückseite Sem treuen ©atten unb 5ßater, £>em guten 
(5of)n unb biebern ftreunbe, 2)em funbtgen, raftlofen 2Irjte, 2>em 
Opfer feiner SBerufätreue : lh\ (Srnft Ufylanb, DberamtSarjt in 
Subrotgöburg , geb. ben . . . . [so] geft. ben .... h s Zettel, 
Reinschr. ohne jene Prosa. Zurückgehalten? — 1-4 unter 

Der bu fo Dielen Hatfj crtt^cilteft 

Unb bcr bu ftarbfl, inbcm bu fycilteft, 

© fyaft bu nun, bu treues f}er3, 

Kein mittel für ber Deinen Sännc^? h\ 

3. 4 endlich unter ßaft [aus D f;.] bu nun 0111319 für bie D. 
(e. — über in unfrem IPeincn] Kein £abfal für ben Sdpncq 
ber Deinen worunter skizzenkaft bic Ijier ä 1 . 

S. 466. gic ©oMcitglorfte. H 1834 16. 3un. zwischen 
.Sterbeklängen' und .Birke' (Schildeis), h ohne Überschrift 
im Tübinger Sammelband, darunter .Die Birke'. Von U. als 
Schlussstück des den Eltern gewidmeten .Nachrufs', natür- 
lich ohne besondem Titel, eingetragen G 1 142, aber völlig 
getilgt und erst nach seinem Tode dieser Gruppe [s. noch 
Biichtold, J. C. Schweizer p. C] angehängt: Holland G 41 1863. 

S. 467. fpUttCtttiorgcn. h Octavbl. 11. £>ec. 34. Hol- 
land G 52 1867. — Die Correcturen h z. Th. mit Bleistift. 
9 unvollkommen wiederhergestellt aus 2)a warb ein bumpfer 
©tocfenlaut |I. neben Hang] 5 balb wiederhergestellt unter 
fcfyon neben nun 7 über Fnrjer £icbesr>crs (aus Sieben).?) steht 
trocfner [? matter?] büftrcs [ö aus r] ©ra&eälieb [wiederher: 
gestellt aus XobtenliebJ endlich f)eifreö 12 3Beg nach Klau 
|abgebr.] (Sana 13 aus $d) aber $ört* in [aus ein] gellen §. 
is frf>. über fjcrfrcn i»5 SBetten verschrieben. 

1885. 

S. 467. §tt güljaittttsfföni. h Quartbl. 20. San. 1835 
Holland Ö 5 " 1867 ohne die auf der Rücks. h befindliche und 
nicht etwa gestrichene letzte Strophe. Notiz im Nachlass 
aus Hormayrs Taschenbuch für die vaterlandische Geschichte 
1835 S. 254 über das .Sankt Johannisfest' : .da trinkt Jeder 
mann St. Johannis-Seegen, das ist einen geseegneton Wein 
und Brot ob dem Altar. An diesem Tage trinken die Männer 
die Stärke, die Frauen aber die Schöne'. — u aus ftrüljlinggs 
rofe 20 £aupt u. über ihre. 

Einer kurzen heitern — dem .Grafen Eberstein' gelten- 
den? — Improvisation, auf einer Sommerreise 1836 ins 



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196 - 



Fremdenbuch des Schlosses Eberstein eingetragen, erwähnt 
Notter S. 224, ohne nähere Angabe von Seiten des Gewährs- 
mannes. 

1837. 

S. 468. üte fromme Inderin, h Octavbl. 19. 9lor>. 37 
Holland-Spindler. Notter S. 224 nach Jahn S. 125 .Aus Iis 
Handschrift vom Oberamtsrichter Lang in Reutlingen mit- 
getheilt an Prof. Holland in Tübingen'. Lang schickte am 
27. Febr. 1858 4 die versprochene Abschrift des U.schen Ge- 
dichts'. Eine Abschrift Hollands im Nachlasse des Frl. Emilie 
Mayer, Karls Tochter, bietet (wohl von ihrer Hand) Bemer- 
kungen, die gleich den Notizen Notters — er spielt auf 
die Fürstin von Lföwenstein-Rosenberg] an — auf Lang 
zurückgehen. Der Sohn Dr. W. Lang erzählt in den als 
Ms. gedruckten Erinnerungen an W. Lang S. 8 : ,L. pflegte 
als Amtsverweser des Oberamtsgerichts Geislingen (1830 — 31) 
zu den gräflich Rechbergschen Jagden in Donzdorf geladen 
zu werden. Bei einer dieser Jagden ereignete sich das 
Abenteuer, das U. in der Frommen Jägerin besungen hat. 
Die fromme Jägerin, die über ihrem Gebetbuche den Hirsch 
versäumte, war eine Fürstin von Löwenstein. Das Gedicht 
entstand bei der Investitur von G. Schwab als Pfarrer in 
Gomaringen (OA. Reutlingen) Spätjahr 1837. Bei dieser 
Festlichkeit waren U., K. Mayer [der zu einer Copie der 
Verse ziemlich Übereinstimmendes bemerkt], P. Pfizer, Graf 
Auersperg anwesend. Auch der Vater war zugegen. Er 
erzählte jenes Jagdabenteuer, worauf U. sich sofort des- 
selben bemächtigte und, nachdem er eine Viertelstunde ent- 
fernt gewesen, dem Vater ein Blatt brachte, auf dem die 
Verse war . . . standen. 1 Schwab hielt am 26. Oct. seinen 
Einzug, am nächsten Sonntag seine erste Predigt. Zu diesem 
Datum will 7t nicht recht stimmen. — Die Varianten be- 
ziehen sich auf //. l lebt Bleist. über roar 2 Bleistiftände- 
rung »erftetjt wieder getilgt 3 ebenso f)ängt 6 ffält Tinte 
über rjielt neiget über beugte 1 aus fo in ^Betrachtung 
8 2). — a. wiederhergestellt unter Bleist. Kommt ifjr oas 9 aus 
Söaibtafa)' (e gegen U.s sonstigen Brauch) langt Bleist. über 
^olt fr. nach fo 10 aus tmUfomtnen 11 53ufd), über tttalbe 
f)inau3 über hufd? 13- 16 nach Spatium unten 12 äßie — 
(aus!) aus D fefnoer ift, — fo ruft [über rief] fie — 16 fte 
über idj il)rem über meinem 1« tfjr über mir. 

S. 469. pnatmijjt. /* Octavbl. Holland G T ' 2 1867 (er 
verlegt es in die dreissiger Jahre ; Frau U. : 1837 ; das 
Datum ist unsicher). — (S. über nichtgestr. $rüf)Ung3reä)t 



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— 197 - 

i b. über bas 2 oom über im 3 §. mir aus §ab* iri) ein 
4 2). 10. über IPeil idj 5 über (Sonnt mir bodj ben flogen 
(Traum unä über mir « SB. [aus 2ßäf)let] e. über (Sreift 311 
(aber gleich Oüter) 8 Unb wiederhergestellt unter nichtgestr. 
2111 b. v. über früfyc trauern. 

Im Sommer 1837 musste G. Schwab für U. einspringen, 
der vom Fürsten v. HohenzollernHechingen gebeten worden 
war, t zu der in Hechingen, beabsichtigten Aufführung eines 
grossen Liederfestes eine Dichtung abzufassen, welche cora- 
ponirt und aufgeführt werden sollte' (Chr. Th. Schwab, 
Gustav Schwabs Leben 1883 S. 136). 

1841. 

S. 469. ©ultUfli i>fr GSentCtt. Quartbl. 11. SDtai 1841, 
das auch die folgende Nr. enthält. Den Anlass gab wohl 
Leetüre der auch gegen D. F. Strauss gerichteten Send- 
schreiben t Über den Cultus des Genius' (Hamburg 1840) von 
G. Schwab und K. Ullmann wegen Schwabs angefochtener 
Thätigkeit für ein Schillerdenkmal. — 1 aus $oItäf)errfdE)aft 
ja m. 2 (Seele wohl durch Versehen oder ohne den beab- 
sichtigten Ersatz vor ääfjlen gestrichen 3 aus (Sin @eniuö, 
0 nein! ber [darüber »on gestr. u. wiederhergestellt] ©enien 
groffe Sdj. 4 Ij. über IcuaStcnb. 

S. 470. fPfe Öftmbcn. S. zur vorigen Nr. Offenbar 
gegen Begriffsfanatiker der Hegeischen Schule. — 2). S3. 
nach iScbet 1 die Änderungen unb bort in ftiller Ä. oder 
bort fromm in ftiller (oder unb bort fromm in ber Ä.) wieder 
getilgt 2 o,. wiederhergestellt vor eigneä 3 ©. aus @ott 
allein 1 die Änderung Ob audj baä ganje wieder getilgt. 

S. 470. ©in wunberltdjer ©atlfrij. Zettel Holland-Spindler. 
Holland weist die Schriftzüge den vierziger oder fünfziger 
Jahren zu; hier vormuthungsweise aus innern Gründen und 
wegen der Alexandriner eingereiht. 

1842. 

S. 470. $ ümpftimittge. h 1 Octavbl. 13—14 gebr. 42. h* 
Octavbl. mit U.s Fussnote, h* Quartbl. S. Uljlanb unter- 
zeichnet, Holland-Spindler. Notter S. 288 ganz incorrect 
(11 gar 25eutfd)er ©intra^t $öftlta)feit) ; vgl. J. F. Böhmers 
Briefe 2, 408. — *). 10 die Folge 10. 9 umgeziffert h 1 Sinn: 
bilb neben ^eidjen über DcnFmal h l 11 2). über llufrcr h 1 
Siebe (zum Ersatz für ©.?) über G§r. h x . Zur Ergänzung 
der Fussnote ist hinzuweisen auf die Wirksamkeit des Dom- 



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- 108 - 

bauvereins seit dem Dec. 1841 , Corres' Schrift 4 Der Dorn 
von Köln und das Münster von Strassburg' (1842), die Vor- 
bereitung des Septemberfestes, den durch den Kölner Erz- 
bigchof v. Droste -Vischering 1837 neu entfachten, fort- 
schwälenden Streit über die gemischten Ehen, das Gutenberg- 
Jubiläum 1840 und die Frankfurter und preussischen Ver- 
handlungen über Pressfreiheit 1841, den Kriegslärm und 
Beckers Rheinlied 1840. Vgl. auch Leben S. 456 gegen den 
Ausbau. 

S. 471. JLJlfltbtattf. h x Octavbl. im Tübinger Sammel- 
band, o. r. 15. tybt. 42 (Holland: .Geschenk von Frau 
Dr. Uhland 31. Jan. 68'). h 2 Octavbl. Reinschrift, h* Octavbl. 
zweite Reinschrift, der zu folgen ist. Holland G' 62 1807, 
offenbar ohne Kenntnis von /< 3 . — Überschrift später ä 1 ? 
a ßlang wiederhergestellt unter Sd?oll tyn ,fern h l ^»ügel, 
[brinncn] brunter über <5rabc, [Komma, also erst geändert 
©r., br.| fftil, wo h l 4 2ld)! ein junget 2Jt. [wiederhergestellt 
aus ajtägblein /i 1 ] \a)l. k l h 2 aber die letzte Lesart (/«') ist 
neben der ungestr. er&ten notirt h 1 5 im ©rab ü. d. Z. h 1 
i. ©. b. auf Rasur h 2 @d)l. nach bletcbc h l « noa) tr. wieder- 
hergestellt unter nichtgestr. im Traume h l auf Rasur h' 2 
über laufet h l i o. wiederhergestellt unter richtet h l 

9 aus 9t. bte töelfe 9lofe [auch weifen 9tofen notirt] ab das erst 
unvollkommen in 31. \f)v roelfeö ftränglein ab geändert war h* 

10 33r. nach abgebr. pflü h l frtfdje oon bem ©rab darüber 
anbre frifa? frifd^ [soj com ©rab h l a. von bem ©r. h 2 n über 
Dodj auf ifjrcr Stirne glctd? A 1 in nach auf tfy h l 12 (Stirbt 
ber frifajen Siofe ®lan$ h 2 die letzte Lesart (/< 8 ) steht in h 1 
neben den drei Zeilen IDerbcit frifdjc [über rotfye] Hofen Meid) 
$rtfdjen Stofen falbt [gestr., ftirbt bletdjt oder mctrfjtj ber ©lanj 
Stirbt [vor ^albt] ber frifdjen 9tofe u fte h l h % 1.1 toirb (wieder- 
hergestellt vor Ansatz zu verftummt?] ft. über ift aar h x 
ig unter Hinas 3crftiebt bte frorie Schaar h 1 ih $ämm auf 
Rasur [ 33efp ? J h 2 3). t [neben hallt] über Pefperläuten fern fc» 
20 aus SJiägbletn h l . 

S. 472. ATiif|i\ h nach Holland aus den letzten Jahren, 
was aber recht unsicher ist, denn darin hat sich der treff- 
liche Kenner mehrmals geirrt. Eine Copie aus dem Nach- 
lass ist bezeichnet : 1842, was auf Information durch Frau U. 
beruhen muss , die allerdings in Daten öfters fehlgreift. 
Sollte U. ganz spät auf Goethes leidiges Urtheil zurückge- 
kommen sein, dem die Frage mit wörtlicher Anspielung 
gilt? G. an Zelter 4. October 1831 (6, 306): t Das Werklein 
[G. Pfizers armselige' Gedichte] ist an Uhland dedicirt und 
aus der Region worin dieser waltet möchte wohl nichts Auf- 
regendes, Tüchtiges, das Menschengeschick Bezwin- 



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— 199 — 



gen des hervorgehen. So will ich auch diene Production 
nicht schelten, aber nicht wieder hineinsehen. Wundersam 
ist es wie sich die Herrlein einen gewissen sittig-religiös- 
poetischen Bettlerm antel so geschickt umzuschlagen wissen, 
dass wenn auch der Ellenbogen herausguckt man diesen 
Mangel für eine poetische Intention halten muss.' Dieser 
6. Band erschien 1834. Vgl. auch Kerners Briefw. 2, 85. D2 
(Sophie Schwab). — Leben S. 326. 

1844. 

S. 472. An Freiligrath, h Octavbl. 7 Dct 44. Freilig- 
rath, den U. persönlich kannte und hochschätzte, hatte als 
Verfasser des radicalen .Glaubensbekenntnisses' im Sept. 
1844 durch einen Brief an den Minister Eichhorn (Buchner 2, 
125) seinen Verzicht auf das ihm im April 1842 von Fried- 
rich Wilhelm IV. angewiesene Jahrgeld (300 Thaler) ge- 
meldet. Er wohnte vorher in St. Goar: daher der Surlci. 
Im .Glaubensbekenntniss', das U. gewiss gelesen hat, ist 
nicht nur vorn (Assmannshausen , Mai 1844) jener — that- 
sächlich schon seit Neujahr geübte — Verzicht in starken 
Worten über seine politische Enttäuschung und sein Rechts- 
gefühl ausgesprochen, sondern auch (Gesamm. Dichtungen 
5. Aufl. III 18) der rheinischen Begegnung mit U. schön 
und ausführlich gedacht (,Auf uns hernieder sah die Lorelei'), 
und ein älterer satirischer .Brief darin schliesst : .Poet, wetz' 
aus die Scharte, Wetz' aus den Schwabenstreich.' Das ging 
auf Herwegh — .Nun zahlt der Schwabe Unland dem West- 
falen F. ehrlich heim', schreibt mir Frau Ida Freiligrath , 
bedauernd dass ihr damals schon in freiwilliger Verban 
nung lebender Gatte U.s prächtige Strophe' nicht gekannt 
habe: .manche Drangsale und Mühseligkeiten im Gefolge 
jener Publication würden sich für ihn haben leichter er- 
tragen lassen im Hinblick auf die Zustimmung des so sehr 
verehrten Dichters'. — 7 aus 2BeftpfaIe. 

An J. W. Wolf in Gent 2. Sept. 2ßcnn idj 3f>rer »uf* 
forberung ju einem Sieb an bie roacfcren ftläminge in ber 
3crftreuung be3 SReifeterjcne» unb bei bem ©tiUftanb, ber über* 
fjaupt in meinen lurifdjen (Stimmungen eingetreten ift, nia)t ju 
entfpre^en oermodjte, so wünsche er durch die Volkslieder- 
arbeit zu bezeugen, wie feljr aua) mir bie flämifa):beiitf$e 
Serbriiberung eine Sacf>e be3 .fiersenö ift (Leben S. 323). Wolf, 
13. August, bittet um .einige Strophen an unsere braven 
Fläminge. Ein Lied Ihrem gefeierten Munde entströmt 
würde mehr als alles Muth zu weiterem kräftigen Ringen 
in die Brust der wackeren Streiter werfen'. 



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— 200 — 



1847. 

S. 472. PreuBsischer Landtag. h Octavbl. 8 ftebr. 47. 
Durch ein Patent vom 3. Februar 1847 hatte Friedrich 
Wilhelm IV. nach langem Schwanken die Landstände der 
Provinzen in den Vereinigten Landtag mit einer Herrencurie 
und einer Dreiständecurie zusammenberufen. Scharfe Äusse- 
rungen U.s über die am 5. December 1848 octroyirte preus- 
sische Verfassung auf Frankfurter Blättern und Zetteln, so : 
Serfclbe ©belftein, ber, oon reiner §anb gegeben, ein Unter; 
pfanb ^eiliger Sreue ift, berfelbe Gbelftem ift, alä ^reiö ber 
Unehre geboten, eine göUiföe Äotyle; oder: 3Jtänner ber Slngft 
unb ber 9tuj>efuä)t, bie fia) oerfrodjen Ratten, ba ber Sturm 
ging, unb bie jefct wie bie Sdmetfen beim lauen Siegen fjeroor: 
frieden, bie unter bem ^jeerjeidicn beö Gopenlaubö, ber Ritter: 
pappcl unb be3 HJlolmftengelS gefjn unb if)re grenjenlofe SBen 
fafjungäliebe fclbft auf octrooirte Verfaffungen übertragen; oder: 
ia) oertraue, baö ftolje preuffifdje Volf roirb nidjt eintreten wollen 
in bie groffe beutfay ®emeinfd)aft mit bem SJiafel (bem S3ranb; 
mal) einer nic^t oon Ootteo, nein oon Äönigö ©naben auferlegten 
Verfaffung; oder: ba$ jefctlebenbe preufftfa)e Volf wirb nidjt 
feinen 9?adjfommen juni ©rbe (äffen roollen, bafj iljnen, wenn 
oon ber groffen Bewegung beo Saljreö 1848 bie SRebe ift unb 
babei ber geföenfteti preuffifapen SBerfaffung gebaut roirb, bafj 
bann bem jungen 0efcf>ledE)t eine lid>te Wötfye ins ®efia)t fä)lägt; 
und zum Ausschussantrag in der preussischen Verfassungs- 
sache lag vor ein Verbeff erungäantrag beo 2tbgeorbneten Urlaub : 
2)ie 9laiionaloerfammlung , alö Vertreterin ber neuerrungenen 
ftrciljeit unb poIitifct)en Gt)re bcö beutfajen ©efammtoaterlanbes, 
erflttrt, bafj fte bie oon ber Ärone ^reuffen einfeitig oerfünbete 
Verfaffung für reajtobeftänbig unb mit bem «Selbftgefüfyl eines 
freien Volfeö oerträglitf) nia)t anerfenne, fo lange biefelbe nia)t 
mit ben Vertretern bes preufftfajen Volfeä oereinbart ift. — 

Holland notirt die Mittheilung der Frau Ottilie Wilder- 
muth, U. habe auf der Hochzeit von Feuerlein und Julie 
Mayer unerschöpflichen Trinksprüchen des Brautvaters 
folgenden nachgeschickt : 

3)em ©eneralroünfcfjer. 

Sa) roünfaje feinen Söünfdjen allen, 
£afj fte aufS §aupt äurütf ilnn fallen. 

Nach Karl Mayers kleiner Autobiographie heiratete Julie 
den Herrenberger Diaconus Emil Feuerlein 1847. 



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- 201 - 



1849. 

S. 473. In der Paulskirche, h Brief bl. ; das Distichon 
auf der Rücks. und unten SBtr, bie roir 2lnbreä wollten, muffen 
für bteftmal unfer panier »erfajlucfen , rote jener Jäljnbriä} in 
ben <Sa)roeijerfriegen. — 1. Beilage der Allg. Zeitung 21. Febr. 
18G3 Nr. 52 (nach Th. Creizenach aus einem in Frankfurt 
erschienenen Parlamentsalmanach) ; Notter S. 328, durch 
den irregeführt Frankel S. 535 als ersten Druckort das Parla- 
mentsalbuin angiebt. Aber im ( Parlaments-Album. Auto- 
graphische Gedenkblätter des ersten deutschen Reichstages. 
Frankfurt a. M. Verlag der S. Schraerberschen Buchhand- 
lung (Nachfolger Heinrich Keller) 1849', von H. Simon ein- 
geleitet, findet sieh auf Bl. 9 unter einem längern Citat 
Radowitzens folgender Eintrag: 9lu§ bem Seift einer mftä)« 
tigen Solfäerfye&ung mufj quo) bie %otm, bie tfpx faffen fou*, gei 
fajaffen werben, ftranffurt a. SR. 7. 9Kerj 1849. 2. Urlaub 
von Bübingen. Wir haben keinen Druck vor 1863 finden kön- 
nen. 3 %a h — 2. Wohl mit Beziehung auf den am 8. März 
eingebrachten österreichischen Vorschlag eines siebenköpfigen 
Directoriunis deutscher Fürsten, in dem der Kaiser von 
Österreich und der König von Preussen als Reichsstatthalter 
wechseln sollten, l Komma nach ab beä unf. über md> 
Pcrbteitji bem (dies über bas eine bes). 

S. 473. In ein Stammbuch (der Tochter des Frank- 
furter Gastfreundes Dr. Mappes) am 22. Mai 3 um fteunb: 
liefen 2lnbenfen. S. U^lcmb unter den von seiner Frau am 9. 
eingetragenen entlehnten Zeilen (nach Jean Paul von Caroline 
Rudolphi? Notter). Beil. zur Allg. Zeitung 21. Febr. 1863 
Nr. 52; Notter S. 326. 

Auf die Stammbuch-Bedrängnis in Frankfurt, der eben 
jenes Parlaments- Album steuern sollte, weist ein Sammel- 
blatt folgenden Inhalts : 2Bo ber ©ine bis bürren 6anb (Bidas- 
soabrücke n— 14. Stammbuchbl. 12. Febr. 1849, faesimilirt 
im deutschen Stammbuch' 2. Aufl. Leipzig, Gumprecht 1857); 
Safjt eud) nia)t (An die Volksvertreter a); fcölmen eua) bis 
(Siferö geuer (ebenda ;>-i2); ©fynäfjen eua) bis 2ßaf)rf>ett (ebenda 
i3-i«, Variante ig ÜRur ben); 2Ran fagt, bie ©aat gebeilj' im 
2öetterfd)ein, SSon Sdjtdffalöfd)Iägen roaajf aua) unö bie Kraft! 
(Stammbuchbl. 28. Apr. im Besitze des Frl. L. Steiner in 
Stuttgart. Werner sagt im t Herzog Ernst' II <B f)eif$t, . . . 
Sßom Sannftrafjl, glaub' xa), rouaj§ aua) mir bie Kraft.); 3ßof)l 
un3 bis hat aufgelebt (In ein Stammbuch J)ie Zeit in' 9—15) ; 
®er ftreifjeit SRorgen (Den Landständen ,Und wieder 30); 
^efct wahret, Banner 2c. (ebenda 17); Untröfiltd) 2c. (Am 



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— 202 -- 



18. Oktober 1816 4 Wenn heut' 5 s. o.); $a foll ber SHenfrf) ic. 
(Neuj ah rs wünsch 1817 13 3)enn foll. Diese vier Verse %a foll 
schrieb U. am 8. Jan. ins Album des Vorarlbergischen Ab- 
geordneten A. Vonbun , s. Frankel S. 494) ; dazwischen (Sä 
ift eine genuffenfdjroere Aufgabe baä geworbene [wiederhergestellt 
für aefdnchtlidje] SHedjt mit bem eroigen auäjugleia)en , roeiui 
biefe 2lusgieia)ung felbft eine gerechte fetm foll. — Vgl. auch 
Josef Rank, Erinnerungen aus meinem Leben 1896 S. 363, 
wonach U. oft den Vers 2lnbre Berten, anbre Sieber ! als Ein- 
trag benutzte; das ist freilich erst im 4 Atta Troll' lünger zu 
lesen, s. aber t Die neue Muse' 10 Ä. 8»# a - 3Jiuf*«! Th. Paur 
(Neues Lausitz. Magazin XL 1863 Sonderabzug S. 9): „Bei 
aller Trockenheit freundlich und gefällig, versagte er keinem 
von uns eine Zeile der Erinnerung, als es in den letzten Mo- 
naten der Nationalversammlung Brauch geworden war, sich 
ein Album anzulegen. t Andre Zeiten , audre Musen !' war 
der gewöhnliche Spruch, dessen sich U. für diesen Zweck 
bediente; in mein Album schrieb er, charakteristisch für 
seine damalige Stimmung — wir waren eben mit Berathung 
der Oberhauptsfrage beschäftigt — die paar Verse aus dem 
.Ernst von Schwaben' : .Kann's doch im deutschen Reiche 
wohl geschehn, Dass der dem Kaiser heut den Bügel hält, 
Sich morgen selber in den Sattel schwingt'" (dieselben erhielt 
Simson als Autograph für seinen Sohn). 

Rank erzählt S. 389 f., vielleicht aus getrübtem Ge- 
dächtnis, U. habe in der ersten hoffnungsreicheren Frank- 
furter Zeit ein humoristisches Gedicht begonnen, worin die 
Herrn und Meister des Parlaments zu besondrer Strenge 
und Reinheit gemahnt wurden, damit der verstimmte Himmel 
nicht alles zerstöre : in Schwaben nämlich sei von einer 
Gemeinde stets der liebe Gott zum Abgeordneten gewählt, 
nun aber vergessen und statt seiner ein gewöhnliches 
Menschenkind in die Paulskirche deputirt worden. — Im 
November lehnt U. die Theilnahme an einer Monatschrift 
ab mit der Begründung: baf} id) niemals mtd) al3 politifcfjer 
<2d)riftfteHer oerfuajt fjabe, bie poettfdje Sluffaffung aber für mein 
0efüf)l niajt an ber 3ett ift (Leben S. 398). 

S. 474. Itlit (BortljfS ©cMrtjtflt (für Frl. Cäcilie Gräter, 
Erzieherin im Hause Mappes). Ii Zettel ohne das Datum 
(der Reinschrift; danach: Beil. zur Allg. Zeitung 21. Febr. 
1863 Nr. 52. Notter S. 326), hinten die erneuerte Widmung 
an Schott (23- Juni) zu den Versen 1819 3£enn Sinb' unb 
itfogen — i tob über ftürmifdicn. 



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- 203 — 



1853? 

S. 474. In ein Stammbuch. Unterzeichnet Sterlin, 
3. 3uli 1853. S. Uljlanb. Hoffmann von Fallersleben, Find- 
linge 1 (1800), 147 aus den Stammbuchblättern des Auto- 
graphen-Albums von Richard Zeunc in Berlin. Der Stoss- 
seufzer ist aber älteren Datums, denn Frau U. erzählte, sie 
habe einmal in Tübingen ihren Mann um ein Autograph 
bitten müssen und darauf dies Reimpaar als 4 etwas Senti- 
mentales' erhalten. 

1854. 

S. 474. gfl* glfb, ts mn$. h Blättchen 10. ?ye6r. 54, 
hinten der folgende Spruch. Benutzt als Sendeblatt für 
das Radetzky- Album des Innsbrucker Ferdinandeums (Xü: 
Iringen, 20. 2Ipr. 1859); auch dem katholischen stud. theol. 
Anton Ditges bei seinem Abgang von Tübingen auf ein 
Albumblatt geschrieben, wie dieser 18(53 K. Mayer (2, 258) 
mittheilte. Ausserordentl. Beilage zur Allg. Zeitung 17. Mai 
1859 Nr. 136 (aus Innsbruck; vgl. Kerners Briefw. 2, 512). 
Holland G M 18Ö7. 

S. 474. Jlmfonll bift &U. h s. vorige Nr.; darüber — 
I>er fräfthjfte Wiic ift feines (Belingens fttber, menu abgebr. 
Prosaentwurf. Auch für ein Stammbuch? 6' 5 -. 

1859. 

S 474. £ljr forfcfrt. h im Besitz der Frau Oberfinanz- 
rath Renner- Vischer in Stuttgart. Leben S. 459: 4 Uhland an 
Herrn A., Director des Liederkranzes in N.' (Andrea in 
Sindelfingen). Unter den Versen SJiit aufrtdjtiger Sßürbigung 
ber uaterlänbifajen Oefinnung be3 bortigen £ieberfrnn3eö. £ü* 
bingen, 28. |dies genaue Datum wurde uns erst naeliträglich 
bekannt) ftebruar 1859. 2. U. 

S. 475. <!&Me taUtfrifC fjfcröfjudjt. h vom 27. Febr. 
1859 nach Hollands Copie, mangelhaft interpungirt. 189S 
im Privatdruck eines .Wiener Stammbuchs' für K. Glossy 
mitgetheilt. Ausfluss des Ärgers darüber, dass angesichts 
des drohenden Krieges zwischen Osterreich und Frankreich 
in den deutschen Bundesstaaten kein Verbot der Pferde- 
ausfuhr nach Fr. erlassen wurde. — An Mappcs, Oct. 1859: 
Cftretd) f)ot freiließ mit üblem Erfolg gerümpft, ater ben Um« 
ftanb fet)e id) bod) für einen erfpriefjlict)en an, bafj ein beutfd)e<5 
§eer felbft unter mangelhafter Leitung fid; bao Slnerfenntnijj 



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204 — 



entfd)iebener >lriegötüd)tigteit erwerben tonnte 2lurf) ift es, uon 
meinem 6tanb»unfte, fein Unheil, wenn Cjtreid) immer mefyr 
von italienifa)en Sanben loSgelööt unb auf einen fefteren 2lm 
fdjlujj an baö übrige 2)eutfa)lanb geroiefen wirb. 

Hier sei noch bemerkt, dass U. mit dem satirischen 
Gedicht (um 1840?) .Der arme Gaul' k O armer Gaul aus 
edlem Spross, Wie bist du zugeritten 1 , das selbst Treitschke 
einmal für .erwiesenermassen' Uhlandisch hielt (Histor. u. 
polit. Aufsätze 4, 592) und dessen Jahn S. 217 gedenkt, 
schon der saloppen Sprache nach gar nichts zu schaffen hat. 

S. 475- Auf den Tod eines Kindes (des im zartesten 
Alter gestorbenen Grossneffen Einst Meyer), h am 18. Juni 
1859 verfasst (Concept eines Briefs an den Vater des Kindes; 
Leben S. 460). 1863 G 46 hinter dem Cyclus 4 Nachruf ein- 
gerückt durch Frau U., aber nach unserem Princip, das sich 
streng an des Dichters eigene Anordnung hält, auszuscheiden. 

Am 28. September 1859 lehnt U. (an Teichmann; Holtei, 
Dreihundert Briefe 4, 100) die Einladung des Generalinten- 
danten v. Hülsen ab , einen Prolog zur bevorstehenden 
Sch iiier feier des Berliner Kgl. Schauspielhauses zu ver- 
fassen: Bo efjrenüoU für mia) baö fneburdj bennefene Vertrauen 
ift, mujj id) gletajiüo^l mUg beeilen, mit wenigen Söorten am 
jubeuten, roaS mir nidjt geftattet, beut ergangenen Slufrufe ju 
folgen. 2>te literarifaje Arbeit meiner uorgerütften $af)te be= 
roegt ftd) feit geraumer 3eit niajt metjr in felbftgeübter Sßoefie, 
fonbern in ber ©rforfdjung beö germanifdjen 2lltertf)umö auö 
ben Gebieten ber aflntijologie, 6age unb Solräbidjtung; iaj bin 
eben barum, von jeber anbern ©rroägung abgefeljen, nid)t ge; 
ruftet, mia) vlbfclid) mit eigenem Tinten auf ein fo oerfd&iebenesi 
yselb gu begeben, wobei bie Öröfje ber geifttgen ^erfönliajfett, um 
bie eö fiä) ffanbelt, unb bie Süürbe ber auSgebeljnten freier aud) 
von Seiten be£ iHorrebners ein tiefeö unb umfaffenbeö Ergreifen 
beö reia)f;altigen Öegenftanbö forbem mürbe. 

1861. 

S. 475. Margens, h Octavbl. im Besitze Prof. Dr. 
W. llosers in Frankfurt a. M , datirt: 27. 9Wai 61. 1863 
eingeschoben zwischen t Das Thal' und .Kuhethal'. 



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Aus unbekannter Zeit nach 1810. 



S. 476. Erinnerung an das Sonntagsblatt, h Octavbl. 
ohne Titel, signirt 11 von Frau U., die das Gedicht im 
4 Leben S. 43 nach dem .Abschied' (9forf) fdjroeOt ber £«13) 
als späterer Zeit' angehörig mittheilt. Nach den Freiheits- 
kriegen. — 2 fr. aus froren « <5tyon\ aus 6o h &ax Leben 
9—12 neben Die ^rcirjctt faf| rfcrnicbcr 2hifs Hebe Patcrlaiib 
Uub frenbiot naf{tn man ruieber Das alte 33udj 3ur l?anb. 9 9f. 
|über Drauf J f. u. über halbgestr. Da fdjluacu 2)eutfd)Ianb3 
10 25. $r. über Der morgen br. f. 83. oben für mar cnuadjt 
über bradj rjcraii n 2)a wiederhergestellt unter nichtgestr. 
9hm 13 beutfcf)e gestr. u. wiederhergestellt über 33üracrtugenb. 

S. 477. fPU ijciflf. h 1 Octavbl. im Tübinger" Sammel- 
band (Geschenk der Frau U. an Holland 31. Jan. 1808). 
h 3 Quartbl. h 3 Octavbl. Reinschrift. Wohl aus den zwanziger 
Jahren (nicht Jugend). Mörike an Hartlaub 13. Oct. 1863, 
Frau U. habe ihm u. a. gezeigt t eine Anzahl ungedruckter 
lyrischer Gedichte z. Th. aus späterer Zeit, von seiner Hand 
in's Reine geschrieben. Die Frau verwahrt diesen Schatz 
mit Ängstlichkeit, in einem Paket zusammengeschnürt, gegen 
den Anlauf begieriger Liebhaber, Litteraten und Verleger, 
weil sie nicht sicher sei, ob die Veröffentlichung von dem 
und jenem im Sinn ihres %Ianns wäre, der ihr doch unbe- 
schränkte Vollmacht deshalb gab. Ich las einige Stücke 
zwei- und dreimal und fand sie so schön und vollendet, 
dass ich meine Verwunderung über solche Skrupulosität nicht 
bergen konnte. Besonders gefiel mir ein kleines Stück, von 
dem sie selber sagte, es sei ganz bezeichnend für U.s Sinnes- 
art : das Schlürfen der Neige des Weins, die nmn noch sorg- 
sam aus dem Glase tröpfeln lässt, verglichen mit der Lust 
am Leben bis auf den letzten wonnigen Rest. Dies ist un- 
gefähr der Gedanke' (R. Krauss im Euphorion, 3. Ergänzungs- 
heft 1897 S. 167). Holland wollte das Gedicht in den An- 
hang aufnehmen, was Frau U. in letzter Stunde verbot. 
Nach einer Copie Euphorion 2, 128. — Überschrift fehlt ä 1 



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— 206 — 



1 neben halbgestr. ^ragft bu, warum fo genau (darüber was 
mit folctjcr (ßicr und darüber mia) , warum mit ®icr) h l 

2 legten Zeigen oder e? h l 3 neben nichtgestr. Unb warum 
fein Xropfen mir (n>. — mir über rem biefem golottcn CErjan) //' 
4 neben 2JKr fein Xropfen [wiederhergestellt aus tropfe | fehlen 
(darunter fctjminbcn] bürfe worunter 9luf bem ©runb |? über 
abgebr. Unge) uerfiegen bürfe steht 2Hir im [darunter Schmäh* 
lid? — unter ^ülflos — mir] ©la3 t)er[icgen [darunter turnt 
mern) bürfe h l 6 neben @fj fein Sebenoburft geftiHet h 1 aus 
IcbenSburftgen (so h l ?i 2 ) A s 7 neben hin- u. hercorrigirtem 
Ob er niöjt nod) ganj unb üoH h 1 er nach biefer ä 1 h neben 
Schlürfe, roa§ »on [wiederhergestellt unter roo ifmi aus wo 
noch] Seben quiüet h l 10 3« V> wiederherg. aus 2)iefe perlen 
h l ebler wiederherg. für füjfcr cjolbncr darüber u. ebler füffer 
darunter u. meiner a. R. h l n tiefer füffe [gestr. u. wiederh. 
über eble worunter lichte füffe] HRorgentjjau (unter $tmme(0$ 
t§au so) neben 3a ! Penn ber fcl\jc füffe eble [so über ZHefer 
ijolbnel Slebentfjau h l . 

S. 477. ^0 tft'ö fleimg. h Quartbl., hastige Züge. — 
l e3 — j. über boeb mehr als Hedjt 2-4 neben IPirb fic ein 
IMncj für fid? Dann ßellt bem Herren fieb ber Knecht [aus ©teilt 
fia) bem §errn ein ftoljer Än.] (Senüber frcr-cntlicf?. so « leisten 
(nicht lia)ten) ü. d. Z. aus $f)nueäfa)Ieier worüber Unleser- 
liches 7 SÖel) nach Docfj aus wenn fte ber. 

S. 477. gfenn ^attctlfptcL // Zettel, Bleistift. — g 6. 
unter nichtgestr. Harmonien. 

S. 478. git Ücl|tT* h Zettel, Bleistift (Collation Hol- 
lands, dem Frau U. den Anlass nicht erklären konnte; an 
Meyers?) G 41 (1863) 186. Leben S. 3 ungenau. — 1 fr. über 
ebler 2 D wela) ein L ftt). über reicher 4 otelen nach manchen 
über nichtgestr. $lnbern (so L), 

Bruchstücke aus unbekannter Zeit nach 1810. 

gl»»»« 

föifpanien, baö £anb mit grünem Saube, 
Öatt' einen 3Jtonn jum Alönig; biefer mar 
Örofe, mie ein £elb, unfajulbig roie bie Xaube, 
So lebte ber fein Seben ganj unb gar. 
6 9iomulu3 war geftorben oor bemfelben, 
SCeneaö aua), gefommen übers SJteer, 
Sleneaö auö bem Sanb, bem fjoniggelben, 
Süffigen ®riea)enlanb, mit 6a)iff unb $eer. 

Quartbl. Holland Spindler , schöne Schrift mittlerer Zeit; 
Anfang einer schwachen Übersetzung — woher? Mit Cer- 
vantes' Drama t Nuinancia' haben die Verse nichts gemein. 



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- 207 — 

h Quartbl. Mahmud II.; 1826 f.? Oben isolirt triebe 
golbner Jpimmeläfnabe. 

$eimroärt3 oon beä $rutf)3 ©eftabe, 
Jßol) [behalten, feljrt baö £>eer 
Unb bie Xrommel tönt nid)t mefjr 
2U3 jur feftlicfjen Sßarabe. 

5 triebe! unter beinern Segen 

SUkfjl ©eroerb' unb Jpanbel [aus SBf. bei" &>. üppig] auf! 
2luf [nach IDic f. .] bem Süajar, roeld) ein Stegen! 
6ion3 Qugenb [nach 3ungfr] fteljt 311 Äauf. 

2lud) bie Äunft wirb bieö oerebeln: 
10 @in ^aloft von neuer 2lrt — 

2Jla$mub fa)n>ur§ bei feinem 33art — 
35>irb erbaut aus (5§rtftenfa)äbeln. 

3ft e§ boa) ein bummer &?af)n: 
2>afj baö 33 tut jum Gimmel fdjrete. 

6 Politische Fragmente, wohl aus den zwanziger oder 
dreissiger Jahren ; Quartbl., dazwischen eine Notiz : 34, 231 

<3att)3 bringt ben Weift. ©ef. auf. An 1848 f. ist gewiss 
nicht zu denken. 

2>a fteigt von £baö 3pi(je 
SIpolt in'fi Sttjlaajtgefilb 
9Hit fetneä ©olb)d»t>ert$ 23Iifee 
Unb mit bem Sd)retfen3fcf>tlb. 

5 $lu3 reiner §öf)e ftammen 

3Kuj* alfo ber ©efang, 

60H fdjrecfen, foll entflammen 

©ein irbfdjer Kämpfergang. 

©lütf 311! bem f beutfa)en Siebe, 
10 2>rin frifdjer jJlt^er Ijauajt! 

[aus reiner &tljer — geändert £audj bes s )itfjerö — mebt| 

Uns fc^Iäft ber ^riamibe 

Unb unfre %xo\a raua)t [nach bebt) 



3$ roeifj nia)t, 06 ber junge [über bcrbe| breite 
©efeU, ber auf bem Dfen Hegt 
Unb balb fict) naä) ber Eonaufeite 
Unb balb fief) naa) bem 9i()eine wiegt 



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- 208 - 

3d) roeifj: bie alte | ü. tl. Z.] biirre [danach bcutfdpcj Qia)e, 
2>ie brei unb breiffig | danach armi<j ftarrtj Sinne redft, 
2km einem .ftimmelofeuerftreiaje 
3Mrb fie 5U 2lfd;e l)in[über baf>itt]gcftrccft. 
:> Gin (Schiaß, »om Gimmel tnufe er flammen, 
25er Ijerrliaje, ber fie Derart, 
Unb ringö erftef)t uon ityren glommen 
£>er junge (Sidjenroalb oerflärt. 

7 eigentlich ringsum erfiefjet (um leuchtet erft. ». i. über ftefyt 
tu ben ,fcucr). Den Satz in einer politischen Rede von 1888 
2lucf) in ber beutfajen (Stdje §o& eö roieber ju rauften an 
(Leben S. 246) darf man kaum zur Datirung verwerthen. 

Ich kann eben noch in der Correctur auf Hartmanns 
Wink eintragen, dass Nägele, Tübinger Blätter 1898 Nr. 1 
S. 16 Folgendes veröffentlicht hat: obige Verse von der 
Eiche als den 40er Jahren zufallend und die Gedichte Der 
Knecht (1, 414), Die Nixe (416), Bitte (431), Bildungs- 
reise (447); Die Blumenwelt (s. u. 1806), Lied im Früh- 
ling u. An die Ferne (1807). — 

h Octavbl., nicht etwa aus der Jugend (wo das Tagbuch 
8. Juni 1811 meldet 2lusfül)rung ber Äernerfdjen ^arobte : $a! 
trotfne bie Xfjränen, fdjön ftöädjcn traut!), mit dem räthsel- 
haften Unsinn: Stuf jener 2Um Sa läuft ein 3IUberf)all uon 
SJalm 3U 33alm [Schweiz?]. 3Son Xag ju Xage Sßirb fort« 
gefungen eine alte ßlage. 9lm Ufer ftunb £aut jammernb eine 
Wirtin, ooll unb runb, Sie ftemmt bie Sinne §n beibe Seiten 
unb 3erfpringt uon Marine. Grtrunfen mel) 2>er §irte Sie SWaib 
jerfprungen. 



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Anhang. 

Jngendgediclite vor 1810. 



Uftlanb, Ö<bi$te. II. 



Bis 1801. 



Der Mutter zum Neujahr. 

3Bie grofj ift 2>f)re 9fluttcrgütc, 
Xk Sie mit jebcm %al)x ernenn! 
Sdjon fiiljlt fte beffer mein ©emütfje, 
Unb meift fid) ifjrer ganj 311 freun. 
s Ü)od) beffer fcnn' tdj aud) bic $flid)ten, 

3)ic mir bie 2)anf barfeit gebeut ; 
Sem (sifer biefe 3U uerrid)ten 
Scn meine Äinb^cit fdjon gemeifjt. 



Bitte um die Herbstvakanz. 

^mmenneljr nal)t fid) ba3 ga$r ber erquirfenben 9Hi$e be3 äBtnter«. 
(Mblid)t werben bie 33lätter ber bisher grünenben Zäunte, 
Unb erquitfen und, el)' fic jur 9iul)e beö ätiintcrä gelangen, 
9Jüt ben fjerrlicfyften ^rüdjten, womit fie ber Schöpfer gefdjmütfet. 

5 Sunt ift ber ^crbftlicfje ftain, wie bie blumid)te SBiefe im ftrütyling, 
®t ift erfüllt mit beut wilben Io! beö rufenben 3ägerö, 
Unb bem tauten ©ebelle ber wilben fid) tummlenben öunbe. 
3ejt erfreut fid) 311m lejtenmal ba§ gefieberte Sollten, 
(*f)' eö ber froftige jWorbroinb in wärmere Sauber oerfdjeudjet. 

10 «Bon bem blauen Öebürge ertönet ber Subel bed ©Ingers, 
3ßela)er bei frohem ©cfange, in Hoffnung fd)on Trauben fid) 

fdjncibet, 

Itnb fid) bemüht mit erfreuenbem Metrie bie ftäfjer 3U füllen. 
v Meö biefe labet aud) und, 31t fjofjtcn be3 fterbenben £$al)reö 
Seiten Seegen, um und 3U frifd)erer Strbcit 3U ftärfen. 
is Sieui erbitten wir und, ioocfjwürbger! ben großen S'afanjtag, 
9iid)t bei beftänbiger 9Jht|e und immer nur fjfreubc 3U machen, 
Cber be3 tförperS 31t pflegen, bir, fdjänbliajer 3Hüffiggang! 

frö^nenb. 



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- 212 — 



Stur nad) gefdjeljener 2lrbett, motten mit $reube geme&en, 
Unb bann nad> frohem ©enujje bcr $reuben beö Ijerbftlidjen 

ftreptagö 

ftrotyer bic ©djule befudjcn, unb ernfter bcm gleite unö ipibmen. 20 



(9?ad) Silius Italiens.) 

©ripio, jener berühmte SBejiPtnger ber [tollen Gartljago, 
©afe in ber Slüte ber 3 a (? re > gequält von trüben Öebantfen 
3n bem ^eiligen §aine, befdjattet pon buftenben Sorbeer'n. 
©tarr ba$ 2luge jur (srbe geheftet, gebaute er ängftltd) 
2ln fein fünfttgeS ©djicffal, gepeinigt pon graunpoller Slljnbung: 5 
„$önt itt) mit mächtiger £anb bie Pforte ber 3 u ^ urt f* erbrechen, 
$önt xd) mit forfdjenbem 5luge bie Siefen beö ©djttffalS burd>= 

fpä^en!" 

©pradj er, unb fcf>lug mit neroigter ^auft bie gerunjelte ©tirne. 
3)a ertpeefte ben Xräumer ein 9iaufd)en, roic gepfjprgeltfpel, 
Unb er faf) in bie £>öl/, unb faf), — 0 (Srftaunen! 0 Sßunber! 10 
©af) in geringer (Entfernung jioei f)immlifd) geftaltete ^ungfraun, 
Sie, von Pergolbeten Söolcfen getragen, ftd) freunbltd) tfnn nagten. 
3föm 3ur Stedten trat nun bie eine voll ^eiliger Stürbe, 
Xugenb, mar if)r s JJaf)me, bie anbre, bas Safter, 3ur Sincfen. 
Ueppig rollte ber lefcteren £mar in roaltenben Soden 15 
2luf ben 3)ufen fjerab, unb buftete perfifetjen Süalfam; 
Unb if)r s ^urpurgeipanb mar ferner mit Slfrica'ö ©olbe, 
Unb mit 3"bicnä flimmernben (Sbelgefteinen belaftet. 
Sßrad)tPolI umgab ein gefünftelter ^ufc bie marmorne ©tirne, 
gred; entfuhren bem reijenben 2lugenpaar brennenbe 83lifce 20 
Unb mit frcunblidjer attiene begrüßte fic lädjelnb ben Jüngling. 
3enc hingegen, umflofjcn pou ungefünftelten paaren, 
3ßar in ein roeifseö Öeroanb gefüllt, ba§ fittfame Crinfalt 
Sieblid) gefdjmütft; iljr 9tugc mar ernft, bod) Reiter unb freunblid). 
üDiännlid) mar i^r ©ang, majeftätifd) \i)x Söudjö unb ergaben, 25 
2111' if)T Üßefen mar fjolb unb Ijeilig, unb efjrfurdjtenoetfenb. — 
Sefct \vxad) enblid) bie SßoUuft suerft ftU bem mürrifd)en 

Jüngling 

ßitel, Poll ©tolj, polt feften SBertrauenä auf if)re SJerfpredjen : 
„S^öridjter Jüngling! bu wagft, ber 33eftimmung fo fetyr ju 

pergeffen, 

Unb entfdjliefeft bid) ben 5ri»^ li «Ö beä Sebent burd) £rieg gu 30 

perberben, 

Unb burd; eiferne 2lrbeit unb 9)Uif)e ba3 Seben ju fürjen. 
§at bein pd&tiger ©inn bie blutigen ©jenen bei (Sannä — 
£at er oergejjen bie ©djlaa)ten am $0, bie mörb'rifdjen mtlben, 



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- 213 - 



äiJo ber oenettfaje ötrom oom SBIutc gerottet bafjinflofj, — 
35 6d)on bcn mäonifdjen «See, ber alä bie ftngiföen <£ümpfe 
<3dn - ccflid)er ift? D £eta)tfinn! D unoerjeif)lid)er 2eid)tfinn! 
Sage, roaö frommet eö bir, ben ©rimm beö <5d)icffal§ 311 reiben '< 
Söillft aud) bu baö SRetd) beS giganttfd)en SltlaS erftürmen? 
Süillft aud) bu (SartfwgoS befeftigte Surgen erfteigenY 
10 Änabe! 3d) warne biet), pre nun auf mit ©efaljren ju ringen; 
.•göre nun auf bein blüfjenbeS £eben bem ©türme ber 2öaffen 
2(u3äufe|jen ! Safi ab, fo roürbeoergeffenb ju fianblen: 
<3onft wirb bir bie 2llle3oerberberin ^ugenb gebieten, 
Kütten burd) fernbliebe öcere, unb mitten burdjö $euer ju rennen ; 
* 5 6ie, bie bir ben Sater, bie bir ben Df)eim entrtefeen, 

Sie ocrfd)roenbrifd) ben feurigen ^auluä, bie baeifdjen gelben 
3u beö ©rebuä ftogifajen Söafiern hinunter gefd)leubert; 
Sa fie ber 2Ifd>e, bem ©piele beä ©turmä, ben erfajlagenen 

Seichen, 

Unb ben gefüfjllofen Statten erhabene 9ial)men oerf)eif$en. — 

50 2tf>er folgteft bu mir: bann rooljl bir, glücflid)er Jüngling! 
D bann mürbe bir füfj ba3 befdnebene Seben oerflieften. 
Niemals mürbe bie 6d)lad)ttrompete oom Schlummer biaj roeefen, 
Niemals roürbeft bu füllen bie Dualen, bie unter bem 2lrcftos, 
Unter bem fprüf)cnben Kreb3 f>erfa)füd)t'ge Grobrer erwarten; 

55 ÜNiemalS roürbeft bu fpetfen an fajänblidien, mageren tafeln, 
Sie auf bem blutigen Sdjladjtfelb errietet ©efüfjle be3 2lbfc$euS 
Unb beö SdjauberS erregen, roo fidt> ba£ |>irn ber ©rfd)lagnen 
2ln ben %ü$tn bir fjängt; 0 Jüngling, (äffe bia) fdjredfcn! 
9fiemalä mürbe bir ©taub, oermengt mit blutigen ?ylecfen, 

«0 2luf bem §elme fid) fammlen, nie Surft unb junger bid) quälen. 
9iein! Su roürbeft nur roonnige Stunben, nur ^eitere Xage 
Sd)er,jenb oerleben, bu roürbeft mit roonnetrunfenen Slugen 
Surcf) ben ©djleier ber 3ufunft e * n glücflidjeS 3tlter erbltcfen. 
D roie grofieä (httjücfen, roie ^erjer^ebenbe ftreuben 

65 ipat bie ©ottfjeit niajt felbft ooll ©üte bem :öienfd)engefd>led)tc 
2lus bem güttfjorn beö SeegenS jum frofjen ©enufje gefpenbet! 
Safere barnad) folang fie nod) ba finb, unb merefe bir, Jüngling, 
SNcrcfc bir rooljl: 9iur einmal bürft iljr ©terblidje leben: 
Unerbittlich entführen bie SDogen beö ftugtfdjen ^lufjeS 

70 (sureä Vergnügens elofi|*a)e <Stunben in näd)tlid)e liefen. 
SBcr bereut nia^t am Staube be3 ©rabcS, bie #reuben bc3 SebenS, 
Sie \a) fo roillig geroäfjre, nidjt reictylid) genofien 3U haben?" 
Sod) jefct ^atte bie äBolluft bie locfenbe Siebe befdjlofjen 
Unb bie Xugenb begann ooll eljrfurdjterregenber Söürbc: 

75 „£rau nidjt, feuriger Jüngling! ben fd)meid)elnben SBorten ber 

Sime, 

Senn fie toeft bic^ auf irrige SEBege, in trüglic^e ©ajlingen, 
Sia) ben Jüngling, in ben bie ©ötter ben ©runb ju erhabnem, 



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214 - 

3U f)immlifd)em ®etfte gelegt, id) warne mit (Srnft bid) ! — 
5i>ie bie fjeljrcn 33eroof)ner be$ weiten ClpmpoS, ergaben 
lieber bas 3)fenfd)engefd)Icd)t, unsäfjlige Selten regieren: so 
Scnb aud) tf>r weit über bie anbern (3efd)öpfc ergaben, 
ü&etfilid) f)at bie üftatur eud) 9)tenf$en als Heinere (Götter 
2luf bie Grbe gefefct, bod) jeben, roeldjer uergefeenb 
Seiner fjotyen iöeftimmung, bem Softer fidt) weiset, oerbammt fie 
3n ben gäf)nenben Staaken bes fdjretfenuollen Sfoecmtd. ss 
2lber jeben, ber roürbig bes Ijimmlifdjen llrfprungs fid) jeiget, 
Ten erwarten bie Pforten bes Gimmels, ber äüotynung ber (Götter. 
Tcnn was foU id) erwäfjnen Sllcibens, bes 2lllcsbc3wingers, 
2Bas bes Sof)ns ber Semcle, beö 3)iorgenlanbs tapfren Sefiegers, 
Ter mit caucafifa)en tigern am Siegeswagen einfjeräog, w 
Tem in Ueffeln gefdnniebete Serer unb ^nbier folgten'*' 
3Bas erroälm id) ber lebifdjen 93rüber, beö ftelbengefdjledjtcs, 
Tie ber Sdjtffer im wütenben Sturme fo fef>nlidt> erfleljetV 
SBaä ermahn' id) bes eblen Cuirins, bes Slnljerrn ber Körner? — 
Cffne bie 2lugen, o Jüngling ! bie $ottf)eit fdjenrfte ben 3)tenfa)en 95 
Gin erfjabnes Wefidjt, fie erfyob es gegen bie Sterne, 
Ta fie bie übrigen 2f)iere ber (*rbc, ber Surft unb bes Sßaffers 
$egen ben trägen, ben garftigen Saud) 311 fefjen oerbammt (jat. 
Ölütflidies 9Jlenfd)engefd)led)t! bu bift pr (SE)re ber Öötter, 
Tie mit ungültigen (3aben ber @üte bid) feegnen, erfdjaffen! — 100 
Sctpio, bliefe jurüd' auf SHoms merefmürbiges Sbegfpiel: 
9iom mar einft nid)t gemadjfen ben Saffen beö ftarefen Jibenä, 
Rom mar einftens aufrieben als niebrige ftreiftabt ju wad)fen, 
Unb jefct ift es burd) eigene Äraft — bie Siegentin beö ©rbballs. 
Cber fct)c bid) um im Sudje ber 3Sölcfergefd)id)te : 105 
Stäbte, bie efjmals bas $lücf 3um glänjenben Sifce erfolgen, 
Tienen, jertrümmert in 9)Jober unb Öraus, bem Sdjretfen jur 

SÜofjnung. 

2ßer oerfd)eud)t' aus ilmen bas Ölücf, roer fmt fie jertrümmert ? 
9iur ber fcfjänblicr)e Surus, bas fdjmarje S3erberben ber 3Jlenfd)f)eit. 
3a, nidjt göttlidjer ©ifer, nietet Jyeinbe, mdjt blifoenbe Sdjwerbter, 110 
bringen fo fdjrötfltdjen Sdjaben, als bu, 3erftörenbe SMuft! 
£runcfenf)eit, giftiger Surus finb ftets bir traute ©efärtt)en. 
3mmer umflattert bid) Srfjanbe mit nädjtltajem Stabengefteber. 
9)Ud) begleitet bie Gfjre, ber ffluljm mit frohem ©efidjte, 
2ob unb Sieg mit filbernen Sdjwingen umf)üpfen mid) Reiter, 115 
Unb mid) ergebt ber Sriumpf) mit Vorrber befränjt 3U ben Sternen: 
Sittfam unb rein ift mein §aus, es fte^t auf roolefigten Reifen 
Unb ein befd)roerlitf)er ^fab fü^rt über bie fpifeigen $üge(; 
SKü^fam ift er 3U fteigen; (nia)t trügen ift meine ©emol;nl;eit) 
äßer mein §au$ 311 betreten verlangt, mu^ ftreben unb ringen, 120 
Tod) balb wirb er, balb mirb er bie tfjierifdjc ©laffe oon a)knf'a)cn 
2Jon ber gigantifd)en ^ö^e Ijerab weit unter fia) fel;en. — 



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- 215 - 



2ßaä bie SBottuft oerfpridjt ift £rug, ift fd)änblid)eä 33lenbroercf. — 
AOlgteft bu mir, bu roürbeft bei Siegen, bei ©türm unb @eroitter, 
125 Eingeworfen auf faulenbeö ©trof), oft 9täd)te burd)road)en ; 
.v>ätteft ben quälenbften junger, ben brennenbften Surft 3U bc; 

jroingen ; 

2lber bod) roürbeft bu ftetS bie ftrengfte ©eredjtigfeit üben, 
Unb bu fjätteft bei jcglidjcn 2f)atcn bie ftimmelöberootyner 
2113 bie fjciligften Bingen, bu roürbeft »oll flammenber ©treitluft, 

130 äöenn ein feinbüdjcS £eer baö ^aterlanb graufam bebrängte, 
2Jiutf)ig bie Sßaffen ergreifen, bu roürbeft bie feinblidjen SNauern 
31(8 ber erfte erfteigen; nid)t ©olb, nid)t brofjenbeö Gifen 
SBürben bein mutfyigeö ftcrj, bein ftarfeS ©eroiffen befiegen. — 
Seber mit tnrifdjem Purpur ooll ^rad)t bemalte Jalnre 

j35 @eb' id) meinen ^erefjrern, nod) Männer entefyrenben iüalfam; 
2)enn biefj finb nur rocibifdje (9aben ber ©d)metd)lerin SIBolluft. 
SBenn bu mir biet) ergibft, fo roerb' id) mit Äraft bidj begaben, 
£annibaln, Monis fjartnäcfigften fteinb, mit föufmt ju bejiotngen, 
Unb nad) graufer 3crftörung beö f)od)getl)ürmten (Sartljago 

140 3n beö Donnergotts ©d)ofi bie erfämpften 2ropf)äen $ti legen." — 
3fcfct oerftummte bie Xugenb, ber Jüngling f>atte begeiftert 
Unb mit roaüenber SBruft bie Webe oolt f)immlifd)er £>of)eit, 
Unb bie erhabnen (Stempel gehört, burd) fjeilige ©djroüre 
Wab er ber lugenb fid) f)in, auf eroig, auf eroig, auf eroig. — 

liö s )Jiit entfärbtem ©efid)t, oolt SButf), oolt fodjenben Sngrimmo 
©af) bic SBoUuft bie fyetlige ©cene, fie fd)äumte oor 9iad)e; 
„fiebriger .Hnab', id) gef)e — fo fprad) fie mit bred)enber ©timme — 
Slber, eö fei; prop^e^eifjt, eö roerben nod) Reiten erfdjeinen, 
3ßo baei gelirnige Moni mit ftreuben mir einflenä gcf>ord)en, 

150 Unb mit Vergnügen mir tjulbigen roirb, bann fpottet man beiner." 
Seftt oer^üUte fie fid) f)of)ntad)enb in fdjroarjes tfleroöltfe. 



1801. 

Pttncr |ttntier. ben 1, 3mu 1801. 

©d)on roieber ift ein §eer oon ©tunben, 
CSin %af)x nad) furjem Sauf uerfd)rounben 

3m Suntfel ber üKergangentyeit. 
Irin %af)t, roorinn bura) jarte £iebe 
5 Unb burd) bie fd)önften 3)luttertriebe 

©ie unermübet mid) erfreut. 

Tod) füfjlf id) 3t>re 3)iuttergüte, 
Sie für mid) unucrroelcflid) blühte, 
9Ud)t nur in bem »ergangenen ^afjr: 



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216 — 



D befte Butter, mid) bedürfte, 
9Ug id) ba$ erfte *ia)t erblitfte, 
Sa)on 3(>re Viebe, treu unb flar! 

Sit mancher 9Jad)t oolt 2lngft unb Kummer 
l!erfd)cud)tcn Sorgen ;V)rcn SdUummer, 

(53 waren Sorgen für mein 2M)l, 
G3 maren Sorgen für mein Öeben; 
Sie fafyen in (|jcfaf)r mid) fd)wcben, 

Xa mar %f)x .^erj gleia) forgenoolt. 

0 rönnt' id), fönnt id) jefct am 3iele 
2)eö ^ß^reö, um bie Santfgefüljle 

AÜr baä, nmö Sic an mir getrau, 
^Heri)t auöjubrürfen, SBorte finben, 
Unb geigen, bafc mein .^erj empfinben, 

3Bol)ltt)aten tief empfinben fann! 

2)od), eifrigft roill id) mid) beftreben, 
2)urd) ftleijj, unb burd) ein ebleä Seben 

30r iWutterljerj ftetS ju erfreun; 
Unb ©Ott miß id) innbrünftig flehen, 
Siel Jyreube, (yiütf unb äi>of)lerge^en 

Stets fegnenb %f)ntn $u oerIeif)n. 



Bufricbfttljett. 

Slbenb ward, id) wallte mit (rntjütfen 

Xnvö) bie bämmembc 9fatur; 
2(benb marö, id) faf) mit froren iülttfen 

Satte §eerbcn oon ber ftlur 
fteim inö ftiUe Xörfdjen btötfenb fjüpfen; 
Saf) ben Ul)U feinem Weft entfdjlüpfen, 

Unb fd)on ftieg ber fnnfte Wonb 

Still herauf am ftorijont. 

Unter biajtbelaubten (*rlen:$3äumen 

SBanbelt' td) bem 93aa)e nad), 
Scr fid) l)ier, mit wilbem, bumpfem Sd)äumcn, 

9Cn bemooften Reifen brad) : 
2>a erblicft id) an bem grünen Straube 
(Sinen 9)lann in länblidjem $ewanbe, 

3)er im tfjaubeperlten ©rad 

Unter einer (Srle fafe. 



— 217 — 



©anftgelocfte Silberpaare wallten 

N Jluf ben üRütfen ipm fyerafc; 
Setenb faf> td) ifjn bie &änbe falten 

lieber feinen Änotenftab. 
5rifd)er glühte feine braune SBange, 
llnb mit 2lnbad)t f)örte er bem Klange 

Giner Slbenbglocfe ju; 

Sein Öeftajt fprad) ©eelenrul)'. 

(Sin'ge ©tüddjen fdjroarjen 33robe3 lagen 

Sieben tym im füllen ©raä, 
Sie ber fromme ©reiä jefct mit 23el)agen, 

Unb jufriebner 3Riene afj. 
3n beö 9(ngefia)te3 faurem ©djroeifje, 
©d)ten bem $roljen feine ftf)lea)te ©peife 

Unb ein ooHer äBafferfrug 

Uebrig, übrig fa>n genug. 

ISnbliaj trat iaj Inn 3U bem Vergnügten, 

©drittelt' tpm bie raupe öanb, 
Sinn, bem Srob unb äüaffcr fa)on genügten, 

35er babei ftdj glütflid) fanb. 
„(#uter 3)2ann, bei fold) geringen ©peifen" 
©praa) id) „fdjeint il)t* eua) noa) frof) 31t preisen, 

llnb boa) jeugt biejj fepmarje SJrob 

9hir »an S(rmutf) unb oon 9iotf)?" 

„Jüngling, 5( e i6e weg mit folgen fragen/' 

Sprad) ber überrafdjte ®rei3, 
„$enn n>a$ follt td) über Unglücf flogen, 

2)a id) nidjtö oon Unglücf roeijj! 
3ld) in 3TOei unb aajtjig langen ^aljren, 
£>ab ia) roaprliaj an mir felbft erfahren, 

Safj nidjt 9teid)tl)um, Ölan$ unb ^raa)t, 

2>a| nur Sugcnb glüeflid) mad)t." 

„©djau, bort roo am %ov)t ber 33aa) fia) frümmet, 

2ßo beö 2)ionbeö bleiajeö «Üb 
3n ben fanftberoegten ^lutfjen fdjioimmct, 

So bamit bie SBelle fpielt; 
£ort burd)glänjt ba$ trübe Skbelbuncfel 
Sluf ber öijfje IjeUer £id)terfunrfel. 

Sort ergebt in Wad)t unb Örauö 

©ia) ein ftoljeS SJiarmorpauö." 

„Unb auf biefem Dodjgetpürmten ©d)lojie 
£aufct ein reia)er (ibelmann, 



Ter fief) Liener, ^ferbe, <2taat$raroüe 

9tad> belieben halten fann; 
3eine reidjen, fdjroerbelaonen lifdje 
3d)mücfcn frembe Seine, feltne Jifdje 
Sluogefudjt nnb oljne ßa$(, 
Sie'S fein ftol^cr Sine! befahl." 

„Meidjbnrdmmrtfte Holbtapeten prangen 

3ln bei* boljen 3äulenroanb, 
So bie treflidiften @emäl)lbe fangen, 

Son ber gröfteu äReiflet /öanb. 
Aalfdje 3d)iiicid)ler eilen feinen SBillen, 
3 eine äöinefe eifrig 31t erfüllen, 

Unb man lebt in Sauö unb SÖrauo, 

Jäglid) bei Lanfert unb £d)mau3." 

„2(ber ber, bem alles biefj geboret, 

^sft ein fdinöber }*öferoid)t, 
2>er burdj Solluft feinen Veib jerftöret, 

SDemö an SRännerfraft gcbrid)t. 
2tlo ein blajjes, fnödjerneö (Gerippe, 
v }JJit gebrodjnem 2lug unb blauer üippe, 

gebt er ofjne SRuf) unb Maft, 

Jt'ebcn, ift ifjm fdjmere Saft." 

„9(n ber fdjioar^befledften Seele naget 
3(jm ber 9ieue fdmrfer <8a()n; 

2ld) er nunfelt jefct, er fd)reit, er flauet, 
2(d) er beulet mmmelatt. 

2)od) beo ftimmelo Önabenobren fdjlieffen 

Sid) cor iljm, jefct foü ber greoter büffen 
AÜr bie Sünben ofyne #a§l 
£nrd) ber irrbe gröfte Cuaal. — " 

„3lber id), id) lebe fo jufrieben, 

3a, id) bin beneibensmert. 
SOKt ift freilid) 9teid)tl)um nid)t befd)ieben, 

Unb id) bin nidjt fjodjgeefjrt. 
Tod) id) f)ab' ein ru^igeä Öennfjen 
Unb barf Innern ^rieben ftets genießen. 

Jyern oon toilber £innlid)feit 

X'eb' id) meinem ©Ott gemeint." 

„Sei beö 9Korgenrot§eo erftem Strale 
Sad) id) auf auö fanfter Stuf); 

Unb bann manbl' id) l)in im Siefentljale 
deinem flcinen N Mer ju; 



- 219 - 



oti bes 2tngefid)tcs faurem Sdjmeifk 
:üau id) f)ier mein ftelb mit ftrengem Jyleifje, 
SBis bie Sonne untergeht, 
Tann entfdjlaf ia) im Webet." 

105 㨊b ber fteidjc feine Millionen 

Sillig mir jum ©igentljum ; 
Siiefi et mia) in feinem Scfylojje wofjnen, 

Sar id) mächtig um tmb um, 
Unb bie £ugenb mürbe mid) oerlaffen: 
110 D bann mürb' id; Wölb unb Crfjre Raffen. 

Senn id) treu ber ftigettb bin, 
5al)r ber 9ieid)tf)um immerhin!" 



Simeon. 

(yottesfürdjtig unb fromm mar (Simeons irrbifajer 3ßanbcl, 

3(uf bem ^tfabe bes iHedjts roaüte ber Gble baljin; 
Sßallt' er ftanbfwft bafjin, unb ergrimmt* in Ijeiligem (Sifer, 
SBenn oom f)immlifd)en ^Jfob reijenb bas Saftet ifjn rief. 
5 llnb ber Slttgütige fai}' mit Gefallen ben (jeiligen Salier, 

Saf)' — unb beftimmte bem ÜDiann' f)of)es 6nt3Ücfen 3um £ol)n: 
„lob," fo fprad) er, „oermefje bid) nidjt ben Gerechten ju rauben, 

33is er ben öeilanb umarmt, ben bie ^roptyeten gelehrt!" 
3)a entfiel bem geljorfamen 2obe bie broljenbe Senfe, 
io Xk er foeben er^ob über bem ftaupt Simeons. — 
Unb ber ^eilige @rei3 fafj nun bie ougenb:Wenoficn 

Sinfen ins froftige Wrab — unb er oenoelfte bod) niajt; 
2>a$' nod) mandjes ^af)r,5e^enb oerfdjnnnben, nod) manäjes er-- 

fdjetnen, 

9)tenfd)enalter oerblü^n — unb er oenoelfte bod) nidjt. 
is 2)a crfdjoll bas •('•ierüdjte : „£er längft erwartete Äönig 
oft erf dienen, ber Sofjn 3ebaot()S manbelt im ^yleifc^ !" 
„Unb id/' fprad) Simeon „foll nod) biefj 6nt3Üden erleben! 

©ottes oerfjeifeenen Sofjn foll id) auf £rben nod) felm!" 
Unb burd)glüf)t oon innigem 2)anfe, oou 3(fmbung getrieben, 
to Critt er freubigen 3Rut$8 bin in ben Stempel bes frerrn. 
S)o erblid't er ein betenbes Seib, burd)brungen oon 2lnbad)t, 

Unb im belafteten 2fon trägt fie ein liebltdjes Äinb. 
Sod) nun ift ityr (^ebet oollenbet, fie nal)t fidj'bem Greifen, 
„.frier — fo fprid)t fie ooll öulb — fief)ft bu ben £eilaub 

ber Seit!" 

25 3 u 3 en bM) entreifjt er bas Äinb ben Sinnen Märiens, 
Seegnets, fein 9luge oergieftt Bäfjren bes Sonnegefüfjls. 
Stammeln fann er nur bie Sorte bes l)ertfid)ften Seegens, 
2>enn bes lintjüdens ®efü§l f)ält if)iu bie Spradje 3urücf. - 



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— 220 — 



3lber vorbei war bie Seit, bic (Mott bem 3"obe bcfdjieben, 
Unb nun raffte fein Sinn gierig ben (Greifen bal)in. 
(2d)neU erblaßte ber IjeUiac Wann, fo fanft wie fein i'eben 
SJar fein ©ang quo ber Welt in bic Wefilbc beö l'icfjtö. — 



gfirgttttritg, 

C ©ürgerfrieg! bu s JJienfd)enquaal ! 

SBet bu fo mandjeü X'anb jertrümmert unb uernmftct, 

Tid) f>at *um Staatenfturj ber Crfuo auögerüftct, 

s JHit Jfotl) unb erlcnb oljne 3<ujl. 

Tetn JKater ift Xnrannenroutlj, 

Tie Butter grimme ^ürgergluf)t, 

Tie zornentbrannt ber oflaueret verfluchte Süürbe 

(intf drittelt t)at unb bann mit ligennorbbcgievbe 

3id) k'3t an beö Tyrannen $lut. 

Tu jeigft ber ftreifjett äaubergiet 

Tem Bürger burd) ber 3lad)fud)t trügeriftfjeu Spiegel, 

(*r roirb entflammt, fprengt ber Vernunft geredete ^ügel, 

Unb fmfdjet nad) bem <5d)attenfptcl, 

Unb ftürjet; roie ein roilbeö ftofi, 

Ta3 blinben £'auf$ unb äügelloö 

Turd) Tom unb Reifen raft unb nid)t bie Kluft erlerntet, 
Tie grinfenb oor it)m liegt, unb in biefelbe rennet — 
Ter gibt ifjm ben SobeSftofj. 

Sttann beö Seftro'S empörter £d)lunb 

9)lit bonnernbem ©etöf oon nülbem ^ngrimm glüfjct, 

Unb Saoa, Flamin' unb Tob auö feinem Mtadjcn f prüfet: 

Tann bebt ber (Srbe fefter tikunb, 

SBerljeert fein 9lu3iourf $8erg unb Tfjal 

Unb ftrömt ^erberben überall; 

Unb ad) ! ber fdjretfenoolle Jycuerregen 

$erf)eert in feiner Süuttj bc3 33ergeö eignen ceegen, 

s J)iad;t feinen UmfreiS roüft unb tar>l. 

3o liegt burd) feine eigne §anb 

Ter £taat, ben unglüdfelger öürgerfrieg empöret, 

3o liegt er*ba, in 3taub zermalmet unb jerftöret. 

3obalb oon Üjm bie (Sintradjt fdjroanb, 

3o fd)ioanben Söolftanb, 9tuf>' unb ftlücf, 

Unb feierten nimmermehr jurütf. 

So nagt ber ( ^mietrad)t Hift an feinen ßingeroeiben, 

3o mujj er burd) fid) felbft bie größten Cuaalen leiben; 

0 fdjioercö, graufameS @efd)icf! 



— 221 — 



IJaterlmtösliebf. 

Öörc, cbler SBürger, fjÖre! 

^(ngftlicf) ruft ba3 SJatertanb. 

^flidjt erfobert'ö, JJpdjt unb (Ef>re; 

Offne fcegnenb bcinc &anb! 

Sdjon naget ber Sfjeurung ^erfteifdjenber 3«&n 

2) a§ SHarf ber (Gebeine bem SJaterlanb an. 

Unb bu fannft nod) 9inf)e fjaben, 
Siknn baö SBaterlanb bid) ruft? 

3) iand)er 9ieid)tf)um liegt begraben 
Xief in feftverfdjlofincr Kluft. 

Eröffne fie! Xfjeile baä linbembe C^olb ! 

Sie «Barrett beä XarxU finb ber (jcrrlidjfte £olb. 

£ört, tf)r ebeln SBürger, fyöret! 

(Seufjenb ruft baö Skterlanb. 

£be liegt eö unb 3erftöret 

2)urd) be3 3?riege§ unIben SÖranb ; 

3Bo faum nod) bas ©lud unb ber Söolftanb geblüht, 

Xa ftürjen Ruinen, vom Kriege burdjglütyt. 

&>öre, ebter Bürger, fjöre! 

Sßaö baö ütaterlanb «erlangt! 

©reife mutljig jjutn (tyemefjre, 

2)a3 fdjon längft oerroftet f)angt! 

(Srmannt eua), ifjr kärger, unb ftürjt in ben Jyeinb, 

9)iit ^eiligem (iifer unb treultd) vereint! 

^ene§ $abiergefd)lea)te, 

i>aö in Äamvf unb 2ob gerannt, 

Scävota'n, ber füljn bic Sterte 

^n ber £vfergluf)t verbrannt: 

.fra, fagt! roaö beroog bic f)eroifd)c ©djaar, 

33oU 9Jiut^'ö fid) ^ufturjen in Xobeägefaln* '< 

Wut bie fcpnfte, reinfte Siebe 

$ür ba3 t^eure 93aterlanb; 

Unb fie banften nod) bem fciebe, 

2)er fie in ben £ob gefanbt. 

3a! fterben für'3 Saterfonb bünfte fie ffifl; 

2lud) blieb ja ben frommen ber Gimmel genufe. 



— 222 



gittc um hit £riiljliHflöiuil;»in;. 

3ln £. D. Müller. 

Ter ftürmifdje hinter, im raupen Weroanbe, 
Alof)' f)in ju beö (5i6meer3 uerfilbertem Straube, 

ftlof)' l)in 311 beo 9iorbpol3 veröbeter Silur: 
Ta werfte ber Ariifyling im blumid)ten .Ulcibe, 
Wefdjmütft mit bem buftenben .Kranke ber Atenbc, 

2lu$ ruljenbem Sd)lummer bic junge ttatur. 

Ta3 fettete i'id)t ber erwärmenben Sonne 
Crrfiillt bie )Jatur mit trnt$ücfen unb ätfonnc; 

,M)r Aeuer 3erfrt)ino(* ben gefrorenen See; 
(St löste )\d), flofs in geträufelten SßeUeu; 
Ta ftürjte fiel) milb in romantifdjen fallen 

üBom I)ol)en Gebirge ber glänjenbc Sdjnec. 

Aefct fd)u>eigt ba3 Wetöfc ber jürnenben 3\Hnbc; 
Ter „Sepl;»r umffiufelt bic fnofpenbe Stube, 

Än roeldjc ber flbtcnbe Sduifer fid) leljnt. 
Tie beerbe burcr)r)i'ipfet mit frof)lid)em 23lötfeu 
Ten grünenben 2lnger, bie blüljenben weifen, 

ÜÖonad) fic fo lange, fo fefjr fid) gefeint. 

Taö ?>nutfd)ern ber Sdnualben, ba§ Jllappcrn ber Störd)c, 
Ta* Schlagen ber 3tiaä)tel, bas trillern ber i/erdje 

Turdjtönet bie Süftc in buntem Wemifd), 
(io plütfd)ert bie fdjlüpfrige, muntere Schmerle 
om geige, befd)attet oom ÜtUpfel ber (Srle, 

Unb unter bem paarigen Stieibengebüfd). 

Tie roärmcnben Strafen ber Sonne ermerften 
Un$äf)ligc weerc »on flcinen ^nfetften, 

Sie füllen mit bumpfem Wefumfe bie Vuft. 
Ter Sdjmetterling flattert burd) blumidjte Reiben, 
Turd) junge Webüfdje, burd) fonnige Laiben, 

Unb fd)lürfct ber $eild)en ambrofifd)en Tuft. 

Ter Sltfcrmann jodjt bie gemäfteten Stiere 
Vergnügt an ben ^flug, unb bie ftatttidjcn Tfjiere 

Erfreut bie (irlofung 00m büftercu Stall'. 
.S> e U fd)allen be3 s .?lcFermann3 länblid)e Siebet 
^erboppelt oom fdmttigen Jannenroalb roieber, 

«ermifd)t mit ber }>ettfd)e erfdjütternbem ftitatt. 



— 223 — 



Unb mir, mir Süfjne bcr SNufcn, wir fdmuen 
&inau3 in beS WecfarttyalS Weitere Shien, 

Unb Surft nnd) Vergnügen beengt unö bic »ruft, 
.frier unter beut blauen erhabenen .Gimmel, 
3u manblen im freubigen, bunten Weroimmcl, 

D n?eld)eö (Sntjürfen^ meld) f)immlifd;e 2ufl! 

£rum nafjen wir nun naa) ber jn^rUdjen Sitte 
Uns v M)nen, ftodnmirb'gcr ! mit tjoffenber Sitte, 

Um |$eit ju beö rtriif>litta9 uergnügtem Wcnuft. 
Tod) nidjt um in JJiujje bie gett su «erträumen, 
Se3 JyleifjcS geheiligte pflid)t 311 »erfäumen; 

£en Aleif} ju ermuntern, fen unfer Untfdjtufj! 

Sann fefjren mir roieber mit frieren Gräften 
Surüd *u ben SRufen, su unfern Wefd)äften, 

fturürf mit erneuertem (Sifer unb ftlcifj. 
Unb bafj mir gemäßigt bie ^reube aenofjen, 
Saft nidjt blo3 in 3Jiufje bie ^ett und verflogen: 

Seu äl'ad)ötf)um im Wüten bcr fa)önfte JOcroeio! 



$)us umljre <Sut. 

purpurfarben, tme 2lurora'ö SBangen, 
wenn fte frtfdj am jungen 2(ctf;cr prangen, 

treibe Sa)aamgcfüf)l, unmürb'ger 2l)or! 

2(uf bein 9(nge'fid)t f)eruor. 

Staube bir uerroorfnen, bu ente^reft 
Seine s }JJenfa)en:2ßürbe, du bcgefjreft, 

Sürftenb unb entbrannt oon mitber Wlutl), 

Wad) ber CSrbc fdmöbem Wut! 

tfannft bu benn mit Wütern glüeflid) (eben, 
SBcldje bir ba$ Sdjitffal (jeute geben, 
borgen aber mieber nehmen lann? — 
SBKrf fie rocg, unb fei; ein Wann ! 

folgen benn bem reidjen Xugenbfpötter 
Seine eitlen Sdjäfce, feine Wörter, 

2Bcnn bcr i)iid)tcr ifjn jur (5rbe ruft, 

3n bic fdjiDaqe SobtengruftV 

3lein! — Sort an be3 ffiidjtetS Ijorjcm £i)rone 
.«öilft bem Aibnig meber Wölb nod) Ärone; 

Sort mirb iMeidjtfjum in ben Staub gebrüeft, 

Sort rotrb Sugenb nur beglüeft. 



— 224 — 



9iur in Xugenb wirft bu Sd)ä$e finben, 
Sie nidjt mit bcm Seben bir entfdjroinben ; 
Xugenb ift baS f>ött)fte öut, unb bleibt, 
SBenn ©efdjict bein <%lb jerftäubt. 



Her fJrete ber &U0enb. 

s Jiid)t ber befolgt ber Xugenb reine ßJotteSlefjre, 
Ser fd)nöbe$ SHenföenlob unb äufferlidje 6$re 

3um #iele feiner Xljatcn toäljlt; 
Sen nur ber Xugenb ftufjm ju guten Saaten leitet, 
Sen nur ber üble :Huf, ber Jreuelnbe begleitet, ß 

SSon Jyreoelt^aten ferne bjilt; 
Ser öffentlich m$td böfeS «jut, bod) in ber Stille 
Sem Safter fia) ergibt, wenn nur bie MebeltyüUe 

25er .t>eud)elei baäfelbige oerf)ef)lt; 

35er barum nur betrübter fjcijje 3ft|ven linbcrt, 10 
Ser barum nur bie Jfotb, ber s }JJenfd)b,cit eifrig minbcrt, 

Safj if)n if)r froher Sandt crb,öl)t; 
Unb bafj ju feinem Sob be$ INufö ^ofaunen fdnnettem, 
Safe einft auf feiner ©ruft mit grofen golbnen Settern, 

3n Warmor eingegraben fteljt: 15 
„£ier rufjt ein ebler Wann, er mar ber Söaifen SBater, 
„Ser 2öitroen Xroft unb Stab, ber ^roeifelnben $kratf)er, 

„Sein s Jtob,me fdjwtnbet nie, roenn gleid) fein Seib ocrgcf)t." — 

So fjanblen toeudjler nur. — Ser Wann oon ebler Seele 
Siefolgt ber Xugenb f^ctyre, göttlidje 33efef>le 20 

2lu3 eignem Xrieb, au3 s $flid)tgefüljl; 
s Jiia)t um'burd) leeren ©djein bie 9Jienfd)f)eit ju betören, 
Mdjt um ein citleö Sob auä jcbem 9)iunb ju frören, 

9iid)t um ein folajeä Sdjattenfoiel 
33elob,nt mit 23eifall ifjn fein ridjtcnbeä (SJenüfjen, 2. r » 
Stefj fann tfjm ber ^erfennung ©attentranf uerfüffcn, 

Siefe, biefe ift feiner Xb,aten b,öd)fteö Siel. 

2ßaö fümmert tfjn, ob einft ein ©rab oon ^raajt umfdjlofjen 
berft, noa) ob barauf einft Sorn unb Weffcl fprofjen, 

Senn er f)at tugenbfjaft gelebt. 30 
(Sr f)ört einft frofjgefafjt ben 3tuf jum Seben fdmllen, 
Sann mag ber Sßelten 93au in (^Jrauö jufammen fallen, 

2öenn bann ber öeud)ler flagt unb bebt, 
Sann, bann entföroingt er fid) ocrflärt ben rauften Xrümmern, 
3m Gimmel fie^t er bort ben ^Jreiä ber Xugenb flimmern, 35 

Sort tft'3 roofjin ^elwoaf) if)n ergebt. 



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- 225 



fer Wtt$ bes gafitv* uno Hrr frugeno. 

Mouf), Jüngling, ift bcr ^fab bcr £ugenb, 
Gr fül)rt burd) Ungemad) empor; 

Unb ad)! bie S>ijje nnlber 3ugenb 
3te|t oft be3 SaftcrS a^eije vor. 

£eö ÜafterS rofenooUe 23al)n 

^oeft u)n fo fdjlau, fo trügtief) an! 

Sic fdjlängclt fid) burd) bunte gelber, 
9)lit'fiiftem ölüttyenbuft beftreut. 

Sie füjtt burd) füfjle Sdjatten.-aBälbcr, 
3u SRuf)' unb Sabung eingeweiht: 

3)od) enblid) ^eigt ein s Jlbgrunb fid), 

(Sin Slbgrunb, tief unb fürd)terlid). 

£ann fommt baä Safter ^öUifd) ladjenb 
Unb fd)leubert roüt^enb ben f)inab, 

SDe* i()m gefolgt, unb fdjrecflidj frad)enb 
Stürmt über i^n baö fdjroarje ©rab. 

Unb in bcr Xiefe, roüft unb grauö, 

Sdjnaubt er jerquetfcfjt bie Seele auö. 

3>te lugenb füfn't burd) helfen Klüfte, 
£ic Strom unb $i>albbad) iwilb burdjn)üf)lt; 

£urd) Söüften, wo bcr ftaud) ber Jt'üfte 
Ted 2Banbrer§ Sd)läfe niemals fü^lt: 

2)od) alles biefeö Ungemad) 

Vergütet fic einft taufenbfad). 

(Sinft wirb fie bann, nad) langem Streben, 
9iad) langer 9JUil)c, fd)U)ercm Streit 

Ten treuen T u Iber fjod) ergeben 
Sltm Tempel ber Unfterbiid)fett: 

Tann fd)aut er mit entjücftem s iUitf 

2luf alleö, maä er litt, jurücf. 



3*fu flrcuffstob. 

SBarum fjüllft bu in büftre 9icbelfd)leier 

Tein ftraten^eKeS Ängefidjt? 
Sßarum uerlifdjt bein feegenreid)e3 Jeucr, 

D f)olbe3, milbeS Sonnenlicht '< 
Söarum Iiegft bu, s Jfatur, in trüber Xrauer? 
3$c Siüftc! fagt, iua§ iüef)t if)r bangen SdmuerY 

Sagt, na^t fid) benn ba§ 3öcltgerid)t ? 

Urlaub, Gebiete. II. 15 



- 22f> 



s Jfetn ! — bort am Wdjtplafe fdjroarjer 9)fiffct§äter, 

Tort auf ber graufen £dnibclftatt, 
Tie s JJiörber nur, unb Stäuber, imb Serrätljcr 

öeftraft für ifjre tfreoelttyat; 
Tort an bcö Äreujeö Duaalenftamme bulbct 
^elpoa'ö einher Soljn, ber nidjtö oerfdiulbct, 

Ter nie, ber nie gcfünbigt t)at. 

Gr bulbct um unS 3ünbcr ;u erretten, 

3« retten auö ber £>blle 9Jlad)t, 
3« reiften aus ber <2ünbe 8clauenfetten 

Unb auö be3 Xobeä ober s Jiad)t. 
UJiit feftem Sttutl), mit licbeuollem .^erjen, 
lirbulbet er bie fürd)terlid)ften Sdimerjen, 

Sie je Unmenfdjlidifeit erbadjt. 

s )\d)l wie er nod) am tyarten Mreu^csftamme 

Ten ftreunb )U tröften fidj bemüht, 
SEBenn gleid) beö <2d»nenen3 quaalenoollfte flamme 

Ten ganzen # or per il ' m burdiglüfuM 
trr muft biö in bie neunte Stunbe füllen, 
SBie SRägel ifym bie ©lieber wilb burd)roül)len, 

Sie nad) unb und) [ein Jölut entflicht. 

„3Wein Öott, mein ©ott, mie ^aft bu mid) oerlaffen!" 

©o ruft auö ilnn bco Sdmierjeuö $eitt; 
Tod) balb oermag er nueber fid} *u faffen, 

Sein ©laube Ijetjjt ifjn ruljig fetm; 
„(53 ift uollbradjt", fo ruft er ,,id) empfehle 
^n beine ftanb, o Sater! meine Seele." 

lir neigt fein ftaupt unb fdjlummert ein. 

($8 ift oollbrad)t: ber ftölle fdjmarjc .s>eerc 

2M)f lagen auö ber tiefen Kluft; 
Ter (Sngel (£^or lobfingt, beö SteftetS (ityre 

Turd/fd)aüet Gimmel, ®ri>' unb Sttft 
Ter Crrbe ©runb erbebt, bie SBerge jittern, 
Teö Tcmpelö Sorfjang reifet, unb gelfett fplittem 

Unb £obte fd)n>inben au3 ber ©ruft. 

GS ift vollbracht: — D freuet eud), Un* Sünber! 

Ta§ Sßercf ber Süfynung ift uollbradjt! 
@£ ift uollbradjt! ©ort nimmt alö feine ftinber 

liudj roieber an; enoadit, enoadjt 
51uö eurem Sünben)d)Iummer, unb ergebet 
Ten Wetter, ber für eud) am tfreuj gefd)iuebet, 

Turd) Sieb' unb Jolgfamfeit! — (5rnwd)t! 



- 227 



3tfu &uferfifljmtg unb fjimutelfafjrt. 

v»n cineö Reifen nadjtumflortem Sdwofje, 

Xa lag ber ^eitge (#otteäfof)n, 

Xa tag er blafient [teilt, auf büftrem iDtoofe, 

Xe$ iiebenö Obern mar entflofjn. 

£a ruhten feine ©lieber, ad)! bie müben, 

3w ftillem ^-rieben. 

35a lag er, ad)! in Reifen eingemauert, 
^on feinem Öüftcfjett angeweht, 
S8on wenigen ©etreuen nur betrauert, 
$on fielen fred) oer^ö^nt, oerfdjmäfyt. 
35ie Xobtenoögel flagten um ben Reifen 
2lu3 geifern Ralfen. 

Nur men'ge feiner treuen Sd)üler wallten 
SJlit 2§ränen oft jum ©rab |tnau3, 
3)od) SJioriaben Xrauerlieber fällten 
35ort oben in be3 SJaterö §auä; 
35ort weinten tf)m in unermefmen äBeMen 
35er (Sngel (Saiten. 

3)oo) enblid) bämmerte ber britte 3)iorgen 

Seitbem ber Ücib begraben war, 

Wod) lag er in ber Jelfennad)t »erborgen, 

•)loö) flagte fanft ber (Sngel Sd)aar: 

35a mürbe fd)nell baö Sanb beö §errn erfd)üttert, 

3ubäa jittert. 

Xa btan\Un wtlb ber (Srbe (Singeroeibe, 

2)ie 9Jteere ftrebten lummelau; 

25er £abor unb ber Sermon roanften beibe, 

tytUäfte rtfj beä Sturmroinbö 3a|n; 

35a fprang ber 3efu3fel3, gleid) alten Siegelt 

33ei 9Mterftretd)en. 

Unb aus ben Ijofjlen, wettgefpaltnen Älüften 

Steigt feierlid) ber fterr einher; 

(Sin Silberfteib umflattert feine lüften, 

Unb ifjn umfliegt ein Stralenmeer, 

Gin Stralenmeer, als wären taufenb Sonnen 

3n (SinS geronnen. 

Unb feine 2öäd)ter, bie oorljer fo breuften, 

(Ertragen nid)t ba§ ©otte3lid)t, 

Sie werfen Spiejj' unb Sd)werber au§ ben Ruften, 



— 228 — 



Unb ftürjen tyin auf3 Slngefidjt. 40 
3>a liegen fie, bie SBürmcr, aa)! fte gleichen 
Irrblafeten £eirf>en. 

Xoty nia)t um ffiadje an bem fteinb gu üben, 
Gntftieg ber fceilge feinem ©rab. 

2lcf) nein! ev wanbclt Ijin 3U [einen Stefan, 45 

Unb trocfnet if)re Xfjränen ab; 

(iv will als Wotte« Sofm ben Süngerfdmaren 

<5ia) offenbaren. 

35oa) balb entfdjlüpft bem Sletljer eine äBolfe, 

Unb r)ebct ben (Srftanbnen auf. • .10 

Gr fpridjt $u feinem tiefgerüfn-ten Sßolfe: 

„©etroft! jum 3Jater geljt mein #auf!" 

Unb balb entfa)roinbt er über allen Siemen 

3n blauen fernen. 



Sie »ier Kuljrusjetteu. 

„OJrofe, grofj ift bie Watur!" fo fangen bie Gijöre ber öeifter, 

Unb mit oerboppeltem Ruf fällten bie liefen cö nad), 
9113 mit flammenbem i'idjte ber ÜBelten aHmädjtigcr 9JJeifter 

(Stnft ber dmotifdjen 9iad)t fdnoeigenbe £>ülle bura)brad) ; 
5113 er bie neugefdjaffne Statur, feiner Sdjöpfungen gröfte, 5 

Sid) ju feiner ©eroalt fjeiligftem Xempel gemeint. — 
^rad)ti)oll ftanb fie nun ba, bie uncrfdjüttbare SSefte, 

Unb noa) ferne oon if)r rollten bie SÖogcn ber ,3eit. 
2Bolfenumf>angne Öebirg' erhüben auf eifige Staden, 

Stolj, ju Fäulen erfyöljt, Gimmel unb Sonnen empor. 10 
©lüfjenber Dampf flieg brüllenb, bafe felbft bie Reifen erfa)ratfen, 

2113 oon SUtären be3 Mluf)m3, aus ben Sultanen fjeruor. 
Sterne burdnoallten bie Salin, au3 Cuellen fprubelten 9Jieere, 

5lu3 ber (Srbe fjeruor brängte fta) ^flanje unb Straua). 
Seben befeelte bura) £anb unb Söaffer unjäljlige §eere, 1-, 

Unb bura) alle Statur roirfte belebenber $audj. 

Unb ba roarb einmal aus be3 ,Beitftrom3 unterftem ©runbe 

^lö^lid), roie Saitengetön', muftifdjeö Xofen gehört; 
2ll3balb fpalteten fid) bie fluten jum gäfmenben Sa)lunbe, 

Unb eö warb ba3 ©ctöf näfjer unb näljer gehört. 20 
Unb e3 entloberte (jodj bem nad)tumgürteten ©rabe 

2Jlorgenrötlia)e3 Üidjt, ba3 bura) bie £uft fia) ergoft; 
2)a entfdnoang fia) ber $rüf)ltng, ber filbergcflügelte Änabe, 

oaua)jenb ber fiutenben Stadjt, unb ba3 ©eflüfte jerflofe. 



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— 229 — 



25 9iacf) bcm 33ilbe bcr ®ottf)eit geformt ift ber fecgnenbe Gngel, 
Unb oon Stimmt unb Mei} att fein $Befen umftralt; 
©djlanf ift fein ^eiliger Üeib, wie ber SHlie fprieffenber Stengel, 
Stofig bie fcaut, rote auf Sdjnec Nöte be$ 9lbenb3 fid) malt; 
Sßon golblotfigem öaare ber marmorne Warfen umfangen, 
so Unb ber Sapptyir beS Slug'ö ift in ^crflärung getaudjt. 
33lüf)enb ift fein @efid)t, tym fjaben auf 3ärtlirf>e fangen 

Purpur, bem borgen entführt, fd)iueid)elnbe äitefte gef)aud)t. 
93alfam ift fein Dbem. 3?on grünenben 3 J0e 'fl en umfd)lungen 
Unb mit 93lüf)ten beftreut, prangt in ber £mnb ifjm ein Stab. 
35 2Mfo fliegt er baffin, oon fräftigem ftittig gefd)roungen, 
2tlfo, mit eilenbem ftlug, fliegt er jur (frbe f)inab. 
3ep()nre fjaben bort fdjon bie »nfunft beö Kolben oerfünbet, 

Unb burd) Munbe oon ifjm frolje Grroartung belebt. 
9?äf)er fommt er l)eran, bod) er f)Ört, roie eö ftürmt bort unb 

roinbet, 

40 Sie§t, roie ein Söolfengeroanb bunftig bie Sonne umroebt, 
Unb ber järtlidje Änabe liebt ßöftdjen nur lau unb gelinbe, 

3fjm ift ber Luftraum ju falt, ifym fiub bie SCUinbe ju raul); 
3Ü>od> nur ein Söort oon ityn, ba fliegen bie Stürme, bie Sinbc 
ftätlt ber Sonn' unb ü)r Sidjt ftralt au$ geläutertem SJlau; 
15 Unb burd) ben Suftraum baf)in, burd) ben lauen, ben fonne* 

erroärmten, 

Sd)totngt er, eiligem $lug§, fid) 311 ber (Srbe fjerab, 
Unb bie £üftd;en, bie oorljer oerfünbenb bie (5rbe burd)fd)roärmten, 

hüpfen an feiner Öeftalt fofenb hinauf unb l)inab. 
(rnblid) betritt er in fjef)rem Xriumplje beö (SrbballS ®efilbe, 
50 Unb ifjm unter bem ftufc fdjlieffen bie ÄnoSpen firf) auf, 
Unb er roanbelt geflügelt baljin, unb Jöoltfjat unb s JKilbe 

3eid)nen, roofjin er fid) brel)t, fegnenb beS .\>errlid)en i'auf, 
5ßon feinem Stabe berührt, entfalten fid) Blätter unb ^ftan^en, 

5Son feinem Cbem bef)aud)t, geben fie lieblichen 2)uft, 
55 $on feinem .v>aud)e beraufdjt, bcraufdjt oon bcm feurigen, tanjen 

2ltte ©efd)bpfe umf)er, fajlürfen balfamifdje 2uft. 

fyreube brüllet ber Söroe, ber £iger würget au3 Coline; 

Sidjer, mit frohem @eblöd", irret bie £eerbe am % a fy 
Kraftooll fdjroingt fid) ber 2lbler empor unb trinft auö ber Sonne, 
Do Unb oergeblidjen ?ylug3 ftrebet bie Serdje ifjm nad). 
toa ! roie fdjallet bie 3-reube w taufenbartigen Ionen 

Durd) ben blüfjenben £ain, roie burd) bie SBtefe bafnn! 
Selbft ber 3A>urm fudjt fid) burd) längere Mäumc ju bebten, 
Selbft bie 3taupe burd)fd)leid)t rafdjer baS roür3ige (9rün. 
«5 Jreube oerf ünbt ba§ Getümmel bc3 £cid)S , roie beS SJieereS 

Öeroü^le. 

2iaeä, roaä lebet unb roebt, fd)roimmt in ^ntjürfen unb Suft. 



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— 230 — 

Unb es brandet bem 3Renfd)en, bem fel'ßtft, bie })lad)t ber Öefül)le 
.'öetCige lieber bes £anfö auö ber begeifterten Skuft. 

Tod) fa)on rcädjft er jum Jüngling fjeran, ber fegnenbe Mnabe, 

^unfler locft ftcf) fein ."öaor, feuriger rollet fein 3Mi(f; 70 
Sie ba§ üppige l'aub bie jortcren $Blül)ten oom Stabe, 

drängt ben Schnee oon ber öaut reifere SBränne 3itrücf. 
(Mluljt ergebt tfnn bie 3lbern, fein Ebern, ber mädjtige, raupet, 

3§m ift ßüf)Iung oerljafct, ifjm ift bie Sonne 311 falt. 
2lber faum f>at er biefclbe mit fprüfjenbem SBlafe belmud;et, 75 

2113 unenbüdje ölufjt roütfjenben Ölicfeö fie ftralt. 
Sommer nennt man i|tl nun, ben Jüngling, jroar quält feine 

93lumen oerfengt fic, jeboa) 33aum-- unb (*rbenfrua*)t reift. 
Oft aud) füf)lt er bie brennenbe Suft burdj Eonner unb 
Itnb bura) biegen, ber frifa) auf bie Sermelfungen träuft. 80 

2lbcr nidjt lange, fo roefjt fein Dbem erfrtfdjenber, freier, 
$enn roie baö 2llter t$m mädjft, nehmen bie (Minuten ifnn ab. 

2JJann ift er, unb fjeifet &erbft, ber Sonne oerfengenbeö #euer 
kämpft er; unb bleidjereS Saub trägt nun fein jaubrifdjer 

Stab. 

Äaum berührt er bamit bie 93äume, fo roanbelt ber SBlätter 85 

3lugenerfrifd;enbeö Örün fdjnell fitr) in rbtf)lid)eä ®elb. 
Unb er ruft ben Stürmen; fie fommen, gefjorfam bem Detter, 

Neffen Ruf fie befreit aus i^rem Äerfergeroölb'; 
Unb fie fajnauben fjeran; „(hier §aud)" biefc Ijeifjt er fte, „raube 

„3cglia^em Saume ben Sdjmucf, jeglidjc Slumc ber 2lu'; 90 
„2lber rüttelt mir nicfyt ben Sökinftocf, »erfeljrt nia)t bieXraube! 

„Ilm halbseitiges Dbft roefjt md)t ju nnlb, niajt $u rauf)!" 
SBlijfdmeU eilen 'fie fort, ben $ain be§ SdjmudfS 3U entblöfen, 

Schnell ift auf 2lnger unb 2lu' jeglidje SBIume aerfnieft; 
2lber be$ Seinftorfö Saft madjt bie Äranffjeit beS ajtenfcfjen 95 

genefen, 

Sßon ifjm werben be3 Saumä golbene grüßte gepptft. 

3efct ift ber fegnenbe üauf beä roaltenben (*ngel§ oottenbet: 

2lnfangö fyat er mit 8uft alle ®efd)öpfe getränft, 
9tcia)lia)e ^yrüajte als Jüngling jur Nahrung beä SKenfdjen ge= 

fpenbet, 

Unb bem Sdjnmcben al$ 5Dfann Stärfung unb tfabfal gefetyenft. 100 
SBinter fjeifjt er jejt, il)m fallen bie SBangen jufammen, 

2)e3 efjrroürbtgcn .s>aupt3 lotfige $ierbe fällt ab. 
2ld>! erlofajen finb nun ber 2lugcn geheiligte flammen; 

2td)! bes Saubeö beraubt, gittert fein jaubrifdjer Stab. 



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— 231 — 



los @Ht$ nod) Imt er >u tf)uu, et Ijeifjt fiel) bie Wolfen ocrfammeln, 
Unb fein froftiger äRunb ijaudjt bic geljorfamen an: 
„füllet bie £rbc in Sdjnee!" bic^ tonn er mit 9)lüf)e nott) 

fiantmeln 

,,}(ud) fie «erlanget nad) Staft, fie l)at bas 3^*e getfjan." 
Unb nun berührt er mit jitternbem Stabe bie Xetdje, bie Jylüffe, 
HO Unb fie ftoefen, unb, ad)! Stürme jerfniefen ben Stab, 
ftroft burdjfdjauert bem ©reifen bie ©lieber, e§ wanfen bic tfüffe, 

^ebto§ finft er unb ftarr, aa)! in beö 3eitftromä ©rab. 

^Ufo ^efcf)tet)t eö, fo oft bie (5rb' aus bem Steinbocf getreten, 
Safc ber Macf>en beö Stroms gierig ben ©reifen uerfdjlmgt. 
lw Sod) faum empfängt ber SÖibber ben ruljclofen Planeten, 

Sann entfließt er bem ©rab, Ijetrlia) 3um Knaben verjüngt. 



£itcnfdjenfrcrt)ljcit. 

3ef)ooaf)! Sir gefjordjen alle 5ßelten, 
Sir finb bie fyofyen Gimmel untertfwn. 
(Tin äßinf von Sir, unb alle trngcldjöve 
^erü^ren rafd) bie Warfen Seiner (*f)re 
5 Unb ftimmen freubenooHe £umnen an. 

li'in iHuf oon Sir, unb graue SBolfen fammcln 
Sidj um Sid) Ijer, mit Sünften angefüllt, 
N Bie 2Bollenf)eerben auf ben iHuf beö Birten. 
Su fprid)ft: „if)x foUt ber Sonne öaupt umgürten!" 
io Unb uli>3lid) ift bas Stralenfjaupt oerljüllt. 

Sann faffeft Su mit Seinen 2tUmaa)tf)änbcn 
Ser SBolfen mafferfdnuangrcS $eer, 
Unb brüefeft, als aus Sdnuamm, aus tljnen ©üffe, 
Sie feegenoott ben (Stemel Seiner Jyüffe, 
15 Sie bürre Grbe tränfen weit umljer. 

Su rufft bem 23lij, bem majeftätfajen Sonner, 
SBenn Su bie fdnoülen Sommerlüfte fül)lft; 
Sie eilen auf aus ber SBulfane Sdjlünben, 
Unb lagern fid) oor Sir, bis Su in jünben, 
20 Ü3iS Su ben lauten Sa)recfenf)aU befiel; Ift. 

Su rufft bem Sturm; ber ungebunbne, milbe 
Weigt eljrfurdjtSooü' oor Sir fein grimmes öaupt; 
Su fpridjft au ifmt: „burd)faufe flügS bie (rrbe, 
„Saft fdmell bas SJlecr empört, ber Söalb entblättert merbe!" 
2ä 3-lugö ift bas 3)ieer empört, ber Söalb entlaubt. 



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- 232 — 



Hub nur ber Wenfd), auo ntdjtgem $f)on gebtlbct, 
£cr SJlenfd) allein ift'3, ber £idj nid)t ccreljrt: 
Äut cv befolgt tüd)t Seine v Hfltd)tgebote, 
i'iur er, ber Staub, oerfdmtäfjt mit freiem Spotte 
£a3, mas Tu ifm bura) Seine Sdjrift ge(e$ti. 

C fdjonc fein ! feub' nid)t bcö 23lijeo 
Sie ftunfen deiner 2)iad)t, 31t feinem Xob! 
Serge|re nidjt ben 9Renrtenjwmm mit ® luvten! 
iSrfäuf ifjn nid)t in rotlben Süubefluten! 
D fa)one nod), ^eljooaf) Hebnot ! 



Partus öuf ©arttjago's Prummern. 

Sei bcö 5JJionbeS mattem Sdjimmer 
SBeilte Marius, ber ftelb, 
3n)ifd»en Sd)utt unb Steingetrümmcr 
üuf (Sartfjago'ö 2lfd)enfelb! 
Unter eine3 Tempels? fallen, 
Sie nod) ob' unb fialboerfallen 
„Hcugen rotten alter ^rad)t, 
Staub er in ber füllen v ^ad)t. 

2ln ben fcud)ten Marmorquabern 
SMeng fein iülitf mit ftarrem (Mrimm, 
,^cbe feiner (Hrctfcnabern 
£ub ftd) tyeijj unb ungeftümm. 
„(iumeniben, fdnuingt bie Wutfyen!" 
Sief er — „fdjrotngt ber Radeln ©luvten! 
„9luf! herauf oom .v>öllenftrom ! 
„Madjc! Naa)e über flom!" 

„:Kadje! 9iadjc!" tönt es rotber 
3luö bes Üempels Siefen ber. 
Halt burdiriefelt'ö il)m bie Öliebcr, 
Saftig greift er 31t ber 2£ef)r. 
Sangfant f;ört er nun unb efjem 
Crincs SBappners Xrttt fid) näbern. 
Schlangen äiftfjen, Crulen fct)rcin, 
^antljer Ijeulen ferne brein. 

^löfeltdj, von gewalt'gem Srutfe, 
Springt ein Ijcljes l5ifent§or, 
Unb es tritt im tfvicgcrfdjtnudfe, 
Mefengrofc, ein ©reis' Ijeroor. 



- 288 — 

Srofyenb fliegt bie SUbcrtocfe 
Um ben $elm, bem Sikffenrocfe 
£änat ein aroffeö Sdjladjtfdjiucrb um, 
Gattern fa)lina,cn fid) borum. 

Mraftloö auf bem Sdjwcrbgefäffe 
Starrt beö iHömerö Iüf>nc .\>anb. 
3Jn ergreifet Sobeöbläffe, 
Sinnlos finft er an bic Sßanb. 
Sod) er fafjt fid), unb mit 3 a Ö cn 
Sagt er'3, jenen Storni ju fragen: 
„(SJreiö! roer bift DU? faa,c: roer! 
„C^ott^eit, ober 8terblid)er>" 

„3aa,e nitfjt" — oerfejt ber 2Ute — 
„deiner 2(ugen araffer SBlicf, 
„Weine Wtefengröfte ffaltc 
„Std) nietjt fdjeu oon mir jurüdf. 
„Siefe Stabt, in beren Krümmern 
„Sdjatten Ijaufen, <i5eiftev wimmern, 
„Siefe Stabt, ber 9iad)e mcrtf), 
„£at al§ 3cl;u3geift mid) oeretyrt." 

„3()rcr $riea,cr tapfre Sdjaaren 
,,£ab' id) oft 3um 5?ampf erfitjt; 
„SSot ber Ueppia,feit (^efaljren 
„Xreu unb forajam fie befcfjüjt. 
„Siebenhundert ^afjre fd)u>anben, 
„Sa fie nur burdi mid) beftanben. 
„Sa befdilofe beS Sdjictfalö Nat{): 
„Stürjen foll ber Wefenftaat! 

„2)urcf> be3 s JJieere3 milbe Stfogen 
„Äam ber Mümer jaf)Uo§ §ecr; 
„Seine ftoljen 2lbler floaen 
„Siegreid) gegen 5öi>rf a i)er; 
„Sod) bie Stabt mit feften Iljürmcu 
,A ; ad)fe bei ben ftärfften Stürmen; 
„Unter meinet 3trmeö Srfjuj 
„$ot fie jebem Unfall Xruj. 

„(Snblid), nirfjt burd) 9)tad)t ber SBaffei 
„ s JJid)t burd) Sieg im ebeln Streit, 
„SBufjten fie Üjn meg*ufd)affen, 
„Siefen Si5 ber lapferfeit. 



— 234 — 

„£urdj gebrodme Ireu unb (Glauben 
„;\ebcr SlVfu* ifjn su berauben, 
„^arsi, worauf bie Motte brang, 
„Unb baö Öubenftürf gelang. 

,,^a! iSartfjago'ö 3Hannor(jaUen 
„ftiel'n — cä )d)oll ber GrbcnbaU. 
„ftelb! audj bu bift tief gefallen, 
„(Sud) oerbinbet gleidjer ftall! 
„iTu unb fic, cinft wart ifjr liefen, 
„£u bift jejjt gcftürjt, oenoiefen, 
„Sicgft gebeugt, gefrümmt, im Staub, 
„Sie ift ber «erroefung Maub. 

„3ifd)t nid)t hinter jenen Säulen 
„Chnem Sturj bie Schlange Jpofjn? 
„Sdjallt ber Sßantfjer fernem Qeitlen 
„■Vid)t wie Sieger jubcltonV 
„eile! eile! Stäche! räcbe 
,,3id) unb biefc 2lfct)cnf(öct)e ! 
„li'ile! 9iäd)e! bodj oor^er, 
„libler £elb, uernet>me metyr!" 

Srauf mit feines SdjroerbeS Spije 
Stofjt er breimal an ba$ Xfjor; 
"iUö^lid) fpringt'ö, unb bumpfe £ijc 
Cualmt in fajroarjem Stampf Ijeruor. 
^iefeS Scufjen, banges SBimmern 
lönet au3 beö Sempeid Prummern. 
8d) langen aifdjen, irulcn fc^rein, 
$anüjet Ijeulen ferne brein. 

ftunfen fprüf)t alsbalb bcö Gilten 
:Kollenb 2lug'; er ruft, er ruft; 
Unb e3 fdjmeben fdjnell ©ejtalten, 
Männern äl;nlid), auö ber (Sruft. 
x M)re Stimmen, iljre 9)iienen, 
il'iatt oom itfonbcnglanj befdjicnen, 
beugen, bafj fic .pöllcnqual 
Seiben fonber .Siel unb Bafjl. 

„3>iefe mit beut rotfyen Streife 

„3luf ber SBruft" — fpridjt jefct ber Weift 

„Seite, benen blaucv "Keife 

„edle Spur ben £al$ umfreift: 



- 235 — 

„Sitte roaren uun'fdje 5Meger, 
„leiten cinft ber ftolje Sieger 
„Sebenälauge Sclauerei 
„£rof)te — bod) fte ftarben frei. 

,,^a fte fprengten 33anb unb ftette, 
„bürgten fid) burd) Staljl unb Strang ; 
„3f)rc Schatten, biefer Stätte 
„2lngebannt burd) f)ö^em Broang, 
„Sollen leiben, biä burrf) SBädie 
„3iömerblut3 ein ftelb fte räd;e. 
„Städte bu fte! bod) oorljer, 
„(iblcr ftelb, »ernennte mel)r!" 

$rauf mit feineö SdjroerbeS Spije 
Stufet er breimal an ba3 2f)or: 
Unb ein rötf)Udje3 0ebli3e 
Sobert auä bem £ampf fjeroor. 
liefet Seufjen, banges Stimmern 
2önt »on Beuern aus ben Krümmern. 
Schlangen jifrf^cn, (ftilen fdjretn, 
^antfjer beulen ferne brein. 

A-unfen fprüljt alöbalb be3 Sitten 
ftollenb 2lug', er ruft, er ruft; 
Unb c§ fdn»eben fdjnell ©eftalten, 
SBeibern itfmlid), aitS ber ©ruft; 
Unb mit fürd)terlid;en SDiienen 
eyüljret jeglidjc »on iljnen, 
tiefgebeugt »on Dual unb ftarm, 
3{jre Äinblein an bem 2lrm. 

„Sicfje! biefj ftnb »un'fdje äßeiber" — 
Stuft ber muter^ijte ®rei§ — 
„.v>elb, befühle ifjre Setber! 
„Ölut burd)ftrömt fie ftcbenbfjeiÄ ! 
„Börner wollten einft fie fdjänben, 
,,2)od) fie flof)'n au3 ifjren ftänben, 
„Stürmten mutig fia) Ijinab 
,,^n Gartf)ago'3 glammengrab. 

„Unb bamit au3 il)rem Stamme 
„9üc ein Sprößling Sclaue feg, 
„Sticffen fie mit in bie flamme 
„3fjre Äinblein fonber Sdjeu. 



— 236 - 

„3e}t, gebannt an biefe Stelle, 
„Reiben fic bic dual ber ftöHe; 
,,«äd)e ftömerblutö aUcin 
„Äönnen fic »on f>ier bcfrei'n. — 

„$afj bu biefe Slfdjenflädjen, 

„£afj bu biefe Schatten fjier 

„Wutig, blutig molleft rädjen, 

„£bler ftelb, biefe fd)ioöre mir! 

„2Utf mein Sdjrocrb f)icr follft bu'ö fctjroöven! 

„3)fonb unb Sterne foÜen'S l)ören! 

„.vSältft bu'ö nid>t, fiel)! biefer Staf)l 

„trifft bid) bann wie SBerterftral!" 

„3a id) roerbe blutig rädjen!" 
— Sdjroört ber ÜHömer auf ben Staf)l — 
„Sollt' td) ba$ (Mübbe brechen: 
„lobte mid) mit SBetterftral!" 
Unb beS XempelS ^raditgebälfe 
£röf)nen, fdjroarjcö }fad)tgen>ölfe 
s JJal)t, oerbrängt beö aflonbcS Sdjcin, 
.<oüUet ©eift unb Statten ein. 



fic |x*unbfdjaft 

liinft fal) bei- 2lllgüt'ge vom £l)ronc ber Gimmel 
.£erab auf bei (Srbenbaltö buntes ©eroimmel: 
£a fal) er im raufdjenben, bunten (Scmtyl 
2)eS £affe$, ber ^alfdj^eit, bcö ReibeS fo otel. 

£a fprad) ber (Srbarmer mit gütigem Sinne 
3ur Jreunbfdjaft: „^erlaffe bie f)immlifa)e Sinne; 
„Sie fjaben 3erriffen bein IjetligeS SBanb, 
„0 fnüpfc bu'ö roieber im irbifrijen Sanb!" 

ftlugS fdnuang fid) bie Göttin auf roeifjcm (tfefieber 
Sur roimmelnben iiugel ber (£rbe Ijernieber. 
2öo, backte fte, finb' id) ein roilligeä $aar 
ftier unter ber Wenfdjen verroilberter Sdmar? 

Sa ftralt ein ^allaft, roic Weflimmer ber Sterne, 
9Jiit ragenben Xfntrmen aus bämmernber fterne, 
rtlugs eilte bie ftreunbfdmft mit Ijoffenbem Sinn, 
2ion fitberner Sa)nünge getragen, bafjtn. 



— 237 — 



©ie eilte jum marmorgetäfelten Saale, 
Sa nannten fid) SBrüber beim feftlidjen 3)iaf)le 
Sie ©dnoelger im glänjenben ^urpurgeroanb ; 
&ier, backte fie, fnüpf ia) mein ^eiliges 93anb. 

2ßie fanb fie fid) aber getäufdjt unb betrogen! 
Üßie Ratten bie föeben ber 3 cd ) er gelogen! 
^erfd)eud)t roarb bie ©bttin mit gröblicher ©rinuad); 
GS fdjoll ein @eläd)ter be3 öofmeö tf)r nad). 

Sie ^reunbfcfyaft entflof) mit geflügeltem ©djritte, 
Sa warb fie oon fern eine niebrige £ütte 
^m ©djatten fanftraufdjenber Ulmen geroaljr: 
„Ol" rief fie „o fänb' id) ein williges $aar!" 

©ie fanb eö; faum trat fie jur länblid)en Schwelle, 
(So famen jroeen Birten auS gaftlidjer 3elle, 
Bie boten jum biebern Gmpfang iljr bie &anb; 
§ier fnüpfte fie iaudjjenb i^r ewiges 23anb. 



$us §tatnmbuiij t'mtt ivtunbin. 

ßrinnerft bu nod) biet) ber fd)attigen Wängc, 

Sßo^in bei; erfrifd)enber 2tbenbluft 

Scr ^reunbmnen bort fid) oerfammelnbe 9JJcngc, 

Ser Sinben balfamifdjer 3$lütf)enbuft 

Unb (ptte nid)t täufdjenber ©d)ein mid) betrogen) 

9Jtand> anberer 9teifc einft fo oft bidj gebogen? 

Sort faf) id) fo frof) burd) bie ©djatten bid) gel)cn, 
Sa ftieg ein inniger SBunfd) in mir auf: 
(Sö gleidje bem ©ang burd) bie Sinbenalleen 
— Sief; mar er — burd)3 £eben bein plgerlauf! 
9)!it immer fo leidjtem, fo Weiterem Sinn 
^uftwanble bie ^fabe beS Sebent balnn! 



1802. 

Petttftt @lt*rtt am $eujnljr 1802. 

9Jfeine3 Sebent jarte 23lüte 
Öat bie $rit nun abgeftreift, 
Unb, bewahrt burd) ©otteö @üte, 
©inb bie grüdjte balb gereift. 



- 238 - 



Üüic nad) ftreunben, bic tn'd Jerne, r » 
Unfrem 2lug' enteilenb, gel)n, 
SBir jiDor tVüben 93lid3, bod) gerne 
Woa), foipcit wir tonnen, fetm: 

9llfo burd) ber Sorbit Sunfcl 

Se^' td) nad) ber Jltnbljeit ©lud, 10 

£>a£ löte golbner Sterne ftunfel 

,"vcrn im Giebel blinft, jurücf. 

Stets aus finnenbem ©emütc 

Tönt mir bann ber laute 3iuf: 

Sanf ben liltern, beren Wüte 15 

, v >ene Seit fo glüeflia) fajuf! 



Jin cTanucnliniitr. 

Unter ber Mannen Umfdjattuug, im £eiligtume ber Schwermut, 

StV id> oerfd)lungenen 2lrm'ö über bemooftem ©eftein. 
Watt burd)flimmet ber Jag bie Xrauerbe^ängung ber Stefte, 

2ßie bie ©eioölfc ber 9Konb bämmernben Straten burd?blitft. 
£a! roie betäubet be§ ftarjeS geroürjiger 2Betf)raud) bie (Sinne! 5 

Sinb eö Iräumc, bie fdjon fd)ioüI mir bie Sdjeitel umroel)n? 
foord)! maä raupet bafjer? ben Sdmtten entflattert ber 9tabe, 

2ld)! fein proufjetifa>r iHuf tönet fo traurig, fo bang. 
Kaie! miaj ma$ft bu nidjt beben, e* roeeft feiner Sdjanbtfjat 

(rrinnrung 

2)ein fo trauriger iHuf nod) in ber Seele mir auf. 10 
Slber roef)e bem Areoler, befc £ritt biefe Stätte entweihet, 

2ln ber Sträubung beö ftaars faffet Gntfegen ifm Ijter; 
^l)m braut ©Breden baS Tuntel, tym bltcfet Sdjretfcn ber 

Sidjtftral, 

Sdjrcrfen im 3iabengefräaV rufet bie ©ottfjett i|m ju. 



Ufr ilidjter. 

Selig, roen in früher ^ugenb SJlüte 

^l;öbuS mit bem Ijeilgen Duell gemeint, 

2öem 5um fteifjn auf üclifonS ©ebiete 

Dft ber Sd^roeftertt (Sljor bie £>änbe beut! 

3n ber Sdjöofung jaubrifdjer ©ebanfen 5 

Schwingt er fid) auf (jellen .§öljn baf)in; 

Sief im Xljale fa)leid)en, bie ben Scfyranfen 

kalter 2Birflid)feiten nie entflieg. 



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— 239 — 



.\>öfjer, att beö 3Keffcrö Sreiccf reibet, 
$J}gtv, al3 beS Sefjcrö fcijärffteö Mol;r, 
Schwingt im tfluge, bem ber Morbfturm meicbet, 
ofyn bic ©öttin "jtyantafie empor. 
Tiefer, als be§ ^Bergmanns Sdmcfyte bringen, 
Tiefer, als ber ^ßerlenfifdjer fpürt, 
Tyätjvt fie tfjn, be§ Crfu§ Siegel foringen, 
Sott ber Mgeioaltigen berührt. 

Stoiber lächelt, alä ber 2Ultag§feete, 
ftfjm ber ftrüfjling in Slurorenö 2lrm; 
Seelenoolier flaget ^ilomele 
30m in Sommernächten ifyren £>arm: 
Süff're Scfnnut meint in feinem Qergen, 
Senn beS £erbfte3 #arbenfpiel oerglürjt; 
^•roljer f>ebt beim Schimmer geller Herjen 
9tn bem Stntermarjle fia) fein £ieb. 

lauter prebtgt if)in bcr Kampf ber Setter, 
^Ijm bie Soge, bie mit Stürmen ringt, 
5|w bie Sterncnnactyt bie 3Jfad;t ber ©ötter, 
bereit $rei$ uon feinen Saiten flingt. 
2lfjnung oon Crlufiumä ßntjücfen 
Raffet i^n an feinet 3>amonS 23ruft; 
Sonne ftralt ifmi auö bcS 5Jcäbd)en3 Sülttfen, 
Sonne, (Göttern nur unb ifnn beroufst. 

^roar aud) fein ©emanb oon Staub oermobert, 
^roar aud) er befäfjrt bie fdjmarje Jlut, 
2lbcr in ber Dfadiroclt -Dcunbe lobert 
2)urd) Leonen feiner Sieber ölut; 
Unb fein Öeift, bem rein'rer Stoff fid) gattet, 
Stimmet in ber Barben Hymnen ein, 
Scldjc fie, 901t 2orbernad)t umfd)attet, 
3n (Slnfium ben (Göttern roeif>n. 



Sa aie^t in be§ XrutmpfjeS ftol^em ®fanje, 

Umflattert uon beS ÖlütfeS Sorbeerfranje, 

2)a jicf)t bie fredje SBoSfjeit Ijin. 

3ln it)rem Sagen feud)t im geffeltlange 

2>ie Sugenb, trüben iöltcfS unb blaffer Sange, 

SHe unterbräche Königin. 



- 240 - 

Xa fdjwclgt bcr Jyrculer uon bcr fiänber 9Jlarfe 
Unb fittyrt uon betbcu <ßolcn [einem SßatU 
©cftäfc'ge Ungeheuer $u. 

^nbejj enturefet bcr 3Jtuttcr in ber \nitte 10 
ier Stnblitf iljreä Säuglinge^ bic Söittc : 
£en frungernben, o Öott, erlöfe bu! 

Xa vnljt im 8 chatten Ijain, iuo Söefte fofen, 

2ter ^raffer in ber ätfotluft 2lrm auf Mofen, 

fßm Wcftar beö }<ofal3 betäubt, is 

3nbefe Don milbcr Htittag6^[ut gebraten, 

Xex biebre ftröbner fid) am Spaten 

Xic flcijj'gen £änbc blutig reibt. 

£>a! fdjiuelgt, it)r Jreoter, fort! midj blcnbct nimmer 
.\>ellftralenb eures Ölücfeä <8onnenfd)immcr, 20 
3Jiein Cfyr betäubt nid)t ber 2riumpf)e Sdmll: 
Za) fefjc ferne Detter fid) aufammenucljen, 
£er Madje Detter, fe^c Söli^e glüljen, 
3$ Ijöre ber ^erbammung Tonncrfjall. 

3a bebt! benn nidjt bie 2öad)e eurer Sf lauen 2:. 

Skfcbjrmt eud) oor bem ©eniu3 ber Strafen, 

9iid)t eurer Burgen Üöefjr unb 9Jtod)t. 

Senn luirb er eud) nid)t ftürjen nod) im Seben 

Unb beö Öctuiffenö göltet« übergeben: 

fliegt i&n nid)t, fctbft in beS Orabet 3iad)t. 30 

Senn roeilt er aud), er trifft eud) bennodj fid)cr, 

(Sr tuaffnet fid) jut Madje fürd)tcrlid)er, 

Unb über euern (Gräbern fjarret er; 

(£r Ijarrt, bt3 be3 $erid)ts ^ßofaune fajmettert, 

Sann geiffelt er eud) auf, qeftürjt, entgöttert, 35 

*?or beinen Stul, 2lUrid)tenbcr! 

Unb ib,r uerftrieft eud) nidjt in bange „Siucifel, 

3b,r Märtyrer! wenn ein gefrönter Teufel 

Sott ungerodjnem Uebermute fd)tuillt! 

Iragt bulbfam eure £aft $um :Kid)tertf)rone! 10 

Sort fdjimmert eud) be§ Sieges $almenfrone, 

Sovt iuirb baö 33ud) ber ^orfic^t eud) entfjüUt. 



lUuioitbtrgcimnluii. 

2ld) fo bang, fo Ijer&beiuegenb, 
^u erblaßtem (Solovit 
Xraurft bu fd)on, geliebte Wcgcnb, 
Sic bu faum fo b,od) geglüht. 



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_ 241 — 

<5onne, bu su frül) erbletd)te, 
<3d)on umflammt oon grauem Suft, 
foängft bu, wie bie £obtenleud)te 
3n ber bämmcridjten ©ruft! 

Limmer fdjroärmft um ©ommcrlauben, 
3ep^yr, bu im bunfeln (Statin; 
©dmrfe Sßirbelnünbe fdntauben 
Über ©toopelfelber f)in. 

2Bo be§ SBaumeS ^radjtgeioölbe 
Crinft fein Sonnenftral burd)brang, 
©lieft ber 2ag burd) tobtengelbe 
Surre Blätter jejt fo bang. 

^mmer leifer, immer matter 
Xönt »om Vogelfang ber §ain; 
2Jtit ftoljirenbem ©eflatter 
ßräd^t ber 3tab' am 28tefenrain. 

Senfe — ruft im ©terbefleibe — 
Senfe, 3Jtenfd), an beinen Xob: 
3ejt ba3 Safjr, ba$ einft ber $reube 
©öttlidjen ^ofal unS bot. 

Slaj! fdwn wirft ben 2cidjenfd)leier 
3lr)m ber ©Ott ber ^iten um ; 
rtüljrt eö balb 3um Sobtenfcuer 
3n ber üBor$eit Heiligtum. 

Sod) getroft! oon GljronoS ftauaje 
Sßtrb bie 9lfa)e balb belebt, 
Söirb ein oW"9li»Ö/ Dcr Den * Slaudje 
Kräftig, tote ein ©ort, entfdjtoebt; 

Ser ^erab jur (Srbc mattet, 
Sie Unit ^rü^lingäblumen ftreut; 
§a! wie Ijcln* fein ©rujj erfdjaUet: 
fcoffet auf Unfterblid)fett! 



JJös fiicJ» oom armen -üater. 

Gin §arfnerlteb aus einem unrollenbeten ©ebidjte. 

GS ftejjt ein Sd)loji in einem Ütfalb, 
©ar einfallt uttb entlegen; 
Sarinnen rool ein Stäubet tyauft', 
(Sin fürdjtevlidjer Segen. 
Urlaub, ©d>id)te. II. lö 



— 242 — 

Der fjielt ein Dirnlein monnefam 
3n feinem £d)lofi gefangen; 
Defj JBatcr fam an feinem ©tab 
ätfol »or ba3 Sdjlofj gegangen. 

„Wib, Stäuber, mir mein Xöd)terlein, 
(5ö ift mein Xroft im geben, 
Sittel Silber unb uiel rotljcö Wölb 
MU id) bafüv bir geben!" 

„Dein 2od)tertein, baö mimt' id) fefjv 
Cb feinem ftoljen Veibe; 
Dein Dödjterletn baö geb' id) nid)t, 
M) netyri eö mir jum SÜeibe." 

Der 2Jater ba fein toaar jerri^ 
2>or groffem .\w3eleibe: 
Daö Xödjterlein mar all fein Droft 
Unb feinet 2llterö Jyreube. 

Drauf gieng er uon bem 3d)lofe Ijerab 
Unb meinte laut unb Nagte; 
Unb wenn be$ SüeegS ein bitter fam, 
Der Sinne ju if)tn fagte: 

„(rrlöfe bu mein £öd)terlein, 
Das ift gar f)art gefangen; 
ittel ©Uber unb uiel rot§e§ $olb 
©oltft bu bafür empfangen!" 

Drum mancher 3U bem ©djloffe gieng, 
Daä Dirnlein 311 entrütfen. 
Das ©a)lofj mar feft, ber Stäuber fajrau, 
Drum mod)t' es feinem glüefen. 

Darob ber Sßater fid) ucrfdjlofj 
3n eine enge 3elle; 
Da meinet' er beim ©onnenlirf)t, 
Sei aRonb: unb ©ternentyelle. 

Da rief er oft 5um Gimmel auf 
3« feinem £er$eletbe : 
„älom geben, bas nur Jammer ift, 
fcrlös, 0 ©ott, uns beibe!" 



— 243 — 



Jßol mandjeS nod) bcv 2llte Wagt' 
3m übergroffen ©djmerje; 
Dod> weiter td;S nid)t fingen maq 
Stl töcid) wirb mir baS .^erje. 



1803. 

Pehlen «Item nm Ikuialjr ISO.}. 

Der 3al>re ätfedjfeldjor entfliehet, 
Söie eitenb Stiell' auf SBellc fällt, 
Unb jebeS biefer Saljre jieljet 
mä) näljer bem ©ewüljl ber 28elt. 
Verbreitet finb »or mir bie Sßeitcn, 
Durd) bie ein Seber roanbeln mujj, 
(Sr möge 311m Verberben fdjrciten, 
(*r ftrebe nad; beS .^ctlö ©enufc. 

(Sntfloljn bem Sdjoofj beS frühem Sebent, 
Dem Sljale unfajulbooller Muij', 
©ei)' idj ber etätte meines StrebenS, 
Dem ftelbe meines ßampfcS 31t; 
Unb adj! id; fefjc fdjon mit ©rauen 
Sid) brol;enbe ©efa^ren na§n: 
So bebt ein 23ad> aus §irtenauen 
hinunter in ben Ocean. 

Söer ftnb bie ftralenben ©eftalten, 
Die nuntenb an ber Stelle ftefjn, 
3ßo fia) bie Sdjetbeweege fpaltcn? 
«Hroei Sungftaun finb es, |o(b unb fd)ön: 
Das Safter, baS am s Jtofenmeege 
aNir golbne ^arabiefe jetgt, 
Die Xugenb an bem ^elfenfteege, 
Der traurig in bie $ö$e fteigt.' 

3(jr will tdj folgen, ifjr ber Strengen, 
!£>ill flimmen il;ren s #fab Ijtnan, 
m\l füljn mid) bura) bie Dorne brängen, 
md)t aa)ten fdmrfer Reifen £af)n. 
SWe foa baS Safter mia) bereben, 
2tuf roeidjem Seitenpfab ju geljn: 
«Stets fü^rt eS in beS XobeS Ceben, 
Die Sugenb in beS Rimmels §b(jn. 



- 244 - 



£ od) öftere toerb id) matt erliegen, 
Unb nad) bem Siofenmeege l)in 
SBirb bann ber feuchte «lief entfliegen, 
Sßo Zsubtl fdjallt unb ^reuben blülm. 
Slbfeits wirb Jtrofobilögennmmer 
93etrüglia)en ®efül)lö mid) äiefm; 
3n Äummernädjten ofme Stimmer 
Um mid) beö ^roeifelä ^rrltdjt glüfjn. 

2)ann aber werben eure Sefjren 
5)er ülöeiSfjett unb Religion 
(Srquicfung mir unb Srbft gewähren, 
Unb Ijeben ben gefunfnen <SoI)n. 
Sie roerben roarnenb mid) umfd) lieft cn, 
Unb einer geuerfäule gleid), 
Sie fjell erglänjt auf Mnfterniffen, 
9JUd) führen jutn erfelmten Weia). 

3a! biefen ganj mid) ju ergeben, 
9JHd) ifjrem Stenfte ganj ju roeitjn, 
Siefe foll mein £anf in biefem Seben 
$ür eure Elternliebe fenn. 
«Kit Sorten roerb' id) erft »ermögen, 
3u ban!en, mann in öottcä «ööf)n, 
9iad) rool burdjroallten ^rüfungSmeegen, 
9Bir einft oerttärt un§ roteberfeljn. 



Peittem ©neunter nm iteujnljr 1803. 

Monte sub8i8tentem oculos referre 
In viae flexus peragratae, et omnes 
Tum vices menti revocare dulce est 
Atque decorum; 

Pulcrius vero, niveis verendum 
Crinibus, lustrare animo peractae, 
Et boni seniper studio sacratae 
Tempora vitae. 

Tu, diu vitae maribus secatis, 
Victor ineedi8 varii perieli, 
Te, senex, jamjam placidae quietis 
Ora reeepit. 



— 245 — 



Ast ego primum trepidante remo 
Manriori immitto dubio carinam, 
Anxii cursus metuens pericla 
Resque futuras. 

Nam furor Fortunae inopinus austros 
Eriget ramos rigidasque rupes, 
Dulce Sirenes recinent, polumque 
Nox teget atra. 

Sed tuum exemplum, monitusque linguac 
Tunc tuae clavus mihi erunt et uncus, 
Ceraque exsurdans, geminumque sidus 
Claraque turris. 

0 tibi quantum, venerande, quantura 
Debeo! — Sedne, juvenilis oda, 
Tange, quae digne celebrabit osve 
Chordave nunquara! 

Tu Deum votis adeas, ut aeva 
Longa adhuc canens foveatur arbos, 
Cujus infirmi frutices sub umbra 
Tarn bene crescunt. 



SUIwrurabe. 

Jpordjt! wie erhallet ba brauffen fo fd)ön 
(Suoerufen unb (Snmbelgetön ! 
<5et)t iljrV fdjon flammen 2näu§ Altäre, 
3aud)}enb umnrirbeln fie faufcnbc (St)öre. 
2luf unb t)erau§ ! boa) juuor noa) einmal 
Saftet ifm freifen, ben »ollen Sßofal! 

©üoe! fül)lt ifjr ben göttlichen Saft? 
$üljlt il)r bie abernburctyrollenbe Alraft, 
Stürjenbe Reifen im Saufe 311 Bemmen, 
3teiffenber §Iut eud) cntgegenäuftemmcn '< 
Äönnt il)r nidjt Söölfe bezwingen unb Seutt? 
Stedten entwurzeln unb .»beere jerftreun? 

Csf)' ftd) fieanber jur Steife gefdfürjt, 
.£>at er juöor niajt ben SSedjer geftürjt? 
2113 ber bleibe ben DrfuS burdjftürmte, 
2115 ber (Giganten ©ebirge fiaj tljürmte: 



— 246 - 



Xa gab ber Siebe begeifternbeS 33lut 
Starte ben gelben unb flammenben Wut 

Söann bei ber ©btter o(gmpifd)em Wahl 
>;>ebe frebenaet ben Weftarpofal: 
etralct nicf>t «Jeu« bann in fernerem GKatue? 
«dringet mdjt 23aea)u3 bann füfiner bie game v 
Strömt nia)t ber p^bifcfjc 3eucrgcfang ' 
Mutiger bann in ben filbernen älang? 

£ord)t! ber ftefang unb ber Gmnbeln ©etön 
todjaUet 13t rauter auf bebenben fiöfin. 
Acierlic^ aieljen bura}ä milbe ©ebränqe 
s |!antfjcr ben Öott in Sriumpfjeögepränge. 
©ejt ifjr? wie fdnmngt er ben ZfyrfuZ empor' 
stürmet fjinaud in ben jubelnben (S$or! 



20 



2Ä 



30 



Hermann unb |ülfa. 

Saaabe. 

„$u fömmft oom Sd;loffe SBolFcnftein 
2>ort auf beö SergeS Stinte V 

&*& § ar faer, ift Öraf fctlbebranb, 
3ft ferne UtBa bir begannt,' 
Sie minniglidje Sirner 

„200^1, bitter, mar er mir befannt: 

®t fäläft bei feinen «finen, 

Sie Xodjter mitt ins Älofier aielm, 

Senn tfjr »erfobter fanf bafjin 

»ü) ! unter @ottfrieb§ fta^nen. 10 

3fct |aufi @raf $roä)mar auf ber 33urq 

Sic ©eiffel feiner ©äffen. 9 ' 

Ser räftt nidjt ab mit freiem SRutfi 

Ser Söittroen unb ber 9Baifen ©ut 

»ei Jeften §u oerpraffen. M 

9Kit nädjfter SWorgcnfonne wirb 

®m Sagen ^ier beginnen: 

Sod) in ber Seele' t§ut mirS roeb, 

SBenn tu) beö 2Büt$rtdj3 ©reuel feb 

Srum mad)t ta) mid; oon Rinnen." 20 



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— 247 — 



2)er Hlitter brauf von bannen ritt 
2Rit unrufwottem ©liefe. 
Unb als bic 2)ämmrung fid) ergof?, 
2>a fam er an baö fefte ©d>lofj: 
63 bonncrtc bie ©rürfe. 

93om Stitterfaale fd)immerten 
SJicl freubenoolle Äerjen. 
2>er Sieber unb ber Warfen Älang 
©ogletdj jju feinen Df)ren brang: 
Sr brang feinem ^erjen. 

ftlugS famen knappen tfet fjerbei: 
„SßiUfommen f)ier jum 9J?af)le!" 
©ie gleiten Söügel Ujm unb SKofj 
Unb führten gaftCic^ iljn in§ ©djlojj 
3um ferjen^eaen ©aale. 

35a waren trunfne bie 
SBeim pumpen jubilirten: 
Sa waren locfrer Sirnen oicl 
Unb §arfner, bie ba§ ©aitenfpiel 
2Rit fernerem ^ n 9 cr rührten. 

Ser bitter mit gefd)lojjnem £elm 
XI>ät fid) »or Sroajmar beugen: 
„Um ©petf unb Sager bitt' id> bid), 
2>od) binbet ein ©elübbe mitt), 
2)en Sftaljmen ju uerfdjweigen." 

dagegen Srodjmar ftammelte: 
„2Billfommen auf ber SBefte, 
2ßer 3^ aua ) f c V^ kflä gilt mir gleia), 
2)od) morgen noa) behalt id) (Sua) 
Söeim ebeln SBeibmannSfefte." 

3fct brauten Änappen ©tul unb ßela) 
3l)m in ben ßreiä ber Bedjer. 
$er Siitter fefcte fdjweigenb fia) 
Unb feiner wagte brüberlia) 
3u bieten if)tn ben ©ea)er. 

©dwn §örte man bie 9JHtternad)t 
SJora ^onnenflofter läuten: 
2>a rief ber @raf ben (Säften ju: 
„30* warfern ©rüber, auf gut SRulj, 
Senn morgen gilt'§ bei Reiten!" 



- 248 _ 



(Sin Kämmerlein ben ©aft empfieng 

9(u$ raufdjenbem ©etümmel. 

25er 2Honb bura)'3 bunte ftenftcr festen, 

2)a nmrf er fia) jur Grbe f)in 

Unb betete jum Gimmel. 

2)rauf gieng er in ben ©arten fjin 
Unb roanbelt' in ben ©ängen. 
(SS träten in ber Dämmerung 
2)ie Silber ber Erinnerung 
3n feinem ©eift fio) brängen. 

2lm (*nbe mar ein ober Ort 
Soll Reifen unb ©eftrüppe. 
©in üuell ergofj ba toeinerlia) 
3m bämmeria)ten Sickte fiaj 
Kon mooöberoott)fner Älippe. 

Unb in beö OrteS SWitte ragt' 
2lu3 fdnoarabelaubien Äienen 
(Sin alter fd>auerlid)er Xl)urm, 
3erfa)ellt oon mt> unb Söinterfturm, 
Korn 3Ronbe matt 6efd)ienen. 

Unb eine glänjenbe ©eftalt 
£f)ät ftdj am ©itter jeigen. 
©in 6a)leier iljr ©eftdjt umflog 
Sie feufete, rote ber SBinbe Stofe 
3n winterlichen ^roetgen. 

25er bitter it)r entgegenrief 
9Hd)t fonber ?y«rct)t unb Stauern: 
„SBift bu ein ©eift ber aftitternac^t ? 
©djroebft bu, roenn ßauj unb ©ule road)t, 
3n biefeä XljurmeS SHauern?" 

Unb eine fanfte Stimme brauf 
Korn oben Sturme bebte: 
„O ffüütc längft baö ©rab mia) ein! 
0 bafe ia) längft im $ionbenfd)ein 
Mit meinem Xrauten fdjroebte!" 

„D fage, wer bein Kräuter iftV 
D fpria), roa3 fränft btd) 2IrmeV 
3d) (jelfe bir auö beiner 9fotf), 
SBennä möglia) ift, fo roaljr im £ob 
35er §err fia) mein erbarme!" 



_ 240 - 

„ftür tma) ifi feine öülfe metyr, 
äJtetn S5nter fdjläft auf immer; 
Wein Kräuter fanf, fo fagt man wir, 
2ld>! unterw fjeiligen panier 
3n früher ^jngenb (Sdjtmmer. 

©raf 2)roajmar Ijäft in biefem Tawern, 
9Jiein Dtyeim, mid) gefangen. 
Gr mi bie 2öaf>l mir, ob itt) ftiU 
3n3 Älofter, 06 im Äerfer will 
Sermobem bei ben 6d) langen. 

$rei Xage fmb mir nodj oergönnt, 
93on beiben ein§ ju wählen. 
S)en Sajleier träfe meine 38af)l, 
SBenn nia)t ein fd)roaa}er .^offnungöftral 
Uiod) glömm* in meiner ©eelen. 

Söerb' ta), foraaj Jpermann e!>' er fdjieb, 
3m fernen Sanbe fallen: 
<3o foll mein ©etft um 2JUtternad)t, 
2Benn nidjtä alä Äaua unb Gute wad)t, 
3u bir herüber walten. 

■Woa) felj' td> nia)t ben ©eift, bruw will 
3a) §arren iw 33erlicfje, 
3Bo nimmer mir ber 2Konb, mein ftreunb, 
So nimmer mir bie ©onne fajeint, 
2ßa3 ©ott mit mir befdjliefee." 

„3a" rief ber bitter tief bewegt, 
,,25td) täufajte nidjt bein öoffen!" 
GS flatterte, beS §elwe3 baar, 
3m SBinbe ba fein golbneö £>aar, 
6etn SÄngefiajt war offen. 

„0, Jpevwann, bu! 0 tonnt' id) fd;on 
21 n beiner 33ruft erwarwen!" 
„©ebulb, iaj fowwe fajon ju bir!" 
Gr ruft eö, unb jerfprengt bie 2$ür, 
Unb liegt in if>ren Firmen. 

2llä nun ber erfte Worgenfdjetn 
Grglänjt am grauen Gimmel: 
Xa fammelten fia) auf bem 6a)lofj 
2)ic 3ä9er fd)on mit §unb unb 9iofj 
3n raufajenbem ©eroimmel. 



- 250 — 

Xa fmu ©raf $rod)mar auä ber 33urg 
3»t föniglicfyem Stimmer; 
2)a ftieg er auf bcn flogen .'bcngft : 
„fcallof)! (maof)! ©efellen! längft 
ölüfjn a«onb unb Sterne nimmer!" 

2)od) feiner oon ber ganjen ©ajanr 
Xfiftt »on ber Stelle geljen; 
Sic blieften ftarrenb jum 2lltan, 
2ßo fie ben eblen Hermann fafjn 
3Mt feiner Utlja fte^en. 

Sie Sonne, bie ber $aib' entftieg, 
2>e§ Hnblicfä fteier mehrte; 
Sie warf auf ba§ getreue ißaar 
35en golbnen ©Limmer fjolb unb ftar : 
Sie ftralten als SSerflärte. 

2)a ftürmte $rocf)mar au§ bem %f)ov 
Tlit $(u$en unb mit Xoben. 
3§m folgte mit jerftreutem £aar 
£er fdmöben 6c|metcf)ler ganje Sdjaar, 
Sie Sa)nee, »om Sturm jerftoben. 

2)ie anbern flogen jum 9(ttan 

hinauf mit rafrfjem ©abritte. 

3nö £f)al erfapll ber 3ubel§att 

Unb brang, mit ftetS oermefjrtcm Sdmll, 

3n jebe§ Sanbmannö glitte. 



Komanje, 

2)a3 9iof* am £ügel fö^renb 
2)urtt)irrte 2trioalb, 
S)cr Sangobarben $ömg, 
Um 3)Uttemacf>t ben Söalb. 

(Sr ()atte jur Siunbe be§ Borgens 
8Rtt !ömgüd> raufdjenber ^rad)t, 
35en nagenben ©ram ju oerftfjeuajen, 
^>inau§ in ben ^orft fiefj gemalt. 

£oa) balb oerirrt' er vom $auffen, 
Nur benfenb ber inneren Dual: 
3fct ftöfjt er oergeblia) inS §iftfjorn: 
tyn äfft ba§ gebogene £fjal. 



— 251 - 

35a fjört er burcp $<uifd)cn be§ SaubcS, 
2)a J^ört er melobifd)en Älang: 
&ora)! ift es beim fcftlidjcn Zeigen 
Xer monblidjen @lfen ©cfang? 

2ltt) nein! es ftnb klagen ber Saute 
©rtönenb aus nädjtltd)em Ort. 
2öie gittert ber ßönig! wie jtefjt es 
3ur Duelle bes Älanges ifjn fort! 

JDa beut ein fjofjes S2öalbfd;lo^ 
2)ie (Sajattenfeit* iljm ju: 
(£s fdjraebt um bie ftnfteren Stürme 
£er Surg letsatfjmenbe 9iuf)\ 

ßem 9toa)tnünb flirrt mit ben $af>nen, 
Äein ßäualem äajjt burdi bie *Rad)t; 
©s §ord>t ben 3 ( *ubertönen 
$er flagenben Saute, roas road&t; 

5Den Ebnen, ber (Seele bes Äönigs 
©o roofjt, a$! fo roofjl nod) befann 
Oft fjatt' er baju [einer ©attin 
Sie golbenen ©aiten gekannt. 

Oft fa| fie mit tym in ber Saubc 
33eün fterbenben Slbenbfajein, 
2)ann gofj fie bie fdmtelaenben Xöne 
3ns Sieb ber 9iad)tigall ein. 

£>ora)! ifct oermäfjlet ©efang fidj 
2)em fajroädjern ©eflüfter bes «Spiels: 
6s tönen, wie Älage ber @ngel, 
$ie 2öorte ooll bangen ©efüljls: 

„(*ua) Kaa' id), ftille öeifter 
2)es 3Ronblit§ts, meinen (Sdmierj! 
3a) fmbc, bran 311 meinen, 
ßein lieberoarmes ^erj. 

5öa§ foll biefj bange 6$wanen, 
2)as mir ben SBufen bef)nt, 
äöenn oft »om fernen Sllofter 
2)ie ©terbeglocfe tönt V 



- 252 



SßaS beuten mir bte Xrftume 
$on bumpfem Sdjaufclllang, 
33om Sieb ber Xobtenoögel, 
äom bangen ©rabgefang? 

3ft mö)t be3 ©rabe$ $ote 
£ie bämmembc Weftalt, 
2)ie roinfenb oft in 9iä$tcn 
3u mir herüber maßt? 

» 

0 fjarre, ftiHer (Sngel, 
9tod) fönnen mir nid)t gef)n, 
33i3 ia) ber ©eele Siebling 
s Jtur einmal noa) gefefm; 

83iö er ben Sdjnmr ber Unfdjulb 
9lu3 meinem SDtunb gehört: 
2)ann gürt' ia) mid) jur Steife, 
i?on feinem Oram befdjroert." 

2)aä werfet jegliaje ©aite 
^m §erjen be§ fjordjenben auf: 
es briajt au§ bem ooUeu Sluge 
2)er Xljränen perlenber Sauf: 

„Unfdmlbig ift fie, unfdjulbtg; 
9iid)t Äronen begehret ein £>er$, 
$a§ fo nad) ber Siebe Umarmung 
©id> feinet im ftagenben Sajmerj! 

3a, Stbatulf, falfaj ift bie Wage; 
l'ängft J)at ba$ mein fcerj mir gefagt. 
2)odj f)öf)ercä Urttyeil entfdjeibe, 
2Bo menfd) lieber 3iat^ e3 ni$t tuagt." 

(So ruft ber erfdjüttertc ffönig, 
<5o ruft er — f)ord>! ba erfdmllt 
3Bon filbernem föörnergetöne, 
3Jon ^ferbegeroie^er ber Sßalb. 

Unb an ber ©pifcc ber Säger 
Sprengt 3lbalu(f jaudjjenb fjevan; 
2)er ©leijjner! tyn liebt tote fein Stuge 
Ser Äönig in blenbenbem ättalm. 



— 253 — 

Ginft §att' er'3 geroagt, ber SBerrätljer, 
„Su frea) burd) fein lad)enbe§ ®lücf, 
$er Königin Ircwc ju prüfen: 
ftraft' if)r Deraa)tenber 33licf. 

Xa fajlug'S ifmt fo ängftltd) im 33ufen, 
(*r fajroante uerfd)ulbete ©djmad): 
$rum lief er jur felbigen Stunbe 
3um Äöntg in§ golbne ®emaa). 

„2tta§ roeilft bu, roaS roeilft bu, mein Äönig, 
(Sntretfj bid) ber fixeren 9hif)'; 
©dron lauern bie 25ola)e beS XobeS 
£tr auf" — fo ruft er ifmi ju. 

„Sein Söeib Qat mit ber (itruäfer 
S8errud)tem Könige ftd) 
$u beinern «Sturze uerfdjrooren, 
0 rette, 2Jerrat§ener, bid)! 

©ie roiU i§m reidjen ben (Spring, 
Sßon beinern Ringer gcftreift; 
Sie roill mit ilnn tfyeilen bie Jerone, 
3)lit beinern 93lute beträuft." 

2)a rollte ber $önig fein Slugc, 
33on fdjrecflidjer 2öutl) entflammt; 
Unb, aa)! ba mürbe bie Xreue 
3u eroigem Äerfer uerbammt. 

2)rei S^re fä>on oerroeint fie 
3n etneS Xfjurmeä ©rab, 
Unb ifjrcä fiebenS SlütQe 
pllt unbetrauert ab. 

2)od), fjora)! roeld) Getümmel im ftofe 
6rreid)t ber Unglücflidjen Diu*? 
Sie tritt an'3 uergitterte ftenfter 
3Kit roanfenben Stritten f)ert>or. 

Unb fie§e! nor lobernben Radeln 
(£ntflief)t ba3 näd)tlid)c Mrauit: 
2>a ftnb im gcfdjloficnen .Urcifc 
Wiei rüftigc Segen $u fa)aun. 



— 254 — 

3ur Seite ftefjt eine Skfjre, 
*on frtjiüarjen £ücf>ern umwallt; 
Unb hord)! eä fdnnettern Xrommeten 
Som X^urme nnebergehaUt. 

Unb alSOalb fd)veiten 3roei .Kämpen 
9lu3 bidjt gefcöloffcntm (5^or, 
Umwallt mit Wrrenber Lüftung, 
3n 9Jiitte be* Kreifeä heruor. 

©djioarj ift ber eine gewappnet, 
Der anbre (wie f topfet il)r \>erj!) 
Xrägt filberne Schwingen am .s>elme, 
Xrägt ©Lienen von blinfenbem ISrj. 

Unb wieber fdmtettert'3: ba ftürjcn 
Die gelben jum Äampfe mit jtfiaajt: 
(£ö flammen bie faltenben ©djwerter, 
äiiic fa)ieffenbe ©tern', in ber Wacht. 

So ftürmen jwei Söogen be§ 3)ieeveö 
2öilb gegen einanber heran, 
©o fämpfen jmei i'bwen be3 SBalbeS 
©io) treffenb auf nächtlicher SJalm. 

Dod) aa)! fcfjon wanft ifct nerrounbet 
Der ©ilberbcbufdjte surütf: 
Da fdnoingt er noch einmal ba§ ©ifen, 
©r haut — unb ihm lächelt baS GHüdf. 

Denn fieh! mit gefchrotetem öelme 
Stürmt fchaücnb ber $einb in fein »tut. 
Widit anberö bonnert vorn Ufer 
©in #elö in bie fchäumenbe ^-lutl;. 

Drauf tragen fie fa)nelt ben (flefallnen 
^um nachtumhangenen Schrein, 
Unb gehn mit ihm in bie fallen 
Des finfteren ©djloffeö hinein. 

3ugleich uerfdjroinben bie Radeln, 
3ugleid; bie fchweigenbe ©d)aar: 
©o hebt aur ©tunbe beö 3)torgenS 
(Sin fdmuriger Xraum fta) uonbar. 



— 255 — 

9?od) ftefjt bie (befangne am ©ttter, 
9ioa) ftarret tfn* ftaunenber Vlid. 
2)rauf fa)n>anet fic )d>redlid)e 35inge, 
33alb §offt ftc auf nafjenbeS ©lud. 

So roedtfelt im Sturm, ber bic Wolfen 
«erjagt, baö l)erbftlid)e Sfwl: 
Valb fteljt eö im bämmrigen ©Ratten, 
$alb glänjt e$ im golbetien Stral. 

3fct flirren bie eifernen Sd;löffer, 
Xiic Siegel raufdjen jurüd; 
Unb tjellauflobernbe Radeln 
Verblenben ber Königin S3ltd. 

Xa fdjreiten in purpurnen -Diänteln 
Viel fa)immernbe 9)iänner f)tvan, 

2) ie fia) mit tiefer Verbeugung 
£er ftaunenben Königin na&n. 

2>er erfte trägt eine Krone 
Stuf Kiffen »on golbenem Stüd: 
„£ter fa)idt bein König — fo [priest er 
ßntrtfjeneS ©ut btr jurüd. 

(Sr felbft fmt beinen Verläumber 
(Srlegt im ©otteögeridjt ! 
Xa fjat ber Verrußte nod) röd)elnb 
Öeftanben fein f)öllifd) ©ebid)t." 

3) er groeitc beut einen Scepter 
Stuf filbernem ^Jolfter ifjr l)U\: 
„(Smpfange, roaä Vcrläumbung 
2)ir nafjm, o Königin!" 

9tod) 2lnbre retten gebeugt iljr 

Viel fdjöner Klemobien bar, 

Viel golbenen Sd)mud§ um ben Staden, 

Viel perlen inS roallcnbe £>aar. 

3ie aber t>oll ^immlifa}er SBürbe: 
„Sagt eurem ©ebieter surüd: 
9iid)t Krone oergüte nod) Scepter, 
9tur Siebe mein bitter ©eföid!" 



250 _ 



Xa fafet Senmnbruna, ftc alle; 
Sie ftürjcn in trunfenem Sinn, 
2ßie uor bem SBilb einer peilgen, 
$u if>ren puffen batjin. 

Xa fällt ein £>elm unb ein SRantel, 
Unb au3 bein anbetenben Gljor 
fcebt blafe, wie ber 3)ionb in Weroölfen, 
3$r Slrioalb fiaj empor. 

Sie beben, fie roanfen, fie finfen 
Gntjütft fid> an bie S3ruft. 

fajroinben bie 9fädjtc be$ $rame3 
31m 2lufgang unenblia)er tfuft. 

2)a jaudjjen bie 9lnberen alle, 
s -Bon ljo ii ©efüljlen burdjglüfjt: 
„fteroitter umbüftern ben TOtaa,, 
2)ajj ferner ber SCbenb bann blüljt!" 



Ecce! tribulis ainans tibi mittit amice salutem, 

Mittit, quam raalit dicere posse tibi. 
Bruma abiit canens; traha jamque sonora quiescit 

Atque citi chalybis fulgure planta micans. 
Ast jam rura nitent festivo splendida luxu, 

Kniet Olympus ovans lumine caeruleo. 
Abjice nunc Senecam, Ciceronem et carmina Flacci, 

Quaeque Maro cecinit Maeoniusque pater! 
.Tain tibi praeeeptrix natura erit optima vernans, 

Naturam spectans, ipse poeta, canes. 
Heus! ad me venias, seu raueo concitus axi, 

Sive pedes fortis, sive decorus equo. 
Haud mihi tecta quidem Pariis innixa columnis, 

Nec, quas cingit ebur, contabulata cedris; 
Nec dapium, mensas quae flectit, Apicia moles, 

Inque Corinthiacis vina Falerna scyphis: 
Sed modicae tantum patet hospita janua sedis, 

Indigena humor adest et moderata Ceres; 
Nec deerunt animi laetantes hospite caro 

Quique odisse solent atria vasta joci. 
Dulce mihi tempus! quo te praesente fruiscar! 

Tunc horae cupiam posse tenere pedem. 



— 257 - 



Dulce mihi tempus! seu per juga celsa vagemur 
Perque vireta, quibus suave queruntur aves; 
«5 Seu quoque ruricolae pictos palemur in hortos, 
Lac ubi languentes mulcet et umbra pyri. 

Eja age! ruinpe moras! fumosaque moenia linque! 
Nil mihi rescribas, rectius ipse veni! 



Mtlntm (Bvopüttv an feinem ©tburtstas, &. [15*] P«t 1803. 

Linquimus vitae petimusque scenam ; 
Surgimus florum cadimusque ritu; 
Et nova insultant generis prioris 
Aeva sepulcro. 

5 Sed pio quisquis coluit labore 

Rura divino libitu tributa, 
Arbores plantaris memori daturas 
Poma nepoti: 

Illius nomen, peritura quamvis 
io Putreat vestis, residens in alta 

Rupe, demergi properante nescit 
Temporis unda. 

Tu senex, lauro varii laboris 
Nobilis, aera frueris quiete; 
15 Ceu, polo primas retegente Stellas, 

Fessus arator. 

Sacra divini, venerande, verbi 
Dicta fudisti resonante templo, 
Nunc aquae dulcis, rapidique nunc tor- 
20 rentis ad instar. 

Strenuos gentis patriae dynastas, 
Quos nigra umbrarat nebula vetustas, 
In diem, manes veluti citatos, 
Tu revocasti. 

25 Tu tuis quantae fueris Baluti, 

Qua satis lingua celebrem? Tnter illos 
Tu nites, foetu velut e minori 
Candor oloris. 
U&lanb, ©ebid»te. II. 17 



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258 — 



Quid loquar de me? nihil ipse praeter 
Vota pro tua queo ferre vita; 30 
Et tibi aeternum monumentum in imo 
Pectore atruxi. 

Si vel ignotus maneam, id studebo, 
Ut mei quondam turnuli cupressos 
Transiens mitein lacrumam viator 35 
Siccet ab ore. 



I 

3ld)! bafj bie (Götter mir früfje ba§ äluge mit 9Jebel umflorten! 
Slnbre fd)roelgen im Sd)aun, mein ift nur Slfjnbung unb 

Sraum. 

2(ber fjabere nie, 0 SJienfd), mit ben eroigen ©öttern, 

ättityrenb bie Med)te bir nimmt, feilet bie Sinfe bir ju. 
3118 beö 2irefiaS Sluge bie (Gegenwart ftd) »erfüllte, 5 

35a entfaltete fiä) fonnig bie Sufunft bem ©eift 
©ötter! ifjr läa)elt aua) mir, ifc frf)iift mir fitfjlenb bie Seele, 

JHegt (Sine Saite fid) nur, tönen gleid) mele mir ein. 
Seifyt aud) baä 2luge mir bloö ber Srfjönfjeit gröfferen Umrifj, 

Sd)bner füllet ber ©eift unb ibealifd) tfm aus. 10 

IL 

£a! roie fnieeft bu ba im $>eiligcnfd)immer ber 2lnmutf), 
33eterin! Gineä nur fefjlt: fjebe, bu Sd)öne, ben 33licf! 

Sietye! fie tjebet baö 2lug'; ein ©lief — 0 feligftc SBonne, 
Sföeilft bu ben 9Hen[d)en fo furj C fie^e! fd)on ift fie cntfdjroebt. 

$licf)enbe, fet)re jurütf, unb fenfe bie Hniee nod) einmal! 5 
Störteft bu all mein ©ebet, bete ftatt meiner nun aud)! 

III. 

Stumpf für bie ©egenroart, von beö 2Iltertf)um3 Sa)riften 

geiftert, 

Sd)roebt' id) bei Xag unb bei 9iad)t fonft in bem feiigen Sanb; 
.§ord)enb bem Stöljnen beä SBinbS in monbbegojjnen Ruinen, 

Cft befd)rour id) mir ba ©eifter oerbämmerter 3eit: 
Dod) feit Stna mir jüngft mit oer^eiffenbem ©lide geläa)elt, 5 

Sd)roetg id) in eroigem Xvaum golbener ßufunft baljin. 

IV. 

Schafft bu ? ober roäljeft bu bid) auf betfjränetem 2ager? 
«eibenbe« 9Wäba)cn, bie bu tief mir bie Seele gerührt ? 



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« 

— 259 — 

©tili unb f>ef|r ift btc s JJad)t: bie ©ternlein gittern am Gimmel, 
Xlnb roefjmütljigeä Sid)t ftreuet ber ÜRonb bura) bie Waa)t. 
5 £>ort aud) roeilet fein ©trat auf ben einfamen Öräbcrn ber 

Xobten, 

2Bo bie Älage «erhallt, jeglid)e $l)räne oerfiegt. 
Xxitt an'§ ^enfter Oeroor, bie fanften £f)ränen im 2(uge, 

Unb bie gefalteten §änb' auf $u ben ©ternen geftreett! 
Staden werben fid) bir $roo Xröfterinnen : bie eine 
10 3ft ber Unfajulb (Befüfjl, f)eilige§, fbto§ ®efüljl; 
Hoffnung ift bie anbre: fie raanbelt in Äerfergeroölben, 

©teljt über ©räbertt unb jetgt lädjelnb ^utn Gimmel empor. 
Xritt, o 2Jtäbd)en, fjeroor, unb roein' unb bete unb f)offc! 

©ternlein sittern, ber 3)tonb fd)eint auf bie (Gräber untrer. 



%n einen £reuirtu 

Giner ftreunbin roeifjt' id) meine Siebe, 
2afj aua) bu fie beine ftreunbin fenn: 
Sraun ifjr §aar, ifjr Sluge tljränentrübe, 
2öie burd) Stegen blidft ber ©onne ©d)dn; 
5 3$re Sofung: füf)le roeid) unb meine! 

§reunb! bie 2öef)mutf) ift e3, bie id) meine. 

©ecten liebet fie, roo ftiUe Sugenb 
Sßofjnet unb ein finblirf>e3 ©efüf}l; 
Dfftanen, in ber Sölfer S u Ö cni> ^ 
10 2öett>te fie baö jarte ©aitenfpiel; 

Ußürbcn Jpelben fie unb dürften efjren, 
©eltner flöffen 33lut unb ^ommer^ä^ren. 

^reunbe bei bem Älange ber ^oFale 
£eifjt fie eingeben? ber Trennung femt; 
15 Siebenben in Suna'ä $ämmerfttaf)Ie 

„Seigt fie Xobten!ran$ unb Seidjenftein: 
£fjeurer werben ifyncn bann bie ©tunben, 
Hefter galten fte ftd) bann umrounben. 

©ef> in §aine, roo bie Blätter fallen, 
so ©innenb finb'ft bu fie an büftrem Ort; 

3rr' in einfamen, jerftörten fallen, 
2Rit ber SBorroclt Öeiftern [priest fie bort ; 
SßaHe ju ben ©räbern, ad)! ber Seinen, 
9Jlit bir wirb fie wallen, mit bir meinen. 

25 2J13 baä ©d)idffal mid) oon eud) getrieben, 

Über SJlifjmutfj quälte ba mein §er3; 



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_ 260 — 



£)od) bic SBefjmutfj ?am ju mir, tyr Sieben, 
&am mit i§rem linben, füffen Sd)merj. 
3e|t ift fie am Sage mein ©eleite, 
Stef>t mir näa)tlia) ju beö SagerS Seite. 

©infam roanbl' ia) in ber 3)ämmrung Stille 

Sin beö fanften Stromes Ufer tun; 

(Sine Rappel träufelt ifjre §ülle 

3n bie SBaffer, bie ju eua) entfliefjn; 

3ld)! mit Xljränen fei/ td) fie entflteffen, 

9)iöa)tet i^r mit £l)ränen fie begrüffen! 



fra$mtnt* tints umrolUnbeten Gkbtitjis 
auf Ktit &oi> metofs ©rasanter*. 

Soll ein fjeljrer SiegSgefang fid) f)ebenV 

Sollen meinen XrauermelobtenV 

tiines Greifen, reif 5um beffern Seben, 

GineS (Greifen Xaae finb batyin, 

Sinb oerflungen roie ein Sieb ber Saiten, 

Sefj ber Jüngling un0 ocr ®r*i8 M freuten. 

2tted>fel ift ba§ eroge £oo3 auf Grben, 
3ebe Stunbe ift ber anbern SRaub; 
(Smig ringt 9Jernia)tung mit bem ©erben; 
Stoff entfprteffet aus beä Stoffes Staub 
3ubel tönen f)ier im £oa)3eitfaale, 
Sterbgefängc bort im ©rftbertfwle. 

Unb ber ©eift, ber rcanbelloS fid) !ennet, 
Set)nt in biefem Sturme fiaj naa) 9iu§\ 
£eil bir! Seele, »on bem Seib getrennet, 
,Su ben fjöljcrn Stufen flimmeft bu, 
3Bo be§ ßrbclebenä formen fpringcn 
Unb gelöft bic (fteifter fid) entfdjnungen. 

2)üftrer Giebel liegt auf biefem !Runbe, 
2Den ein matter Sämmerftral burd)bebt. 
äßafjrljeit, ber bu in beö ^erjenö örunbe 
Unb in fyeilgen Süüajem nadjgeftrebt, 
3Ba§rf)eU flimmert auf entroölften Segen, 
Slbgefajiebner Öeift, bir jefct entgegen! 

2ßic be€ 9Jtenfd|en erfte ßraft fidj) reget, 
2öad)fen geinbe fonber Qafyl mit iljr. 



- 261 - 



£>te bic 9(uffenroelt gepfleget, fd&Iingcn 
©icf) entmurjelnb um be§ SebenS ©lücf. 
Sdjroerer ift ber innre Streit ju bämpfen, 
SBenn ficf) tfräfte um ben %f)von befämpfen. 

* * 

* 

25odj roer fal) entroölfet f)ter bie XugenbV 
SBer in erogem Senj be§ ©Iürfcö ftlür? 
Oben roanbetn fie in eroger 3"9cn*>/ 
2luf ber Grbe fcr)iocbt ifjr Slbglanj nur. 



Offen ftnb be§ Gimmel« gofone Xfjore, 
Unb bu fd)roebft empor $u ©otteS 2f>ron, 
Unb co grüffen biaj in lid)tem ßf)ore 
2>eine Sieben, bie ber ©rb' entflo^n. 
Warfen tönen unb entjüdtte ^falmc, 
Unb um beine 6d)läfe n>ef)t bie ^alrne. 



1804. 
petotn ©Item. 

Sie 3 a 0* c fHefjn mit fdjnettem $lügel, 
9Bie »or bem ©türm ber 2öoIfen $ug. 
Stetö über neue Sobtenljügel 

2) er Wengen fdjnringet ftc| tf)r Jylug. 
2>er ftdj be3 frönen ^rü^tingd freute . . . 
$e§ fterbfteä Saub beftreut fein ©rab; 
33alb ift aud> ber beä £obe§ öeute, 

2>er iljn ber fügten ßrbe gab. 

$ort flitf)t bie «Olutter Xobtenfränje 
3n il)re3 ßinbeS Socfen ein; 
frier meint ein $reunb im Sugenblenjc 
3ln feines ftrcunbeS Seia^enftein. 
Xovt an be3 ©atten Seiche ftörjnet 
Sie ©attin mit gelöftem ftaar; 
frier um be§ ©reifen Sager leimet 
$er ßinber unb ber ©nfel ©ajaar. 

Grfticft benn jcber 93unb im Äcime, 

3) en f)ter Statur unb Siebe fdmf? 

£önt in ber ftreunbfdmft f djönfte träume 
(Srfa)ütternb ftetä ber Trennung Stuf? 



- 262 _ 

Wein! wenn aud) ber im ©rabe mobert, 
Sem wir $u ftreunben und gemeint: 
3n tiefer (Seele lebt unb Iobcrt 
«cfüljl ber Sieb' unb Sanfbarfeit. 

Sie finb'S, in beren £id)te gefjenb, 
2öir wanbeln über golbne 2lun; 
Sie, an beö ^reunbeS ftrabe fteljenb, 
(Snt^ücft mir in ben £öl)en fdjaun; 
Sie für ber Wadnoelt lange ftctycn 
Ses (Sbeln 9)Ionument erfjöljn; 
Sie unö im 2obe Iroft ucrlciljen 
Sura) Hoffnung auf baö Sßieberfefm. 

Sie finb eö, bie aud) mtd) fo milbe 

2ln treuer eitern £anb gefnüpft; 

3luf beren Blumen burd)§ ßefilbe 

Ser Äinbrjcit id) fo frol) gefjüpft; 

Sie jefct aud) mir bie (Seele l)ebcn 

Unb — bod) umfonft — nadj Sßorten fpäljn 

Sie füffeä ®lütf unb langet «eben, 

v Vjr treuem eitern, eua) erflef)n. 

Sroar Trennung ift ba§ £oo3 Jjiemcben 
Wad) furjem ober langem Sauf; 
Sodj fii^rt unö bann in füffem ^rieben 
Ser lob in'S Sßaterfyauö hinauf, 
2ßo fid) bie Wüten roieber finben, 
Unb ifn-e flammen reiner glüfnt; 
3ßo Ircu' unb Siebe Äränae roinben, 
So einftenö aua) bie (Suren blül;n. 



©infam manbert' id) burd) bie ©eftlbc 
Unb in meiner Seele mar cg s Jiad)t. 
Sielj! ba famen grüffenb bie Webilbe 
Sa)öner ftreuben, bie mir jüngft gelaa)t. 
A-reuublia) wallten fie in ftiHem ßranje, 
@Iei$ ben öeiftern in be§ 2)lonbe3 ölanje. 

SGßittb unb Sßaffcr fdjmoH; mit frohem 3Kutl) 
Sdjmanften wir auf lauer SBeUen Manb. 
Sief)! ba3 9Jläbd)en mit bciu Salinen f)ute, 
3)Jit bem Störbdjen in ber 3arten £anb! 
SBollte midfj ber 3Binbe Äampf ermüben, 
©länjte mir ifjr blaueä Huge ^rieben. 



- 2G3 - 



Sinnenb inten mir in oben Trümmern, 
Gine Vefte ftanb fner, ftolj unb frei. 
i. r > 3n ben Sträudjern tönt' ber Üüftc SCBimmern, 
Unb ein $äd)lein fdmuerte oorbei. 
.Vier aud) Ijaben fte gefpielt, gefungen; 
3fet ift Sieb unb fcarfenlaut oei-Hungen. 

}fur bie ^ugenb fa)lürft beg SebenS $reube, 
20 s Jiur bie ^ugenb in ber $raft Öefüljl, 

Sßenn bie ^fmntafie Stralenflcibe 
Sie umflattert mit bem Saitcnfpiel. 
Oft erbrüeft ben 9)iann be§ 2lmtö 33cfd)iuerbe, 
Unb ber ©reis gehört nur t)alb ber Grbe. 

25 ^afj utii 5 reuoe Soften, ^reube fingen, 

2ßetl bie SuQenb in ber %ü\lc blüf)t! 
Sßilt ber 9Hann nod) mit ber s J)iufe ringen: 
Süirb'ä ein ernfteä, bömmerige3 Sieb; 
2öiU ber ©reiö bie golbnen Saiten rühren: 

ao SBirb'S ein Senffprua), feinen Stein ^u gieren. 



<$UgU. 

(Meftern lag id) am frieblidjen Strom' auf buftenbem Nafen, 

3JUt ber Sonne Öebilb foöte bie nnegenbe ^lutt). 
<yröl)lid) ertönte uom blüfyenben 93aum ber Vögelein ÜWailieb, 

ftrötylia) im lauteren Strom rooben bie tyifaje ben Weifjn. 
5 Unb e3 entfd)öpfte beö filbernen Sdjaumä ein bräunlidjeö 9)!äbd)cn, 

£äd)elnb, fia) roieber §u fcf)n, feltfam auf freifenbem ^ßlan. 
Sina! ba bad)t' id) bein unb unfrer feiigen Siebe 

Unb in ber Ijciteren Söelt blirft' id) fo Reiter umber. — 
§ord>! roie tofet e§ fjeute bafjer! gu näajtlia^er Stunbe 
i) $at fid> ber türfifaje Strom bämmeoerfd)lingenb empört; 
Unb e§ fua)te ber SBanbrer umfonft bie oereinenbe Skücfe, 

Trümmer nmnfen umfjer, jubelnben SBogen ein Spott. 
Sina! bod) benf iaj bein unb unfrer ^eiligen Siebe, 

Unb in ber frieblidjen 2öett Wirf' id) fo ru^ig innrer. 
lsSina! noa) faf)en mir nur be§ Sebenö fonnige Seite; 

2ld>! in ber Stunben Serlauf medjfelt mit Sdjatten baä Sid)t. 
#lüd)tig ift Sllleä um un3, bod) ßroigeS roofjnet im .frerjen; 

Selbft ber fdjaurige Tob fter)t mit ber Siebe im ÜBunb. 
Unb bem Scrlafjenen blüfm 3100 23lumcn am Mgel beS Tobten : 
20 Sd)öncr Vergangenheit Xraum, Slljnung beä fa)Önern 9>ereinö 



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— 264 - 

Itlniltfi». 

Sie ©lüt^enböume rochen 
2ton 9Haienltü)t beglänjt; 
Sie üoUen SBedjer geljen 
3 m Greife laubumfränst. 
Soa) fie$ ! eö ftnft bic Sonne, 
Sie laute ftreube fliegt; 
(*3 folgt bem Sdmll ber Söonne 
Se3 ©ängerö 9BeIjmut$lieb : 

(Sinft merben fte§n bie 93ed)er 
3m Warten, uoll von Suft: 
Sod) wenig finb ber 3eajer, 
Sie anbem berft bie ©ruft. 
Sie SBedjer werben Minfcn: 
Sief) ! (Siner nur erfajeint ; 
Gr fafct ben Jtetd) au trinfen, 
Slirft fjimmelan unb meint. 

Soa) in ber Xrauer Erübe 
SBirb er bem £ob gemeint; 
©r füljlt ba§ 33anb ber Siebe, 
SaS SBelt an Selten rei$t. 
Sie tl)r an Arabern meintet, 
3 In* fennt ber Trauer Sßertl), 
Sie £>of)e§ uns befreunbet 
Unb 3rbifa)eg uerflärt. 

3n <selma§ §alle Nagte 
Ser blinbe 33arb' allein. 
Soaj feinem (Reifte tagte 
©cfunfner Sonnen 6a)cin. 
63 tönt ber ea)ilbc Staufdjen 
Sie bbc SBanb entrang, 
(Er J)ört in ftiUem Saufajen 
Ser ©eifterftimmen Älang. 

Unb feine <3eel' erbebet, 
Sein Äuge glänzt empor: 
3n Sionbgeroölfen fa)mebet 
Ser ftreunbe bfauer (Sfjor; 
Sie 2Bolfenf)arfen fajüttern, 
Sie Steber (jeben an ; 
Ser ©atrin 2lrme gittern: 
2BtUfommen, Dfflan! 



- 265 — 



DU 3mtbrrtn. 

Seä SJtonbeS ©trollen bebten 
3m mittemä^tgen ©tun«; 
T>ie SBolfenfdmtten fa)n>ebten 
"Jim grauen gaubertljurm : 
2Ü3 fjerauf am gelfenf)ange 
(Sine bleibe Jungfrau 30g. 
2Bie fo blettt) mar ifn*e Stange! 
2ßie if)r 6aar im SBinbe flog! 

6ie fam jur bunflen Pforte, 
<5d)lug mit bem Stabe tun: 
,fflaä) auf $um ftillen Crte, 
3Jlad) auf, 0 3auberin! 
Safe ben Trauten idj umfange, 
3>er einzig mir gefiel, 
80 grofi im SBaffenffange, 
8o mtlb im Saitenfpiel." 

„Xu fuajft ju trüber 6tunbe 
@in bräutlid) Säger (jier! 
T)oa) gib, 0 SKägMein, Äunbe 
SBon beinern Trauten mir ! 
3ft er ein ©eift ber Süfte, 
£)er auf ben SBirbeln thront ? 
3ft er ein Ätnb ber (Prüfte, 
$a§ unterm Steine roofmtY" 

„Stein Trauter ift gebogen 
SEBeit überS roilbe 3ßeer, 
SBofjl gieng itt) an ben Söogen 
3n Tfjränen oft umfjer. 
@r ift für mia) oerloljren, 
Ob er beim Äömgömatjl 
(Sine Slnbre ftd) erfoljren, 
Ob er fanf oon fteinbeS 6taf)l. 

$unf> Tiefen unb bura) $öf}en 
§allt beiner (Stimme Ton. 
Safj, 3 a " De *in> mid) f^cn 
S3iorn, ben ÄönigSfofm! 
Sietfi ifm mit ©turmgefaufe 
SSom Sufen einer S3raut! 
Wom Sd)Iaf im finftern ftaufe 
Söecf i^n mit SiebeSlaut!" 



- 266 - 



„Xtt lobten Gfalfc ift fdmurig, 
£er Räuber fc^roer ju fdjaun. 
Sein £erj, fo jart unb traurig, 
2Bie trüg' es foldjeä ©raun!" 
„Wein §era, boö warb 3U beben 
Welefn't in mandjer s Jtotf). 
3lud) mar er inilb im Seben, 
(ir ift c3 nod) im Xob." 

3)a Hingt ber Pforte Stiegel, 
Unb eine ftanb fo falt 
3ief)t fie uom 6türmel)ügel 
„Sunt füllen 2lufcntf)alt. 
l*ö 3uctt ein matter ftunlel 
Sie £äinmerl)aUe Inn; 
(iö ftef)t in i^rem XunUl 
Sie 0e$te 3auberin: 

„fcier fniee l)in im 3iunbe! 
CSö nafyt beä 3 a u oe *3 Wlatyt. 
&ab rooljl in graufer ©tunbe 
SeS garten §erjleins 2ld)t!" 
©ie fpridjt'ö unb fd)webt im Streife, 
(*3 flattert il)r öemanb; 
Sa tönt bie gauberroeife, 
Sa Ijallt bie gelfemoanb. 

Gin linber £bem roebet, 
@3 bebt ein banger £on, 
Unb au$ bem Sunlel fd>roebet 
33torn, ber $önig3fof)n. 
2Ba3 quillt in rotf)em 33lint*en 
ÄU3 feiner Söruft tyeroorV 
2öas f)ebet er }ii loinfen 
Die «Rebelfjanb emuorV 

„Söillfommen, o miUfommen, 
Su treuer ©uljlc mein! 
So roarbft bu mir entnommen 
3m frühen ftugcnbfdjein!" 
@ie will ifni fjeifi umfdjlingen, 
Ser ftt)mad)c <2d)atten meiert; 
Sie liegt im legten fingen, 
(Srftarret unb erbleicht. 



— 267 — 



Sie Zauberin mit ©tonnen 
Srüdft if>r bic 2lugen ju: 
„%f)v littet oiel in S^ränen, 
Wun fd)taft in ero'ger Muf)l" 
Sann fteigt fic roeinenb ferne 
3ur ^urmeäjinne auf 
Unb l)ört ber golbnen Sterne 
©efängeoollen Sauf. 

„2Ber iftä im Sßolfcnrieibe ? 
2Ber in be§ SDionbeä SdjeinY 
Seub mir gegrüjjt, if>r Seibc, 
%m feiigen herein! 
So maUt 3um ,s)au3 ber Sonne, 
Unb lebt unb liebet neu! 
Scr ®ötter cwge Söonne 
3ft i§re Sieb' ünb Xreu!" 



25er ^»ngling lebet in ben Sbealen; 

Sa3 £ia)t, baö tym bic äßtrHic^eit gelieljn, 

(5§ bricht fid^ bunt in SRegenbogenftralen 

Unb roebet magifa) burd) bic Seele l)in. 

(Sr ftefjt im 3auberring ber ^fjantafien : 

Sa gauleln fdjöner ftabeltoelt ©eftalten 

Unb buftgeioobne 2ll)nbungen um if)n, 

Sod) nie toirb er bie golbnen Silber galten. 

6ie matten fjin in $immeC3glorie, 

Unb feinem fersen bleibt ein feljnenb 2ßef). 

Sa ruft bie Siebe i$m mit füffem Saut. 

(Sie weilt auf Crben, boa) beS fcimmelö Sphären 

3ft fie entwallt, fie mirb jum Gimmel feljren.) 

Sie ruft unb jeiget iljm bie fjolbe Staut: 

lir fief)t, unb toirb ber 3Birflicf)feit oertraut. 

So fteigt oom Sturmgebirg mit (jettrem Wutf) 

Ser Pilger in be§ §irienti)aleä Zäunte, 

Sie Säa)e fajimmern in be3 9lbcnb§ Ölutl), 

ß3 lüden nrirtfjlia) i§m beä SörfleinS Säume. 

D fajöneö 2oo8, baö bem Seglütften fiel! 
2tm frommen £eerb, beim füffen SRtnnefpiel 
©län^t ü)m nad; jebem Sturm bie Sonne roiebev: 
Sie Saren blirfen feegenooU fjernieber. 



- 268 - 



(Sng ift bcr ttretö bcr Siebe, um jroet Seelen 
®ejogen, bie in 2Bonne fid) nermä^Ien: 
$ott) weit unb grofi baä ftelb Der SBaterpftiajt. 
Sa ift be3 ©irfenä unb beö ©ttebenS ©tätte, 
$er 93ater füljtt bie Söeltenbürgerfette, 
Sie ifm unb feine 3öglinge umfliajt. 
(S3 ftefft oor ifmt ein f>efjre$ Spiel ber Saiten, 
(Sr fott e8 rühren unb bie Jone leiten, 
Safe fie in eroig reiner Harmonie 
©ia) mengen in bie 2öeltenfmnpf)onie. 
* * 

Hl fhfjt, oerfunfen in ber 2Be()mutf) Xraume,, 
(Sin öirtenmäbajen am entlaubten Saume: 
3a) benfe bein, roic in be3 5rüt)ling$ Sid)te 
Su mir geflimmert unb gebuftet I)aft; 
3a) benfe bein, roie ju ber 3^it ber $rüd)te 
Su bid) gebeuget oon ber golbnen Saft. 
9tun fteljeft bu entlaubt: id) aber Nage 
mit £f)ränen jene fjtngefd)rounbnen Sage. 



2Bie glänjen in be§ SlbenbS fteier 
Sic Jöerge bort, bes SiebeS roertl)! 
©ie fmb befreunbet mir unb tfjeuer 
Unb burd) (Erinnerung oerflärt. 
GS fdjauern in beroölfte fiüftc 
Sie ftelfenroälber bort empor; 
(S§ ringen auS ber s Jiad)t ber Älüftc 
S3efd)äumte ©tröme fid) Ijeroor. 

Sort ragt, in graufer ^raa)t fid) fjebenb, 
(Sin ©d)loft auf fdjroffer ftelfenroanb: 
Sa roar eS, roo ia) roonnebebenb 
SWit einer f)oIben Jungfrau ftanb. 
©ie faf) fjinab oom bangen Orte, 
M \af) iljr btaueö 2luge nur; 
35a fpraa) fie füffe 3 Ä wberroortc 
S3om Ieifen SHaljnen ber 9totur. 

2lud) id) fafj f)in: ein ©eift bcr 3JWbe 
(Srfa)ien mir ba in fjolbem 2öaf)n, 
Unb jene fdwurigen ©ebilbe, 
©ie Iöa)elten mta) fröpd) an. 



— 269 — 



Sa flanken fo bic 2ÖafferfäHe, 
Dem $ain entrechte Suftgefang; 
Sa flimmerten in golbner §elle 
Sie Kütten mir baö Xfjal entlang. 

3a! roilb unb ob' ifl feine ©egenb, 
2öo Gine ftille §ütte ftc^t, 
Sie, an bem frommen beerbe Jjegenb, 
(Sin tmnnefelig ^iaar umfäfjt. 
GS ftralet eine fajönre ©onne, 
Ser iiiebe ©onne, jebem Ort; 
GS feegnen fte mit gleidjer Söonne 
Sie »ölfer aa in eüb unb 3torb. 

3Bof)l fjat auf jener rtelfenfpifce 
Gin Witter einft bie Surg erbaut, 
Safi frieblia) auf bem feften ©ifce 
Gin Sager fajimmre feiner SBraut. — 
2)oü) aa)! mir finb bie $aubcr alle 
Gntfdjumnben mit ber Zauberin. 
So falle benn, o Sunfel, falle 
9(uf bie cntfdmtücften Skrge |in! 



®tv £bffl)iei>. 

£elroin. 

D lajj miä), bu Siebe, 
D la| mid) 3ie^n! 
Sie ©ternlein finb trübe, 
Sie SBolfen erglü§n. 
©djon fte^en am ©tranbe 
Sie ©tt)iffe bereit. 
3m feinblid)en Sanbe 
©oll toben ber ©treit. 

^elroine. 

9fod) ift eS ja bunfel 
£m Äämmerlein Ijier; 
Äaum glänaet ber $unfel 
Seiner Slugen mir. 
2ßa§ eilft bu oon Rinnen? 
SöaS eilft bu fo fel)r? 
©o roarm iftS ba innen, 
©o füfjl auf bem SReer. 



— 270 — 



$efarin. 

> moiu ift eS graulid) 
Shlf ftürmifdjem 3)lecr, 
Sa lifpelt fo traulid) 
Sein Kofen nidjt mefjr. 
Sa fd)äumen unb brölmen 
Sie Söogen umljer; 
Salb wirb aua) ertönen 
Ser 8dn[b unb ber Speer. 

.^ehotne. 

Sann laufd)' id> unb fyörc 
Ser 2ßellen ®etön', 
Unb, fäufelnb uom 9Reere, 
Ser SBinbe 3öel)n; 
3$ werfe bann traurig 
Ser .fcarfe $lang. 
2ld), 2tlle3 fo traurig! 
2Id), 3iaeä fo bang! " 

$elroin. 

Seiner 2lrme Umnunben, 
2iHe meid) unb roie mann! 
(S3 gletdjt nidjt ben Iinben 
Ser ßämpfenben 2lrm. 
Sa ftürmen oerberbenb 
Sie Sanierter herein: 
Sod) finfenb unb fteroenb 
©ebenf id) bein. 

.•pefoine. 

9Jieine 3Hutter wirb fpredjen: 
„D roelje mir! 
2ßa3 finfen unb bredjen 
Sie Äuglein bir!" 
„(*r §at mid) gemahnet, 
3f)iu folg' id) treu. 
D Butter, eö fdjroanet 
So füfj mir unb neu!" 



{ UK'IVE'kSITY 



— 271 — 
10 ic mUnhinfU 



„«Sdjroer ift bcr Stuberfölag, 
(Sdjroer mir ba§ £eben; 
2la)! unb fein 2l6enb mag 
9iul)e mir geben, 
5 (Seit mir bie milbe $futf) 

Staubte mein liebfteö Wut." 

2lIfo beS S^iffcrS 2Bel) 
9täd)tlia) im »teere; 
Sanft auf ber füllen «See 
10 (Sdjroanfte bie $äl)re. 

Über bem ©tanjgefilb 
»ebte be§ SJtonbeS 8Ub. 

&in an ber (slfenfluft 
Xrieb er ben 9taa)en, 
iü 2Bo in bie 9tebelgruft 

Sßogen fta) brachen. 
Unb ein gefjeimeö 9Bort 
fflief tfjm unb Iocfte bort. 

„(Stimme, roa§ mafjnft bu mid), 
20 £ieblid>e, Ijeljre? 

(rile, beflügle bid), 
<Sd)roanfenbe #ä§re!" 
Sßattenb im 25ämmerfa)«n 
^og ifm bie #lutf; hinein. 

25 «Strömenb bie ßluft entlang 

(Sangen bie äBeUen, 
Älägltd} uom 5elfentjang 
fcarfneten Duetten, 
i'aufdjenb bem äBunberfpier, 

30 äßeinte ber ©Ziffer uiel. 

ftreubig unb (jod) empor 
9taufa)et ba§ «Batten, 
6tefj! unb ber Glfendjor 
Stralt burd> bie Ratten, 
36 ^ener erträgt e§ nia)t, 

Sttirft fitt) aufä 2(ngefid;t. 

£or$! unb ber Steigen fdmnngt 
tteidjt fidj vorüber, 



— 272 — 



Unb eine Stimme fingt: 
„Stuf, o bu Sieber!" 
Unb in ben ©eifterd)or 
3ie§t e$ tl)n fanft empor. 

©elige§ 9Bieberfefjn ! 

^eilige fteier! 

3Rit ber betrauerten 

fallet if)r Xreuct. 

toefjr in ffiefang unb (Wan* 

©djroebet ber ©eiftertanj. 



fit «rinnmmg. 

SMa) geheimes 5Hauf$en in bem ftaine! 
3Belct) me(obifd) Riefeln burd) bie %lvx\ 
Süeld) ein Wlanj ber 9lu' im 3lbenbfd)eine ! 
v iBeIa) ein Xempelgeift burd) bie Diatur! 
3a! bu raallft in golbnem SGßolfenfdjleier, 
0 (Srtnnrung, bein ift biefe Jeier! 

öolbe ©öttin ! beine Silber roeben 
Jyrüfflingömilb in f alter ©egenroart; 
£el)let ttjnen be3 ©enuffeg Seben, 
(Sbler ftnb fie brum, oon ©eifter 9lrt: 
Xev 2$erflärung Äleib fjat fie umfloffen, 
Unb ba§ 9Hcbrc f>ält bie 9lad)t uerfdjloffen. 

3öa§ un$ Äampf gefoftet einft unb frönen, 
SiJecfft bu frieblia) in gefüllter ©ruft; 
3n ein $arte3, hingeneigtes Seinen 
$aft genmnbelt bu bie laute 2ujt; 
Unb in beiner 9Ronb6eleud)tung gatten 
2Bel)mutt>bämmemb $elle fid) unb Schatten. 

9)lit bem äöanbrer jie^ft bu in bie SBeiten, 
fcältft mit füffer »lebe bei i^m au3, 
^üfjreft if>n jurücf mit frommem beuten: 
„©iefjft bu raupen f)ier bein ^aterlwuS? 
.frier bie 93lumenflur im ©onnenftrale ? 
Sort in ©d>attennad)t ber SBäter SJiale?" 

£ie oertaffen an beä 2Uter§ ©tabe 
Söanfen burd) bie frembe 2Belt ba^in, 



— 273 — 



Sie mit Sfjränen an ber feuern ($rabe 
SBlumcn pflai^cn um ber $ügel ®rün: 
Süfj unb tröftenb $ören fie auS büftern 
Örabcnpreffen beine Stimme flüftern. 

(Srnft unb finnig trittft bu in bie 
Sßo ber ßble ftirbt, mit meiner §anb 
^üpfeft bu fein £aupt: in fdjöncr $ellc 
Sicljt er ba beS Sebent ^ilgerlanb, 
Stillen £f)älern gleia) in 2lbenbroonne, 
23tS IjinunterroaHt beS Sebent Sonne. 



2ßo um bie falbe ^lieber 
(Srftorbne Blätter meljn, 
Sa laffet uns, tf>r trüber, 
(Sin §ei)re§ geft bege^n! 
Sa ^ebt ber 33ed>er SKeitjen 
3ur trüben Sonn' empor! 
(Sntfttjrounbner ftreube meinen 
äßir einen ernften ©I>or! 

2Ber mit ber ftreube Söallen 
Sen oollen Sedier fa)roang, 
äöenn unter grünen fallen 
(Sin 23unbc3lieb erflang; 
SBenn fia) bie SBruft gehoben 
Stuf bräutlia) fajöner tflur, 
2Ber meberfanf $u loben 
Sen Sater ber s Jiatur; 

äöer in be§ 2)ionbe3 Stimmer, 
3Hit ber (rrfo^rnen gieng, 
23ei tyeilger Sterne ^limmer 
Ser &ebe Sa)mur empfieng: 
Ser foll jur trüben Sonne 
©rieben ben tyotall 
Ser fofte jene äBonne 
3n 2Bef)mutf) nod) einmal! 

SBenn cinft bie ftrenge Stunbe 
Sen ^rcunb com $reunbe retfit, 
3Benn 9)iand)en auä bem Sunbe 
Sie fülle ©ruft umfa)leufet: 
UI>Unt>, ©ebid)tf. II. 



— 274 — 



Sann roerben aud) fo milbe, 
2öie Sterne in bcn £öl)n, 
Sie freunbltd)en töeMlbe 
Ser 3ugcnb u«ä erfteljn. 



Auf orm Sriilotjc ju getoclbfrg,. 

vi^r grauen 2lf)ncnbilbcr fctjb gegrüßt, 
%{)v Monumente an ber SBonoelt Örab! 
Süte über eud> ber Wolfen Strom entflie&t, 
So jiefm bie 9Uter unter eud) f)inab. 

Sie manbeln Ijin; bie 9Ud>tern)age tönt, 
Unb mana)e§ Urteil f>allt im 3 e ^* en ^ ai *f i 
3l)r aber ftefjt an eure iöurg gelernt, 
Unb fcfjaut 3um Gimmel [tili ünb rujjig auf. 



$\t |tfaUfartyhintyf. 

2Bie ftefjeft bu fo ftitt unb büfter, 
3erf altne 3Baüfartf)fird)e, fjier! 
löte rocf)n mit fläglia^em Öeflüfter 
Sie falben Sirfen über bir! 
Sta) fafjn bie ^ilger au§ ber SBeite 
Scrgolbet einft im 2JJorgenftraf)l ; 
Sein frommeä, feftlicr)c3 Öeläute 
SBerfjallte fern im ftelfentfjal. 

Ser IjeÜge Sag ift aufgeftiegen, 
Sie Sieber tönen feierlia), 
©eroeiljte ^urpurfafjnen fliegen, 
Unb Dpferbüfte motten ft$. 
Sie Sßriefter all im ®olbgefd)meibe, 
3m 2BaffengIan3 ber Stitter (Sfjor, 
Sie grauen aua) im liajten Äleibe, 
Sie jie^en am ©ebirg' empor. 

Sod) (Sine roanbelt fje^r oor Stilen, 
Sie trauert bei ber Sd)roeftern £uft, 
Sie fenfet in be§ S$ leiert SßaUen 
3f>r §aupt jur feufaeroollen 93ruft. 
2öof)I mag fie fernen fia) unb f lagen: 
3f)r Breuer f&mpft im fernen Sanb, 
Sem fie in iljrer ^reube Sagen 
Sta) weitete mit .^erj unb öanb. 



— 275 - 



llnb afynenb tritt fie in ba§ 2)unfel 
£>c3 f>od)geroölbten 2)ome3 ein; 
Unb 100 bie ßerjen trüben fiuntcl 
Som buftigen Slltarc ftreun: 
2)a braute fie im fcfjönern hieben 
%f)v Sanfgebct ben §immlifd)en; 
2>a fniet fie l)in, unb Xfjränen beben 
8om 9Cuge ber ßntfäleierten. 

Unb als ber Äinber (Stimmen tönen 
2tuä büftrer ftallc füffiglia), 
Da manbelt in ein toeidjeS Seinen 
2)cr 3 a wm e * t^rcö £erjen3 ft$. 
Unb al§ 511m Ijefjrcn Drgelfptele 
©rfdwllet nun ber oolle (Sf>or: 
Sa l)ebt in feiigem ®efüfjle 
Sie bange Seele fid) empor. 

Unb fajon oertoeljn bie (Srbenlaute, 
Sie f/öret f)immlifd)e§ @etön' 
Unb ©roffeä fdwut bie §od)betraute 
$n Ieud)tenben, entioölften £öf}n: 
Sie (*ngel in beS fcimmelö ©lan3e, 
Stte SDJärtgrer ber Reffet« lo3 
Unb läcfyelnb if)n im Sternenfranje, 
Um ben ber Sefjnfucfjt X^räne ftofj. 

Sie fjat ooHbrad)t, fie ift berufen, 
Unb t§r entjücftcä Sluge bricht; 
Sie finft an beö 2Utare§ Stufen, 
3$erflärung ftrafjlt ifjr 3tngefia)t. 
Unb 3lUe ftaunen, bie fie fefjen; 
(TS fallet bumpf ber (9locfe Älang; 
Gö fafjt ein Sajauber auö ben §ö^en 
Sie SJetenbcn baä §au3 entlang. 



$U graut. 

Sie £atte glänzt, bie grauen ftefjn 

3n ftfUer fteifje ()tn. 

Ser Jüngling fömmt, er lächelt föön, 

Ser ifönig führet ifm. 

(Sä treten Sänger nach unb Knaben 

3Hit öarfen unb mit ^od&jeitgaben. 



- 276 - 



Unb an ein £ager füljrt er iljn, 

2)a ru$t ein lidjteS »Hb; 

©ie gtefit bic Sinne matt ba§in, 

3f)T Slntlifc ift »erfüllt; 

Unb, att)! ba ift fein regeä fieben, 

25er weitt)en »ruft fein partes ©treben. 

2)er «Ute lüpft ben ©dreier leitt)t, 

Unb f trauert fttjnell jurücf: 

<fä ift ber Sippen 9fotfj erbleia)t, 

©rlofajen, att)! ber »lief. 

2)er Süngling fü)aut, erblaßt, erbebet, 

(Sin SUagelaut untrer fta) $ebet. 

©r nimmt ein ßäftlein, unb e§ flimmt 
Gin reia)er ©ü)mucf f)er»or: 
„äBoljlauf, i$r ©änger! angeftimmt 
2>en f eftlitt) froren (S^or!" 
2)ie ©aiten raufa)en, bie ©efänge, 
Unb ftt)melaen $tn in Xrauerflange. 

(Sine gülbne ßette ftt)linget er 

Um i^ren §alä fo flar, * 

Unb ©pangen um bie 2lrme f)er, 

©in »anb in '3 blonbe §aar; 

Unb finft an iljrer ©eite nieber, 

Unb aütft bog ©a)mert, unb lächelt wieber. 



1805. 

P«inen %i\txn auf i>a$ $Uui<tljr 1805. 

3öa§ bringt baö Safjr, baö au3 ben Ratten 

3)e3 grauen 3 e ^engotte3 tritt? 

Sie golbgelocften $Biinftt)e wallen 

Um feinen jugenblidjen ©a)ritt. 

Xk §errftt)er rufen non ben Xfjronen 

Um neue ©tt)ilbe, neue ßronen. 

Sie fd)icf[alfa)weren ftlotten fteljen 
©efeffclt noä) am trägen Xau; 
2)ott) tfjre raftt)en Ärieger fefjen 
2JUt ©efmfua)t in ber $erne »lau: 
Db bort ba3 %af)t im ©onnenglanje 
2>eremft ben ©iegeSlorber pflanze. 



- 277 — 



5Der fromme Sanbmann bringt ben Saren 
(Sein Opfer an be3 beerbe« ©lut&, 
©afe freunbltcf) fie bie .^üttc roafjren 
Vor ölifcegfajlag unb 2Bogenroutf>; 
2)ajj reid) bie golbnen ©aaten matten, 
$ie 9lebenberge Subel Ratten. 

Slua) meine ftiHen 2öünfdje Ijeben 
(Sief) biefen borgen ^immelan; 
©te motten $o§e§ nid)t erftreben, 
©ie taumeln nidji in ftoljem 2öaf;n: 
©ic ftcfjn um SRu^' im reinen 33ufen, 
Um mitbe ©unft ber fjeijren Sföufen. 

Unb roa3 erfleht bie fromme Sfjräne, 
3^r treuen Altern, euaj gemeint? 
Safj eua) be3 ftafjreä 3ugenb fröne 
SJiit Slumen golbner fceiterfeit, 
Unb, menn fein müber~ ©abritt ftd^ fen!et, 
3*)r be3 Vergangnen frofj gebenfet. 



Sie $ arfe. 

(Sin ©änger fjatt' ein §arfenfpiel, 
Unb menn bie golbnen ©atten bebten, 
2)ie ©eifter ifjrer ©ruft entfajroebten, 
3u laufdjen biefem 3auberfpiel. 

©r fdjlug e§ oft am grünen 33ü()I, 
$er fetner brauten 2lfa)e beefte: 
2)ann fcljrte grüffenb bie ©rmedfte, 
Sefe freut' er ftd; unb meinte mtl. 

Unb als aua) er in ftitter SRadjt 
fnnabfanf ju ber SUelbemeinten : 
35a marb oon feinen treuen ftreunben 
2>ie §arfe auf baS ©rab gebraut. 

Unb fiel)! fein ©eift erfdjroinget fta); 
©r neigt fta) ju bem ©ptele nteber, 
Unb rüfjrt bie golbnen ©aiten roteber, 
Unb rüfjrt fie fanft unb minniglia). 



— 278 



$a tyebt aurf) feine Sajläferin 
Sid> Ijerrltd) aus bem Sdjoofj ber (Prüfte ; 
Sic roanbelu traulich burd) bie tfüftc 
9Kit füffem §arfenflange f)in. 



2Bof)l neig' idj mid) gerne jum Haren Wrün 
* £e$ SeeS auä nuegenbem Äafjn, 
Unb fefT einen Gimmel oorüberjiefm 
Unb Wemötte mein Silb umfafm. 
GS fteigt au3 ber bämtnernben Xicfc herauf 
Siel rounberlieblict)er ßlang; 

neige mia) nieber unb merfe auf, 
Unb eö wirb mir fo fetynlid), fo bang. 

oüngft f>at mia) ein fetiger Xraum befafjt, 

2)afi icf) f)ett in bie liefe falj: 

2)o fjub fiaj ein fjofjer Säulenyallaft, 

©ine Jungfrau t^ronete ba; 

GS riefelte long um bie 2id)igeftalt 

3^r regenbogigeS §aar; 

(Sie fajlug eine ftarfe mit füffer ©eroalt, 

3(jre Stimme tönte fo flar. 

9Benn einft ber Crfan auS ben SBolfen ftürmt, 

Unb ben See 3um ©ebirge fd)roellt, 

Unb bie SEBoge, bie braufenb fidt> aufgetürmt, 

Huf ben Äa()n mir herunter fällt: 

Sann finf ia) §inab bura) ben weiten 3iaum 

3n'S fa)immernbe SBrautgemaa), 

Unb träume füfferen Siebeötraum, 

Unb roerbe nimmer roacf}. 



§tx f nnh. 

GS ritt fo ftoljer 2Beife 

2)er Sieger im Euroen, 

Unb faf| umljer im Greife, 

Db eS oollenbet feu. 

$od} roieber fd>oll Xrommetenftofi, 

Unb in ba§ Sansenfelb 

Gin Jüngling furengte (joa) ju ^of?, 

GS ftaunte brob ber £elb: 



- 279 — 



„@o railift bu micf) befielen 

3n bcincm crften Strauß ! 

(TS wirb btr foftmm ergeben, 

Woä) 2(Ue §ub icf) auö. 

Unb neigt aua) beine $raue 

2)ort oon bem «Söller ftd>, 

Unb trägft bu aua) ifjr Ciebeö 93ilb, 

2>efj roafjret leineS bia)." 

„ s J?ot^ f)ab' idi nulit erhalten 
58Ub, unb roerb' eä nie; 
5)oa) raürbeft bu mir [palten 
Sie ©ruft, bu fäfjeft fic. 
3d) grüfjte fic mit 3Hvnnefang, 
6ie füllte nidjtS babei; 
Sajj feilen, ob ber SBaffen JMang 
^f)v nia)t genehmer feg!" 

Unb bie Xrommeten fällten, 
Sie ftürmten an mit Suft; 
35a braaj ber Speer beö 2tlten 
3ßol)I an be§ Jünglings ©ruft ; 
Unb biefer führte ftarfen Stoji, 
25e3 ©egnerä ^anjer fajoll, 
25er bitter ftürjte mit bem ftojj 
Unb f)ub fitf) trauerooll. 

Unb fa}on roarb aufgerufen 
2tom (Sfjrenfjolb ber ©ieg. 
§inan be§ ©öüerö ©rufen 
25er eble Jüngling ftieg. 
Unb fiel) ! im fa)immernben @eroanb 
Crine Jungfrau nmnberfjolb 
(Srf)ub in ifjrer roeiffen £anb 
25en frönen Stallt] oon ©olb. 

(fr fiel auf feine Äniee, 
Unb banb ben ftelm fia) loä: 
2>a mar er bleiaj »on 9Hü§e 
Unb vom erlittnen 2 tofj. 
©ie §att' in feine Socfen faum 
Oefefct ben golbnen £anf: 
2113 f|in auf tyreä Äteibeö Saum 
35er franfe bitter fan!. 



— 280 — 



$cr*roetfelnb fiel fte nieber, 

Umfd)lang iljn minnerounb, 

Unb fjaudjte Seben roieber 

3n feinen falten s JJtunb. 

Da fd)lug er auf bie 9lugen trüb, 

(Sie fal) fo frof) hinein: 

„SBad) auf, roadj auf, mein füffe* Sieb ! 

Sei; mein, fo bin id) bein! 



frr peijmutljfangtr. 

De3 Sängersi Seele, roeldjer bie 3Bef}mutf> fingt, 
Der Sauber Äinb, roo eroiger tfritf)ling blüf)t, 
5lk>ll jaden SelmenS nad) ber $ehnatfj 
3rrt fte um|er in bem falten Seben. 

Dem Deuter gleid), ber, an ben ?Iltar gelernt, 
Der SJögel Stimme prüft unb ben ftlügelflang, 
Semimntt er jeben letfern 2öef>laut 
3n ber 5Watur unb im SBeltgetümmel. 

3tm füllen 2(bcnb mattet er einfam Ijin 
3ur SBunbergrotte, heilig bem $laggefang, 
3Bo ©eifterroefjn bie £otf' i£m fjebet, 
Seltfame Ebne fein Df>r umfäufeln. 

(Sr neigt ficr) fdjroeigenb über ba§ £arfenfptel, 
(Sr Debet fdjmadjtenb feinen bekrönten 33Itcf, 
Unb legt bie £>anb auf ben geprefjten 
33ufen — bann raufajet er in bie Saiten. 

Der £>alle ©ottfjeit f)at fein (Semütl) berührt, 
Unb üppig fprang M Irauergcfangeö 93orn; 
3ft er fein eigen? finb e«s> Stimmen 
Tröftenber gleidjgefttmmter ©elfter? — 

$n ftillev SBonne gefjt er vom ."öeiligtfjum, 
Unb if)n umroefjt fein tönenbeö 28cfmtutf)lieb, 
2Bie um ben SGBanberer im 9Konblid)t 
•??ad)tigallfang auS bem fcaine flaget. 



— 281 — 

(OräbcrrrijmurU. 

Set) mir gegrüjjt, ber Sobten ftiller ©arten! 
SDir aud) lädjelt fo fdiön bie ftrüfjlingöfonne, 
2)eine ^lieber grünen, bie £ügel fdjroeüen 
SBlumenbegolbet. 

farbige Äränje flattern an ben Äre^en, 
Steblid) blühen bie ©rabgemäljlb': e3 tragen 
2Ut3 ben ©rüften lädjelnbe $immel3ftnber 
Äinber ber (Srbe. 

Seelen ber frommen, bie if)r I)ingefd)ieben 
Sioll oon geller Grfdjeinung auö ben fcöfjen, 
Stnb fic nia)t geroia^en bie £id)tgeftalten, 
Sie eua) gerounfen? 

SBanbelt tf)r nun burd) lichte ^ßarabiefe 
2(rm' in 2lrme, gebüßt in Sleüjerjugenb ? 
Xönen eud) auö roallenben Sonneroolfen 
Warfen ber (Sngel? — 

Seid) ein ©ebilb fott meinen ipügel fdjmütfenV 
s J?ur ein blinfenber Stein, jum Aufgang fdjauenb, 
Den bie SHorgenrötfje befd;eint, beS XageS 
.^eilige Söotin. 



Sic 2aub*rUnl»c. 

Sang uon ber Sinbe grün 
Wand) Sögetein fo flageuoll, 
2)eö äBeegeö fam unb laufajte roofjl 
Sie sarte ^ilgerin. 

Sa fanf fie in ben tflee, 

Sa fdjroanb ber äßalb, ba fdjroanb bie ftlur, 

Sie laufdft' unb faf) 3ur fiinbe nur, 

3*jr roar fo roofK, fo roef). 

SEBaö raufajt bie Sinbe grün? 
1*3 fpringt (jerab ein Änabe frof), 
3öie fjüpfen fo, roie fingen fo 
Sie ^ögelein um i$n! 



- 282 — 



£a ftnft er in ba§ ©rün, 
Unb fpiclt mit it>ren 2ocfen reidj, 
Unb brüefet i^rc §änbe meid), 
Unb ad) ! fic fnnn nia)t flief>n. 

„2Bill!ommen, fiiebajen fein! 
gjieine 3Hutter gab, bie 3auberin, 
3um (5rbe mir bie Sinbe grün 
3Hit i^ren «ögeletn. 

Unb wer f)ie unten ru()t, 
$en f)ält ber 3auber feft an if>r, 
2tuö) bta), bu §olbe, banb er mir, 
£efc trog* id> froren 9Rutf|. 

Unb roillt bu lebig fenn, 
2öa§ gibft bu SBertfjeS mir $um ©olb ? 
$aö Sfonbanb f)ier »on rotfjem ©olb V 
Een blanfen ©ürtel beut?" 
% 

Sie fdjönen Slugen glüfm, 
(5§ öffnen feine Slrme fidj, 
£er ©ang ertönt fo minniglid), 
©ie ftnft, fte finft ba^in. 



p $ tammburif. 

2ßenn über weiten 9Jebelauen 
£ir fonnig ba3 ©ebirg' erfa)eint, 
SBirft bu e3 fennen? wirft bu fajauen 
2)en fernen greunb? 

2Benn einft vom £>ettigtf)um ber ©terne 
2)ir ftille 2Bonne nieberfdjeint, 
SHrft bu nod) afjnben auä ber fterne 
£en tobten ftreunb? 



^nforurtj. 

eingewiegt in 3Bcf)mutf)träumc 
©ifc't bie Jungfrau oor bem 2§or; 
Süfteoolle ölütfjenbäume 
Lämmern über if)r empor. 



- 283 



2lu§ be§ Efjaleä blauem ©cfjoofc 
(Steigt ber ©änger matt unb mübe, 
Sagert fta) auf roeidje§ 3)tooö, 
©rüfjt fie mit bcm 2lbenbliebe: 

„©elig, roer an jebem SIbenb 
2ßad> ber trauten £ütte geljt, 
2Bo, mit ftufj unb 33ea)er labenb, 
^n fein §olbe§ 2Beib empfä&t! 
SDer baljeim nur Siebe fanb, 
QDrauffen raub man ifjn oerfajmd^en. 
£ljeure &eimat§, 3"9enM a Kb, 
Söann roerb' ia) biaj roteber fef>en? 

Sßo fia) jeber SBaum im £aine 
©äufelnb ju mir niebernuegt, 
3ebe SBlum' in lidjterm ©a)etne 
©ia) an meine ©of)len fajmiegt; 
2Bo bie §alle fuffiglia) 
£önt »om Älaggefang ber 3JUnne, 
2öo bie grüljgeliebte ftd) 
Zeiget uon befonnter Sinnt. 

ftrülje mit beS Hreujeö beeren 
Sog i<$ über'g roilbe SReer. 
Um alS $elb ju iljr ju fefjren 
©djroang ia) fräftig ©d&roert unb ©peer. 
SUber wenn naaj ©cf)laa)tgeroüfjl 
©Plummer um ba§ Sager roef)te, 
Stuart' ia) fanft baö ©aitenfpiel, 
©djauenb naa) ber Slbenbröt^e. 

Siebenb bab' td) ftetö gefjeget 
deiner Äinbfjett reidjeS $ilb, 
2ßie man einer Änofpe pfleget, 
23i8 bie 9tofe if)t entquillt. 
3ebeS unfajulbüotle ©piel, 
§ebe§ SBort ber frönen 3citen 
2Barb jum innigen ©efüfjl, 
SBarg ein üppigeö S3ebeuten. — 

Unb aua) ©ie roirb treulid) roarten, 
3)enfenb jener golbnen $üt\ 
Um if>r $enfter* blüfjt ein ©arten, 
3ßo Grinnrung tönt unb mait. 



- 284 - 



Siebe ift ber grauen Suft, 
3ft iljr tiefeö, fd;öneö Seben, 
3lber $reu' in reiner ©ruft, 
Sie mujj ifmen SBürbc geben. 

Sei furnier unb f$eße3f$aKe 
,*öätt fie I^ränen faum jurüdt; 
3n be§ ÄirdjleinS 2)ämmcrf)allc 
Kniet fte mit oerflärtem »lief; 
i'abetran! naaj SageSmüf)' 
Solnrt beö fernen $ilger§ Äunbe, 
fttngeneiget tauftet fie 
klagen auä be3 ©ängerä SRunbe. 

fterrlia) ift fie aufgeblüht, 
(Stehet ba in ^[ugenbluft. 
SBie if)r fefjnenb 2Uige glühet! 
2öie fid> Ijebt bie roünbe ©ruft! 
Meicfjgefdjmücft unb roonnefam 
Öarrt bie 33raut im <yeftgen>anbe ; 
5ldj! mann nrirb ber Bräutigam 
Äommen auS bem fernen Sanbe? 

©ort im ®lan3 beö f)ofjen ©aalei, 
2lu$ ber freier ftoljem Gf>or, 
£ritt aur ßönigin be$ 2Ral)lc$ 
Stüfjn ber arme Pilger oor: 
Senn er roeifj ©efpräd) unb ©ruft 
2lu3 ber ftinbljeit §immel3ftunbe, 
Sern ein ©#o tönen mufj 
Saut in iljreS JperjenS ©runbe. 

Cber wenn coli jarter träume 
Sie am 33lütf)enf)ugel lefmt, 
Sort wo unfrer 3ug cnD Säume 
Wonbcöglorte umfrönt, A 
Söo bie füllen Süftc n>ef)n, 
s JBo nur Ijeilge (Sterne jeugen; 
äiSirb fie ba ben 5 reun & »erfdjmiüm 
Unb ju feinem ©rufee fdnoeigen?" 

Unb 3um leifem Sautenfa^lage 
Singt ber ^aajtigallen Gtyor 
SJJelobien ber norgen Sage; 
Unb bie Jungfrau fäßu* empor. 



— 285 — 



JEuf beä BuitbeS! fjeiffer »lief, 
2)er burd) 2tug' unb Seelen brennet! 
3$re tfinb^eit^rt aurücf, 
Unb fie waren nie abtrennet. 



&nflt!jtr. 

3a) Ijab' e3 alt »erlogen, 
äßaö mir fo treuer war; 
©eroetnet unb gerungen 
2ßof)l mana)c§ trübe 3 a *J r - 
Xoti) §at eä aua) geenbet, 
%lofy feine £{)räne mefnr; 
§a) 30g f)inau§ in* ftreie, 
$on feiner ©orge ferner. 

Sie Sßälber nagten tiefer, 
£er gelö beroötbt baä 2$al, 
2>ie ©tröme Räumen nieber, 
2)er ©teeg ift ljod> unb fdjmal. 
Qtin SBanbrer fcr)eut ben anbem; 
9?ur mir ift leicht unb mol)l. 
3Ba§ f>ätt' id) nod) ju roagenV 
35er Seiben 2Jiaafj ift Boll. 

SBie öffnet fta) fo fonnig 

2) er grü§ling3auen ©rün! 
äßie wallt mit feinen Ääfjncn 
2Der blaue ©trom balnn! 
2luö 2f)älern unb auö Statten 
SEdnt Subel ju mir f)er. 
2ßof)l fei)' unb f)ör' in) StUeö, 

3) oa) fafc' ia> e§ niajt meljt. 

3d> f>ab' eS einft oerftanben, 
Unb aud) an meine 23ruft 
$at fia) bie Söelt geleget 
Wt mtymutt) unb mit 2uft. 
SJorüber, ad), vorüber! 
(§f) ftd; ber ©djmerj erfrifdjt. 
©ajon rinnet eine Stfjräne, 
D, fdmeU fie abgenrifät! 



- 286 - 



f)ie #ctmfttljrung. 

3d) gieng auf lichter Blumenau 
3itof)l mit ber allerfd)önftcn Jrau. 
Die itömmlein famen Ijergerannt, 
Unb foften ibrer roeiffen |>anb. 
Deä Sd)äfer3 Jlötengrufc erfdjoll 
So roonneooll. 

SBir roanbeltcn jum Söalbe fül)l; 
Der blanfe Duell com Reifen fiel; 
Die Sonne faf) bura) regeö ©rün 
Viebäugelnb nad) ber fcolben l)in. 
Der 3ägcr unterm ©aume blies 
DaS §orn fo füfj. 

3Bir famen an ben blauen See, 
Gr tönte fo unb fpieaelte. 
Gr wiegte roofjl ben $af)n fo milb, 
Gr wiegte rooljl i^r flareS SJilb. 
Die ftifdjlein tanjten ljod)erfreut 
§m Silberfletb. 

Durd) einen ©arten füfjrt' id) fie; 
Gr mar fo büfteooll nod) nie. 
Die SRofen bort, bie helfen l)icr, 
Sie neigten glänjenb fid) naa) if>r; 
Der ©ärtner la§ bie fajönften auS 
ftür fie $um Strauß 

Sd)on fafm mir einfamlid) im Xljal 
Wein §üttd)en in be3 SRonbeä Stral. 
SJon feterlid)em 3auberfa)ein 
Grglänjten alle ^enfterlein. 
2Jom 9taa)tigallenbaume Hang 
Der 33rautgefang. 

Sßir traten in ba§ Kämmerlein, 
Daö bämmernbe, baö ftille ein, 
2üo fdjöner £iebe§träume oiel 
Umflattert fonft beä 3«ngling§ ^füf)l. 
Dia), fdjönfter Xraum, bid) ^ielt idj mann 
Unb feft im 2lrm'! 



_ 287 - 



$ ie lilnlimiuß. 

Stimme. 

£öre, pre, 

Su 2llter auf ber ginne bort, 

3m ©ternenfehein — ein ernfteS %ovt, 

eine frohe Währe! 

©reiä. 

üöer naf)t meinen Joallen? 
Üücr ruft in 9Iadt)t unb ÜJiebel fner V 
Weine Söhne, fehrt oom Sagen ifn-V 
fcafct baö §örnlein fallen ! 

(Stimme. 
C SBater, roefye! 

Seine ©öf)ne festen nimmermehr, 
Sie fanfen längft oon Jeinbeäfpeer, 
0 SBater, wehe! 

©reis. 
9iur leife, leife! 

Su metfeft fonft bie Xöajter mein; 
Sie fd)lafcn bort im Hämmerlein. 
9iur leife, leife! 

(Stimme. 
2ief unten, ftiUe, 

Sa fajlafen roohl bie I bester bein, 
%t)t £ager ift ein fajroarjer ©a)rein; 
Sief unten, ftiUe. 

©rete. 

©ute Stacht, o SBanbrer! 
3a) ()öre rufen mein ö^gema^I, 
©elöfa)t ift fa)on ber £ampc ©tral. 
©ute Wacht, o SBanbrer! 

(Stimme. 

Ööre, ^öre! 

Sie ©eifter rufen f)ier unb bort. 
3a) fünbe bir ein ernfteä äBort, 
(Sine fro^e Währe. 



— 288 — 

O SBater, morgen, 
Xa werfen bi$ im ©onnenftral 
Deine Äinber unb bein ßljgemaljt. 
3tuf)e fanft bis morgen! 



®tr ganger 01t Ott gterbenbe. 

i'ajj mid) fUtfen 
3u betnen puffen, 
Seine Knie* umfdjlieffcn, 
ISroig ©elie&tefte! 

2) afj bein blonbeö 
SotfengcroaUe 

$u mir nieberfalte; 
£afj beine matte £anb 
Stuf meiner 6a)u(ter rufje; 
Sajj bein gefenfteS 2lug' 
$n meineö fdjaue; 
3ebe jarte Xfyräne 
Stuf mein Slntlifc ttyaue. 

2aufd>e [0 

3) en ©aitenftängen, 
3)en 2Uef)tnutf)gefängen ! 

#rüt)ling ift brauffen, 

^ieblta) jct)immernber J>-rüf;üng. 

$öre mein $rüf)Iing3Ueb ! 

Srauffen in bem ftiUen ©arten 
2ßiU ia) auf bie 6üffe märten, 
Siiebe fütyrt aua) fie bafyin. 
Siefye bort im <Sonnenfa)eine 
Sdmeegewölf' ber gUütyenQaine 
äßallenb fia) ^inunter§ie^n ! 
Siefje, mer im roetffen itleibe, 
2iSie im roeiffen Sterbeflcibe, 
Stuf ber lichten §öf/ erfdjien! 

^ieine 33raut feg mir gefeiert, 
2)iefe glänjenbe (Ücftatt ; 
©leid) bem 3Jionbc, ber entfd)leiert 
SCttf ber §aibe traurig roaUt. 
33 lau ift ifjrer 2lugen Üta)t, 
äJon ^erllärung fa)on erglüfjenb; 
33leid) ifn* lädjelnb 2lngefia)t 
Unb in $immelsfrü&Ung olüfjenb. 



- 289 — 

Duellen, laffet euer 9taufa)en, 
SDafj id) f)öre, roaS fie fprictyt! 
äWaienlüfte, fte^t ju lauften, 
ftaubt bie garten Saute nia)t! 
$rül)ling3fofen, linb unb leife ; 
SGßic be§ SängerS Xrauerroeife 
9Mit ber Saitenflage fpria)t. — 

$u rocinft, (beliebte ; 

Sßeine nur, weine! 

Slü^enbe Xfjränen 

Sinb unfrer Seelen Stütze: 

Sft beim tüa)t wonnig aua) unfer Sen3? 

Ginft roollt' idj ue^roeifeln, 

San! auf mein näa)tlia) Säger 

Unb roünfdjte 511 ftcrben; 

konnte ntcf;t fterben; 

Üppige Xfjrönenfraft 

D-uoÜ in mir. 

Unb xdj fprang empor. 

Sie Sterne leuchteten 
Süffen Xroft. 
35er ^Jonbftral fiel 
2luf mein Saitenfpiel. 
Xfjränen rollten 
Über mein glüljenb ®eficf)t, 
2ßte Xfjau be§ Rimmels. 
3tteine Seel' ergojj fia) 
3n ben Älaggefang. 
SDie {jeU'gen Sterne 
Saufdjten in 9Httgefü§f. 

D 2)anf, ©eliebte, bir für alle Stunben, 
Xa ia) ber Siebe ©öttliajfeit empfunben; 
§ür alle jugenb liefen Siebertriebe, 
Übte bu mir roeefteft mit bem Saut ber Siebe; 
$rür biefi unenblirfje, troftooUe Seinen; 
pr alle Sßonnen, alle Xfjräncn! — 

(Sinft roerb' iö) fingen 
3m ÄömgSfaale, 
Seim froren WlafyU, 
Siebenben Jünglingen, 
Siebenben Jungfraun 
Siebe fingen unb eroig Siebe. 

Hb, ©etüdjtc. II. 19 



- 290 - 



Xa wirb mid) fragen 

Ter ^ungfraun biüljenbfte: 80 
9(uf weisen 2Iuen, 
^n roeldjem $aine 
SBanbelt, »lumen pflüdenb, 
Xie Öeliebtc, 

(rroig SBefungne bir c 85 

9ln welker §üttentl)ür 

darret fte bein am ftillen gftettb? 



Über 3Ronbgen>ölfen fcf»rocbt bie Suffe, 
Sinbe Süfte tragen ifjre ftüffe; 

Xurd) ber Sternenbeete 93lumenfd)ein 90 

ätfanbelt fie unb benfet mein. 

Senn bie Slbenbroelt f)ie unten frfnoeiget, 

ffcaxt' id), biö ber Ijolbe Iraum, 

3fjr getreuer 33ote, nieberfteiget, 

Unb mid) f)ebet in ben lidjten Stotlttt, 95 

2öo in melobienooHen Rauben 

Sßtv uns ftärfen in ber Siebe ©tauben. — 



2f>eure, wie glänzet bein 9Iug' empor! 

2öas fdmuft bu? roaä f;ört bein entjütfteä Cf)r? 

3dj abne bir nad), ia) afjne 100 

$tmmlifd)e ^ufunft, 

Selige (Sroigfeit. 

D Xanf bir, beiffer Xanf 

^ür biefe Stynunq ! 



3ft es gefüllten fdjon, 
Xein propfyetifd) Äuge? 
Sanfter, )üiier 
Säufle bu, Sieberton! 
Xu follt fte wiegen, 
9ld), in bie ctoge Stille. 
Xu follt fie beefen 
2ld), mit beöi engen Sd)lum 



105 

110 

erö ftülle. — 



SBebenbe ftanb, 

SSBaS fudjeft bu meine §anb? 

Üterftummc, Saitenflang! 11s 
Seif er, immer leifer 
kirnet ber Weiftet 
üüunberbarcr Slbfdnebögefang. 



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- 291 - 



9tn bcinen kippen, 

2ln beinern S3ufen 

m\l id) lauften, 

Harmonien ber ©efüf»le tauften. 

©teigenber 2(tf)em, 

#itternbe £änbe, 

Sebcnber &erjen ©djlag! 



„tyv gellen Sternlein in ber 9iact)t, 
SlUtc madjt ifjr mid) [o traurig bod;! 
So glänze Clo'S 2lugenprad/t 
Unb glühte fd)öner nod)! 

©ein rounberooller £iebe§blia\ 
©r gab aud) meinen 2lugcn (lilanj. 
2lo) CIo, fe^rft bu nidjt jurücf, 
erlösen ftc mir gan$!" — 

Sann gieng ©ie bura) ben ©äulenfaal, 
Vorbei an einem Settier nafy; 
(Sr le^nt' im trüben £ampenftral 
§albeingefa)lummert ba. 

Sie Sieblidje erbarmt fta) fein, 
Sie beut ifmt einen 33edjer l>ar: 
„Stimm fjin ! roof>l madjt ber golbne ©ein 
Sie 2lugen frifd) unb flar." 

Gr tyebt bie 2lugen grofj unb ßfafj, 
Ser SBecfyer iljrer £anb entfährt : 
„9Jtein Clo, Dtmmlifd) Sluge bu ! 
Sir ftarben, finb ucrllärt." 



ütc IJiigerin. 

©elj nia)t 31t jener SJefte, tftnb! 

Sort fjauft ber roilbe $raf! 

„Ser ©trom ift roilb, ber ©türm ift roilb, 

„Sodj n\d)t ber fa)öne $raf." 



— 292 — 

Unb ftel^c, rote mit @$ilb unb Speer 
Sie Söädjter broben ftelm! 
„Sit laffen ja bie Sbrütf' Ijerab, 
„3$r "pörnlein prüfet mia) fa)ön." 

Unb l)ora)! eö flirrt bie (Sifentljür 
3m tiefen SBurguerliefj ! 
„D bafj id) fa)on gefangen mar*! 
„2>ic »anbe finb mir füfr." 

0 mef)! idj Obre §ufenfd)lag, 

Gr ift'S, ber roilbe ®raf. 

„0 roef)! mein £erj, mein Nopfenb f> 

„2Bt«ommen, liebfter Öraf!" 



Säger. 

®uten borgen, am ftenfter broben! 
3Jiein ßinb, fo früfje fdjon baV 
2>er £ag ift bem Säger ju loben, 
2>a er fritye bie 6a)öne \af). 

3Räba)en. 

3Ba3 foü ia) fa)lummern unb träumen, 
SBenn ber borgen fo lieblia) ftralt? 
Sd) falj nad) ben Apfelbäumen, 
Stfie bie Sonne fie übermalt. 

Säger. 

2>u Ijaft ja ber Äpfel »iele, 
9iur wenige mödjt' id) oon bir; 
Sie mären in TOtagS Sdnoüle 
Gine ffiffe Sabe mir. 

2Räba)en. 

Xott unten am SBiefentaine 
$>a fef;' id) SicSdjen im @ut; 
©rüffe fie fd>ön! ia) meine, 
Sie füllt bir mit Äpfeln ben $ut 

Säger. 

Söofjl rmb' id) bie Gipfel am 9iaine 
Sm SJorübereilen gefeljn: 



- 293 — 

Soa) rotlj unb gülben rote betne 
<&af) ta) fie nirgenbS ftefjn. 

3Jiäbc$en. 

Sie ©ajlüffel au £au3 unb ©arten 
ftüljret bie SHutter allein; 
Soa) löittt bu ein SBeilrfjen warten, 
®leta) foll fie getoetfet fenn. 

Säger. 

Sie SKutter, bie möchte fdjmälen, 
2Berfe bie SKutter nidjt! 
3a? mufj mta) fd>on weiter fteljlen, 
Sa SRiemanb mir Äpfel bricht. 

3Räbd)en. 

^ein Säger, fämeft bu morgen, 
©o le^nt' ia) bie Spüren fein. 
Sann braucht nid)t Butter ju forgen, 
Söir 6rea)en uns Äpfel allein. 



1806. 

Peilten ©Item mif bas |teujat|r 1806. 

2öie ift ba3 ©ajlojj fo Ijocf) erbauet! 
(*3 raget in bie Sßolfen f)in. 
$om &errlicf>en öalfone flauet 
Ser Jlöntg mit ber Königin. 
2Bie prangen fie im Sßurpurfleibe ! 
2öie flimmert ©olb unb Gbelftein! 
Soa) glän3t if>r ölirf aua) fanfte §reube? 
59lag l)ier ba§ §au$ ber Siebe feon? 

fielet fern im ftillen £fjale 
(Sin ^üttajen, eng unb niebrig nur. 
Gä fpieten in be3 2l6enb3 6trale 
Sie Äinber auf ber »lumenflur. 
Sa fi^en unter f)of)er Sinbe 
Sie frommen Altern fanft erfreut. 
Ser Äönig fomm' in biefe Örünbe, 
§ter blühet noa) bie golbne Seit. 



204 



Sie ©lotfe ruft mit lauten Schlägen 
!üt$ 9Jiann unb 9tofi oerfammclt finb. 
Sie $ a 0 ne roe bt Dcm Acinb entgegen, 
Sic Sofung ift: für 2öeib unb Hinb! 
Ser lag be3 ftricbenö leudjtet nrieber, 
Irin 6d)atl ber Jyreube gefjet au§; 
Unb Säter, ©atten, ©öbne, »rüber 
(Smpfängt ber Heimat ftiOeS §aus. 

Cb ftürjen aud) bie ftorjen heften, 
Tb aud) bie JHeicbe untergeljn: 
Sic &ütte war oor ben ^aUäften, 
Sie roirb nad) ifjncn nod) bcftefjn. 
Sa3 6d)icTfal, baä mit 9itefen[d)ritten 
Sic $f)ronc ?u jertrnmmern eilt, 
(Sä jtcljt oorüber an ben Kütten, 
2Bo nur ber Öott beä Sriebenä rocilt. 

Scr fteift beö ftilten £iebeglücfe§, 
(5*r n>of)nt aud) unfrem $aufe bei;. 
(Sr fdjautc fecgenoollen SlicfeS 
2luf eure groffe (rltcrntreu* : 
D möd)t' er aud) nod) fcfjn unb Ijörcn 
$n fuäter frcubenreid)cr ^eit, 
iuic Stinber treue Gltern e^ren 
9Jiit eroger i'ieb' unb Sanfbarfeit! 

Im Namen der Schwester. 

SBären mir im Senje, 
3d) brädjt' eud) »lumenfränje; 
Söären mir im fpätern %af)v, 
3$ bot eud) füffe ^rüc^tc bar. 

Sa id) baä nid)t I)abe, 

<£o bring' id) biefe ®abc; 

2öaö beS Sruberö Sieb* erfann, 

SaS fte()t rooljl aud) ber ©djroefter an. 



2(ufgcroad)t bin td) mit »eben 
3n ber fternelofen 9iad)t, 
3n mein öbeS, banges Sieben 
2(d)! »on neuem aufgemalt. 



295 - 



2öeld|en £raum fjab' ia) gefetjen! 
deiner Siebe Slbenbfd&ein. 
2)a3, autf) ba§ wirb balb uergefyen, 
2lud) mein träumen öbe ferm. 

Äönnt' id) £f)ränen mir entroden! 
tfönnt' ta) flagett reiben ©dmters! 
2ld)! bie 9lugen finb mir trotfen, 
©an3 erftorben ift mein ."perj. 

3ltte3 muft oon mir fiel) roenben, 
8eit oon mir bie Siebe fd^teb ; 
Äöttttte faum biefc Sieb nodj enben, 
3ft cS gleich mein lefcteä Sieb. 



gm ^rütjüng. 

9iufe m$t au3 grünen Sauben, 
^aajtigaUemnelobte ! 
©ottY ia) einen ftrüfiling glauben, 
©inen ftrüfjltng oljne ©te* 
Seber Söufen köpfet offen 
^rifd^e fcaudje ber Statur. 
Keinen Senj f)ab' td) ju fjoffen, 
$en oerfajrounbnen flag' ia) nur. 

2la) ! rote roar id> roonnetrunfen, 
2113 ©ie liebenb mid) umfajlofj! 
©anft in ©djlummer ^ingefunfen 
Sag mein £aupt in ifyrem ©ajoofc. 
Unb td) fjub bie 9lugen roieber, 
©ua)enb ifjrer SCugen Sidjt, 
2lQe ©terne ftralten nieber, 
30re 2lugen fanb id) niajt. 

SBenn ©ie jefct, bura) 931ütt)en eileub, 
$n ben golbnen Soden fleugt, 
$ann, im rafdjen Saufe roeilenb, 
©id) jur bunfeln Slume beugt: 
©oldje Slum' ift mein ©efdjidc, 
2Bel)! in eines ÄinbeS £anb. 
2Iber ©te, mit treuem 39litfe, 
©tedt fte feft an'3 »ufenbanb. 



— 2% — 



(Ss ftanb in Ooljer, ftilier tyradjt 
(Sin fünfter in ber s JJad)t. 
Saä tf)ät ein frommer ^ilgrim fdjaun, 
Unb fpürt ein fjeilig Öraun. 

Unb oben §art unb rounberfüfi 
(Sine Stimm' fid) fjören Itefj. 
Unb ftanb ben listen Sternen nal) 
Irin Hinbiein glänjenb ba. 

D ftinb, wie fannft bu fröfjlid) feun, 
@o in ber s Jiad)t allein? 
93ebt nid)t an fjcilger Stätte fjier 
Sein jarteö &erjc birV 

2ßa3 follte mir benn graulia) ferm? 
£ier ift bie §eimatf) mein. 
Jft ftill mein §au3 unb büfter gleia), 
Sod) ift$ an greuben reid). 

Xtef unten id) 3U111 «etilein Ijab' 
(Sin bunfel, füfjleö ®rab. 
£od) oben fei)' ber Sterne mel 
«ei füffer lieber Spiel. 

(Sin r)öf>er £auö ift über mir, 
Saö Ijeilge Sternreuier. 
£od> fingen bort mand) froren iHeiljn 
Sie lieben (Sngelein. 



5er ©ljurm im palte. 

(Sin £arfner gieng im 9Jiaienfd;eine 
Surd) «lumenaun unb Sölütljenfjainc ; 
(Sr füljlte n>ol)l beö ^rüljlingö i'uft, 
Sod) fjob ein Seinen feine «ruft. 

Unb in be<3 SBalbeö grünen wallen 
ßrfiebt ein $ourm fid) IjalboerfaHcn, 
5R>ö nur in ftilier s lUitternad)t 
Sie bange Öeifterroelt ermaßt. 



_ 297 — 

2)cr §arfner fifct im ®rafe nieber 
Unb fingt gum ©piele füffe Sieber: 
25a fallet fd)on ber tobte ©tein 
2>er grüfjltngSlieber 2Mobein. 

Unb füffer werben ftets bie klänge: 
Sie ©onne leuchtet burd) bie Öänge, 
25a ftefyt in tf)rem golbnen ©d)ein 
Jßerflärt baS alternbe ©eftein. 

£a blühen ©träume auf ben Sinnen, 
25er ^ögel Glpre fdjallen brinnen, 
Unb au§ ben Duabern filberfjell 
Entquillt ein töneooller Duell. 

25ie fcarfe füf)lt beä $rüf)ling3 Scier, 
25e3 ©ängerö ©thnme übt fid) freier: 
33i3 au3 be3 $f)urme§ tiefftem örunb 
(Srtönt ein f uff er ^rauenmunb: 

„©o ift ber $rüf)ling benn gefommen! 
,,3d) f)ab'3 in $erfernad)t oernommen. 
„Gr ift bem 2lug* auf eroig f)\n, 
,,2)od) tief im SBufen fül)lt' id) il)n." 

„2Ba§ f)ör id)? null fid) au§ bem alten 
„©eftein nod) eine Söelt entfalten? 
„25ie fpätfte SBlütfje feimet (>ier, 
„2)ie fd)önfte bod), ba3 a^nbet mir." 

Gr flieget nad) bem äßunberorte, 
3§tn öffnet fid) bie Gifenpforte, 
GS fällt ber Ueffeln fmrter Bw^S/ 
Unb gibt im fallen füffen ßlang. 

©ie geljt fjeruor, ber grauen ©onne, 
Gr f>ält im 2lrme feine Sßonne: 
„8u arm mar jener ftrityling mir, 
„D einen reiben fanb ia) Ijier!" 



Ers lUnörljcttö Trauer. 

3d) mar bie frofjfte wem eud) allen, 
of)r ©d)roeftevn, ia) geftel)' e3 ein. 
25oa) glaubt ifjr, weil id) frol) geroefen, 
3d) !önne nid)t aud) traurig femt? 



— 298 — 



Stein Sicbfter ftcmb cor wenig Xagen 
3n ^ugenbluft unb ^"öcnbfraft, 
*)lun liegt er in bem finftern ©rabc, 
Vom bleichen Xobe hingerafft. 

Unb irf) mar nie fo feft unb fräftig, 
tfaum trug ict) meine SJonne ja. 
äisie follt' id), ad)! nrie foßt' id) tragen 
£a3 grofee 2eib, ba$ mir gefchat)! 

3$t fragt: warum mein 9lug' erlofd)en, 
£a3 geftern nod) fo glänjenb festen V 
£cr Ölanj, er fam von feinen Slugcn, 
s J)iit biefen mufjt' er aud) ocrglür)n. 

$ie id) beS £obe$ nie gebaute, 
SÄ gel)' ifct immer trauerfarb. 
JBie fonnt' id) fterben, ba er lebte! 
SBte tonnt* ich leben, ba er ftarb! 



§ ic $ luraeniuflt. 

SBte liegt bie 93lumenroicfe hier 
3n taufenb färben unter mir! 
3RU0 bünft ber Blumen bunter ©d)ein 
(Tin jarteä Siilb ber SSelt ju fenn. 

Sie ^ier baö £elb in hoher $raa)t 
Soll Kellen, Sulpen, Siofen lad)t! 
Sie galten wohl ein ^eftgelag, 
Vielleicht beS 9iö3d)en3 ^ochjeittag. 

fctet blieft au§ ernftem 33lätterfIor 
2)e3 Veilchens bunHeä 2Uige »or. 
£ort blühn Vergißmeinnicht unb fehn 
ohr Jöilb im SBellenbrangc gehu. 

$ort fei)' ia) Irauerroeibcn fteljn, 
Unb bleiche (Silberrofen melm. 
2tta3 flauen fie fo bleich ^iixab ^ 
(Sie fajauen auf ein ftilleS ©rab. 



- 299 - 



^1^5 f in ^ riiui (in • 

2>a3 ^räutein fang ein Stbenblteb. 
2Bo fang ftc bcnn ba3 »benblieb * 
£a§ ^raulein fafj im ©aben, 
Unb fpann ben feibnen ftabcn. 

„«Diein »ater ftreift in 9iad)t unb äßinb; 
Jtod) roadjt batyeim [ein treues ninb, 
söerlaffen gar von 2(Uen 
3n biefen weiten fallen. 

Jflerlaffcn niajt von SUIcn gar; 
Gin Söefen füfc unb rounberbar 
Umroebt, umfdjroebt midi immer, 
Unb fdjläft noa) fdjlummert nimmer. 

Salb quellen mir bie Sljränen »or, 
SBalb fteigt mein Sufen frol; empor ? 
2Ber fann bie SBunber löfenV 
3Bof)l nur bie& ftiUe SBefen. 

Dft metitt ia) au ber fcarfe fang, 
Unb fanft ber ©aiten Saut uerflang, 
Serne^m' ia) füfe unb leife 
Öefjeime Xrauertoeife. 

Unb wenn id) rut}' im Äämmerlein, 

2) a fef)' ia)§ oft im SRonbenfdjein 
©id) fttU t)erüberbücfcn 

3) Ut füffen StebeSblicten." 

2Uä fte baä Sieb au @nb' gebraut, 
35a fam fjeran bie Mitternacht, 
Xa tt)ät fie tr>a§ umroefjen, 
<Sie meinte roaö $u fefjen. 

£a na$m ba3 Fräulein von ber 2ßanb 
(Sin golbneö Äreufc mit füfmer £anb, 
Unb fdnr-ang c$ fjoa) in $änben, 
Unb rief nad) allen (Snben: 

„Sei biefeS ßreufceä fjeilger Äraft 
iöefd)roör' id) jcbe 3auberfd)aft: 
2>afj bie bem ©rab gehören, 
3um ®rabe tmebetfeijren ! 



— 300 — 



Unb 100 ein frifctjcö ^eben ift 

Umtounben oon bes 3au&erd 8tft, 

£as roanblc frei oon tknben 

öinaus nad) allen Sanben!" 10 

ÜBte ift bes Äreufccs 2Jiad)t fo grofc! 
3n Schimmer ftef)t bas roeite Sd)lofj, 
!öon freubenreid)em Sd)alle 
(rrtofet jebe öalle. 

$a öffnet glänjenb ftd) bas 2§or, 45 
Gin fdjlanfer Jüngling tritt Ijeroor; 
irr gef)t in Öolb unb Seibe, 
Sein 2(uge glüfft oon ftreube. 



An ZUjrc gnutc. 

3)tr flog' id), feige Saute! 
9Hetn Seben o^ne 9luf>\ 
£id) f>alt im 2lrm bie Xraute; 
2öte neibensiocrt Mft bu! 

Sie fjält bid) feft unb enge, 5 
(Sie laufd)t auf beine Älänge, 
Sie fingt bir traulitt) ju. 

D lajj mid) 2lUes toiffen: 

2Bas fdjerjt, toas f läget fieV 

Irrbebt bie SBruft ber Süffen 10 

S8on jartem Crange nie? 

0 l)ilf mir fie erflehen! 

C lafe tfjr §erj oergefjen 

3n Siebesmelobie ! 



j:i Ii. ölammbiirti. 

.Hennen lernten mir uns unb lieben im <vrüf)ling bes Sebens, 

Ü3ei ber ^reunbfd)aft ^ofal unb bei ber 5 reu & e ©efang. 
33Bie 3ioei Sdjmettcrling' auf Iriner glänaenben 83(ume, 

So begrüßten mir uns mitten im fd)önften @enufj. 
ftinben toir wieber uns einft, mir werben befrembet uns anfel)n, 5 

ÜSorte ber 3ugenb allein mad)en uns mteber oertraut. 
Sanf aud) in Söeften f)inab bes Wenuffes feurige Sonne, 

ftreunblid) in Cften ergebt fid) ber Erinnerung SJlonb. 



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1807 



3Baö ift bic Sonne, bie mit Söunberfraft 

Sic 3Mt burd;glüf)et unb ben $rü|ling fdmfftV 

Gr. 

<Sie ift ein 2tuge, fpradj bcr (Sänger toafjr, 
Ser 2(ugen 5)iad)t wirb mir an bcincn flar. 



Hagen und die Meerweiber. 

(Aus den Nibelungen) 

Ser $ogt oon bcm Steine Heftete feine Wann', 
3u König (S'jel§ §ofe roollt' er fahren bann. 
Sa trug man baö ÖJerätlje 311 3Borms auö bem §of; 
Sa foraa) oon <2peier ein alter 23ifa)of 
S 3« Der Könige Butter: „unfre ftreunbe motten fahren 
#u einem fjoljen ^yefte, ®ott muffe baö bewahren!" 
Sa forad) 3U if)ren Kinben bie eble Ute: 
„$fjr folltet l)ie bleiben, gelben gute! 
3Jiir f>at geträumet fjeut oon ängftliajer 9Jotf), 
10 3iUe e3 gefdmfj, bafe Slttes in biefem &mb mar tobt." 
„2Ber fidj an Xräume toenbet," fpraa) ba $agen, 
„Ser roeifj bie rea)te 9Jiäf)re nidjt 3U fagen. 
3ßir foüen freubig reiten in CSjelö tfanb, 
Sa bienet unfern Königen guter gelben §anb." 

10 Sie 5Roj$ bereitet maren für bie König' unb iljre 3Rann', 
SWit minniglidjem Kuffe fajieb viel 3Jtand)er bann. 
Sa man bie fdjneUen SHecfcn faf) 3U ben hoffen aatyn, 
Sa träten oiel ber grauen in groffer Xraucr ftafjn. 

Söo^t an bem 3ioölften borgen ber König lobefam 
20 9Kit feinen ebeln 3tetfen 3U111 Stranb ber Sonau fam. 
Sa ritt oon Xrono £agen f)er oor ber gan3en ©d)aar, 
Ser ben Nibelungen ein Xroft unb Reifer mar. 
Sa fprang ber füfjne Segen nieber auf ben <5anb, 
6 ein f)of)eä 3lo^ er fdmeüe ju einem 33aume banb. 
2.1 Saö Sßaffer mar ergoffen unb bie Sdjiffe oerborgen. 
Ser König fprad) 31t .fragen in groffen Sorgen: 
„Sie fturtf) fottt iljr fud)en hinüber an baö Sanb, 
Safe mir oon Rinnen bringen, beibeä 9iofi unb 6turmgen>anb 



- 802 - 



„So meinet if>r", fpratt) .fragen, „mein Seben feu mir fo leib, 

Xafy ia) mia) moll' ertränfen in biefen SBogen breit V ao 

(Sfj foll oon meinen Jpanben erfterben manajer 9)tann 

3n König ©jclä i>anbe, baö fte[)t mir beffer an. 

SBtetbct bei bem äßaffer, if)r ftoljen Mitter gut ! 

3a) null ben Jyergen fudjen, \a) felber, bei ber glutl)." 

Xa naf>m ber ftarle £agcn ben guten Sdjilb in bie fcanb, 85 

Xen listen $e(ltt auf's £aupt, an bie Seite ba3 Sdjroerb er banb. 

Xa fua)t' er nad) bem bergen roiber unb bann. 

(£r l)örte Gaffer gieffen, ju lofen er begann. 

3n einem fajönen 93runnen tfwten e3 roetfe äöetb', 

2>ie roollten fiaj ba füllen unb babeten ityren 2eib. 10 

&agen warb ifjrer inne, ba fa)lia) er ifmen nad>, 

Xoa) als fic baä uermerften, entflogen fie iljm jadj. 

fie ilmt entronnen, befj roaren fie hocherfreut; 
Xa nafpn er i^re ©croanbe, baö bracht' ifmen groffeS Seib. 
Sa fprad) ba§ eine 3)ieern>eib, ftabburg mar fie genannt: 45 
„(*bler bitter ipagen, mir tfjun eudj Ine befannt, 
äöenn if)r un§ gebet mieber att" unferc ©eroanb', 
2ßic eua) ergebt bie £offal)rt in Äönig (£jelä £anb." 
Sie fdnoebten roie bie 93ögel oor ifjm auf ber %\utf), 
Xtum bäua)ten tf)m if>re Sinne ftarf unb gut. 50 
Sie fprad): „i§r mögt rool reiten in Äönig (SjelS 2anb. 
2)efj fefc' ia) eud), ebler $agen, meine £reuc fjie 3um Sßfanb, 
Xa% niemals gelben fuhren in frembe SRetdje bafe, 
s Jlod) mit fo groffen (5f)ren; ifjr bürft mir glauben ba§." 
Xtv Web' erfreut* fia) £agen in feinem .^erjen fetyr, 55 
Xa gab er Urnen bie Kleiber unb fäumte ftd) md)t meljr. 
Xa fie nun angeleget ifn* munberlia) ©eroanb, 
Xa fagten fie if)m maf)rf)aft bie SReif in 6jel3 Sanb. 
Xa fprad) baö anbre SJieenoetb, fie mar genannt Siglint': 
,,3d) null bid) roarnen, &agen, 2llbrian§ ßtnb! go 
Um ber Öcroanbe toillen f)at meine SJfuljme bir gelogen. 
Äommft bu 311 ben Tünnen, fo bift bu fefjr betrogen. 
3e^t follt bu miberfetyren, nod) ift eS an ber 3eit. 
Senn il)r gelben fülme barum gclaben feob, 
Xa% il)x fjinfterben muffet in Äönig (Sjelö fianb, 05 
äöeldje bafun reiten, bie ^aben ben 2ob an ber £anb. 
2lUein be§ JtönigS Kapellan, ba§ ift und rool befannt, 
Der fommt gefunb jurürf in ©ünttjerö 2anb." 
Xa fpraa) in grimmem 3)Jutl;e ber fülnie £agen: 
„Xa$ märe meinen Herren gar traurig 3U fagen." 70 

(£agen lä^t fid) oon ben 9Heenueibern ju einem ^ä^rmann 
meifen, mit bem er in Streit fommt unb ifjn erfajlägt. Sobann 
fel)rt er allein mit ber Jäl)re 3U feinen .t>erm jurürf.) 



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- 303 _ 



Da fprod) von SBurgunben ber §err ©eroot: 

,,-Veutc mujj td) forgen meiner lieben $reunbe £ob, 

Da wir ber (Sdjiffleute nid)t bereit fjan. 

Söie wir fommen über, befj mufe ia) traurig fta[)n." 
75 Saut rief ba §agen: „Seget nieber auf bas ©ras, 

3f>r $nea)te, bas ©erätl)' ! id) gebenfe, bafc id) roas 

Der allerbefte $erge, ben man beim SUjeine fanb; 

3a) trau* eud) roof)l ju bringen hinüber in ©elfrats £anb." 

Dafe fie befto bälber fämen über bie tflutfj, 
wo Die SKoffc fie anfajlugen, bie fdnoammen fidjer unb gut. 

föagen, ber mar 3Jteifter, ber füf)rt' mit ftarfer föanb 

Siel manchen jieren Herfen in bas unfunbe £anb. 

3um erften braajt' er über taufenb bitter tyefjr, 

Darju fein' eigne Steden, bannoaj mar i^rer mefjr. 
85 3ule(t neuntaufenb Hnedjte füfjrt* er an bas 2anb, 

De$ Sages mar unmüffig bes fülmen Sronners ftanb. 

Da er fie nun gefunb gefüfjret über bie #lutf), 
Xa gebaute jener 3)iä^re ber fdjnelle Degen gut, 
Die if)tn tyieoor uerfünbet bas roilbe 3)leerroeib; 

90 Drob f)ätte bes Königs ©apellan beinah' verfahren ben Seift. 
$tn gieng ber füfme Degen, reo er ben Pfaffen fanb 
Db bem fteiligtume leljnenb auf feiner $anb. 
Das moa)te nid)t tym Reifen »or groffem Ungemad;. 
Den gottesarmen ^riefter, ben fafcte §agen jad>; 

95 6r fd)roang ifm aus bem Sdjiffe, fo bafc es ^eber fafj, 
Da riefen if)rer oiele: „0 »afje, §erre, oafj!" 
Da fagte »on Surgunben ber §erre ©ernot: 
„S5k3 fnlfet eud) nun, $agen, bes (Sapeltanes Xob? 
Unb tf)ät es anbers ^emanb, es foltt' tfmt roerben leib. 

ioo Sßas tfyat eudj biefer s $riefter, bajj iljr ifjm feinb roorben feijb?" 
Der Pfaffe föroamm mit 9?otl), boa) §agen in jovtiigem 9Rut$, 
Der ftiejj t$n 911 bem ©runbe, bas bäumte Äeinem gut. 
So wenig er fdnüimmen fonnte, bod) fjalf ifym ©ottes ftanb, 
Dafj er gefunb fam mieber hinüber an bas £anb. 

105 Da fhinb ber arme ^riefter, ausbrüdt' er fein ©eroanb. . 
Daran erfal) mol fcagen, wie bas fid) roaln* befanb, 
SBas ifjm für 9Jtäl)re fagte bas roilbe Sföcerroeib, 
(St badjte: biefe Degen, bie müffen »erlicren ben Veib. 
Da fie bas Sajiff entloben unb Stiles" getragen bann 

110 Sßas barauf Ratten ber breien Äönigc 9Rann', 

Sagen es fdjlug 3U ©tütfen unb roarf es in bie $lut$, 
Darob fia) fel^r uerrounberten bie Steden füfjn unb gut. 
„2Bic tlmt i^r ba, mein Stoiber ?" fo fpraa) 3U i^m Danfroart, 
„3ßie follen roir fommen über, fo mir in ber äiJiberfaljrt 

115 leiten oon ben Hunnen 3U Sanbe an ben SHfjeinV" 



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304 - 



2a fcigt* ifym fragen crft, roie ba3 nia)t fönnte feun. 

W>oi fpract) oon Xronu fragen: ,,ia) tlju es auf ben SBatm, 

Xafj wir bei biefcr 9ieife niajt bitten 3aa.cn l>an. 

SBer unä entrinnen roill, unb unS laffen'in ber N Jiotf), 

Ter mujj an biefem Strome leiben ben fdjämliajen $ob." 120 



fit gülferto. 

Cb Gngel noa) auf Grben geljn, 
Cb SBunber WotteS noa) gefdjetyn, 
2Ber fagt'3 mir armen tfinbe? 

mir ber 3rocifel fa)roinbe. 
äßaö mir gefa)af) ift rounberbar, 5 
3a) miO el beichten treu unb Mar. 

Gin Kreuj im grünen Süalbe ftefjt, 
2 a wollt ia), fnieenb im ©ebet, 
Jyür meine frühen Sünben 

3e3 frimmelS Wnabe finben. 10 
Xev Ari'tljling glänzte ringö untrer, 
3a) aber falj jur (*rbe fdjiroer. 

2a f)ört ia) einen füffen Sang, 

£er roie au$ fernen üföolfen brang, 

9113 wollten frimmelSfnaben 15 

s J)iein frerj mit Xrofte laben. 

Unb roie bie Stimme fjeller flang, 

Sia) meine Seele I)ö^er fa)roang. 

Unb freubig roagt' ia) aufoufefjtt, 

2 a tfjät ein Jüngling oor mir ftel)n, 20 

SUie von bem blauen Sogen 

£e§ Rimmels fjcrgcflogcn. 

CrS ftralt' auö feinem 2lngefia)t 

Huf mia) ein fjimmlifa) $rüf)ling3lia)t. 

Huf meine Vippen fanf fein 9)iunb, 2:» 

Grneut' an mir ber Wnabe 33unb. 

(*r Inib mia) mit Erbarmen, 

(*r btelt mia) in ben Sinnen, 

SJtein frerj, oon jebem ©rame lo$, 

on fjeilger £iebesglutl) jcrflojj. 30 

Üb Gngel noa) auf (rrben gelm? 
Cb Söiinber ©otteS noa) gefa)ef)n? 



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— 305 — 



(Sr mar fo fd)neH oerfdjmunben ; 
i'cun fann ul) ntd)t erfunben : 
Db td) bie gröfte <3ünberin, 
06 eine neue fteilge bin. 



(£ür ba§ ©onntagSblatt.) 

9?od) fdnoebt ber Senj im blauen Sltfjer nur, 
3ft nod) jur Grbe nid)t Ijerabgeftiegen ; 
Sic *icrd)en eilen 3U ifmt aufzufliegen, 
3nbem fic frol; in feinem ^ia)t fid) wiegen, 
^erfünbigen fic if>n ber oben Jlur. 
Sa füfjlt ber Singer balb bie warmen £üfte, 
2luö $eild)en nrinbet er ben erften Äranj, 
Sie meljr bura) leife ahnungsvolle Süfte 
Jöom ftrüljling aeugen, alä bura) $arbenglan3. 

Ser 3ünglinge / rool)l aud) ber 9)läbd)en, ^erjen 
(Smpfinben ba ein nmnberbareä ©lüf)n. 
Sie SBonnen fnofpen unb bie füffcn 6a)mer$en, 
Unb 3ebeS will ^inauö ttlfl ftreic fliegt. — 

©o mögt Ujr benn, iljr Jreunbe, freubig jie(;n ! 
3d) roünftt)' cud) alles 3d)önc, alles? ©utc, 
Söie'ö jebcr liebt nad) feinem 6inn unb aflutlje. 

Sie tljr ber 5rüf)ling3: unb ber ^ugenbtage 
3n frifdjem ^eben unb ©enujj eud) freut, * 
(Sud) möge mit ben föofen, bie oom §age 
Se3 Martens au$ bem ^aube freunblid) blinfen, 
3ugleid) ein rofig 9)iäba)enantlifc minfen. 

Sie tljr ber füffcn Sia)tereiufamfeit 
Se3 2lbenb§ rounberreid)e otunben roeiljt 
Unb 3U bem £immel feljnlitt) fd)aut empor, 
(*uü) münfd)' id), baft au3 rotten #tl)erl)allen, 
2öie auS beö ^arabicfeä offnem Zfyov, 
Sie lid)ten (Engel 3U eud) niebermallen. 

Soa), lieben greunbe, ef>' iljr 3ieljt oon §ter, 
So blicft nod) einmal alle fjer 311 mir! 
(Sin tljeures* Äleinob f;alt' id) in ber ftanb, 
(Sine äöunberblume aus bem ftabellanb, 
Udlntib, ©ebt«te. 11. 20 



- 306 - 



(Gepflegt in warmer 83ufen fcetligtfmme ; 

(Sin roeajfelnb ftarbenfpiel in ifjrem s Xing; 

Doluca tuti. Blume fjalb, l>alb Schmetterling : 

2luö Sonntagsblättern eine Sonntagöblume. 35 



Sonett. 

„2öer f)ter fdjlummre unterm Stofenmale?" 
ätter boa), als bie liebliche ber NofenY 
Mofa's }>fab, ber fwlben, fummerlofeu, 
Senfte frülje fia) gum Sdjlummertlmle. 

3Üie bie iHofc nur von gepfynr's Hofen 
Atunbe weijj, uom mannen Sonnenftrale, 
Unb com £f)au aus &e[per's golbner Schale, 
Rtdjt »on äöinterfroft unb Sturmestofen : 

So 311 3tofa trat nur Sugenbroonne, 

ÜiSeljmutf) nur, mit füffeit Xfyränen labenb, i 0 

Jiicl;t bes ftrengen Alters Sorg' unb Kummer. 

2lufgeftanben mit ber $rüljlingsfonne, 
Sanf Sie Inn am fa)önften ^-rü^lingSabenb ; 
ftrüfjling füfit Sie roieber aus bem Schlummer. 



^a) fntete mol bei ben Blumen, 
Unb wollte nidjt aufftelm. 
Sßer fdjlief benn in ben Blumen? 
9)ieine fciebüe, rott> ju fefni. 

fniete mol bei bem Sarge, 5 
Unb wollte ntajt auffte^n. 
SBer [ablief benn in bem Sarge? 
Weine Siebfte, bleiaj ju feljn. 



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- 307 — 



gicH im friUtiitHJ. 

S8om $rül)ling roottt' id) fingen, 
Sion feinem ©lanj unb fteuer, 
Von feiner teilen Stütze, 
Von feinem Räuber all. 

3)a gieng im Sonnenfajimmer 
SWein jugenblid)e3 #iebd)en 
3)ic Blumenau entlang. 

Vom Siebten wollt' id) fingen, 
Von feinem ©lanj unb ^euer, 
Von [einer reichen 93lütf)e, 
Sott feinem Räuber all. 

3d; fang, bod) raufet' ia) nimmer, 
Ob icl> vom fjolben Siebten, 
Ob id; vom $rü(}[ing fang. 



Oft gel)' id) ftille 
2)urd)3 %f)ai baljin, 
©e^eime gülle! 
Verborgner ©inn! 
9Kit ©äufeln fdnuetft e$ 
2>ie ^üfa)' entlang, 
Sttc ©räfer ftreift eö 
3m leifen ßlang. 

9lur roenn mid) linbe 
Sie Xräum' umroefm, 
Äann ol)ne SBinbe 
9Jiein £$al id) fe^n. 
©eftalten fdjroeben 
Sura) Söufa) unb ftlur. 
D Seit! bein Seben 
(Erträumt fia) nur. 



- 308 - 



Sie erfte. 

3d) nmnble hinauf ju bes DuelleS (stein, 
2lort fi|' ia) unb wein' in bic Süell' Ijinein ; 
Hub wie baß 33äa)lein ewig quillt, 
©o meine Irauer unb ZQränen. 

Sie arnette. 

3d) roanble lunab am traurigen 23ad), 
3um ©trome folg' id), jum s ])icer' ilnn nadj. 
@r trocfnet nimmer, er fteigt unb fdjroillt, 
©o meine Xrauer unb ifjranen. 



ficidjtrr |ang. 

2>er 3äger [türmt burd) 93erg unb 2l)al 

3RU $euer, Stofj unb £unben. 

Ser S'ifajer t>at bas 3fetj gefteUt 

Unb ijarret Diele ©tunben. 

<£ie fd)lägt nur [tili bie Siugen auf: 

©a)on trag' id) Xobeörounben ; 

<5ie öffnet ityre 2lrme !aum: 

£d)on lieg' id) [e[t gebunben. 



3d) fiel)' in bemfel6en ©arten, 
Srtfft s illles mieber fo ein, 
Siefelben SBlumen wie bamals, 
Ser Gimmel [o roarm unb rein, 
3öir 2lUe mieber oerfammelt: 
Unb Su nur fef)left aUein. 

od) fyöx' unb bliefe nad) brüben 
Crinc Stimme fo jugenblid), 
3d) glaube, bu roolleft fommen, 
3d> glaube, bu grüffeft mid) ; 
Unb liaü bu mid; nid)t gegrüffet, 
$u Jerne, [o grüfi' id) biS)! 



— 309 — 



&benbp!jantaf« an patjer. 

(Mit J. Kerner. Parodie Matthissons.) 

9Bo in bieten Stnbenfdjatten 
Seljnlia) flogt bic 9tod)ttgaU, 
3Bo l)erab auf bunte SNatten 
ftreubig Ijüpft ber Söafferfall. 

Söci beS Birten bette gflöte 
*)la&) ber jungen 5Dtöo8 ruft, 
SDo in H(btc $benbrötl)e 
2ci5 t>erfd)tt>ebt ber Slumen 2>uft. 

2Bo ftd) in beä Stromes SBogen 
Still behaut bic SMumenau, 
2Bo fein lichter Silberbogen 
Sia) oerliert im fernen Sölau, 

2)a befteigen wir ben Wadicit, 
(Kletten Inn in fanftem Sdnoung. 
lief in unfrer ©ruft ertt)ad)en 
Sefjntucbt unb Grinnerung. 

Hub in fernen ^ebelljaUen 
SBinft bein 33ilb mit ©eifteöljanb. 
2JtÖa)te biefer Statin entroallen, 
greunb, 3U bir in'ö Ütaterlanb ! 



§tt |.s §tammbudj. 

2ßir roanberten tt>ol einen langen Söeeg, 
iöefdjroerb' unb ftreube miteinanber tfjetlenb, 
(Sin tiiafyn f)at un§ geroiegt im Sajroabenmeer, 
2foS einer ^lafcfie ftrömt' un$ l'uft unb ßraft, 
2Bir brüeften Giner fjolben 2Birtf)tn £anb, 
(*in Sonnenaufgang fjat auf 9Ugt:(Sulm 
Un§ fa)ön geleudjtet unb Gin 9?iebergang. 
Unb fo erfannten wir, bu 2f)eurer, un$ 
2113 gute Srüber, treue föeiögenoffen. 
2ßir mähten traun! aua) für ben längern 2öeeg, 
2)ie SebenSreif, uns gut 3ufammen fänden. 
£oa) weil ba§ ftrenge Sdjicffal Trennung foriajt, 
So fprea)' id): £ebe rool! 3Jergi^ mein ntajt! 



— 310 — 



An Kerner. 

Tic Älöftcr ftnb aufgenommene Hefter, 
Bübingen ift roorben ju einem Xrübingen, 
Ter 9lmmerf|of $u einem 3 am merf)of, 
i'uftenau ju einem 6a)meraenau. 



|)as gilb ber ©enorbrnen. 

D welje Gebern, ber auf beine SJitlbe, 

Xu falfrt>c SiebeSgöttin, finblia) traut! 

l*inft Fonntc bidj Pygmalion beroegen, 

©ein SBilb tn§ warnte £eben aufzuregen: 

9Jtir tbbteft bu bie jugeublidje 93raut, 5 

Unb maajft ba3 Seben mir jum falten Silbe. 



Sag' eö: ob Xu uerlaffen bie ftlur, meil ber Sommer ent- 

fdnvunbcn '( 

Cb ber Sommer entföroanb, meil 2)u oerlaften bie gftw? 



frage. 

£a3 Heine Sieb, ba§ ia) bir sugefdjicft, 

frage nidjt, ob cS bein Cfjr erquitft, 
Ob oor bem 9tuge farbig bir gefpielet? 
3a) frage: mann bu'3 an bein £er3 gebrüdt, 
Ob bu'o gefitylet? s 



2Hein Siebten liebt fo treulid) mief), 
©rfreut mid) alle Sage; 
Sie jeigt am Keinen 5 en f tcr fid) 
©enau beim Stunbenfdjlage. 

ÜHur fjeute, roie id; laufcfyenb tret' 5 

9ln'§ traute Öartenljetfdjen: 

£a fe^lt fie, bodj am $cnfter fteljt 

3$r fäönfteS 3iofenftötfd)en. 



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_ 311 - 



An Karl Mayer. 

2Rem treuer 
Warn ! 

3n (Site 

eine 3eile ! 

3n einem $anffctdE 

erpltft bu biefen $acf, 

$rei unb franf 

§ür einen groffen Xant. 

einen Sogen, 

einen ftatalogen, ' 
3toei Sieber ober brei, 
Saufenb ©rtiffe babei. 
s Bon mein? 

©eo jum 9fiatl)en nidjt ju bequem! 



1808. 

$taturfrtiljett. 

Seben, ba$ nur Seben föeinet, 
2öo nid)t §er$, nidjt 2luge fpric^t, 
9Bo ber 3Jtenfcf) $ur $orm oerfteinet, 
3)iad)ft bu ganj mein £erj $unid)tV 
£te micf) oft mit Xroft erfüllet, 
D 9latur, aud) bu fo leer? 
lief in ei§ unb ©djnee ge^üUet, 
33licfft bu froftig $u mir §er. 

§ör' td) nur ein Sßalbfjorn flingen, 
§br' icf) einen $elbgefang, 
9tüf)ret gleich mein Oeift bie ©Urningen, 
Aüljlt ber Hoffnung friftfjen Srang. 
D Watur, ooll 3Jtuttergüte, 
®tb bod) beine Äinber frei, 
©onnenftral, unb Duell unb ©lüte, 
$afc aud) icf; erlöfet fen! 

3Jiit ben Süften null idj ftretfen, 
9taufd>enb burd) ben grünen §ain; 
SRit ben Strömen totll id) fdjroeifen, 
©djnummenb in be§ Rimmels ©djein; 



812 - 



3n bcr $ögel 3Rorgenlteber 
Stimm' \d) frei unb freubig ein; 
9lUe JBefen follen »rüber, ' 
Tu, ^atur, unö Butter fenn! 



3 um ^bfriiirö. 

So lebe rool! id) barf ntd)t weilen; 

D teurer ftreunb ! bod) finge nid)t ! 

Ter Sdjmerj ift grofj, bod) roirb ifm feilen, 

aiSaö, mir ein ®ott jum öerjen fpridjt. 

ißJie arm bod) trat id) unb oerroaifet 

^>n biefeö £f)or nad) ober Srattlj! 

2i>ie reid) bein Jyreunb nun weiter reifet, 

Tem beiner Siebe ftleinob roarb. 

Tu flagft: bie Grbe fanu nidjt galten, 
2öaö fie fo fd)ön $uf anraten fd)lofj. 
Tod) ifjr ucrlobcnb, fnüpfeub äßalten, 
3fl baö nid)t prtcfterltd) unb grofi 
C! wie mir unö juerft umwunben! 
SBtc Secl' in Seele fid) oerlur! 
Steigt nidjt in foldjen SBunbeSftunben 
(5in Gro'gcS »on ber (£rb' empör t 

Tu fiefjft ben ftrüf)linq fid) entfärben, 
Te3 ftcfteä $allc f abliefet ftd) $u* 
©leid) ihnbern oor ber Butter, fterben 
Tie liebften ^reuben bu. 
2ßol jebe fel'ge SBlütOenftunbe 
SJtufi, wie bu felbft, *u Örabc geint: 
Tod) jebe wirb fefterm Sbunbe 
SBerflärt, mit bir, einft auferftef)n. 

©0 lebe rool! mid) ruft bie ^erne; 
3d) roanble burd) bie flare 5)Jad)t, 
Ter ^-reunbfdjoft unb ber Siebe Sterne, 
Sie leud)ten bort in fttller ^radjt. 
Söaö unten grofj unb fd)ön geroefen, 
Te3 gelben Sdjrocrb, ber Siebe Äranj: 
(Sin frommer Sinn, er roirb c3 lefen 
5n bcö ©eftirneö cwgem $10.113. 



— 313 - 



Srauffen in bcm ©lumenlanb 
Spielten unfrc lieber; 
©Öe mir uns noa) geformt, 
SBaren fie fd)on Srüber. 
Unb als id) nun trat f)inau3, 
tarnen fie im (Schwarme, 
ftüOrtcn mid) 3U bir in'3 £auS, 
9JHd) in beute Sinne. 

Wie mix brauf am trauten Xifd; 
&alb bie 9Jad)t burd)n>ad)tcn, 
Unb nadj teutfrfjer 2Bei|c frifd) 
Un§ bie SBecfjer brauten: 
©aufelte ber Sieber ©djaar 
Ilm uns l)er im Sfteifjen; 
<3prarf)en, fangen nmnberbar, 
Söollten un§ erfreuen. 

ftreunb! e3 ruft ber ©tunbc <Sd)lag 

Xrennung unfenn SBunbe. 

$)od) ein 2Bort, baö tröften mag, 

£ör' in biefer 6tunbe! 

Sieber Ijabcn unS uereint, 

Sieber, füffe Allagen, 

SBerben nun uon $reunb 3U ^reunb 

Xraute 5öotfd)aft tragen. 



23ift bu ein Sraumbilb, mir junt Sroft gegeben? 
2>cnn bafj bu lebeft, a<$! irf) glaub' cö faum; 
9?ur einmal fal)' id), bünft mir, bitf) im Seben, 
Xod) jebe 9?ad)t erfdjetnft bu mir im Iraum. 



fingt. 

ftreunb! bu fdjroebteft empor ju ben feiigen ©ternen; aud) 

id) blieb 

Limmer auf (Srben, id) fan! tief in bcö Xartaruö Cual. 



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- 314 - 



fJon Der giebjlen. 

2öie l*rb' unb Gimmel flcf> in if>r umfangen! 
25er Äugen 6terne bei ben »lütenroangen. 



fPftn $irfjt*r. 

Xu flagft: bei biefer Xrübfal falten Söinben, 
Sura) meines Kummers eifig ftarre Siinben, 
Ä'ann mir fein einzig S3Iümd>en fta) entjünben. 

©ebulb! bei biefeä SBtnterS rauhem Walten 
9Jlufc fia) in betner ©eele tiefften 5 a ^ ten 
2)er grofje blumenreiche Senj geftalten. 



©r. 

Sura) ©dfroerber ritt ic$ unb bura) Speere, 
3a) wallt' auf fturmberoegtem SJieere; 
Ja) blutet' oft an tiefen SBunben 
Unb lag im falten £f)urm gebunben. 

Xoa) baa)t ia) bein, o <Süffe, 5 

2Bie ia) bir fern fenn muffe: 

Sann surfte bura) mein §er$ 

Ser fajärffte ©ajmera. 

©ie. 

3$ fafj in meineä ißaterS §aHe 

Unb fjordjte muntrer fiieber 6a)allc; 10 

^a) gieng in meineä SaterS ©arten, 

SeS Reitern SlumenbeetS ju warten. 

Sod) baa)t' id) bein, 0 Xreuer, 

2ln äBieberfefjemS fteier: 

Sann ftrömt' in meine »ruft 15 
Sie liebfte 2uft. 



gitbtBftutt. 

93om $euer, ba3 in Siebenben fid) bränget, 
Sie @bb' unb $lut, vernehmt geheime Äunbe! 
Sinb fte getrennt, fo bleibt es tief im ©runbe 
Ser feljnfuajtSöolIen ^erjen eingeenget; 



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- 315 — 



9lur SBiberfdjein ber ©lut, bic innen fenget, 
©dangt jum bun!cln 2lug' unb bleiben s JKunbe; 
S8i§ nun erfd)etnt beä 2öieberfef>en3 ©tunbe, 
2Bo ftd) ba§ fteuer aug ber SCiefc fprenget. 

2öie erft mit Riffen ©liefen fte fia) grüffen! 
2ßie S3eiber lang oerfjaltne gl"" 11 " 6 « ftreben, 
©id) $u oereinen burd) baS ©piel ber 2lugen! 

93a Ib fenfen fte bie SBimpern, um in Hüffen 
N Jioä) tiefer <Sin§ be3 2lnbern glüfjenb Seben 
2lu§ Sippen, beim aus 2lugen, ein3ufaugen. 



fem # ünjtler. 

2mdj oon ber groffen ©cfjöpferin 9Jatur, 
Üftid)t bloä oon bir wirb fd)öne $orm beamtet. 
£>od) it)rer formen Steile ftefjft bu nur, 
©o fef>r bein 2luge nad) bem ©anjen trautet. 
@in ©ternbilb toanbelt über betner $Iur, 
2)oa) fjalb oon ragenbem ©ebirg umnadjtet; 
■Kur langfam fann ein SSölferftamm fid) fjeben, 
9tta)t betbeä magft bu, ©aat unb %vuä)t, erleben. 

2Bitlt aber bu als ©d)öpfer bid) e^eigen, 
Unb einmal baö geroalt'ge: SBerbe! fenben 
$inab in beiner ©eele bunfleS ©dnoeigen: 
©o muftt bu göttltd) nud) bein Sßerf oollenben, 
©ed)§ %aqt raftloS auf unb nieber ftetgeu 
Unb 2lUc3 formen mit gefa)äft'gen öänben. 
Sann magft bu rubenb erft bein 2öerf befdjauen, 
Unb fpred)en: (53 ift gut! mit ©elbftoertrauen. 

SCBill beine 2>id)tung aud) ba§ 2111 umfaffen, 
2)a fd)rotnbet oft bie $orm ben fd)ioaa)en 93 liefen 
2lm kleinen rotrb fie leia)t fid) merfen laffen, 
2)a müffen 93ilb unb Älang äufammenrücfen. 
£u fief>ft bie Drbnung nid)t ber 93lumenmaffen, 
£>ie weit jerftreut ftnb auf ber (Srbe dürfen; 
2)od) orbneft toen'ge bu jum frönen Äranje, 
$u triffft im Äleinen toofjl baS groffe ©anae. 



— ;m — 



|ljr g riff, 

£b mir bein SRuttb, ob beinc SUang' aud) feljle, 
So fitf*' id) bcinen $rief bod), bcinc Seele. 



Btorgtn. 

SlUUFommen mir, im 9Jiorgcntl)aue, 

'iiUUfommen, jugenblid)e 3Belt! 

2Uie glänzen, buften Sflufd) unb 2(uc! 

ÜHic fmt ber 9Wut fid> mir erhellt! 

Tort regt fo leidet fiel) unb fo Fräftig .5 

Tie (Gartenarbeit mit (tiefang; 

Unb nneber id) bin fo gefd)äftig 

on meinem frühen iUttifeiggang. 

6djon tret' id) in bie <Sd)attengänge, 

Sdjon roanbl' id) oon ben SRenföett weit. 10 

Tod) 33lättcr, SBlüten, Söalbgefänge ! 

otn Üenj ift nirgenbS (Sinfamfeit. 

Unb Iner im .'Oerzen fo lebenbig! 

Md)t <2cl)nfud)t, fdjrocre ©eufaer nid)t, 

Sein! ioa$ oerfd)loffen lag inroenbig, 15 

£3 forieffet jefct anfl Ijeitre SMfc 

Sa roirb uerjagte £iebe munter; 

3)tir fteigt ba3 Sßilb ber ©djönften auf ; 

Csd) eile frof) ben Öang hinunter, 

2Uö fäme fie ben ®ang Jerauf. 20 

ftefct mär' mir um ben ®rufj nid)t bange, 

3d) blttfte breift ifjr untern mt, 

2üa3 id) gehofft, bezweifelt lange, 

od) fdjnriire jefet: fie ift mir gut. 



firetelattf. 

3iUc mufjte meines Sebent Ärei3 fiel) fdjlieffen ! 

Ciö Feljrt ber 2ag ber fjoljen i'iebesfreuben, 

Sie mir nad) Zaljmx namenlofer Reiben 

2o füffe ©puren nod) im fcerjen lieffen. 

(Sö feint ber Xag, ido fid) 31t meinen puffen 5 

Sie Öruft erfd)liefjt, in bie mein i'id)t fid) neiget, 

Unb fdjroarje 9iad)t aus i&rer liefe fteiget; 

3>a fufjf id) alte Xljränen nneber flieffen. 



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— 317 — 



öftere in ber nämlidjen ©efunbe 
10 @tblüf)t bie ©üffe mir unb finfet nieber. 

©o fc^ret ftets ber alte Kreislauf roieber, 

§tt enget* tjier, unb bort in roeiter SRunbe. 

Unb feine Hoffnung, bajj eS anberS werbe ! 

Senn 3 enc / D * e allein mir neues £eben 
15 2)ura) magijdje 33erüt>rung tonnte geben, 

Sie barf nia)t roiebcrfetyren 311 ber @rbe. 



1809. 
Pettje. 

äöann roofjl quillet bas lieblicbfte £ieb oon ber Sippe bcs ©ängers ? 
Söann ber (Srforenen Äujj inilb ifmi bie Sippe gemeint. 



3n einer bunfeln Saub' ia) lag, 

^iel mattet Sia)t herein. 

äd) raupte niajt, mar es 9tad)t ober £ag, 

aöar'ö 3Ronb; ober ©onnenfdjetn. 

5 Sa fam ^einSlieb in meinen 2lrm, 

Unb roieber glaubt' idj'ö faum; 
©ie füjjte miaj auf ben 2Runb fo marm, 
äßar's nürflia) ober ein SraumV 



Aus dem Singspiel .Der Bär'. 

1. Stomanjc. 

(Sin Fräulein mar in ftrenger £ut, 
2Jhifjt' ftets im ©dreier geljen. 
©in 9Uttcr, gar ein junges SBlut, 
2)er fjätt' gern me^r gefefyen: 
3^r Säfte, fet)b mir fyolb unb gut! 
Unb roef)t oon ber oerborgnen ©lut 
2)es ©ajleterS büftre SBolfe! 

(Sinft ftunb an fträuleins Seeg' ein JUnb, 
%\)ät einen ©traus tf>r bieten, 
©ie fjebt es auf bie 3lrme Unb: 
äßer fdjtcft mir biefe »lütenV 



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- 318 - 



Xa lüpft ben ©djleter Üjv ba$ Äinb 
Unb beutet naa) bem fcerrn gefdjroinb, 
2)er au3 bem 33ufa)e lauftet. 

2. 

2113 bie 28elt nun mar bereitet, 
©pracl; ber §err 31t feinem 33iib: 
Waa) bir untertfmn bie (£rbe! 
©en ein König ftarf unb müb 
Neffen, masJ in Vüften fleuget, 
ilttaS ba fdjroiinmet in ben Stetten, 
ÜUa3 ba manbclt im ©efilb! 

2ta)! mie ift fie f}ingefd>nmnbcn, 
3ene ^Jarabiefeäfraft! 
Unb ber ©eift, ber f)errfa)en follte, 
5&!ie jum feigen Knecht erfdjlafft! 
^a! 9hir Ijoa) in ben ©ebirgen 
iölieb bei roenigen ©riüäfjltcn 
Jtöntglid)e aJleifterfa^nft. 

Xoxt, reo Wein erfdjeint bie (Srbe, 
2ln beö ©ternenreia)e§ ©a)n)ell', 
Xovt, n>o alleö ©tarfe rooljnet, 
©turmnrinb, geurs unb Sfitefferquelt, 
Xovt \)at aua) ber ©eift bewahret 
©eine Ärone, feinen ©cepter, 
©eine Urfraft frifd^ unb fjell. 



fie peinerne graut. 

(Sin 333anbrer gefjt bei diad)t 
3n Stegen, Sonner, ©türm. 
Xa 3eigt in ^lifceö «Sdjein 
©ia) ein »erfallner Xljurm. 

£er mübe Sßanbrer fteigt 
8n baö ©ewölb' hinein, 
2)ie ©tilte lotfet ilm, 
&egt \\a) auf einen ©tein. 

©3 ift tfjm fjeimlia) root, 
(§r meint, er lieg' im ©rab, 
3ton allem (Srbenfturm 
©elig gefa)ieben ab. 



— 319 — 



Unb rote ber ©Plummer nafjt, 
Unb Xräume roefjn um tfnt: 
©o finft er tiefer erft 
3n§ SReid) ber ©räber l)in. 

2>a liegt ein 6leidje§ SBeib, 
SBon feinem 2lrm umfaßt, 
Sie fd^ (Ummern £erj an #er3, 
3n tiefer, !üf)ler 3ioft. 

$ie ©onne fteigt empor, 
Söecft aUcä «eben auf. 
Atomm', fyolber Änab', aud) bu 
9Cu0 beiner ©ruft herauf! 

Unb blüljenb fdjaut er auf, 
Ü)er borgen bricht fjerein; 
Xa liegt er überm ©rab, 
Umfaßt ein SBilb oon ©tein. 



GS fteljet einer £etlgen 33ilb 
3t m fttüen ©ommerljauS. 
3)a jroifajen Sttumen fa)aut e$ milb 
2luö feiner 92ifa)' tyerauä. 

2>er SBaller Ienft hinüber gern 
Unb bliefet fromm empor. ' 
SBol ibm! noa) fa)roebet in ber $ern 
(Sin .t>immel3glanj ifnn oor. 

3üngft Iniet' ein feiner Änabe ba, 
2luf)"tt)madjtenb, Ungebeugt 
Sßela) Ijoljeä SBunber ifnn gefdfml)! 
£te ^eilge milb fitt) neigt. 



grrm«nn von fadjfenljctm. 

2. 

(Slärajen roanbelt buraj ben ©arten, 
©iejjt bie SBlumen, binbet fie. 
3§r, ber ^ülfelofen SBaife, 
Sßarb jum Sater £ugo früfj. 



— 320 — 

£od) ber jarten SHutterfieUe 
otunb ber fd)öne ©arten oor. 
Wahrte fic mit feinen ftrüdjten, 
Sdnnücftc fie mit feiner <ylor. 

Siebte fie auf feinen 3 roe *fl e n> 
Decfte fic mit odjatten linb. 
©eine fd)önften 33lumcnfarben 
fcaud)t er ein bem ttjeuren ftinb. 

me bie öüffe fo erroadjfen, 
Xanlt fie feiner trenen 3Jiü^', 
pflegt ber fc^rocfterlia)en Blumen, 
©ieffet, binbet fpät unb früf). 

3. 

Glänzen roanbclt bura) ben ©arten, 
9tUtcr .'permann fommt ba^er. 
Stiebet fteUt fic fa)neU bie Kanne, 
£ie iljr plöfclia) marb 3U ferner. 

3lus bem 93ufen fommt ein ©eufeer, 
(sine ^äljr' vom 2luge rinnt. 
Styre :Hed)te fafct ber Jüngling: 
,,'cprid) ! maö ift bir ? liebfteö inb V* 

„2liir ift, ob ber Jlufj aufhörte 
^in^uftrömen burd) baä 1\)al, 
Unb bie ^ögelcin oerftummten 
3n ben Räumen aUjumal. 

2)tr fa)Iägt morgen fyodt) ba3 .fcerje, 
äßann bu äieljft beim §örnerfü)aU. 
Soa) eö wirb im Xljale »erben 
©ar ein banger SöiberlmU. 

Siel)! bie Sonne will uerfinfen, 
borgen fielet bu t)ier fie niü)t. 
Siel) noa) einmal Sfjal unb ©arten, 
Strom unb &ueU in tytem ^id)t!" 

Unb ber bitter fat) mit Sdjmerjen 
3n ba3 balb oerlajjne £anb. 
Seine &eimat rooUt' tf)n galten 
2)urd; bcS 9)iäbd;ens ioeia)c §anb. 



— 821 - 



4. 

ipermann, eingelegt ben ©pccr, 
kennet über 2(jal unb $ügel, 
Wetd> am ob ben näcfiften er 
SRüfcte fielen au§ bem 33ügel. 

2tmur trottet tyinterfjer, 
l'adjenb ob beö 9tttter§ $ifce. 
^Sfeil unb Sogen fü^rt ber ©dmlf, 
£eun er ift ein guter (Sdjüfce. 

3113 bie ©Ratten nieberjtefjn, 

Sprint jum £errn er: „2)tit «ergönnen 

kannten nur in £ag hinein, 

2ßottt 3$t in bie 9?ac$t aua) rennen? 

©e$t bod) jeber Söanbrer fia) 
©inen Drt jum 3iel unb ^ole. 
tiefer fjatS am ^eilgen ©rab, 
Senet auf be§ $apfte§ ©oljle. 

Srum bafe nadj be§ SJaterä SBunfa) 
3(jr oon tarnen fammeft Äunbe, 
Mail) ta), nafy bem §of $u ateljn, 

2) a auoor in £ienft td> ftunbe. 

2öaS bie (Srbe Sdjönfteö fafj 
2öäf)renb mancher taufenb 3aljre, 
feiert bort in feigem $unb 
Crinen erogen Xag Sätare. 

33enu3 !)etfjt bie Königin 
tiefer (jerrlidjen ätafaUen. 
£aj$t un3 ein ©elübbe tfjun, 
3>ajj mir nad) bem .fcofe ronUen! 

Stauet bort ben 2lbenbftern! 

3) en aum fte erforen, 

Der biejj 3ol}t am Gimmel f)err)d)t! 
2Uif! bei biefem fei; gefdnooren !" 

Unb ber Rittet Ijcbt bie §anb 
Wart) bem gellen £tebe3fterne. 
<sief; ! ba fäfnrt ein leichter Stral 
Weber au§ ber blauen gerne. 

lanb, ©ebiegte. H. 



— 322 - 



Stuf beä Zitters SRantel bleibt 
$ell ein golbner Stern gebrücfet; 
Söie bie frommen ÜBaller finb 
SJitt bem rotten Äreufc gefdjmütfet. 



Pic £oncttf. 

Vernimm, wa$ oom Sonett id) weife unb glaube 
ftti Jtrttmen faf) id) Sülumen, Zweige fdjlingen, 
it'ol fünftlid), bod) eä jeigte fid) ba$ Owingen, 
.Vüer f prang ein 93lümd)en ab, bort fielen Saube. 

Tann faf) id) 9tanfen, ftrebenb au$ bem ©taube, 
Sie fügten felber mit ben freien fingen 
Tie Säule, ftd) alö Mränje brum ju fdjmingeu. 
Umfonft! ben SUinben würben fie jum Maube. 

So fal) id) lieber als Sonette ftarren, 
Sonettgebanlen bann jum v t c d jerfloffen, 
£aö 9led)te trafen wenige ©emeiljte. 

detail, fdwn tönenb, bod} nid>t «oll, in Marren, 
G3 warb in fdjöne ©lotfenform gegoffen, 
2)a flang eö erft in f)errlid)em (Scläutc. 



Der M« 

£a$ Fräulein fd)aut oom jäfjen Stein, 
Sie finget überS SJieer. 
35a 5iet)t ba3 Sd)iff bie Segel ein, 
£a fdjlägt fein föuber mefjr. 

$en bitter zaubert fie an§ £anb, 
£e3 Sdjiffeä fdjönfteS ©ut. 
Gr fnieet fd)on am Älippenranb 
iBor iljr, in üiebeöglut. 

Gr fprid)t: „0 fträulein! Guer SKunb 
2Bie finget, blüfjt er Ijolb! 
$om fdjwerften Selbe würb' gefunb, 
äßer erft u)n füffen follt\" 

Sie fingt: „Sein Sang ift SHandjem funb, 
GS blitft' ilm »iandjer an, 



— 323 - 



Doo) roer ijjn füfete, meinen 2J?unb, 
©r roär' ein füfjner s DJann." 

(Sc fprid)t: „3a xool ein füfjner SMaim, 

2öer jenen füffen follt'! 

(£3 fäme 9Wand)en 3ittern an, 

(Sur Wunb ift allju fjolb." 

Sie fingt: „Sikr miaj 311 füffen wagt, 
Sein $elbenlof;n ift grofj: 
2Ba§ l)ier als öbe Zrümmer ragt, 
28irb il)m ein golbneS Sdjlofj." 

Gr neigt fia) naa) betn füffen 9)iunb, 
Umfaßt ba§ fjolbe 33üb: 
Da gätynt naa) if>m ein Draa)enftt)lunb, 
Da raffeln Flügel milb. 

(Sr fäfjrt jurücf, brei ©abritte jaäj, 
(Sr ftürjt »om Klippenranb. 
9foa) ringt er mit ben fluten; aa)! 
3*)n brücft fein StaJjlgeroanb. 

Unb eben nüe er finfen mufj, 
Da fdjaut er nad) ben £>öfm, 
Da fiefjt er roieber, milb jum ßufj, 
Das Fräulein broben ftef)n. 



Aus unbekannter Zeit vor 1810. 

fttit. 

Süffe Xobeäftille, fe» mittfommen 

3n ber Sa)attenberge liebem Xfjal! 

Dir oertraut ba$ fterj, geheim bekommen, 

D fo gevn bie eroig t^eure Qual. 

Dir ergieffet fid) in oolle Xljränen 

Sanft gelöfet alt biefc fjeiffe Seinen. 

9tlfo ftille roar'ä, wenn fia) ben Sieben 
fcanb in $anb, unb Seel' um Seele fdjlang; 
2Ufo feiig ftiU ift'S ring§ geblieben, 
2113 fie fajmerslic^ fitt) oon Ijinnen rang. 



— 324 - 



93» ög' audj brüten alfo ftill mid)3 grüffen, 
iüenn einft neu wir feiig unö umfaliefjen 



Duett. 

SHäbdjen. 

2öa3 l)aft bu mir 911 fagenV 
Xu guter Knabe, fprid) ! 
£ein 2(uge fdjeint ju fragen, 
blicft fo bang auf mid). 

Jüngling. 

$Otl mannen bu gefommcn? 
$>aä roüfjt' unb fragt' id) gern. 
£od) ad)! mag mag e3 frommen? 
Xu motjnft roof)l gar ju fern. 

3)?äbd>en. 

Xovt über jener &eibe, 
Sort überm Serge blau, 
Xa fielet für uns beibe 
©in §üttd)en auf ber 2Iu. 

Jüngling. 

Xk fcfjöne ©onne gef>et 
§eroor aus« jener gern'; 
äuf jener §eibe ftet)et 
Ter ftille 2Ronb fo gern. 

3Jtäbd)en. 

«53 fa)Iingt ju fernen §öf)en 
Ser ^fab fid) bura) ben SBalb, 
2)en mufj id) einfam gelten, 
i'ebrooljl unb folge balb. 

Jüngling. 

Sebroobl! bie $erne breitet 
6id) traulid) auö uor mir, 
Unb jener ^fab er leitet 
mit) balb, ja balb 3 u bir. 



Schattenbilder? 

(Srfte <5rfo)einung. 

©iefj' Ijer: eä 3eigt fia) bir bie alte 3 e *t 
2Öo 3-römmigfcit auf ferben noa) gemattet. 



- 325 — 



Tu fieftft ber Ijeilgen Jungfrau tfjeureS SKlb, 

Sie ofjne ftron' unb ©cepter Äöngin mar; 

^ff>r bemutl)öooIIcr S9li<f, itjr fanftcr 3)iunb 

2ßar allen «ölfern mächtiges OJebot. 

2Ber war bcr König biefer Königin? 

©iefj f>in! 3U ifjrer Werten ftef»t fein Warne, 

©ein Warn' unb aud) fein wunberooHeö 33ilb: 

9Jlit fieben Söunben, brauS in üppger ^ülle 

Ser 2öeinftocf nntdjert mit ber golbnen #rud)t; 

Sir ausbeuten, wie bie Hölter einft 

©o feiig all unb fo gefegnet waren, 

3öo fie noa) ^t)m unb feiner SJtutter bienten. 

Broeite (rrfdjeinung. 

Sie ©jene roedjfelt wie ber Söolfenflug: 

irö finft bie Ijeilge Jperrfdjcrin ; 

Ser groergenfönig biefer Grbe ftefjt 

2ln if)rer ©teile, pranget mit ber Ärone 

Unb mit beä JUeibeS reifem 5 a ^«"^«^f- 

Sod) leer finb feine ftänbe, muffig, fdjroad), 

©ie füfjren md;t baö ©djwerb unb nid>t bad ©cept< 

Sie Golfer 311 6efdjü|en, 511 befrein. 

Unb ad)! roaö wirb cö mit ber (Stn-iftenfyeit! 

©inficblcrifd) bort ftetjt er in ber (fefe, 

9Jtit langem 93art, fpljläugig, blafj unb fafjl. 

30m l)at bcr ^reube frifdjer 'Hofenfrauj 

3n3 bürrc ^Jaternofter ftcf) geroanbelt, 

2ln bem er Xag unb Wadjt bie ©djäje jä&lt. 

Sa3 ©lücf ber Sßelt, ber golbne ©egen ift 

3um Gimmel aufgcfdjroebt, roofjer er fam. 

Sod) flcljenb blicft ber ®rei3 3U iljm f>inauf; 

?lud) er mirb balb nun ju ber ftölje fdjroeben, 

2ßo eioig ifyn bie Ijeilge Mebe labt. 

ffitllt bu bie arme, arge Söelt nod) fef)n, 

©0 fiel) bid) felber an unb alle anbern, 

Sie Ijier mit fjöfjnenbem ©elädjter ftef)n. 

©0 fledjt' id) bie guftfjauer in ba<§ 93ilb, 

Unb burd; baö ganjc fdjroebet triumpljtrenb 

©tatt ber üerfdpnäf)ten lneiffen ©laubenätaube 

Uluf Stabenfitttgen ber böfe ©eift. 



Lesarten zum Anhang. 



Bis 1801. 

Nägeles treffliches Programm wird nur da citirt, wo 
er ganze Texte oder grosse Stücke giebt. In einigen älteren 
Gedichten sind die Strophen beziffert. 

S. 211. Der Mutter zum Neujahr. Octavbl. Für 1799 
und L800 sind ungebundene Glückwünsche erhalten, was 
gebundene nicht ausschliesst. 

S. 211. Bitte um die Herbstvakanz. Quartbl. Vgl. 
die 4 Bitte um die Frühlingsvakanz' 1801 , wonach unser 
noch nicht in II 2 aufgenommenes Gedicht ins Jahr 1800 
fallen wird. 

S. 212. ^ttntüs i&flljL II 2 3m $ec. 1800. Silius Itali- 
cus, Punica 15, 18—130. — i bcr aus beö n 3. über OTftdjetl 
52 bie aus beö vor 5djmct[ lern] 55 fd&änbl. über aarftigcn 
56 bl. ü. d. Z. 57 xoo ftd) aus unb roo 58 f). über Hebt 66 gefp. 
aus gegeben 74 regen über meefen 77 ®runb] ©eift verschr. 
78 $a über Unb aus ro. bia) ernftlta) 88 erro. nach bejeugen 
102 aus einflenä f abroad) für bie 108 3. nach abgebr. 3crftr 
110 $a über Denn Iis §. nach Steine 125 faul. ü. d. Z. oft 
über bie falteften 130 £eer oder SJolf fehlt 149 gelirnige : ge- 
lehrige. — Der Interpunction wurde hier etwas mehr als 
sonst nachgeholfen. 

1801. 

S. 215. PftWC Puttrr. H 2 1 , 15. Ende December 
1800 verfasst. — 10 mtdj] mit verschrieben 18 £a vor (Sleicfy 
25 aus ratH id) etfrigft. 

S. 210. Mr^rnbeU. H* 1, 1. $m $an. 1801. — 
5 «petm aus $tn 9 bia)tbel. [nach rjocbgctt^ölbtcn] — Säumen 



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— 327 — 



über beut (Seroölbe fuffler Bäume 12 Reifen über Hfer[n| 
04 aus 2Ba3 77 blafjeS über biirres 90 bin vor ntdjt 94 i. 
über Seelenruhe 99 aus roanble Ijin ü. d. Z. 

S. 219. fimwn. # 2 1, 30. 3m San. 1801. — 1 aus 
irrbifd^e Saufb [abgebrochen] 4 aus uon fu'mmlifdjem s ums 
armt über cjefefm 9 aus £ob ©enfe unter Sidjel. 

S. 220. gürgerhriea. II 2 1, 20. H\ Nägele S. 17. — 

12 entfl. aus entbrannt II 2 22 (Srbebt H 2 32 fa)wanben aus 
fa)n>anb and? Hnfye Ä 2 35 gröften // 2 . 

S. 221. ^aterlöirtsUfb*. H 2 1, 6. 3m 2Jte8 1801. 7/ 3 . 
Nägele S. 17. — 3 erforbertä H 2 4 Defne f>elfenb II 2 12 Sann 
werben bir 3äf)ren beö Sandtet gesollt ! H 2 13 Ujr eblen 93ürger 
rückverbessert aus t§r 93ürgerfeelen H 2 14 ruft über meint // 2 
25 ^abter ©. H 2 so 2Jtut§ // 2 35 Senn fterben für [so] Stater* 
lanb beulte 3G darunter eingeklammert H 2 : $a fürä SBater- 
Ianb 5« fterben, Reifet nic^t £ob, ntajt Untergang; £eifit ben 
Gimmel fta) erwerben, 2Bo bei fettem ©pljärenHang 3>er eble, 
fürS Stoterlanb blutenbe $elb <£ta) einft ju ber <5cf>aar ber 
§eroen gefeilt. 

S. 222. §Ute um bit IrUljUnnsuahanj. tf 2 1, 16. 1801 
im 9Kerj (nach 2lpril). Leben S. 10. (Vgl. Lebensbild von 
Albert Knapp, Stuttgart 1867 S. 303 : ,Vor nahezu fünfzig 
Jahren lieh mir der ehemalige Rector scholae anatolicae in 
Tübingen, dessen Schüler U. auch im Jahr 1800 — 1801 war, 
ein dickes Hebdomadarienheft seines ehemaligen Zöglings, 
worin sich unter Anderm viele für sein Alter sehr gute 
lateinische Verse, z. B. ein grosses Gedicht in Distichen 
de bello et pace, auch einige sehr anmuthige, bereits 
den talentvollen Sänger verkündende deutsche Lieder be- 
fanden. Namentlich erinnere ich mich darunter eines gar 
einfachen, schönen Himmelfahrtliedee [s. t Jesu Auf- 
erstehung'], sowie eines Frühlingsgesanges, worin er nach 
althergebrachter Sitte den evangelischen Dekan im Namen 
der ältesten Klasse um Frühlings Vakanz bat.') — Müller, 
Decan und Schulinspector in Tübingen. 14 bie vor bn[ftenbe | 
21 bie nach im bunt 43 nun über uns 44 llnö über $u. 

S. 223. fpas mnljre (Bat, H 2 1, 18. — 4 fjeroor nach 
em[por] 10 fjeute nach fyat. 

S. 224. §tv #r*te *tx ®ugcniJ. H 2 1, 23. %m 2fpril 
1801. — 2G ihn — tranf über metm ttm bie Welt rerfennt, 
fein £oos 30 tugenb^aft über redjt, fyat fromm 32 aus SBelten* 
bau 34 roüften über oben. 

S. 225. Her lUcra hts gttfttt* Utlb btr ®U$enb. h 8° 
paginirt 31. //* 1, 32. — 3 b. ö.] ber Seittjtfmn h 6 fdjön aus 
fötau h rrüglia)] liftifl h 9 ©le fajlängett fta) b. f. Kälber // 

13 fömmt h 14 grimmig h i:> fa)retfli$] darüber bonnern[b] H 2 



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— 328 — 



22 91ie, nie befl IB. cd), f. h 27 tapfern Steger /t tr. X. aus 
treu ©ebliebnen 77 2 2«.» enta. nach erfreutem | h S5licf /< 

30 2(uf boä $urd)littene 3. /*. 

S. 225. 3rfu #reujc«stob. 7/ 2 1, 24. 3»" Hpril 1801.— 
34 aus .v>änbe 44 ber vor Ket|tung]. 

S. 227. SJtfu ^lufcrnrliunn ic. 77- 1, 27. 3m Wai 1801. 
ff*. Leben 8. 12. — fcimmelfartfj //* iSa)oofe77 2 3 büft= 
rem] meinem 77 2 \ aus Sie SebenSgeifter warn // 2 7 aus 
lagen fie H* 22 bie (Sngelfc&aar /7 a 39 Sdnoerbter II 2 io % 
über fallen auf // 2 4«: 3äfn*en // 2 . 

S. 228. $te uirr Üüljr$jriten. Kin z. Th. schwer oder 
gar nicht zu entziffernder Wust prosaischer und gebundener 
.Skizzen ff 1 . 77 2 2, 1. September 1801. /7 3 . Nägele S. 18. — 
0 ©ebirge 77 2 eifigte 77 2 11 über felbft mit Blei fd)neH II 2 
15 befeelten 77 3 it» $a burd) bie gnnje 77 2 21 fproffenber II- 
36 ^erab 11 2 37 Ratten ff* ;mx Ratten H* 3!) fömmt ff* 
■14 Sidjt nach 33licf 7/ 3 1» aus im Ooben 7/ 2 fjeran jum 
Jüngling 77 1 i:> nicht SBIafen so f rifd) | milb 77 2 33 enU 
blöfjen 77 2 »7 baö f. Sffierf 77 - 99 ©olbne ftr. 77 2 nerfpenbet 
/7 8 ion gefdjenft über undeutlichem acreidit? 77 3 112 ben 
3eirftrom fjinab. — 77 2 nr. ben eroig unfteten 77 2 11*; ber 
©ruft aus bem ©rab 77 2 . 

S. 2:31. penrrfienfrrrtiljeit. 7/ 2 1, 21. $m 9Kat 1801. 
H*. Aus Versehen nach der vorigen Nr. gedruckt. — 2 beä 
Rimmels «Bönen H* 1 bie golbnen H l 9 $aupt] Slngeftdjt 
77- 11 £ie milb unb II 2 1:» bürre nach (Erbe traueren 77 2 
19 bie Suft 3U 77' 20 Unb lauten über Des Donners 77 2 

23 flugs | laut 77 2 2!» mit £ro$ unb fr. 77 2 32 2)ie l wieder- 
hergestellt unter 2lls] 9iäd)er fredjen Spotts 77 2 33 in ©lutfjen 
77 2 34 in ben geredeten S. 7/ 2 85 Sebaotl) ff*. 

S. 232. ittarins. /* Quartbl. (Ilolland-Spindlei ) 2. Ufjlanb. 
1801. October. 77-2,6 mit gleichem Datum. II\ (II 1 bietet 
o. D. als Vaeanzaufgaben : 2. Hann eS ofyne ftlltlt eines Staates 
einem Regenten fretgelaffen werben, feine Staatöbiener naa) 
attillfüfjr 311 entlaffenV — Sateimfd) — :i. ^oetifüjer 2(uffa$ 
über bie ^erftörung (iartljago's ) — 17 mieber h II 2 2« eifern 
Xempeltfjor (aus ©ittertf)or // vgl. Bürgers .Lenore') h H 2 

31 fdnuerbt h II 2 u. s. f. 94 St. vor Kurjt h 14 aus Limmer 
bid) von h 50 fallen /7 2 .19 ans äogen h 66 eblen (so 77 2 ) 
über offnen h «7 unter Diefc [nach abgebr. <Ei| (Trümmer 
rjeifdjeu Blut! (Eile fort in beider Wntb h *9 S)r. vor Uno h 
90 Stoftf 77 3 in»; 0. aus ©reis h 113 Sie entflofm ber Sflanens 
fette 77 2 116 f). über (Sötter» h 133 unter 3fyrc Stimmen, ttyre 
ITTicueu h Affinen aus Lienen II 3 137 aus ©ieljft bu, (so II 2 ) h 
117 aus 3itf?en h 151 33. über Ströme // 166 ^elb nach Krie> 
[gerj h b. fa)w. aus 0 fa)ioör' es h 102 aus Sdnmtr h. 



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— 329 — 



S. 236. Pc frcuniJfriioft i/ 2 2, 15. // 3 . Nägele S. 16. 

— H 2 : i 2lÖoater 3 er mit ©djaubern im bunten 8 Srum 
12 2>a3 frof) fta) mir roeiljt in ber fünbtgen Schaar? 15 mit 
nach auf 20 £ier wollte fie f nüpfen ifjr 15 2>ie §olbe 30 aroeen 
aus jroei. 

S. 237. £n Uns «frtnmmbiirij einer jfrcmibttt, z/ 1 . //» 2, 15. 
Tecember 1801. — 2 %n bie einft be§ SlbenbS erfrifdjenbe Suft 
// 1 4 2)er Sinbenblütfjen ambrofifdjer 2>uft // 1 « 2ßao anberä 
mit unter fo H l Diese Fassung steht o. r. H l für die ältere 
unten: (Srinnre bid) ber fdjattigen |über Sdjattcn|gänge 2ßos 
Eun bei füfjler Slbenbluft £>er ftreunbtnnen »erfammelte Jaus 
vereinte | SKenge Ser i'inben füffer Sölütfjenbuft Unb ftätt' id) 
mid) niajt [ef>r betrogen) 2ßa3 anberä noaj fo [über bu1?| oft 
bia) |über gebogen; daneben als 2. Str.: D möchte [jtcb] burd) 
foldje fügten |ü. d. Z.] Schatten SDurd) eroig blütfjenoolles Örün 
2Iuf |vor Durd>| eroig bunt beblümleu hatten 2?ein ^Jfab burdjö 
^ilgerleben äie^n D frfjroebten eroig im [verwischt! ©eleite [Dir 

— darüber Stets — £teb unb fremtbfdjöft ftcts 3iir Seite] Xix 
greunbfdmft ftetä unb Siebe aur Seite. 



1802. 



S. 237. putoflt OBltmu Ende Dec. 1801 verfasst. h x 
Zettel, die ersten 2, resp. 3 Strophen von der Schwester 
geschrieben. A 2 Octavblatt, //'. // a 2, 17. II 3 . Leben S 16. 
— Siebfte 3Kutter! h x Siebfter 3?ater! U 2 2ln meine Altern b. 
1. San. 1802 //' deinen eitern b. 1. San. 1802 II 2 7 2£ir 
mit feuchtem Slicf h l s fäbn h x fpäfjn k* II 1 h x folgt: So, 
bind) graue Duuftacflccrite Seh' id> oft ber Kinbbeit nadj, Die 
bie Seit mit ftrcinjcr Kc*tc 21rf?! 311 friil^ mir unterbrach 
10 <Sd)au h l h 2 Ätnbfjett über Porjeit // 1 11 aus Sie h l 
12 gerne flimmert, oft 3. h 2 ber #erne glüfjt, 3 H x SJtilb 
im h x 1:5 2>ann h* liebenbem h x ir> 2)anf bem ätater, beffen 
h 2 beren aus für bie h x 1»; aus unleserlicher Skizze 
Siefe . . . h x 3)cir fo frofje Xage fajuf. h 2 darunter b. 1. San. 
1802 Silagen <3ie biefe a(8 ein fletneä Beiden ber Sanfbarfeit 
^tjreo SofjneS nia)t auö. 2. Ut)lanb. h 2 . 

S. 238. gm dTamtenljmne* ff 1 : Prosaentwurf, Verse 
(2)urd£) ber Mannen ^radjtgeroölbe u. s. w. skizzirt), Disticha 
Bleistift und Tinte (viele Änderungen). H 3 . Notier S. 15 
incorrect (zuerst Schwab. Kronik, 10. Dec. 1862 Nr. 293). — 
^ßfjantaften im £annenl)ain. ll x 5 betäubt 7/ 1 ! fehlt H 3 
0 Komma fehlt II 3 10 3)iir bein tr. 31. noaj in b. ©. mir 
|so] auf! H x 13 braut über ranfd^t H x nicht blinfet. 



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— :m — 



S. 238. Ufr gitlittr. IH 2, 18. $m Sommer 1802. 
II 3 . — 28 greife //* 29 2lf>nbung H 2 -m X. 9le. über Htm [?] 
crlöf eub II 2 . 

S. 239. «5öltg **r ÜPflt. //' 2, 20. 1802. //». Nägele 
S. 22. — n zu kurz. 

S. 240. HoormbergtbatiRen. Nägele 8. 21. H l müh- 
same Bleistiftskizze und Tinte; einige ältere vielleicht damit 
zusammengehörige Strophen auf einem das — zugehörige? — 
Datum 14, 15 2lug. 1801 tragenden Bl.: 3m neblid)ten Äolorite 
8tefjen £>immel SDalb unb #lur SBaä nod) faum |fo rjcitcr glühte) 
fo feurig blühte [(Trägt ber Scr>tr>crmutrj bnftre Spnr| Srägt jefct 
ber Serroelfung Spur | lim ber Sonne blaffes — über trübes — 
,V*eucr Spinnt ber Hebel Funftaelef^rt — darüber Äunft — Seinen 
Spatium Sd>lcier] Um ber 3onne nmllenb pfeuer Spinnt mit 
rounberfamer .Hunft ©djon ber 9?ebel feinen Soleier 2lu§ bem 
norgejognen £unft. H 2 2, 13 f. mit dem Datum ,1802' zwischen 
Nrn. von 1801. Ein Versehen der Datirung wäre möglich. 
II 3 . — l bang nach trüb H l w Gljronoä über feinem H 1 
31 ein über mm H x ac über Penfet II 1 . 

S. 241. Das $icb nom nimm Unter. h Doppeloctav 
(Holland-Spindler) b. 16. £ec. 1802. 7/ 2 2, 27. b. 16.2)ec. 1802. 
Als erste kindliche Ballade hier aufgenommen, nicht den 
Fragmenten zugetheilt oder den Lesarten zum 4 blinden König', 
der sich selbständig aus diesen Strophen entwickelt hat. 
Vgl. auch Nägele S. 32. — Varianten // : Keine Überschrift 
l aus grimmig!, u feinen m aus 25aä nef)m' ia) is 3" 
feinem gr. £eibe i;» all über mol 24 aus 2llte 37 aus ruft 
3s groffen Selbe 39 «Marter ift 42 3m aus 3n? aus 6a)meraen 
ii wirb nach mit? 

1803. 

S. 243. Itlrincn ©lttriU h Doppeloctavbl. ohne Über- 
schrift, eingelegt in H 2 2, 22. H*. Nägele S. 23. — 37 «Sro= 
fobilg. h 10 SBirb banger 3 ,öe *f e * 3- S*- * daraus corr. H 2 
41. 52 iljre h II 2 vi wenn h H 2 55 ^rüfungä (so h II 2 ) über 
pilger H l . 

" S. 244. Ulnnnu (Broßnnter* Professor Dr. Ludwig 
Joseph UhlandT II 2 2, 39. deinem ®roäoater b. 1. San. 1803. 
H\ Nägele S. 24. 

S. 245. ptfWTftUlfct. II 2 2, 25. ftebruar 1803. II 3 . — 
3 SnäenS II 2 6 jirfeln 7/ 2 7 ben nach bie II 2 is Äüfjnen J/ 2 
19 SBenn II 2 28 im 7/ 2 . 

S. 246. grrmantt unb |(tlja. // 2 2 nachträglich ein- 
geheftet zwischen Dithyrambe' und JLied vom armen Vater', 



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— m 



Doppeloctav, o. r. (9?od) ganj ungefeilt.)» am Schlüsse fiubroig 
Ufjlanb. Unter dem Titel 33om 15—17 ftebruar 1803. Vgi. 
Nägele S. 34. — 79 äBinter aus Detter 129 golbneg nach £otf . 

S. 250. $omnnjf. // 2 2, 29. h Doppelquart Holland- 
Spindler. — Varianten H 7 : Bs ©r. über (Eobes 61 bcr Uns 
ftfjulb ©djrotire 77 (Sr fpradjä, unb in jroeifelnbeS ©innen 
7« Serfan! er 10« fdjretfltajem Gifer hg roanfenbem Schritte 
119 in g. Siethen 121 fielet ein Sager 135 fall, nach abgebr. 
flamm h 137-110 fehlt h später a. R. H iöo fdjroarjuml). 
159 fdjroant fte balb I61-161 nachträgl. // (steht h) im in h 
168 Königin über Stnnenben 174 gtilbenem 183 ©mpfalje 
ih7 gülb. 193 ©erounberung 5We 203. 204 ©s fallen bie fjofjen 
(über langen] ©eroölbe $on [aus Sorn] feftlidjen Xönen ber 
2uft 205—8 fehlt. 

S. 256. £lt £. §. Ostern 1803 an Friedrich Harp- 
precht; s. zu t Auf der Überfahrt 1 . H 2 2, 38. ff 8 . Jahn S. 109 
nach Klüpfels incorrecter Mittheilung. — 26 lang, aus mul~ 
centex H 2 27 fum. nach et H 2 . 

S. 257. Pfttmit (ßrofinfltfr. II 2 2, 40 nach der latei- 
nischen Neujahrsode: ©benbfemfelben] b. |Spatium] 9Wai 1803. 
H 3 (15. vorhat fehlt, Spatium). Jahn S. 110 nach Klüpfels 
Mittheilung. 

S. 258. (Birgitt**. H 2 2, 42. II\ wo II ohne Nr. als 
„2)ie 93etenbe" auf I folgt, dann gleichfalls unbeziffert III 
und IV. II auf Doppeloctavbl. zum poetischen Almanach' h 
zwischen t Märznacht' und , Amors Pfeil' (s. o.), anonym und 
gegen Uhlands Willen nebst dem ,Bild der Todten' gedruckt 
im Morgenblatt 31. Dec. 1807 Nr. 313. I gedruckt Mayer 1. 
48. — ©legibien über Difttcba H\ — Keine Nrn //-. — 
I b. 20. ©eptemb. 1803. II 2 — II b. 20—21. ©ept. ff" Sie 
Setenbe h H* H b 1 2lnmutf)l 2lnbat^t über Unfrfnilb h 1 bem 
50t. H 2 5 SBeil' [nach Barr*], 0 flief)enbe nod) II 2 unb — ein* 
mal! über bafj ich nod) länger bid? fdjauc! ff 2 aus u. f. nod) 
einmal bie ßntee! II* o Bleistift unter Die Im uidjt beten 
midj liefet II 2 all unter fo II 2 ftatt — aud) unter resp. aus 
nun aud) noa) für m\$ II 2 II* — III b. 8. Dftobr. H 2 Nagele 
S. 25. g unter Palten CEräume mid> ftets aolbcner ^urunft 
umfaßt. II 2 — IV b. 28. Dftbr. 1803 II* 2 über Illägblem H* 
12 empor über Ijinau H 2 13 aus 3Rägblein H. 

S. 259. &n eilten £r*un&. H 2 2, 44. //* (Mayer, a. R. 
k Notter mitgetheilt'). Notier S. 30 mit willkürlichen Ände- 
rungen, nach seiner Art. — 2ln ft. ft|arpprea)t|. b. 20—21. Dftbr. 
1803 II 2 1 luei&t' über fdjcuff ff 1 1 aus fterjen 1. f., oon 
ftiUer %. II 2 8 neben Hub von rinMidjcm bcfeelt. II 2 
i» aus Dffiane H 2 10 neben Bat 311 itjrcn Sängern fte er* 
roäfjlt. H 2 u neben OTafmt fic an bcr Ctrennuug Ijerbc pein ; 



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I 

- :*32 



I/ 2 (hier nicht gestrichen) II* i. r > aus l'unensi II 2 21 ein« 
famen, «rftbrten über truiftcu, nuubburrt'ftöbutcu II 2 einfamen 
über fdweiaenben 11* 2«; quälte über füllte II- 32 beö nach 
bem tforb II 2 Ufer ü. d. Z. //". 

S. 260. £ rugmrittf . . . II 2 2, 57 mit der Jahreszahl 
180H; der (Jrossvater Ludwig Joseph U. starb am 15. De- 
cember. Hier aufgenommen, weil eine gewisse Rundung 
nicht fehlt. — 15 £eib| @cift verschrieben. 

1804. 

S. 261. Peilten Altern. H 2 2, 46. b. 31. $ec. 1803. 
1 3an. 1804. — w ber aus beo Xrennung über Cobes 
4a aus T. f. ber $cb u. b. im ^r. 44 X. 2. in's über gum 
lieben. (Nachtrag: Doppclquart Renner, titellos, 15 an 32 S. 
über Hub im fcuern). 

8. '262. &tt f. fl. (Harppreeht) // 2 2, 48. b. 5—6. 2lpr. 
1804. Die ScbluWrophe : Leben S. 252 (Safet statt 2a%). 

S. 263. <£-Ugte. // 2 2, 50. $onnerft. b. 24. 9Wai 1804. 
II*. Vielleicht an Christiane Caroline Sehott gerichtet, der 
die Gedichte , Wunder' und t Entschluss' von 1805 gelten 
sollen — i fr. über rühmen B* i ro. über bebenbc H* 
a. 4 liier ertönet' [über and? fanden] Pom blühenbeu J3aum 
[Bleist. über nichtgestr. im 2&eibengebüfd)e] ber Pöaeletu [aus 
bie Sögel ein j lITailicb, Port rcrfolatcn fic fid>, fdMiipfenb burd? 
|aus buro)'ö| raufebenbes £anb. Die neue Lesart doppelt mit 
Bleist. und Tinte auf der nächsten S. II 2 5. fi nachgetragen 
auf nächster S. II 2 i fei. über (fettigen II 2 s aus U. burd) 
bie fveubtge 5ß>. 61. id) fo freubtg u. II 2 bltcft' über faf? II* 
st t. über raufebet 11 1 n aus fuo)et II* SB. Übet pikier ff 1 
15 aus fo!)n //'- glänjenbe®. II 2 16 in über mit// 2 m. m. 
aus taufet mit bem //- n im nach ifyr // 2 i<> aus jroei II 2 
931. nach Hofen (Bleist.) über Köslciti H 2 20 aus 2lfm* 
bung 7/ 8 //<. 

S. 264. PniUrt». II 2 2, 52. ^Inberungen b. 26. 3un. 
1804. H*. Mayer 1. 48. — 2 3R. über neuem Sidit H 2 H* 
7£t|. über (Ion // ? // 4 im bem über 311m II 2 2:3 a. R. 0) 
lernt //- 23 aus $as //- 35 Seltnes a. R. für ober //- 
27 aus 3 n feiner Seele t. H 2 2h ($e über Per // 2 30 öbe 

a. R. für büftre H 2 35 aus 3m 2Ji . . fe // 2 3*. neben Der 
Barben £icb t^ebt au; J5T* 

S. 265. pe 3nubcrm. /< Doppeloctav Holland-Spindler, 

b. 8—10. 3"". 1804. H* 3ttll. (8.) 1804. // 4 . Mayer 1, 51 
.Str. 5—12. — 1 Straten über Schimmer (so h) H 3 3 SB. 
über Schattenbilder (so h) II 3 5 aus Jyelsabf). h 6 61. über 



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— 333 — 



jartc (so *) //* 7 fo fehlt h u mir allein h 17—20 „(Sag 
an: wer ift ber Siebe £cf$ bräutliajen Umfang 2)u in ber Sturms 
naa)t Xrübe ©efua)t in f)eiffem 25rang? h 22 Stürmen // 30 im 
fernen Sanb h 32 geinbeö^anb 38 feiner /* 39 f. über 
nichtgestr. ftillen (so h) H* 43 ^erjlein, jart /* 47 milb über 
ffijj h 49 R. über raufrfjt (so h) H* 54 bange ftaHe ä 
fii; graue h 57 Änie nieber f)ier h 58 Srfjroer ift /* 73 unter 
gestr. 77. 78 h 74 Sule h 75 Sßarbft bu ber Welt h 
84 (Schlaft nun h 90 über 3m milben UIonbenf*cin (so h) // 3 
91 Seob itjr's , i§r treuen beibe 7* 6. — g. über So wallet 
Inn H 3 93 ©eljt l)in h. 

S. 267. Fragment. H l titellos 1—23 2luf bem Spifcberg 
b. 28 3un lb04. H 2 2, 54 b. 8. [28?] 3un ic. 18U4. — 
15 2ß. nach fdjöncn H 2 22 ©l. über nichtgestr. SUirb If 2 
Sonne über 9iuf)e H 2 22 Kolon fehlt 77 a 34 oerf. über ein 
.t>irtenmäba)en H 2 — H 1 bietet: 

2)er Jüngling [über Die 3"3cnb] fdjroebt im SReidj ber ^beale 
Gr [über Sie] jtefyt ben ^auberfreiö ber $§antafie 
2>a gaufein Silber fabelhafter Sßelten 
Unb buftgemobne 2lj)nbungen um ifjn [nach fie] 
5 2)ie ®egenroart ift tym [aus ifyt] ein faltes Sanb 
$ür feines armen fcerjens [aus tfjrer a. Seele] jarte ^flanjen 
SDIc Straten bie bie 3Mrflia)feit i$m letfjt 
Sie brea)en fia) im 3iegenbogenlia)t 
Unb roeben magifd) in ber Seele liefen. 

10 £od) nie roirb er bie golbnen Silber fwfajen 

Sie fdjroeben l)in in Rimmels [über ifyrer] ©lorie 

2>ie ©rbe rühret nie if>r leifer $ufj 

Unb leer bleibt ü)m bas fe^nfua)täooUe öerj 

2)a ruft [nach faßt über fommt] bie Siebe ifmt mit füffem 
|über ^artcr aus jartem] Saut [über Raub] 
15 Sie roeilt auf (Srben, boä) fie ift bem 2tetf>er 

(2ntroallt [aus ©ntftralt] unb toirb 3U111 2letljer roiberfef)ren. 

Sie gibt ber fajönen Süirfliäjfeit i&n roieber. 

3n 9iebel rollen fta) bie ^Imntafien. 

So fteigt ber SBanberer 00m Sturmgebirg 
20 hinunter in bes §irtentt)ales 5* uren - 

35ie Sädje [aus 93ad)lein| beben unter SBlumen (in 

(£s niefen gaftlia) ifmt bes Sörfleins Släume 

$eil! ifjm er fifct an feiner Öattin Seite 
9lm ftillen §eerb in feines ©lüefs ©efüljl 
23 2)ie Sarcn blirfen Iiebeooll ^emieber 



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- 334 — 



S. 268. gif § fröf. //• 3ul. »ug. 1804. //*. Mayer 1, 49. 
— ;» gr. über milber ff* 10 fa)r. über grauer II 1 13 b. über 
graufen II 3 is f äffe über rjer?re //' ls'fjolbem nach fdjönem 
(Bleist.) über füffcm ff 1 20 aus freubig H 3 21 fl. fo über 
torpiden II 3 2.» ftr. über glänzet // 3 31 feegnen nach 
fdj[auen?| // 3 . 

S. 269. f)tr &bfdjteö. // 3 b. 1. Sept. 1804. //*. Mayer 1, 
52. (Keller S. 472.) An Kerner 23. März 1811 t 2lbfd)ieb' &ab* 
id) abfir^tlic^ roeggelaffen , toeil eö für biefen Sllmanaa) 311 alt* 
uäterifa) [Brentanos Kritik über U.] ift. — 2). 31. unter 8eU 
min 11. lielmine // ' ftefjn aus ftefjen so II 3 ü aus <3cf}tff' 
umher II 3 * neben 2Uir fabreu 3U111 £anbc Der ,fctnbe 
bnrd>s ÜTcer ff" 8 unter 80U mit Bleist. 2ötrb H 3 13 aus 
weilft bu ba // 3 i» ft. über wogendem // 3 22 Sluber wieder- 
hergestellt unter nichtgestr. äiJogen (vorher Bleist. Ströme?) 
ff 3 20. über Hübet II* m betn nach uodj II 3 42 neben 
Du partes Kinb II 3 u aus Seine 2le. fo liitb ff*. 

S. 271. fte G&lffitlüuft. H 3 Sept. (7. 8.) 1807. ff* 
Mayer 1, 54. — aus (Slfeitgruft H 3 4 über SRu^e mit Blei- 
stift 6d)lum[mer|? H 3 5. ü. neben Seit, 0 (Scliebte, bn Saufeft 
in <5rabcsrub\ H 3 19— 22 neben IDonuig uub fdjaucrltd? Jfa^t' 
iljm's bic Seele ; Siel? ! uub er narftc ftd? Kubcrub ber J3öle H 3 
29 neben :ibcr im IPcKjefürjl II 3 32 3t. aus Slaufdjt ifct II 3 . 

S. 272. $te GBrtaitenmg. ff 8 ©ept. (8.) Dftob. ohne 
Jahreszahl. II*. — 5 3a — ro. über IDanbelf* bit H 3 a @r; 
innerung II 3 aus ift beiit bie H 3 nach ü ff 8 ; 



7 ®. über 0 (Erimtruug II 3 11 $1. über £ctb II 3 17 aus 
beinern 9Jlonbettlta)te IP is 2B. über fjingebä'mmert H 3 19 SB. 
über piltjcr II 3 31 @. — f. vor €rnften (Sanges über £idjt* 
befrönet ff 8 . 

S. 273. gerbffltetu H 3 Dft. (19.) 1804. ff 4 , h Octavbl. 
(aus einem Heft) Holland-Spindler, § re ^ a ^ °- 19. Oft. 2tuf 
bem Söeeg oon Otuttg. nao) %\\b. Mayer 1, 55. — 1 aus falben 
ff 4 5 aus (Ergebt h II 3 1 @. $r. über Dir, 0 (Erinnerung 
(so h) H 3 iü SB. über Konto, (so /*) ff 8 30 in über aus h. 

S. 274. gjetöeHttrg. ff 3 Dft. 1804. ff 4 , h Octavbl. aus 
einem Heft (Rücks. 3 Str. der 4 Wallfarthkirche'). Notter 
S. 35. — <; über U. tn. mit Bleist. Der Hacbmclt II*. 




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- 385 - 



S. 274. fie DJaUfttriljktrrijf. H 3 <Rot). (13. 14.) 1804. 
H*. h 1—24 s. 4 Heidelberg.' Notter S. 27 (Schwab. Kronik, 
10. Dec. 1862) mit Umdichtung einiger Zeilen. — 2:> aus afjn« 
benb H* almenb [über bebenb Bleist.] tritt über fdjaucrnb 
3ief|t H 3 2ö 3)omeö über (Tempels IT 3 31 nun über I?iu so ff * 
<iii neben Die Seligen in (Sloric, ff 48 unter Um ben fie 
fdnne^lidj trauerte // 4 ber — flofc unter fie fdjm. tr. II 3 . 

S. 275. fie graut. II 3 9?oi>. (24.) See. 1804. //«. 
Octavbl., 4 Strophen. Notter S. 32. Nägele S. 25. — 
1—8 später eingetragen für die vier Strophen H 3 : 

2luf feines Sdjloffes Söller fafi 

(Ein König, grau unb l^cryr, 

Sein 2lugc fall, von dljräneu na%, 

Zittaus uVs grüne lUeer. 

Da tarn ein Sdnff im W ogenfdnualle 

Mit Sfalbenfaug unb rjotjem Sdialle. 

Hub lädjelnb ftieg im £ocfeuflng 
(Ein Jüngling an bas £anb, 
Der einen rcidjen Mantel trug, 
<£tn Sdnuert au golbnem 23anb. 
<£s folgten Sänger ihn unb Knaben 
Mit Warfen unb mit blanfeu (Sahen. 

„(D König, .frieb 1 unb ,freube bir 

Unb beiner füjfen ITCaib! 

(Ein Scbroert 311m Sdmtje biet' idj ifyr, 

Unb IjeiPgen Siebeseib 

0 laft mid? bie Derlobte führen 

IHein r^orjes Päterfcr/loft 311 3icrcn!" 

Der 3fi«9««9 fptaays, unb bebenb faf^t 

Der König feine ßanb, 

Unb füfjrt ihm fduneigeub 311m pallaft, 

Wo längs ber Säulemnanb 

Die frönen (Ebelfraueu fteben 

Unb traurig auf ben ^tingling fefjen. 

12 SBeben (kaum £eben) undeutlich aus (Streben h 19 6r über 
Unb H 3 u. eä über briunen H 3 20 fjeroor über r»on <5olb ff 3 
21 aus 3^r S.! luftig ong. H 8 22 später neben Das Brautlicb 
wunbcrrjolb ! H 3 2)en — fr. über Das £icb in fjellcm (so h) H* 
23. 21 unter resp. neben Das Brautltcb tönt [£ieb ertönt H 3 ], 
bie Saiten Hingen, Kein £aut ber (£renbe null gelingen, (so h) 



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- 336 — 



11 3 (apäter) // 4 ^ aus Unb eine St. Ii 3 aus golbne II* 
30 von Notter unigedichtet. 

Frau Uhland .sagt, Leben S. 22: .Vorn Jahr 1804 ist 
da» folgende Lied' und theilt nun das t Lied eines Hoch- 
wäehtera' ( t Was kümmert da9 Getümmel' u. 8. w. Frankel 
S. 409) mit. Aber schwere Bedenken erheben sich gegen 
die Kchtheit : warum fehlt das Gedicht in den //? entspricht 
es mit den Wendungen von 4 Krdenmännlein' und t Moden- 
zwang' der Art U.s? Ich finde es nachträglich nur in einem 
kleinen üctavhett (Holland-Spindler), das, von fremder, aber 
nicht Copisten-Hand geschrieben, 15 von U. z. Th. gründ- 
lich durehcorrigirte unbedeutende Nrn. enthält (dies als t L. 
des H.' an zweiter Stelle) und auf der letzten S. — von 
U.s Hand — noch 8 Titel (der 1. ,An G. K.' : Georg Kerner?). 
Alle sind U. fremd, der offenbar bloss als Revisor mitgewirkt 
hat. Nähere Prüfung lehrt, dass wir eine kleine Sammlung 
von Erstlingen Justinus Kerners vor uns haben und ein 
paar Nrn. in sein t l3ilderbuch aus meiner Knabenzeit' (1849 
S. 313 ff".; ebenso 1880) eingegangen sind. Aus jenem, 
übrigens datenlosen Heft kann Frau U. das Lied nicht ge- 
nommen haben; doch mag sie durch eine (Lache Abschrift 
dieses besten Stückes irre geführt worden sein. 

1805. 

8. 276. pttnen Glttrn. II 3 See. (30. 31.) 1804. II*, 
h Doppelquart ohne Überschrift. Mayer 1, 56. — 8 Xfjau 
24 aus miiben ®rujj H 3 . 

S. 277. g)ie gjnrfe. H 3 $onnerft b. 3. San. Dtodjtä 
naef) 10 Ufjr. H*. Nägele S. 44. — i ©. über König H 3 
t; %x. über 23urjlin // :| 13 aus ergebet H 3 . 

S. 278. £icb öffi fifrfjers. II 3 ©arnft. b. 26. San. SIbenbS. 
II*. Nägele S. 44. — 0 mitt) nach es H 3 ein fei. über lieb* 
lid? ein II 3 n aus Unb wenn eS quö bunfeln 2ß. ft. H 3 is ben 
aus bie II 3 . 

S. 278. gntttu II 3 Sonnt, b. 27. $an. Slbenbä. 

II*. — 2). X. SBaUabe. H 3 u; £efj über <£s H* 23 £afi 
wiederhergestellt, darüber IPill II 3 24 n. g. über wonnig; 
lieber II 3 ss [rf>on über balö // 3 37 neben Von fürftltcbcm 
<5e|"d>Ied?tc II 3 im frf). ©. über rou fürfttidj ^obem Staub H 3 
39 to. £>. nach Hechte II 3 45 in nach auf H* 18 faul aus 
finlt // 3 . 

S. 280. |lcr pdjmutljfntttjer. II 3 Sonnerft. b. 4-5. 9(prü. 
// 4 . Notter S. 31. — ätf. über Sänget ber IDebmutft // 3 2 2. 
über Sonne II 3 3 neben 211 tt beiffem [darüber jartem], 



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- 337 — 

tfjräncttüoUcu Sehnen II 3 7 letferen H 3 2ßef) über 3ammer 
H i 12 aus umfäufelt H z 23 i. TO. nus ber -äJtonbnadjt H* 
21 aus 9?adjtigaUflag' H* II. über finget i/ 3 — Tagbuch 
10. September 1816 Angefangene Umarbeitung beö ©ebidjtS: 
2)er 2Be§mutf)fänger und am '27. Sefajäftigung mit ben altern 
©ebta)ten: 2). SB. u. 2)ie Apfelbäume. Hier ist anzuschliessen 
h (Octavbl. Holland-Spindler), z. Th. sehr gekritzelt: 

2)er länger mit bem füljlenben ©emütfj, 

2)er Sänber ßinb, reo eroger fyrüfjling blüfjt, 

£er erogen f? nach 3arten) Sef)nfutf>t [aus $em alten §t\\\\-. 

toef)] Eingegeben 
2)ura)irret er ba3 [aus ^rrt er bafjin bura)6] minterliaje fieben. 

Unb nimmt ber Spriefter, lelmenb [aus £er 2)euter nimmt, ge= 

lefjnt] am [an ben nicht corr.] Altar 
&e§ SBogelrufS unb [über bes| $lügelflangeö maljr; 
So ift ber ©änger ber SBertraute 

$on aller 2öelt gefjeimftem [überlPcfen leiferm] ©ajmerjenataute. 

Am Abenb roanbelt [nach abgebr. gej er einfamen ©ang 
$ur Sßunbergrotte [darüber Dam ? abgebr.], f)eilig bem ©efang, 
2Bo ©eifterljaua) [über roerm] bie Sodt' iljm fjebet [wiederhergest. 

unter fräufelt] 

Unb a^nungonoller (Ton [darüber Klang] fein Df)r umfdnoebet 

[nicht wiederhergest. aus umfäufelt] 

[U. a. unter Wo fcltfamcs (Sctön dies unter Unb — unter 

Seltfam u. Iftandj — nmnbcrbarcr] 

Sa fier)t [über ftctjt] er auf fein [a. f. über über] ftarfenfptel 

[nach abgebr. Sait] geneigt 
Unb fjebet ben betljränten SMid unb fajroeigt 
Unb brüdt [über legt) bie f Anette [?] #anb jur ooHen 
©eprejjten Söruft —"unb lä&t bie ©aiten rollen. 

23erül)rt f)at ber [über Per] öatte ©oitf)eit fein [nach bat bc* 

rürjrtj fein §erj, 
Unb quittt in ©efängen unb Siebern auf [?] ber (nach fj 

©ttjmerj 

[neben Unb üppig tönenb fpring quillt hcruor ber tiefe ©djmerj 

worunter üppig quillt nun im (Scfang I)cr quillt ber] 

©inb fte fein [über 3ft er fein] einen? ober finb [nach lösten 

fingen] e3 ©timmen 
[Sich traute (5eificrjtimmen, ihn 3U tröfteu] 
Sßerroanbte ©elfter , bie fo [nach ihm Cröftuug bringen] füfj 

oerfajroimmen. 
UManb, <StV\i)it. II. 22 



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- 338 — 

Unb wenn er nun | unter bann worüber nun u. branf] com 

heiligt ()ume fc^ieb 
llnnucljet ifjn fein tönenb Mlagelieb 

Ter (aus £emj SBanbrer im | darüber bes| 9Ronbe£ Steine 
§ört |über Üöntj fo ber ifiadjtigau' |aus . . Un] (ßefang [dar- 
über Klang] im [über ans bcm| £aine. 

S. 281. ©räbtrfdjmud!. II 3 £onnt. (aus 2)iont.] b. 
7—*. 2Ipril. II*. Mayer ], 57 (vorher B. Auerbach. Deutsche 
Blätter — zur 4 Gartenlaube' — 1863 Nr. 1). — v> %. über 
Sänfcht II 3 aus eonnenn). H % . 

S. 281. pe |nubcdinor. Ii 3 2Menft. [über 9Jiittw.] b. 
9 [aus 10]. 2lpril. H*. — 18 neben (Er fefct fi* in ben Klee /f 3 
16 neben 3fa ift fo tnorjl, fo tneb. // 2 23 \\ über Süffe // 3 
20 2Bertf>e3 — Solb? über mir 311m €breufolb? H 3 si m. über 
füffmlid? // 3 . 

S. 282. 3tt $.s gtnmmbud). II 3 eamft. b. 20— 21. 2(prU. 
Wohl für Hermann Urne) in, geb. in Tübingen 1. Aug. 1786, 
gest. als Oberjustizrath in Weinsberg 14. Juli 1834. Vgl. 
^eben' S. 18, 15 und Mayer I passim. — 1 ro. über fernen. 

S. 282. £nfprud). // s Sonnerft. b. IG. 19. 26. WM als 
ftrü^e Siebe. 2. 2lnfprua) indem hier als 1. Nr. .Entsagung' 
(2ßer entracmbelt) gilt, s. o. II*. — 2« graue H* m r. über 
holbes H 3 40 feiiges II 3 12 3» beü £cbIofjcö Ginfamfett H 3 
43 grünt H 3 iü aus tieffteS, f djönfteä II* (so) m »olle 93r. H 3 
65-üs Qa fie Ijarret mein bie ®ute Unb ber Pilger arm unb 
bar Xritt (jeroor mit feefem 9)Jutr)e 2lu3 ber freier ftc^er Sdjar 
mit Bleist. a. R. neben %a ia) Fef>re fonber 33eben [Bleist. über 
3agen, nicht gestr.j, $bre Xreue roanFet nie 2)urd) bie fitem 
tüiÜ icf) ftreben [aus 2BiÜ mia) b. b. magen] SDie fo glänjenb 
fter)n um fie in Klammern zum Zeichen der Tilgung H 3 
69 er über ia? H 3 m unter ITTilbc UlonöbcleuaMumj Frönt. H 3 
82 aus 9faa)tigaHena)or H*. 

S. 285. Jlpntljic. H 3 W[intft]. 3»ont. [aus Sonnt.] b. 
3. %vm. Mayer 1, 58. — 10 aus bebetft II 3 13— 16 neben 
ftürbafi, bu rafäjer 2BaUer! £)ir ift ja leiajt unb roo^I. 2Ba3 
fjaft bu u.s.w. H 3 H* (so) 13 aus bebt bem a. II 3 . 

S. 286. |)k ^flmffiljnmg. H 3 Sonnerft. b 5. Sept. II*. 
— 5 aus $er Sajäfer auf bem Sftoljre blieä H 3 « ro. nach 
rounberfüfi H z s neben Da raufdrtcu frifa^cr Brunnen riel H 3 
n fp. nach febimmerte H 3 33. 34 neben 2ßo fdjöner ^WQenbs 
träume oiel [aus 2)a Ratten fdj. träume 0.] Umwallet fonfi 
mein reiajeä gifüfjl: [aus Umwallt mein — über ben — jugenb« 
liajeS — 3 aus n — $f.] //*. 

S. 287. fit Pnljmi»$. H 3 eamft. b. 7. Sept. i/ 4 . — 
Dtottjtgefpräa). H 3 3 eterneia^em // 3 ernftes über banges II 3 



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— 339 — 



«. 7 neben IPer ruft fo fpät nodi in oer Hadit? HTcinc [über 
3br] Sö^nc febrt ihr von oer ^aijo? // 3 8 Saffet II 3 12 D 
33. über (D tnebc // 3 13 fo vor 2. reife! // 3 11 aus Södjiern 
3 // 4 18 aus beine £öd)terlein //» Söajtern // 3 7/ 4 aber diese 
alemannische Form ist U beseitigt, in 2. über £?cttlcin // 3 . 

S. 288. Der länger ön Mt §trrbent>e. 7/ 1 Bleistift, 
z. Th. sehr verwischt, fast interpunctionslos. II Z 3)onnerft. 
b. 12. — 14. <2ept. /i 4 mit Klammern und Bemerkungen Mayers, 
wohl um die Kürzung im .Sonntagsblatt' anzudeuten (1*— 1<;, 
113 — 125 eingekl.); zu seinem Druck 1, 59 erklärt er: JDie 
Fragmente des S. trugen die Aufschrift : Helgo an die ster- 
bende Helga'. In dem ^ramattone* Helgo — s. über die 
von Keller S. 75 ff. benutzte Sammelhs. das zum ,Königs- 
sohn' I Ulfar fafi Bemerkte — heisst es am Ende nur §elgo 
an bic fterbenbe £elga : Safj mirf) fmfen u. f. n>. — 1 ftnfen nach 
ruhen fP \ ©eliebte 7/ 1 0 2Rir auf ber H 1 10. 11 Köthel 
neben 3eber miloc 231tcf Pes aefcuFten 2Iucjcs Xlod> [aus 3n?) 
mein 2lu$c treffe II 1 13 tfjoue Röthel über falle bebe H x 
16 Srauerg. ff 1 ff 3 15—43 neben gestrichener erster Fassung 
H 3 in die ich die Varianten ff 1 eintrage: 

Jaibling ift brauffen 

^eiliger [über Üppiger], Harter [wiederhergestellt], roeiffer, 

[Sinter. . .? //'] 
2Bebmütf)iger [unleserliches Wort ff 1 ] ^rü^tng. 
.fröre mein grü^lingölieb ! 

fsd> loiU im ©arten 
3)er Hüffen roarten 

£en$ unb Siebe [fehlt II 1 daneben ff 3 ] 
Sorten aud) ftc binauö [ebenso] 
2Me Sonne leuchtet [nach ftra ff 1 ]* 
«uS eüberbuft. 

s Högelcf>or [Sog. aus Sogeigefang ff 1 ] 
%n ben SBipfelit ruft 
2tu§ fajlummernben Änoäpen 
[darunter 3n füjfcm Drang //'] 

ftlatternbe [nach £idite, ßlare über Silberne ff 3 <2Ub. nach 
Der ff 1 ] »lütben beroor [fehlt ff 1 nachträgl. ff 3 ]. 

[Sprubelnb — ? über (Quilleno — I)en>or ff 1 (Ouillenb her* 
ror ff*] 



* daneben // 3 2Ius filber 'über Iicfrtcm" Duft Crucbtrt ber fonnc 
5d'cin Die ßütjcl hinab IPallct bes iMütbcnbains fchintmcrnbc:» fdMteccjeiuölf 
und weiter daneben 2lus 5ilbcrbuft Ccuchtet bic fonnc lllilbcn Schein Den 
XSüael hinab Watt/h bas fehimmernbe 5chnccacir>ölfe bes ölnthcnbains. 



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_ 340 - 



25ie »rönnen (über (Quellen — so //' — 77 3 ] Hingen 
33om Reifen nieber 
2luf frgftaUnem See 

Siegt ftd) ber <3a)roäne [unklare Corr. 77'] 

Sdjneegefieber. 

Sie fingen, fie fingen 

Äläglidje Xöne, 

ftrül)UngSlieber, 

Siebliajeä 3Ber,. 

28er roanbelt f>eroor [Bleist. über Fömmt gegangen — so H x 

- ff*] 

Stralenb |ftr. nach So 77'] im roeiffen Äleib, 
2ld)! [SBef> 77'] rote im Sterbefleib (be 77 1 ]? 

«Weine SBraut ift liebliaj (nach febön //'], 

(Sine lichte [über feböne 77 , | ©eftalt ; [der V. nachtrügt. 77 1 ] 

Sie ber fcfjöne [fehit, liebte 77' | SRonb, 

Senn er traurig [fterbenb? ftralenb? 77'] 

Über bie fceibe [ber erbe? JP] roallt [nach ftebt ff 1 ]; 

Serflärung ifjr 2(ugenlid)t, 

meid) it)t ©efta)t, 

Slüfjenb in §immel§früf)ling. 

Sie fprief)!, fie fprid)t 

[Sdjroeigt ifjr (Quellen Sdjroäne 77 1 üerfrnmmct ihr Sdm'änc 77 3 ] 
3*)r Duellen fülle [fehlt 77 1 nachträgl. IP\ 
%t)t fanften Süfte 

Waubt mir bie Saute [über (Töne — so H l — H 3 ] nid)t, 
$ie füffen (über Klaac 77 3 ] %öne\ [Sie f., f. 77>] 
SäufelnbeS [über liebliches 77 3 J, Ieife3 [Xraurigeä fttffeä 77 1 ] 
ftrüf)ling$Fofen ! [aus gefofe 77 3 ^rüJjIing^gefpiet so 77 '] 
2td> ! roie ber £rauergefang, 
©pria)t mit flagenber Saiten Älang. 

21 aus meiner Süffen 77 3 (2. Fassung) 23 aus 9Jlaienfa)eine H 3 
32 aus £eibe — so II 3 — 77 4 35 aus läajelnbes» @efia)t nach 
fanfter so II 3 37 aus fjöret auf ju r. 77 3 39 3K. vor Sanfte 
£iiftc // 3 40 j. über füffen // 3 43 aus ben bangen Saiten II 3 
4h 2ö. nur (nicht doppelt) neben Siebft midj fo fdjmerjlicr» au 
H x 4ü 2Bef)mut^tl)ränen neben Spare [?] bie Cräncu 7/ 1 
47 neben Stille bie Sdnner^cn 77 1 Seele 77 1 48 ro. (so auch 
77 1 ) über lieblich H 3 49 id) nach and? 77 1 darunter Sa fiel 
itt) bumpf 77 1 Dumpf fanf id> rjiu 77 3 50 Sanf fehlt 77' 
ü. d. Z. H 3 2. vor fattl ich H 3 5i ro. 3U über mollte — so 
77 1 — 77 3 55 unter u. neben Da fpr. ich e. H 3 58. 59 $ie 



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- 341 - 



£>arfenfaite blinft ©ajön in beo SRonbes Btxal H l «o aus Sie 
2t)X. — so 77' — 7/ 3 üi 2lngefta)t H l 65 f). über golbnen 
— so H x — 7i 3 w S. mir fegnenb. 77 l i. 9JI. über mir füblenb 
H 3 ü9 jug.] füffen 7/ 1 70 2. über flauen? 77 l 71 tr. fehlt 
7/> aus troftreiaje 77 3 78 5Wur 2. 77 1 Ünb Alinea // l be- 
seitigt // 3 si Blüten (V bunten?) über 2(uen 7/ 1 83 931. pfT. 
über bic füffc 7/ 1 hs btr fehlt H x 89 2lbenblüftc //' Sinbe 
über Sanfte 7/ 3 tr. über beben 77 1 93 ein milber [ü. d. Z.] 
Ix. mir nieberfteiejet H l ijolbe aus milbe # 3 95 U. über 
5anft 77 3 9t> melobienoollen aus m.reta)en — so H 1 unter 
iPouneoolleu — 7/ 3 98 gl. über ftrabiet (so) — so 7/ 1 — 7/ 3 
ion zweimal aus af)nbe — »o Z/ 1 — H* 7/ 5 naaj nach bef|eligt| 
H l 101. 102 ©elige, feiige gufunft 77' 101 §. über Selige, 
golbeuc H 3 102 eingeschoben II 3 103. 104 fehlt 77 1 104 aus 
§lf>nbung (so H 3 ) II* im propf) ] blauet 7/ 1 über trunfucs // 3 
107 «Süffer fanfter 77 1 «San unmittelbar aus©üff7/ 3 10s aus 
$öne, mein Sieb — so II 1 — II 3 109 foüft II 1 H 3 111 Seife 
nach nichtgestr. ©anft (?) über Du foüft H 1 foßft H 3 112 21a) 
fehlt /7 1 114 futt)ft bu noch 7/ 1 115 SSerftummt 0 [unter ibr] 
©aitenflänge (nur angedeutet f(g) 77 1 darunter ScbmcKj 
<5cfang. Il x 110 i. nach leifer II ' 118 3B. noch in 117 II 1 
121. 122 fehlt H l 122 nachträglich a. R. — ber ü. d. Z. — 
II 3 121 §anb 7/ 1 125 ^erjenofttjlag //'. 

S. 291. (Olo'ö |Unen. H 3 Sienft. b. 8. Oft. 77 4 . — 
1 f>, über litttcu 7/ 3 4 über glaste H 3 15 ro. über es II 3 
19 f). über febönftes 77 3 . 

S. 291. Pie |)ilgerin. II 3 mtlm. b. 6. «Ron. 77 4 . - 
5 So), u. ©p. umgeziffert 77* 15 fl. über frohes 77 3 u; aus 
(sr iftä, mein lieber ®raf (so FI 3 ) H\ 

S. 292. ^ic £pfflbmtmf. H 3 3Ront. b. 25. Dtodjtö naa) 
9 Uf)r. — 26. 9toü. 7/ 4 . Nägele S. 40. — 5 foll' 7/ 4 7 Slpfel 
über Blühen II* 15 ©rüjje aus ©rüfjft bu H 3 im aus Öe* 
fe|lt im 2torübergel)n H* 19 g. u. r. umgeziffert 7/ a beine 
nach bic 77 3 25 m. über mürbe H 3 27 fd). ro. über rou 
Rinnen // 3 28 aus 2(epfel mir H 3 Tagbuch 27. September 
1810 99efajäftigung mit ben altern ®ebta)ten: Ser 2Bef)mutfjs 
fänger — s. o. — u. Sie Apfelbäume. 

Am 10. October 1805 musterte U. seine poetische Habe 
und verzeichnete folgende Auswahl auf einem Blatte (dies 
Register hat Nägele S. 41 gedruckt und bemerkt, dass 1 Ge- 
dicht dem Jahr 1803, 6 dem .1. 1804, 23 dem J. 1805 an- 
gehören): 2ln einen ftreitnb. ©terbgefang. Ser Minbe König. 
Sie Sraut. Sie Erinnerung, 2luf bem ©djloife 31t fteib(elbergj. 
Sie äöaafart^firaje. 21« ben (Tob. Sie Wonne. Ser Airana. 
Ser ©a)äfer. Gntfagung ftarfnerlieb. Ser ftönig auf bem 
Sfjurme. Ser 2Be(mtutt)fänger. ®räberfa)mud. Stnfprua). 9)?ai= 



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342 - 



flöge. 2lpatf)te. Sie SJätergruft. Per Sänger. Sieb eines 
2lrmert. 2>ie SKatyttiiRg. £er Sänger an bie 3terbenbe. Örets 
a)enö ^reube. @efang ber Jünglinge Sieb beö ÖärtnerS. Sie 
Kapelle. 2)ie fünften Sage. 01c» 1 ? klugen. Das Blatt enthält 
ausser vielen scandinavischen und altdeutschen Namen noch 
oben den wohl auf ein Drama (vgl. Keller S. 79 später) be- 
züglichen Eintrag: Ulfar, ber SJteifter. Glrid). 2>er 3auberberg. 
«pelroin. 2)er tfönigsfofjn. Uffa. 2>er ftrüfjling. 2üf. 5)ie 
5Konbnaa)t. ittfnfrieb. $eä ftreunbeö ©rfajeinung. Starno. 
Sa)auer. Siebe, äBe&mut|. 2>er £elb. 

1806. 

S. 293. Pehlen ©Uern. 7/ 3 2>ienft. b. 81. See. /<: 
Reinschrift, Doppelquart. // 4 . Nägele S. 47. (.'5 — 32 Mayer 1, 
62). Die angeschlossenen 2 Str. für die Schwester Luise 
nur H 3 . — ^euerfte Altern! h auf baö aus 311m H 3 4 m. b. 
über unb bie H 3 7 öl. a. über 2Iuae i/ 3 s ba3 aus ber 
Siebe 11 3 9 fern im] in bem ä über in bem (aus beine) H 3 
14 fr. über reichen H 3 n l. über milben // 3 19 aus ^afmen roeljn 
// 3 21 aus 2)eä <yrieben$ ©onne H 6 23 aus U. ®. ( S., 95., 
*8r. // 3 26 3i. über (Throne //* so %$v. fum^uFerjrcnmä^cu] 
3U j. über Heicbe 3U empören H 3 3i gef>t h 3. nach aef>t H 3 
33 ®eift über (Sott // 3 3« aus 2)er teuren f? aus frommen?] 
(SItern groffe £reu U 3 37 auaj über cinft H 3 39 Äinber nicht 
recht deutlich H 3 daher Steber Nägele. 

5 b. n. über feines « aus 3o nimm bie f leine ©. 8 ro. 
a. über nicllcidit. 

S. 294. getjtes £teo. 3 1. Nr. 1806 (folgt t Der Pilger 1 
G3 roaUt' vom 30. Januar). 

S. 295. ffm £rüljUng. H 3 Sarnft. b. 3. 9)Jai. 

S. 296. §as Pünßer. II 3 Sonnt, b. 11. 9Kai. — 5 gart 
über fror; 6 aus (Sin* Stimme fiaj ü. d. Z. 13 2Ba3 aus 2Die 
benn über fo 17 jum über ein is bunfel über ftillcs 19 aus 
©temlein 21 ö. über Pom. 

S. 296. ger ®ljurm im $0nlbe. // 3 Samft. b. 14. 31m. 
20 notier über reicher. 

S. 297. «0cs ittnonjens firmier. // 3 JDienft. b. 15. Sul. 
— is trauerfarb mit Fragezeichen, verschrieben 19. 20 ! aus ? 

S. 298. gie glumenmelt. H 3 Sonnt, b. 20. 3ul. Nägele. 
Tübinger Blätter 1898 Nr. 1. — 7 f. nach feiern n>o[$l] 
11 bl. nach ftefm. 

S. 299. $as finfnme ^rnulein. ff' Samft. b. 2. 2Utg. — 
1 ein über tr»r 17 f. nach Klanfg]. 

S. 300. %xi %\)xt faule. R* Samft. b. 30. 2lug. J/\ 



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- ;J43 



Mayer 1, 137. — 1 — i 0") felioifte ber £autcu Wie neibeusmertb 
bift bu Du liegft im 2lrm ber (Traute« 3 W fünfter, füfjcr 2\ub. 
daneben 2lHe fclig, fünfte £aurc IPic n. b. b.! Di* nennt ftc 
ifyrc (Traute 2Uir raubt ftc Clroft unb 2\nb unter diesen die 
endgiltige Fassung, so zwar class 4 gestrichen und unter 3br 
SdjtDejrcrd?cn bift bu wiederholt ist H 3 wert aus roertf) H h . 

S. 300. %n gtammbudj. // 3 Sonnt, b. 14. Sept. 
.Daheim 1 1865 Nr. 42 fehlerhaft, mitgetheilt durch Ottilie 
Wildermuth, deren Vater Gottlob Christian Rooschüz (später 
Oberamtsrichter in Rottenburg und Marbach) die Verse 
empfangen hat; correcter nach einer Abschrift Euphorion 2, 
127. — l aus am -Waitag ber 2» u 9 enD 5 unter <£incn grünen- 
ben (Sana, finb mir ^ufammen gcmanbclt, 2lber im tfcrbfte, gc- 
trennt, gefm mir bejt mclfcn [über trju mieber] jiirücf §inben 
über Sehn anfef)n über (eben 7 in nach bie. 

Dem Jahr 1800 wird folgendes Fragment angehören 
(8. ,Der Königssohn' I.): 

Sluä einem unoollenbeten ©ebiajte: Siomanjen von ber 
§immelSburg. 

2>er Älatfer $einrid> rufjte 
2Xuf feinem gülbnen $fiÜ)I. 
Gr faO in ftoljem 3JJutt;e 
Der reiben Xräume Diel: 
5 6r fafj auf l)of)em Xljrone, 
2)ie dürften um ifm f)ex, 
Unb SJölfer auf ben Knieen 
SBiS an ba3 ferne 9)ieer. 

(ro trat ans offne ftenfter 
in 3)eä Äatferä Söd)terlein; 

Sie rtfc auä bunfeln Sorten 

Sffio&I Sperr unb ©belftein, 

Sie rife ©eroanbe nnmberfdjön 

San if)rer roeiffen 33ruft: 
i:> „3um SOufen mir, bu füffeä ii?e§n 

2>eo ^rüfilingö unb ber Suft!" 

Sa fam ein fanfteS iUtngen 
Söte oon ben Sternen fyer, 
ffam wie auf Gngelfdnoingen, 
20 ertönte mef)r «nb mef)r. 
„0 roofjl mir! bafc bu fef)reft 
SRtt beinern Siebeölaut, 
Xu Sänger, fanft 31t tröften 
Seine tfjränenüoUe 33raut." — — — 



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— 344 - 



Steht variantenlos (11. 13 aus riefe) in Nr. 2 des hsl. 
Sonntags-Blattes für gebildete Stände' (18. Jan. 1807), 
wo als zweiter Beitrag von Jyloreno jenes von Keller S. 75 
mitgetheilte Stück des k Helgo' als 4 Aus einem zu erschei- 
nenden Dramatone' folgt, doch reicht das erhaltene 1. Blatt 
der Nr. nur bis zu dem Verse Segraben in ber 6eele füttern 
®runb. — Wir hatten die Zs. vergebens in Mayers Nachlass 
gesucht. Eben vor Thoresschluss, als schon die letzten Text- 
bogen das Imprimatur erwarteten und die Lesarten dazu 
im Satz standen, erhielt ich von dem stets hilfsbereiten 
Dr. Ernst Müller die Nachricht, ein von J. Kerner geschrie- 
benes, leider unvollständiges Exemplar (die in Aime Rein- 
hards Kernerbuch 2. Aufl. S. 43 erwähnten ,Rudera') sei 
nun aus Weinsberg in seinen Händen, und bald, dank freund- 
licher Einwilligung des Herrn Hofr. Dr. Theobald Kerner, 
theils die Originalstücke, theils Collationen. Abgesehen von 
den unten erwähnten Paralipomenis (Epigramm und Nibe- 
lungen S. 301, An Rosas Grabe 8. 306, Lied S. 307, Die 
Schlummernde S. 306, Abschied S. 305) ist folgendes nach- 
zutragen : Nr. 1 vom 11. Jan. 1807 enthält die t Maiklage' 
(1, 7 vgl. 2, 23, 2 Hnger u »rönnen iü «Winne 23 SÖaffenflange) 
unterzeichnet ftlorenö. Nr. 3 (25. Jan.) 4 Des Knaben Berg- 
lied' (1, 17 vgl. 2, 26, 8 rafdjem U übertönt) *** unter- 
zeichnet. Nr. 4 (l.Febr) die beiden prosaischen 4 Ph anta- 
sten aus der Schweitz' von ftlorenä (2, 50 f.). (Nr. 8, I.März 
.Über das Romantische' ^lorenö.) Letzte abgerissene Blätter 
ohne Nr. u. Datum: 'Der Rosengarten' (1, 162 vgl. 2, 70) 
in der Fassung .S'[eckendorf | ausser 1 eim 21 2ßeeg3 gego^n 
15. 51 iu iH' -is ®etöbet bie 2Bäd)ter treu — 53 steht Sßer wie 
auch in S, oben in den Lesarten ausgefallen) unterzeichnet 
^lorenö. .Der Sohn des Meeres' mit dem Zusatz 2ln; 
f)ang ju 9?o. 2 (.Romanzen von der Himmelsburg' und Helgoj, 
Fassung 8 (hier 2, 117, nur vor 8 Dto 10 Xageölid)t) unter- 
zeichnet (ylorens. 

1807. 

S. 301. (Epigramm. H 3 Samft. b. 31. San. Sonntags- 
blatt Nr. 4 (1. Febr. 1807) *** unterzeichnet, — 4 beinern S. 

S. 301. Hagen und die Meerweiber. h l 2 geheftete 
Quartbogen, S. 6 — 8 Skizze des Nibelungen- Aufsatzes für 
das 4 Sonntagsblatt\ den man durch Mayer 1, 26, Notter. 
Jahn u.s.w. fragmentarisch kennt, In Kerners Exemplar sind 
die von Mayer ausgehobenen Stellen roth eingeklammert. 
Nr. 7 vom 22. Febr. Srucfjftüf auä bem 9Kebelungen*£tebe mit 



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- 345 — 



33e$ief)ungen auf'ö Gtanje (unterzeichnet ^lorcnö). Citiit wird 
die 1. Str. : 

„(Es rouajs in $3urgunben ein fajönes SJlägetlein [so], 
35afj in allen Sanben fein fd>öneres möd)te [so] fenn; 
(5f)riemf)ilbe roar fie gepfiffen, ba$ rounberfcf)Öne ä^eib." — 

2(ber gleiaj fommt bie büftre 3)iafmung: 

„£arum mufjten ber Segen Diel oerlieren bcn 2eib." 

Die Überleitung zu unserem bisher unbekannten , dem 
14. Liede Lachmanns mit starken Kürzungen entnommenen 
Stücke lautet: „(Sine Stelle roo baö SBerfjängnifj in feinem 
buntein halten über ber ftanblung beö ©ebtdjteö roie bura) 
9taa*)tgeroölfe erblicft wirb, roo eö beginnt, bie bem Untergange 
geroeifjteu gelben oon ber übrigen froren 3&elt abjufdjneiben 
unb feine fajaurigen Jinoten roie oaö fajroarje ©itter eines 
©otteägeria^tsfampfeo um fie fyerjiefjen — eine folaje Stelle 
ift bie folgenbe (f. SRüllero Ausgabe pg. 69.), bie id) f)ter in 
einer bem Original fia) geroiffenljaft anfajmiegenben Bearbeitung 
gebe" . . . 

h 2 Octavheft, unser Text auf den vordersten Blättern, 
wie h l ohne Uberschrift, doch oben rechts Signatur 4: 
das soll wohl heissen Nr. 4 der — auch im Sonntags- 
blatt — folgenden .Altteutschcn Halladen' 1. .Drei Leichen' 
G§ fjatt' ein §err ein $öo)terlein (steht als .Von der jungen 
Markgrähn S — Seckendorf — 2, 23; Register: stünd- 
lich aus Schwaben'). 2. (nachträglich aus 1. und darüber 
2Utteutfcbc iMlIabcn fUegeubc Blätter aus ber Sdupcij) .Graf 
Friedrichs Brautfahrt' 8 2, 19 ohne die h 2 eingeklammerten 
Strophen. 3. (aus 2) .Die wieder aufgefundene Königs- 
tochter' 2, 29 (beide im Register als .Fliegendes Blatt 
aus der Schweiz' bezeichnet. Es sind die Balladen, die 
Unland bei dem Meiringer Schuster 1806 gegen ein später 
überschicktes Exemplar von Schillers ,TelF eintauschte). Er 
fand wie Goethe in diesen Strophen der Nibelungen eine 
balladenhafte. Weise und Rundung, die ihn trieb, solches als 
Probe im Freundeskreis und vielleicht — gleich den Stücken 
aus dem t Heldenbuche' — in Seckendorfs Almanach mitzu- 
theilen. An S. schreibt er in dem am 6. März 1807 ab- 
gegangenen Briefe (Leben S. 35 f.; ich benutze das Con- 
cept selbst): Unlängft f>abe id) ein 33Iatt aufgearbeitet, 
bao ganj ber aCtt[eutfa)en]. ^ßoefie gemeint ift. 63 enthält ein 
S3rua)ftürf auf ben Nibelungen mit S^ierjungen aufs ©anje, 
[roela)e ledere id) 3l)nen r)ier mittf;eile , ob fie gleicf) unooH* 
ftänbig unb flüa)tig entworfen finb.) Sann folgen 3 (über 
einige] altteutfaje SBallaben, roooon id) jroei voriges gpätiafjr 



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- 34(3 - 



auf einer $ufsreife in bie Sa)u>eij aufgetrieben fmtte. Die Be- 
arbeitung ist für Unlands Stil wichtig und auch deshalb 
hier am Platze. — Die Lesarten S haben — von kleinen 
orthographischen Eigentümlichkeiten und Flüchtigkeitsfeh- 
lern Kerners abgesehen — den Vorzug; er scheint Cor- 
recturen eingetragen zu haben. //' hat Versziffern von 5 
zu 5. Orthographische und Interpunctions- Varianten über- 
gehe ich. Keine Sigle bedeutet h '. l aus fleibet 2 3 W — 
unter Sechzig uub tonfetlb bahn nach rou a au$ bem aus 
auf ben (so /*) S 6 u. fix über bic gelben g ßu einer £oa)* 
jeit 7 eble (so h) aus alte S io 2öie eö gefajal) bafj 31. über 
Wie alle (aus Ellies] riifttgc [über eble] ^ugcnb (im Orig. 
4 allez daz gefügele') aus gefojäf)' h 2 roäre //' aus wäre h 2 
n über Febret 12 ber regten i» aus reuten h 2 @. nach König 
15 für — ifjre aus ben Königen u. i!n*en iö aus manmger? 
18 £a )adt) man i. gr. Xr. über trauriglid? 19 aus bie Könige 

20 eblen S' unklar corrigirt, aus jur ftlutl) 3ur 2)onau 

21 fjer nor aus cor allen fyer 23 f. nach I>e[gen] 2« vorher 
am Saitenende <£s ergieug ben Hicbelnngcn 5U groffen Sorgen 
27 ifjr uns 28 beibes'über unfre nach unb ü. d. Z.] einge- 
klammert aud) 29 aus 3a eS |aus Cs| ift mir, fpr. um 
m. 2. uidjt fo C. so roott' nach fottt 1 Idarunter will], wollt' 
31 erfterben] er eingeklammert über f)in 32 aus ftänb* 34 bie 
$r. ia) fehlt h 1 ü. d. Z. h* 35 feinen g. — §anb aus ben g. 
Sd&ilbeäranb -m geinen §elm aufgebunben baS breite ©ajroert 
in ber §anb daneben bas <3a)tuert an bie (Seif er banb 38 g. 
über nicht gestr. rauften ju ü. d. Z. 33 Söronnen treten 
41 ba — er aus er fojlia) »2 &a fie als über ba h 2 aus ent* 
rannen 4:1 nachträglich entrannen Z* 1 aus entrannen h 2 Ijoa) 
fehlt 44 a. R. neben IKi nahm ifnten ber ftclb [i. b. B. wieder- 
hergestellt unter er ihnen fdmell man (?)] ifyr muubcrf&önes 
[aus n] Klcib [nach <5ewaub] 45 2)a3 fpr. verschrieben 7t 2 
47 alt |ü. d. Z.] unfer ©eroanb 50 2)efi biinf ten h 1 ans £rob 
bünften h 2 51 aus möget Mönig fehlt 5a fefce e. §. über 
jtt Bürgen Ijie fehlt/* 2 55 aus itt ein 9teid) fo b. 04 9t. m. über 
lUit alfo if)r nach glaubet bas 65 2)er — fta) aus Sie SRebe 
warb ba 58 aus tljm redjte bte Steife 60 fie [darüber eingekl. 
bie] fyiefj Sieglint to. g. über bieft h 2 t>i JUeiber «3 bu ü. d. Z. 
64 Belben f üfjne gelben h 1 gelben vor f. gestr. und wieder- 
hergestellt h 2 65 fterben Äönig fehlt h l ü. d. Z. h 2 G7 Unb 
nur über Allein üs roieber h l ^ über trüber h 2 Äönig ü. d. Z. 
vor ®. h 1 aber vgl. 48. 51, und die Scansion h 2 S ist mög- 
lich (s. 50. 60) 60 füfjnem h* über fuhuem h 2 70 gar fehlt 
nach 70 statt der zusammenfassenden Überleitung (in — fommt 
aus Streit befommt) folgen in 7* 1 abgebrochen die Verse: 
Dag mir bei ben ßuimcn folltett rediercu alle ben £cib, tfun 



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- 347 - 



50101' uns ubcrf RMffcr, allcrtueifeftes Wc'xb. Sie fpradj ba on 
nicht adjtcft auf unfern guten Katrj Da oben bei bem tDaffcr 
eine Verberge ftabt Darinnen ift ein ,ferge 71 aus öurgunb 
72 f. lieber gr. 7« ©erätfje 7* f). in bas 2. über nichtgestr. 
in (Mfrats 2. si führet mit ftarfer ßanb über nichtgestr. 
auf ben 6anb »1 feine eigne ü. d.Z. 85 3ulefct fehlt h 1 
ü. d. Z. h 2 s« aus 2)eo Xronierö 87 aus gebraa)t 88 jener 
nach feltfamer über frember 89 uorljin ferst juoor] oerfünbet 
über nichtgestr. ef) Tagte jaus ten] baä aus bie 90 beinaf) 
wiederhergestellt unter fdner 01 £agen die 1. Lesart 01. 92 
undeutlich, besonders die für §eütgtume, wo erst ßapeHe 
und etwas Unleserliches stand lef)neub aus er lebnte 
93 t). — U. für frommen frettcu] ba ihn liagen fab 9j 3)er 
g.arme nicht geändert ben — jad) unter muffte leiben Un* 
gemadi 95 fo — faf) unter ba3u marb ihm jad) % D über Uli 
iöafje h 97 fpraä) 99 fehlt fönte S 100 nach 2ßie fommtö, 
ba& ifn; aus Um roeldjer ©djulbe Ijabt ifyr bem Pr. roteberftreit 
feinb nach fo gern, h 101 bod) ü. d. Z. 102 bäumte über 
bünf h 2 103 <So — bott) über Der Pfaffe rang im Sdjroim: 
men, e3 101 g. — ro. aus fom g. 105 fehlt gewiss durch Ver- 
sehen h 1 nachträglich .s auäbr. er [aus auätroefnenb] über unb 
troefnete 106 aus 2)abei fafj aus roafjr ftd) 107 aus fagten bie 
wilben unzulänglich corrigirt A 1 aus fagten h 1 ioh bie ü. d. Z. 
110 fjätten aus brei 112 Saofelbe [felbe ü. d. Z.] normt oiel 
SBunber h 1 über dieser Lesart h 2 113 ju iljm fehlt 114 in 
ber [nach an über bie] SSiberfartf) 11« aus @rft ba f. i. £>., 
bafs fagt h- fonnte h* 117 3)a Sroni Iis bei über in 
n. @. über feinen 119 wolle burti) jaglidje 9?. 120 Str. über 
IPcge frfjmäligen .V. 

S. 304. Die £W|Jcrto. # 3 ©rünbonnerft. 25. 3Kärj. fjreit. 
3. 2tpr. h undatirtes Octavbl. — ff 8 : 1 9(uf bajj id) ^rieben 
[über Hupe] finbe 11 blühte bunt 12 3- a UDer tTTetn 2luge 
15 nach <£nge[l] 18 aus üDtetn .fters fidt) letzter, f). idjro. 
20 cor mir e. 3. 23. 24 ©ein 2(uge tfjät nttd) ^eU anglüfjn £iefe 
aua) in mir ben 9J2ai [über £ctt3| erblüfjn. 27 f)ub aus fytelt 
28 aus Qti feinen milben [über Siebes] 3lrmen [aus a.] 29. 30 3H. 
^erje [aus Qetn] jeber [nach t>on] Süube [wiederhergestellt, 
darüber Sorgej baar, 3 n Siebeägtutrj [aus Siebe ganj] jer= 
fajmoljen [aus oerf unten] mar. 

S. 305. &bfri}ieö ... II 3 ©arnft. 4. 2tpril. Vgl. Mayer 1, 
48, wo 1—5 aus dem Schlüsse des ^Sonntagsblattes' (^lorenö); 
Leben S. 41 ebendaher. — nur 2lbfd)ieb S 1 2. t. bl.] am 
$rüf)ling in bem // 3. 4. aus 2)ie 2., bie in f. 2. f. ro. H 
5 aus Serfünben iljn ber fetjnfuajtäoou'en %\ux. H e batb nach 
fdion H 7 aus raebet? H 8 a^nbungöö. H 9 S)en ^r. 
fü'nben H 13 jiefjn. II u So jie^et benn, i§r gt., fr. fjin, // 



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- 348 - 



17 Gua), bie tyr eurer gellen [über frönen] ^ugenbtage H 
20 purpurn M. H 24 fef>nenb // fa)aut // S blidt Leben. 

S. 300. JJofa's ©raüe. // 3 a)iiltro. b 8. 2lpril. Sonn- 
tagsblatt ohne Nr. u. Datum (^lorens). — ©. fehlt S aus 
Sonneit 8 et. Xofen S 13 3ie nach ftc $in am gestr. und 
wiederhergestellt unter mit bem fajönjten über fottn'gen H 
u cie nach ftc H. 

S. 306. gie £rf)lu miner nbe. // 3 3amft. b. 12. 2lpril 
(wohl Nacht vom 11. zum 12.) //*. Sonntagsblatt ohne Nr. 
u. Datum. 3 fa)l. b. nach laa benn 

S. 307. £teb lm£rM|Ü»0. H* SRtttw. b. 23. »pril 
( wohl Nacht vom 22. zum 23.). Sonntagsblatt ohne Nr. u. 
Datum (jyloreno). Nägele, Tübinger Blätter 1898 Nr. 1. — 
im <sr. fehlt s 13 r-on meinem & 

S. 307. gas ftljnl. H* frreit. b. 1. 9Kai. /i 5 Frank- 
furter Zeitung 13. Juli 1897 Nr. 192. — 8 Gtong H\ 

S. 308. §it |tläbdien am gadir. // 3 ©onnt. b. 10. 9Jtai. 
— Überschrift unter Pas ^ädblein. Eingeklammert — bei 
U. öfters Zeichen der Tilgung — folgende 1. Str.: 

3n>ei fträulem ge^n an bes SatfjeS Sauf, 
Die eine l)inab/ bie anbre hinauf. 
Unb jebe fprtajt ju ber [aus 3ur] anbern milb: 
„2Bas ger>ft bu am 93acf)e ber frönen?" 

1 Du. nach 33äd?leins 2 b. Äß. über nichtgestr. ben Duell 
3 SB. über IPaffcr 5 tr. über flicffenbcm 7 ft. über mäd>ft. 

S. 308. ffirijtfi* fang. £ienft. b. 12. SJiat. 

S. 308. £n Die ferne. H » 2Rittn>. b. 22. 3ul. Nägele, 
Tübinger Blätter 1898 Nr. 1. 

S. 309. ^benbpljantarte «n paner. Wohl vom Sommer. 
Mayer 1, 428. 

S. 309. ffn 3.5 §tammbudj. Georg Jäger, mit dem 
Botaniker Hochstetter und Kind aus Chur Unlands Gefährte 
auf der Schweizerreise im Herbst 1806, geb. in Stuttgart 
1785, Professor und Vorstand des Naturaliencabinets, Ober- 
medicinalrath in seiner Vaterstadt, gest. 1860. — i/ 3 2>onnerst. 
b. 24. Sept. Frankfurter Zeitung 13. Juli 1897 Nr. 192. — 
Ein gleichzeitiges Blatt für den Mediciner J. C. S. Tritschler 
aus Öberösterreich (geb. 1785, gest. 1841 als Oberamtsarzt 
in Cannstatt! theilt uns Nägele gefällig mit: Sittjt um ben 
3roeig gebrängt grünen bie SBlätter im ftrüfjltng; aber es fommt 
ber fjerbftlidje £aua) unb ftreuet fie roeit utnfyer. So, roenn bie 
trüberen Xage fjerannatyen , trennt bas ©ajidfal ben Äreiä ber 
3-reunbe, bie in Weiterer S"9enb »ereint roaren. Bübingen b. 
26. Sept. 1807. 3ur (Erinnerung an beuten greunb Subro. 
Ufjlanb. 



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S. 310. An Zerner. 4. Oct. (Briefw. 1, 12): Sie ge= 
ftrenge Xfjemtö »erjagt mit i^rem großen Sdjroerbe alle efe= 
ganteren ©ottljetten. Übrigens* mär' e§ jefct l)ier ftille genug, 
um bas rufjigfte unb gefefctefte 2ef>rgebia)t aufarbeiten ju fönnen. 
£er 9?euenbau ift leer. Folgen die 4 Verse (nicht schon der 
vorige Satz als Vers). Notter S. G4. — l einer E. Müller, 
aber einem auch Hollands Copie. — (Kerners Briefw. 2, 331 
wird es sich um kein Gedicht, sondern um einen Prosa- 
scherz handeln). 

S. 310. Das flilb fccr (öfftarbeneit. H* ©onnt. b. 1. 92ou. 
ff*. Mayer 1, 33 nach einer Brief beilage vom December. 
Gegen Unlands Willen: Morgenblatt 31. Dec. 1807 Nr. 313 
anonym. — Öeft. nach Cobtett (so ll % M) W\ 

S. 310. Sie. H 3 ^rett. b 13. 9tou. H\ Mayer 1, 33 
s. o.' Gegen Unlands Willen: Morgenblatt 29. Dec. 1807 
Nr. 311 anonym. — l »erlieffeft II 3 entfdno. über utcfdncbctt 
H 3 oerfojn). Mayer (auch 2) 2 aus Db fie ber Sommer »er: 
liefe, roeU 3)u gerieben au£ tfjr. // 3 . 

S. 310. frage. H 3 Stenft. b. 24. 9?oo. Mayer 1. 33 
s. 0. — Unter 

3;dj frage [bas] nid)t, ob bir [ü.d.Z.] mein fletneö Sieb 
Wlit listen ftar&en oor bem [über um bas| 9ütge fuieCt? 
|I1Tit füffen Klängen fäufelt um beut (DbrVl 

frage: mann bu'3 brücfeft an betn .t>er3, [neben 3* fraac 

ntdrt: ob feines ^ittias abgebr.] 

Db bu e§ füljlft? 

H 3 4 menn Mayer. 

S. 310. ^icbföjridir«. # 3 Sonnt, b. 29. 9Jou. Mayer 1, 
33 s. o. 

S. 311. An K. Mayer, h Octavblättchen, Kgl Bibl. 
Stuttgart. Mayer 1, 29: Anfang December. — 2 SKaier so /*. 

1808. 

S. 311. Haturfrctljcit. IP grett. b. 15. 3an. Mayer 1, 45 
Brief beilage (23. Jan.). h Reinschrift 8°; Rücks. : JLied des 
Wanderers 1 (Jn der Ferne'. SBitt ruf>en . . .) und .Klage' 
greunb! bu fa)n>ebteft s. u. — 1« gerettet Mayer er aus ge H 
22 fröljlid) // Mayer. 

S. 312. 3um £bfrfiteb. H 3 3-reit. b. 15. 16. San. h 
Holland-Spindler, s. zu t Die Lieder der Vorzeit'. Mayer 1, 45 
s. 0. — 4 @etft Mayer 5. 6. neben W\c td> fo arm, mic fo 
[arm boa) unb 3/] rerm. fjerein 311 btefem Chore ajemj! (so 



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- 350 - 

Mayer) // aus s lHie tri) fo arm bocfy u.s.w. // auf über nad> 
// « neben 211 it bciucr £iebe Pemantrincj! (so M) 11 eben- 
darau8 // ii f. über entern (so // 3/) h später. 

S. 313. 5cm öniiöfr. // ' aRittro. b. 20. 3an. 

S. 313. Smfiffl. II 3 mttw. b. 17. ftebr. 

S. 313. filoflc. II 3 Dienft. [über Dtittm.] b. 23. ftebr. 
//-. h s. o. .Naturfreiheit'. 

8. 814. Bon lirr £ifbflrn. H* Sonnt, b. 6. 9)inrj. 7f 5 . 
Mayer 1, 84 Brii-fheilage (22. Apr.: i>ier erfjältft bu roieber 
einen ganjen Iranoport). — j8. ^t)r b. 2. H a . 

S. 314. gern ^irijter. II 3 Sonnerft. b. 10. 9Här5 (auf 
der S. vorher ein Gedieht von 5 oder 6 Z. — dasselbe? — 
völlig getilgt). Mayer 1, 84 8. o. 

S. 314. |littrr unb gnmf. H 3 Jreit. b. 11. SRärj. 
Mayer 1, 84 s. o. — 4 f. über tiefen II b bu 6. H u bu 
Xt. H. 

8. 314. Ciebcöfrucr. 11 3 3Hont. [über Sienst ] b. 13. — 
[13. — ü. d. ZT) 14 mry IV\ h an Kerner 18. März (Briefw. 1, 
24). Mayer 1. 85 8. o. Notter S. 7b'. — Siebesfeuer. Sonett 
H 3 Mayer 2. Sonett fl* n bann störend aI3 corrigirt 
Notter. 

S. 315. gern fUinAljr. J5f 3 2Hont. b. 28. 30. aRärj. 
Mayer 1, 85 s. o. — 18 fa)roäd)ern H. 

8.316. 2hr griff. // 3 ©amft. b. 9. 2(pril. H\ Mayer 1, 
85 s. o. — i 9R. unb b. 7/ 3 . 

S. 316. Porotn. 77 :l SRont. b. 23. 24. 2Hai. 77 f \ Mayer 1, 

96 s. o. — 7 roiber 7/ 5 10 mar 3/ iü inä 77 3 3/. 

S 816. Kreislauf. // connt b. 14. 2lug H\ Mayer 1, 

97 s. 0. — s» 3a! ö. 7/ 3 aus neml. {II 3 ) H* 11 roiber aus 
roieber 77 5 u n. nach reges 77 3 ig roiberf. 77 \ 



1809. 

S. 317. |UcilK. 77 3 TOtro - °- 25 - 3 an - 7/5 dick getilgt. 
Mayer 1, 116 Briefbeilage (29. Jan.). — 1 tönet über quillet 
77 5 :i Äufj nach 21Tnub 77 r \ 

S. 317. |(ttflcUJt|jljett. // 3 ©onnt. b. 29. San. Mayer 1, 
116. — 2 roujjte über roeifc 77. 

S. 317. Aus dem Singspiel .Der Bär' mögen zwei von 
U. eigenhändig in ein Ms. eingeschaltete Lieder (Keller S. 236 
Claras Romanze, S. 244 .Luis declamirt mit Musik') Platz 
finden, die stärkeren Anspruch auf selbständige Geltung 
haben , während seine andern lyrischen Zuthaten nur aus 
dem wesentlich von Kerner gedichteten Libretto zu verstehen 
sind. Dass unsere Nrn. erst bei der Revision 1813 entstanden 



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_ 351 - 



seien, ist sehr unwahrscheinlich , nicht bloss weil das Tag- 
buch schweigt, sondern weil auf demselben Bl. wie die Ro- 
manze von U. auch das ,Lied von der Trommel' ( 4 Wann die 
Trommeln wirbeln', Keller S. 220) eingetragen ist, das nach 
Th. Kerners Zeugnis — Das Kernerhaus u. seine Gäste 2. A. 
S. 185 — Kölle zum Verfasser hat. Einen Neudruck des 
Ganzen plant Ernst Müller. — 1. Homamjc über (Slara (fingt). 
4 mit Bleist. aus f). fic gern g 2. Suiö fingt im 23änFclfäntjcr- 
tone. n 3ft er niajt jum e. Keller. 

S. 318. gic Ucttmrne graut, ff« greit. b. 11. 2tug. 
Vgl. Mayer 1, 129. An Kerner 22.-27. Aug. (1, 72) ftür 
beinen fjerrliajen (Sanalter [Per Ring'] erf)älift bu l)ier eine 
SBraut, aber eine falte, nämlia) eine fteinerne; danach Notter 
S. 104 willkürlich. - 3 im SltfeeSföetn JS £a)ein nach Stral 
// 10 aus lag' H £o tiefer unter ftummcr (worüber illcrj 
// trauter N füfyler über fiiffcr // 81. 22 neben Sd>on 
glättet btc Sonn" berror, Wcdt ihre Kiuocr auf. // >a aus 
i. t t). [nach füffl 5?nabe, fomm, // 20-2« neben II. bl. wad>t 
er auf, Siegt überm (Srabc fein, ftält norfj bic J3raut umfaßt, 
(Ein faltes 23ilö non Stein. // In der späteren Fassung 26 
über 3eglänit rom ITtoubenfdjcin und 27 aus (5r I. auf feinem 
(überm nach auf öcm) //. 

S. 319. Pas fPunftrrbU*. // 3 grett. b. 13. 3ug. Mayer 1, 
138. — //' 2 ft. über fdiönen :> aus ©3 fdjauet sro. 391. m. 
5—12 unter 

Der fromme 2l\iUer len!et gern, Der IPaller leuf 
Der bcilgcn [darüber ftiüen (Dpfcr| Stätte 311. 
Reil feinem (Srufi! nod> in bcr ^cnt 
(Erfüllt ihn Bimmelsrub/. 

3üugft flcrjte bort, mit 2lng' unö Hluub, 
03in Knabe, tiefgebeugt [aus f>ingeb.]. 
IPclcb borjcs IPÜnbcr'trmt fid> füub ! 
Die Bcilgc milö fidj neigt. 

"» f). über rorüber « aus frol) 7 noa) nach es folfget] 8 aus 
£aä ^immelsbilb 9 aus 3. fniete bort e. f. Änab'. 

S. 319. germonn »an Sariifeuljeinu Hermanns 4 Mörin 
regte U bland erst zu einem Prosaroman an (vgl. an Mayer 
14. Sept. 1808: £eute fam mir eine fonberbare ^bee 3U einer 
2lrt uon Montan. £aö tnii| aber Stiles fajiüeigen. 1, 94). Fünf 
kurze, sehr jugendliche, an Fouque mahnende Capitel liegen 
im Nachlass |ip. v. ©. ©in ©tütfajen ber Sieb' unb Xreue): 
1. behandelt die durch den alten Ritter Hans vollzogene 
Entsendung seines Sohnes Hermann mit dem lustigen Knappen 



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— 352 — 



Amur; 2. nach einem Scheidegang Hermanns durch das 
liebe Thal begegnet ihm im Garten „ klein Hannchen ein 
holdes Kind von fünfzehn Jahren, die Tochter eines Waffen- 
bruders des Alten, und setzt seufzend die Giesskanne hin, 
worauf ein weichliches unerotisches Valetgespräch erfolgt; 
3. während Hennann als Ritter mit der eingelegten Lanze 
und Amur als Schütz mit Köcher und Bogen dahinreiten, 
sagt der Knappe g^gen Abend , jede Reise müsse ein Ziel 
haben: einer ziehe gen Rom, ein andrer ans heilige Grab — 
H. aber solle ja das höchste Weltwunder, die zarten Frauen, 
kennen lernen und deshalb an den Hof gehen, wo A. früher 
gedient, zum Venusberg, dem prächtigen Hof halt der Königin 
V., bei deren Stern H. schwören muss, und danach* hattet 
ein goldener Stern auf H.s Mantel ; 4. die 4 beiden Waller 
zur Venus' erreichen im Wald einen offenen Platz . wo auf 
einem grünen Hügel eine alte Capelle mit einem Bronnen 
steht und an der Stelle des frühern Gottesackers Lilien 
blühen; hier betet H., von Amur verlacht, zu St. Georg und 
befreit dann die von einem Ritter mit Gefolge aus dem 
Kloster entführte marienhafte Jungfrau Agnes, deren her- 
beikommende Brüder ihn mit heimziehen wollen ; 5. zu 
seiner Ermunterung erzählt A. die eingelegte Geschichte 
von dem Meerfräulein Thetis, die sich mannigfach ver- 
wandelt, aber, nachdem Peleus alle Proben bestanden, zu- 
letzt als milde Maid aus den Flammen hervorgeht; er leitet 
das mit einer längeren Uhlandisch-mephistophelischen Minne- 
lehre ein und schliesst seine zahme Schilderung: fürwahr 
lieber H., wundervoll ist diese Geschichte, so ihr aber zum 
Berge der Venus kommt, könnt ihr Ähnliches erfahren.' 

An Kerner 22.-27. August 1809 (1, 74): 2>en 9ioman 
£>. t>. 3., bcn ia) einmal in s }>rofa anfing, Ijab' iaj nun in 9io= 
mannen angefangen. (*3 mürben ungefähr 20 ober mehrere 
merben. Sparis gefjört urfprünglid) aua) batyin. .frier eine fleine 
ißro&e : „(Slärdjen roanbelt burd) ben ©arten" . . (danach Notter 
S. 106: Nr. 2 mit der von ihm herrührenden Überschrift 
4 Erste Romanze', ohne Varianten). An Mayer 9. September 
(1, 134): „enblid) f)ab' id) angefangen, ben Vornan £\ o. S., 
mooon ta) bir einmal ein ctüd in $rofa uorlaö, baö bir aber 
nidjt gefiel, in SRomanjen aufarbeiten. £u er|ättft fyiebei 
einige groben, ^ariö gefjört urfprünglid) aud) bafym." Unsere 
3 Romanzen theilt Mayer 1, 135 — 137 mit (eine Collation 
Hollands liegt vor); sie entsprechen dem 2. und 3. Prosa- 
capitel. 4 Ritter Paris' gehört natürlich nicht, wie man ge- 
wähnt hat, an den Anfang, sondern wird sich (1. 2. Juni 
1809) aus der empfindsamen Befreiungsgeschichte im 4. Cap. 
frei entwickelt haben. St. Georg lässt von fern an die 



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— 353 — 

spätem Pascal-Vivas-Romanzen denken. Dem 5. Cap. ist 
folgendes Fragment entsprungen (vgl. t Die neue Thetis' 
1811): 

W\t [nach 21m] ©c^meräen gieng be3 Donnergottes @nfel, 
$er fc^öne ^eleuä auf |aus am nach r?iu] bem flippen; 

pfabe [unter Secaeftabe| 
6r trug ben Dpferfrug am golbnen Jpenfel. 
Unb [brcimalj al$ er ftanb auf f>of>em Stein [aus fam jum 

f) JelS] ©eftabe 
2)a gojj [über fpenoet'l er bem propfjei'fajen [über nicht- 

gestr. greifen] SJleereSgotte 
2)en [nicht aus 2>e§] golbnen äßein [aus Sßeinä] f)tnab jum 

Sßellenbabe. 

(Srfdjeine, Proteus, auö ber 3)iufa)eI©rotte 
2)idj fleljt beS ^ünglingg liebentbrannte Seele [aus @s fl. 

bitt) eineö 3- ^iffe Siebe] 
Sie ju beroafjren [aus befd)üfcen] t>or ber Sajönften Spotte. 
25a taufye ^eleuö auf au$ ftilier fcöfjle 
Söie? mufi [?] ia) ©ötterföljne jammern fjören? [aus 2Bte 

fommt eä bafj bte ©. Hagen?] 
D lafj mia) nuffen, roaö fo fe§r biß) quäle? 

D nimmer roürb' ia) beine 9iuf)e [über bicb mit Klagen] ftören 
2Benn jeneä ßteinob 

l^uartbl. im Tübinger Sammelband ; Rückseite .Der Wald' 
(2ßa3 je mir fpielt' vom 5. Sept. 1809) und drei Verspaare: 

SBift bu biefe lange 3eit 

in bem ©arten umgeritten 
daneben Sab eä roa^rlia) mir [nie?] gebaa)t 

$afj tdj bidj fo innig liebe 
darunter SÖeil bu alfo blüfjenb bift 

3Rujj bein 93aum in 931üte ftef)en 

die zu un8ern Romanzen gehören werden; um so mehr als 
dieselbe Rucks, oben folgende Liste bietet, die den ganzen 
Cyclus andeutet: 1. Sater unb Sofjn. 2 (Slärdjen. 3 2l6ftt)ieb. 
4 (Stern. 5 St. ©eorg. G £ie6e$lef)re. 7 ßujj. 8 (Snbunüon 
[gestr. u. wiederhergestellt]. 9 Äampf. 10 33leiö)e. 11 @tfart 
(nach IPeh]. 12 ©eneora [vgl. Tagbuch 24. Apr. 1810 und 
in den Lesarten zu 1810 k Ritter Wieduwilt']. 13 (Efjriem; 
lltjlanb, ©ebidjtc. II. 23 



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— 354 — 



f)ilbe. 14 Helena. 15. (Stfart. 16 vorfielt. 17 93aum [nach 
KlofJ. 18 Älofter. 19 bräunt. 20 Brunnen. 21 ©arten. 

4, 35 lichter zu emendiren? 

5. 322. fU fonrttr. //» 3Ront. b. 27. 9ioo. Aber Tag- 
buch 27. April 1810: 2lbenb$ ba$ (mißlungene? so) Sonett: 
2)ie Sonette gebietet. 

S. 322. §er fuß. # 3 2>tenft. b. 19.— 20. 2>ec. i j. 
nach fjofjen 25 G. — füffen über Schnell tmü er füffen ihren 
w f). über füffe. 



An Mayer 29. Jan. 1809 : 3a) cncfjte inelleiclit all $rolog 
[zu dem Buch der Balladen] eine 9(rt oon Apologie biefeö 
meinet £angä ^um 2ntertf)ümlid)en , ob er gleia) naa) meiner 
Überzeugung feiner Apologie bebürfte. 1, 109. — 

Auf einer leeren S. der Kntwürfe zu .Schildeis' Skizze : 
30) weife 

llnb roa§ ein 3terblid)er anö 2id)t gebracht 

fintt im ^eitenlauf jurütf in 9?aa)t 
£aS fdjönfte §auö 

3d) weife [e$ nichtgestr.] bafe all ber Ijimmlifdjen @ebitt)te 

«o ifjeur erlauft bura) «Streben 

Sßon roengen, ober deinem wirb [über mehr] gebad)t 

£afe nid)t8 fo niajtig ift alö 

; x \a) roeife bafe Sajön^eit 3«9cnbblüten gleid)t 

Gin borgen fiefjt aufblüfienb fie unb faüenb 

Safe Sieb' ein Seeleneinllang [5eelcn^armonie?J fdjnell cers 

fjaUenb [f). wiederhergestellt vor mehenbj 
2£o bie Vernunft bem Sinn unb SßHUen roeia)t 
2)od) fann mid) ad biefe nid)t fo fefn* betxiihen 
2llö bafe id) Seibeö: fingen mufe unb lieben 



Aus unbekannter Zeit vor 1810. 

S. 323. §IÜU. Blättchen Holland-Spindler; Jugend. — 
6 all biefe unter traulidj aus Ijeiffesi. 

S. 324. Duett, h Octavbl. im Bündel dramatischer 
Kntwürfe; Jugend. Keller S. 66. — io SBergeblau 15 aus 
Unb auf ber 17 fdjl. über siebt? 19 e. über morgen 21. 22 
neben nichtgestr. iie ferne 2Belt oerlieret 3f)r fremb ®ef)etm- 
nife mir (unter 3 nr graulich v frcmocs IPas?) 21 2. bie über 
Pic oiijtre 23 l nach führet. 



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- 355 - 



S. 324. Schattenbilder? h Octavbl. z. Th. sehr un- 
deutlich. 1808? Vgl. t Alfer\ Keller S. 85 f.V — l f)er nach 
auf über f)tn aus id) jeige bir bic fromme (darüber erst cble] 
3. 1 gem. nach was 6 m. über heiliges 9 aus S. 9?ame: 
^efuä Sfalftufl benn fein 93. 10 unter Bat Feine Knnft 3n 
marilen ftdj erfübnt (aus erfrecht '<) 13 aus So gtüdltä) waren 
unb gefegnet all u §fym über (Sott 15 aus roanbett fidj im 
17 unklar aus Unb [über 2U\ intern (Drt Sief)] biefer Grbe 3">. 
f)ebt fid) 18 tf)re 19 neben 18 mit nach bes 20 m. über 
leer unb 21 aus unklaren Ansätzen 22 aus 35. 33. ju be= 
glüdfen unb ju fcfjüfcen 2a unklar aus roaS ift bie fromme @t)r. 
(dies Wort gestr. und nicht ersetzt) 24 Änderung in ber ©. 
ft. er bort wieder getilgt 25 61. u. f. neben au ber Kriicfc 
darunter gestr. 2« (dann wiederholt) und 3m grauen Kleib 
nd> an bie £aubc [?] lebnenb aus $m £t. ber Trauer, au ber 
2. I. 27 fid) über um nach ab so 28 Sdjäje? 30 unter 
€mporgefdjroebet uub mit [Sebnfndit| füffem Seinen 31 aus 
ber fromme ©r. empor 32 darüber €r rjojfet balb nun [so] 
iu ber [über bem Gimmel] ö. fajro. 33 aus ber Setnftod 3« f). 
über fpottenbem 10 unter Der b. 03. mit Kabenftttgcit bin. 

Bruchstücke vor 1810. 

Knabenhafte Skizzen zu einem Epos ,A 1 b 0 in 1 (s. Nägele 
S. 33) in Hexametern nach Paulus Diaconus (Juli 1803) II 1 , 
den Gegenstand von vier Gesängen und einige Verse ent- 
haltend, sind nicht mittheilbar (vgl. Briefe an Fouque, 
20. Nov. 1812 S. 498: Sef)r begierig Mit td) auf Sfjren Stlbotn, 
ba aud) ta) in meiner früfjften ^ugenb über biefen gelben Stetes 
getefen, gefammett, ein ©ebiajt entworfen unb angefangen f)abe). 
Ebenda, nach Saxo (vgl. Starkadr' Schriften 7, 242 ff.); 
der Plan zu drei Gesängen eines Epos von H e 1 g 0 und 
Starkater (s. Nägele S. 34) und der Anfang: 

Äennt ifjr ba3 £anb, wo fta) mit trübem Sia)t 

25ie Sonne über 9ie6elberge geufjt, 

3ßo ero'ger Sturm balb mit ben Sälbern fämpft, 

'Salb ernfte Sogen an bie Ufer [ablägt? 

2lu§ \$el\en girrt ntcfjt füffer Suftgefang, 

$)a raufa)et nur ber Stare gtügeliajlag. 

nebst den charakteristischen Fragmenten: 

£a Helfen fte, in btutgen Staub geftredt, 
Surdj feftttdjen ©efang »on tf)ren 2f)aten 
3n CbinS galten ftd) fjinüber fa)Iäfent. — 



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- 356 — 



Sort l)at ber ^eilige ©efang geflammt 

3£ie unter (Bdmeegebirgen .v>eUao Sdjlunb. — 

frarmonifa) fämpfteu fie beim £c§lad>tgeiang, 

äötc unterm Sturm ber 3c^iffcr ferner Stuf. — 

(S3 ift bie Äunbe t>on ©tarfaterö Sfrnt, 

2Bie er bem ^reunb bie füffe SBraut erfämpft. 

2>ie 3 u «flfrou idjlang mit blauem Siebeöblitf 

Oft gülbne Äetten um beö Sängers Warfen. 

roie fo uerftummt 
3ft all ber Sieber, all ber Raiten 2on. 

Auch die lange Inhaltsangabe eines an Valerius Flaccus 
angelehnten Argonauten-Epos und die Ausführungen da- 
zu aus der Frühzeit (im Bündel dramatischer Fragmente) 
entziehen sich dem Abdruck; als Probe dieser Hexameter 
diene der Anfang ohne seine Correcturen, aber mit einge- 
tragener Interpunction: 

ftetaje mir, 2(ugur 2lpoU, bie 2a)ale faftaltfcfjen SBaffero, 
2)afj fie mir l;elle ben Sölicf 311 burcf)fdmuen bie Webel ber 

33or$eit! 

Senn ia) will fingen, rate $atud Solm feine fitebe geratet. 
£>a! fdran raallt er vorüber ber öelb bem begeifterten 2tuge 
5 Unb öefione mit iljm, bie lilienarmtge Jungfrau. 
§a! fajon fei)' iaj 2tlcibes bie Keule, bie fräftige, fajroingen, 
<Set>e ben Äönig jerfleifcfyt oon 9llefto9 ftrafenber (Seifiel. 
Stellt, iljr 9)iuien ! mir beu : id) beginne bas X'ieb ber SBe* 

getfirung 

2)üfter, 0 £e!amon, roar unb trüben SHicfes bein 2luge, 
10 (Seit Saomebon biet), ben freier ber 2oa)ter uerfd)eucf)te. 
Öelj, fo fprad) er, unb lafie biety nt$t .speftoneö gelüften! 
2Jtetnft bu, ^liumo ftürft, bem bie ©ötter bienftbar geraefen, 
SBerbe ben tjerrlicfyften 8a)afc, ber nur mächtigen fronen 

befttmmt ift, 

2(n ben ©dnuadjen ueridnoenben, ber ifm ntdjt 3U fajüfcen 

oermöcf)te? 

15 3ft bein SS erlangen jebod) fo ftarf naa) beö aWäbc^ens SBeftfce: 
©0 erfämpfe fie bir auo Srojas gigantifcfjeiu 3 n) " 1 9 cr * 
2lber fef>e bid) cor, bafj nid)t bein SBlut if>n befprüfce! 
2)rauf antraorteteft bu, 0 £eIamon, roütfjenben SBlideo: 
Staate, harter Snrann, ia) fdnoörö bei ben ftngifa)en Gaffern, 

20 Staate foU cor ben gröblichen Spott, bu Stoiber, bir raerben 
Unb §eftone rairb mein, unb folU* id) ben Crfuo empören. 
Unb getlmn roar ber Sajiour; roie raillft bu if>n aber erfüllen? 
2£tr erftürmen bie ÜJurg beö übermiitljigen Äönigo? 
£as jergrämte bia) ifct, bno löfdjte bas ^euer ber 5lugen, 



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— 357 — 

25 £ao oerbrängte bao SRot^ oon be» eingefallene» 9£angen! 
?Jäd)tlid) unb täglid) erfdjien bir bao $8ilb beö liebenben 

üJiäbdjenö, 

3i'ie fie fjofmutgeloä um ben einig geliebten fid) fyärmte ; 
iNädjtltdj unb täglia) erfdnen bir baö 33ilb bes ftoljen Iprannett, 
Sie er mit f)ö^nüd)em 33 lief ano Schwert ju greifen bid) 

mahnte. 

so 3)iand>er Gntiajlufj ftieg l)od) in bir auf, wie im Sturme bie 

2£ogen, 

cajnell toie bie iföogen jebod), fo fanfett aud) beine ßntfdjlüffe. 
s Jfadjt toarö bir in ber 93ruft. Xoti) es mar bir ein Schimmer 

ber greube, 

2Uo Slmofmtrions - 3of)n bia) mit ^olauö befua)te. 
Saut erfd)oll baö Öemaa) oom ftarfen dritte beö gelben; 
35 <vüra)terlicf) fjieng inö ©efidjt ifjm bie 9fläf)ne bes golbenen 

Sötoen 

Unb in ber iUedjten trug er bie aü>rfd>metternbe Äeute. 
Irben fajj Selamon mit ^ßeleus, bem liebenben [aus liftigen] 

SBruber, 

Unb mit bem alten (rrjeuger benm neftarfdjäumenben 33edjer, 
SUöbalb fprangen fie auf unb örufj erfolgt' unb Umarmung, 
40 Unb ^eleus frebenjte ben ©äften bie buftenbe 3d)aale. 
^ein ! idj berühre fie niajt, beoor tf»r mir 9tadje gefajrooren ! 
9iuft ber 2irnntf)ifd)e ftelb, unb eS jittern bie Cuaber ber 

.^alle. 

5Rad)e! ruft Setamon: benn lieOUct) ertönte baö SBort ifjm 
N 2öie ber öeerbe ®ebrült' im v ii?albe bem fmngernben Dörnen ; 
45 3Had)e! ruft er! an mem? an bem 3J!anne, oerfefcet 2(Icibeö, 
Sem fein 3d»our ju tf;euer, um tfm nidjt fa^änblia) 

bredjen, 

2)em fein Wenfa) unb fein @ott 3u heilig, ifjn nid)t au 

betrügen : 

3(n Saomebon. 3»rad)ö. Unb fürd)terlict) rollet fein Sluge, 
Ärampflmft 3ittert bie faul' in ber iUeajte ooll fa)ioelIenber 

2lbern. 

50 2lber Xelamon ftürjt oon neuem Seben burd)brungen 

3n ben neroigen [darüber ft . . . ?] 2lrm bes 5Rad>e fa)nau* 

benbeu «gelben. 
Sege, ruft ifct ber Öreiö mit filberlodigem 3d)eitel, 
£eg', o 2llcibes! bie 3Butl), unb bift bu fälter, fo melbe, 
2ßeld;e 33eleibtgung bia) erljifct jur lobernben 9kd)e? 

55 Unb auf baö $olfter fanf 2tlcibes unb mifdjte bie 3ttrne 
Üftit berÜJläfjne bes Sötoen fia) ab; unb begann ?u ersähen. 

Auch ein Doppelquart im Tübinger Sammelband Ji^tcn auf 
Belums £aupt u. s. w. mit einer Schilderung der Nereiden 



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— 358 — 



gehört hierher, dessen dritter Seite ich folgende unbezeich- 
nete Übersetzung aus Sophokles Oedipus Rex 151 ff. 
(ohne die Correcturen) entnehme: 

Stimme beä 3eu8, wag roehteft bu lieblichen 

£aute$ vom golbglänjenben ^Süthon 

$>tn nac^ ber höflichen %f)ebä? 

9la)! mein jerriffeneS, bangeö ©emüth 
8 SBcbct in gurcbt. 

Öelfer, §üter [?], bu Gelier Sßaian! 

£ia) ja oerehr' ich m ^ ©raun. 

SBad für bie ©egenroart unb mit ber §oren San* 

£aft bu mir roieber »erhängt bes @efa)ufeS: 
10 Sag' e$, o golbener Hoffnung Äinb! 

Sag eö, unfterbliche Stimme! 

Seo mir berufen juerft, 

Softer beö ,3euS, unfterbliaje $aüa§! 

Xu mit ber erbumiuaUenben Schwerer 
ir. SIrtemiö, bie auf bem roölbigen Sifc 

thronet ber 2lgora in ©lorte, 

3JHt ^Phöbuä bem gernhintreff er ! %o\ 

Sobtabroefjrenbe brei, erfcheint mir! 

^erntet [?] ihr vorigen ^ammerS Sturm, 
20 flammen beö ^luajeä oon auffen her, 

D! fo erjeheinet auch tyt! o roe^e ! 

Auf ein spukhaftes Rittergedicht deutet der abge- 
brochene Anfang (b. 30. DU. ohne Jahr): ftugo macht fict) 
in einer mcmbhellen Stacht mit feinem jüngeren »ruber Suitbert 
unb feinem Jyreunbe Seo uon @lm ju ^ferbe auf nach ben £rüm: 
mern ber alten SBurg SBalbenftein. £ier »erfammlen ftd) in 
einem unterirbifchen ©eroölbe bie ©elfter ber 93äter, fo oft ä?oII= 
monb tft. 

Ich erledige sogleich andre Bruchstücke der Frühzeit: 

9ßaä birgt bao fcörnlein 
2)es SJlonbeä fia) fo? 
SU>o weilen bie (Sternlein 
Ser Hoffnung, reo? 
5 D Diacht! bein Schauer 
Sfi'Ä, ber fie uerhüUt! 
D 9facf)t! meiner Trauer 
»ertrauteo »üb! 

H 1 nebst der Bleistiftskizze: 



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— 359 — 

Gö fdjroeigen bie Sieber, 
2)a3 ©löcflein tjerftummt. 
Jpord) roieber! Ijora) nüeber! 
9i>a3 fummt, n>aä fummet (so) 

7/ 1 bietet auch die wohl für ein Stammbuch bestimmten 
Verse, die vielleicht abgeschlossen sind : 

3-erne von meinem l)at jroar bein $fab fid) burc$3 geben ge« 

rounben 

Todj bura) Erinnerung bleiben ftetö unfere fterjen »erbunben. 

Ariadne. Doppelquart HollandSpindler, auf dem 2. Bl. 
nur ein paar abgebrochene Hexameter (£taunenb erfjebeft bu 
biet) unb bein erfter »lief und $ebe fünftige ©tunbe nerfluajt 
unb jebe erlebte); nach Hollands Vermuthung: 1810 — 1812, 
doch scheinen mir Schrift, Orthographie, Stil, Metrum deut- 
lich für die Frühzeit zu zeugen. Ich füge ein paar Inter- 
punetionszeichen ein. 

2ßo letteft bu mid) l)in an jauberifajer .ftanb, 

D ©öttinn ^ßfjantafie! meld) wunberuolleö Sanb 

Entfaltet meinem SBIicfe ficr) ! id) fer)e 

Seia)tfüfeige 9?nmpf)en auf blumiger ööfye 
5 £te 2lrme »erklingen in feftliaje 9ietf)n, 

<S$on f)ör iaj ber Snloanen ftlötentöne, 

SUiebergeljallt nom nädjtliajen >>ain. 

3)od) bort! meld) fd)aueröolle Scene ! 

Sort fämpfen ber ©ötter fraftoolle <2öf)ne 
10 gjlit liefen unb (Sentauren, mit .ftnbern unb Seun. 

|I>ort ferj id? droja, utmr»ogt von Fricgcrifdiem (Setümme! 

I>ic <5ricd?cu [türmen heran heran in fcbrecFIicber Wniti 

Wie gegen bas Ufer bes Gtyans ^lutfj. 

Sdjroerbonnerno feb id? ben König ber Gimmel.] 

Sort fei)' ia) Xroja mit ragenben Stürmen, 

Ser 2a)lad)truf tönt, bie 2tdjaier [türmen. 

Sdnuer bonnert 3eD3, f e * n 33ti^ftral flammt. 

2)ort fdjroanfen auf 3erbred)lid)er Jyäljre 
15 #neen unb Ulnffe bura) fturmempörte 9)leere, 

3?on göttliajem $orn 31t 23efd)roerben uerbammt. 

^d) roenbe baS 2tuge, mein Saitenfpiel 

öefingt md)t ber kämpfe rotlbeo @erc>üf)l. 

£ort roeilt mein 93lttf, roo auf 9iaro3 Riffen 
20 Sie Greterin nad) ben fcfnuinbenben 3d)tffen 

SBersmeifelnb blieft! meld) bange* ©efü&l 



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— :m - 

Irrgreift meine «Seele! ja beute Siebe 
23efing' ia), bu 9(rme, von (»eiligem triebe 
2er t>immelentfprofcnen Söegeiftrung burc^glüt)t. 

Jephta. Quartbl. aus der Frühzeit (gewiss nicht , wie 
Holland meinte, etwa 1815), fast interpunctionslos, z. Th. 
doppelt skizzirt. 

Öibft bu ber Slmmoniter töeetc, 
£err Qebaotf), in meine £anb, 
So fen 311m Opfer beiner (Sfjre, 
Wann ia) alö Sieger n>ieberfe§re 
s ^nö vielgeliebte SPaterlanb, 
SL'er mid) an meinet ftaufeS -Thoren 
3nerft begrüffer, au3erfof)ren. 
Sein fiebenfadjer ®otte8*$luc$ 
»eftrafe beei (MübbeS Sörua). 

Später fällt ein Octavblatt Holland-Spindler: 

Sie £anb ber 3eit tonn manage feilen 
Ser Söunben, bie ba$ Sdjitffal fdjlug. 
Sie ^rü^Iinge, bie hinter eilen 
llnb aua) baö $erj füf)lt ifnren 3ug. 
5 füllet feine Quaal fiaj löfen, 1 1 Z. Spatium} 
Unb ma«3 ein roilber Sajmerj geroefen 
Söirb SBe^mutlj unb (Erinnerung. 

Unb aua) für jene tieffte SBunben (abgebrochen). 



Zum Schluss noch ein paar Nachträge aus einem mir 
eben erst von Frau Renner-Vischer gütigst übersandten Brief- 
schatze. Am 18. Sept. 1838 schreibt U. an den Vorstand 
des Vereins für das Stuttgarter S chill erdenkmal Hofrath 
v. Reinbeck: £orf)geef)rter herein für SdjiHerä Senfmal r)at 
mir bie groffe Sluäjeiajnung miberfa^ren latfen, mid) jur 2(bs 
faffung einer Gantate ober eines anbern entfprea)enben ©ebiajtö 
für bie feierliche ©ntpllung ber nun balb auffteigenben (Statue 
unferS groffen Siajterä einjulaben. 3e feftUdjer biefe eins 
weifjung begangen werben foU unb je allgemeinere Slufmerffam« 
feit unb S^eilnafmte berfelben äugeroanbt fenn wirb, um fo mefjr 
mufj ta) 2lnftanb nefjmen, Riebet als 2Bortfüf)rer aufzutreten, 
ba td) feit mehreren 3af)ren burd) anberroeitige Arbeiten ber 
poettfdjen Übung entfrembet roorben bin unb aua) fonft mid> 



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— 361 — 



niematö berjentgeu Sicherheit 311 erfreuen Ijatte, welche ba3 &e- 
lingen einer folcrje» jum Sorauö gefteUten Aufgabe verbürgen 
fann . . . Am 9. September 1856 drückt U. mit herzlichen 
Wünschen sein Bedauern aus, dass er nicht persönlich zur 
Geburtstagsfeier (18. Sept.) seines lieben Kerner kommen, 
aber aud) in ©eftalt cineo Prologs mict) nidjt füglich einftelleu 
fann, ba mir bao £id)ten, bao, gleich 2lllem, feine $eit hat, feit 
$afjren fd)on fremb geworben ift. Ohne Adresse. — An Maurer 
v. Constant in Scharihausen 7. Febr. 1842 Dank für die; 
geschenkten Zeichnungen einer Dame: ^d) glaube babei 
nicht burfl) ben Umftanb befangen 511 fenn, baft eS meine Sieber 
finb, bie jum ©egeuftanbe ber geupnung gewählt mürben, eben 
biejj tonnte ja aud) eine eigenfinnige Seurtljeilung hervorrufen. 
£ie 2lnfia)t aber, bie fid) mir auf ben erften Slicf ergab, ift 
mir aud) von 2Cnbern beftätigt tvorben, bafe biete Silber von 
einer feltenen ©abe jeugen, in menigen ausbrutfäoouen ©eftalten, 
oljne 9iebemverf, ben innerften ©ebanfen eineä 0ebid)t3 auf beut 
Sege einer anbem, ber bilbenben Jtunft jur (*rfd)einung ju 
bringen, Siefeö ausgejeidmete Xalent betväfn-t fid) nicht blof? 
in benjentgen £arftellungen, toeld)e an fid) frfjon emfter unb 
naa)brücflia)er $um ©emütr)e fvrea)en , fonbern aud) , für nüd) 
am überrafchenbften, in ber ebenfo einfachen alö glücflidjen 33er 
meifterung einer Aufgabe, bie man faum für lösbar hätte galten 
mögen, ber bilblid)en Sluffaffung beö üiebeö vom 9Ung e. Sie 
Einfachheit beö 2Cusbrutfä hat auch ber Sebenbigfeit beffelben fo 
roenig ©intrag getrau, bafj id) in mehreren @efid)tern tvol)l ; 
getroffene Porträts ju erFennen meinte. Am 12. Oct. 18 00 
schickt er der Ebnerschen Kunsthandlung in Stuttgart dan- 
kend die Handzeichnungen Macholds zu k Roland Schild- 
träger 1 zurück, nachdem er die Heimkehr eines Freundes 
(Mayer?) abgewartet hat, ber in SBeurtfjeÜung von Ahmftfad)en, 
ivomit id) mid) nicht f)erüorfteü*en fann, befier geübt ift. @ö 
erfreute mich nun fet)r , ben (Sinbrucf, ben jene Silber burd) 
innere Sugenbfrifdje, ivie burd) bie Schönheit ber Ausführung 
auf mic^ Qemaajt l)atien, fogleiaj in ber lebhaften 2lnerfennung 
beö ^reunbeS beftätigt ju finben. 92ur baö Sebenfen blieb mir 
übrig, ob nid)t auf ben fajlidjten ©egenfianb, ber meiner eigenen 
Erinnerung faft fd>on entrüeft mar, suviel Sorgfalt unb ÜRübe 
vertvenbet fei. 3m (Steinen gejmrtc id) mir allein bie fivaQe, 
ob ma)t auf ber legten £afel, gegenfäfclid) 51t bem leeren Sd)ilbe, 
ben Öraf ©arin gebracht hat, unb ju bem in bebeutfamem Trauer* 
fa)atten etnreitenben 93ater SRilon, ber märchenhafte Sonnen; 
glanj beö 9iiefenfletnob3, baö jRolanb fc^atfr)aft einlegt, äugen« 
fälliger aufleuchten fönnte. 

-5>*«s« 



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Chronologisches Verzeichnis*). 



1800. 

Der Mutter zum Neujahr ( oder. 
1799). 

Bitte um die Herbstvakanz, 
gciptoä äßa^l. December. 
SRetn« Butter. Ende Decem- 
ber. 

1801. 

3ufriebenl;eit. Januar. 
Simeon. Januar, 
^ürgerfrieo.. 

'■Katerlanbäliebe. März. 

'.Bitte um bic <vrü$lingdDafan3. 
März. 

£aä roabre ©ut. 

Ter $rei§ ber Sugenb. April. 

£er äßeea, be$ ^afterö unb ber 
lugenb. 

oefu ÄreujeStob. April. 

^efu 2luferftehung. Mai. 

tWenjdjenfredjbeit. Mai. 

Sie vier 3 a O r *>}eiten. Sep- 
tember. 

tütcirtuö. October. 

Sie ftreunbfchaft. 

^>nS Stammbuch einer ^reunbin. 
December. 

Weinen Gltern. December. 



1802. 

3m Xannenbaine. 

Ser Siebter. Pommer. 

(iJang ber SBelt. 

9fooembergebanfen. 

Saö iüeb uom armen Sater. 

1<5. December. 
SKeinen Altern. 
aJleinem ®ro|oater. 

1808. 

Sitljnrambe. Februar. 
Öermann unb Utfja. 15.— 17.F»>- 

bruar. 
9iomanje. 

9(n fr fr. Ostern, 
deinem (Srofcuater. Mai. 
Glegibien. 20. Sept. — 28. Oc- 
tober. 

3ln einen greunb. 20. f. October. 
Tod des Grossvaters. Decem- 
ber. 

1804. 

Weinen Altern. 1. Januar 

(31. Dec). 
2ltt fr §. 5. f. April, 
ßteate. 24. Mai. 
Wailieb. Mai ?— 26. Juni. 



•) Pläne und Bruchstücke sind ausgeschlossen. Die Daten be- 
ziehen sich auf die endgiltige Ausarbeitung; nur jranz abweichende 
frühere Fassungen sind vermerkt. 



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^ic 3 au ^ c "»- 8.— 10. Juni. 
Fragment (Der Jüngling). 

8. f. Juni. 
Die fterbenben gelben. 14. Juli 

(1814). 

Die Serge. Juli. August. 

Der blinbe König (I). 23. f. Au- 
gust (1814). 

Der 2tbfä)ieb. 1. September. 

Die Glfenttuft. 7. f. September. 

Die Erinnerung. 8. Sept. 
October. 

öerbftlieb. 19. Oetober. 

fteibelberg. October. 

Die ©aUfartf)Krd)e. 13. f. No- 
vember. 

Die 33raut. 24. Nov. December. 

Weinen eitern. 30.f.December. 

1805. 

Die §arfe (©in (Sänger). 3. Ja- 
nuar. 

%n ben Xob. 19. Januar. 
Die Dionne. 20. Januar, 
deb be§ #ifd)erS. 26. Januar. 
Der Danf. 27. Januar. 
Der Kranj. 28. Januar. 
Der <Sd)äfer. 29. Januar. 
Des Diesters 2lbenbgang. 8. f. 

Februar, 
(intfagung. 18. f. Februar. 
."Darf ner lieb. 8. Febr. 13f. März. 
Der König auf bem Sfjurme. 

31. März. 1. April. 
Der 2ßef)mutt))änger. 4. f. April 

(10. Sept. 1816). 
<3rä&erfd)mucf. 7. f. April. 
Die .^auberlinbe. 9. April. 
^n^.SStammbud). 20. f. April, 
tfnfprud). 16. 19. 26. Mai. 
:Waiflage. 29. 31. Mai. 
:3lpatf)ie. 3. Juni. 
Die 2>ätergruft 5. 7. Juni. 
Der «Sänger. Juni. 10. Juli. 
Sieb eines 2lrmen. 31. Aug. 

1. September. 



Die £eimfüljrung. 5. Septem- 
ber. 

Die üflafjnung. 7. September. 

Der ©änger an bie ©terbenbe. 
12. — 14. September. 

©retcfjenö ftreube. 14. Sep- 
tember. 

QJefang ber Jünglinge. 17. Sep- 
tember. 

Sieb bes ©ärtners. 17. Sep- 
tember. 

Die Capelle. 21. September. 

Die fanften Xage. 7. October. 

Dlo'S 2lugen. 8. October. 

$m iper&fte. 4. November. 

DaS <Sä)loji am 9Jieere. 4.f.No- 
vember. 

Die $Ügertn. 6. November. 

9)iöna) itnb <5djäfer. 7. No- 
vember. 

SÖßunber. 8. f. November. 

s ])fetn ©efang. 15. November. 

©c^äferS 8onntag3tieb. 17. No- 
vember. 

(Sntfdjfafe. 23. November. 

Die Apfelbaume. 25. f. No- 
vember. 

2Som treuen Sßaltljer. 9. 16. De- 
cember. 

Butter unb Kinb (I). 24. De- 
cember (1807). 

Weinen Altern. 31. December. 

1806. 

SefcteS Sieb. 

Der Sßilger. 30. Januar. 
3m $rül)ling. 3. Mai. 
DaS 3)Utnfter. 11. Mai. 
2t6fd)ieb. 15. Mai. 
©efang ber Tonnen. 15. f. Mai. 
DeS Knaben Xob. 1. Juni. 
$n ber gerne (2öanberlieber 3). 
2. Juni. 

Der Sfjurm im Sßalbe. H.Juni. 
De§ Knaben Söerglteb. 29. Juni. 
DeS 30&ftbd)en§ £vauer. 15. Juli. 



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— 364 — 



Sie ölumenmelt. 20. Juli. 
Saä einfome tfräulein. 2. Au- 
gust. 

Wilhelmine Gmelin. 8.f.Au- 
gust. 

%n 3brc Saute. 3ö. August, 

Srei Fräulein 31. August. 

Ser fdjroarje bitter. 1. f. Sep- 
tember. 

3n 9t. ctammbucty. 14. Sep- 
tember. 

Ser Sraum. 28.f.October. 

Sruajftücfe auä bem gelben: 
buctye. 

1807. 

$f)antafien auä ber (Schweis 
(Sellä platte. Ser ftfjeim 
fall. Prosa; s. 1810). 

Äönifl Clo'ä Sagblieb (Ser 
Äömgsfofjn s. 1811 f.). 28. 
Januar. 

Gptgramm. 31. Januar. 

Hagen und die Meerweiber. 
Februar? 

Sie Söüfferin. 25. März. 3. 
April. 

2lbfd)ieb (Sonntagäbtatt). 4. 
April. 

25er 6of)n be§ 9Jteere3 (Ser 
ÄömaSfo$n s. 1811 f.). 5. 

April. 

2ln Stofa'S ©rabe. 8. April. 
Set* 9tofengarten. 10. April. 
Sie <£cf)Iummernbe. 12. April. 
Sieb im ffrityttna. 23. April. 
Sa<3 %f)al 1. Mai. 
Sie -Dtcibajen am 33ad;e. 10. Mai. 
Seiltet* 5 an $- 12. Mai. 
Sauf ber SBelt. 7. Juli. 
Sie Sieber ber Borjeit. 10. Juli. 
Sörautgefang. 20 Juli. 
2ln bie $erne. 22. Juli. 
2lbenbpl)antafie an 9)ianer. 
Sieb beS ©efangenen. 4. Sep- 
tember. 



3n S-ö etammbuef). 24. Sep- 
tember. 
2ln SR. 27. September. 
Sie Älöfter :c. 4. Oetober. 
Söalblieb. 20. October. 
Sa3 33ilb ber ©eftorbenen. 

1. November. 

Seliger Xob. 7. November. 

Öreifenroorte. 7. November. 

Sie bret Sieber. 10. November. 

2ln 6ie. 13. November. 

Sie 2lbgefcf)tebenen. 18. No- 
vember. 

Sie <5tf>lummernbe. 22. No- 
vember. 

Untreue. 24. November. 

t^rage. 24. November. 

Siebes^ctdjen. 29. November. 

SJiutter unb Äinb. 20. No- 
vember (s. 1805). 

Seben)of)l (2Banb er lieber 1). 

2. December. 
Bauernregel. 3. December. 
Reimbriet' an K. Mayer. 
Ser junge ßöntg unb bie 

Schäferin. 5.-9. December. 

1808. 

9Zaturfreif)eit. 15. Januar. 
3um 2lbfa)ieb. 15. f. Januar. 
Sem (Sänger. 20. Januar. 
&of)e Siebe. 4. Februar. 
3roeifel. 17. Februar. 
Älage. 23. Februar. 
3>on ber Siebften. 6. März, 
öin 2lbenb. 7. März. 
Sem Sinter. 10. März, 
^räuletnä 2Öad)e. 10. März, 
bitter unb Same. 11. März. 
Siebesfeuer. 13. f. März. 
Stnhüort. 26. März. 
Sie ßufriebenen. 21-. März. 
Sem Äünftler. 28. 30. März. 
§f)V Brief. 9. April. 
9tad)ts\ ll.f.April. 
Sraumbeutung. 26. April. 



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365 _ 



borgen. 23. f. Mai. 
Kreislauf. 14. August, 
ftlein SRoIanb. 17. f*. December. 

180». 

2Beif>e. 25. Januar. 

Des ©olbfcfjmtebS Södjterlein. 

28. Januar. 
Daä ©0)roert. 28. Januar. 
Ungcroi^cit. 29. Januar. 
3n 9?arnf>agen3 ©tammbud). 

27. Febmar. 
Lieder zum Singspiel Der 

SBär. 

Der (Sieger. 1. Juni, 
bitter $ariS. 1. f. Juni. 
3m 3Rai. 4. Juni. 
3iütf leben. Sept. 1808. 20. f. 
Juli. 

Der ©a)mieb. 21. Juli. 

Mf)C. 11. August. 

Die fteinerne Söraut. 1 1 . August. 

$orabenb. 18. August. 

Daä 28unberbilb. 18. August. 

Hermann »cm ©a<$fetiijetm. 
August. 

Der äöalb. 5. September. 

Der gute ßamerab. 

Tannenbaum (Schildeis). 

%n ©ie. 29. September. 

3e§ Birten 2Binterlieb. 20. No- 
vember. 

Die ©onette. 27. November. 

Der X'eitftem. 27. November. 

©ajlimme9iaa)barftt}aft. 28. No- 
vember. 

Die §arfe (3n SBälber). 28. No- 
vember. 

Slcfjill. 2. December. 

trrftorbene Siebe. 3. December. 

^elena. 3. December. 

jliarjtfj unb Gtf»o. 3. December. 

Saufdj. 10. December. 

Der Äujj. 19. f. December. 

Der ^irt^in£öd)tcrrcm. 24.De- 
cember. 



1810. 

Die Ruinen. 18. Januar. 
2ln 9(polto, ben ©cfymetterling. 
Der Räuber. 20. f. Januar. 
Die 3iofen. 23. Januar. 
MS platte. 25. Januar (a. 
1807). 

Grträumter©(f)nierj. 26.Januar. 
DaS ©cfjifflein. 28. Januar. 
Öero unb Seanber. 29. Januar. 
2J?är$nad)t. 1. Februar. 
©ängerS ^orüberjie^n. 3. Fe- 
bruar. 
Die 3iad)e. 3. Februar. 
Der Liebesbrief. 3. Februar. 
SBegräbnift. 3. Februar. 
Der Änedjt. 7. Februar. 
Der faftilifdje Witter. 16.f. März. 
Daä ©a)lo& im Söalbe. 22.März. 
An Wilbelmine Uhland. 
Der näajtlicfje bitter. 11. Juli, 
©onnenblitf. 

Der SKofenfranj. 20. f. Juli. 

Daä SRer). 14. September. 

2lmor<S SjjfeH. 14. September. 

©d)irffal. 19. September. 

©ef)nfutf)t. 19. September. 

Die £öntg3tott)ter. 25. Sep- 
tember. 

©anft 3lbefo«8. 27. Sep- 
tember. 

Da§ ©tänba)en (©terbef längel ). 
4. October. 

Demfen, für 3ucferbätfer. 

©raf GberljarbS 2ßeijjborn. 
13. October. 

©raf 9ticf)arb Dlmefurdjt. 19. 
21. October. 

Segenbe. 22. October. 

Die Wjre. 22. October. 

Der »erlorene Säger. 10. No- 
vember. 

Die 3agb »cm SBinajeftc. 
10. November. 

3(mor, ber ©cfjüfee. 10. No- 
vember. 



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Xobeögefüf)!. 23. November. 
Karl der Grosse. 

1811. 

Ter Mng. 3. f. Januar. 
Tie brci Sd)Iöffer. 7. Januar, 
gaftlbe. 26. Februar. 
SRolanb unb 9üba. — 27. Fe- 
bruar. 

Taufd). 3. Februar. 1. März. 

Vorfdjlag. 1. März. 

Runter iHea)berger. 21. Febr. 

2. März, 
fiiaralb. 10. März. 
Tie Glfcn. 10. März. 
Tueelieb. 15. März. 
@l)arabe. 22. März. 
Cber ftrüljlinq. 29. März. 
l«nbonnabcaa©ebia. 30. März. 
Tie tfjeure ©teile. 30. März, 
frlförift. 3. f. April, 
üob bess $rü()Ungs (^rü^Iingäs 

lieber 5). 8. April, 
tfönigg Jrana I. iiiebeöfeufser. 

31. Mai. 
Tag Tlml. 10. Juni. 
Ter SRuberfflaue. 29. Juni. 
6t. ©eorgs bitter. 5. Juli. 
Ofaa^tmfe (SBanberlieber 5). 

7. Juli. 

£pamfcf>e Sieber. 18. f. Juli. 

Ter Äönigöfof)n. 23. Juli <s. 
1807. 1812). 

?)iäro)en. 12. 25. Juli. 12. Au- 
gust. 

©a)etben unb Reiben (SBanber-- 

lieber 2). 18. August. 
Tie Dorfen. 23. August. 
$ermä$tmj}. 23. August. 
Tie jroo ^ungfraun. 28. August. 
Tie neue £l)eti§. 28. August. 
Tie eajiffenbe. 28. August. 
Ter 331uinenftraufe. 28. August. 
Xroft. 3. September. 
2(n ^etrarfa. 3. September. 
<Sni]*d;ulbigung. 3. September. 



Sinbfyeimer. 4. September. 

©cfolujjfonett. 7. September. 

ftolanb ©dnlbträger. 10. Sep- 
tember. 

Hirsau. 13. September. 

2tbreife (Sßanberlieber 7). 14. 
September. 

Verborgenes £eib. 23. Sep- 
tember. 

Ter ilöpfev. 13. October. 

Ter Söogelfietter. 13. November. 

SBinterreife (Sßanberlieber 6). 
13. November. 

<peim!ef)r (SBanberlieber 9). 

19. November. 
3)lorgenlieb (äBanberlieber 4). 

20. November. 

Gin!e^r (SBanberlieber 8). 20. 
November. 

Ter Sautenfpieler. 20. No- 
vember. 

Ter roeifje §irfd). 27. No- 
vember. 

Traum. 28. November. 

2(n .Hemer. 28. November. 

Äernerö ©olbener. 22. Decem- 
ber. 

^äditlittje Stimme. 25. De- 

cember. 
Ter Schnee. 28. December. 

1812. 

Xrintlieb (2öir ftnb). 1. Januar. 
(Siegfriebä ©djroert. 8. Januar. 
3immcrfprud). 8. Januar. 
Tic uerlorene Äirdje. 9. Ja- 
nuar. 

Ta3 traurige Turnei. 10. f. Ja- 
nuar. 

Ter Äöntgöfofm. 30. f. Januar 
(a. 1807. 1811). 

ßönig Äarlä SHeerfatyrt. 31. Ja- 
nuar. 

SRebenblütfje. 5. Februar. 
jRufjetljar. 7. Februar. 
Rickele. 3. März. 



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Klage. 4. Marz, 
^ägcrlieb. 21. Miliz. 
§rüf)lingsnilje ( tfrii()ling§licbcr 

31. 21. März, 
^rütylingäafjnung (tfrüf)lingö: 

lieber 1). 21. März. 
^riifjüngSglaube (^rüljlingS-' 

lieber 2). 21. März. 
6rabfa)rift eines" Tia)ter§. 

21. März. 
Sitte l<2efct mir). 21. März. 
Jungfrau Sieglinbe. 2 1 .f .März. 
Ter falföe bitter. 23. f. März, 
^iebeserflärung. 4. April. 
£onctt(an A. Mayer). 13. April. 
Schwere Träume. 20. April. 
9(n ben Unfehlbaren. 13. März. 

17. Mai. 
grüf)lingslieb bes SHecenfcnten 

Irtrüf)lingslieber8). 19. Mai. 
greie Äunft. 24. Mai. 
©ängerltebe. Juni, 8. 1814. 
3(n einem Reitern borgen. 

12. Juli. 
Zum a)iärcf)cnbucf) bes Äönigs 

uon ^ranfreia). 15. f. No- 
vember (1810. 1811). 
iHomanje com Keinen Täum= 

ling. 30. November. 
Taillefer. 10. 12. December. 
^eujafjrsrounfa) für Suisdjen 

(wiederholt). 25. December. 

1818. 

©eifterlebcn. 30. Januar. 
@efang unb Ärieg (1). 29. Jan. 

3. Februar, 
^m Jri'Oling- 17. Februar. 
Ter iHecenfent. 

Stuf ben lob eineS Sanbgeift: 
linken. 23. Mai. 

1814. 

©raf (Sberftein. 8. f. Januar. 
2Refcelfu»penlteb. 2G. f. Januar. 



3tn bas $aterlanb. 29. Ja- 
nuar. 

Sieb eines beutfdjen Sängers. 

29. Januar, 
©efang unb Ärieg (2). 29. Jan. 

I. Februar. 
^onDiirtä. 4. Februar. 

Tie Siegesbotfd)aft. 3. März. 
Ter ©cfyattenrotrtf). 30. April. 
2luf Äarl Öangloffs Tob. 19. 

Mai. 1. Juni. 
Unftern. 3. G. Juni. 
Stuf baö &inb eine« TiajterS. 

II. Juni. 
9Jormännifd)er SBraud) s. 1815. 
Tie ©ötter bes SUtcrtfmms. 

24. Juni. 
Ter föomantifer unb ber SRe« 

cenfent 25. f. Juni. 
Sans unb ©rete. 28. Juni, 
^iebesflagen. 1. 27. 30. März. 

II. — 17. Juli, 
ea^ottenlieb. 23. Juli, 
©ängerliebe. 12. Juni 1812 — 

5,'August 1814. 

Eingang. 12. Juni 1812. 

Nubello. 13. Juni 1812. 
24. März 1813. 27. Juli 
1814. 

Turanb. 27. Juli 1814. 
Ter Äaftelton von Gouci. 

1«. Juni 1812. 
SWafftas. 14. Juni 1812. 
Tante. 16.— 27. Juni 1812. 

2. Jan. 24. 26. Juli 1814. 
Tic 9tad)tfc§iDärmcr. 20. 21. Au- 
gust. 

Zueignung. 25. August. 
SCilf ben lob cine§ fd)Iecf>ten 

Valero. 27. August. 
Vorwort. 28. f. August. 12-Sep 

tember. 
2luf ein Jtinb. 13. September. 
Tie Sbcfefjrung jum Sonett. 

17. September. 
| Fortunat s. 1816. 



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— 368 _ 



$on ben fieben „Secfybrübern. 
25. f. November. 

Ses Sängers #lud). — 3. f. De- 
cember. 

Ser blinbe Stönig. 5. Decem- 
ber, s. 1804. 

Sie fterbenben Reiben s. 1804. 

Scf>roäbi)cf)e Äunbe. 6. Decem- 
ber. 

f>rü^Itngsfctcr 1 3 : rüt;lin<x§ltc= 
ber 4 K 7. December (früher 
entworfen!. 

Sie »ilbfäule beö Sacdius. 
8. December. 

1815. 

3ld> ! bafc bie Siebe. 10. Ja- 
nuar. 

^rüfylingöritt. 8. Februar. 
Sie 9)iäf)bcrin. 9. f. Februar. 
Romanje vom SHecenfenten. 

13. Februar. 
Fortunat s. 1*10. 
s Jtormännifcf|er $raud). 15. Juni 

1814. 14. 15. Februar 1815. 
Ser mißgelaunte i'iebeöbidjter. 

7. Miirz. 
Ses Sängers Söieberfebr. 

10. März. 
SBilbungsreife. 27. Juni. 
Öraf (Sberljarb ber Raufdjebart. 

Einleitung. 5. Juli. 

Ser Überfall im Söilbbab. 
22. f. Juni. 

Sie (2d)larf)t bei Reutlingen, 
l.f. 11. Juli. 

Sie Sbfftnger 3d)lad)t. 2. f. 
Juli. 

Sie bret Äönige ju Setmfcn. 
4. 11. Juli. 
2(m lS. Cftober. lG.f.October. 

1S1G. 

Sas ^otnhemD. 25. Januar. 
Ciin Slam, barin. 27. Januar. 



8. 10. April. 
14. April. 



Senjon (Sängerstreit ;). 8. f. Fe- 
bruar. 

iHomanjen-Senjon. 10.— 14. Fe- 
bruar. 

2ln bte 93unbfd)mecfer. 20. f. Fe- 
bruar. 

Sag alte, gute Rccf)t. 24. Fe- 
bruar. 

Irtnflieb (SÖaSift) 

An G. Schwab. 

ÜHailteb. 4. Mai. 

SBtlb. 4. Mai. 

$lage. 4. Mai. 

33itte. 18. Juni. 

Sßürtemberg. 1. September. 

9Rorgenlieb. 3. September. 

(SJcfpräd). 3. September. 

SCtl bie ^olfoocrtreter. 6. Sep- 
tember. 

Rechtfertigung. 4. Mai. 7. Sep- 
tember. 

Sie neue 9)tu[e. 7. Sep+ember. 

(jrnft ber Qeit 8. September. 

Sas neue Wärdien. 8. Sep- 
tember. 

2(usftd)t. 8. September. 

Xtl bie aRätter. 8. September. 

2(n bte ÜDtäbdjen. 8. September. 

Set* Sd)enf uon Himburg. 
28. f. September. 

9tm 18. Cftober. 15.— 17. Oc- 
tober. 

9Cttf einen verhungerten Std>ter. 

17. October. 
Fortunat unb feine Söljnc. 

I. 2G. September 1814 — 
30. Januar 1815. 

II. 18.Februar 1815— 29.0c 
tober 1810. 

3dnüinbetf)aber. 12. f. Novem- 
ber. 

ftausredjt. 20. November. 

Saö N>en für unfer $olf. 
21. November. 

©erfpätetefl ^odneitlieb. 24. No- 
vember. 



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Der SBunbermann. 12. De- 

cember. 
fteujafirStounfö. 28. f. Decem- 

ber. 

1817. 

Da3 papierne Siedet. 1 . Januar. 
Die beutfc^e ©prad)gefeafd)aft. 

23. Januar. 
Den Sanbftänben 3um Gf>ri: 

ftopf)§tag. 14. März. 
®ebet etneä Sßürtembergcrö. 

18. April. 
Emma. 2. Mai. 
ftarfinif (9lo$ ift). 7. f. Juni. 

1818. 

Söletner ©ajroefter. 2. Mai. 
An Luise Roser. 23. Juni. 
Dem Oheim Schmid. 22. Sep- 
tember. 

1819. 

Äatfjartna. 27—29. Januar. 

Der Ungenannten. 15. Mai. 

SBenn ein ©ebanfe. 

An Albert Schott. 27. Sep- 
tember. 

^rolog $u bem Xrauerfpiel: 
Grnft . . 27. October. 

Beitran ? 

Böblinger Ehrenbecher.15.No- 
vember. 

1820. 

2luf einen ©rabftein. 28. Oct. 
— 4. November. 

1821. 

Der Grossmutter Feuerlein. 
December. 

1822. 

Der ßira)f)of im grüf)ling. 

8. April. 
Der Somnterf oben. 29. October. 
©uter 2Bunfcf>. 29. October? 
U&lanb, ©ebi*tc. II. 



1823. 

Nachruf auf Frau Feuerlein. 

Februar. 
Für ein Transparent. 6. März. 
2luf ber Überfahrt. 9. October. 

1825. 

ein ©tamm&ucf). 
Öru& tot ©eelen. 20. f. No- 
vember. 
An Gries. 21. November? 
2luf eine 2än3erin (oder 1826). 

1827. 

künftiger $rü$ling (^rüfilingS: 

lieber 7). 
Späte Äritif. 

9(uf SBityelm fcaup frül)e§ 
§infa)etben. November. 

1829. 

Die lUme ju Jpirfau. 

Der ©raf von ÖreicrS. 30. Oc- 
tober. 

Der SWofjn. 

Jöertran oe Joorn. 

9Jlünfter[age. 22. November. 

Ver sacrum. 26. November. 

Nachruf auf Tante Schmid. 

«Dierlin ber 2BUbe. 10. 12. De- 
cember. 

Der SBaUer. 17. December. 

2eU§ Xob. 

SÖßie freubig ficf> ber Sönnern 
bäum ? 

1830. 

ftrüJjlinflStroft (^rü^tnqölic- 
ber 6)? 

1831. 

Übersetzungen (Safmibein 

Mitte März?). 
3Kad)ruf (1—5). 1. 3. Juni. 

29. August. September ? 

24 



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1833. 

SMicfieroicj. Vor 19. December. 
1834. 

Sie SBibaffoabrüdCe. lö.f.März. 

Sicf)terfegeu. 2. April. 

Sie Serben. 2. April. 

Sie ©etfterf elter. 15. April. 

aJtctientfjau. 24. Mai. 

Sie »erfunfene Ärone. 27. Mai. 

gterbef länge (1. s. 1810). 2. 

3. : 14. f. Juni. 
Sie £obtcngloäY 16. Juni. 
Sie S3irfe (Schildeis). 16. Juni. 
Sie ©lotfenf)öf)le. 20. Juni, 
ftbenbroolfen. 22. Juni, 
©onnenroenbc. 22. f. Juni. 
Reifen. 28. f. Juni. 
Sie Stabe. 7. Juli. 
Söein unb »rot. 8. Juli. 
SasOlürfoon (Sben^aa. 16. Juli. 
Sa3 ©ingentljal. 19. Juli. 
Saö oerfunfene ßlofter. 20. Juli. 
Auf Ernst Unland. August. 
SBcmberung. 6. f. 13. Oetober. 
Söintermorgen. 11. December. 

1835. 

Ser ^ofjanmäfegen. 20. Januar. 
1837. 

Sie fromme Sägerin. 19. No- 
vember, 
eängerredjt? 

1841. 

ßultuö ber ©enien. 11. Mai. 
Sie Söetenben. 11. Mai. 
©in rounberltd)er %au]d) :c.? 

1842. 

Sompfenninge. 13. f. Februar. 
Slbenbtanj. 15. Februar. 
ftrageV 

1844. 

An Freiligrath. 7. Oetober. 



1847. 

Sercfjcnlrieg. 26. f. Januar. 
Preussischer Landtag. 8. Fe- 
bruar. 

Ser lefcte ^faljgraf. 18. Fe- 
bruar. 

1840. 

In der Paulskirche (1. 2.). 
März. 

In ein Stammbuch. 22. Mai. 
Mi ©oetfjeä ©ebbten. 31. Mai. 

1853. 

In ein Stammbuch? 

1854. 

Sq§ Sieb, eä mag. 10. Februar. 
Umfonft bift bu. Februar? 
Sluf bie 9ieife. 4. December. 

1859. 

ßblcbeutfcfje ^ferbe3ucf)t. 27. Fe- 
bruar. 

3()r forbert, bafj id) Sieber. 

28. Februar. 
Auf den Tod eines Kindes. 

Juni. 

1861. 

2Jtorgen3. 27. Mai. 

Aus unbekannter Zelt. 

Stille. 

2Baä r)aft bu mir $u fagen. 
Schattenbilder (?). 



Erinnerung an das Sonntags- 
blatt. 

Sie 9?eige. 

(So ift'ö' genug 

Söenn ©aitenfpiet. 

3u ftefjn in frommer ©Item 
Pflege. 



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Register der Titel*) und Anfänge. 



Abenb roarö, id) 2, 216. 
2tbenbpl)antafie 2, 309. 
2lbenb3 in bcr 471. 
21benbtan$ 471. 
21benbroolfen 36. 
2lbrctfe 49. 
2lbfd)ieb 154. 

2lbfd)ieb (pr ba$ Sonntag^ 

Matt) 2, 305. 
2(d)! bafe bic ©ütter 2, 258. 
2ld)! baB bie Siebe 445. 
2(d) ! fo bang 2, 240. 
2Id) unb 2öe| int 473. 
2(0)! reo finb' id) 416. 
2ld)Ul 89. 

910 mein Lienen 406. 
SUS ber SBinb fid) 91. 
2113 be3 ©erecbten 90. 
2(13 bie Saliner 297. 
2tlS bie 2Belt nun 2, 318. 
9U8 id) einömalä in ben Söäl; 

bern 215. 
2(13 id) einftbct 6a(amanfa212. 
21(3 id) gieng bie ftlur 40. 
2(13 id) mid) be3 SRed)t3 64. 
2U3 id) näditfid) gieng 428. 
2(13 tfaifer 9lotf>bart 254. 
2(13 Änabe ftieg 164. 
2(13 mid) f}ätt' 460. 



2113 mit 93ogen 417. 
2(13 $böbu3 ftarf 102. 
2(13 märe nid)t3 gefdjefjen 114. 
2tm 18. Cftober (1815) 67. 
2(m 18. Dftober (1816) 74. 
2tm Surlci, wie 472. 
2lm a)tünftcrtf)urm, bem 231. 
2lm ftubeplafe ber 287. 
2(m 6t. Öo^nniöabenb 467. 
2lm 22. eeptember (1818) 455. 
2tmor! bein mächtiger 91. 
2(mor, bcr 6d)üfce 417. 
2(mor3 »feil 91. 
2(n 2lpoIIo, ben Schmetterling 
89. 

2(n ba3 $ater(anb 60. 

2(n ben £ob 3. 

2(n ben Unsichtbaren 105. 

2(n ber SÖeidjfel fernem 465. 

2ln bie SBunbfcbmccrer 113. 

2tn bie fterne 2, 308. 

2ln bie !Wäbd)en 63. 

2tn bie »lütter 63. 

2(n bic SSoIfäoertreter 73. 

(2ln einem ftrüfiling3morgen 

roaUten 2, 173.) 
2(n einem Reitern SJiorgen 38. 
2(n einen ftreunb 2, 259. 
2(n §. (Ecce) 2, 256. 



*) Nur die von Unland herrührenden sind aufgenommen. Wo 
keine Bandzahl steht, ist der 1. gemeint. Skizzen und Bruchstücke 
sind eingeklammert, ebenso einige sehr abweichende Fassuugen. 



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- 372 - 



2(n ft. §. < ©infam) 2, 262. 
2ln 3f>re iiaute 2, 300. 
2tn Syrern @rabe fniet' 115. 
2ln jebem Stbenb gel)' ta) 20. 
2ln fl. 3)1. 113. 
2(n Äerner 103. 
2ln ^etrarfa 101. 
En 3tofa'ö ©rabe 2, 306. 
2ln 6ie (Seine 2(ugen) 93. 
2(n @ic (Sag' es) 2, 310. 
2ln unfrer ^äter Ilwten 77. 
2(nfprud> 2, 282. 
2lnttoort 92. 

2lnjufcf>auen baS $urnei 189. 
2tpatf)ie 2, 285. 
2lud) bring' id) 451. 
2lud) oon ber groffen Schöpferin 
2, 315. 

2luf ba3 inb eineS Sicf)ter3 58. 
2luf bem <Sd)lofje ju &etbelbcrg 
2, 274. 

2luf ben Xob eines Sanbgeift; 

liefen 93. 
2tuf ben £ob eines* fdjleäjten 

SDtalers 444. 
2luf ben 2öalb unb 41. 
2Kuf ber Sibaffoabrücfe 221. 
2luf! ber §af>n 451. 
2luf ber Uberfa&rt 39. 
2luf bie Steife 98. 
2tuf btefj leuajtenbe 469. 
2luf ein 5Unb 11. 
2tuf eine Sängerin 33. 
2luf einen ©rabftein 95. 
2luf einen »erhungerten Sid;ter 

34. 

2Cuf eines SergeS 31. 
2luf ©all^iens ftelfenfkanbe 
218. 

2luf Äarl ©angloffs £ob 103. 
(2luf feinem alten ftillen 2, 174.) 
2luf aßilhelm §auffs frühes 

^infajeiben 96. 
2lufgen>acf}t bin ia) 2, 294. 
2lus ber Sebrängnifj, bie 11. 
2lusfitt)t 63. 



Bauernregel 25. 
Sebäajten wir 446. 
Sebeutungsooll ^aft bu 104. 
Segräbnifc 90. 

»ei bes Eionbes mattem 2, 232. 

Sei biefem falten 28cl)en 48. 

Sei einem 2Birtf)e 49. 

Sei jener aöinterftürme 441. 

Sertran be Sorn 216. 

Sefter bitter r-on ^trftTTten 190. 

Silb 451. 

Silbungsreife 447. 

Billig roirb 409. 

Sift bu ein Sraumbilb 2, 313. 

Sitte (3d> bitt') 33. 

Sitte (6efct mir) 431. 

Sitte um bie ^yrü^ ling^oaf anj 

2, 222. 
Sleibt abgefcf)iebnen 93. 
Slicfe 3um Gimmel 91. 
Slumen unb Stützen 91. 
Srautgefang 18. 
Srucf)ftücfe aus bem Reibens 

buttje 379. 
Sürgerfrieg 2, 220. 

fcafilbe 401. 
Gf)arabe 419. 

©lärmen roanbelt 2, 319. 320. 
(Sultus ber ©enien 469. 

|)a broben auf bem öügel 309. 

Sa fliegt, als mir 24. 

Sa liegen fie alle C. 

Sa ftefjf id> 2, 31. 

(Sa fteigt von $ba§ 2 , 207.) 

Sa jieht in bes Sriumpljcs 2, 

239. 
Sante 210. 

Sas alte, gute Ned)t 69. 
Sas Silb ber ©eftorbenen 2, 
310. 

Sas einfame fträulein 2, 299. 
Saä (Srftc barf 419. 
Sas Fräulein fang 2, 299. 
Sas fträuietn fa)aut 2, 322. 



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- 373 - 



Sag ©lud t)on GbenljaU 276. 
Sag §aug benebci' ity 18. 
Sag Qett für unfer SJol! 77. 
Sag ift ber 2ag beg fcerrn 16. 
Sag Heine Sieb, bog 2, 310. 
Sag Sieb, eg mag 474. 
Sag Sieb com armen Sßater 2, 
241. 

Sag fünfter 2, 296. 

Sag neue £>aug ift 50. 

Sag neue aJtärajen 62. 

Sag 9iot$$emb 274. 

Sag papierne SRed^t 452. 

Sag Mef) 232. 

Sag Siögdjen, bag 92. 

Sas am ßügel fü^renb 

2 250. 
Sag ©d)ifflein 181. 
Sag ©ajlofe am 9Reere 150. 
Sag ©ajlofc im SBalbe 414. 
Sag ©ajroert 256. 
Sag ©ingentfjal 293. 
Sag ©tänbajen 178. 
(Sag taubftummc Äinb 2, 186.) 
Sag Sfjal (Cft ge§') 2, 307. 
Sag Zfyal (3öie roiUft) 35. 
Sag traurige lurnei 375. 
Sag tjerfunfene Ätofter 315. 
Sag roa^re ©ut 2, 223. 
Sag mar Jungfrau ©ieglinbe 

187. 

Sag mar mir eine 434. 
Sag SSunberbilb 2, 319. 
Safe id) bia), göttlia) 420. 
Seine 2lugen finb 93. 
Sem 2lnbenfen . . . 20. ©melin 
377. 

(Sem 2lnbenfen . . . Effets 

berer 2, 177.) 
Sem Sinter 2, 314. 
Sem Siaiter ift ber fernen 111. 
Sem jungen, frifajen 96. 
Sem Äünftler 2, 315. 
Sem ©änger 2, 313. 
Sem füllen &aufe blid' 24. 
Sen ©olbner 428. 



Sen ^ugenbangebenfen 476. 
Sen Sanbftänben jum (Sljris 

ftopf)gtag 79. 
Ser 2lb|d)ieb 2, 269. 
Ser alte, graue Äönig fifct 301. 
Ser augfutyr nad> 179. 
Ser beftc 9Jiaurer mar 461. 
Ser blinbe tfönig 146. 
Ser SBlumenftraujj 110. 
Ser 93ufd) mar 459. 
Ser Sänen ©djroertct brängen 

144. 

Ser Sanf 2, 278. 

Ser Siebter 2, 238. 

Ser Siebter unter 431. 

Ser bu mit bogenfertigen 433. 

Ser bu nod) jüngft 112. 

Ser bu fo fielen 466. 

Ser bu ftiU 3. 

Ser bu »on beinern 80. 

Ser falfctjc bitter 432. 

Ser ©raf oon ©reierg 251. 

Ser ©raf jum 2Balbe 400. 

Ser gute Äamerab 184. 

Ser £erjog tief 293. 

Ser Jäger 215. 

Ser Söger ftürmt 2, 308. 

Ser 3af>re Sßed)feld)or entflieget 

2, 243. 
Ser 3o*) Qn »"3fegen 407. 

Ser Jüngling lebet 2, 267. 
Ser junge ©raf oon 251. 
Ser junge Äönig unb bie 6d)ä; 

ferin 166. 
Ser Qunfer f>at 428. 
(Ser Äaifer freinrid) rufjte 2, 

343.) 

Ser Äafteltan »on ©ouci 205. 
Ser faftilifaje bitter 190. 
Ser Äird)l>of im §rü§ling 28. 
Ser ßneajt 414. 
Ser $nea)t f)at erftoa^en 256. 
Ser ßönig auf bem Sturme 6. 
Ser ßönig Äarl fuf)r 270. 
Ser Äönig Äarl fafj 263. 
Ser ßöniggfoljn 301 (2, 113 ff.). 



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- 374 - 



Ser Äöpfer 426. 

Ser Airanj 141. 

Ser Äufe 2, 322. 

Ser Vautenfpieler 427. 

Ser «eitftern 179. 

Ser lefcte ^faljgraf 278. 

Ser Liebesbrief 414. 

Ser mißgelaunte Liebesbidjter 

440. 
25er SJtoljn 43. 
2) er näc^tlid^e Stüter 190. 
Ser ^ilger 153. 
Ser s J*reis ber £ugenb 2, 224. 
Ser 9iäuber 200. 
Ser ^ecenfent 120. 
(Ser StfieinfaU 2, 51.) 
Ser SWing 224. 
Ser SRomantifer unb ber SHcs 

cenfent 121. 
Ser 3Rofengarten 162. 
^cr Mofcnfranj 185. 
Ser ftuberfflaoe 403. 
Ser ©änger 148. 
Ser Sänger an bie ©terbenbe 

2, 288. 

(Ser Sänger mit bem füllen; 

ben 2, 337.) 
Ser ©a)äfer 142. 
Ser ©ajattennnrtf) 442. 
Ser ©djenf von Himburg 290. 
Ser ©cfymieb 26. 
Ser ©cfynee 428. 
Ser fajöne ©cpfer jog 142. 
Ser fönmrje bitter 160. 
Ser Bieger 189. 
(Ser©ofm bes 2Jkeres 2, 117.) 
Ser ©ommerfaben 24. 
Ser ©tubent 212. 
Ser ftürmifäe Sßinter, im 2, 

222. 

25er Sfjurm im SBalbe 2, 296. 
Ser treue 2Baltf)er ritt 151. 
Ser Überfall im Söilbbab 279. 
Ser Ungenannten 31. 
Ser »erlorene Säger 400. 
Ser SBogelfteller 426. 



Ser v Hogt r>on bem fflfjeinc 

tteibctc 2, 301. 
Ser 2öäd)ter auf ber 387. 
Ser äßalb 109. 
Ser SöaUer 218. 
Ser äöeeg bes £after3 unb ber 

Xugenb 2, 225. 
Ser Söefnnutfrfänger 2, 280 

(337). 

Ser meijje §trfdj 232. 
Ser 2Birtf)in 2öa)terlem 176. 
Ser Söunbermann 451. 
Ses Starters 2Ibcnbgang 3. 
(Ses Sorfes Äinber sieben 2, 
187.) 

Ses üJolbfömiebs £öd)terlein 
174. 

Ses Birten äöinterlieb 27. 
SeS tfnaben 23erglieb 17. 
Ses ßnaben £ob 155. 
(SeS Königs Sagblieb 2, 118.) 
Ses Königs r»on ©panien 327. 
Ses gjtäbcfjenö Trauer 2, 297. 
Ses SJtonbes ©trafen bebten 
2, 265. 

(SeS Pfluges SBerfc preist 2, 
183.) 

Ses ©ängers ^lud) 306. 
Ses ©ängers ©eele, melier 
2, 280. 

Ses ©ängers 2ßiebcr!ef)r 180. 
Seutfcfyer Sau am 470. 
Seoifen, für Sucferbädfer 416. 
Sidjterfegen 40. 
Sie 2lbgefa)iebenen 21. 
Sie 2lpfelbäume 2, 292. 
Sie 23efcf)rung jum ©onett 112. 
Sie SBerge 2, 268. 
(Sie »etenbc 2, 258.) 
Sie SBetenben 470. 
Sie SBibaffoabritcfe 221. 
Sie 33ilbfäule bes Siacdjus 242. 
Sie SSlumemuelt 2, 298. 
Sie 33lütf)enbäume roeljen 2, 
264. 

Sie öraut 2, 275. 



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— 375 — 



Sic Süfferin 2, 304. 
Sie beutle ©pradjgefelltäaft 
61. 

Sie Söfftnger ©$lad)t 287. 
Sie brei Könige tu £eimfen 

282 

Sie brei £iebcr 1(55. 
Sie brei ©djlöfier 226. 
Sie Sroffel 179. 
Sie Glfen 236. 
Sie ©Ifenfluft 2, 271. 
Sie Erinnerung 2, 272. 
(Sie ernftcn ©lotfenlaute 2, 
177.) 

Sie greunbfäaft 2, 236. 
Sie fromme Sägerin 468. 
Sie ©eifterfelter 246. 
Sie ©lotfenfjöfjle 312. 
Sie ©ötter be§ 2Iltertf)um§ 90. 
Sie §alle glänjt 2, 275. 
(Sie $anb ber Bett fann 2, 
360.) 

Sie öarfe ((Sin ©anger) 2, 
277. 

Sie fcatfe (3« SDBälber) 374. 

Sie |>eimfül)rung 2, 286. 

Sie i^r mit Warfen 113. 

Sie 3agb von 2öincf>efter 233. 

Sic Safjre fliefjn 2, 261. 

Sie Kapelle 11. 

Sie fllöfter finb 2, 310. 

Sie Königätodjter 327. 

Sie Serajen 40. 

Sie Sieber bcr SBorjeit 164. 

Sie Sinbe ju ©arten 379. 

Sie linben Äüftc ftnb 29. 

Sie Dorfen 422. 

Sie SJtäbajen am SBaaje 2, 308. 

Sie Weberin 177. 

Sie 3Jlaljnung 2, 287. 

Sie 2JZaIt)c 44. 

Sie s JJiufe, bie von <Rea)t 118. 
Sie 9Jiufe fefjlt 51. 
(Sie Butter 2, 52.) 
Sie 9tac§tf$n)ärmer 123. 
Sie Steige 477. 



Sie neue 3)lufe 64. 
Sie neue 2l)eti$ 422. 
Sie 5Hire 416. 
Sie Wonne 140. 
Sie Orgel 178. 
Sie ^tlgerin 2, 291. 
Sie 9iad)e 256. 
Sie ftofen 92. 
Sie Ruinen 90. 
Sie fanften Sage 12. 
Sie ©cf)iffenbe 423. 
Sie ©cf)lad)t bei Reutlingen 
284. 

Sie ©d>laa)t ber 2?bl?er roarb 
67. 

Sie ©djtummernbe (3a) fmete) 
2, 306. 

Sie©d)lummernbe(2ßann beine) 
92. 

Sie"©iege3botftt)aft 60. 

Sie ©onette 2, 322. 

Sie (teinerne ©raut 2, 318. 

Sie ©teile, too 108. 

Sie fterbenben .«gelben 144. 

Sie tfieure ©teile 108. 

Sie Xobtenglocfe 466. 

Sie Ulme 3U ftirfau 229. 

Sie Sßätergruft 143. 

Sie verlorene Äirdje 313. 

Sie üerfunfene Hrone 309. 

Sic »ier Saffr^eiten 2, 228. 

Sie 2BaIlfartf)tird)e 2, 274. 

Sie Zauberin 2, 265. 

Sie 3auberlinbe 2, 281. 

Sie Seit, in ifjrem Jvfuge 96. 

Sie ,B"fnebenen 22. 

Sie 3100 ^ungfraun 109. 

Sir ift bie ft'errfdjaft 21. 

Sir flog' ieff 2, 300. 

Sir möd)f ia) biefc Sieber 60. 

Sir roerbe, maä 410. 

Siftia)en fct)uf id) 444. 

Sitfmrambe 2, 245. 

Sompfenninge 470. 

Son 9Hat)ta$ 209. 

Sort liegt ber ©änger 180. 



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— 376 — 



Srauffen in bem SJlumenlanb 

2, 313. 
Sret Fräulein 157. 
Xtei Könige ju 282. 
£rei (Sa)löffer ftnb 226. 
Proben auf bem fajroffen 216. 
Proben ftc^et bic Capelle 11. 
Xu, ben wir fuajen 105. 
Xu bunfleS Sfjal 426. 
Xu jagteft, greunb 450. 
Xu famft, bu giengft 475. 
Xu flogft: bei 2, 314. 
2u fömmft com Sajloffe 2,246. 
2)u lebteft an ber Altern 453. 
Xu, Butter, fal)ft 94. 
Su fc^TOClQft 460. 

Xu fenbeft, g-reunb 238. 
Xu roarft mit erbe 95. 
Xu wiUt an mir 422. 
£uranb 203. 
Xuvty ber <£a)Iad)ten 89. 
Xuvti) £a)rcerbter ritt 2, 314. 

Ecce ! tribulis 2, 256. 
eble beutfaje ^ferbejudjt 475. 
(£i! roer Ijat 75. 
ein Stbenb 114. 
ein ernfteS ©piel wirb 82. 
ein Fräulein mar in 2, 317. 
ein ©olbftfmücb in 174. 
ein ©rab, o Butter 94. 
ein ftarfner gieng 2, 296. 
ein £auS, barin 448. 
ein Softer ift 315. 
ein eänger jjatf 2, 277. 
ein Sänger in ben 101. 
ein Sänger fafc 416. 
ein 6a)ifflein jie^et 181. 
ein fcf)öncS ^ täulein föwi&t 
448. 

ein trüber äßintermorgen roar'S 
467. 

ein äöanbrer gel)t 2, 318. 
ein rounberlidjer £aufa) ber 
470. 

einer greunbin toeifjt' 2, 259. 



eingewiegt in 2, 282. 
einfe^r 49. 
einmal attymen 62. 
einfam roanbert' idj 2, 262. 
©inft am fa)önen 200. 
einft fat) ber Mgüt'ge 2, 236. 
eiegibicn 2, 258. 
eiegie 2, 263. 
entfagung 139. 
entfdlluB 19. 
entfajulbigung 110. 
Cpigramm 2, 301. 
ergebt bu bia) 3. 
ergebet euaj 16. 
erinnerft bu norf) 2, 237. 
ernft ber Seit 62. 
erftorbene «iebe 106. 
erträumter Sdjmerj 413. 
es gieng an einem borgen 224. 
es gieng rooljl über 143. 
CS giengen brei Säger 232. 
es fjat ein 93erg 472. 
es f)at ein Uinb 414. 
es ijat mir jüngft 183. 
(SS ift ein Söort 2, 46.) 
es ift 'ne 5Urd)e 333. 
es jagt' ein Säger 232. 
CS pfiücftc SBlümlein 141. 
es ritt fo ftoljer 2, 278. 
es ritten fieben 375. 
es ftanb in alten 306. 
es ftanb in Ijofjer 2, 296. 
es ftefjet einer .^eilgen 2, 319. 
es fte^t ein (sajlojj im Sßalbe 
432. 

es ftefjt ein <2d)Iofj in einem 

2üalb 2, 241. 
es wallt ein ^ilger 153. 
es mar eine ftürftin 468. 
es mar in traurigen 103. 
es mar fo trübe 60. 
es sogen brei Surfte 176. 

giern oon Zeigen 377. 
($erne oon meinem 2, 359.) 
fteftgebunben an 403. 



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fteftltd) ift ber ftreube *>• 
ftinfter ift bic Stacht 121. 
Fortunat unb feine Söfjne 341. 

1. Su$ 348. 

2. SBud) 856. 

frrage (Saä fleine) 2, 310. 
ftrage (©erne raufet') 472. 
§rage nirf>t: warum 477. 
Fragment (3>er Jüngling) 2, 
267. 

Fragmente auf ben %oo meines 

©roäoaters 2, 260. 
$rau ©erta fafi 258. 
§räulein§ SBadje 373. 
§reie Äunft 32. 
^reunb! bu fdjroebteft 2, 313. 
#rü()ling ift'3 31. 
grü^lingSafjnung 29. 
§rü()ling3feier 30. 
$rüf)Iing3glaube 29. 
grüljlingslieb beö fRecenfenten 

31. 

3rüf)ling3lteber 29. 
ftrüfjlingöritt 446. 
grüljlingSrulje 29. 
ftrüfjlingstroft 30. 
§rü^morgen§, ba f)at 446. 
$ur$tlod wiegt 413. 

6ang ber SBelt 2, 239. 
(liebet eineä SÖürtembergerä 80. 
©el; nitfjt jener SBeftc 2, 
291. 

©eb nirfjt jum Gimmel 444. 
©eifterleben 107. 
©elefjrte beutle 2Ränner 61. 
©erne müjjt' id) 472. 
©efang ber Jünglinge 10. 
©efang ber Tonnen 16. 
©efang unb Ärieg 115. 
©efpräcf) 72. 

©eftem Ijatt' icf) geträumt 92. 
©eftern lag id) 2, 263. 
©eftorben war ia) 21. 
(©ibft bu ber 2tmmontter 2, 

360.) 



©ottesfürdjtig unb fromm 2, 
219. 

©öttlidjer Stfpenfofjn 89. 
©räberfefimuef 2, 281. 
©rabfdjrift eines Etajterg 431. 
©raf Gber^arb ber JHaufdjebart 

279. 

©raf (Sberljarb im Sart, S3om 

2 "^8 

©raf eberf)arb§ 2ßeifjborn 228. 
©raf eberftein 253. 
(©raf fceinridj 2, 165.) 
©raf SRidjarb Df)nefur<f|t 328. 
©raf 3ticf)arb uon ber 328. 
©reifenroorte 93. 
©retd()en§ #reube 149. 
©roi grofc ift 2, 228. 
©rün wirb bie 2Upe 309. 
©rufe ber Seelen 38. 
©uefft bu mir 25. 
©uten borgen, am genfter 2, 
292. 

©uten borgen, 9Harie 177. 
©uter 2ßunfd) 459. 

«Äa! wie fnieeft 2, 258. 
£>anö unb ©rete 25. 
i>aralb 234. 

§arfnerlieb am £oa)3eitmaljle 5. 
&aft bu ba§ Sdjlofe 150. 
|>at man je ein 2Hei3 430. 
frausredjt 76. 

heilig ift bie ^ugenbjcit 10. 
Jpeimfefjr 50. 

(§eimn)ärt§ von be§ ^rut§§ 2, 

207.) 
Helena 375. 
$ell ergingen 192. 
|>erbftlieb 2, 273. 
Hermann, eingelegt 2, 321. 
^ermann unb Utlja 2, 246. 
Hermann von Sad&fenfjeim 2, 

319. 

£ero unb Seanber 413. 
(£err 21rtu§ mar 2, 159.) 
(&err 9iid>arb lebte 2, 169.) 



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- 378 - 



(fceut ift 3U alkr 2, 32.) 
£ier ift bass fte Ifenriff 90. 
£ier fnieen fic 470. 
£>immel3f)errlia)reit 3U 421. 
ffcifpamen, baä *anb 2, 206.) 
£o$e Siebe 23. 
|>ora)! wie braufet 01. 
ftora)! wie erfüllet 2, 245. 
§öre, ebler Bürger 2, 221. 
£öre, f)öre 2, 287. 

3a) bin ber alte ea)attenwirtf> 
442. 

3a) bin fo gar ein armer 8. 
3a) bin fo ijolb 12. 
3a) bin oom SJerg 17. 
3a) bin 3um Ätra)lein 420. 
3a) bitf eua) H3. 
3a) gel)' all 9Jaa)t 373. 
3a) gieng auf lit^tev 2, 286. 
3a) |ab* einen fting 430. 
§a) Ijab' eö aH ocrlof)ren 2, 285. 
3a) |att' einen Ätameraben 184. 
3a) fyöx' meinen <3a)afc 26. 
3 a) fenne fieben 243. 
§a) !niete wol 2, 306. 
§a) mufe ju gelb 274. 
3a) nafjm ben Stab 84. 
3a) ^faljgraf ©öfe 278. 
3 a) «if in '3 finftre 48. 
3a) fang in oor'gen lagen 57. 
§d) fajj bei jener Sinbe 22. 
3a) fa)lief am 182. 
3a) foll nia)t mef>r 447. 
3a) ftanb an einem näa)tlia) 
423. 

3a) fte$' in bemfelben ©arten 

2, 308. 

3a) tret' in beinen ©arten 23. 
3a) wanble hinauf 2, 308. 
3a) mar bie fronte 2, 297. 
(3a) weitf, bie alte 2, 208.) 
,,3a) roeifs mir eine ©rotte 
312. 

3a) weifi mir einen Sa)atten 
443. 



(3a) weife ma)t, ob ber junge 

2, 207.) 
3a) will ja nia)t jüm ©arten 

179. 

(3a) n>ünfa)e feinen 2, 200.) 

3{jr befonberö bauert 63. 

3$r »rief 2, 316. 

3^r finbet fein belieben 452. 

3^r forbert, bafi 474. 

3^r grauen 2ll)nenbUber 2,274. 

3(Ma*t gehört 317. 

3^r fjellen Sternlein 2, 291. 

3^r Saiten 51. 

3f>r SBolfen 343. 

3m grü^ling (Sei jener) 441. 

3m grüfjling (9tafe nia)t) 2, 

295. 
3m Serbtie 13. 
3m |o(ben 3Jiai, äur 434. 
3m 3flai 91. 

3m fa)önften ©arten wallten 
156. 

3m Sommer fua)' 25. 
3m ftillen tfloftergarten . . 140. 
3m Xannenfyaine 2, 238. 
3m Sßalbe gel)' ia) 20. 
3m SBalbe woljnt 425. 
3mmermef)r nal)t fta) 2, 211. 
3n ben Xfjalen ber 201. 
3n ben StUen unb 406. 
3n ber 2lbtei oon 330. 
3n ber fterne 47. 
3n ber l;of)en £aU' 165. 
3n ber monbloä füllen 190. 
3n beö 2Jiaien fjolben 185. 
3n biefen fampfbewegten 474. 
3n biefer 9Jtatenwonne 166. 
3n biefer 3eit ber iHofenblüt^e 
454. 

3n biefer 3eit, fo reia) 103. 
3n ein Stammbua) 96. 
3n einer bunfeln 2, 317. 
3n eincö Reifen 2, 227. 
§n £.3 etammbua) 2, 282. 
3n 3 § ©tammbua) 2, 309. 
3n SiebeSarmen rufjt 23. 



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(3n mitternäa)tger3tille 2, 148.) 
3n 3t. etammbud) 2, 3u0. 
5n§ ©tammbud) einer Jreun; 

bin 2, 237. 
3n frönen (Sommertagen, wann 

279. 

3n$arnfjagen3©tammbutf)102. 
§n 2Sälber flof) 374. 
3nförift 420. 
3nanrif$en roanble 473. 
3ft benn im Scfnoabenlanbe 
279. 



$a, ec^trffal 97. 
Säqerlieb 26. 
3ef)ooat>! 2Dir 2, 231. 
3efu 2luf erftef)ung unb Rimmels 

fafjrt 2, 227. 
3efu Äreujeötob 2, 225. 
3ung Siegfrieb war 257. 
Jungfrau ©ieglinbe 187. 
Runter fleajbeVger 248. 



italliftfjeneS, ein Jüngling 242. 
tfatljarina 118. 
ftefjrt naef) (Spanien 456. 
Hein' beffre Suft 26. 
kennen lernten 2, 300. 
(flennt ifn* baö Sanb 2, 355.) 
ÄernerS @o Ibener 428. 
Älage (ftreunb! bu) 2, 313. 
ßlage (^ebenbig fein) 37. 
tflage (6cf)on in) 431. 
allein SRoIanb 258. 
kleiner Däumling! Keiner 196. 
Äomm f>er, mein Äinb 93. 
Iflomm fjer 3U btefem 2, 52.) 
jtontmi fjerbei, iljr luft'gen 236. 
flönig Starts SJleerfafjrt 270. 
ßönig 2öilf)elm (jatf 233. 
(Äöniglicf) fdjrcitet 2, 118.) 
Äönigä ftranj I. StebeSfeufaer 
402. 

ßretölauf 2, 316. 
künftiger $rfi|ltng 30. 



-Xafjmbetn 461. 
Safe mief) finfen % 288. 
Safet eutt) pflüefen 373. 
(Sa|t uns *reube 2, 263.) 
Sauf ber Söelt 20. 
Sebe roof)t 46. 
Seben, ba3 nur 2, 311. 
Sebenbig fein begraben 37. 
Seberoof)l 46. 
Segenbe 333. 
Seiner ftang 2, 308. 
Serben finb mir 295. 
Serd)enfrieg 295. 
SefcteS Sieb 2, 294. 
Seudjtet fdjon 7. 
SiebeSerflärung 433. 
SiebeSfeuer 2, 314. 
Stebcsflagen 212. 
2iebe$3Ct<|cn 2, 310. 
Sieb auS bem <3panifa)en 406 
(421). 

Sieb beS $ifd)er3 2, 278. 
Sieb beS ÖärtnerS 373. 
Sieb bc3 ©efangenen 28. 
Sieb cineä Sinnen 8. 
Sieb eines beulten ©ängerö 
57. 

(Sieb eineSöottjroäcfjterS 2, 336.) 
Sieb im 3™f>ling 2, 307. 
Steber finb mir XI. 
Sinbljetmer 424. 
Linquimus vitae 2, 257. 
Sob beS $rü$Iing§ 30. 
(Sob beS Siebes 2, 183.) 
Söfen fid) bie irb'fcfjen 38. 

^Jtabotma bella ©ebia 420. 
9Jkientf)au 41. 
SJtaiflage 7. 

3Jtailicb (£ie Sölüttyenbäume) 

2 264. 
SRailieb (SBenig W) 37. 
3flan Ijöret oft 313. 
9Jiärd)en 317. 

9)tärd)enbudj beS flöntgS oon 
^-ranfreia) 434. 



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- 380 — 



Wariuo auf Ciartfmgo'S Xrüm* 

mcrn 2, 232. 
Wärjnad)t 91. 
3)iein ©efan^ 14. 
Wein Siebten liebt 2, 310. 
Wein treuer Waier 2, 311. 
Keinem $rofjuater («Reujafn: 

1808) 2, 244. 
Wcinem ©rofeuater (Wat 1803) 

2 / 257. 

Weinen eitern (1802) 2, 237. 
deinen eitern (1803) 2, 243. 
Weinen eitern (1804) 2, 261. 
Weinen ©Item (1805) 2, 276. 
Weinen eitern (1806) 2, 293. 
Weiner Wutter (1801) 2, 215. 
Weiner Scbwefter 453. 
Weines Seiend jarte 2, 237. 
Wenfdjenfrecbbeit 2, 231. 
Werlin ber &>ilbe 238. 
We^elfuppenlieb 53. 
Wieb f>at ein Scannt 413. 
Wicficroicj 465. 
Wit $oetl)eö ©ebidjten 474. 
(Wit Sd)iner$en gieng 2, 353.) 
Wol)renfbnigS£mb,eafilbe401. 
Wönd) unb Sd)äfer 15. 
Monte ßubsistentem 2, 244. 
Worgen 2, 316. 
Worgenlieb (2lufl ber öafjn) 
451. 

Worgenlieb (9?od) afjnt) 47. 
Worgenluft, fo rein 475. 
WorgenS 475. 
Wünfterfage 231. 
Wütter! bic \%x 63. 
Wutter unb ßinb 91. 

"•Jlacf) bem f)o&en Sd)Iojj 203. 
9?ad) £>of)em, äBürb'gem 104. 
9iad)ruf (£u, Wutter) 94. 
md)vuf m% ift) 80. 
9Jäd)tlid)e Stimme 428. 
9Jad)treife 48. 
9iad)t$ 24. 
23. 



Sßarjijj unb erfjo 89. 
flaturfreiljeit 2, 311. 
iWeujabröioünfaje für Luise U. 

2, 178.) 
9teujat>rSn)unfö (1817) 78. 
9Jid)t ber befolgt 2, 224. 
Stfidjt fdjamloä meinen 116. 
9iod) abnt man faum 47. 
}fod) einmal fpielt 178. 
9iod) ift fein ^ürft 80. 
9ioct) fdnoebt ber 2en3 2, 305. 
9iod) fingt ben Sßiber^allen 148. 
9iormannen^cr3og SBilljelm 

fprad) 272. 
3iormännifd)cr Sraud) 128. 
9iooembcrgebanfcn 2, 240. 
l s Jhima 2, 206.) 
s J?un bie Sonne 43. 
3iur feiten fomm' id) 25. 

0 SBtrfc 127. 

D blaue 8nfi 38. 

D britt) nirfjt, Steg 50. 

0 ȟrgerfrieg 2, 220. 

D fterrin 402. 

D lafj mid) 2, 269. 

D legt mid) 29. 

D Wenfd) 427. 

D fanfter, füfier £aud) 29. 

D Tannenbaum 127. 

D mär' id» Sturm 433. 

D roetye Sebent 2, 310. 

D Sßintcr 27. 

Cb engel nod> 2, 304. 

Cb id) bie 5 reuoe 14. 

Cb mir bein Wunb 2, 316. 

Cber fyrürjling 107. 

Cft einft fjatte 92. 

Oft gel)' ia) 2, 307. 

Dlo'3 Slugen 2, 291. 

CtnitS SKäd)er 387. 

3?ari3 ift ber fdjönfte 198. 
^fingften mar 160. 
(^tyantafien au§ ber 6d)meia 

2, 50.) 



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— 381 — 



$l)öbuä marf 416. 
Prolog . . (Srnft 82. 
purpurfarben, roie 2, 223. 

glauf), Jüngling 2, 225. 
SRebcnbIütr)e 430- 
Ked)berger war 248. 
Ked)tfertigung 37. 
Kecenfent, bcr tapfre 197. 
(Steide mir, Siugur 2, 356.) 
Reifen 45. 
Keifen foü id) 45. 
Kitter tymä 198. 
Kitter unb Same 2, 314. 
(Kitter SBteburoilt 2, 159.) 
Kolanb ©d)ilbträger 263. 
Kolanb unb 2llba 335. 
Komanje (3a3 Kofc) 2, 250. 
Komanje ( (Sin $räu lein) 2, 317. 
Komanje com Keinen Säum-- 

ling 196. 
Komanje t>om Kecenfenten 197. 
(Komanjen oon ber £immeI3: 

bürg 2, 343 ) 
KomanjemXenjon 448. 
KubeUo 201. 
Kücfleben 115. 

Kufe ntd)t au$ grünen 2, 295. 
Kut)etr)al 36. 

Saatengrün, SBeildjenbuft 30. 
©ag' eö, ob Su 2, 310. 
©agt nid)t mer)r 93. 
©ang von ber l'inbe 2, 281. 
©änger, fprcdjt mir 407. 
©ängerliebe 200. 
©ängerredjt 469. 
©ängerS Söorüberjie^n 182. 
©anft ©eorgä Kitter 192. 
©an!t ^IbefonS 397. 
©djaferS ©onntagSlieb 16. 
©Raffet fort 73. 
©d)attenlieb 443. 
©Reiben unb 9)ieiben 46. 
©djicffal 97. 
©ctjilbeiS 127. 



©djläfft bu? ober 2, 258. 
©djlagen ba§ fcaupt 473. 
©djlimme Kad)barfd)aft 25. 
©djlufjfonett 112. 
©d)on in fo jungen 431. 
©etyon ferjren bie Waner 335. 
©djon roieber ift ein öeer 2, 
215. 

©djönfte! bu fjaft 120. 
©d)roäbifd)e Äunbe 254. 
©d)roer ift ber Kuberfdjlag 2, 
271. 

©d)toer oerrounbet 418. 
©d)roere Xräume 434. 
©d)nrinbelr)aber 75. 
©eipio, jener 2, 212. 
©cipioS 2ßat)l 2, 212. 
©et)nfud)t 416. 
©et)t ir)r roo 451. 
©et unä roittfommen 58. 
©eib gegrüfct 13. 
©eit ber t)ot)e ©ott 200. 
©elig, roen in früher 2, 238. 
©eliger 2ob 21. 
©eltfam fpieleft 89. 
©efet mir nur 431. 
©eg mir gegrüßt 2, 281. 
©ie fommt in biefe 19. 
©ie mar ein Ätnb 13. 
©iegfriebö ©djwert 257. 
©iei)' f>er: c$ 2, 324. 
©imeon 2, 219. 
©inge, roem ©efang 32. 
©o t)ab' id) enblict) 21. 
©o f)ab' id) nun 49. 
©o ift'ö genug 477. 
©o lebe rool 2, 312. 
©o foll id) nun 46. 
©o mar e3 bir 34. 
©oldjc Süfte 42. 
©oll ein r)et)rer 2, 260. 
©oU id) furd)t)*ame3 375. 
©ommerS, wenn 415. 
©onett. 2ln 51. 9)1. 433. 
©onnenbltcf 416. 
©onnemoenbe 43. 



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— 382 — 



Spanifdje lieber 421 (400). 
Späte Äritif 460. 
Sterberlänge 178. 
Sterbliche manbeltet 90. 
Stille 2, 323. 
Stille ftreif ia) 123. 
Stiller ©arten, eile 28. 
(Stimme bcS 3eus, was 2, 358.) 
Stumpf für bie ©egenroart 2, 
258. 

Süffe 2obeoftille, fen 2, 323. 
Süfcer, golbner 30. 

Saillefer 272. 
Xnuftt) 91. 
Teils platte 90. 
Teils 2:ob 309. 
Tcnjon 407. 
Tf;eelieb 51. 
(TljetiS 2, 353.) 
Tfjorfjeit wollen 421. 
lief im Sßalbe 414. 
Tobcögefüljl 106. 
Traum 183. 
Traumbeutung 92. 
Trinflicb (2SaS ift) 54. 
Trinflieb (SBir finb) 55. 
Tritt ein 76. 
Troft 423. 

läber biefcn Strom 39. 
(Ulfar fo| 2, 113.) 
Um attitternad)^ auf 98. 
Umfonft bift bu 474. 
Unb immer nur 72. 
llnb toieber fcfnuanft 79. 
llngeroifer)eit 2, 317. 
Uns fagt ber 460. 
Unftern 223. 

Unter ber Tannen 2, 238. 
Untreue 21. 

^JaterlanbSliebe 2, 221. 
Ver 8acrum 297. 
Verborgenes *eib 425. 



Vermädjtnifj 101. 
Vernimm, was" 2, 322. 
VerfpäteteS fcodneitlieb 51. 
(Verfunfen, wefje 2, 117.) 
Verroetjn, »erfüllen 94. 
Volföetjre, fie 469. 
Vom fteuer, baö 2, 314. 
Vom »rüf)ling wollt' 2, 307. 
Vom fd)önen SRofengarten SBill 
162. 

Vom treuen 2Baltl)cr 151. 
(Von aller £errfa)aft, bie 2. 
61.) 

Von ben fieben 3ea)brübern 
243. 

Von ber Üiebften 2, 314. 
Von bir getrennet 107. 
Von Gbenfmll ber 276. 
(Von Mdjarbö SRilb' 2, 170.) 
Vor feinem £eergefolge 234. 
Vorabenb 24. 
Vorfcf)lag 111. 
Vorwärts 58. 
Vorwort XI. 

2$ären mir im i'enje 2, 294. 
SBalblieb 20. 
Sßanberlieber 46. 
Sßanberung 84. 
Sßanbrer! eS 3temet 90. 
Sßanu beine Wimper 92. 
3ßann ber Sanbmann 397. 
Söann bie Ncitux 113. 
2öann fjört ber Gimmel 474. 
3ßann im legten 9lbenbftra^l 
36. 

Sßann warb ber erfte ßranj 62. 
Mann roofjl quiUet 2, 317. 
äßar'S ein Tfjor 210. 
Söarum f)üllft bu 2, 225. 
(2ßa§ birgt baS öörnlein 2, 
358.) 

2BaS bringt baS 3al)r 2, 276. 
SBaS t;aft bu mir 2, 324. 
3Ba§ id> in Siebern 110. 
2öa§ ift baS für ein burftig 54. 



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- 383 - 



2öaä ift bic (Sonne 2, 301. 
2öa§ je mir fpielt' 109. 
3ßaä fann bir aber fef)(en 70. 
SBaö Hinget unb finget 154. 
(Sas tümmert ba3 ©etümmel 

2, 336.) 
2Ba§ foll boef) bicö Drommeten 

149. 

3Ba$ fietft bu fo 15. 
2Baö fte&t ber norb'fa)en 146. 
äöaö ftreift oorbei 24. 
SEßaö weefen 178. 

S)a8 3<*9ft du 30. 
2Beif>e 2, 317. 
Stein unb SBrot 42. 
2Beld) ein <Sa)nnrren 40. 
2öeld) gefjeimeö Siaufajen 2, 
272. 

SEBentg W i$ 37. 

Stenn bu auf biefem Seiajen-' 

fteine 95. 
Stenn bu ben leisten 33. 
Stenn bu oon Saura 101. 
Stenn ein ©ebanfe 456. 
Stenn fieut ein ©etft 74. 
Stenn <£attenfpiel 477. 
Stenn Sträußen 110. 
Stenn über weiten DZebetauen 

2, 282. 
Stenn 3Binb' 456. 
Ster entroanbelt 139. 
Ster feilen fann 416. 
Ster J»icr fd)lummre 2, 306. 
Stet reblia) f)äit 78. 
2Bie ber flafteUan 205. 
Stte bort, geroiegt 43. 
SSic Grb' unb 2, 314. 
SSie flogen bir 422. 
Sie freubig 461. 
SJie glänjen 2, 268. 
2öie grofj ift Sfjre SJtuttergüte 

2 211 

5öie ift baS ©ajlofe 2, 293. 
SHe fann au3 biefem ftöfelein 
452. 

SSie lieblicher JUang 28. 



SHe liegt bic SÖIumenroiefe 2, 
298. 

Sßte mujjte meines Sebcnö 2, 
316. 

äöie fteljeft du 2, 274. 
2ßie ©terbenben 106. 
SBie, wenn man aud) 112. 
S5ic wtUft bu bia) 35. 
S>ieber ^ab' ia) biet) gefe^en 44. 
SHU ruljen unter 47. 
SHUfommen mir 2, 316. 
Söintermorgen 467. 
aBinterreife 48. 
2Öir Imben fjeut 53. 
SHr Ratten einen üKonb 423. 
9Bir fönnen ^fjrcr 459. 
S>ir finb niajt mel)r 55. 
2ßir roanbevten 2, 309. 
SHr roaren neugeboren 106. 
SMr nriffen'3 410. 
Sßirb ba§ Sieb 63. 
2ßirf ab, mein Sieb 356. 
3öo in bieten 2, 309. 
Ste je bei altem 69. 
(Ste leiteft bu 2, 359.) 
Ste um bie falbe 2, 273. 
SWjl blühet 30. 
Sto$l benf u$ 107. 
2Bof)l gef)t ber Sugenb 37. 
Stefjl |ai ber $rüf)ling 455. 
Steijl möajt' ia) gerne 414. 
mt)l neig' ia) 2; 278. 
Stofjl oor ber SBurg 379. 
Sßolfen W iaj 36) 
(Stellt tljr au§ blauer 2, 27.) 
SUifjlt jener fa)auerooUe 115. 
Staubet 13. 
SBürtemberg 70. 

(£eitgeift! e$ jiel)t 2, 47.) 

3eua) majt ben 155. 

Ijimmerfprua) 50. 

#u 2ld)alm auf 284. 

3u §trfau, in 229. 

3u Simburg auf 290. 

3u meinen ^üjjen finft 95. 



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384 — 



(3u SRouen warb 2, 172.) 
3u ©pcier im 253. 
3u ftefm in frommer 478. 
3u SBeinSberg, ber 246. 
gueianung 444. 
äufnebenjjeit 2, 216. 




Bum atbfc^icb 2, 312. 

3um Antritt beö 75. 2e&en€= 

ja^re§ 410. 
„Sur ©c^mtebe gieng 256. 
Sroetfel 2, 313. 
^roo ^ungfraun faty 109. 



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